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Irgendwo, auf irgendeiner Seite, die einem Tipps zum Chaos beseitigen gibt, hab ich einen Tipp für ne App bekommen: Wunderlist! Naja – ne to-do-Liste mach ich mir ja eh grad dauernd und schicke sie von hier nach da. Also warum nicht auch aufs Handy? Dann hab ich sie wenigstens dabei und vielleicht hilft es, den Chaoskopf zu sortieren..

Hab es mir also mal installiert. Und natürlich gleich noch zwei andere to-do-Apps, die mir da vorgeschlagen wurden. Eine App ist keine App udn die anderen köännten ja besser sein und ich müsste mich ja sonst auch entscheiden, also lieber mal rein in die Fükke!

.. dann war mir das natürlich gleich mal zu viel und ich hab es nicht alles auf Anhieb kapiert und nicht so richtig angeschaut und dann: ignoriert.

Mein typisches Verhalten: Was Neues probieren wollen und wenn das erste Steinchen in den Weg kommt: Was anderes machen..

Doch zumindest bin ich nach zwei Tagen zurück gekehrt und hab jetzt herausgefunden, wie ich Aufgaben anlege – und aufteilen in unterschiedliche Listen kann ich die auch! Und sogar Unterpunkte für die einzelne Aufgabe machen! Toll!

Hat mich dann begeistert und ich hab gleich mal Aufgaben angelegt und Unterpunkte dazu – in unterschiedlichen Listen.

.. also jetzt nicht sooo viele Aufgaben (hier im Blog stehen mehr), doch ich find das schon mal cool und ich gewöhn mich ein und irgendwie hilft es strukturieren, hab ich das Gefühl.

Auf dem Laptop hab ich Wunderlist übrigens auch installiert und ich denke, das hilft schon, mir die Aufgaben übersichtlich zu halten.

Finde es auf jeden Fall grad ziemlich cool!

Jetzt müßten nur noch Schnüggel und mein Schwesterlein auch noch zu Wunderlist – dann könnten wir uns Aufgaben hin- und herschieben, das geht nämlich auch 😀

Eine für mich motivierende Weise, die Dinge anzugehen!

Ich höre ja grad das Hörbuch Mythos Überforderung, welches die Theorie hat, dass die Leute heute gar nicht überlastet sind von allem, sondern sich einfach wie Kinder verhalten, statt erwachsen zu werden. Teils finde ich das blöd (*kindlicherTrotzkopfsei*), doch in gewisser Weise ist vielleicht auch was dran – zumindest bei mir. Und da ich keine Lust hab, mich hinter einer Überforderung zu verstecken und nach Mama zu rufen, wie ein Kind, geh ich jetzt einfach den Weg nach vorne, stelle mich den Aufgaben und dem Leben und (er)wachse daran! 😉

.. ist doch ne gute Idee – und Wunderlist hilft mir! 😀

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Seit gestern esse ich wieder – gestern waren es noch 83 kg, also genau 83,0 kg. Damit hatte ich zwar tatsächlich mein Niedrigstgewicht (das war bisher am 28. Januar 2018 83,3 kg) .. trotzdem war ich so ein bisschen *mööb* weil immer noch die 83 da stand und nicht die 82. Albern wegen ein paar hundert Gramm, klar. Und immerhin hatte ich das Ziel erreicht, dieses Fasten unter mein bisheriges Niedrigstgewicht zu kommen.

Jetzt ist es geschafft!

Yeah!

 

Ich bin nicht naiv genug, zu denken, dass es nicht auch wieder etwas ansteigen wird, wenn ich wieder richtig esse – dch es ist trotzdem ein gutes Gefühl.

Und immerhin ist es von gestern auf heute auch weniger geworden. Freut mich.

Das wars auch schon, was es an diesem Wochenende zu freuen gibt.

Gestern hab ich zwei Stunden auf einen Interessenten von eBay-Kleinanzeigen umsonst bei Mama gewartet. Kotzt mich ja echt extrem an! Nicht nur, wegen der vergeudeten Zeit, sondern auch, weil eben nichts weg ist.

Zusätzlich hat einer nach einem mega Rumgehandle um die Waschmaschine einen guten Preis bekommen – und trotzdem ist er nicht erschienen.

