montagsstarter

 

Und schon wieder dabei, beim Montagsstarter (initiiert von Martin)!

Meine Nummerierung ist anders als bei antetanni, weil ich lieber die Kalenderwochen nehme..

 

  1. Dass ich nun doch wieder beim Yoga in der Mittagspause einsteigen könnte, hab ich mir letzte Woche mal so überlegt. Könnte der Figur und vielleicht auch der Gesamtentspannung zuträglich sein..
  2. Es geht doch nichts über Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle. Das fällt mir spontan zu der Lücke ein, obwohl ich ja schon laaang keine Spätzle mehr gegessen hab.. 😥
  3. Freundschaften sind sehr wichtig.
  4. Einkaufen hab ich am Samstag etwas bescheuert gestaltet. Hab beim Rausgehen vom Kaufhof gesehen, dass die so ne Aktion haben – und dann begonnen, noch was zu Kaufen zu suchen 😀
  5. Was soll ich denn in diese Lücke schreiben? .. huch, schon voll!
  6. Ständig habe ich die Finger an irgendwas zu essen dran. Nicht gut.
  7. Diese Woche habe ich folgendes auf dem Plan: Chorprobe, Mikrozensustermine, Massage und heute Abend mal was Ganze anderes: Ich helfe, den Schrank, den meine Schwester von Mama nimmt und von einem Bekannten zu ihr geliefert wird, mit auf den Anhänger zu hieven – und dafür wurde mir glutenfreier Apfelkuchen versprochen .. lecker! 😉

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montagsstarterJetzt hab ich ne ziemlich lange Pause beim Montagsstarter gehabt. Doch macht nichts – ich steige einfach heute wieder ein.

Meine Nummerierung ist anders als bei antetanni, weil ich lieber die Kalenderwochen nehme.

 

    1. Ob wir dieses Jahr Weiße Weihnachten bekommen werden? (vermutlich füllt diese Lücke JEDER so aus.. werde ich nachher mal gucken!)
    2. Gedanklich bin ich eigentlich nie bei der Arbeit im Büro. Besonders nicht derzeit. Ich will hier nur noch weg..
    3. Mit dem Ausmisten meines Kleiderschranks habe ich schon angefangen. Gemeinsam mit meiner Freundin. Ich finde es ganz schön hart. Insbesondere, weil mir grad ja echt so gar nichts passt… *heul*
    4. Lebkuchen gibt es ganz leckere glutenfreie von Schär. Hatte ich dieses Jahr schon. Schleck 😀
    5. Dass ich diese Woche noch reduziert arbeite, ist super.
    6. Mein Tipp der Woche: Lass es einfach! Vom Glück und der Erfüllung durch Nichts (bekomme es vermutlich selbst nicht hin, doch ich finde, es ist ein guter Impuls)
    7. Diese Woche habe ich geplant, endlich die Termine für den Mikrozensus einzuwerfen, zur Trauergruppe zu gehen, eine Veranstaltung zu organisieren und mal meinen Kalender auf den neuesten Stand bringen.

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Mein letzter Freitags-Füller von Barbara war in der 32. Kalenderwoche – nun haben wir die 43. Kalenderwoche. Eine recht lange Pause .. und heute finde ich endlich mal wieder den Dreh, Lücken zu füllen. ZUmindest hier im Vorspann. Ich hoffe, das wird nicht einer der nie veröffentlichten begonnenen Beiträge, die ich in letzter Zeit immer mal wieder hatte..

Doch ich bin guter Hoffnung – also los geht’s!
freitags-fueller-schriftzug

1. Wenn ich jetzt einfach loslege, sind die Lücken ratz-fatz gefüllt 😀

2. Ich mache mir im Moment also keine großartigen Gedanken, ob ich die Lücken „toll“ fülle, sondern fülle sie einfach. (Bouw – und schon ist die Nummer 2 gefüllt!)

3. Der große Unterschied zu den letzten Freitagen ist: Heute mach ich einfach. Ohne groß zu Denken. Na gut, ich bin auch aktiver drauf heute, als auch schon.. 😉

4. Für die gefüllten Lücken gibt es nachher Schokolade oder sowas zur Belohnung. Klappe, Hüftspeck!

5. Meine Familie besteht nun also irgendwie nur noch aus meiner Schwester und mir. Vielleicht sollte ich den Begriff „Familie“ für mich erweitern..?

6. Nächste Woche ist Halloween – und eigentlich steht hier doch schon ein kompletter Satz mit allem, was grammatikalisch dazu gehört.. Oder?!

