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Ist Ostern nicht so eine „alles wird neu – es ist Frühling!“-Fest?

Ehrlich gesagt hab ich gar nicht viel mit Ostern mitbekommen dieses Jahr. Doch ich bin unendlich froh, dass ich vier arbeitsfreie Tage hatte. Und ich war – ehrlich gesagt – sehr froh, dass Schnüggel erst am Samstag kam.

Ich hab den Karfreitag mal einfach GAR NICHTS getan. Den ganzen Tag nur gespielt, fern gesehen und geschlafen. Nichts gewaschen, nichts erledigt, nicht bei Mama angerufen .. einfach NICHTS.

Ich war so froh, einfach einen Tag lang nur meine Ruhe vor der Welt zu haben.

Samstag hatte ich dann Termine für den Mikrozensus. Das lief super 😀

Nachdem ich Donnerstag noch meinen Laptop bekommen hab (sozusagen in letzter Minute), war das ja schon auch noch etwas aufregend gewesen (um nicht zu sagen: nervig). Am Donnerstag Abend war dann die letzte Theateraufführung .. hat echt super Spaß gemacht und es waren drei liebe Freundinnen da, worüber ich mich total gefreut hab 😀

Ansonsten war am Samstag noch ein bißchen einkaufen angesagt, als Schnüggel dann da war .. und am Sonntag haben wir Mama geholt und sind zu ihr nach Hause gefahren, wo wir gemeinsam Kaffee getrunken haben. Sonntag war Mama echt SUPER drauf! Sie läuft auch ohne alles wieder einwandfrei .. echt der Hammer!

Montag jedoch .. naja, also da war es echt wieder eher schwierig, mit Mama zurecht zu kommen. Zu Beginn war sie toll drauf – dann kam plötzlich ein Einbruch und es war alles Mist. Alle bevormunden sie und sie darf nie machen, was sie will. Als wir fragten, was sie denn will oder wollte, meinte sie, das wüßte sie nicht. Aber sie sei nicht daran schuld, dass sie das nicht wüßte, da wären die anderen schuld, die ihr ja nie ihren Willen lassen.. Überhaupt: Das hätte sie alles ganz anders geregelt mit ihrer Krankheit! Warum sie in dieser „Wohnung“ hier untergebracht worden wäre! Das hätte man auch anders regeln können. Immer würde alles gegen ihren Willen gemacht und alle würden sie stressen. Und sie fühle sich hier bevormundet und keiner lässt sie was machen – doch nun hätten wir alle sie ja auch derart heruntergewirtschaftet, dass sie sich total überfordert fühlt.

Zu deutsch: Sie will nicht im sicheren Heim bleiben, wo sie versorgt und umsorgt wird, das nervt sie, sie will heim – doch sie will auch nicht daheim sein, wo sie sich überfordert fühlt und will eine Sicherheit.

.. na das kann ja heiter werden.

Bin echt gespannt auf diese Woche .. das wird ja wirklich sehr aufregend.

Dabei ist mir eh schon den ganzen Vormittag schlecht, weil heute meine neue Chefin kommt und mir das an die Nieren geht, wie das hier dann wird..

Unsicherheit auf allen Ebenen!

Bin schon etwas angespannt.. Und bis Anfang Mai ist irgendwie auch nirgends mal ne Pause in Sicht. Wenn mich jemand besucht, meint der vielleicht, ich hätte für ihn den roten Teppich ausgerollt .. doch das ist eigentlich meine heraushängende Zunge, vom dauernden Hin- und Hergehechle..

Hoffe, das Ringang-Zeug schlägt bald an.

Obwohl: Dieses komische Gemüsepulver schmeckt derart unerträglich, dass ich es gestern mal weg gelassen hab. Und die Tage davor, die Portion reduziert hab. Mir wurde zu Beginn eh immer schlecht davon .. das ist wohl nicht so der Bringer für mich..

.. hat Schnüggel am Wochenende in meinen Gürtel gezwickt! 😀

Okay – das Loch kommt nur zum Tragen mit den etwas enger sitzenden Hosen, doch egal. Eigentlich stehe ich realistisch zwischen dem letzter Woche von meinem Kollegen und dem am Sonntag von Schnüggel hergestellten Loch.

87,1 kg hab ich heute. Und das finde ich toll! Ja, es ist ein bißchen mehr, als direkt nach dem Fasten, doch dass da natürlich auch der Darm komplett leer war und so, muß man ja schließlich auch bedenken. Ich hab gestern schön auf das Sättigungsgefühl geachtet und somit morgens tatsächlich noch die letzten vier Löffel meines Porridge abgedeckt in den Kühlschrank gestellt und dann am Abend gegessen, als ich nochmal Hunger bekam. Bin echt stolz! Okay – dass ich gut 200 g Rosinen dazu gegessen hab, weil ich so auf das Süße scharf war, war dann nimmer so der Bringer.. Doch besser Rosinen-Yunkie als Schokolade! *hüstel* .. sag ich mal so.

Ansonsten hat sich irgendwie am Wochenende eins ans andere gereiht. Zum großartig Luft holen kam ich nicht. Zweimal waren wir bei Mama … dazwischen Wäsche waschen, bügeln und zu Mama bringen und Theater und dann waren wir Samstag Nachmittag noch bei einer Veranstaltung von Ringana. Mir geht’s ja weniger um die Kosmetik als das Ergänzungszeug.. Im Briefkasten von Mama war dann auch Post zum Erledigen: Ein Schrieb der Krankenkasse und ne Rechnung vom Krankenhaus. Ja, klar .. nur Kleinkram. Trotzdem: Bei dem Schrieb war ein Fragebogen zum „Unfallhergang“ dabei .. da wir aber absolut keine Ahnung haben, was eigentlich los war und auch Mama nichts weiß, gab es eben auch noch ein längeres Telefonat mit meiner Schwester, in dem wir versuchten, nachzuvollziehen, was überhaupt passiert sein könnte. Ich hab den Fragebogen halt jetzt mal ausgefüllt, so gut es ging und zurückgeschickt – mit dem Hinweis, man könne mich ja kontaktieren. Mama damit zu belangen, wäre nicht besonders gut. Da kommt eh nur raus, dass sie sich aufregt. Und dann eben noch die Überweisung ausfüllen und von Mama unterschreiben lassen und dann bei der Bank einwerfen. Klingt ja auch alles schnell gemacht – ist ja aber doch ein Hin- und Hergefahre und zudem muß man halt auch einfach dran denken..

