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Seit gestern esse ich wieder – gestern waren es noch 83 kg, also genau 83,0 kg. Damit hatte ich zwar tatsächlich mein Niedrigstgewicht (das war bisher am 28. Januar 2018 83,3 kg) .. trotzdem war ich so ein bisschen *mööb* weil immer noch die 83 da stand und nicht die 82. Albern wegen ein paar hundert Gramm, klar. Und immerhin hatte ich das Ziel erreicht, dieses Fasten unter mein bisheriges Niedrigstgewicht zu kommen.

Jetzt ist es geschafft!

Yeah!

 

Ich bin nicht naiv genug, zu denken, dass es nicht auch wieder etwas ansteigen wird, wenn ich wieder richtig esse – dch es ist trotzdem ein gutes Gefühl.

Und immerhin ist es von gestern auf heute auch weniger geworden. Freut mich.

Das wars auch schon, was es an diesem Wochenende zu freuen gibt.

Gestern hab ich zwei Stunden auf einen Interessenten von eBay-Kleinanzeigen umsonst bei Mama gewartet. Kotzt mich ja echt extrem an! Nicht nur, wegen der vergeudeten Zeit, sondern auch, weil eben nichts weg ist.

Zusätzlich hat einer nach einem mega Rumgehandle um die Waschmaschine einen guten Preis bekommen – und trotzdem ist er nicht erschienen.

Hallo, geht’s noch?!

Ich bin echt stinkesauer, wie unverschämt und respektlos die Leute auf eBay-Kleinanzeigen geworden sind. Dieses Mal mache ich echt sehr schlechte Erfahrungen.

Am Unverschämtesten fand ich, als einer 20 Euro für die Waschmaschine geboten hat. 20 Euro! Für eine Waschmaschine, die kaum benutzt ist und erst gute drei Jahre alt! Ich hab zurückgefragt, ob er sich vertippt hat und 200 Euro gemeint hat – nein, es war sein Ernst.

Ich finde keine Worte, wie unverschämt ich das finde.

Ich hab wirklich das Gefühl, die Leute kommen nur, wenn es etwas geschenkt bekommt – udn das macht mich nicht nur einfach traurig, sondern ich fühle mich zutiefst wertlos. Als ob alles nur Wertlos und und zum Wegwerfen ist, was wir haben – als ob unsere Leben wertlos sind und zum Wegwerfen taugen.

Aber was soll ich machen?

… ich werde jetzt mal shpock runterladen und mal schauen, ob es da anders zugeht. Ich hoffe es.

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War ja vorgestern bei einem Personalrat meines Vertrauens und hab mit ihm gesprochen, dass der Umzug für mich gar nicht geht. Er meinte, er würde mal mit der Personalratsvorsitzenden sprechen. Doch gestern haben die Beiden nicht zusammengefunden. Da er freitags nicht im Haus ist, meinte er, ich solle doch mal heute selbst zu ihr. Eigentlich kann ich ja auch gut mit ihr..

Trotzdem hab ich mich heute den ganzen Tag nicht hoch getraut. Erst irgendwann am Nachmittag hab ich den Mut gefunden – und da war ihr Zimmer dunkel. Ganz toll. Aber im Zimmer vom Abteilungsleiter war noch Licht.. Nur hab ich nicht den Mut gefunden, rein zu gehen. Zumindest nicht gleich. Nachdem ich ne Weile bei den Kollegen im Stockwerk rumgeschlichen bin, bin ich wieder in mein Zimmer zurück und hab mich dann soweit in Wut genervt, dass ich genug Energie bekam, an das Zimmer des Abteilungsleiters zu klopfen – und ihm mein Anliegen vorzutragen.

Okay. Es hat nichts gebracht. Also zumindest nichts in dem Sinne, dass es eine Änderung geben wird.

Doch ich hab immerhin den Mut gefunden, meinen Unmut zu zeigen und zu formulieren. Das ist auch schon mal was.

Frustriert bin ich trotzdem.

Hab mich erst mal von Pete mit einem Espresso trösten lassen und ausgekotzt.

Und dann bin ich traurig zurück in mein Zimmer und wurde sauer – unendlich sauer!

Meine Wut hab ich dann gleich in Aktivität kanalisiert und die gesamten Verfahren der letzten Arbeitsjahre in Archivordner gestopft und aus dem Zimmer in den Archivraum gekarrt. Scheiß Zeug! Altes, drecks Scheißzeug! Anzünden will ich es! Geht mir auf den Sack! Alles geht mir auf den Sack!

Der Abteilungsleiter meinte ja, wir würden dann ja auch neue Schränke bekommen – also wenn ich die furchtbaren Regale bis zur Decke in den anderen Räumen sehe, bekomme ich die totale Vollmeise! Dann bin ich also in Zukunft zu dritt in einen Raum gestopft – zwischen raumhohen Regalen?! Nicht mal DAS darf ich hier selbst bestimmen – wie mein Zimmer eingerichtet wird, sagen auch die Anderen?!

.. könnte schon wieder losheulen vor Wut und Frust und Hilflosigkeit!

Den Vormittag über war ich zwischen wütend, depressiv und komplett neben mir, weil der Umzug Thema wurde und ich inzwischen immer schlimmer drauf reagiere. Ich merke es selbst, dass es völlig bescheuert und überzogen ist – doch ich komme nicht raus aus dieser Teufelsspirale. Dabei denkt es nicht mal unbedingt im Kreis – es ist einfach irgendwie .. keine Ahnung. Komisch halt!

Ein Glück ist heute Faschingsdienstag und ich hab gestern noch schnell ein Kostüm gekauft.