Hallo, geht’s noch?!

Ich bin echt stinkesauer, wie unverschämt und respektlos die Leute auf eBay-Kleinanzeigen geworden sind. Dieses Mal mache ich echt sehr schlechte Erfahrungen.

Am Unverschämtesten fand ich, als einer 20 Euro für die Waschmaschine geboten hat. 20 Euro! Für eine Waschmaschine, die kaum benutzt ist und erst gute drei Jahre alt! Ich hab zurückgefragt, ob er sich vertippt hat und 200 Euro gemeint hat – nein, es war sein Ernst.

Ich finde keine Worte, wie unverschämt ich das finde.

Ich hab wirklich das Gefühl, die Leute kommen nur, wenn es etwas geschenkt bekommt – udn das macht mich nicht nur einfach traurig, sondern ich fühle mich zutiefst wertlos. Als ob alles nur Wertlos und und zum Wegwerfen ist, was wir haben – als ob unsere Leben wertlos sind und zum Wegwerfen taugen.

Aber was soll ich machen?

… ich werde jetzt mal shpock runterladen und mal schauen, ob es da anders zugeht. Ich hoffe es.

Seit Wochen schon hab ich mir in der Verhaltensvorsätzeliste beim Montagsstarter vorgenommen, dass ich täglich etwas mache, was mich freut. Und dann noch mit der Verschärfung „bewußt (!!)“ versehen.

Das ist tatsächlich schwieriger, als gedacht. Und es geh auch irgendwie gern mal wieder unter, so das es echt gut ist, dass es durch diese wöchentliche Liste immer wieder in meine Erinnerung gerufen wird!

Besonders schwer finde ich es gerade während dem Fasten.

Gerade dachte ich nämlich, ich mach mir jetzt ne Freude und hatte spontan eine Packung der überleckeren Lakrids vor dem geistigen Auge. Mmmm…

.. aber hey – ich faste doch! Nichts mit Lakrids! Mein geistiger Finger stupft in die behaglich vor mir schlingerd schwebende Gedankenblase mit den verführerischen Lakrids und lässt diese mit einem sanften „Plöpp“ platzen. Ich schüttle mir die auf mich niederrieselnden Gedankenblasentropfen aus den Haaren.

Falsche Freude! Böse Freude! Ksch-ksch!

Überhaupt sind „Freuden“ gern kalorienhaltig bei mir. Ziemlich blödes Muster, echt jetzt!

Doch täglich ne Massage gönnen oder sowas ist ja auch blöd. Okay, hab mir auch schon Blumen gekauft. Und natürlich könnte es auch schön sein, nen Spaziergang zu machen oder so … außer, es ist schon dunkel, wie jetzt grad.

Ich neige dann übrigens auch gern dazu, zu schummeln.

So um den Dreh „Hm – ich brauch heute noch ein paar Schritte… Also lauf ich vielleicht mal ne Station heim. Ach, ist das schön zu laufen .. hey, das ist meine tägliche Freude. Das ist doch grad schön!“

.. oder zählt so ne „ungeplante“ tägliche Freude dann auch?

Ist doch irgendwie auch ne Freude – wenn auch ne ungeplante. Und sie ist ja in dem Moment „bewußt“. Oder biege ich es mir nur als „Freude“ hin, was ich grad tu?

Vor etwas mehr als drei Wochen rief mich Pete’s Frau (die auch meine Freundin ist) an, meinte, dass Pete sich echt Sorgen um mich machen würde und sie boten mir ihre Hilfe an mit Mamas Wohnung.

Somit haben wir auf heute einen Termin ausgemacht. Ich war ehrlich gesagt total gerührt von dem Angebot und hab mich gefreut – gleichzeitig hatte ich fast etwas Angst vor dem Termin. Pete’s Frau ist nämlich sehr gut im Ausmisten. Ich nicht so – und ich hatte etwas Angst, dass mich das alles etwas überfordert und überfährt, besonders, da wir die Wohnung ja noch bis Ende April haben und ich somit noch Anfang März nicht soo die Dringlichkeit sehe, wirklich alles zu regeln und vor allem: Wegzuwerfen.

Wegwerfen ist eh ein Problem für mich.

