Den Wecker hab ich heute früh schon gehört – und auch, wie die Leute zum Frühsport gingen. Den freundlichen Herrn hab ich zum Beispiel am Gehstock erkannt, als er an meinem Zimmer vorbei ging und zum Fahrstuhl. Aus dem Bett geschafft hab ich es leider nicht. Auch nicht um acht zum Frühstück. Nur ganz knapp dann um 8:30 zum ersten Termin. Es gab wieder ne Infusion. Danach zum Frühstück – und wieder hatte ich dieses wunderbare „Buffet-Gefühl“. Da bei mir am Tisch nichts mehr los war (kein Wunder, so spät wie ich dran war) und auch beim freundlichen Herrn keiner am Tisch sass, haben wir uns einfach zusammen gesetzt. Er ist einfach herzig! Und so hatten wir dann auch n interessantes Gespräch. Leider nicht sehr ausführlich, denn ich hatte nur ne knappe halbe Stunde Zeit zum Essen, dann war schon wieder der nächste Termin. Eine Massage bei der tollen Therapeutin und heute liess ich mir den Nacken durchkneten. Die ist einfach auch witzig – hat echt teilweise nen trockenen Humor, die Gute. Ich mag sie gern.

Bis zum Mittag war ich einfach in meinem Zimmer. Bürstenmassage und Co .. halt das volle Programm – mit etwas Getrödel dazu, geb ich ja zu. Bin irgendwie immer noch gedrückt und frustriert – zumindest, wenn ich allein bin. Irgendwie weiss ich nichts mit mir anzufangen – und fühle mich doch dauernd gedrängt, was ich machen sollte. Ich fürchte, das wird nächste Woche noch schlimmer, da ist ja dann die letzte Woche. Oh mein Gott! .. Panik!

Naja – für mich war aber erst mal Mittagessen. Sooo lecker! Es gab Hühnchen, Kartoffeln und Gemüsestreifen, also so spaghettimässig.. Hab leider etwas hektiken müssen am Ende, weil der freundliche Herr für 13 Uhr zu seiner „heitern musikalischen Improvisation“ geladen hatte. Und das war echt soo schön! Es war echt ein Genuss, zuzuhören. Er hatte sich tolle Sachen ausgedacht und wunderbar berührend musikalisch umgesetzt. Alle waren begeistert und wir fragten nach einer Zugabe, die es auch tatsächlich gab.. Soo schön! Ich hab auch noch n Foto mit ihm zusammen gemacht und er hat sich richtig gefreut. Und ich hab mich dann auch richtig gefreut, als er kurz darauf fragte, ob er vielleicht meine Adresse haben kann, damit er mir mal schreiben kann. Oh wie schön! Und dann brachte er mir einen Umschlag, in dem eine sehr berührende Geschichte war und einige seiner Karten. Es gab fünf leere Karten und auf einer hatte er mir noch gedankt. Da ist mir echt das Herz übergelaufen vor Freude.

Dann bin ich noch n bisschen aufs Zimmer denn eigentlich wollte ich noch ne WEile raus. Wetter war ja nicht so schlecht. Also zumindest kein Regen.. Doch irgendwie schaffte ich es nicht raus. Hat der Phlegma zugeschlagen irgendwie.. Hab bloss blöd fern geguckt.. Als ich mich so halbwegs aufraffen hätte können, war es knapp vor der nächsten Anwendung – also erst mal wieder rein in die Trainingshose, denn ich hatte mich für das Mittagskonzert extra etwas schöner gestylt.

Die Organbehandlung war wieder echt super – und ich bin immer noch verwundert über meinen niedrigen Blutdruck. Also dass ich mal Tabletten genommen hab wegen zu hohem Blutdruck, ist echt grad unglaublich..

Hinterher im Zimmer hab ich dann bei Mama angerufen – meine Schwester hatte schon am Vormittag ne beunruhigende Nachricht geschickt. Vielleicht war ich ja auch deswegen den ganzen Tag ein wenig gedrückt gewesen.. ?? Naja – Mama hörte sich nicht so gut an. Nicht ganz schlecht, aber schon auch nicht grad gut. Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass so eine Darmsanierungskur für sie SUPERwichtig wäre.. Ich weiss nicht, wie ich das anleiern soll. Denn ganz klar: Ohne Betreuung kann sie nicht in diese Klinik. Da ist sie viel zu unselbständig. Letztlich ist hier nicht genug Betreuung, klar – ist hier ja kein Pflegeheim.

Naja, ich hatte dann vor, am Abend zu so einem Meditationsabend zu gehen. Der begann um 19 Uhr – doch wir hatten so nette Gespräche am Tisch, dass ich mich nicht so richtig loseisen konnte. Vielleicht hab ich mich auch nicht weg getraut .. ich weiss auch nicht. Auf jeden Fall fuhr mich meine Tischnachbarn (die noch in die Sauna in ihr Fitnessstudio wollte) dann zu dem Meditationsabend hin, trotzdem war ich erst um 19:15 Uhr da – und es war abgesperrt. Eigentlich logisch, dass man nicht irgendwann in die Meditation reinplatzen kann..

Ich ging dann frustriert zurück zur Klinik.. Naja, so hab ich zumindest noch ein paar Schritte Bewegung gehabt..

.. und dann konnte ich ja immerhin Thor – das dunkle Königreich im Fernsehen schauen..

Ich setzte mich also im Gemeinschaftsraum an den Flügel und klimperte ein bisschen rum .. ich kann ja nicht spielen, nur so rumklimpern. Kann nur ein bisschen Flohwalzer – und ansonsten klimperte ich noch Fuchs, Du hast die Gans gestohlen, probierte mich an Heidi und Nun danket alle Gott.. Machte echt Spass – und zum Glück sind die Gästezimmer ja so weit weg, dass das keiner hört.

.. und Thor war auch schön 😉

Advertisements

Hab es wieder mit Ach und Krach zum Frühsport geschafft. Ja, ich gähnte dabei so viel, dass manch einer der Mitsportler wahrscheinlich denkt, ich fall gleich um und schlafe ein 😉

Aber gut – auch heute hatte ich gleich um acht den ersten Anwendungstermin. Also ist es schon okay, ein halbes Stündchen früher aufzustehen. Lohnt sich. Doch mir fuhr es irgendwie schon im Bauch rum beim Sport. Somit schlug mir die Therapeutin vor, wieder eine Fusseflexzonenmassage zu machen.  War mir grad recht. Und tat auch echt gut. Bisschen flau ging ich dann zum Frühstück. Ein Festmahl!! 😀 Ab heute gibt es „normale Kost“ und somit gab es nicht nur die Suppe, Honig und die glutenfreien Mayr-Brötchen zum Frühstück, sondern auch erstmal eine halbe Banane und wieder Butter und Frischkäse. Ich kam mir vor, wie am Buffet, es erschien mir unheimlich viel Zeug, was da um meinen Platz rum für mich bereit stand. Es war auch echt soo lecker..

