Ja, es ist still hier. Ich denke zwar regelmässig an den Freitags-Füller und den Montagsstarter, doch ich bringe nicht die Energie auf, etwas zu schreiben.

Ich bin noch immer zuhause und arbeitsunfähig geschrieben bis Freitag. Es geht mir nicht gut, ich hänge durch, sehe keine richtige Perspektive für mich. Mamas Tod hat wohl sowas wie eine generelle Orientierungslosigkeit bei mir ausgelöst. Naja, der Arzt hat „schwere Depression“ diagnostiziert … doch was heisst das schon? Ich vertraue mir selbst nicht bezüglich dem wie ich mich fühle oder mich verhalte. Bin ich nicht einfach nur faul und sollte mich zusammenreissen?

Bewegung hat der Arzt mir verordnet. Bewegung und dass ich meine Gedanken aufschreibe. Hm. Klappt nicht so gut. Eigentlich gar nicht. Dabei hab ich immerhin nach einigen Tagen ein Büchlein auserkoren, dass es mein „Gedankenauffangbecken“ sein könnte. Das war’s dann auch schon. Kein einziges Wort steht seit dem drin. Trotzdem ist es ein erster Schritt. Und eigentlich fände ich das mit dem Gedanken aufschreiben auch ne gute Sache. Doch ich finde nicht den Dreh.

Überhaupt fehlt mir für vieles der Antrieb. Seit Tagen schiebe ich es vor mir her, ein Päckchen für eine Freundin zu machen. Oder bei der Post der allerlei andere Dinge (siehe die Liste von meinem letzten Montagsstarter: Nahezu nichts gemacht davon… vielleicht hatte ich auch deswegen keine Lust zum Montagsstarter).

Mein Tagesrhythmus ist auch wieder langsam komplett verdreht: Es ist gerade halb sieben morgens – und ich war noch nicht im Bett.

Andersrum soll ja Schlafentzug gut gegen Depressionen sein. Vielleicht schlafe ich heute also einfach mal gar nicht. Wäre ja auch ne Idee. Draussen wird es eh schon wieder dunkel.

Was ziemlich bedauerlich ist, ist, dass ich wieder dreistellig bin auf der Waage. Ja, ich hab die 100 kg wieder überschritten. Das war jetzt nicht so erstaunlich, doch trotzdem ein kurzer Stich, als es zum ersten Mal angezeigt wurde. Mein letztes Wiegen waren dann 101 kg. Das ist blöd. Doch zum Handeln fehlt mir auch der Antrieb und die Kraft.

Seit drei Wochen hab ich den Plan ein Training für nen neuen Trainingsplan im Fitnesscenter auszumachen. Doch es bleibt beim Vorsatz.

Naja … was soll ich schreiben?

Keine Ahnung.

Hoffe, es geht bald wieder aufwärts.

Wenn mir nur das Handeln und Denken nicht so schwer fiele…

… auch wenn es ja nicht so ist, dass ich GAR NICHTS schaffe. Mir kommt es irgendwie nur alles so zäh vor.

 

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montagsstarterDa isser wieder – der Montagsstarter! Also mach ich doch einfach mal wieder mit.

Die Nummerierung übernehme ich aber für die Kalenderwochen, wie ich es jetzt hier eingeführt hab zu Jahresbeginn – dann unterscheidet sich das halt von der Nummerierung bei antetanni. Is halt so.

 

1. Ohne Musik bin ich die letzten Tage mit meiner Schwester meistens rumgefahren. Hatte einfach irgendwie keinen Bock auf Musik.

2. Ohne den Wechsel der Jahreszeiten wäre es langweilig.

3. Ordnung oder Chaos? Echt jetzt? Ist das ne ernste Frage? Ich fühle mich von dieser Lücke veräppelt.

4. Einen Sportkurs habe ich schon lange nicht mehr besucht. Oder nen Volkshochschulkurs.

5. Genießen tu ich das, was ich alles so esse leider oft nicht so sehr, wie es den Kalorien angemessen wäre.

6. Wer findet gute Füller für diese Lücken? Die finde ich echt schwierig heute..

7. Ich möchte unbedingt die Trauerpost erledigen, freue mich auf gar nichts so richtig diese Woche und das Wetter soll bitte nicht so heiss werden. Keine 30 °C bitte!

