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Ja, mich gibt es noch.

Die Datenschutzgeschichte ist ja ganz extrem mit meiner Urlaubszeit zusammengefallen, somit war es hier nun wochenlang einfach nur still. Ganz still. Ja, und umgestellt hab ich auch noch nichts. Muss ich noch. Doch ich schreib jetzt trotzdem mal ein kurzes Update.

Wie es mir so geht?

Durchwachsen.

Ich bin jetzt mit Heulen und Zähneklappern im neuen Dreierzimmer.

Was soll ich sagen?

=> Es ist ätzend!

Ich bin angepisst.

Und auch wenn ich schon die ein oder andere Verbesserung vorgenommen hab, ist es immer noch schlicht und einfach beschissen!

Heute bin ich allein, weil der Kollege krank ist und die Kollegin Heimarbeit hat – ich kann es mir also hier so einrichten, wie es mir am Besten tut. Die Tür ist offen, das Fenster ist offen – ich fühle mich dazugehörig, wenn an meinem Zimmer die Kollegen vorübergehen und ich was mitbekomme vom Leben vor der Tür. Das tut mir gut und bringt mich runter. Wenn ich meine Ruhe will, kann ich die Tür immer noch zu machen. Doch mir gefällt das so. Es kommt mal einer vorbei und ich kann ne allgemeine Auskunft geben, manchmal einfach nur ein „Hallo“ im Vorbeigehen eines Kollegen oder gerade wurde was angeliefert. Ich hab schon lange festgestellt, dass ich mit einer offenen Tür zufriedener bin. Ich fühle mich eingesperrt und ignoriert mit einer geschlossenen Tür. War schon im alten Zimmer so. Keiner will was von mir, keine Möglichkeit zu einem kurzen Kontakt – und ich bin überall abgeschnitten und ausgeschlossen von der Umwelt. Das zieht mich runter.

Natürlich ist das neu Zimmer allgemein etwas ungünstiger von der Lage her, das es offen ist, als mein altes Zimmer, welches etwas geschützter war. Das sehe ich schon ein. Aber lieber „ungeschützt“ die Türe offen, als zu.

Wie das auf die Dauer werden soll – keine Ahnung.

Die anderen finden eine offene Tür doof, ich jedoch muß bei der geschlossenen Tür oft einfach nur raus, um mich nicht eingesperrt zu fühlen. Dummerweise hat es dann auch keinen richtigen Sinn, raus zu gehen – denn dort hab ich nach kurzer Zeit das Gefühl, ich muß wieder zurück, weil ich ja was machen muss. Ich will ja nicht nur „rumtrödeln“, doch im Zimmer hab ich die ganze Zeit ein Fluchtbedürfnis und schaffe dann auch nichts.

Ziemlich Kacke – und ungesund, wie ich das Gefühl hab.

Immer, wenn ich in den Spiegel schaue, hab ich nen roten Kopf. Vermutlich hab ich nen viel zu hohen Blutdruck. Hab ihn nicht gemessen. Doch wie kann ich an der Situation was ändern?

Sind die Kollegen da, ist auch so eine Unruhe im Zimmer, dass an Konzentration auch nicht zu denken ist. Denn im Gegensatz zu der „Unruhe“ von draußen, die ich als „Leben“ empfinde, find ich ein dauerndes Getelefoniere im Raum als extrem störend. Zudem neigt die Kollegin dazu, dauernd ihre Arbeit mit einem durchsprechen zu wollen. Ich hab es auch mit Ohrstöpseln probiert, doch es macht mich auch andersrum wahnsinnig, so abgeschottet zu sein, wenn Leute mit im Raum sind.

Also alles im allem: Ein riesen Mist.

Und sonst?

.. hab ich ein schlechtes Gefühl, Mama gegenüber. Ich hab das Gefühl, sie zu vernachlässigen, nicht für sie da zu sein. Hab Angst, sie ist nicht gut genug versorgt und ich verpasse etwas, um die Situation für sie zu verbessern, doch hab auch nicht den Antrieb, sie jetzt zu allen Ärzten zu schleifen. Ihre permanenten Jammereien finde ich schwer zuzuordnen – und teilweise auch extrem schwer zu ertragen. Und das ich das so empfinde, macht mir noch mehr ein schlechtes Gewissen. Ich hab das Gefühl, lieblos zu sein. Und mich nicht genug einzusetzen.