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das gemeinsame Einrichten unseres  Betriebes mit meiner Freundin in der Kinderspielstadt, morgen habe ich geplant, abends ins Konzert zu gehen (falls ich das noch packe, nach einem kompletten Tag Kinderbetreuung) und Sonntag möchten ich und Schnüggel mit seinem Vater und dessen Freundin zusammen abends essen gehen (denn auch da hab ich den ganzen Tag Kinderbetreuung)! Ich bin mir grad etwas unsicher, ob ich diese „Doppelbelastung“ durchhalte… doch ich freu mich halt auch auf das „Abendprogramm“ und die Termine sind nicht so richtig wählbar..

Schon ganz lang will ich was schreiben … doch ich finde keinen Einstieg.

Ich möchte bei den Freitagsfüllern mitmachen oder den Montagsstartern .. doch ich finde keine Antworten. Klingt doof, doch is so.

Nachdem ich aufgehört hab, mich deswegen fertig zu machen, akzeptier ich jetzt einfach, dass es halt grad für mich nicht die Zeit für Lückentexte zu sein scheint.

Und sonst  so?

  • Bin seit Montag bei einer Trauergruppe. War ein langer Weg, bis ich mich entschieden hab und was gefunden. Nun bin ich sehr glücklich damit und fühle mich wohl.
  • Hab ne Bewerbung geschrieben, ein Vorstellungsgespräch gehabt – und ne Absage bekommen. Schade. Sehr schade.
  • Mag meinen Arbeitsplatz immer noch nicht … er nervt mich. Ich fühle mich eingeengt und überfordert. Bin unglücklich.
  • … naja, ich bin derzeit relativ schnell überfordert. Bin nicht in meinem üblichen „Multitaskingzustand“. Der war ja eh schon etwas geschwächt in letzter Zeit.. doch zur Zeit falle ich ganz schnell in einen „Panikzustand“, wenn es mehrere „Anfragen“ auf einmal an mich gibt. Ich rotier dann echt innerlich, laufe regelrecht leer und hab das Gefühl, es nicht hinzubekommen. Mein Hirn ist leer, es ist nur noch Panik da. Am Besten komm ich da raus durch ein Gespräch mit anderen … und normal ist eigentlich auch gar kein Anlass zur Panik.
  • Derzeit hab ich einfach nur das Gefühl, nicht zu wissen, was das Ganze hier eigentlich soll. Ziemlich sinnlos alles. Im Büro fühl ich mich unwohl – zuhause auch … irgendwie hab ihc keinen richtigen Platz im Leben, wo ich mich wohl fühle.

Tja … und sonst?

.. keine Ahnung. Vielleicht fällt mir später wieder was mehr ein.

Ja, es ist still hier. Ich denke zwar regelmässig an den Freitags-Füller und den Montagsstarter, doch ich bringe nicht die Energie auf, etwas zu schreiben.

Ich bin noch immer zuhause und arbeitsunfähig geschrieben bis Freitag. Es geht mir nicht gut, ich hänge durch, sehe keine richtige Perspektive für mich. Mamas Tod hat wohl sowas wie eine generelle Orientierungslosigkeit bei mir ausgelöst. Naja, der Arzt hat „schwere Depression“ diagnostiziert … doch was heisst das schon? Ich vertraue mir selbst nicht bezüglich dem wie ich mich fühle oder mich verhalte. Bin ich nicht einfach nur faul und sollte mich zusammenreissen?

Bewegung hat der Arzt mir verordnet. Bewegung und dass ich meine Gedanken aufschreibe. Hm. Klappt nicht so gut. Eigentlich gar nicht. Dabei hab ich immerhin nach einigen Tagen ein Büchlein auserkoren, dass es mein „Gedankenauffangbecken“ sein könnte. Das war’s dann auch schon. Kein einziges Wort steht seit dem drin. Trotzdem ist es ein erster Schritt. Und eigentlich fände ich das mit dem Gedanken aufschreiben auch ne gute Sache. Doch ich finde nicht den Dreh.

Überhaupt fehlt mir für vieles der Antrieb. Seit Tagen schiebe ich es vor mir her, ein Päckchen für eine Freundin zu machen. Oder bei der Post der allerlei andere Dinge (siehe die Liste von meinem letzten Montagsstarter: Nahezu nichts gemacht davon… vielleicht hatte ich auch deswegen keine Lust zum Montagsstarter).