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Vorab möchte ich mich ganz herzlich für die lieben Kommentare unter meinem letzten Beitrag bedanken. Ich hab sie schon gleich nach dem Schreiben wahrgenommen und gelesen, bitte entschuldigt, dass ich nicht gleich drauf reagiert habe. Ich .. keine Ahnung. Ich hatte nicht die Kraft in dem Moment, obwohl Eure Worte mir doch so unendlich gut taten. Entschuldigt von dem her die Verzögerung. Es ist mir jedoch wichtig, dass ihr wisst, wie wichtig mir die Anteilnahme war und dass sie mich erreichte und mir Kraft gab.

Herzlichen Dank dafür.

Überhaupt tut jede Anteilnahme gut. Egal, ob es eine stille Umarmung war, eine Karte, die Teilnahme an Mamas Beerdigung oder ein Anruf, selbst der Besuch bei meiner Patentante und ihrer Tochter (also sozusagen Beileidsbesuche, die ich gemacht hab) oder eine Reaktion per WhatsApp – alles war mir eine Stütze, so viele schöne Zeichen, dass Menschen mit mir (und natürlich auch meiner Schwester und Schnüggel) fühlen und ihr Mitgefühl ausdrückten oder ihre Unterstützung anboten.

Das hat mich wirklich sehr gerührt. Und rührt mich noch immer.

Es  ist bezaubernd und wirkt tröstlich auf mich, zu erfahren, wo Mama überall ihre Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen hat.

Es gab so viele wirklich schöne Begegnungen und Worte. Beispielsweise der Betreiber unserer Eisdiele, der so betroffen war von Mamas Tod, dass er bat, wir sollen ihm sagen, wann die Beerdigung ist. Er hatte dann letztlich keine Zeit, selbst zu kommen, hat aber als „Vertretung“ jemand von seinem Team geschickt. Mich hat das sehr berührt.

Auch das Kommen meiner Freundinnen und einer Theaterkollegin. Besonders beeindruckte mich auch, dass manch ein Trauergast keine lange Anfahrt scheute. Ja, natürlich hab ich mit Schnüggel gerechnet. Er selbst sagte es auch schon, dass ihm das sehr wichtig ist, da zu sein. Und tatsächlich hat es ihn am Grab dann so sehr mitgenommen, dass ich beinahe mehr seine Stütze war, als er meine.

Weniger zu rechnen war mit dem Kommen des Partners meiner Schwester. Er ist bereits seit mehreren Jahren nicht mehr zu uns „in den Süden“ gekommen, weil ihm die Anreise zu lang und beschwerlich war. Als er zwei Tage vor der Beerdigung zu meiner Schwester sagte, dass er kommen würde, waren wir beide überrascht – und ich war sehr glücklich, dass er für meine Schwester da ist. Zu Papas Beerdigung konnte er damals nicht kommen.

Die größte Überraschung war die Anreise der Freundin meiner Schwester aus Kroatien. Tatsächlich war es ihr sehr wichtig zu kommen – und sie wollte eigentlich auch gleich wieder abreisen, doch ich bot ihr an, bei mir zu übernachten. Somit waren wir tatsächlich zu fünft bei mir in der Wohnung, was ein gewisses „Camping-Flair“ hatte, doch sehr schön war.