Nach dem Frühstück ging ich noch zu einer Therapeutin und erkundigte mich über Ohrenkerzen. Das hatte ich nämlich bei jemand anders auf dem Plan gesehen.. Hört sich gut an und ich wollte das schon lang mal ausprobieren. Also machten wir einen Termin für den Nachmittag aus. Sehr cool..

Die Zeit zur nächsten Anwendung um halb zehn war echt schnell vorbei und nach der Anwendung verzog ich mich noch ein bisschen auf mein Zimmer. War immer noch  müde, doch eine Nachricht meiner Schwester, ob ich schon mit meiner Chefin wegen der Verlängerung gesprochen hatte, rüttelte mich auf, dass ich doch nochmal im Büro anrief.. Hatte zwar Montag und Dienstag schon mal versucht, doch hab sie nie erreicht. Heute war sie da. Und sie klang freundlich wie immer. Und ich war so erleichtert, dass sie die Nachricht meiner Verlängerung gelassen aufnahm. Ja, okay, sie hatte es eh schon gewusst. Trotzdem tat es gut, es ihr persönlich gesagt zu haben. Ich spürte nach dem Telefonat, wie erleichtert ich war. Ich kann mit einem ganz anderen Gefühl die restliche Kur angehen. Hab sogar vor Erleichterung ein bisschen heulen müssen, als ich es später einer Mitpatientin erzählte. Im Anschluss verkrümmelte ich mich ein bisschen an den Rechner, denn mit der etwas eigenen Therapeutin war ich bei der gestrigen Massage auf Mäuse gekommen und ich hatte gesagt, ich werde ihr mal das Gedicht von der Weihnachtsmaus geben. Ich finde das soo schön! Somit suchte ich das Gedicht im Netz und fertigte ein Worddokument davon an, inklusive einem Bildchen mit einer niedlichen Weihnachtsmaus. Dadurch war ich zwar einen Ticken zu spät beim Mittag, aber ich wollte es gern fertig machen.

Oh ja – Mittagessen! Auch hier bekam ich die normale Kost und somit stand dann ein leckerer Gemüseteller vor mir. Mit Kartoffelgratin, Spinat, Schwarzwurzel und Chicorée. Eigentlich bis auf das Kartoffelgratin alles nicht ganz so meine Favoriten – doch es schmeckte einfach super! Und ich kaute wirklich brav 20 – 40 mal pro Bissen. Ich ass so langsam, dass meine Tischkollegin, die erst ne Viertelstunde nach mir kam, vor mir fertig war. Und ich ass alles.

Das war ne blöde Idee! Vor lauter Kauen hatte ich gar nicht gemerkt, dass ich mich gnadenlos überfressen hab! Im Zimmer schief ich somit mit spannendem Bauch in meinem Sessel ein. Ich wäre am liebsten einfach sitzengeblieben, doch um halb drei war mein Termin für die Ohrenkerze. Doch so stressig dürfte das ja nicht werden, nicht wahr? 😉

Es war auch echt witzig. Es knistert ganz lustig im Ohr, wenn die Kerze darin brennt. Ist auch echt angenehm. Und man hat so ein freies Gefühl hinterher. Mir gefiel das echt gut. Besonders die zweite Kerze. Bei der ersten hat die Therapeutin noch eigenes erzählt, was ich durch die Kerze natürlich nur halb mitbekommen hab – doch die zweite Kerze war dann komplett zum Runterfahren, als es so schön ruhig war und einzig ein beruhigendes Gezischel in meinem Ohr war..

Da meine letzte Anwendung etwas vorverlegt wurde, hatte ich nur noch ne Viertelstunde Pause – und ich blieb einfach auf der Liege liegen und vereinbarte mit der Therapeutin, sie würde dem Arzt dann Bescheid geben. Der holte mich dann auch ab und es gab eine angenehme Organbehandlung. War ja erstaunt, dass das so gut ging, wo ich immer noch so ein Gefühl von vollem Bauch hatte! Was mich auch erstaunt, ist, dass mein Blutdruck in den letzten Tagen echt immer niedrig ist. Um die 108/78 und so.. Hab ich wirklich früher mal Tabletten wegen Bluthochdruck bekommen?! .. erstaunlich, wie sich das alles ändern kann. Ab morgen soll ich auch nur noch die halbe Portion Bittersalz nehmen. Auch okay. Vielleicht fährt es mir dann weniger im Bauch rum.

Bin dann hoch ins Zimmer – und hab wieder geschlafen. So lang, dass ich auch zum Abendessen zu spät dran war. Also nicht zu spät, dass ich nichts mehr bekomme, aber etwas später halt. Das Abendessen unterschied sich zu gestern eigentlich nur, dass ich nun Butter und Frischkäse bekomme – Suppe und glutenfreies Mayr-Brötchen gab es ja eh schon immer die letzten Tage. ALso eigentlich hatte ich ja nicht so wirklich Hunger. Hab dann aber doch was gegessen.. Und wir hatten auch wieder echt interessante Tischgespräche – den Berliner bei uns am Tisch mag ich echt gern. Mit ihm sass ich am Ende noch allein am Tisch, doch als wir gingen, sah ich unterm Tisch des freundlichen Herrn Mitpatienten ein Stück Papier liegen. Da er mir ja schon gestern gesagt hatte, er hätte nochmal was zum Schreiben, vermutete ich gleich, dass sei die Vorlage. Ich hab es dann mal einfach so abgeschrieben, wie ich es lesen konnte. Doch im Zimmer traf ich ihn nicht an. Na gut, heute war auch so eine Abendveranstaltung – das gleiche Thema, wie schon letzte und vorletzte Woche. Also hatte ich keine Lust gehabt, wieder mit zu machen in dieser Woche. Ich wartete also beim Rechner in der Lobby, spielte ein bisschen rum und als die Veranstaltung rum war, überraschte ich den freundlichen Herrn mit einer bereits geschriebenen Rohversion. Er war total erfreut und wir gaben dem Ganzen noch den Feinschliff.

Tja – und dann verkrümmelte ich mich noch ein bisschen ins Internet und den Gemeinschaftsraum. Heute kommt ja echt gar nichts Gescheites, so dass ich tatsächlich arte schaue und etwas über russische Stummfilme! Okay … Stummfilme find ich ja eh cool. Somit hab ich gleich mal geguckt, ob es die bei uns in der Stadtbibliothek gibt. Dann werde ich mir mal was von Sergei Eisenstein ausleihen..