Ansonsten das Übliche:

Überlastet fühlen, überfordert fühlen, einfach: zu viel. Zu viel Krempel, zu viel Gewicht, zu viel zum dran denken … hab jetzt neulich auch mal gelesen, dass dieses Gefühl auch ganz typisch für Depressionen ist. Diese Überforderung.

Also irgendwie ist alles Kacke.

 

… und eigentlich sollte ich hier ja gar nichts mehr schreiben, bevor ich nicht alles DSGVO-sicher gemacht hab.

Hab ich jetzt aber trotzdem 😦

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Hätte ich rote Zöpfe und eine gestreifte Hose, müsste ich nur noch einen Helm mit Hörnern aufziehen und jeder würde mich für Obelix halten… oder Obelixa.

Tatsächlich hab ich in den vergangenen zehn Wochen zehn Kilogramm zugenommen. Die Neun vorne fühlt sich schon ne Weile ziemlich heimisch und das Gewicht steigt und steigt.

Gewichtsbericht 6 Monate 2018_05_23

Fühlen tu ich mich extrem unwohl. Nicht nur, dass ich so Dinge wie Treppen steigen eher nimmer so „mal eben nebenher“ mache und sogar immer wieder eher zu Rolltreppe und Fahrstuhl greife, sondern ich weiß auch nicht, was anziehen, weil die ganzen Hosen kneifen, die ich in der Kur gekauft hab.

Derzeit ziehe ich am liebsten eine viel zu große Jeans an, die locker sitzt und mich somit nicht dauernd daran erinnert, dass ich so viel mehr bin, als noch vor ein paar Wochen..

Da ich dieses Ding nur mit Gürtel tragen kann (wie gesagt: Sie ist ja zu groß) und ich den dann öfters hochziehen muß, hab ich dann echt so ein Obelixgefühl, wenn das so hoch überm Bauchnabel hängt (denn niedrig fühlt sich auch mies an) – der Obelix hat seinen Gürtel ja praktisch direkt unter den Achseln, auf jeden Fall aber über der fetten Wampe..

Bemerkt hab ich das ja schon länger und ich sage auch keinen Ton darüber, dass es irgendwie ja gar nicht sein kann, dass ich zunehme – denn ich hab abendliche Fressanfälle, die sich gewaschen haben. Natürlich auch Süßkram, doch nicht nur. Doch auch der schönste Joghurt ist halt (in fünf- oder sechsfacher Ausführung gegessen), irgendwie „zu viel“. Oder es könnte schon auch ein Brot weniger sein, ohne dass ich hungrig ins Bett gehen müsste. Oder auch zwei weniger..

Es ist also durchaus logisch, dass ich zunehme – und überaus traurig, dass ich so achtlos mit mir umgehe. Mich so gering schätze. Ich mir so wenig selbst wert bin.

Ich hab auch wirklich das Gefühl, dass ich die letzten Wochen wieder vermehrt mit der Depression kämpfe .. und leider, leider zeigt sich die bei mir nie mit Appetitlosigkeit, sondern immer mit viel Essen. Und ich schäme mich dafür. Für das Essen und für meine Gefühle, meine Antriebslosigkeit, meinen schwachen Willen .. einfach den „schwarzen Hund„.

Es macht mir auch Angst, dass meine Therapie nun vorüber ist. Also so gut wie vorüber ist. Eine Stunde hab ich noch Mitte Juli. Doch das ist ja nichts. WIe soll es dann in den kommenden Wochen weitergehen? Oder eher: Überhaupt weitergehen?? In den vergangenen Wochen ging es mir nicht gut – und vielleicht sind auch diese fehlenden Therapiestunden ein Faktor?

Ebenso verdächtige ich meinen anstehenden Geburtstag als „schlechte-Stimmungsfaktor“ und eben der Umzug im Büro sowie meine komplett überfrachtete Wohnung. Dass ich mich auch mit Mamas Gesundheitszustand überlastet fühle und dauernd ein schlechtes Gewissen habe, macht es nicht besser.

.. naja.

Um was soll es hier eigentlich gehen?!

 

Keine Ahnung … bin einfach fett und frustriert. Oder depressiv. Wahrscheinlich schon, wenn ich das hier über „versteckte Depression“ so lese.

Und ich hab halt wirklich immer das Gefühl, selbst schuld zu sein..