Wem ich keinen Übernachtungsplatz anbot, obwohl er auch fast 300 km Strecke hatte und ich mich auch sehr über seine Anreise freute, war mein früherer Verlobter. Ich fand es richtig und fair, ihm eine Karte zu schicken und über Mamas Tod zu informieren. Mama und er hatten immer ein gutes und enges Verhältnis. Er rief auch vorher nochmal an und fragte auch, ob es für mich okay sei, wenn er käme. Wie gesagt: Ich fand es richtig, dass er kam. Erst auf seine Nachfrage hin bemerkte ich, dass es mir mehr zu schaffen machte, als ich zuerst vermutet hatte. Ich ärgerte mich, dass sein Kommen so sehr auf meine Gefühle Einfluss nahm, dass ich Angst bekam, es könnte mir „die Beerdigung verderben“. Sprich: Mein Gefühlsleben zu sehr durch seine Anwesenheit abgelenkt sein, dass für mich nicht mehr der Abschied von Mama im Vordergrund stehen würde. Ich beschloss also für mich, dass ich eine Nacht drüber schlafen würde und ihm im Zweifelsfall dann am nächsten Tag anrufen würde und sagen, dass es für mich doch nicht okay wäre. Dass er zu einem anderen Zeitpunkt kommen solle und Abschied nehmen. Tatsächlich schlief ich in der Folgenacht sehr schlecht, fast könnte man sagen: Ich hatte Alpträume. Trotzdem wägte ich es für mich ab und beschloss: Doch, er soll kommen und Abschied nehmen dürfen. Ihm das Herkommen zu verweigern wäre nur eins gewesen: Meinem mangelnden Selbstvertrauen nachzugeben und meinen Lebensversagensängsten aus dem Weg zu gehen. Mein eigentliches Problem an seinem Kommen war, dass meine Verwandtschaft denken könnte, dass ich in meinem Leben versagt hätte, weil ich unverheiratet und kinderlos dastehe und er eine Familie hat und drei Kinder. Ihm wegen meiner eigenen Minderwertigkeitsgefühle zu sagen, er dürfe nicht kommen, fand ich unfair – abgesehen davon würden sie nicht davon weg gehen. Er ist nicht die Ursache, er ist nur der Trigger. Übrigens hat kein Mensch was gesagt, ich hab auch keine Ahnung, ob jemand was gedacht hat – und es war auch nicht übermächtig in meinen Gedanken. Im Gegenteil, ich hab mich sehr gefreut, dass er da war und teilgenommen hat – wir haben auch das ein oder andere gesprochen, er hat natürlich auch mit anderen gesprochen und ich finde es gut, dass ich mich dem „Angst-Gespenst“ gestellt habe. Es ist meine Angst. Er wäre nur zufällig gerade der Auslöser gewesen. Ihm einen Übernachtungsplatz anzubieten und noch den Abend mit zu meiner Familie einzuladen, wäre mir dann aber doch zu viel gewesen. Ich hoffe, das war okay so für ihn.

Ja, insgesamt kann ich nur sagen: Es war eine richtig schöne Beerdigung.

Es klingt etwas seltsam, sowas über eine Beerdigung zu schreiben, doch es war wirklich eine sehr schöne Feier.

Meine Schwester und ich hatten ziemlich viele Lieder ausgesucht gehabt – und auch recht „hoffnungsfrohe“ Lieder, was die Pfarrerin in ihrer Grabrede auch extra erwähnte, dass (leider) selten diese Lieder für eine Beerdigung ausgesucht würden. Doch sie passten einfach wunderbar zu meiner optimistischen Mama. Bei manchen Liedern konnte ich sie regelrecht mitsingen hören .. ganz besonders bei „Die güldne Sonne“. Und vielleicht mag „Geh aus mein Herz und suche Freud“  im ersten Augenblick seltsam anmuten für eine Trauerfeier – doch tatsächlich steckt so viel von Mamas Energie drin, dass es einfach nur passend war. „Großer Gott, wir loben dich“ war meiner Schwester ganz wichtig – und für mich „Ich steh an Deiner Krippen hier“. Auch wenn es ein Weihnachtslied ist, war es mein persönliches „möchte-ich-unbedingt“-Lied. Wir sangen dann auch nicht die erste Strophe, sondern diese

Ich lag in tiefster Todesnacht,
du warest meine Sonne,
die Sonne, die mir zugebracht
Licht, Leben, Freud und Wonne.
O Sonne, die das werte Licht
des Glaubens in mir zugericht’,
wie schön sind deine Strahlen!

.. und ehrlich gesagt, rührt mich diese Strophe zu Tränen.

Die Rede der Pfarrerin war so treffend und feinfühlig, ich bekam später von einigen Gästen gesagt, es war ein wirklich sehr schöner Gottesdienst.