Also weniger das Weggeben an jemanden – echt das Wegwerfen an sich.

Ich komme nicht damit klar, dass etwas meiner Sachen „Müll“ sein soll, wenn es nicht wirklich kaputt ist oder gammelig oder sonstwas..

Pete’s Frau (und auch Pete) haben damit weniger ein Problem – auch Schnüggel nicht. Für mich ist das schwer und geht gar nicht.

Somit war auch schon innerhalb kürzester Zeit die Situation so, dass die drei nicht richtig wußten, wie sie mir helfen sollten, weil ich nicht wirklich wußte, was weg soll .. also eigentlich am Liebsten nicht so viel – und erst Recht nicht, ohne dass ich die Genehmigung von Mama oder meiner Schwester hatte. Obwohl diese ja theoretisch gesagt hatten, ich könne alles weg tun – im Praktischen stellt es sich dann aber doch manchmal anders dar.

Nichtsdestotrotz fuhren Schnüggel und Pete dann mal doch Richtung Wertstoffhof und hatten ein halbes Auto voll mit Zeug: ein paar Kleider, einige Schuhe, etwas Bettwäsche, das Bügelbrett, der Toaster, ein altes Radio, der Mixer, Kerzenständer und anderes Zeug aus Metall und die gammeligen Tische vom Balkon (wovon ich den einen auf jeden Fall tatsächlich schon längst weggeworfen hätte). Also schon mal ein Erfolg. Doch ich wußte einfach nicht so recht, wie ich die anderen Dinge so reduzieren sollte..

.. bis die Leute aus eBay-Kleinanzeigen kamen, die gern den Kleiderschrank abholen wollten. Den hatte ich inseriert als „zu verschenken an Selbstabholer“. Ein voller Erfolg übrigens – es gab gleich mehrere Leute, die den wollten. Keine Ahnung, ob den jetzt der erste bekam, der sich gemeldet hat – auf jeden Fall hatte der Zeit, was klasse war, denn ich war ja eh in der Wohnung und mußte dann nicht extra mal hinfahren.. Da ich am Morgen schon ein frustrierendes Erlebnis hatte, bei dem jemand zwei Teppiche erst wollte und dann doch nicht, war ich glücklich, als die Leute gleich begannen, den Schrank zu zerlegen. Und in meiner Freude fragte ich sie gleich, ob sie nicht auch die Teppiche wollten (die ja noch da waren). Ja, wollten sie. Überhaupt konnten sie alle brauchen und somit wanderten auch gleich die zwei Service, die Pete’s Frau gerade für das Sozialkaufhaus zusammengepackt hatte, aus der Wohnung. Und die Stofftiere. Und Bettwäsche. Und Tassen aus der Küche. Und ein Besteck. Und ein Kochlöffel. Und Vasen. Und dann fragten sie auch noch, ob sie das Bett haben könnten. Ja super – dann ist das auch gleich weg und abgebaut! Herzlich gern! Darf es auch noch das Schränkchen im Badezimmer sein? Bitte schön! Und dann gab es noch Übertöpfe, Kerzenständer – einfach alles, was mir in die Finger kam – obendrauf..

…. und so fiel es mir sehr leicht, etwas weg zu geben, da ich wußte, das nimmt jemand mit, der es möchte und braucht. Hatte ich vorher noch gekrallt, als es darum ging, die Dinge auf den Müll zu werfen, konnten nun die Jungs gar nicht schnell genug das Zeug einpacken! Gut vier Kisten mit Sachen wanderten neben den beiden Teppichen, dem Badezimmerschränkchen und dem Bett noch zusätzlich aus der Wohnung – und dabei hatte ich ja nur gedacht, dass der Kleiderschrank abgeholt wird! Gut, dass die Leute mit einem Tramsporter angereist waren.

Die Wohnung ist nun also auch wieder um einiges leerer. Und ich hab ein gutes Gefühl dabei, während ich beim Wegwerfen KEIN gutes Gefühl hab, sondern das Gefühl, die Dinge zu missachten, die mir bzw. Mama jahrelang gute Arbeit geleistet haben und / oder Freude gemacht.