Für meine Dinge hatte ich überhaupt keine Zeit dieses Wochenende.. sprich: Ich sollte unbedingt für die Steuer meinen Einspruch begründen und dafür die Unterlagen zusammensuchen und auch unbedingt meinen Mikrozensus mal fertig machen, damit ich die letzten Interviews übertragen kann. Morgen stehen nämlich schon die nächsten wieder an..

Dafür bin ich jetzt wieder hübsch – die Haare sind neu gefärbt 😀

Da unklar ist, ob Schnüggel nächstes Wochenende kommt und er mein Färbemeister ist, war das dieses Wochenende noch dringend zu erledigen.

Und irgendwie reiht sich halt eine Sache an die nächste und das wenigste ist dann einfach erledigt, sondern zieht oft noch irgendwas nach..

Beispielsweise hab ich letzte Woche einen Sitzring für Mama gekauft. Im Sanitärhaus fragten sie nach einem Rezept dafür. Hatte ich natürlich keins. War ja meine Idee gewesen, das zu kaufen (also eigentlich meiner Schwester ihre – aber egal..). Also nahm ich den Ring mal mit und die freundliche Verkäuferin meinte, wenn ich ein Rezept in den nächsten zwei Wochen nachliefere, könnten wir das noch verkuddeln. Nachdem ich bei den Ärzten nicht durchkam, drückte ich meiner Schwester aufs Auge, sich darum zu kümmern. Bei Ärzten anrufen kann man auch von Bremen aus! Und schließlich meinte sie, ich soll ihr sagen, wenn sie was machen kann. Also hatte ich am nächsten Tag (das war Freitag) die Rückmeldung von ihr, dass das Rezept ans Pflegeheim geht. Ja, und seit gestern halte ich es in den Händen 😀 Also muß ich heute in der Mittagspause mal zum Sanitärhaus gehen und dort das verkuddeln. Und dann ist das hoffentlich das Thema „Sitzring“ abgeschlossen. Doch insgesamt ist halt alles immer so ein hin und her. Es war ja auch am Freitag dann ne Hektik, noch vor dem Theater bei Mama vorbei zu fahren, um ihr das Ding möglichst schnell zu bringen. Ich wollte das ja auch nicht tagelang bei mir liegen haben, während sie leidet!

Manchmal hab ich schon ein bisschen das Gefühl, nur noch durch die Gegend gescheucht zu werden. Von einer aufflammenden Brandstelle zur anderen zu flitzen und dort den Brand wieder zu löschen, während im Hintergrund drei neue Feuerherde hochflammen..

Eigentlich sollte ich mich um die Medikamentation von Mama kümmern .. doch das macht mir schon auch etwas Angst, das Thema. Und ich finde ihren Hausarzt auch nicht besonders fähig.. Doch je länger ich mich drücke, umso länger muß Mama vielleicht unter falschen Medikamenten leiden.

.. und das ist alles im Moment nur der „private“ Sektor, von dem ich schreibe.. Im Büro ist auch Hektik hoch zehn.

Einerseits belebt es mich ja, wenn was los ist – nur ist langsam ein ganz kleines bisschen ZU viel los!

Als ich Freitag Abend heim kam, waren neun Anrufe auf meinem Anrufbeantworter. Allesamt von Mama. Der erste war von acht Uhr morgens. Okay. Aber die nachfolgenden acht waren im Laufe einer halben Stunde im Abstand von wenigen Minuten. Immer Mama, dass es ihr schlecht ginge und ich zurückrufen soll – der letzte Anruf war der kläglichste:„Barbarella, ich bin gestürzt und kann nicht mehr aufstehen!“ Natürlich hab ich gleich mal angerufen, doch das war ja auch schon vor ner Stunde oder so gewesen..

Ich hab angerufen – Mama sagte mir, sie hätte den Notruf gedrückt, weil sie nicht mehr aufstehen konnte und die hätten ihr aufs Klo geholfen und dann wieder auf die Couch gelegt und wären dann gegangen. Und sie könne nun nicht mehr aufstehen und (Mamas Mantra der letzten Tage):„Was soll ich jetzt tun?“

Ich war spontan stinkesauer – und wusste sorfort was tun! Ich rief sofort beim Notruf an, wie die denn bitte eine hilflose Frau in der Wohnung zurücklassen können!!! Die meinten dann, sie hätte auf die Couch gewollt und das hätte sie gemacht.

Ich rief meine Schwester an und sie meinte, Mama hätte mit ihr telefoniert … während unseres Telefonats, rief Mama auf meinem Handy an. Das hab ich weg gedrückt und zu meiner Schwester gesagt, ich fahre jetzt sofort zu Mama und schau mir die Lage vor Ort an.

Also ich dort ankam, telefonierte Mama mit meiner Schwester. Sie sah wirklich erschreckend kümmerlich aus und ich sagte ihr, wir fahren jetzt ins Krankenhaus. Punkt. Und dass wir die Sachen packen. Mama meinte, das müssten wir doch nicht tun – und da wurde ich (völlig entgegen meiner normalen Natur, dass ich meinen Mitmenschen meist oft den Willen lasse und selten dagegen halte) SEHR energisch! „Wir packen jetzt Dein Zeug! Dann haben wir es gleich, falls Du dort bleiben musst!“ Mama meinte, ich könne die Sachen ja nachträglich bringen, falls das so sei. Das machte mich endgültig sauer:„Schluss jetzt! Ich fahr hier nicht hin und her und hole nachher noch Zeug! Wir nehmen das jetzt mit – und wenn Du wieder heim kommst, kann packen wir es hinterher einfach wieder aus.“ Da ergab sich Mama dann ihrem Schicksal – und ich sammelte die Sachen nach ihren Anweisungen zusammen. Zwischendrin brachte ich sie hin und wieder zur Toilette – sie war wirklich nicht fähig, sich ohne Rollator zu bewegen (und selbst mit nur schleppend!) .. und Mama ist bis vor zwei Wochen noch fröhlich und ohne den geringsten Gedanken an einen Rollator durch die Gegend gehüpft! Das war echt erschreckend! Letztes Wochenende hat sie ihn noch nicht benutzt, auch wenn der Nachbar ihn ihr da schon geschenkt hatte.