 

Ach Mann – alles doof! 😦

Tja – bei Martin gab es am Montag keinen Montagsstarter. Auch bei Instagram hab ich nichts bei ihm gefunden, obwohl er angekündigt hatte, dass es den Montagsstarter dann dort geben soll. Schade. Das Blog ist nun abgedreht, wenn ich es richtig sehe – nun finde ich also auch nimmer zum Instagramaccount, wenn ich hin will. Das war’s dann mit den Fragen…

.. und mit der Aufgabenliste.. ?!

Vielleicht schaffe ich es, mir die beizubehalten. Auch, wenn sie mir ja immer etwas Angst macht. Doch ohne ist es auch irgendwie blöd.. Ist ein guter Merker.. oder nicht?

Ach Menno – ich bin irgendwie ganz komisch drauf derzeit. Kann mich selbst nicht leiden so.

Ich glaub, ich kopier jetzt mal einfach die Aufgabenliste hier rein .. dann hat das hier für mich zumindest ne kleine Kontrollwirkung und ist der Artikel grad nicht so ganz sinnlos.

Den Rest des Beitrags lesen »

Ganz plötzlich und ohne Vorwarnung (für mich als Nachrichten-Ignorant zumindest) bricht nun zu meinen ganzen Änderungen und Umzügen der neueren und älteren Zeit auch noch hier im Blog ein möglicher Umzug über mich herein. Also nicht nur über mich – trifft ja alle Blogger, das komische Gesetz..

Naja – ein Grund für mich, heute mal wieder bei meinem vor knapp fünf Jahren eingerichteten tumblr-Blog (oder ist das bloß ein Account und dort gar nicht ein Blog?!) vorbei zu schauen und das Ganze zu entstauben..

Also falls hier bald nichts mehr stehen sollte, dann findet man mich vielleicht dann dort.

http://barbarellasweblog.tumblr.com

Kacke ist ja: Dort findet man NICHTS! Also ich meine: Selbst diese fünf / sechs Einträge, die dort bisher sind, sind komplett unübersichtlich, finde ich. Nicht mal ein Datum steht bei den Einträgen dran, geschweige denn gibt es eine Kategorie, wo man Sachen dann finden kann – das Datum sieht man nur, wenn man ins Archiv geht. So was Blödes – echt. Und was meiner Meinung nach auch gar nicht geht: Es gibt nicht mal ne Rechtschreibkontrolle dort für den Eintrag…. WIE ätzend! Wer bitte entwirft denn sowas?! 😦

Gestern Abend (eher Nacht, es war um halb zehn) habe ich mit Mamas Vermieter spontan die Wohnungsübergabe vorgezogen. Nun brauch ich es nimmer am Donnerstag machen und hab es hinter mir – ich dachte, es wäre eine Erleichterung für mich und ich würde mich dementsprechend auch erleichtert fühlen.

Ich war allerdings nur frustriert. Oder besser: gedrückt.

Eigentlich lief alles gut – die Wohnung ist in einem guten bis sehr guten Zustand gewesen .. ja, sogar besser, als wir sie bekommen haben, um ehrlich zu sein.

Wir hatten größere Mängel sowohl von der Sauberkeit her als auch von nötigen Reparaturen (von denen es jetzt keine mehr gibt, damals aber schon) – doch egal. Es sei dem Nachmieter gegönnt.

Dafür hat er große Fehlstücke in der Auslegware. Dadurch, dass er die Möbel nicht übernimmt (die wir vom Vermieter übernommen hatten), sind unter Wohnwand im Wohnzimmer und Kleiderschrank im Schlafzimmer der alte Teppich raus gekommen. Das sieht (gelinde gesagt) beschissen aus, wenn unter dem beigen Teppich dann ein blauer raus kommt und ich glaube nicht, dass der Nachmieter die Stellen komplett zustellen kann mit neuen Möbeln, sondern, dass man das schon sehen wird. Also ich für meinen Teil hätte mich sehr geärgert, wenn ich die Wohnung so bekommen hätte mit einem unvollständigen Teppich. Aber gut – soll nicht mein Problem sein.