Pete’s Frau meinte, als wir den Termin ausgemacht haben, dass das Wegwerfen ja immer ein Ent-sorgen ist – wirklich im Sinne des Wortes. Das finde ich einen schönen Gedanken und tatsächlich sehr treffend. Ent-Sorgen ist gut. Sehr gut. Man ent-sorgt sich um die Dinge, für die man vorher Sorge getragen hat, die einem Sorgen machten oder um die man sich sorgen mußte.. Doch Wegwerfen ist für mich dann trotzdem ein Sorgenpunkt. Oder keine Möglichkeit, dass ich mich wirklich ent-sorgt im Sinne von erleichtert fühle. Ich fühle mich schäbig und es zieht meine Energie runter.

Die Dinge zu ent-sorgen, im Sinne von die Verantwortung dafür jemand anders übergeben, das dagegen kann ich gut verkraften.

Manch einer meint, dass ich damit das Problem nur verlagere.

Wenn ich genau hinschaue, mag das sein. Vielleicht hat es auch was von „Verantwortung abschieben auf andere“. Bin ja nicht so die Meisterin im Verantwortung tragen.

Interessante Erkenntnis.

Auf jeden Fall sind die Dinge weg.

Und für mich sind sie gefühlsmäßig wertgeschätzt – und nicht entrümpelt. Denn entrümpeln tut man ja nur Gerümpel – und so mag ich die Dinge, die mein Leben eine Strecke begleitet haben, nicht sehen.

.. ob die Leute sie nun tatsächlich nutzen oder selbst wegwerfen, liegt nicht mehr in meiner Hand. Und ist somit für mich okay.

.. hm – die „Verantwortungsthese“ von oben schimmert da schon etwas durch. Nun gut – nehm ich jetzt halt mal einfach so auf: Als interessante Erkenntnis (die ich vielleicht auch schon mal an anderer Stelle hatte, aber wieder vergessen hab). Ich kann es ja dann zukünftig nutzen und bewußt mit der Situation umgehen, wenn diese wieder eintritt (falls ich es nicht wieder vergesse) und das ist doch auch schon mal was!

Bin irgendwie überdreht. In meinem Kopf sind nicht einfach kleine Gedankenbläschen, sondern türmen sich regelrechte Wolkengebirge an Gedanken zusammen.

Es ist irgendwie schwierig, mein Inneres fährt Wilde Maus! Dass ich somit also eher innerlich unruhig bin und weniger ausgeglichen und vernünftig, gradlinig denkend (was auch immer das heißen soll), erklärt sich mit diesem Bild von selbst. Nur macht es nciht so einen mords Spaß, wie Wilde Maus fahren … ist eher manchmal wie ein Fahrgast, der panisch guckend hin und hergeschleudert wird und mit dem Übergeben kämpft. Bin unruhig und zitterig.

Ich fange schon einige Dinge an – doch es fällt mir schwer, dran zu bleiben. Natürlich komme ich trotzdem irgendwie voran, doch es ist irgendwie schwer. Und meistens ist nichts so wirklich ganz abgehakt. Oder es ist zwar was abgehakt – doch das war gefühlt nur ein Zwischenschritt, weil noch einiges an Aufgaben nachfolgt.

Eigentlich ist meine Aufgabenliste von Montag ja lächerlich wenig – bzw. stellt die rattenschwanzmäßigen Aufgaben manchmal nicht so richtig dar. Zum Beispiel: Mama muß umgemeldet werden. Also geh ich aufs Amt – mit ihrem Ausweis, meiner Vollmacht und meinem Ausweis und dann braucht man noch so ein komisches Formular, welches der Vermieter ausfüllen muss, eine Wohnungsgeberbescheinigung. Deswegen hab ich vorher im Wohnheim danach gefragt. Und da der Typ in der Verwaltung neu ist, kannte er das nicht – somit musste ich ihm auch erst mal das Formular zukommen lassen. Da Mamas Ausweis abgelaufen ist im November, hieß es dann, sie braucht auch nen neuen Ausweis. Auf meinen Hinweis, dass das ja überflüssig ist, weil sie nimmer  reist, wurde entgegnet, dass eine Ausweispflicht besteht. Doch davon gibt es eine Befreiung. Doch auch die muss man beantragen. Dafür brauche ich eine Bescheinigung vom Arzt und vom Heim. Also beim Arzt und beim Heim so was beantragen. Und nochmal aufs Amt, damit Mama von der Ausweispflicht befreit ist.