Der Weg ins Auto brauchte dann ne Weile mit dem Rollator und beim Krankenhaus hab ich erst mal von drinnen nen Rollstuhl geholt, damit ich sie reinschieben konnte. Bei der Aufnahme (es war inzwischen dreiviertel eins) warteten wir über ne Stunde bis wir endlich bis zum Arzt kamen – dabei waren wir die einzigen, die dort warteten! Inzwischen war auch Schnüggel da. Er war auf seinem Weg von der Schweiz direkt ins Krankenhaus gekommen. Mama ächzte und stöhnte vor Schmerzen, wurde dann noch geröntgt und bekam eine Infusion mit Schmerzmittel – und gegen drei wurde dann entschieden: Sie bleibt im Krankenhaus. Ich war echt erleichtert. Denn ganz im Ernst: Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Mama in diesem Zustand allein in ihrer Wohnung sein konnte.

Völlig erschossen kamen wir dann irgendwann nach vier Uhr nach Hause.

Und ich bin stinksauer auf den Notruf! Wie kann man bitte eine derart hilflose Frau allein daheim in der Wohnung lassen – selbst wenn die im (offensichtlich nicht zurechenbaren Zustand!) sagt, dass sie „auf die Couch“ möchte?! Ich meine: Hallo?! Wir zahlen 90 Euro im Monat für den Scheiss! Da muss doch wohl mal mehr drin sein, mich zu kontaktieren, als nur, um mir zu sagen, ich solle zu meiner Mutter sagen, sie solle nicht dauernd den Notruf drücken!! Da muss doch auch mal ein Anruf drin sein, wenn man erkennt, dass eine Frau hilflos in der Wohnung sitzt, dass man einen da anruft. Und nicht einfach wieder geht!! Unmöglich – echt!

Den Samstag war ich den ganzen Tag ziemlich platt. Trotzdem sind wir natürlich zu Mama – haben das ein oder andere in meiner (und Mamas) Wohnung gemacht, ein Päckchen bei der Post geholt, gewaschen und so Zeug –  und natürlich  Onkel und Nachbarn informiert, dass Mama im Krankenhaus ist. Und abends hatte ich dann Theater. Ich hatte ja echt den ganzen Tag null Bock zum Spielen, eben weil ich so erschöpft war. Und dann waren noch zwei Wochen Pause gewesen – und ich hatte null in den Text geschaut bisher.

Doch es war echt ne tolle Vorstellung – wir hatten ein super Publikum und waren natürlich alle hellwach und voller Esprit! 😀

Und beim Schlussapplaus sah ich im Publikum Mamas Vermieter mit seiner Lebensgefährtin .. Hey, da hab ich mich aber gefreut 😀 Wir sind noch ne Weile zu den beiden gesessen und haben geschwatzt. Und wir haben noch tolle Tipps von ihnen bekommen wegen Mama, denn bei der Mutter vom Vermieter lief es ganz ähnlich.

Im Anschluss sind wir noch schnell einkaufen gegangen. Hoch lebe REWE, der bis 24 Uhr offen hat – auch am Samstag!

Heute plane ich einen ruhigeren Tag – auf jeden Fall ein Spaziergang, hab gestern gesehen, wie schön schon die Blümchen rauskommen und da möchte ich etwas in der Natur auftanken. Und natürlich n Besuch bei Mama. Und mein Robbie ist auch schon durch das Schlafzimmer geflitzt. Ich nehme jede mechanische Hilfe beim Haushalt in Anspruch, die sich mir bietet 😉

Und ein bisschen muss ich runter kommen .. morgen geht es schon wieder ins Büro, der erste Termin ist um neun – und überhaupt drängeln sich auch schon wieder die dringenden Projekte… Nerv! Das macht mich ganz schön ängstlich, dieser Druck im Büro..

.. Kalorien zähle ich trotzdem! Da bin cih echt stolz drauf! Und auch wenn ich gestern mit 106% etwas im Plus war, bin ich sehr stolz auf mich. Ohne Aufschreiben hätte ich VIEL mehr gegessen … ich hab nämlich echt nur aufgehört, weil ich den Überblick behalten hab über die Kalorienzufuhr..

Hab übrigens gestern in der Post en paar Karten mitgenommen … diese hier finde ich gerade besonders passend ;D

wenn-dir-das-leben-einen-arschtritt-gibt

… und diese hoffnungsfrohe Karte hier mag ich auch sehr gern 😀

glueckliche-wendung

Letztlich ist das eh so meine Grunddenke:

Alles wird gut.
Irgendwie wird letztlich schon alles gut werden.. 😉

War die Woche schon schlimm, weil jeden Tag bis zu dreimal meine Mutter angerufen hat und gejammert, wie schlecht es ihr geht, steigerte es sich gestern auf 8 Telefonate ..

Und ich bin ja nicht die einzige, die sie anruft. Meine Schwester wird auch regelmässig von ihr behelligt, sonst alle möglichen Leute – sogar meine beste Freundin hat schon mal entsetzt bei mir angerufen, was mit meiner Mutter los ist – sie käme gerade heim und meine Mutter hätte mit ihrem Mann gesprochen, dass es ihr ganz schlecht ginge.
.. Nachfrage bei meiner Mutter: „Ich hab da nicht angerufen.“ Und auf meine Nachfrage: „Ja, aber wie kommen die dann da drauf?“ hin dann:“Keine Ahnung, mit wem ich alles telefoniert habe – mir geht es schlecht, ich hab nicht immer die richtige Nummer erwischt..“

Na, das ist ja alles sehr erquicklich..

Das ist auch eh die Standardantwort auf meine Fragen:

Lass mich in Ruhe – was weiss ich..

