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So fühle ich mich grad.

Soll ich froh sein, dass die Waage „erst“ bei 95 kg steht?

Anbetracht meines Süßigkeitenkonsum und meiner Fressanfälle ist das echt noch fast erstaunlich, wie „gut“ ich das Gewicht „halte“..

Hmm .. trotzdem! Mein Gewicht ist jetzt höher als vor nem Jahr 😦

Und es tröstet nur geringfügig, dass ich im Vergleich zu Anfang 2016 immer noch 10 kg abgenommen hab. Hab trotzdem aktuell einen BMI von 33,3 …*plärr*

Ich fühl mich plump und unbeweglich. Einfach wie ein Klops.

Dummerweise hab ich auch in meiner Zunge öfters ein „Klops“gefühl – und das macht mir wirklich richtig Angst! Ich bemerke auch, dass ich öfter mal Schluckbeschwerden habe. Ich verschlucke mich öfters. Ich beiße mir komisch auf die Zunge – und diese „rugelt“ manchmal unkoordiniert im Mund rum.

Ich bekomme langsam wirklich eine ziemliche Panik, dass ich bald auch nur noch angedickte Getränke und püriertes Essen zu mir nehmen kann. Wie Mama. Ob ihre komische Krankheit erblich ist, finde ich irgendwie nirgends richtig raus.

Manchmal komme ich mir schon vor wie eine Spinnerin. Auch kein gutes Gefühl.

Aber tatsächlich wäre es irgendwie doch viel besser, wenn ich mir das Ganze nur einbilde, als wenn ich wirklich Myasthenia gravis habe..

Vielleicht kommt daher meine gefühlte Reizbarkeit der letzten Zeit. Ich fühle mich irgendwie ziemlich zickig. Also auf jeden Fall hatte ich schon gelöstere Zeiten..

Vielleicht ist es auch einfach die anwachsende Anspannung im Büro, je mehr es auf den Ausschuss nächste Woche zugeht – und es halt einfach GAR nicht läuft, wie es soll! Nachbesserungen und Drama – das nervt gewaltig! Es könnte alles so einfach sein – ist es aber nicht..

Und leicht auch nicht.

Das bestätigt mir ja meine Waage immer wieder, wenn ich drauf stehe.

… aber vielleicht ist dieses Gefühl von Zugeschnürtheit in der Kehle auch gewichtsabhängig? Möglicherweise wäre es besser, wenn ich weniger wiege?

Oder ist diese Rechnung ZU einfach??

*seufz*

Alles Kacke.

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Heute ist der letzte Arbeitstag einer lieben Kollegin von mir. Natürlich freut es mich für sie, dass sie eine tolle und interessante Stelle gefunden hat und nun ihre Familie wieder zusammenleben kann, weil ihr Mann nicht mehr am Wochenende pendelt, sondern sie und die Kinder gemeinsam mit ihm in ein Haus am neuen Arbeitsplatz ziehen können. Das ist absolut schön und verständlich.

Doch ich bin traurig, sie hier zu verlieren – als geschätzte und kompetente Kollegin, mit der ich gut und sehr gern zusammengearbeitet habe (tatsächlich hab ich einmal ein Projekt mit ihr ums Verrecken nicht an den Kollegen abgeben wollen, obwohl ich total überfordert war) und vor allem als liebenswerten Menschen.

Ich komme nicht gut klar mit Abschieden. Mit Veränderungen. Mit Loslassen.

Auch Mama wird mir irgendwie immer mehr entrissen. Naja, was heißt „mir“? … sie wird einfach irgendwie immer weniger Mama. Oder … ich weiß auch nicht. Nun steht die Vermutung im Raum, Mama könnte Myasthenie haben. Auch nicht gerade was, was ihr das Leben erleichtert. Und immer, wenn ich mich mit dem Gedanken beschäftige, bekomme ich Phantomlähmungen auf der Zunge. Das ist ekelig.