Mein Problem ist jedoch meine Wohnung und die Unmenge von Zeug, die noch zusätzlich untergebracht ist in ihr, im Keller und auf dem Dachboden. Eigentlich auf ZWEI Dachböden – ich hab nämlich dankenswerterweise die Zusage meiner Nachbarin bekommen, ihren Dachboden auch nutzen zu können und konnte nun viel Sachen von Mama dort unterstellen. Viel mehr Sachen, als eigentlich gedacht – ehrlich gesagt! Ich hatte ja vermutet, dass da nur ein paar Kisten mit Fotoalben, Dias und sowas drauf kommen, doch es wurde wirklich sehr viel mehr. Obwohl wir keine Möbel dort eingelagert haben – es ist also alles nur „Zeug“. Und das, obwohl wir kistenweise „Zeug“ schon aus der Wohnung geschafft haben und verschenkt. Nicht nur in der letzten Woche (mit Schwesterchen zusammen), sondern schon in den letzten WocheN (also seit Februar).

Naja – und ich warte auf den Erleichterungsseuzfer, der durch das Ende der Ära „Mamas Wohnung ausräumen“, ausgelöst wird.

Er kommt nicht!

Warum nicht?

Sollte ich mir nicht einfach mal Zeit nehmen zum Durchatmen und Genießen?!

Doch es stehen schon wieder die nächsten Projekte SChlange – nicht nur meine Wohnung, die nun entlastet werden sollte (denn so kann es echt nicht bleiben, doch es stecken auch hier noch STUNDEn von Arbeit drin .. darf gar nicht drüber nachdenken!), sondern auch die Anträge auf den Ämtern, die mir schwer auf der Seele lasten (schwerer, als sie es wohl sollten!) und so DInge wie die Begründung meines eigenen Widerspruchs des Steuerbescheides. Blöderweise drückt mich alles so sehr, dass ich mich gar nicht richtig konzentrieren kann – auch nicht auf die immer schwerer und mehr werdenden Aufgaben bei der Arbeit. Das macht mich auch völlig kirre.. Es geht nichts voran – und ich hab das Gefühl, ein kompletter Versager zu sein.

Ist meine Kur wirklich erst fünf Monate her?

Also auf den Alltag kann ich irgendwie die Entspannung nicht übertragen.

… fühle mich total, als ob ich nen Schaden hab und völlig unfähig bin.

😦

Jammerlappen-Barbarella. 😦

Ich freu mich sehr über das verlängerte Wochenende über Ostern. Obwohl ich den gestrigen Karfreitag so richtig durchgehangen bin. Faul, faul, faul … obwohl es so viel zu tun gäbe, bin ich einfach nicht in die Gänge gekommen. Tatsächlich hab ich den kompletten Mittag nur bescheuert Fernsehen geguckt – und dazu so richtig blödes Fernsehen: 100% hotter … nicht gerade anspruchsvoll. Regelrecht peinlich also.

Hatte auch so richtig schlechte Laune. Konnte mich aber trotzdem zu nichts aufrappeln.

Doch das kann ja dann nur noch besser werden 😉

Irgendwo, auf irgendeiner Seite, die einem Tipps zum Chaos beseitigen gibt, hab ich einen Tipp für ne App bekommen: Wunderlist! Naja – ne to-do-Liste mach ich mir ja eh grad dauernd und schicke sie von hier nach da. Also warum nicht auch aufs Handy? Dann hab ich sie wenigstens dabei und vielleicht hilft es, den Chaoskopf zu sortieren..

Hab es mir also mal installiert. Und natürlich gleich noch zwei andere to-do-Apps, die mir da vorgeschlagen wurden. Eine App ist keine App udn die anderen köännten ja besser sein und ich müsste mich ja sonst auch entscheiden, also lieber mal rein in die Fükke!

.. dann war mir das natürlich gleich mal zu viel und ich hab es nicht alles auf Anhieb kapiert und nicht so richtig angeschaut und dann: ignoriert.

Mein typisches Verhalten: Was Neues probieren wollen und wenn das erste Steinchen in den Weg kommt: Was anderes machen..

Doch zumindest bin ich nach zwei Tagen zurück gekehrt und hab jetzt herausgefunden, wie ich Aufgaben anlege – und aufteilen in unterschiedliche Listen kann ich die auch! Und sogar Unterpunkte für die einzelne Aufgabe machen! Toll!

Hat mich dann begeistert und ich hab gleich mal Aufgaben angelegt und Unterpunkte dazu – in unterschiedlichen Listen.