  • für was die Tabletten sind, die ich nehme
  • mit wem ich telefoniert hab
  • in welcher Reihenfolge das genau war, was ich da erzähle

.. mir geht es schlecht, ich weiss das nimmer.

Und wie soll ich dann bitte kapieren, um was es überhaupt geht, wenn die Dinge alle irgendwie und durcheinander und lückenhaft bei mir ankommen – manches wird dafür dauernd wiederholt .. und schuld sind immer die anderen!

  • Deine Schwester hat mir verboten, dass ich noch ne Tablette nehme
  • Die Krankenschwester hat gesagt ich muss die und die Tablette nehmen
  • Ich bin herumgelaufen (obwohl sie ne schmerzende Hüfte hat) und dachte, das ist doch toll .. jetzt hab ich Schweineschmerzen und der Notarzt hat gesagt, ich hätte mich schonen sollen .. das hat mir doch keiner gesagt, woher soll ich das dann wissen?
  • Mein Arzt verarscht mich.
  • Die im Haus verarschen mich.
  • Deine Schwester erpresst mich, das und das zu tun..

Und jeder ist nur noch genervt von den dauernden Anrufen:

Telefon klingelt. Man hebt ab. Ersterbende Stimme an der anderen Seite.„Mir geht’s ganz arg schlecht. Meine Werte sind *irgendwelche Blutwerte werden stakkatomässig runtergerasselt* Was machen wir jetzt?“

.. und egal, egal, was Du sagst:“Ne, das geht nicht, ne, das hilft nicht, ne, das bringt nichts, weil…“

*seufz*

Grad hat sie wieder angerufen .. das dritte Mal heute (es ist ein Uhr mittags): Ihr geht es GANZ schlecht. Ihr ist übel. Sie hat vorhin ne Schmerztablette genommen … auf meinen „Befehl“ hin im letzten Telefonat vor 30 Minuten. Was soll sie jetzt tun? Soll sie noch ne Tablette nehmen? Und das alles hilft nichts! … und sie hat jetzt langsam den Verdacht, die Schmerzen kommen von der Hüfte..

Da bin ich fast vom Glauben abgefallen!

Natürlich kommen die scheiss Schmerzen von der Hüfte, davon redet sie doch dauernd, dass die weh tut! Und jetzt ist es die neuste Erkenntnis!

… wir werden langsam alle irre .. ich, meine Schwester, ihr Freund (der schon nimmer ans Telefon geht, wenn er Mamas Nummer sieht), der Notarzt, der Hausarzt .. vermutlich noch mehr Leute, von denen ich nichts weiss.

Sogar (und jetzt kommt’s!) Schnüggel sagte vorhin, dass ihm Mama langsam auf den Zeiger geht .. und DAS will echt was heissen!

Schnüggels Name findet man im Duden neben dem Stichwort Geduld!

Heute Abend gab es was Besonderes:
Unser aktuelles Stück wurde aufgenommen und geschnitten und ne DVD gemacht – und wir haben es heute alle zusammen als Premiere angeschaut!
Ist echt cool, das Stück, in dem Du mitspielst mal selbst von unten als Zuschauer zu sehen. Plötzlich weißt Du, warum Du hinter der Bühne nichts hörst und was da passiert, während Du hinten denkst:„Was macht/machen die da vorne so lang??“ Und Du siehst Dich selbst. Und das ganz anders als auf einem Bild oder im Spiegel! Da bist Du komplett und in Ganzkörper in Bewegung und nicht nur gespiegelt in irgendwelchen Teilen. Wobei ich ja eh kaum in den Spiegel gucke. Ich wundere mich immer, wenn ich bemerke, dass ich schon wieder aus dem Haus gegangen bin und gar nicht richtig in den Spiegel geguckt habe.

Naja .. der Abend war auf jeden Fall sehr cool!

Es hat superviel Spass gemacht, das Stück zu gucken – obwohl ich ja schon mitsprechen kann (und zwar alle Rollen), war es ein ganz, ganz anderes Erleben, als wenn ich selbst auf oder hinter der Bühne steh.

Eingeprägt haben sich mir zwei Dinge:

  1. Wir sind einfach eine super Truppe! Echt jeder verkörpert seine Rolle einfach nur klasse! Ich bin fasziniert von der Mimik, die rüberkommt und überhaupt dem Ganzen… ja, und auch von meiner Bühnenwirkung und meinem Spiel war ich echt angetan! Auch wenn das jetzt nach Eigenlob klingt: Es ist es ja auch wichtig, dass ich mal meine eigene Leistung anerkenne. Und meine Rolle ist wirklich nicht so schlecht, wie ich dachte … und – sorry, haltet Euch die Nase zu! – meine Figur kommt echt lebendig und bezaubernd rüber 😀
  2. Wahnsinn, wie fett ich bin! Und dabei hab ich schon die Hose enger genäht für die Bühne!!! Ich war fast 15 kg schwerer! Das kann ich überhaupt nicht glauben, denn diese Barbarella, die da über die Bühne tobte, DER sah man den BMI von 32 WIRKLICH, WIRKLICH an! Und ehrlich: Das hab ich nie SO auf Bildern wahrgenommen oder vor dem Spiegel. Schon dick – ja … auch fett – ja …  aber irgendwie hat das Hirn schon immer weich gespült, was es da an Bildern übermittelt bekam..

Ja, auch heute hab ich Kalorien gezählt und nahezu problemlos knapp 600 kcal gespart.. Also hab ich bereits 1200 kcal von meinem Kalorienkredit abbezahlt.

Weiter so!

Denn das, was ich da gesehen hab .. echt: Das soll bis Ende der Spielsaison anders aussehen. GANZ anders.

Ich hab übrigens auch Schnüggel gleich mal per WhatsApp gefragt,wie er das (also mich mit 15 kg mehr) ertragen hat. Er meinte: „Ich hab den Mensch in dem Körper gesehen.“

… das ist Schnüggel. Das hat mich wirklich gerührt.

Einerseits.