Yeah .. ich hab es zum Frühsport geschafft!

Okay – das hatte wohl vor allem zwei Gründe:

Zum einen hatte ich meinen ersten Termin (Infusion) wieder bereits um acht – zum anderen meinte meine Kollegin, es sei notwendig, im Gruppenchat von ihr, mir und einer weiteren Kollegin um kurz nach sieben zu berichten, dass ihr Zug nicht fährt. Interessiert mich BRENNEND, wenn ich auf Kur bin und über 200 km weit weg vom Büro! *grrrrrrr*

Naja, auf jeden Fall bin ich schwerst gähnend beim Frühsport erschienen und hatte dann auch gleich den ersten Termin im Anschluss. Na und dann ging es zum Frühstück … Letzter Tag Fastenaufbau. Ab morgen bekomm ich wieder „normales Essen“. Und um 9:30 war schon die Organbehandlung. Im Anschluss bin ich ins Zimmer hoch – voll platt. Bin glaub sogar ein bisschen abgenickt, bis der Zimmerservice klopfte. War dann aber so platt, dass ich hinterher weiter gedöst hab und somit grad noch rechtzeitig um 11:15 zur Massage bei der Therapeutin, die ein bisschen anstrengend ist, kam. Ich komm inzwischen ganz gut mit ihr zurecht. Und sie macht die Therapie auch echt gut, kann man nichts sagen.

Nach dem Mittagessen, zu dem ich dann gleich ging, hab ich erst mal den Rechner in der Lobby überfallen und ein bisschen gespielt – als der freundliche Herr kam und mich fragte, ob ich kurz Zeit hätte. Ich hab dann für ihn wieder was am Rechner geschrieben. Zum einen ein tolles Gedicht als Dankeschön für das Team, zum anderen eine Einladung für alle in der Klinik zu einer „kleinen musikalischen Improvisation“ … oh, das wird toll! Ich höre ihn öfters am Flügel proben, wenn ich am Rechner spiele..

Ich hab ihm auch gern geschrieben – doch ich kann dann etwas in Zeitknappheit, denn ich wollte ja rechtzeitig bei der Führung sein und somit stürmte ich los und war fünf vor drei am Museum. Und zwar allein. GANZ allein. Vor einem geschlossenen Museum.

Wie jetzt?!

Ich ging hoch in die Touristeninformation und erfuhr, dass es nicht genügend Anmeldungen gegeben hätte – und überhaupt hätte ich mich bis 12 Uhr anmelden sollen für die Führung. Da es eben (wie gesagt) zu wenig Anmeldungen gegeben hatte, fand die Führung gar nicht statt. Hätte ich mich angemeldet, wäre sie vielleicht gewesen. Na TOLL! Ich war voll frustriert. So richtig weltschmerzfrustiert. Ich hatte eh schon am Vormittag beim Dösen so ne seelische Tiefphase gehabt – und nun zog es mich vollends runter. Ich hatte zu gar nichts mehr Bock. ALso setzte ich mich ins Bistro und trank nen Tee und spielte mit meinem Handy.

Menno – alles blöd.

Keiner liebt mich.

Von meiner Kollegin kam ich mir auch geschnitten vor. Und ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht bei meiner Chefin angerufen hatte, dass ich ne Woche Verlängerung habe. Und Angst, was im Büro los ist. Und mit Mama. Und im Theater. Und überhaupt… *frust*

Da es dann bald fünf vorbei war, machte ich mich auf den Heimweg .. seit ich wieder esse, hab ich leider auch öfters mal nen knurrenden Magen.

Auf dem Heimweg ging ich bei nem Haus vorbei, in dem wohl Seminar statt finden und ich gesehen hatte, dass an Dienstag Abenden „Gespräche“ statt finden. Ich schlenderte mal rein und erkundigte mich .. also da würde ich heute nach dem Abendessen hin gehen, beschloss ich.

Also nichts wie heim – Abendessen. Mit echt netten Gesprächen am Tisch.

Und dann ging ich wieder los .. und war die Einzigste!

Ist ja echt phänomenal, im November auf Kur zu sein .. es ist nirgends was los!

Nun ja, auf jeden Fall hat der „Gesprächsleiter“schon auf mich gewartet – also war es gut gewesen, dass ich vorher vorbeigeschaut hatte. WIr hatten dann auch ne echt interessante Unterhaltung. EInfach so – ohne besonderes Thema sprachen wir von Reisen, Whisky, Arbeit, Theater, Kunst und was sonst noch alles so aufkam.

Nach neun ging ich dann wieder Richtung Heimat. Und nachdem ich noch ne Weile auf meinem Zimmer rumgemacht hab, bin ich (mal wieder) in die Lobby – weil das mit dem WLAN im Zimmer leider immer noch nicht klappt. Frustig, aber naja…

Tja, also eigentlich nehme ich in der Überschrift das Hauptthema des Tages voraus.. *lach*

Ja, tatsächlich heute kam die Genehmigung einer Verlängerung – doch das hab ich erst irgendwann am Nachmittag erfahren..

Vorher auf jeden Fall hab ich mich mit Mühe für die erste Anwendung um 8 Uhr aus dem Bett gequält – von wegen „Frühsport“, wie geplant.. Am Frühstückstisch waren alle schon fertig bei mir, ich setzt mich dann an einen anderen Tisch und hatte ein nettes Gespräch mit einer interessanten Musiklehrerin. Ich hab ihr auch später im Internet nen Zug rausgesucht .. mach ich doch gern. Die nächste Anwendung war dann auch schon um kurz nach zehn und ehrlich gesagt, verstehe ich die nicht so ganz, aber na gut.. Im Prinzip ist es ne Bauchmassage, aber ne leichtere, als die Organbehandlung. Es langte dann grad so für ne Bürstenmassage vor dem Duschen und war es schon 12 Uhr und ich musste ab zur Lymphdrainage. Und dann war schon wieder Mittagessen. Und ehrlich gesagt finde ich es etwas unpraktisch, direkt im Anschluss die Organbehandlung zu haben – aber okay, so riesige Mengen werden hier eh nicht gegessen.

Ich bin noch am Aufbau nach dem Fasten und somit gibt es dreimal am Tag Suppe. Ich mag Suppen jedoch echt gern und die sind auch einfach nur lecker hier.

Und als ich mich dann runter an den Rechner verkrümmelte (und ein kleines bisschen verzweifelte, weil mein Online-Spiel einen Bug hatte und heute ne Aktion ablaufen sollte), hiess es plötzlich, dass ich mal kurz hoch an die Rezeption sollte. Und da lag sie: Die Genehmigung meiner Verlängerungswoche! WAHNSINN!!

Ich war happy, happy, happy!