Somit war das Ummeldung und der Ausweis (bzw. nicht-mehr-Ausweis) eine Beschäftigung von mehreren Stellen und mehreren Tagen.

Und da ist noch kein Antrag gestellt gewesen für Wohngeld oder Sozialhilfe – doch diese Befreiung von der Ausweispflicht ist ein Steinchen des Mosaikbildes für diese Anträge.

Überhaupt ärgere ich mich, dass wir nicht früher geschaut haben wegen Mama und ihren Finanzen. Vermutlich würde sie seit Jahren Grundsicherung bekommen. Stattdessen haben wir Töchter sie unterstützt. Auch wieder ziemlich bescheuert. *seufz* … aber gut: Mama wollte halt auch nichts beantragen irgendwo und war stolz drauf, mit ihrem Geld zurecht zu kommen.

Naja – wie auch immer: Auf jeden Fall ist es irgendwie ein Berg an Zeug. Und allein der „Blattkram“ machte einem ja Kopfweh und beschäftigt einen genug. Dazu dann noch die wirklichen Dinge, also tatsächlichen Sachen, die neben ihrer einfachen Anwesenheit und somit dem sich bietenden Arbeitsaufwand auch einige emotionales Potential beinhalten. Ich hab für eBay Kleinanzeigen ein paar Möbel photographiert und auch die ein oder andere Rückmeldung erhalten. Ich muss gestehen, dass es meinem Seelenfrieden wirklich gut tut, dass jemand Mamas Eckbank mit Tisch und Stühlen möchte. Auf dieser Eckbank bin ich mein ganzes Leben gesessen und es hätte mir wirklich weh getan, sie im Wertstoffhof einfach in den Container zu werfen. Da hängen wirklich Gefühl dran bei mir und es freut mich, die Vorstellung zu haben, dass auch zukünftig fröhliche Familienfeiern um den ausgezogenen Tisch stattfinden und sich alltäglich eine Familie zum Essen darum schart.

So kann ich das besser gehen lassen.

Allgemein tut mir die Vorstellung, dass die Dinge nicht einfach auf dem Müll landen, sondern jemand sie nutzen kann, gut. Mit allen Dingen. Vielleicht geht es jedem Menschen so – vielleicht bin ich da aber auch ein besonders hartnäckiger Fall von „nicht loslassen können“.

Und ich merke, wie meine innere Überdrehtheit nachlässt, wenn ich dies hier schreibe. Hat sie beim ersten Abschnitt mit dem Berg an Zeug noch zugenommen, tritt nun beim Gedanken an das bekömmliche Entsorgen eine Ruhe ein. Es hat halt schon was von ent-sorgen im tatsächlichen Sinne des Wortes, wenn man seine Sachen reduziert.

 

 

Vorgestern hat mich meine Kollegin angerufen: Sie haben die neue Zimmereinteilung per Mail zugeschickt bekommen und sie hat sie mir auch nach Hause weitergeleitet. Ich muss vielleicht vorab sagen, dass ich diese Woche zuhause bin. Ich hab schon an Telefon bemerkt, wie mir der Blutdruck wieder ansteigt – folglich habe ich die Mailbox gemieden, wie der Teufel das Weihwasser und die Mail bestmöglich verdrängt. Dazu hab ich begonnen mich an die Kisten im Wohnzimmer und auch im dritten Zimmer zu machen.

.. naturgemäß hab ich nun seit zwei Tagen viele offene Kisten in der Wohnung, durch die ich mich nun durchschlängeln muss.

Gestern gegen Mitternacht hab ich die Mail dann doch aufgemacht.

Die neue Zimmereinteilung bringt mich derart in Verzweiflung, dass ich noch eine Stunde später einen Blutdruck von 199/93 hatte. Überhaupt hab ich nie mehr einen normalen Blutdruck seit zwei Wochen… und ich bin völlig überfordert und hilflos, was ich nun tun soll.

Dass die Wohnung voll ist mit geöffneten Kisten, in denen Sachen lagern, von denen ich nicht weiß, wo ich sie hinräumen soll und was damit tun, macht das Ganze nicht besser.