Mein Tagesrhythmus ist auch wieder langsam komplett verdreht: Es ist gerade halb sieben morgens – und ich war noch nicht im Bett.

Andersrum soll ja Schlafentzug gut gegen Depressionen sein. Vielleicht schlafe ich heute also einfach mal gar nicht. Wäre ja auch ne Idee. Draussen wird es eh schon wieder dunkel.

Was ziemlich bedauerlich ist, ist, dass ich wieder dreistellig bin auf der Waage. Ja, ich hab die 100 kg wieder überschritten. Das war jetzt nicht so erstaunlich, doch trotzdem ein kurzer Stich, als es zum ersten Mal angezeigt wurde. Mein letztes Wiegen waren dann 101 kg. Das ist blöd. Doch zum Handeln fehlt mir auch der Antrieb und die Kraft.

Seit drei Wochen hab ich den Plan ein Training für nen neuen Trainingsplan im Fitnesscenter auszumachen. Doch es bleibt beim Vorsatz.

Naja … was soll ich schreiben?

Keine Ahnung.

Hoffe, es geht bald wieder aufwärts.

Wenn mir nur das Handeln und Denken nicht so schwer fiele…

… auch wenn es ja nicht so ist, dass ich GAR NICHTS schaffe. Mir kommt es irgendwie nur alles so zäh vor.

 

montagsstarterDa isser wieder – der Montagsstarter! Also mach ich doch einfach mal wieder mit.

Die Nummerierung übernehme ich aber für die Kalenderwochen, wie ich es jetzt hier eingeführt hab zu Jahresbeginn – dann unterscheidet sich das halt von der Nummerierung bei antetanni. Is halt so.

 

1. Ohne Musik bin ich die letzten Tage mit meiner Schwester meistens rumgefahren. Hatte einfach irgendwie keinen Bock auf Musik.

2. Ohne den Wechsel der Jahreszeiten wäre es langweilig.

3. Ordnung oder Chaos? Echt jetzt? Ist das ne ernste Frage? Ich fühle mich von dieser Lücke veräppelt.

4. Einen Sportkurs habe ich schon lange nicht mehr besucht. Oder nen Volkshochschulkurs.

5. Genießen tu ich das, was ich alles so esse leider oft nicht so sehr, wie es den Kalorien angemessen wäre.

6. Wer findet gute Füller für diese Lücken? Die finde ich echt schwierig heute..

7. Ich möchte unbedingt die Trauerpost erledigen, freue mich auf gar nichts so richtig diese Woche und das Wetter soll bitte nicht so heiss werden. Keine 30 °C bitte!

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Vorab möchte ich mich ganz herzlich für die lieben Kommentare unter meinem letzten Beitrag bedanken. Ich hab sie schon gleich nach dem Schreiben wahrgenommen und gelesen, bitte entschuldigt, dass ich nicht gleich drauf reagiert habe. Ich .. keine Ahnung. Ich hatte nicht die Kraft in dem Moment, obwohl Eure Worte mir doch so unendlich gut taten. Entschuldigt von dem her die Verzögerung. Es ist mir jedoch wichtig, dass ihr wisst, wie wichtig mir die Anteilnahme war und dass sie mich erreichte und mir Kraft gab.

Herzlichen Dank dafür.

Überhaupt tut jede Anteilnahme gut. Egal, ob es eine stille Umarmung war, eine Karte, die Teilnahme an Mamas Beerdigung oder ein Anruf, selbst der Besuch bei meiner Patentante und ihrer Tochter (also sozusagen Beileidsbesuche, die ich gemacht hab) oder eine Reaktion per WhatsApp – alles war mir eine Stütze, so viele schöne Zeichen, dass Menschen mit mir (und natürlich auch meiner Schwester und Schnüggel) fühlen und ihr Mitgefühl ausdrückten oder ihre Unterstützung anboten.

Das hat mich wirklich sehr gerührt. Und rührt mich noch immer.

Es  ist bezaubernd und wirkt tröstlich auf mich, zu erfahren, wo Mama überall ihre Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen hat.

Es gab so viele wirklich schöne Begegnungen und Worte. Beispielsweise der Betreiber unserer Eisdiele, der so betroffen war von Mamas Tod, dass er bat, wir sollen ihm sagen, wann die Beerdigung ist. Er hatte dann letztlich keine Zeit, selbst zu kommen, hat aber als „Vertretung“ jemand von seinem Team geschickt. Mich hat das sehr berührt.