Ich schrieb erst mal Schnüggel und meiner Schwester, dann meinem Theater und dann rief ich erst mal Pete und anschliessend in der Verwaltung auf der Arbeit an. Und dann schrieb ich ner Kollegin, die heute krank ist – und wir telefonierten dann noch ne Runde. Etwas später fiel mir dann noch ein, den Mikrozensus anzurufen und noch später dachte ich, ich versuch mal auch meine Chefin direkt anzurufen, doch die war dann nicht (mehr?) da. Naja, meine Kollegen wissen Bescheid, die werden es dann schon sagen..

Und dann machte ich mich dran, einen Karton zu besorgen. Damit ich Mama das Lammfell schicken konnte. Gestern hatte sie ja gesagt, dass sie Schmerzen im Rücken hat und das Fell ist bestimmt hilfreich. Wenig später ging ich dann also aus dem Haus zur Post. Wenn ich später heim komme, hat Mama jetzt zumindest das Fell schon früher und früher Linderung … so hoffe ich.

Dann trabte ich noch n bisschen durch den Kurpark Richtung Kurhaus – und sah, dass die Führung durchs Kurparkmuseum nur einmal monatlich und zwar morgen ist. Ohooo.. wenn ich schon keine botanische Führung mehr mitmachen kann, dann fände ich das echt klasse. Zumal es eh (vermutlich jahreszeitlich bedingt) nicht gerade wahnsinnig viele Veranstaltungsangebote gibt..

Also stürmte ich Richtung Klinik zurück und hoffte, der morgige Plan ist noch am Werden, damit ich darum bitten kann, die Termine so zu legen, dass ich an der Führung mitmachen kann.

Hat auch echt gut geklappt – der Plan war noch nicht geschrieben. Juhuuu!

Beim Abendessen kam meine Tischnachbarin ewig nicht – und ich fürchtete schon das Schlimmste, weil sie am Vormittag eher nicht so fröhlich gewirkt hatte.. doch als sie dann kam, war die Tiefphase vom Vormittag verschwunden. Freut mich echt, wenn sie nun auch immer mehr gute Phasen hat.

Tja, in meinem Zimmer hat es leider wieder kein WLAN mehr – somit sitze ich wieder unten im Gemeinschaftsraum mit dem Laptop .. doch es gibt Schlimmeres 😉

Nun muss ich nur noch das schlechte Gewissen, dass ich die Verlängerung bekommen habe, verdauen .. doch eigentlich bin ich echt happy, dass ich tatsächlich VIER Wochen hier sein darf. Hab das Gefühl, das hilft echt, die Kurerfolge zu vertiefen und verfestigen. Eine Woche mehr zum Runterkommen – und nun hat sich der Umzug in das neue Zimmer auch echt so richtig gelohnt 😀

.. obwohl, das hat es eh! Ich bin echt einfach nur happy im neuen Zimmer. Allein, wie ich heute gemütlich im Sessel telefonieren konnte, das war klasse.

 

Schon mein dritter Montagsstarter von Martin hier in der Kur. Wow, wie die Zeit verfliegt..

montagsstarter

1) Mich zum Rausgehen zu motivieren fällt mir aktuell sehr schwer. Ich hab zwar die Zeit, doch irgendwie zieht es mich gar nicht raus.

2) So langsam bin ich so richtig hier in der Kur angekommen – kann mir schon fast nimmer vorstellen, dass „da draussen“ auch noch ne Welt ist..

3) Schnell was dazwischenschieben ist im normalen Leben meine Spezialität. Besonders wenn ich mich mit was beschäftige(n muss), zu dem ich keine Lust hab oder das mir schwer fällt.

4) Meine Haare färben müsste ich mal wieder.

5) Aber es fehlt hier an heissem Wasser, eine Schale, Farbe, Pinsel — und vor allem an Schnüggel.

6) Über Blumen freue ich mich immer. Über Schokolade theoretisch auch, doch das ist ja immer so ne kritische Sache..

7) Für diese Woche habe ich mir regelmässige Teilnahme am Frühsport vorgenommen, möchte ich das ein oder andere fürs Theater erledigen und auf einen Besuch im Thermalbad freue ich mich besonders.

 

Sonntag – und Schnüggels Besuch steht vor der Tür .. Juhu!

Wir hatten gestern telefonisch noch einiges an Plänen geschmiedet – und heute … regnete es! Möööh 😦

Aber gut, erst mal hatte ich ja ne andere Verabredung: Zum Frühstück mit meiner Tischnachbarin. Und das sollte dann vielleicht das letzte Essen zu zweit werden: Auf unseren Tisch wurden zwei neue Tischkärtchen gestellt, das heisst, dass heute neue Tischgesellschaft anreist. Überhaupt standen sehr viele neue Kärtchen da im Speisesaal – das wird wohl ne richtige Invasion heute! Und zwei sind auch abgereist. Also ich glaub, ich bin jetzt diejenige, die am längsten da ist!

Nach dem Frühstück war ich mit dem netten Herrn verabredet und schrieben die „Tagesmotivationssprüche“ für die restlichen Tage seines Aufenthaltes. Also nicht, dass das falsch rüberkommt: Die Sprüche sind von IHM, ich hab sie nur in den Computer getippt und ausgedruckt 😉

Vor dem Mittag hab ich mich stadtfein gemacht, mit der Theaterkollegin per WhatsApp einiges geklärt – und dann noch mit Mama telefoniert. Sie hat sich echt gefreut, von mir zu hören und erfreulicherweise nicht so immens viel gejammert, was ich sehr erfreulich fand. Doch ich glaub, ich werde ihr das Lammfell, was ich gekauft hab, zuschicken, wenn ich wirklich ne Verlängerung bekomme. Dann hat sie das früher. Sie hat echt Probleme am Rücken. Kein Wunder – sie hat echt kaum noch Gewicht..  Na und dann war es auch schon Mittagessenzeit. An vielen Tischen sassen Neuankömmlinge, doch wir waren noch immer zu zweit. Und ich freute mich nun auf Schnüggel, während sich meine Tischnachbarin für die Sauna startklar machte.

Auf meinem Zimmer schlief ich erst mal ein – ob dass das Essen war oder Schlafmangel (obwohl, hab ich das? Keine Ahnung..): Ich weiss es nicht, auf jeden Fall weckte mich das Telefon. ICh dachte, dass ist bestimmt Schnüggel, der irgendwo fragt, in welchem Zimmer ich bin oder sowas .. es war aber meine Schwester, die ich vorher per WhatsApp angeschrieben hatte – und das schon längst vergessen hatte. Noch während unserem Telefonat kam Schnüggel .. Juhuu!!