.. also jetzt nicht sooo viele Aufgaben (hier im Blog stehen mehr), doch ich find das schon mal cool und ich gewöhn mich ein und irgendwie hilft es strukturieren, hab ich das Gefühl.

Auf dem Laptop hab ich Wunderlist übrigens auch installiert und ich denke, das hilft schon, mir die Aufgaben übersichtlich zu halten.

Finde es auf jeden Fall grad ziemlich cool!

Jetzt müßten nur noch Schnüggel und mein Schwesterlein auch noch zu Wunderlist – dann könnten wir uns Aufgaben hin- und herschieben, das geht nämlich auch 😀

Eine für mich motivierende Weise, die Dinge anzugehen!

Ich höre ja grad das Hörbuch Mythos Überforderung, welches die Theorie hat, dass die Leute heute gar nicht überlastet sind von allem, sondern sich einfach wie Kinder verhalten, statt erwachsen zu werden. Teils finde ich das blöd (*kindlicherTrotzkopfsei*), doch in gewisser Weise ist vielleicht auch was dran – zumindest bei mir. Und da ich keine Lust hab, mich hinter einer Überforderung zu verstecken und nach Mama zu rufen, wie ein Kind, geh ich jetzt einfach den Weg nach vorne, stelle mich den Aufgaben und dem Leben und (er)wachse daran! 😉

.. ist doch ne gute Idee – und Wunderlist hilft mir! 😀

Seit gestern esse ich wieder – gestern waren es noch 83 kg, also genau 83,0 kg. Damit hatte ich zwar tatsächlich mein Niedrigstgewicht (das war bisher am 28. Januar 2018 83,3 kg) .. trotzdem war ich so ein bisschen *mööb* weil immer noch die 83 da stand und nicht die 82. Albern wegen ein paar hundert Gramm, klar. Und immerhin hatte ich das Ziel erreicht, dieses Fasten unter mein bisheriges Niedrigstgewicht zu kommen.

Jetzt ist es geschafft!

Yeah!

 

Ich bin nicht naiv genug, zu denken, dass es nicht auch wieder etwas ansteigen wird, wenn ich wieder richtig esse – dch es ist trotzdem ein gutes Gefühl.

Und immerhin ist es von gestern auf heute auch weniger geworden. Freut mich.

Das wars auch schon, was es an diesem Wochenende zu freuen gibt.

Gestern hab ich zwei Stunden auf einen Interessenten von eBay-Kleinanzeigen umsonst bei Mama gewartet. Kotzt mich ja echt extrem an! Nicht nur, wegen der vergeudeten Zeit, sondern auch, weil eben nichts weg ist.

Zusätzlich hat einer nach einem mega Rumgehandle um die Waschmaschine einen guten Preis bekommen – und trotzdem ist er nicht erschienen.

Hallo, geht’s noch?!

Ich bin echt stinkesauer, wie unverschämt und respektlos die Leute auf eBay-Kleinanzeigen geworden sind. Dieses Mal mache ich echt sehr schlechte Erfahrungen.

Am Unverschämtesten fand ich, als einer 20 Euro für die Waschmaschine geboten hat. 20 Euro! Für eine Waschmaschine, die kaum benutzt ist und erst gute drei Jahre alt! Ich hab zurückgefragt, ob er sich vertippt hat und 200 Euro gemeint hat – nein, es war sein Ernst.

Ich finde keine Worte, wie unverschämt ich das finde.

Ich hab wirklich das Gefühl, die Leute kommen nur, wenn es etwas geschenkt bekommt – udn das macht mich nicht nur einfach traurig, sondern ich fühle mich zutiefst wertlos. Als ob alles nur Wertlos und und zum Wegwerfen ist, was wir haben – als ob unsere Leben wertlos sind und zum Wegwerfen taugen.

Aber was soll ich machen?

… ich werde jetzt mal shpock runterladen und mal schauen, ob es da anders zugeht. Ich hoffe es.

Seit Wochen schon hab ich mir in der Verhaltensvorsätzeliste beim Montagsstarter vorgenommen, dass ich täglich etwas mache, was mich freut. Und dann noch mit der Verschärfung „bewußt (!!)“ versehen.

Das ist tatsächlich schwieriger, als gedacht. Und es geh auch irgendwie gern mal wieder unter, so das es echt gut ist, dass es durch diese wöchentliche Liste immer wieder in meine Erinnerung gerufen wird!

Besonders schwer finde ich es gerade während dem Fasten.