Doch vielleicht wäre es ja auch andererseits gut gewesen, wenn er mal gesagt hätte:„Stopp .. so geht es nicht weiter! Was tust Du da? Lass doch mal dem Menschen in dem Körper da ein bisschen mehr Platz, der wird völlig erdrückt!“

Es ist Valentinstag .. wie schön. ❤

.. schade nur, dass das eigentlich völlig wurscht ist.

Schnüggel ist 200 km entfernt – und vermutlich sehen wir uns nicht mal nächstes Wochenende.

Und überhaupt:

Alles doof. 😦

Hab immer noch die Schnauze voll. Körperlich und im übertragenen Sinne. Irgendwie nimmt das Chaos im Büro kein Ende. Ich weiß nicht, wie ich das auf eine Linie bringen soll. Es entmutigt mich, die ganzen Berge von Zeug, die da vor mir liegen..

Mut.

Da hab ich doch gerade was bei der Draufgängerin zu gelesen..

Mein Reptiliengehirn scheint zur Zeit auf „tot stellen“ zu setzen. Oder bestenfalls flüchten.

Obwohl .. daheim, da hab ich angegriffen. Heute war der Typ zum Heizung ablesen da. Ist ja immer ein Stressfaktor für mich. Doch dieses Mal ging es ganz gut. Hab schon etwas vorgearbeitet mit der Magischen Küchenspüle, die wunderbarerweise gerade seit letzter Woche ein vierzehntägiges Schnupperkürsle hat. Und dann noch mein wunderbarer Saugroboter! … ach, ich liebe meinen Robby 😀 Er hat mich gut unterstützt und brav in den Räumen rumgesaugt, in denen ich ihn ausgesetzt hab. Heute Nacht hab ich wohl wie eine Mutter mit Baby geschlafen: Ich im Schlafzimmer – Robby saugt im Wohnzimmer rum. Ich hab also ein leises Fahren und Pochen im Hintergrund, immer wenn Robby auf ein Hindernis trifft und umdreht. Irgendwann mal fällt mir auf: Da hört man nichts mehr. Vielleicht die Batterie aus. Aber dann piepst er doch? Ich bin dann mal aufgestanden, als ich aufs Klo mußte und hab geschaut wo er ist. Er war nirgends sichtbar! Robby?! Ah! Er hat an den Schnüren der Kissen von den Balkonstühlen gesaugtm die an der Wand gelehnt hatten – diese sind rachlüsternd auf ihn drauf gefallen und haben Robby somit gefangen! Ich befreite ihn also wieder und stellte die Kissen hoch außer Reichweite, der Akku von Robby war noch nicht leer und somit saugte er wieder eifrig los, nachdem er von Kissen und Schnur befreit war. Braves Kerlchen 🙂 Ich wieder ins Bett. Im Hintergrund leise Fahr- und Pochgeräusche. Irgendwann wach ich wieder auf: Im Wohnzimmer piepst es. Robby hat nen leeren Akku. Klar, ich kann ihn piepsen lassen .. aber ich kann ihn auch ausmachen. Also aufgestanden und Robby an den Strom angesteckt. Am nächsten Morgen war er dann voll. Und durfte somit gleich wieder ein biß´chen nachsaugen auf ner abgesperrten Fläche, während ich unter die Dusche bin. Vorher noch den Filter geleert: Wow, der Junge hat ganz schön was gerissen – echt jetzt 🙂

Bin schon fast verliebt in meinen Robby.

… hm .. dann kann ich den Valentinstag ja DOCH mit einem Herzbuben verbringen! *laach*

 

Hab heute eine Ankündigung im Mailfach gehabt:

matapaloz

MATAPALOZ – Das Onkelz-Festival

… ja cool!

Hab mal Schnüggel gefragt, ob er da mit will. Ich meine: Slayer! Ich weiß, dass er auf die scharf sein wird! Und er hat tatsächlich sofort (!) gesagt, da will er hin!

Hat mich ja beinahe echt überrascht. Im Grunde kann ich mir nichts Unpassenderes vorstellen, als meinen pingeligen Schnüggel beim Zelten bei nem Festival… Der Schnüggel, der schon Angst hat, auf Gomera zu verhungern, will im Zelt hausen mit Gemeinschaftsdusche und Dixieklo? Hmmm … oder will er etwa ins Hotel?

Naja – auf jeden Fall wäre das ja mal wirklich spannend, vielleicht erlebe ich meinen Schnüggel von ner ganz neuen Seite?! 😀 Ich hoffe, wir bekommen Karten!!!

Mir ist natürlich die Playlist völlig schnurz (wie wahrscheinlich 90% 98% der anderen Besucher auch) – Hauptsache:

Oooonkääääälz 😀

Süßer die Glocken nie kliiiingen …

Ja, diese Weihnachten wurde wieder bei mir gefeiert. Da ich irgendwie noch ziemlich viel räumen hatte und so, beauftragte ich meine Schwester mit dem Kartoffelsalat machen. Mama nöhlte natürlich rum, dass man doch nicht unbedingt nen Kartoffelsalat selbst machen muß und dass man doch einen kaufen kann – doch wir Geschwister waren uns einig:

DOCH, man (also wir) MUSS einen Kartoffelsalat selbst machen!

So!

Außerdem sollte ein Baum her. Somit sind Schnüggel und ich am 23. Dezember losgezogen und haben einen Baum gekauft. Also ich dachte so, der Baum ist etwas groß – Schnüggel (Löwe halt!) meinte jedoch, der sei auch nicht größer als der letztes Jahr (der auch schon groß war) und ich suchte dann einen hübschen aus. 60 Ocken .. Wow! Aber: Wuunderschön! 🙂

Schnüggel verstaut den Baum also in den Kofferraum, während ich beim Verkäufer noch ein paar Tannenzweige abstaube. So zum Schmücken und so.. Vor dem Haus dann seh ich den Baum zum ersten Mal bewußt – also auch den Stammdurchmesser und mir kriecht die Panik hoch: „Schnüggel! Der Durchmesser ist ja rießig! Den bekommen wir NIE in den Ständer!!!“ Schnüggel so ganz cool: „Ach – letztes Jahr haben wir den auch ein bißchen kleiner machen müssen .. das passt schon.“ Ich denk so: „Wie soll der rießige Baum denn in dem kleinen Ständer halten?!?“ Denn nach meiner Einschätzung ist mein Ständer ca. die Hälfte des aktuellen Baumdurchmessers. Ich schlage vor, man könnte doch mal zurück und den Baum anspitzen lassen – doch Schnüggel hat keinen Bock, den Baum wieder ins Auto zu hieven. Also hievt er ihn lieber die Treppe hoch. Und ist dann ziemlich im Arsch – und die Hose total dreckig. Und er stellt fest, dass er keine Ersatzhose hat. Doch ich hab ja ne Waschmaschine und wir noch ne Nacht zu Heilig Abend Zeit, beruhige ich ihn. Also keiiin Problem, Meister!