Auch das Kommen meiner Freundinnen und einer Theaterkollegin. Besonders beeindruckte mich auch, dass manch ein Trauergast keine lange Anfahrt scheute. Ja, natürlich hab ich mit Schnüggel gerechnet. Er selbst sagte es auch schon, dass ihm das sehr wichtig ist, da zu sein. Und tatsächlich hat es ihn am Grab dann so sehr mitgenommen, dass ich beinahe mehr seine Stütze war, als er meine.

Weniger zu rechnen war mit dem Kommen des Partners meiner Schwester. Er ist bereits seit mehreren Jahren nicht mehr zu uns „in den Süden“ gekommen, weil ihm die Anreise zu lang und beschwerlich war. Als er zwei Tage vor der Beerdigung zu meiner Schwester sagte, dass er kommen würde, waren wir beide überrascht – und ich war sehr glücklich, dass er für meine Schwester da ist. Zu Papas Beerdigung konnte er damals nicht kommen.

Die größte Überraschung war die Anreise der Freundin meiner Schwester aus Kroatien. Tatsächlich war es ihr sehr wichtig zu kommen – und sie wollte eigentlich auch gleich wieder abreisen, doch ich bot ihr an, bei mir zu übernachten. Somit waren wir tatsächlich zu fünft bei mir in der Wohnung, was ein gewisses „Camping-Flair“ hatte, doch sehr schön war.

Wem ich keinen Übernachtungsplatz anbot, obwohl er auch fast 300 km Strecke hatte und ich mich auch sehr über seine Anreise freute, war mein früherer Verlobter. Ich fand es richtig und fair, ihm eine Karte zu schicken und über Mamas Tod zu informieren. Mama und er hatten immer ein gutes und enges Verhältnis. Er rief auch vorher nochmal an und fragte auch, ob es für mich okay sei, wenn er käme. Wie gesagt: Ich fand es richtig, dass er kam. Erst auf seine Nachfrage hin bemerkte ich, dass es mir mehr zu schaffen machte, als ich zuerst vermutet hatte. Ich ärgerte mich, dass sein Kommen so sehr auf meine Gefühle Einfluss nahm, dass ich Angst bekam, es könnte mir „die Beerdigung verderben“. Sprich: Mein Gefühlsleben zu sehr durch seine Anwesenheit abgelenkt sein, dass für mich nicht mehr der Abschied von Mama im Vordergrund stehen würde. Ich beschloss also für mich, dass ich eine Nacht drüber schlafen würde und ihm im Zweifelsfall dann am nächsten Tag anrufen würde und sagen, dass es für mich doch nicht okay wäre. Dass er zu einem anderen Zeitpunkt kommen solle und Abschied nehmen. Tatsächlich schlief ich in der Folgenacht sehr schlecht, fast könnte man sagen: Ich hatte Alpträume. Trotzdem wägte ich es für mich ab und beschloss: Doch, er soll kommen und Abschied nehmen dürfen. Ihm das Herkommen zu verweigern wäre nur eins gewesen: Meinem mangelnden Selbstvertrauen nachzugeben und meinen Lebensversagensängsten aus dem Weg zu gehen. Mein eigentliches Problem an seinem Kommen war, dass meine Verwandtschaft denken könnte, dass ich in meinem Leben versagt hätte, weil ich unverheiratet und kinderlos dastehe und er eine Familie hat und drei Kinder. Ihm wegen meiner eigenen Minderwertigkeitsgefühle zu sagen, er dürfe nicht kommen, fand ich unfair – abgesehen davon würden sie nicht davon weg gehen. Er ist nicht die Ursache, er ist nur der Trigger. Übrigens hat kein Mensch was gesagt, ich hab auch keine Ahnung, ob jemand was gedacht hat – und es war auch nicht übermächtig in meinen Gedanken. Im Gegenteil, ich hab mich sehr gefreut, dass er da war und teilgenommen hat – wir haben auch das ein oder andere gesprochen, er hat natürlich auch mit anderen gesprochen und ich finde es gut, dass ich mich dem „Angst-Gespenst“ gestellt habe. Es ist meine Angst. Er wäre nur zufällig gerade der Auslöser gewesen. Ihm einen Übernachtungsplatz anzubieten und noch den Abend mit zu meiner Familie einzuladen, wäre mir dann aber doch zu viel gewesen. Ich hoffe, das war okay so für ihn.

Ja, insgesamt kann ich nur sagen: Es war eine richtig schöne Beerdigung.