Mama war immer sehr stolz auf ihre Eigenständigkeit. Darauf, dass sie gut laufen konnte. Und sie hat viel gesprochen (leider manchmal auch viel Unsinn, nach Ansicht ihrer Töchter) und gelacht. Und ich stelle fest: Mama scheint sich sehr stark durch diese Dinge definiert zu haben. Also speziell fällt es beim „Laufen können“ auf. Manchmal macht es den Eindruck, als ob der Sinn ihres Lebens dadurch weg gefallen ist, dass sie nun einen Rollator zur Sicherheit benutzen soll. Aber gut, ich verstehe das schon: Sie wird dadurch massiv eingeschränkt. Und die Übersicht ist irgendwie auch abhanden gekommen. In wiefern sie das weiß oder nicht weiß, kann ich manchmal nicht richtig einschätzen. Und ich glaub, sie manchmal auch nicht.

Und jetzt soll ihr sogar noch das Sprechen genommen werden, weil die Zunge lahmt?? Wie soll das alles weitergehen?

Mir fällt es schwer, mit ihr zusammen zu sein. Ich weiß irgendwie nichts mit ihr anzufangen, ich werde aggressiv und hilflos und bekomme einen Drang, weg zu laufen. Und dann hab ich ständig ein schlechtes Gewissen, nicht genug für sie zu tun. Und doch merke ich, wie ich lieber Dinge für sie tu, die sie eigentlich gar nicht direkt mitbekommt. Die Unterlagen für die Briefwahl bestellen, daheim die Wohnung richten – sowas halt. Praktisch ohne direkten Kontakt. Ich komm schlecht mit dem Gegenüber zurecht, das da in Mamas Hülle vor mir sitzt. Und das tut mir unendlich leid und macht mich traurig. Ich verschwende die Zeit, die ich nun noch mit Mama haben könnte an irgendwelches „Zeug“. Selbst wenn manches davon „Zeug für Mama“ ist. Es ist wie ein Davonlaufen vor dem, was ist.

Ich spüre, dass es irgendwie immer weniger. Weniger Zeit mit ihr, weniger Mama … weniger Kontakt..??

Ich bin zerrissen. Einerseits fühle ich mich ständig in der Pflicht – andererseits möchte ich das alles nicht und will nur weg. Will, dass sie ihren Kram einfach wieder selbst macht! Und doch merke ich, dass das nicht mehr geht. Und bekomme dann den Vorwurf, wenn ich was mache. Oder manchmal gefühlt übertriebenen Dank für Selbstverständlichkeiten.

Es ist so schwer.

Ich bin eh keine Heldin im Loslassen. Nicht bei Dingen und nicht bei Menschen. Und nicht bei Tätigkeiten oder Aufgaben. Manchmal hab ich das Gefühl, nichts so wirklich hinter mir lassen zu können und wirklich abzuschließen. Außer so Zeug wie die Lohnsteuer vom Vorjahr. Zeug, wo wirklich definiert ein Ende hat bzw. mir ein Schlusspunkt aufgezwungen und vorgegeben wird.

Wie lerne ich es, loszulassen? Oder zumindest anzunehmen, was ist und nicht immer in Traumwelten zu flüchten, dass doch noch alles gut wird – oder anders.

Eigentlich wollte ich in den zweieinhalb Wochen hier im Büro, in denen meine Chefin und die Kollegen noch Urlaub haben, gut ausmisten und sortieren – doch ich bekomme den Kopf nicht frei. Die Aufgaben, die da sind, sind schon wieder zu viel und überlasten mich teilweise. Kieselsteinchen, die zu gefühlten Felsbrocken werden.. Und erst hinterher, wenn es gemacht ist, kommt das Gefühl:„Und warum genau war das jetzt wieder ein Problem für dich?“ Ich weiß nicht, ob ich dann hinterher bagatellisiere oder vorher dramatisiere. Wahrscheinlich eine Mischung aus beidem. Vielleicht ist es auch einfach die Masse, die mich abschreckt. Manchmal frag ich mich auch, ob ich nicht einfach nur abgrundtief faul bin. Andererseits hab ich irgendwie das Gefühl, es sind immer solche Berge an Dingen zu tun – das kann ja dann irgendwie auch nicht sein, dass ich faul bin … oder?