Nun ja – wie auch immer. Jetzt, wo der Baum da an meinem Balkongeländer lehnt, hab ich die leise Vermutung, dass mein bißchen Baumschmuck auf diesem Riesenbaum wahrlich albern aussehen wird! Ich rufe also meiner Schwester an, sie solle doch bitte den Baumschmuck bei Mama aus der Dachluke rauskramen – damit wir den nachher mal mitnehmen können (wir waren nämlich für den späten Nachmittag zum Kaffee beim Onkel eingeladen).

Okay. 24. Dezember.

Bei mir lagert inzwischen die Kiste mit Schmuck von Mama und meine eigene ist auch aus dem Keller geholt. Die Kartoffeln nebst allem, was man zum Salat machen braucht, sind bei meiner Schwester und ich packe den Christbaumständer aus meiner Kiste. Gott sei Dank – der hat ja nen wesentlich größeren Durchmesser, als ich dachte. So war mein Gedanke. Schnüggel jedoch bekommt nen Schreck: Der Ständer ist ja wesentlich kleiner, als er dachte! Er holt also die Stichsäge aus dem Keller und geht auf dem Balkon dran, den Stamm zu verschlanken. Ich stelle inzwischen fest, dass ich das Baguettebrot vergessen hab und rufe, dass ich dann mal einkaufen geh. Prima Idee .. am 24. Dezember Mittags um kurz nach zwei einkaufen zu wollen! Naivchen Barbarella mal wieder!

Ich stelle fest: Die ganzen Läden haben zu!

Okay, ich hab dann an der Tankstelle noch Baguette bekommen – muß es halt ohne Kräuterbutter gehen oder ich mixe die selbst. Ich hab Butter und (Salat)Kräuter. Wird schon irgendwie werden.. Inzwischen ist es halb drei durch und wir (= einer von uns) wollten Mutter und Schwester um drei abholen. Ich geh hoch in die Wohnung, keiner da. Schnüggel sägt immer noch auf dem Balkon am Baum rum! Immer noch?! Ich fasse es nicht! Aber gut .. er hat echt ziemlich viel abmachen müssen und ich bekomme langsam wieder Zweifel, ob der Ständer den Baum überhaupt hält.. Normal hätte Schnüggel ja meine Familie geholt – doch ich sag dann, dass ich mal losfahre, ob das okay sei. Er meint: „Klar – am besten fahrt ihr gaaanz langsam und nen Umweg, damit ich fertig werde..“

Witzbold. Das Vorbereiten des Baumes gehört zum Fest dazu, beruhige ich ihn – es braucht nciht alles fertig sein, wenn wir wieder kommen!

Ich also los … schau vorher nochmal flott bei ihm auf dem Balkon vorbei und frag, ob ich den Staubsauger (der dekorativ im Flur rumliegt) weg räumen soll .. Schnüggel so: neee – er wöllte noch saugen dann wenn der Baum steht. – er räumt ihn dann danach weg. Okay.

Ich also ab zu Mutter und Schwester, alle nebst Kartoffelsalat ins Auto und wieder heim zu mir. Ich schließe daheim die Tür auf – liegt der Staubsauger immer noch unverändert im Flur und mein erster spontaner Gedanke: „Den wollte er doch weg räumen? Sägt der etwa noch imemr am Baum rum? Nach einundhalb Stunden ist der Lahmarsch immer noch nicht fertig damit?!“ Ein leichter Anfall von Genervtheit ob der Langsamkeit meines Schnüggels beschleicht mich…

Ich gucke ins Wohnzimmer, steht Schnüggel auf dem Balkon und klopft an die Scheibe.

So ein Depp .. was soll das denn?!

Ich gucke irritiert und seh: Die Balkontür ist abgeschlossen.

Wie hat er das denn geschafft, auf dem Balkon zu stehen, während die Tür abgeschlo… oh NEIN!!!

Schnell befreie ich Schnüggel vom Balkon!

.. und entschuldige mich tausendmal, dass ich ihn ausgesperrt hab.

Er nimmt es gelassen, ist null sauer – hatte schon selbst gemerkt, dass das keine Absicht war von mir – und abgesehen davon hat er eh die ersten 25 Minuten gar nicht gemerkt, dass er ausgesperrt war, weil er noch rumgesägt hat. Und gut, dass er Zigaretten und Smartphone mit auf dem Balkon hatte. Ich bin zwar nicht ans Smartphone gegangen auf seinen Anruf oder seine Nachricht hin – doch er hatte zumindest WLAN und konnte spielen.. 😉

Meine Schwester natürlich macht gleich Witze: „Ja, ja – Du hattest wohl Angst, er macht Dir auf den Teppich, während Du weg bist – deswegen hast Du ihn auf den Balkon gesperrt!“

Hahahaa .. Riesenshow! Alle finden es sehr lustig  – inklusive Schnüggel .. und auch Mama, als sie ein paar Stunden später dann auch mal mitbekommt, dass Schnüggel von mir auf dem Balkon ausgesperrt wurde.

Das Ganze wird also wohl als „Das Weihnachten, an dem ich meinen Freund auf den Balkon sperrte“ in die Familiegeschichte eingehen..

Übrigens: Der Baum passte dann in den Ständer. Und er ist tatsächlich ne n Kranz größer als der vom Vorjahr – leider passte er deswegen nicht in die Ecke, wie geplant – sondern mußte weiter raus. Und ist mit den Kugeln von Mama und mit geschmückt und drei (!!) Lichterketten (und könnte locker noch eine vertragen). Und er ist einfach nur wunder-wunderschön! 🙂

.. wie das ganze Weihnachten!