Auch das anschließende gemeinsame Essen war schön – und als die Frau meines Cousins zum Abschied fragte, wie es mir denn gehen würde, weil doch das jetzt der schwerste Teil gewesen sei, konnte ich tatsächlich aus vollem Herzen antworten, dass mir die Feier und das gemeinsame Abschiednehmen richtig Kraft gegeben hatten und ich mich im Moment regelrecht energiegeladen fühlte.

So war es auch.

Wirklich war einiges nicht „üblich“ für eine Trauerfeier, doch einfach sehr stimmig für uns.

Beispielsweise hatten wir drei Kisten mit Dingen von Mama mit: Teddybären, selbst gestrickte Mützen, Schalen, Schmuck, Bücher, Tücher … das legten wir alles auf einem Tisch aus. Bei der Rede zum Essen sagten wir, dass meine Mutter stets jeden mit kleinen Geschenkchen bedacht hatte. Es war eine schmunzelnde Zustimmung im Raum, als ich sagte, dass sie schon früher bei Familienfeiern immer eine Freude daran hatte einen Beutel mit Geschenken mitzubringen und jeder durfte was ziehen. Somit wollten wir im Sinne unserer Mutter die Tradition heute fortführen und jeder könne schauen, ob er was auf dem Tisch findet, was ihm gefällt. Uns würde es freuen, wenn jeder was findet, was ihn freut und vielleicht sogar an Mama erinnert – und Mama hätte es auch gefreut. Wir bekamen auch viele Rückmeldungen, wie passend das gewesen war und manch einer erzählte, wie er beim Besuch bei Mama immer noch gefragt würde, ob er noch dies oder jenes wöllte.. Ja, so war sie.

Sehr schön und beruhigend ist es für mich, dass es möglich war, sie bei Opa, Oma und Papa beizusetzen. Da mein Opa bereits gestorben ist, als ich 3 Jahre alt war, ist dieses Grab für mich schon seit ich denken kann „unser“ Grab und gefühlsmäßig der (einzig) richtige Ort.

Tatsächlich ist noch für eine Erdbestattung Platz – und auch wenn meine Schwester nun wirklich nichts mehr von der Organisation von Beerdigungen wissen will, deutete ich ihr an, dass falls ich überraschend versterbe, gern auch dort beigesetzt werden würde.

Naja – ich hoffe auch, dass wir erst mal nichts mehr in diese Richtung machen müssen.  Es ist wirklich unfassbar viel Lauferei und vor allem waren es unglaublich viele Entscheidungen, die wir fällen mußten.

Und irgendwie kam immer wieder was anderes ums Eck, an was wir nicht gedacht hatten.

So fiel uns beispielsweise auf, dass bei einem Grab, welches meine Mutter immer betreut hatte (der Onkel und die Tante meines Vaters), ein Schild steckte, dass die Grabnutzung abgelaufen sei. Wir machten dann einen Termin bei der Friedhofsverwaltung – und tatsächlich: Seit Februar ist die Grabnutzung abgelaufen und wir mussten entscheiden, was geschehen soll. Ehrlich gesagt ist es ein komisches Gefühl, zu entscheiden, dass eine Grabstätte eingeebnet werden soll und ich hatte auch irgendwie ein schlechtes Gewissen. Doch andererseits sind dieser Onkel und diese Tante bereits vor meiner Geburt gestorben – und wäre es sinnvoll, noch 25 Jahre ihre Grabstätte zu erhalten? Mit dem Recht, dass wir auch dort unsere Urnen beisetzen dürften? … die allerdings wie gesagt, gefühlsmäßig an einer andere Stelle (das Grab meiner Eltern und Großeltern) gehören?

Ja – es waren tatsächlich seltsame Tage, die letzten eineinhalb Wochen, in denen ich mich so viel mit Gräbern, Särgen, Grabreden, Trauerkarten und Zimmer räumen beschäftigt habe. Irgendwie skurril und unwirklich.

… und mitten drin, als wir letzten Samstag alles zusammen saßen, kommen so „Gefühlsreflexe“ – ich dachte: „Sollten wir jetzt nicht langsam mal endlich auch zu Mama gehen, wenn wir schon alle hier beisammen sind?!“ .. bis mir einfiel, dass das ja gar nicht mehr geht.

Was immer ich am Wochenende (und in der kommenden Woche) vor hatte, ist jetzt hinfällig.