*seufz*

Auf jeden Fall wäre es weniger, wenn ich das Zeug anders wegarbeiten oder verarbeiten würde – seelisch und körperlich und krempelmäßig weniger.

Mist.

 

Der gestrige und zweite Tag Kalorienzählen fiel schon leichter.

Lag aber vielleicht auch an den Umständen, dass ich den ganzen Nachmittag in einer Wohnung mit leerem Kühlschrank war und so gar nicht auf die Idee kam, auf was verzichten zu müssen im Moment..

Gestern haben wir nämlich Mama in die Wohnung gekarrt und dort den Koffer für die ReHa mit ihr gepackt.

Was ein Horror!

Mama war schon scheiße drauf, als wir zu ihr ins Heim kamen.

Und dann der Mega-GAU:

Ich hatte ihre dicken Klamotten über den Arm gelegt, um sie mit zu ihr heim zu nehmen.

Mama raunzte mich an, die könne ich doch da lassen.

Ich meinte dann, dass wir doch das Zimmer eh leer räumen müssen und das es doch praktischer wäre, die Sachen dann gleich mit zu ihr zu nehmen, die sie für die ReHa nicht braucht.

Da meinte sie, wie ich das meinen würde .. und mir fiel auf, dass Mama davon ausgeht, dass sie nach der ReHa wieder in genau das gleiche Zimmer ins Pflegeheim kommt!

Ab da war alles aus.

Mama war total fertig und sauer und „Mir sagt wieder keiner was!“ in allen Schattierungen.

Nein, ihr sagt keiner was. Nie.

Allein gestern hab ich ihr zum Beispiel viermal gesagt, das sie nicht morgen, sondern übermorgen in die ReHa kommt. Trotzdem hat sie meine Schwester später am Telefon nochmal verbessert, weil Mama wieder erzählte, sie kommt morgen zur ReHa. Wahrscheinlich wird sie heute den ganzen Vormittag auf den Fahrer warten..

Und es war völlig sinnlos ihr zu erklären, dass sie im Heim war, weil sie nach der OP ihr Bein nicht belasten durfte und deswegen nicht daheim sein konnte. Sie erzählt munter, dass sie kürzlich „vor ihrem Absturz“ noch gelaufen ist.

„Absturz“ ist ein Wort, dass Mama seit Jahren raushaut – und ich finde es immer etwas schwierig, das nun wirklich einem Ereignis zuzuordnen. Welchen „Absturz“ sie nun meint, bleibt unklar. Weil ich hab auch schon genug Erfahrung, dass sie wütend wird, wenn man nachfragt, was sie meint. Weil wir das doch wissen (müssen).

Ununterbrochen hat sie dann rumgenöhlt, dass ihr keiner sagt, wo sie wohnt und sie ja sowieso nie machen darf, was sie will und ihr immer alles vorgeschrieben wird. Und wenn man drauf reagiert hat, hat sie einen angefahren, man solle das Thema doch endlich mal sein lassen und nicht dauernd wieder davon anfangen.

Ich war nach einer Weile so stinkesauer und kurz davor Mama an den Hals zu springen und sie zu erwürgen, dass ich letztlich zur Tür rausgestürmt bin und die zugeknallt hab. Mama und Schnüggel hab ich einfach in der Wohnung gelassen. Und dann bin ich ne Viertelstunde (oder so) spazieren gegangen.

Danach war es dann besser und ein Packen möglich.