Freute mich über alles, was er mitgebracht hat, von der frisch gewaschenen Wäsche bis zu Magnesium. Und ein Tuch (naja, eigentlich ein Bettdeckenbezug, den er nimmer braucht) für meinen offenen Schrank hat er auch mitgebracht. Super! Schnüggel ist auch von meinem neuen Zimmer angetan und nachdem alles verstaut war, ging es los Richtung Ortszentrum. Schnüggel wollte nen Kaffee. Und erfreulicherweise hatte es aufgehört zu regnen.

Plaudernd schlenderten wir in den Ort und testeten ein anderes Cafe als letzte Woche- doch das Ergebnis war das Gleiche, wie letzte Woche: Als wir das Cafe verließen, regnete es! Neiiin! Dabei wollten wir doch durch den Kurpark schlendern und so..

Immerhin hatte ich dieses Mal einen Schirm mit und so zogen wir einfach los – ich wollte Schnüggel unbedingt ein paar Bäume zeigen, die mir bereits aufgefallen waren. Und zum Glück verzog sich der REgen dann recht schnell. Wir schlenderten kreuz und quer durch den Kurpark und waren überrascht, dass der so viel kleiner, als vermutet war und bewunderten die vielen fremdländischen Bäume, die es gab und die Schilder hatten.. Tja, und plötzlich waren wir schon am Aufstieg zur Burgruine! Wir waren dann irgendwann so weit oben, dass es bescheuert gewesen wäre NICHT ganz hoch zu steigen. Am Horizont begann die Sonne unter zu gehen und somit konnten wir auf der Burgruine dann den Sonnenuntergang sehen. Wunderschön!

ALso hatten wir einen echt schönen Tag erlebt.

Es ist wirklich angenehm, einfach irgendwas zu machen, ohne dauernd denken zu müssen „und DAS muss ich noch machen, und DIES muss ich heute auch unbedingt noch erledigen“.. wirklich sehr entspannend.

Es wird ja inzwischen echt sehr früh dunkel, somit waren wir grad so zur Abendessenzeit wieder zurück. Und Schnüggel bekam dieses Mal auch ne Suppe ab. Auch die beiden Plätze waren nun an unserem Tisch besetzt. Eine Mutter mit ihrem Sohn – wirken schon mal nett soweit. WIr hatten also ein schönes Abendessen – Schnüggel und meine Tischnachbarin rauchten noch eine und dann war es auch schon fast wieder Zeit für den Abschied.. Menno.

Ich stellte dann fest, dass ich kein Internet mehr im Zimmer hab – Was ist JETZT schon wieder los?! – und weil ich erst mal zu faul war, in die Lobby zu gehen, schlich ich erst gegen elf in die Lobby runter .. und jetzt ist auch schon wieder fast Mitternacht.

Wahnsinn, wie hier die Tage verfliegen.

Ehrlich, dieses „Tagebuchschreiben“ hier hilft mir echt, wahr zu nehmen, was überhaupt so ist. Und oft ist es schon schwer, auch nur am Tagesende zusammen zu bekommen, was am Tag so war. Immer wieder denke ich: „Hää? Hat das SO lang gebraucht?? .. muss wohl so sein..“ und dann fällt mir Absätze später erst ein, dass ich wieder was komplett vergessen hab. Eigentlich sollte ich jeden Tag aufschreiben, was war. Ich hab das Gefühl, sonst geht so viel unter und wird vergessen. Und ich hab ja eh immer das Gefühl, dass ich nichts mache.. Das hier wirkt entgegen. Ist vielleicht auch ein wichtiger Punkt meiner Kur. Teilsweise bin ich ja immer noch nicht so entspannt, wie ich sein sollte und hab dauernde „ich muss noch, ich sollte noch“ im Kopf. Besonders beim Umzug gestern sind ja viele mitgebrachte „to-dos“ wieder ans Tageslicht gekommen..

 

Aufgewacht.. und zwar in einem anderen Zimmer, als dem ich nun sitze und schlafen werde.. Das ist erwähnenswert und was noch? Ich sitze auf dem Bett und hab WLAN!! Sonst hab ich mich für die Kur-Beiträge immer nachts in der Lobby rumgedrückt – oder die letzten Tage im Gemeinschaftsraum.

.. doch beginnen wir von vorne.

Gestern ist mir im Vorbeilaufen aufgefallen, dass mein „Wunschzimmer“ ja gar nicht bewohnt ist. War mir bisher nicht bewusst, weil ich normal nicht in dem Teil des Flurs vorbeilaufe. Ich hab mal bei der Putzfrau auf den Plan gespickt: Da ist jemand nicht angereist.. Das hat sich dann bei mir so ein bisschen festgesetzt – zusätzlich hab ich es als „Zeichen“ gesehen, dass ich in dem Zimmer einen Marienkäfer gesehen hab (den ich dann raus gelassen hab, damit er nicht da drin verhungert..). Naja, auf jeden Fall ist mir heute nach dem Frühstück zufällig die Frau über den Weg gelaufen, die mit für die Zimmerverteilung mit zuständig ist – oder zumindest mit entscheidet. Die hab ich dann mal gefragt, ob es denn möglich ist, dass ich in der Zimmer geh. Letztlich hatte ich gefragt und es hätte geheissen, das würde nicht gehen – und nun steht es doch schon seit eineinhalb Wochen leer.. Die Dame guckte auf den Plan, dass es nicht belegt ist in den nächsten zwei Wochen und meinte, ich könne umziehen. Ist zwar ne Kategorie höher, doch den Aufpreis zahle ich echt gern. Ich fing sofort an meine Sachen umzuziehen. Gott, hab ich nen Haufen Zeug mit! Ich gab das zuerst verfolgte Ziel, das Zeug gleich rein räumen zu wollen, schnell auf und lud dann einfach alles von einem Raum in den anderen. Möglichst verträglich für die Putzfrau hab ich beispielsweise mein Bettzeug und Zahnputzglas mitgenommen und alles frische Zeug in mein altes Zimmer. Ich hatte grad so mein Zeug drüben und mit dem gröbsten Verstauen begonnen, als ich nen Anruf bekam: Der Chefarzt, bei dem ich heute ne Anwendung haben sollte, hatte ne Terminverschiebung ich könnte gleich kommen. Das war mir gleich recht! Zwar war gerade Mittagszeit und ich hatte meinen ursprünglichen  Termin eh schon zweimal getauscht, weil zuerst mein Tischnachbar, der heute abreist einen früheren Termin wollte – und für mich war es okay, zu tauschen. Also war ich statt 10:45 Uhr nun für 11:45 Uhr vorgesehen. Das war gestern. Auch als meine Tischnachbarin dann heute fragte, ob wir tauschen können, weil sie erst Nachmittags um 15:15 Uhr einen Termin hatte und gern zu ihrer Tochter heim wollte, war das für mich okay. Ich hatte ja erst für den Abend einen Plan. DAss ich dann schon um 12:30 Uhr dran war, war natürlich trotzdem ganz okay.