Ich hab tatsächlich mehrere Kisten der Pandora geöffnet: In meiner Wohnung – und in meiner Mailbox.

 

.. ach so: Und den Montagsstarter von Martin habe ich am Montag begonnen – doch leider nicht fertig bekommen. Diese Woche hat wohl das Motto „vieles beginnen, nichts fertig bekommen“.

Kennt ihr die schöne Geschichte von Dr. Eckart von Hirschhausen vom Pinguin in der Wüste?

Wer lieber guckt und hört als liest – die gibt es auch als Vortrag..

Den Vortrag hat mir nämlich meine Kollegin neulich mal geschickt.. obwohl – war gar nicht soo neulich.. Auf jeden Fall denke ich da schon so manches Mal drüber nach.

Zum Beispiel, wenn ich nach dem Theater spielen von meiner Cousine gefragt werde, ob es nicht stressig für mich ist, jedes Wochenende Theater zu spielen – das würde doch ganz schön Energie ziehen.

Ähm .. ne! Im Gegenteil, es gibt mir Energie, Theater zu spielen!

Echt jetzt!

Oder am Freitag, wo ich so richtig stinksauer war aufgrund der Änderungen im Büro. Ich konnte mich überhaupt nimmer abregen. Und das seit Donnerstag, weil wir hatten das Ganze ja Donnerstag Vormittag „serviert“ bekommen.. Die Kollegen hatten teilweise Sorge, ob ich nen Herzinfarkt bekommen würde, weil ich anscheinend nen puderroten Kopf vor Wut hatte. Ich war wirklich stinksauer- und das über Stunden, bzw. zu dem Zeitpunkt sogar länger als ein Tag. Zwar nicht ununterbrochen, aber auf jeden Fall als Grundtendenz.

Abends hatte ich Interviewtermine für den Mikrozensus. Ich hatte noch kurz gedacht, ob ich dazu jetzt überhaupt fähig wäre.

Und WIE ich fähig war! Ich war auch hinterher regelrecht geheilt, also auf jeden Fall ausgeglichen. Ich bin nach den Interviews mit einem zufriedenen, glücklichen Lächeln nach Hause geschwebt. Na gut, eigentlich zum Einkaufen, aber egal..

Anscheinend bin ich beim Theater oder beim Mikrozensus in meinem Element. Es strengt nicht an, es macht mich glücklich, es ist leicht, es geht geschmeidig.

Und im Büro?

Es ist anstrengend, nervig, aufreibend und macht mich nur selten glücklich oder zufrieden. Klar, ich bekomme es hin – doch es kostet mich gefühlt viel Energie.

Ich scheine wirklich ein Pinguin in der Wüste zu sein im Büro..

Genauso bin ich komplett platt, wenn ich bei Mama war. Also das zapft mir regelrecht Energie ab! Ich erschöpft mich total.

Das ist dann weniger die Sache mit dem Pinguin, glaube ich – dasscheint nochmal was anderes zu sein.. Hab mal gehört, dass es so ne Art „Energievampire“ gibt. Ist Mama so einer für mich? Oder das ganze Pflegeheim? Es soll ja so richtige Orte geben, wo einem die Energie rauben..

Keine Ahnung.

Auf jeden Fall sollte ich mehr in meinem Element leben – und Energieräuber besser abschirmen.

.. ist doch n Plan, oder?

Tatsächlich hab ich mir dieses Mal mit meiner Liste beim Montagsstarter Mühe gegeben:

Ich hab bewusst fast nichts an neuen Aufgaben hinzugefügt.

Ist ja Blödsinn, wenn ich die Liste immer länger mache und jede Woche nichts weg bekomme davon.. Also dachte ich, ich entstresse die Liste mal dadurch etwas.

Okay – aber ist auch bescheuert, wenn ich Sachen bewusst nicht aufschreibe, die anstehen und wichtig sind.

Zum Beispiel die Kündigung von Mamas Wohnung. Hab ich aber gar nicht dran gedacht heute gestern Mittag. Dabei ist das ein sehr wichtiger Punkt im Moment. Aber gut – ist dann wahrscheinlich auch übermorgen Geschichte. ist ja jetzt Geschichte, da die Kündigung seit heute geschrieben und eingeworfen ist und Mamas Vermieter seit gestern Abend informiert. Sonst wäre ein Monat länger zu zahlen, was dann ja auch nicht sein muss..