Trotzdem war der Nachmittag höchstgradig stressig. Und als wir Mama zurück im Heim hatten, mit Koffer und Co, da meinte ich zu Schnüggel, dass ich mir jetzt eine Pizza verdient hätte!

Hab nämlich am Freitag mitbekommen, dass es bei Mama in der Nähe eine glutenfreie Pizzeria gibt. Bestens!

Also hab ich gestern gefrühstückt (ein Ei, eine Scheibe Brot, etwas Butter, eine Scheibe Putenschinken, etwas Honig und natürlich Kaffee und Stevia) und abends eine Pizza gegessen. Glutenfrei. Mit Salami, Sardellen, Artischocken, Oliven, Pilzen und Mozarella-Käse.

Sonst nix.

Find ich gut.

So!

.. mit dem Kalorienaufschreiben war das zwar dann etwas „Malen nach Zahlen Raten von Zahlen“ aber ich sollte trotzdem unter dem Tagesverbrauch geblieben sein..

Ja, es wirkt so, als ob ich nur noch nörgle.

Ist ja auch irgendwie grad so hier.

Ich bemerke auch sowas wie „tagezeitabhängige Überforderungssymptome“ – in den Morgenstunden ist es GANZ schlimm (besonders vor dem Aufstehen die Hölle), dann am Vormittag sehr erdrückend, um die Mittagszeit ist mir hundeelend und speiübel … erst im Laufe des Nachmittages wird es besser und mein Gesamtzustand gelöster, die Übelkeit verschwindet dann auch wieder. Und am Abend bin ich froh, wenn ich irgendwas vom Tisch hab und ein Häkchen dran machen kann – und bin komplett erschlagen und unfähig noch viel mehr abseits des Erforderlichen zu tun.. Als „Erforderlich“ wird dann übrigens so gut wie nichts mehr neben essen und fernsehen eingestuft, falls nicht irgendwelche Termine abgemacht sind.

Das ist zumindest so, wenn ich zur Arbeit gehe.

Kein besonders beseelender Zustand, ehrlich gesagt!

Und klar, ich nehme mir vor, wieder mit dem Sport zu beginnen .. doch es fehlt die Energie am Abend. Schon blöd.

Naja .. jetzt ist Mittag – und mein Energie- und Stimmungslevel im Moment ganz okay..

 

Dann mal frisch ans Werk.

 

 

 

Das ist die Abschiedsformel von Veit Lindaus gestrigem Mail gewesen. Ich bekomme nämlich im Rahmen des Human Trust tägliche ne Motivationsmail. Lese die aber in letzter Zeit nicht oft.

Wenn ich die Mail von gestern heute lese – es ist der blanke Hohn …

Kurz zusammengefasst steht drin:„Nutze die Zeit heute – Du weißt nicht, wann Dein letzter Tag ist.“

Und was hab ich gestern gemacht?

Eine Megakrise gehabt. Eine regelrechte Lebenskrise gehabt.

Und ich bin noch nicht wirklich raus aus der Krise.

Ich fühle mich schlicht und ergreifend einsam, allein und mein Leben fühlt sich verschwendet an. So ohne Kinder. Ohne, dass da jemand ist, dem ich was bedeute und wichtig bin. (Ohne dass ich mir selbst wichtig bin..??) Und das ist natürlich ungerecht, denn ich bin ja zum Beispiel Schnüggel wichtig. Sagte er auch gestern. Und er wiederholte auch, dass er versteht, warum bisher kein Mann mit mir Kinder wollte … ich sei .. keine Ahnung .. nicht fähig, eine Mutter zu sein. Dass das Leben schon gewußt hätte, warum ich keine Kinder hab. Ich wäre total damit überfordert gewesen, ich wäre doch schon so (also ohne Kinder) vom Leben überfordert.

Das erschüttert mich total.

Ja, ich weiß auch, dass ich in diesem Leben nicht mehr Mutter werde.

Doch trotzdem.

Dieser Sonntag, er hängt mir nach.

Und ihm auch.