Heute früh hat das Pflegeheim angerufen, dass Mama gestorben ist.

Ich laufe rum wie Falschgeld – das einzige, was ich bisher geschafft hab, war, meine Schwester und Schnüggel anzurufen … und den Leuten vom  Theater, dass ich nicht zum leer räumen komme. Und gerade dem Bestattungsunternehmen.

Ich pendle zwischen ziel- und sinnloser Betriebsamkeit – rumhocken und heulen – und einfach bloss einem innerlichen „Warten“. Vermutlich auf das Eintreffen von Schnüggel und meiner Schwester, die beide auf dem Weg hier her sind.

Und innerlich bin ich jetzt irgendwie ganz … taub? Tot? Gedämmt? … irgendsowas.

Da war ich doch grad irritiert, als ich das gelesen hab:

Wann genau war der Sommer denn weg, dass Kevin ihn zurückbringen kann… ?!

Hab ich wohl verpasst – vielleicht hab ich grad geschlafen, wer weiß.

Da der heutige Freitags-Füller von Barbara wo anders steht als sonst, werde ich den üblichen „Kategorielink“ oben um einen Direktlink ergänzen 😉
freitags-fueller-schriftzug

1. Jetzt kann ich mal noch überlegen, was ich am Wochenende noch alles von der „Montagsliste“ erledigt bekomme.

2. Manchmal benehme ich mich echt unmöglich. Ich merke das selbst, doch ich schaffe es zur Zeit nicht, nicht immer mal wieder bockig zu sein und beleidigt zu tun. Bin einfach schwer gekränkt und fühle mich hilflos auf der Arbeit.

3. Es macht Spaß, Dinge für die Gemeinschaft zu tun. Ich hab echt ne Freude, wenn ich gute Ideen für Geschenke für Kollegen habe und das auch organisiere. Leider wird das glaub nicht besonders geschätzt.

4. Ich möchte noch irgendwas finden, von dem ich sagen kann: DAS wird mein Highlight der 2. Jahreshälfte.

5. Ich frage mich, ob ich jemals glücklich und zufrieden sein werde – oder ob das einfach nur ne unrealistische Vorstellung ans Leben ist.

6. Nach nur etwas mehr als einem Jahr, kenne ich seit heute die Bilder des Fotoshootings! Ob es für was verwendet wird, ist noch nicht klar, doch der Spaß den ich hatte und die (wie ich finde) wirklich, wirklich tollen Bilder, die raus kamen, das war es wert mitzumachen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Film von unserem letzten Stückle, den wir Theaterleute uns heute alle gemeinsam anschauen, morgen habe ich geplant, mit zu helfen, das Theater auszuräumen und Sonntag möchte ich irgendwas Schönes machen. Weiß noch nicht was. Auf jeden Fall ist es ein schnüggelloses Wochenende, der nimmt sich immer mal wieder frei von mir!

montagsstarter

 


Der Montagsstarter hat noch immer Sommerpause!

 

Trotz dass ich mich ja gestern gedrückt hab (ich weiß schon, warum!), mach ich mich jetzt trotzdem mal an die wöchentliche Aufgabenauflistung. Hat sich leider nicht sooo viel getan, obwohl auch manches gemacht wurde, was ja gar nicht auf der Liste stand (eigentlich sollte ich das eintragen und streichen *hihi*)

EDIT:
Also nach dem Durchgehen der Liste kann ich sagen: Das war ja wohl mal ne völlig falsche Annahme , dass sich „leider nicht sooo viel getan“ hätte! Ich war ganz überrascht, was ich alles streichen konnte – obwohl ich gefühlt diese Woche eigentlich nicht viel gemacht hab.

Und genau DAS ist für mich der tiefere Sinn dieser Liste! Klar, es ist super, wenn die Sachen einfach mal gemacht werden, aber vor allem soll mir die Liste  vor Augen führen, dass ich oft mehr leiste, als ich selbst wahrnehme 🙂

 

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Dass ich meinen neuen Arbeitsplatz voll doof finde, ist ja hinlänglich bekannt.

Leider hat sich daran (von kurzen „Gewöhnungsphasen“ (die allerdings auch Resignation sein können) abgesehen) nichts grundlegend geändert.