Gerade dachte ich nämlich, ich mach mir jetzt ne Freude und hatte spontan eine Packung der überleckeren Lakrids vor dem geistigen Auge. Mmmm…

.. aber hey – ich faste doch! Nichts mit Lakrids! Mein geistiger Finger stupft in die behaglich vor mir schlingerd schwebende Gedankenblase mit den verführerischen Lakrids und lässt diese mit einem sanften „Plöpp“ platzen. Ich schüttle mir die auf mich niederrieselnden Gedankenblasentropfen aus den Haaren.

Falsche Freude! Böse Freude! Ksch-ksch!

Überhaupt sind „Freuden“ gern kalorienhaltig bei mir. Ziemlich blödes Muster, echt jetzt!

Doch täglich ne Massage gönnen oder sowas ist ja auch blöd. Okay, hab mir auch schon Blumen gekauft. Und natürlich könnte es auch schön sein, nen Spaziergang zu machen oder so … außer, es ist schon dunkel, wie jetzt grad.

Ich neige dann übrigens auch gern dazu, zu schummeln.

So um den Dreh „Hm – ich brauch heute noch ein paar Schritte… Also lauf ich vielleicht mal ne Station heim. Ach, ist das schön zu laufen .. hey, das ist meine tägliche Freude. Das ist doch grad schön!“

.. oder zählt so ne „ungeplante“ tägliche Freude dann auch?

Ist doch irgendwie auch ne Freude – wenn auch ne ungeplante. Und sie ist ja in dem Moment „bewußt“. Oder biege ich es mir nur als „Freude“ hin, was ich grad tu?

Vor etwas mehr als drei Wochen rief mich Pete’s Frau (die auch meine Freundin ist) an, meinte, dass Pete sich echt Sorgen um mich machen würde und sie boten mir ihre Hilfe an mit Mamas Wohnung.

Somit haben wir auf heute einen Termin ausgemacht. Ich war ehrlich gesagt total gerührt von dem Angebot und hab mich gefreut – gleichzeitig hatte ich fast etwas Angst vor dem Termin. Pete’s Frau ist nämlich sehr gut im Ausmisten. Ich nicht so – und ich hatte etwas Angst, dass mich das alles etwas überfordert und überfährt, besonders, da wir die Wohnung ja noch bis Ende April haben und ich somit noch Anfang März nicht soo die Dringlichkeit sehe, wirklich alles zu regeln und vor allem: Wegzuwerfen.

Wegwerfen ist eh ein Problem für mich.

Also weniger das Weggeben an jemanden – echt das Wegwerfen an sich.

Ich komme nicht damit klar, dass etwas meiner Sachen „Müll“ sein soll, wenn es nicht wirklich kaputt ist oder gammelig oder sonstwas..

Pete’s Frau (und auch Pete) haben damit weniger ein Problem – auch Schnüggel nicht. Für mich ist das schwer und geht gar nicht.

Somit war auch schon innerhalb kürzester Zeit die Situation so, dass die drei nicht richtig wußten, wie sie mir helfen sollten, weil ich nicht wirklich wußte, was weg soll .. also eigentlich am Liebsten nicht so viel – und erst Recht nicht, ohne dass ich die Genehmigung von Mama oder meiner Schwester hatte. Obwohl diese ja theoretisch gesagt hatten, ich könne alles weg tun – im Praktischen stellt es sich dann aber doch manchmal anders dar.

Nichtsdestotrotz fuhren Schnüggel und Pete dann mal doch Richtung Wertstoffhof und hatten ein halbes Auto voll mit Zeug: ein paar Kleider, einige Schuhe, etwas Bettwäsche, das Bügelbrett, der Toaster, ein altes Radio, der Mixer, Kerzenständer und anderes Zeug aus Metall und die gammeligen Tische vom Balkon (wovon ich den einen auf jeden Fall tatsächlich schon längst weggeworfen hätte). Also schon mal ein Erfolg. Doch ich wußte einfach nicht so recht, wie ich die anderen Dinge so reduzieren sollte..