Die Anwendung war (erwartungsgemäss) gut, wie letzte Woche auch – wenn auch komplett anders als letzte Woche.

Im Anschluss kam ich VIEL zu spät zum Mittagessen – doch da konnte ich ja nur zum Teil was für.. Doch immerhin konnte ich mal anfragen, wie es abends mit dem Essen laufen soll – denn ich hatte geplant um 20 Uhr ins Cala-Theater in Freiburg zu gehen. Also ne ganze Weile zu fahren. Ich durfte das Abendessen eine halbe Stunde vorziehen .. sehr schön!

Den Mittag war ich komplett mit dem EInrichten meines Zimmers und Duschen usw. beschäftigt. Freudig und engagiert räumte ich alles schön ein und da ich nun leider keine einzige Schublade mehr im Zimmer hab und auch kein Schubladenschränkchen auftreiben konnte, beauftragte ich gleich mal Schnüggel, dass er mir morgen die ein oder andere Schuhschachtel zum besseren Ordnen mitbringt. Auch fand ich eine gute Lösung für die hässlichen Regale im Zimmer. Also eigentlich fehlt da ne Schranktür und dadurch sind es „offene Regale“ – und mich nervt es total, auf Regalfächer von Decke bis Boden zu starren auf denen meine Klamotten und anderer Krempel liegt. Find ich nicht besonders wohnlich. Ich hab nun ein grosses Handtuch davorhängen, welches im obersten Regalfach durch die Tagesdecke beschwert ist. Vielleicht nicht supertoll – doch ich find es viel angenehmer und das Handtuch brauch ich eh nicht (ausser, ich geh mal in die Sauna). So hat es jetzt auch nen „alltäglichen“ Nutzen. Das Bad ist zwar wesentlich kleiner, doch auch hier hab ich kreative Möglichkeiten gefunden, genug Abstellflächen zu finden. Nur das extrem niedrig hängende Waschbecken – tja, damit muss ich mich halt einfach abfinden. Kann ja nen Stuhl davor stellen und mich ja im Sitzen Waschen *grins* Im Zimmer hab ich auch sehr viel weniger Abstellflächen, doch da der Schrank grösser ist, muss ich einfach umdisponieren und nimmer so viel draussen rumlegen. Ich hab mir auch vom Flur zwei Abstelltischchen gemopst, somit ist die Abstellsituation um einiges entschärft. Da ich nun einen Balkon habe, hab ich sogar den Luxus dort einen Balkonstuhl mit Fusshocker zu haben. Und der Fusshocker ist auch bestens für meinen Stuhl drinnen verwendbar, dass ich da gemütlich reinsitzen kann. Die Krönung war natürlich, als ich alles verräumt hatte und bemerkte, dass ich im Zimmer WLAN hab! Ade, Stunden in der Lobby mit Laptop auf den Knien, um mein Onlinespiel zu spielen oder Blog zu schreiben oder sonstwas! Bloss den Fernseher bekam ich nicht an – egal, wo ich auf der Fernbedienung drauf klicke und in welchem Abstand: Er geht nicht an. Doch das lässt sich bestimmt auch noch lösen. Hab sogar ENDLICH Erde für mein Schälchen geholt, in das ich meine Räucherstäbchen stellen will. Hab ich ja morgen auch erst seit ner Woche.. Ich bin also ziemlich komplett eingerichtet – super!

Tja .. und dann war es schon halb sechs und ich ab in den Speiseraum. Natürlich hatte die Abendschicht nicht mitbekommen, was vereinbart worden war (erstaunte mich wenn überhaupt nur Millisekunden), doch das war kein Thema. Als um sechs dann die anderen Gäste zum Essen kamen, war ich schon nahezu fertig und unterhielt mich noch kurz mit ihnen und machte mich dann auf ins Zimmer.

Dann beschlichen mich Zweifel: Würde es überhaupt noch Plätze geben? Also schaute ich mal vorsichtshalber, ob ich da anrufen könnte (sehr realistisch, keine zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn!) oder so – und tatsächlich: Ich konnte noch online Plätze buchen und mir sogar gleich ne Karte ausdrucken! Voll genial! Also würde der Weg nicht umsonst sein.

Und er war nicht umsonst! Ich hatte echt einen ganz tollen Theaterabend! Das Stück „Beim Psychater“ war sehr lustig und auch etwas speziell und ich bin einerseits ohne Zeitdruck und entspannt dort angekommen (über ne halbe Stunde früher… echt der Hammer für mich). Hab sogar vorher noch nen Espresso getrunken und dann mit Schnüggel WhatsApp geschrieben. Auch die Heimfahrt war entspannt und als ich in mein schönes neues Zimmer kam, fragte ich erst mal, ob Schnüggel noch wach ist.

War er – und somit gab es noch n schönes Telefonat.

Also ein echt toller Tag heute!
.. obwohl ich eigentlich nen Waldspaziergang geplant hatte, für den ich nun gar keine Zeit fand 😉

Auch heute hat’s nicht zum Frühsport gereicht. Trotzdem musste ich schauen, dass ich schon um acht zum Frühstück gehe, denn ich hatte (schon wieder) um 8:45 Uhr die erste Anwendung. Tja, Frühstück. Ja, ich hab ja verordnet bekommen, ab heute wieder essen zu müssen. Also sass ich am Frühstückstisch – und in der Küche war wohl nicht angekommen, dass ich ab heute wieder esse. Dort stand noch Honig fürs Fasten. Sonst nix. Ausser ner Tasse. Hmm.. Wurde dann doch noch mit der Küche geklärt und ich hab dann meinen Haferbrei bekommen. Und das „Mayr-Brötchen*. Das ist im Prinzip ein altes Brötchen, bei dem man dann jeden Bissen 40 mal kauen muss vor dem Schlucken. Hab ehrlich gesagt nur ein paar Scheibchen vom Brot und den halben Haferbrei geschafft – dann war es Zeit, zur Anwendung zu rennen. War mir aber auch egal, lecker war es nicht und wirklich Hunger hatte ich auch nicht. Also ab zur Anwendung..