Es klingt etwas seltsam, sowas über eine Beerdigung zu schreiben, doch es war wirklich eine sehr schöne Feier.

Meine Schwester und ich hatten ziemlich viele Lieder ausgesucht gehabt – und auch recht „hoffnungsfrohe“ Lieder, was die Pfarrerin in ihrer Grabrede auch extra erwähnte, dass (leider) selten diese Lieder für eine Beerdigung ausgesucht würden. Doch sie passten einfach wunderbar zu meiner optimistischen Mama. Bei manchen Liedern konnte ich sie regelrecht mitsingen hören .. ganz besonders bei „Die güldne Sonne“. Und vielleicht mag „Geh aus mein Herz und suche Freud“  im ersten Augenblick seltsam anmuten für eine Trauerfeier – doch tatsächlich steckt so viel von Mamas Energie drin, dass es einfach nur passend war. „Großer Gott, wir loben dich“ war meiner Schwester ganz wichtig – und für mich „Ich steh an Deiner Krippen hier“. Auch wenn es ein Weihnachtslied ist, war es mein persönliches „möchte-ich-unbedingt“-Lied. Wir sangen dann auch nicht die erste Strophe, sondern diese

Ich lag in tiefster Todesnacht,
du warest meine Sonne,
die Sonne, die mir zugebracht
Licht, Leben, Freud und Wonne.
O Sonne, die das werte Licht
des Glaubens in mir zugericht’,
wie schön sind deine Strahlen!

.. und ehrlich gesagt, rührt mich diese Strophe zu Tränen.

Die Rede der Pfarrerin war so treffend und feinfühlig, ich bekam später von einigen Gästen gesagt, es war ein wirklich sehr schöner Gottesdienst.

Auch das anschließende gemeinsame Essen war schön – und als die Frau meines Cousins zum Abschied fragte, wie es mir denn gehen würde, weil doch das jetzt der schwerste Teil gewesen sei, konnte ich tatsächlich aus vollem Herzen antworten, dass mir die Feier und das gemeinsame Abschiednehmen richtig Kraft gegeben hatten und ich mich im Moment regelrecht energiegeladen fühlte.

So war es auch.

Wirklich war einiges nicht „üblich“ für eine Trauerfeier, doch einfach sehr stimmig für uns.

Beispielsweise hatten wir drei Kisten mit Dingen von Mama mit: Teddybären, selbst gestrickte Mützen, Schalen, Schmuck, Bücher, Tücher … das legten wir alles auf einem Tisch aus. Bei der Rede zum Essen sagten wir, dass meine Mutter stets jeden mit kleinen Geschenkchen bedacht hatte. Es war eine schmunzelnde Zustimmung im Raum, als ich sagte, dass sie schon früher bei Familienfeiern immer eine Freude daran hatte einen Beutel mit Geschenken mitzubringen und jeder durfte was ziehen. Somit wollten wir im Sinne unserer Mutter die Tradition heute fortführen und jeder könne schauen, ob er was auf dem Tisch findet, was ihm gefällt. Uns würde es freuen, wenn jeder was findet, was ihn freut und vielleicht sogar an Mama erinnert – und Mama hätte es auch gefreut. Wir bekamen auch viele Rückmeldungen, wie passend das gewesen war und manch einer erzählte, wie er beim Besuch bei Mama immer noch gefragt würde, ob er noch dies oder jenes wöllte.. Ja, so war sie.

Sehr schön und beruhigend ist es für mich, dass es möglich war, sie bei Opa, Oma und Papa beizusetzen. Da mein Opa bereits gestorben ist, als ich 3 Jahre alt war, ist dieses Grab für mich schon seit ich denken kann „unser“ Grab und gefühlsmäßig der (einzig) richtige Ort.

Tatsächlich ist noch für eine Erdbestattung Platz – und auch wenn meine Schwester nun wirklich nichts mehr von der Organisation von Beerdigungen wissen will, deutete ich ihr an, dass falls ich überraschend versterbe, gern auch dort beigesetzt werden würde.

Naja – ich hoffe auch, dass wir erst mal nichts mehr in diese Richtung machen müssen.  Es ist wirklich unfassbar viel Lauferei und vor allem waren es unglaublich viele Entscheidungen, die wir fällen mußten.

Und irgendwie kam immer wieder was anderes ums Eck, an was wir nicht gedacht hatten.