Er hat vorhin geschrieben, es ginge ihm nicht wirklich gut .. er hätte das Gefühl, mir mein Leben ruiniert zu haben (weil ich keine Kinder habe und sie nun auch in diesem Leben nicht mehr bekommen werde).

Hat er natürlich nicht allein. Ich bin ja selbst schuld, mein Leben geführt zu haben, wie ich es geführt habe und auch diese Partnerschaft eingegangen zu sein. Er sagte gleich zu Beginn, er wolle keine Kinder.

….

Und mir fällt einfach nichts mehr ein zu mir, meinen Wünschen, meinem Leben oder sonst irgendwas, was den gesamten Pfusch, den ich „mein Leben“ nenne, irgendwie rechtfertigt.

Wahrscheinlich nutzt alles rechtfertigen eh nichts. Das ist nur „Hirnfickerei“ und ändert nichts am Gefühl.

Was bleibt, ist ein schwarzes Loch, in dem ich mich im Moment befinde.

Das Leben macht keinen Spaß mehr.

Die Waage ist über 92 kg gerutscht. Keine Überraschung, ja, eigentlich nur eine logische Konsequenz aus meinem Essverhalten. Ich schaufle abends einiges rein. Besonders Süßkram.

Meine Wohnung ist immer noch ein Chaos. Nur jetzt ein Chaos mit geputzten Fenstern. (Was mich übrigens sehr fröhlich stimmt!) Doch immer noch viel zu voll und viel zu viel von allem. Doch trennen kann ich mich nicht. Ich hab keinen Platz für das ganze Zeug – doch ich kann es auch nicht weg tun. Ein Dilemma!

Zumindest EINE Sache konnte ich heute abgeben: Ein Projekt bei mir im Büro.

Der Kollege hat nichts zu tun, ich dreh fast durch, weil ich nicht weiß, wo anfangen.. Ich hatte schon bei zwei Projekten überlegt, sie ihm zu geben .. also eins der beiden. Beide könnten demnächst akut werden und drücken deswegen im Genick … doch das vermutlich dringendere ist ein Projekt gemeinsam mit meiner Lieblingskollegin, mit der ich bereits zwei Projekte gemacht hab und sehr gerne zusammenarbeite. Deswegen zaudere ich schon seit Wochen und wollte ich das Projekt nicht abgeben. Obwohl ich keine Zeit dafür finde im Moment. Doch nun hab ich am Freitag erfahren, dass die Kollegin die Stelle wechselt und hab heute von ihr erfahren, dass sie ab August weg ist. Also hab ich das Projekt heute meinem Kollegen gegeben. Er ist fröhlich – ich entlastet. Und wenn meine Lieblingskollegin eh geht und ich somit nicht mehr mit ihr zusammen arbeiten kann, muss ich das Projekt nicht unbedingt selbst machen, wenn ich eh grad zu viel zu tun hab und der Kollege nicht(s aktuell Laufendes).

Ja, im Büro bekomme ich auch den Overflow. Hab das ganze Wochenende schlecht geschlafen und Albträume gehabt wegen einem Gesprächstermin heute. Der ist nun zum Glück überstanden. War sehr unerfreulich – doch zum Glück war meine Chefin dabei. Naja, gut. Wahrscheinlich denkt sie jetzt, ich bin total doof oder so .. doch immerhin bin ich nicht allein da gehockt und wurde fertig gemacht, sondern hatte jemand dabei. Ich bin halt leider nicht immer besonders souverän in solchen Gesprächen – besonders, wenn ich das Gefühl hab, es verbockt zu haben. Und das Gefühl hab ich eigentlich immer, bzw. suche den Fehler sehr schnell bei mir.

Ich bin geknickt.

Das Gespräch, dass mich jetzt ne gute Woche belastet hat, ist nun zwar vorbei – das Gefühl, dem allen hier nicht gewachsen zu sein, bleibt.