Erste Anwendung: 8:45 … gut. Bauch ist echt gut weich .. schöön 😀

Zweite Anwendung: 9:30 .. auch gut gelaufen. Und ich werde bei dieser Therapeutin bleiben, auch wenn meine Therapeutin aus der ersten Woche nächste wieder da ist. Freut mich .. die ist echt toll 🙂

Zwischendrin teilte mir die Verwaltung mit, dass mein Antrag nun weg gefaxt wurde und ich erhielt den zweiseitigen Brief des Chefarztes, in dem er die Gründe für eine VErlängerung darlegte. Sehr spannend. WEniger spannend fand ich die Idee des VErwalters, ich könne ja diesen Brief zu mir zur Arbeit faxen, als ich nochmal wegen der Bestätigung für meinen Arbeitgeber nachfragte. Ich faxe denen doch nicht meinen kompletten ärztlichen Befund! Der hat wohl zu heiss gebadet! Ich brauch bloss nen Wisch auf dem steht, dass ich hier in der Klinik bin von da bis da .. mehr nicht.

Naja. Um elf dann wieder Basenbrühe und ratzn-fatzn war schon Mittag. Und ich hatte wieder keine Lust zum Essen. Doch da mich den ganzen Vormittag Übelkeit geplagt hatte, hoffte ich mal, durchs Mittagessen wird es besser. Für mich gab es ne superleckere Gemüsesuppe. Echt o-ber-geil! Bei meinen Tischkollegen lief es jedoch komisch. Die sollten eigentlich auch noch Aufbaukost bekommen, doch stattdessen gab es Fisch. Komisch.. eigentlich zu früh. Naja..

Die Massage um 13:30 (oder so) .. also da war ich voll platt und so schlug mir die Therapeutin eine Fussreflexzonenmassage vor. Das war echt SUPERtoll! Genau das Richtige. Spannungspunkte waren natürlich der Verdauungsapparat und die Wirbelsäule – wenig überraschend. Doch ich bekam von der Therapeutin die Rückmeldung, dass sie ansonsten wirklich mehr Problempunkte hätte, sie also erstaunt  war, wie gut es sonst ist. Ist doch auch ne tolle Sache 😀

Und nun hatte ich frei.

Ich wollte unbedingt in den Wald. Bin bald zwei Wochen hier und war noch nie im Wald spazieren. Okay, war letzte Woche einfach viel zu platt – doch langsam möchte ich ja auch mal die Heilkraft des Waldes hier wirken lassen, besonders, wo heute doch auch mal noch die Sonne scheint 😉

Tja – und dann bin ich halt mal n bisschen durch den Wald spaziert. Also, zumindest, als ich mal endlich nen Weg rein gefunden hab *grins*.. Und hab ziemlich schnell gemerkt, ich hab schon noch recht wenig Ausdauer hab. Aber gut, hab halt langsam gemacht und irgendwann ne Bank gefunden auf der ich dann angefangen hab Der Biophiliat-Effekt zu lesen. Das wollte ich ja schon endlich mal machen, da ich es ja nur irgendwann vor zwei Jahren mal begonnen hab zu lesen, aber nie fertig gelesen hab – ubd wo ist es passender über die Heilkraft des Waldes zu lesen als im Wald..? 😉

Da ich aber leider einfach immer noch zu kühle Kleidung mit habe, war ich auch schon wieder bald auf dem Heimweg und im Aufenthaltsraum im Ruhesessel. Lesen war geplant – schlafen wurde es dann. Zumindest bis meine Tischkollegin kam und fragte, ob wir zusammen nen Espresso trinken. Taten wir dann bis zum Abendessen – unddas lief dann irgendwie ganz schräg. Irgendwie haben die nicht wirklich notiert, dass ich glutenfrei brauch und allerlei Zutaten, die ich zu Beginn noch nicht essen soll, wurden mir auch erst mal hingestellt und erst bei Nachfrage dann wieder mitgenommen. Auch bei meinem Tischnachbarn lief einiges schief. Hmmm… Manchmal habe ich den Eindruck, wir sollen selbst wissen, wie der Aufbau zu machen ist.. das kann es doch auch nicht sein.. 😦

Bin ja echt froh, dass ich schon ein bisschen was mitbekommen hab von anderen, die den Aufbau machen oder schon öfters da waren und Erfahrung haben. DOch eigentlich sollte das Küchenteam doch das wissen.. Komisch.

Es gab dann auch ne Abendveranstaltung heute. EIgentlich die gleiche, die auch schon letzten Mittwoch war. Doch ich bin trotzdem nochmal hin. Kann man ja nicht zu viel hören, wie eine gute Ernährung nach der Kur aussehen sollte. Ist ja auch anders, wenn andere Leute zusammensitzen. Kommen wieder andere Fragen und Ideen. Ausserdem ist es schön, den Abend nicht allein rum zu sitzen.. 😉

 

Freitags gibt’s hier im Blog den Freitags-Füller von Barbara – das ist jetzt schon fast ne Tradition.

Also los.. 😀

freitags-fueller-schriftzug

1. Heute bin ich schon den dreizehnten Tag hier. Wahnsinn.

2. Im Büro hab ich Visitenkarten. Und meist bleiben die auch im Büro – ich vergesse IMMER die in Besprechungen mitzunehmen..

3. St. Martin ritt durch Schnee und Wind, sein Ross das trug ihn fort geschwind. So heisst es zumindest in dem Kinderlied zum Laternenlaufen..

4. Ist es ein Zeichen von Abnahme, wenn die Waage weniger Gewicht anzeigt. Und ein tolles Gefühl ist es auch.. 😉

5. Den 36 Stunden Tag müsste mal jemand erfinden. Selbst hier in der Klinik hab ich das Gefühl, der Tag ist einfach zu kurz..

6. Im Übrigen haben wir heute einen Antrag zur Verlängerung der Kur eingereicht. Bin so gespannt, ob ich noch eine Woche dranhängen darf!

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein bisschen in meinem Blog schreiben nach der Abendveranstaltung hier, morgen habe ich eine Anwendung beim Chefarzt geplant und Sonntag möchte ich einen tollen Tag mit Schnüggel verbringen!

 

Heute hätte es wieder Frühsport gegeben, ist ja kein Feiertag mehr – doch ich bin trotzdem erst zur ersten Anwendung aufgestanden. War auch schon um 8:45 Uhr. Allerdings war das der letzte lockere Tag heute – ab morgen faste ich nimmer und Frühstück gibt es um acht. Also ist dann immer frühes Aufstehen angesagt. Mist.

Ja, ich hab extra noch den Arzt gefragt, wie lang ich noch fasten darf – doch er findet, zehn Tage sind nun genug. Schade. Die Waage hat heute übrigens 91,1 kg gezeigt. Also die sind nicht vergleichbar mit dem Anfangsgewicht, weil es ne andere Waage ist und ich nicht mit Schuhen drauf stand, doch die ist eher vergleichbar mit dem tatsächlichen Gewicht, also ohne Klamotten. Da hab ich nämlich nur Kleider an, aber keine Schuhe. Also mein Ziel ist, dass ich mit unter 90 kg heim komme. DAS wäre super!