Der Kartoffelsalat meiner Schwester war superlecker, das Schmücken des Baumes ein tolles Nachmittagsprogramm und überhaupt das ganze Weihnachten sehr, sehr schön 🙂

Frohes Fest – und immer schön schauen, ob die Tür noch offen ist, bevor ihr die Wohnung verlasst und euren Freund auf dem Balkon zurücklasst 😉

Also eigentlich war es ja eh schon klar, aber seit vorgestern ist es nun definitiv mit Brief und Siegel und drum und dran, dass mein Chef geht.

Irgendwie kann ich das immer noch nicht so ganz glauben. Bin ja ziemlich gut im Verdrängen und zur Seite schieben..

Wie das dann wird – und ob ich selbst in sein Zimmer einziehe … das ist alles Unvorstellbar für mich.

Andersrum:

Hätte man mir letztes Jahr gesagt, dass ich dieses Jahr in Indien UND Kalifornien sein werde, hätte ich auch nur ungläubig gelächelt. Obwohl ich grad gestern eine Mail vom November letztes Jahr gefunden hab, in der ich bereits geschrieben hab, dass ich vor habe, im kommenden März (also 2016) nach Indien zu fahren.. Da ging es um ne Jahresgruppe, an der ich überlegte, teilzunehmen. Doch ich fand es unmöglich, dass ich mich anmelden und verpflichten soll (immerhin fast 200 Euro im Monat!!) und dann nicht mal bei der Anmeldung die Termine gesagt bekomme .. weil es vorgesehen sei, die in der Gruppe beim ersten Mal treffen dann abzustimmen.

Hallo?!

Geht ja gar nicht! Das ist für mich unprofessionell.

Naja .. wie auch immer..

Ich hab einiges dieses Jahr gemacht, was eher nicht für mich vorstellbar war, dass ich es umsetze.

.. genau genommen, ist für mich das eh immer ne schwere Vorstellung – abseits von Alltäglichem.

Oder?!

Muß ich mich mal hinterfragen, denn mir taucht gerade ein Bild meines Stellplatznachbarn auf, mit dem ich diese Woche abends kurz geplauscht hab und er dann sagt:„Du machst wohl ziemlich viel, hm?“

.. ja, glaub schon. Find ich aber irgendwie normal. Bin ich nicht in Bewegung, hab ich nen Absturz. Seelisch und energetisch. Also halte ich mich am Laufen. Ist doch irgendwie logisch. Wer bitte will denn auf die Frage:“Und, was machst Du heute Abend?“ antworten:“Wahrscheinlich auf der Couch liegen und heulen, weil ich so ein scheiß Leben hab und einsam bin! Aber vielleicht dröhn ich mich auch nur mit Fernsehen zu, um es nicht zu spüren.“?? Ist es dann nicht besser, eben doch zum Sport zu gehen, zur Theaterprobe, Prospekte fürs Theater auszuteilen, ne Veranstaltung für den Stadtbezirk zu organisieren, zur Massage zu gehen, einzukaufen (Lebensmittel! Nicht hier Klamottenkaufrausch oder sowas. Das hasse ich: Klamotten oder Schuhe kaufen. Ätzend!), bei der Ferienbetreuung für Kinder mitzuwirken, sich im Internet mit nem Onlinespiel zu beschäftigen (suuuperwichtig, jeden Tag die Pferde zu versorgen!!), zu überlegen, beim Weihnachtschor mitzumachen (ja, bis jetzt nur ne Überlegung.. noch kein fester Plan. Selbst ich mache langsam Abstriche) – ach! Und nicht zu vergessen: Der Mikrozensus, der mir auch jeden Menge Zeit raubt .. und immer mehr nervt. Raus gefallen sind hier schon das Erzählen von Märchen, was ich früher regelmäßig ehrenamtlich machte und so sehr mit Pflanzen und Natur hab ich mich in der letzten Zeit auch nicht beschäftigt.

.. ist trotzdem ne Liste.

Andersrum: Hallo?! Irgendwas muß ich doch machen! Oder?

Mir fällt gerade eine frühere Freundin ein, die sehr engagiert im Tierschutz war und wenn sie gefragt wurde:„Wie schaffst Du es, so viel zu machen?“ antwortete sie:„Wie schaffst DU es so WENIG zu machen?“ – okay, das bezieht sich jetzt wohl mehr auf den Tierschutz, als „nur“ auf Aktivität. Aber auch.

Ich frag mich manchmal, wie Schnüggel es schafft, so irgendwie gar nichts zu machen .. zumindest nach meinem Gefühl. Er ist froh mit sich und seinem (langweiligen) Leben – und die Abwechslung bring ich. Gut, er pfuscht mir da auch nicht rein (vermutlich wären wir sonst schon lang nicht mehr zusammen) und irgendwie kommt er ja mit meinem vorgesehenen Programm am Wochenende meist gut zurecht und macht geduldig mit, doch was sagt es über mich aus, wenn ich mich schon so lang an einen Mann gebunden hab, der zwar wirklich herzensgut und einfach ein lieber Mensch ist .. aber eigentlich langweilig und ne ganz andere Gangart hat im Leben?

.. eigentlich gefällt mir selbst nicht, was ich da schreib.

Aber löschen kann und mag ich es auch nicht. Sonst sind wir wieder am Anfang – beim Verdrängen und zur Seite schieben.

… und wo bin ich jetzt wieder mit dem Geschreibsel gelandet?!

Eigentlich wollte ich mich mit dem Gedanken beschäftigen, wie ich in der Chefposition bin und meine gemischten Gefühle dazu..

Passt jetzt irgendwie gar nimmer für mich. Das Schreiben – nicht der Job! 😉

 

 

 

Stehe unter Fremdstress.

.. was das ist?

Naja, zum Beispiel, wenn man mit der einen Kollegin ausmacht, man besucht die andere Kollegin, weil die ein Kind bekommen hat. Und man fährt zusammen hin, weil diese Kollegin geschätzt 150 km entfernt wohnt.