.. bis die Leute aus eBay-Kleinanzeigen kamen, die gern den Kleiderschrank abholen wollten. Den hatte ich inseriert als „zu verschenken an Selbstabholer“. Ein voller Erfolg übrigens – es gab gleich mehrere Leute, die den wollten. Keine Ahnung, ob den jetzt der erste bekam, der sich gemeldet hat – auf jeden Fall hatte der Zeit, was klasse war, denn ich war ja eh in der Wohnung und mußte dann nicht extra mal hinfahren.. Da ich am Morgen schon ein frustrierendes Erlebnis hatte, bei dem jemand zwei Teppiche erst wollte und dann doch nicht, war ich glücklich, als die Leute gleich begannen, den Schrank zu zerlegen. Und in meiner Freude fragte ich sie gleich, ob sie nicht auch die Teppiche wollten (die ja noch da waren). Ja, wollten sie. Überhaupt konnten sie alle brauchen und somit wanderten auch gleich die zwei Service, die Pete’s Frau gerade für das Sozialkaufhaus zusammengepackt hatte, aus der Wohnung. Und die Stofftiere. Und Bettwäsche. Und Tassen aus der Küche. Und ein Besteck. Und ein Kochlöffel. Und Vasen. Und dann fragten sie auch noch, ob sie das Bett haben könnten. Ja super – dann ist das auch gleich weg und abgebaut! Herzlich gern! Darf es auch noch das Schränkchen im Badezimmer sein? Bitte schön! Und dann gab es noch Übertöpfe, Kerzenständer – einfach alles, was mir in die Finger kam – obendrauf..

…. und so fiel es mir sehr leicht, etwas weg zu geben, da ich wußte, das nimmt jemand mit, der es möchte und braucht. Hatte ich vorher noch gekrallt, als es darum ging, die Dinge auf den Müll zu werfen, konnten nun die Jungs gar nicht schnell genug das Zeug einpacken! Gut vier Kisten mit Sachen wanderten neben den beiden Teppichen, dem Badezimmerschränkchen und dem Bett noch zusätzlich aus der Wohnung – und dabei hatte ich ja nur gedacht, dass der Kleiderschrank abgeholt wird! Gut, dass die Leute mit einem Tramsporter angereist waren.

Die Wohnung ist nun also auch wieder um einiges leerer. Und ich hab ein gutes Gefühl dabei, während ich beim Wegwerfen KEIN gutes Gefühl hab, sondern das Gefühl, die Dinge zu missachten, die mir bzw. Mama jahrelang gute Arbeit geleistet haben und / oder Freude gemacht.

Pete’s Frau meinte, als wir den Termin ausgemacht haben, dass das Wegwerfen ja immer ein Ent-sorgen ist – wirklich im Sinne des Wortes. Das finde ich einen schönen Gedanken und tatsächlich sehr treffend. Ent-Sorgen ist gut. Sehr gut. Man ent-sorgt sich um die Dinge, für die man vorher Sorge getragen hat, die einem Sorgen machten oder um die man sich sorgen mußte.. Doch Wegwerfen ist für mich dann trotzdem ein Sorgenpunkt. Oder keine Möglichkeit, dass ich mich wirklich ent-sorgt im Sinne von erleichtert fühle. Ich fühle mich schäbig und es zieht meine Energie runter.

Die Dinge zu ent-sorgen, im Sinne von die Verantwortung dafür jemand anders übergeben, das dagegen kann ich gut verkraften.

Manch einer meint, dass ich damit das Problem nur verlagere.

Wenn ich genau hinschaue, mag das sein. Vielleicht hat es auch was von „Verantwortung abschieben auf andere“. Bin ja nicht so die Meisterin im Verantwortung tragen.

Interessante Erkenntnis.

Auf jeden Fall sind die Dinge weg.

Und für mich sind sie gefühlsmäßig wertgeschätzt – und nicht entrümpelt. Denn entrümpeln tut man ja nur Gerümpel – und so mag ich die Dinge, die mein Leben eine Strecke begleitet haben, nicht sehen.

.. ob die Leute sie nun tatsächlich nutzen oder selbst wegwerfen, liegt nicht mehr in meiner Hand. Und ist somit für mich okay.

.. hm – die „Verantwortungsthese“ von oben schimmert da schon etwas durch. Nun gut – nehm ich jetzt halt mal einfach so auf: Als interessante Erkenntnis (die ich vielleicht auch schon mal an anderer Stelle hatte, aber wieder vergessen hab). Ich kann es ja dann zukünftig nutzen und bewußt mit der Situation umgehen, wenn diese wieder eintritt (falls ich es nicht wieder vergesse) und das ist doch auch schon mal was!

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