Also muss ich ab morgen wieder essen. Mist. Fühle mich echt gut, trotz teilweise kleinen Tiefphasen oder Schwächen. Die Haut ist einfach weich und ich finde, es entgiftet halt beim Fasten am Besten. Das einzige, was ich etwas blöd find beim langen Fasten: Kann ich noch lang genug aufbauen hinterher? Bin ich noch lang genug da?

Doch da ich mir die letzten beiden Tage eh mit solchen miesen Gedanken versaut hab, bin ich heute auf die Empfangsdame zu mit dem Auftrag: Ich möchte verlängern – schau, ob es geht. Also kurbeln wir nun die Maschinerie an, ob ich eine Verlängerung genehmigt bekomme. EIne Woche mehr, das wäre super. Gut, ich hab ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Theater.. und Mama.. und ein kleines bisschen meinem Büro. Doch – ch glaub, ich hab so schnell nimmer die Chance auf sowas. Und die Welt wird es schon verkraften, eine Woche mehr auf mich zu verzichten. Hoffe ich. Ich mach mir echt zuviel nen Kopf.

Also hab ich heute auch einige WhatsApp-Nachrichten mit dem Theater ausgetauscht. Wegen möglicher Verlängerung. Und möglicher Gestaltung unserer Flyer trotz Verlängerung. Mir fiel bei der Gelegenheit auch auf, was ich alles hier vergessen hab – udn wie VIEL ich mit habe! Was ich alles erledigen will. Mein Gott – das ist echt ziemlich strange. Ich komme zum Erholen und Ausspannen hier her – und bringe mir den Stress selbst mit.Hatte ich schon ganz verdrängt. Mein Unterbewusstsein wohl nicht. Vielleicht bin ich deswegen oft so unruhig hier..

Auf jeden Fall hat es mir gut getan, mal klare Schritte zu gehen, dass ich verlängern möchte.Kein hin und her mehr – Flagge zeigen.

Also war schon ganz schön was geboten zwischen den Behandlungen heute. Die Massage um 10 Uhr hatte ich übrigens wieder bei dem netten , neuen Masseur von gestern. Er ist echt gut – wirlich aber trotzdem etwas unsicher auf mich. Doch er ist sehr gewissenhaft und gründlich. Leider hält er dadurch die Zeit nicht ein, weil er einfach viel mehr machen möchte, als in die 40 Minuten passt. Aber gut.. Wir er schon noch lernen.

Während ich versucht habe, mit dem Drucker Unterlagen wegen meiner Verlängerung für die Dame im Empfang auszudrucken, kam mein bezaubernder Nachbar vorbei. Er hatte mich schon gestern gefragt, wie bei dem Computer denn Word geht. Und das zeigte ich ihm nun. Er fragte dann, ob ich ihm was schreiben kann  und dann diktierte er mich ein kleines Gedicht, was wir ausdruckten und er dann an die Infowand hängte. Verschwörerisch meinte er, dass das nun erst der erste Spruch sei und noch weitere folgen würden… der ist echt einfach goldig 🙂

Um halb zwei hatte ich dann wieder ne Infusion. Und danach war der Rest des Tages frei 😀

Ich ging also noch ein bisschen aufs Zimmer, um die ein oder andere Selbstanwendung durchzuführen und packte meine Badesachen. Denn ich hatte vor, heute in die Therme zu gehen. Allerdings erst nach 18 Uhr, weil dann der Eintritt niedriger ist und mir die Zeit ewig langt bis 22 Uhr.. Also musste ich irgenwie die Zeit rumbringen und ich begann mal mit dem Verlängern meiner Büchereibücher und wurde von einer Nachricht überrascht. Meine Tischnachbarin fragte, ob wir heute zusammen einen Espresso trinken gehen würden, sie hätte ab halb fünf die Anwendungen rum.

Ja, warum nicht? Ich hatte sie inzwischen besser kennengelernt und fand sie eigentlich sehr nett. Also tuckerten wir dann später zusammen in den Ort und in ein Cafe. Das schloss praktischerweise um 18 Uhr, also lief das voll in meinem Zeitplan. WIr hatten trotzdem genug Zeit zum gemütlich zusammensitzen und schwatzen. Sie erzählte mir ihre ganze Leidensgeschichte, die wirklich ziemlich happig ist – doch sie ist trotzdem so viel gelöster geworden seit Sonntag, dass ich das nicht mehr als „Dauerjammern“ empfand, wie zu Beginn. Sie ist durch die Krankheit schon ziemlich unsicher geworden. Doch ich glaub, sie ist auf einem guten Weg.

Auf jeden Fall stürmte ich um 18 Uhr dann die Therme – Juhuuu!

Als ich in die Halle kam, war gerade Wassergymnastik mit einem Ball. Also pirschte ich mich an einen herumliegenden Ball heran und machte gleich mal mit. Im Anschluss erkundete ich die anderen Becken. Draussen war ein tolles und drinnen gab es auch noch ein schönes anderes – tja und dann kam eine Durchsage, dass gleich wieder Wassergymnastik sein würde. Ja, warum denn nicht? Also machte ich noch ne Runde mit. Im Anschluss schaute ich mich weiter um und plantschte fröhlich rum, ging aber auch ein bisschen den Bistrobereich besichtigen und auch den Entspannungsraum. Alles schön. Und ich merkte schon, dass mir das Thermalwasser etwas zusetzte. Beim VErlassen des Beckens war mir oft ein wenig schwummerig. Also das gab sich dann immer schnell, doch so hab ich das bisher noch nie erlebt. Naja, und dann war schon die nächste Wassergymnastik – und auch die letzte. „Na, dann nehm ich die doch mit und geh dann danach..“, dachte ich mir. So machte ich das dann auch. Die Wassergymnastik war übrigens jedes Mal anders: EInmal mit Ball, einmal mit Stäben und einmal mit Poolnudel. Aber jedes Mal mit jeder Menge Spass. Im Anschluss duschte ich gemütlich und auch beim Anziehen ging ich es gemütlich an. Hab mich sogar eingecremt  keine Ahnung, wann ich das zum letzten Mal gemacht hab! Also ein Verwöhnprogramm rundrum. Bin dann auch ganz beschwingt heim und meine Tischnachbarin hatte mir meine Fasten-Zitrone und meinem Fasten-Honig vom Abendtisch mitgebracht. Dass hatte ich sie nämlich gefragt und sie meinte, das macht sie gern. Tja, und dann ging es noch ein bisschen vor die Kiste. Eigentlich nur als „Nebenherberieselung“ neben dem Surfen..

Also alles in allem heute ein echt toller Tag.

November 2017
M D M D F S S
« Okt    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  

Bereits Geschriebenes..

Schubladendenken

Derzeitiger Lesestoff..