So weit, so gut.

Wenn die Kollegin dann aber zu Dir sagt:„Also ich komm am Sonntag dann zu Dir..“ bricht so ein mittlerer Anfall von Stress bei mir aus. Insbesondere, wenn ich dann versuche, es umzulenken und lässig erwidere:„Ach, wir holen Dich einfach am Bahnhof ab, das liegt ja eh am Weg und wir können schneller los. Du brauchst wirklich nicht extra bis zu mir laufen..“ und dann die Antwort bekomme:„Nee, nee – ich möchte doch gern wissen, wie Du so wohnst.“

Da genügt dann nicht mehr der Ausdruck „Stressanfall“ (egal, welche Stärke) für mein Gefühlsleben, dafür gibt es nur noch einen Ausdruck: Blankes Entsetzen!

Wie ich wohne, willst Du wissen?! .. in einem erstklassigen Chaos!

Die Messie-Experten hätten gut ne Beschäftigung bei mir! Echt!

Ich dann so mit unterdrückter Panik:„Ach weißt Du, das ist nicht soo ne tolle Idee .. bei mir ist es schon etwas chaotisch, also …“ und meine Kollegin meint dann ganz selbstverständlich:„Ach was .. Du brauchst auch wegen mir nicht extra aufräumen!“

Ähm .. DOCH, Mädel! Das ist WIRKLICH notwendig! *Panikanfall*

Die Leute sagen sowas immer so lässig .. vor allem, ohne meine Wohnung zu kennen. Wie können die dann sowas sagen, bitte?!

Eigentlich möchte ich sie am liebsten nicht reinlassen, meine Kollegin. Obwohl ich sie echt gern mag. Aber echt jetzt: Ich bin nicht der Typ, der Leute, die an der Tür klingeln, herein bittet! Wäre ich gern. Kann ich aber nicht machen. Weil: Was mach ich denn dann mit den Leuten?!

Ohne Ankündigung gibt es bei mir keinen Sitzplatz auf der Couch. Und das ist durchaus wörtlich gemeint: Die Couch ist nämlich normalerweise zu voll mit Kram!

Meine Kollegin hatte natürlich keinen Schimmer, was sie da ausgelöst hatte bei mir und für mich.

Und galant abwimmeln ließ sie sich nicht.

Seufz. Ich ergebe mich also in mein Schicksal.

Ordentlich werde ich es nicht hinbekommen, das ist klar .. doch ich strebe an, es immerhin begehbar zu machen.

Also ist heute Großkampftag. Hab auch Mama zum Helfen her gebeten. Ja, ein paar wenige Menschen dürfen meine Wohnung sogar spontan betreten: Schnüggel, Mama, meine Schwester. Zwei meiner Freundinnen bisher auch und ein Freund, der mal helfen wollte beim aufräumen – die alle stehen  jedoch nicht „plötzlich“ vor der Tür, also kann ich es dann halbwegs ordentlich machen und die wissen auch Bescheid, dass ich ein Ordnungsproblem hab. Deswegen konnte ich auch neben Schnüggels noch Mamas Hilfe heute gut brauchen. Ich hasse es ja heiß und innig, mich mit Wäsche zu beschäftigen, nachdem sie gewaschen ist und trocken. Bügeln .. okay, geht noch einigermaßen. Was gar nicht geht: Zusammenlegen. Und was noch weniger geht: Das Zeug in den Schrank räumen. Also ist es für mich schon eine riesige Entlastung, wenn sie mir „nur“ die Wäsche zusammenlegt. Jetzt liegt die ganze gebügelte und zusammengelegte Wäsche bei mir auf dem Bett. Ich lasse sie immer auf dem Bett liegen. Und erst, wenn ich ins Bett will, kann ich mich überwinden, das Zeug weg zu räumen. Meistens .. hatte auch schon Zeiten, da wurde es irgendwo hin gelegt. Und manchmal dann erst nach nem halben Jahr wieder gefunden, weil irgendwann irgendwas anderes drauf gelegt wurde..

Aber heute nicht. Heute hab ich einen Anlass zum Ein- und Aufräumen.

Hab auch meinen kompletten Schrank in der Küche von glutenhaltigen Lebensmitteln entmistet. Man sollte meinen, ich hätte kaum noch was – wo ich doch seit Jahren auf Gluten achte(n soll). Naja, zumindest achte ich seit ca. drei Monaten wirklich streng drauf. Vorher größtenteils.

Hab aber tatsächlich mindestens 30 Dinge entsorgt. Teils in den Müll, teils Mama mitgegeben.

Schnüggel meinte ja vorhin, er hätte erst mal gedacht, warum ich denn jetzt DAS mache .. wo es doch wichtigeres zu tun gäbe, damit es ordentlicher aussieht.

.. letztlich war das aber genau das Richtige. Nun kann ich nämlich den ganzen Krempel, der draußen in der Küche rumsteht und bisher nicht in die Schränke passte, einräumen! Hurra!

Ich fühle mich echt befreit!

.. auch wenn ich noch einiges vergessen hab, wie mir gerade einfällt: Im Tiefkühlfach ist auch noch Zeug.

Naja .. egal.

Bei meiner Büro-Rumpelkammer wird die Besichtigung zwar wirklich wohl nicht mehr als ein kurzes „Und hier ist mein Büro“ mit kurz Tür auf, Tür zu werden .. doch wenn ich jetzt noch das Bad putze, die Küche putze und aufräume, das Wohnzimmer aufräume und das Schlafzimmer auch – und natürlich den Flur .. DANN, ja dann kann meine Kollegin gern kommen. In gewisser Weise kennt sie ja mein Büro auch und kann sich denken, dass ich nicht sooo die personifizierte Ordnung werde..

Trotz allem: Ich fürchte, es wird ne kurze Nacht. Doch ich hab Hoffnung für die Wohnung 😉

Vielleicht, ja vielleicht sollte ich meiner Kollegin sogar dankbar sein für den Aufräumanstoß. So hat diese Art „Deadline“ zum Aufräumen auch noch was Positives 😀

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