Doch die Hitze bringt noch zusätzliche Probleme mit sich:

Ja, es ist eh schon heiß – und somit unangenehm. Zu dritt noch unangenehmer, als zu zweit. Doch ich glaub, durch die Hitze dünsten die neuen Plastikmöbel noch unangenehmer aus, als sie es eh schon tun. Es ist eklig und ich hab besonders am Nachmittag eigentlich durchgehend einen Plastikgeschmack im Mund. Sogar mein Kollege, der raucht (und somit meint, er sei da nicht so empfindlich), bemerkt das – und meine andere Kollegin natürlich auch.

Ich finde das eine Unverschämtheit, ja, ich fühle mich gesundheitlich beeinträchtigt an diesem Arbeitsplatz! Würde ich irgendwo arbeiten, wo es giftige Dämpfe gibt, würde man mir einen Schutz für die Atemwege geben – hier in meinem „gefahrlosen“ Bürojob, darf ich den ganzen Tag munter in meinem Büro gefangen gehalten werden und 9 Stunden täglich im Gestank zubringen und meinen Körper schädigen!

War beim Personalrat – doch, nun ja: Da kann man nichts machen … wir haben halt zu wenig Arbeitsplätze und neue Möbel stinken halt.

Muß ich jetzt täglich in die Ecke kotzen, damit was geschieht? Wahrscheinlich geschieht dann auch nichts, außer, dass ich nen „dienstlichen Kotzeimer“ beantragen darf oder so.

… oder muss ich den Ratschlag, mich halt dann krank schreiben zu lassen, ernst nehmen?

Das kann es doch echt nicht sein, dass ich krank zu werden hab, weil mein Arbeitsplatz halt nun mal jetzt so eingerichtet ist. Entspricht ja den Vorschriften – ich hab genug Platz und Licht. Also alles gut.

Könnte schon wieder losheulen.

Fühle mich so wehrlos … und wertlos.

Ich will nicht nur noch im Urlaub und in der Freizeit „leben“ und die Zeit, die ich im Büro „runterreissen muss“, bloß versuchen, sie iiiirgendwie möglichst schadlos zu überstehen.

Das ist doch kein Leben!

Okay, wir haben Montag und ich mach den Freitags-Füller von Barbara, aber – HEY! – es ist Sommer, seid nachsichtig. Ich bin’s auch 😉

Tja – so was kommt raus, wenn man den ersten Teil nicht verändert – is alles pünktlich, das Gestrichene da oben war nur einfach die Einleitung meines letzten Mals Freitags-Füller von Barbara 😉

freitags-fueller-schriftzug

1. Nach welchen Kriterien so manches läuft, ist für mich nicht immer nachvollziehbar (meist mangels Sinn).

2. Es ist Freitag Mittag und ich habe schlechte Laune.

3. In meinem Bett fühle ich mich derzeit am wohlsten, wenn ich nen Durchzug vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer mache. Herrlich!

4. Im Juli hat sich der Mikrozensus wieder mal richtig gelohnt. Zwei Bezirke mit jeweils über 200 Euro, das ist echt ne Nummer!

5. Anstatt sich auf das Schöne, Positive zu konzentrieren, falle ich doch immer wieder mal in ein Loch. Da sehe ich dann gar nichts Schönes und Positives, im Gegenteil, es macht mich regelrecht wild, wenn man mich auf „die schönen Dinge“ hinweisen will, weil ich mich dann irgendwie nicht ernst genommen fühle in dem, wie ich was erlebe.  Ich weiß, dass das nicht gut ist und fühlt sich erst recht nicht schön an.

6. Bestimmt möchte meine Kollegin bald mal wieder mit mir in ein ganz bestimmtes Restaurant, sie fährt nämlich derzeit total auf Korea ab und hier gibt es einen Koreaner.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Abkühlen der Hitze des Tages, morgen habe ich geplant, die Abrechnung für das Statistische Amt fertig zu haben und Sonntag möchte ich vielleicht in die Wilhelma, weil meine Freundin dort eine Führung macht!