Und dann hat mich heute noch der Sozialdienst vom Krankenhaus angerufen – wegen der ReHa von Mama. Und das ne Viertelstunde, bevor der Horrortermin war. Und dazu erzählte mir die Tusse noch in nem Nebensatz, dass Mama morgen aus dem Krankenhaus kommt .. dabei wurde mir am Freitag gesagt, sie käme erst am 12. Juni raus! Und Mama wurde dann am Wochenende erzählt, sie käme am Mittwoch raus (also wieder der ursprüngliche Termin). Und als ich am Wochenende nachfragte, hieß es „… och .. weiß ich auch nicht, fragen Sie doch am Dienstag mal nach, da ist dann wieder n Arzt da..“ Hab ich heute früh gemacht und es hieß: am 12. Juni. Und dann zwei Stunden später ruft mich der Sozialdienst an: „Ihre Mutter kommt ja morgen raus..“ Das ist doch wohl zum DURCHDREHEN!! Innerhalb von fünf Tagen mehrmals mit dem Entlassungstermin hin und her zu springen! Und dann noch der Scheiss mit der ReHa im Anschluss … ab 5. Juli soll die sein. Irgendwo, natürlich kilometerweise entfernt. Da kann ich dann immer nen halben Tag Urlaub nehmen, wenn ich mal hin soll.. Und dann kommt Mama nach drei Wochen wieder raus. Genau DA also, wo ich mich jetzt doch mal getraut hab, ne Woche Urlaub zu planen.

Zum … keine Ahnung was. Ich bin völlig leer gepumpt.

.. und hungrig.

Werde jetzt erst mal was essen! 😦

 

Alles SCHEISSE .. echt!

SCHEISS Leben!!

.. passt nun auch auf diese hier:

Was für einen Fettanteil hat die Waage heute früh bei Barbarella gemessen?

.. genau – 42.

Mist!

Ich hab mich aus den muckeligen 40,5% – 41,5% wieder hochgearbeitet auf die 42%.

Nicht so wirklich verwunderlich .. vermutlich sind mein Arbeitsplatz und meine Wohnung in Gummibärchenkreisen als „Gefahrenzone“ in der Karte verzeichnet..

Warum fällt es mir gerade so schwer, kontrolliert zu essen und regelmäßig Sport zu machen? Das ist mir grad echt zu heftig..

Dabei könnte ich es doch eigentlich auch einfach als „Stressabbau“ sehen – doch irgendwie ist es mir grad echt zu viel.

Menno…

(und trotzdem bin ich noch froh, „erst“ bei den 90er-Bereichen zu sein und nicht in den 91er-Bereich zu kommen…

 

Vielleicht sollte ich mir meine Grenzen niedriger setzen!

Ich merke, dass ich immer gern zur Höchstgrenze hin tendiere und dort dann hängen bleibe!

Hmpf.

 

Oh nein .. die Neun ist wieder da!

Eigentlich klar, so wie ich esse .. doch irgendwie hatte ich gehofft, es bleibt trotzdem unter dieser Grenze!

Dann werde ich mal schauen, dass ich wieder etwas mehr auf die Kalorien achte..

Irgendwie geht mir das dauernde Auf und Ab auf den Sack…

Dauernd wird irgendwo wieder ne Bremse rein gehauen!

Gerade wollte ich ne Überweisung machen ins Ausland .. mööööb! Geht nicht! Muß ich mich erst für freischalten lassen. Geht aber frühestens morgen.

*knirsch*

Wäre ja auch zu einfach schön gewesen, wenn ich einfach mal irgendwas erledigen könnte, dass es dann auch einfach erledigt IST – und nicht noch nen riesigen Rattenschwanz hinter sich her zieht.

Also irgendwie kommt nichts, nichts, nichts bei mir vom Tisch!