So fiel uns beispielsweise auf, dass bei einem Grab, welches meine Mutter immer betreut hatte (der Onkel und die Tante meines Vaters), ein Schild steckte, dass die Grabnutzung abgelaufen sei. Wir machten dann einen Termin bei der Friedhofsverwaltung – und tatsächlich: Seit Februar ist die Grabnutzung abgelaufen und wir mussten entscheiden, was geschehen soll. Ehrlich gesagt ist es ein komisches Gefühl, zu entscheiden, dass eine Grabstätte eingeebnet werden soll und ich hatte auch irgendwie ein schlechtes Gewissen. Doch andererseits sind dieser Onkel und diese Tante bereits vor meiner Geburt gestorben – und wäre es sinnvoll, noch 25 Jahre ihre Grabstätte zu erhalten? Mit dem Recht, dass wir auch dort unsere Urnen beisetzen dürften? … die allerdings wie gesagt, gefühlsmäßig an einer andere Stelle (das Grab meiner Eltern und Großeltern) gehören?

Ja – es waren tatsächlich seltsame Tage, die letzten eineinhalb Wochen, in denen ich mich so viel mit Gräbern, Särgen, Grabreden, Trauerkarten und Zimmer räumen beschäftigt habe. Irgendwie skurril und unwirklich.

… und mitten drin, als wir letzten Samstag alles zusammen saßen, kommen so „Gefühlsreflexe“ – ich dachte: „Sollten wir jetzt nicht langsam mal endlich auch zu Mama gehen, wenn wir schon alle hier beisammen sind?!“ .. bis mir einfiel, dass das ja gar nicht mehr geht.

Was immer ich am Wochenende (und in der kommenden Woche) vor hatte, ist jetzt hinfällig.

Heute früh hat das Pflegeheim angerufen, dass Mama gestorben ist.

Ich laufe rum wie Falschgeld – das einzige, was ich bisher geschafft hab, war, meine Schwester und Schnüggel anzurufen … und den Leuten vom  Theater, dass ich nicht zum leer räumen komme. Und gerade dem Bestattungsunternehmen.

Ich pendle zwischen ziel- und sinnloser Betriebsamkeit – rumhocken und heulen – und einfach bloss einem innerlichen „Warten“. Vermutlich auf das Eintreffen von Schnüggel und meiner Schwester, die beide auf dem Weg hier her sind.

Und innerlich bin ich jetzt irgendwie ganz … taub? Tot? Gedämmt? … irgendsowas.

Da war ich doch grad irritiert, als ich das gelesen hab:

Wann genau war der Sommer denn weg, dass Kevin ihn zurückbringen kann… ?!

Hab ich wohl verpasst – vielleicht hab ich grad geschlafen, wer weiß.

Da der heutige Freitags-Füller von Barbara wo anders steht als sonst, werde ich den üblichen „Kategorielink“ oben um einen Direktlink ergänzen 😉
freitags-fueller-schriftzug

1. Jetzt kann ich mal noch überlegen, was ich am Wochenende noch alles von der „Montagsliste“ erledigt bekomme.

2. Manchmal benehme ich mich echt unmöglich. Ich merke das selbst, doch ich schaffe es zur Zeit nicht, nicht immer mal wieder bockig zu sein und beleidigt zu tun. Bin einfach schwer gekränkt und fühle mich hilflos auf der Arbeit.

3. Es macht Spaß, Dinge für die Gemeinschaft zu tun. Ich hab echt ne Freude, wenn ich gute Ideen für Geschenke für Kollegen habe und das auch organisiere. Leider wird das glaub nicht besonders geschätzt.

4. Ich möchte noch irgendwas finden, von dem ich sagen kann: DAS wird mein Highlight der 2. Jahreshälfte.

5. Ich frage mich, ob ich jemals glücklich und zufrieden sein werde – oder ob das einfach nur ne unrealistische Vorstellung ans Leben ist.

6. Nach nur etwas mehr als einem Jahr, kenne ich seit heute die Bilder des Fotoshootings! Ob es für was verwendet wird, ist noch nicht klar, doch der Spaß den ich hatte und die (wie ich finde) wirklich, wirklich tollen Bilder, die raus kamen, das war es wert mitzumachen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Film von unserem letzten Stückle, den wir Theaterleute uns heute alle gemeinsam anschauen, morgen habe ich geplant, mit zu helfen, das Theater auszuräumen und Sonntag möchte ich irgendwas Schönes machen. Weiß noch nicht was. Auf jeden Fall ist es ein schnüggelloses Wochenende, der nimmt sich immer mal wieder frei von mir!

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