Schon wieder Mittwoch? … wo geht nur die Zeit hin? *Kopfschüttel*

Zurecht hatte Tempest bei meiner Liste am Montag geschrieben, dass ich das ja gar nicht alles in einer Woche schaffen kann.

Hat sie Recht. Stimmt durchaus!

.. auch wenn ich das zu Beginn, als ich diese Listen angefangen hab, nicht so ganz akzeptiert hab. Ich meinte, es müßte doch machbar sein. Natürlich war da dann immer keine Chance, es wirklich alles schaffen zu können – und mich dann als Versagerin zu fühlen, weil ich es „mal wieder nicht geschafft hab, was ich mir vorgenommen hab“. Unbhängig davon, dass es nciht zu schaffen war.

Doch der Hintergrund der Liste ist nun eigentlich ein anderer und so wird andersrum ein Schuh drauß:

Die Listen sollen mir (in der Folgewoche) zeigen, dass ich vergangene Woche durchaus was geschafft hab – wo ich doch immer meine, das ich nichts mache! Irgendwas kann ich immer von der Liste streichen – also ist doch auch was erledigt.

Allerdings hab ich tatsächlich einige „Dauergäste“, die sich inzwischen häuslich eingerichtet haben. Ich muß vielleicht an der Formulierung arbeiten. Ich hab schon auch einige kleinere Aufgaben, die mit nem Anruf oder so erledigt sind, der in der Regel allerdings auch wieder irgendwelchen Krempel nach sich zieht.. aber gut. Zumindest ist man nen Schritt weiter. Und cih trickse ja auch manchmal, indem ich auch kleinere Dinge auf die Liste nehme, die ich bestimmt machen werde. Doch auch wenn ich sie eh gemacht hätte: Dadurch, dass ich sie streichen kann, wird mir bewußt, dass sie gemacht wurden und es verschwindet nciht irgendwo im Nichts..

Aktuell hat mir die Liste geholfen, dass ich endlich beim Fitnesscenter angerufen hab. Okay, den Vertrag kann ich nimmer kündigen, er verlängert sich also um mindestens ein Jahr. Da hätte ich sonst früher kommen müssen.

Dumm das – doch ich bin es zumindest angegangen und kann nun Klarheit schaffen! Nun kann ich schauen, wie ich es weitermache, wenn ich schon den Termin verpasst hab zum Kündigen. Wäre ja eh sinnvoll, wenn ich wieder einsteige. Physisch und psychisch.

Ich bekomme jetzt ein Angebot zugeschickt, wie weiter verfahren wird – und einen Termin für einen neuen Trainingsplan mach ich auch gleich noch aus.

Naja – und es ist was von der to-do-Liste runter somit.

Am Besten mach ich mir gleich nen Termin ins Handy, wann die nächste Kündigungsfrist ist *hüstel*

Aber okay.

Selbst wenn ich durch die Liste „nur“ einfach immer wieder nen Anschubser bekomme, was noch ansteht und ich die ein oder andere Sache mache, damit ich sie nicht in die Folgewoche übertragen muß, sondern sie einfach löschen kann – dann ist die Liste doch schon hilfreich.

Auch wenn sie übermächtig erscheint.

Tut sie schon – irgendwie.

… besonders, wenn man bedenkt, dass ich zweimal die Hälfte der Dinge, die ich noch so tun möchte oder sollte, gar nicht drauf gesetzt hab *grins*

Meine wunderbare Wunderliste-App dümpelt derzeit seit Monaten ungenutzt dahin. Schade eigentlich. War sehr animierend. Doch ich hab irgendwann damit aufgehört. War mir zu viel.

Manchmal sind so „Dauerbrenner“ auch demotivierend. Ich geb es ja zu. Der Bügelstapel zum Beispiel. Oder, dass die Wäsche in den Schrank geräumt werden sollte (was gar nicht auf der Liste steht, aber definitiv ein Dauerbrenner IST  *hüstel*). Und dazu derzeit, wo ich gar nimmer weiß, was anziehen, weil es wieder klemmt und zwickt.

Ich glaub, ein wichtiges Ziel fürs Wochenende wäre der Punkt: Bananenkisten!

Dann könnte zumindest was verräumt werden 😉

.. wenn ich auch nicht weiß, wohin *hmmmmpf*

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