Obwohl ich gerade eh nicht überschauen kann,wie das alles in den nächsten Monaten laufen soll.. Meine Schwester ist wegen zwei Operationen nicht einsetzbar für den Umzug – das bedeutet, dass alles an mir hängt. Das macht mir schon (gelinde gesagt) etwas Druck. Aber gut – nun ist es so und nun mache ich da Schritt für Schritt weiter. Der Zeitpunkt ist nicht ideal, doch das ist nicht zu ändern.

Auf jeden Fall ist Mama seit zwei Tagen wie ausgewechselt, wenn ich zu ihr komme. Das neue Zimmer im Pflegeheim tut ihr gut, sie ist entspannt und wirkt zufrieden. Gar nicht zu vergleichen mit der überforderten, unzufriedenen Mama der letzten Wochen und Monate. Und sie ist sehr einig, dass ihre Wohnung gekündigt wird. Ihr gefällt ihr Zimmer sehr gut und es ist schön, sie so in sich ruhend zu sehen.

Eigentlich hätte es genügt, wenn ich das Schreiben der Kündigung unterschrieben hätte. Ich bin bevollmächtigt. Doch es war mir wichtig, dass Mama das auch unterschreibt und es nicht hinter ihrem Rücken zu machen. Ich möchte nicht, dass sie das Gefühl hat, wir würden alles bestimmen ohne sie. Auch wenn sie es vielleicht wieder vergisst, dass sie es unterschrieben hat – ich finde es wichtig, es so gehandhabt zu haben. Auch wenn es etwas umständlicher ist.

Meine Schwester hat dafür nur halbwegs Verständnis. Sie versteht meine Beweggründe, hat jedoch Angst, dass ich mich zu sehr stresse, wenn ich alles so überkorrekt machen will.

Ja, ich bemerke immer mehr, dass ich einen ganz gewaltigen Perfektionismus lebe. Einen Perfektionismus und ein „andere mit einbeziehen“ oder so ähnlich.. Das ist tatsächlich stressig und aufwändig und ich muss schauen, dass es mir langfristig nicht komplett über den Kopf wächst.

Egal, ob Requisiten, Berichte, Flyer fürs Theater, Schreiben, Verträge sonstiges für die Arbeit oder einfach alles, was ich mache: Mir ist es wichtig, es gut und schön, ästhetisch und .. ja, halt perfekt und bestmöglich zu machen. Für mich zählt nicht der Einsatz, sondern das Ergebnis. Was schnell und schlappig zu machen, ist nicht mein Ding.

Ist das gut?

Keine Ahnung.

Doch es ist schon mal gut, wenn ich dieses Muster erkenne.. oder?

Hm.. und ich weiss nicht genau, wie ich den Spruch von Teresa von Avila finde, den ich letztlich gehört habe:

„Bete nicht um leichtere Last, sondern um einen stärkeren Rücken.“

.. also ist es alles nur Training, wie belastbar man ist?

In gewisser Weise vielleicht schon (sogar ganz sicher) – doch ich glaub, es gibt tatsächlich auch ein „zu viel“ an Last.

 

Schon Mittwoch? .. naja, schon fast vorbei!

Ein kleines bisschen hab ich das Gefühl von Wahnsinn..

So in der Art ….

Es wird einfach immer mehr, ist nicht mehr zu schaffen, was alles zu tun ist..

Immer, wenn ich denke:„Hey – juhu! Wieder was geschafft!“ macht es *flatsch* und das Leben hat mir zwei neue to-dos in den Briefkasten geworfen… Whaaaat?!

Gibt’s doch gar nicht … echt jetzt.

Es sprühen die Glücksfunken, …

.. wenn Du wochenlang nach einer guten Möglichkeit für eine Requisite suchst – und Dir die Kollegin innerhalb weniger Minuten die ideale Lösung anbieten kann! 😀

Ich hab echt gar keine Worte dafür, wie begeistert und dankbar ich bin!

… soooo toll! ❤

April 2018
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