Im Büro wird es immer nur noch mehr und wenn ich was erledigen will, dann kann ich sicher sein, dass iiiirgendetwas fehlt oder ne bescheuerte Nachfrage kommt, die wieder irgendwas auslöst und ich es deswegen DOCH nicht fertig bekomme..

*grrrrr*

Oder die Dinge sind einfach von der Sache her so, dass sie in der Luft hängen. Wie jetzt auch mit der Pflege von Mama. Gut, wir haben den Termin beim MDK und inzwischen hab ich noch einen ambulanten Pflegedienst organisiert. Also einen Termin mit dem ambulanten Pflegedienst. Doch dann brauchen wir noch einen Verordnungsschein für die häusliche Krankenpflege zur Medikamentengabe vom Hausarzt, damit die Medikamentengabe von der Krankenkasse übernommen wird. Wäre ja jetzt viel zu einfach, das direkt beim Hausarzt zu bestellen – nein! Wenn das HEUTE bestellt wird, aber erst ab 21. April erfolgen soll, dann würde das ja komisch kommen… also soll ich das später machen. Wieder was, was irgendwie erledigt ist, doch trotzdem nicht erledigt ist, weil es noch was nachzieht.

Oder, dass mir der Laptop für die Mikrozensusinterviews einfach nicht zurück gegeben wird. Er ist in Reparatur und ich sollte den jetzt mal langsam haben für die Interviews! Wenn ich die scheiß Interviews jetzt mit den Formularen machen soll, brauch ich zum einen doppelt so lang und zum anderen können da Fehler entstehen. Das nervt mich unendlich!

Warum ist alles so kompliziert?!

Und selbst Dinge, die doch eigentlich einfach sind, werden verkompliziert!

Ich mag nimmer! 😦

Na gut – manches klappt doch.

Zum Beispiel hat mir die Bücherei ein Buch verlängert, obwohl es eigentlich nimmer ging. Ne Woche drauf nutzt mir schon was. Ist übrigens Die Fettlöserin .. das wollte ich jetzt schon auch mal lesen, wo es doch von so vielen mit Fettlogik überwinden verglichen wird.

Und dass meine Schwester den Termin mit dem MDK ausgemacht hat – und ich mit dem Pflegedienst.

Und dann hab ich noch vom Juristen was ohne Änderungen zurück bekommen .. YEAH! Mir wurde dann auch umgehend der Vertrag gebunden und ich hab ihn sofort zur Unterschrift weiter gegeben. Das ist schon auch toll .. denn diese Vereinbarung dümpelte gefühlt seit 2014 in unterschiedlichen Varianten rum.. Und nun kommt er (unglaublich!) doch mal vom Tisch!

Naja – nur hatte ich leider auch ein unerfreuliches Gespräch heute. Ich mag es nicht, wenn die Leute unzufrieden sind und dann Forderungen stellen, von denen ich weiß, dass ich sie nicht durchsetzen kann. Ich wüßte nicht, wie ich das hinbekommen soll.. Auch wenn ich ihr Anliegen verstehe. Und ich die Leute an sich auch mag..

Andersrum hat mich heute eine Kollegin abgeschirmt in einer Besprechung. Sie meinte, ich brauche da nur hinkommen, wenn Bedarf ist und ich solle einfach nur auf Abruf sein. Ich wurde aber nicht von ihr abgerufen. Und damit wurde mir ein weiteres unangenehmes Gespräch erspart. Dafür bin ich ihr echt sehr dankbar. Mit dieser Kollegin arbeite ich eh sehr gern zusammen 😀

Mit meiner anderen Kollegin auch – die hat mich mit Schokolade gefüttert, als ich frustriert zu ihr bin. Dafür hab ich ihr auch beim Formulieren eines Plakates geholfen und vorher beim Verrücken eines Schrankes..

Und ich hab endlich ne Terminabfrage für ein anderes Gespräch, vor dem ich etwas Bammel hab, raus geschickt. Nun liegt es zumindest nimmer an mir *grins*

Außerdem hatte ich ne echt tolle Mittagspause mit meinem Kollegen. Wir waren lecker essen!

.. einziger Nachteil: Ich hab hinterher ne Gräte im Hals stecken gehabt. Übrigens kitzelt die immer noch leicht da hinten – hoffentlich löst die sich bald! 😦

Ja, ja .. die Gräten des Lebens, die einem so im Hals stecken bleiben.

Und trotzdem so im Resümee ist der Tag durchaus nicht NUR blöd, sondern auch mit einigem Schönen und erfolgreich Absolviertem durchzogen… Und genau betrachtet, war der Tag auch echt nicht langweilig, sondern war schon einiges geboten..

.. und ich bin heute ja ECHT mitteilungsbedürftig! Schon mein dritter Eintrag .. und der Tag hat ja noch vier Stunden – wer weiß, was ich noch alles schreibe 😉

Eigentlich bin ich ja seit drei Wochen bei so einem Aufräumprogramm dabei … die Magische Küchenspüle heißt das Ding und ich hab da schon ein paar Mal mitgemacht und fand es recht motivierend, die täglichen Mails zu bekommen und fand die kleinen Zeiteinheiten von 15 Minuten was machen, sehr überschaubar und trotzdem hab ich eine Verbesserung bemerkt in der Wohnung.

Dieses Mal .. ja .. ich lese die Mails nicht mal 😦

Geschweige denn, dass ich 15 Minuten was mache.

Ich denke nicht mal dran … irgendwie ist eh so viel los. Doch das noch wachsende Chaos daheim ist auch nicht hilfreich, einen Überblick in meinem Leben zu gewinnen.

Vielleicht sollte ich heute einfach anfangen – reinspringen ins Programm, wie es bei der FlyLady heißt.

Doch ich bin so unendlich müde und erschöpft. Heute früh tat mir irgendwie alles weh nach dem Aufwachen.. Doch daheim bleiben ist auch keine Lösung. Selbst wenn ich nicht alle Berge hier wegarbeite, reduziere ich sie zumindest, wenn ich komme und was mache. Einfach ein Schritt nach dem anderen. Ein Projekt nach dem anderen. Obwohl – realistisch gesehen ist es eher: Von allen möglichen Projekten immer wieder ein Schrittchen – und nichts wird wirklich fertig oder kommt vom Tisch 😦

Eigentlich sollte ich mich freuen, dass Ostern vor der Tür steht und damit auch ein paar freie Tage – doch irgendwie bringt mich das alles noch mehr unter Druck hier.

.. und mit Mama weiß ich auch nicht weiter. Hab morgen eine Besprechung mit der Heimleitung – und gestern von einer Pflegerin erfahren, dass Mama nachts durch die Gegend läuft! Sie läuft in der Nacht ohne alles durch dei Gegend – und am Tag bewegt sie sich nur im Rollstuhl vorwärts! Und sie weiß nichts davon, dass sie in der Nacht durch die Gegend läuft.
.. kann sie so wirklich heim?! Was, wenn sie da zur Wohnungstür rausrennt im Schlafanzug und .. keine Ahnung, was!

Es war schlimm, als Mama sich nicht bewegen konnte – doch vielleicht wird alles noch ein größeres Problem, wenn sie sich wieder bewegen KANN!

Wie meinte die Pflegerin? Es gibt „Läufer“, die sich immer bewegen müssen – dazu würde Mama gehören. Und dass sie so eien innere Unruhe hätte. Ja, das kenn ich. Schon seit Jahren hat sie diese innere Unruhe. Unzufriedenheit, nennt es Schnügel auch. Und ich kenn das auch bei mir. Je weniger ich wiege, desto mehr werde ich auch zum „Läufer“ .. in der dickeren Phase wurde ich ja imemr mehr zum „Esser“..

Oh Mann. Irgendwo sind überall nur Probleme .. und nirgends wirklich Lösungen.

 

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