Mit Baströckchen, Blumenketten und einer schwarzen Langhaarperücke kann ich gar nicht schlecht drauf sein, hab ich bemerkt – und dann noch ein bißchen Schminke drauf .. super!

… das Verkleiden hat meine Stimmung sofort gehoben 🙂

Also wenn das so weiter geht:

2018 – geh weg – Du bist SCHEISSE!

Viel zu viel Rummel und Stress .. so war das NICHT geplant! *zornigaufstampf*

Nach der Theaterprobe traf mich eine neue Nachricht wie ein Schlag:

Die Spielstätte unseres Theaters wird Mitte 2018 abgerissen werden.

Das ist also definitiv unsere letzte Saison dort. Dabei sind wir doch erst ein paar Jahre dort! Wir sind doch erst vor wenigen Jahren umgezogen und hatten zwei Jahre zwischendrin keine Bühne!

Ich bin echt schockiert. Und traurig. Richtig traurig. Ist das jetzt das Ende unseres Theaters?

Und ich bin froh – richtig, richtig froh! – dass ich die Rolle dieses Jahr DOCH angenommen habe! Ich hab ja ziemlich lange rumüberlegt. Weil wegen der Kur, dem Stress im Büro, dem Gesundheitszustand von Mama und weil ich ja schon letztes Jahr mitgespielt habe und das halt eine Wochenendbeziehung doch ziemlich beansprucht, wenn ich mehrere Monate lang (fast) jedes Wochenende Theater spiele.

Zudem bin ich echt frustriert, wie viel Aufwand es ist, unsere Daten überall einzutragen bzw. eintragen zu lassen in diverse Veranstaltungskalender – und wie unerfolgreich ich damit bin. Ich meine: Ich kämpfe mich durch x verschiedene Plattformen, um die Termine einzutragen – und im Veranstaltungskalender steht … NIX! Also nachfragen.. Und somit noch mehr Zeitaufwand. Echt ätzend!

Zudem hab ich noch keine wirkliche Form gefunden, wie ich die Veranstaltungen am ansprechendsten eintrage .. ist auch überall etwas anders.

Naja – und dann merke ich: Ich habe wieder ein gesteigertes Verlangen nach Süßem. Ich hab heute extrem mehr Süßkram gegessen, als noch vor zwei Wochen! Nicht gut! Zudem bin ich auch ziemlich unleidlich.. Ich muss mich auch langsam richtig zusammenreißen, dass ich nicht doch mal n Cola kaufe. Der innere Zuckergeifer flüstert mir säuselnd ins Ohr, dass das doch gar nicht so schlimm sei, mal wieder n Cola zu probieren.. DOch ich kenn mich gut genug, dass das der Anfang vom Ende ist.

Schaue mir grad (nochmal) Voll verzuckert an. Ich spüre selbst diese Zuckersucht, von der darin gesprochen wird. Und vielleicht kann ich deswegen heute nicht schlafen? Und bin den ganzen Abend schon unleidlich und esse so schleichend vor mich hin – ohne wirklich irgendein Sättigungsgefühl zu bekommen. ICh könnte die ganze Zeit rummümmeln und trinken und so.. Schöner Mist.

Zudem hab ich auch seit drei Tagen einen immensen Gewichtsaufschwung! Auf einen Schlag bin ich auf fast 85 kg hoch geschnellt – heute waren es sogar über 85 kg. Dafür auch erstmals unter 40 % Fettanteil, aber trotzdem. Ich hab Angst vor einem „Aufschwung“ – sollte wieder gesünder essen. Fällt mir aber schon grad etwas schwer, muss ich zugeben.. Mist.

Brauche einen Zuckerentzug.

Ganz schön schwierig, wenn es innerlich dauernd schreit „Süß, süß – gib mir SÜÜÜSS!“

 

Das Training von vorgestern ist langsam auch zu Po und Beinen durchgedrungen… beim Treppensteigen wirke ich wohl ziemlich ungeschmeidig, wenn ich humpelnd mit kriechender Geschwindigkeit die Stufen erklimme. Ja, ich hab Muskelkater.

Das tut weh – und das tut gut 😀

… denn das bedeutet, dass ich tatsächlich n effektives Training hatte und mich reingehängt hab. Das ist cool und gibt Motivation für mehr 🙂

Auch, dass heute die Waage nicht hoch ging, sondern zweihundert Gramm weniger anzeigte, ist sehr motivierend!

Trotzdem hab ich heute ein bisschen einen Seelenkater. Trotz dass ich heut mit dem Mikrozensus gut voran kam, zwei Maschinen Wäsche geschafft hab und wir bei Mama waren und Kaffee getrunken haben. War schön, besonders, da ich es geniesse, wenn meine Schwester auch da ist.

Doch ich hab Sorge wegen morgen. Dem Zeug, was im Büro auf mich wartet. Und überhaupt überall lauert. Hier in der Wohnung praktisch auf Schritt und Tritt. Ich muss nur kurz vom Laptop aufschauen – da hat es allein in diesem Zimmer so viel zu tun, dass ich wohl ne Woche Urlaub nehmen müsste. Und allein hab ich nicht die Motivation. Zu zweit geht sowas besser. Hätte gern heute mit meiner Schwester zusammen den Schrank ausgemistet. Das finde ich immer recht effektiv, sowas mit Unterstützung zu machen. Und ich könnte Platz brauchen hier – Zeug wegwerfen, loslassen … allein fällt mir sowas schwer. Ich bin nicht gut darin, Sachen auszusortieren. Es ist, wie wenn ich mein Leben wegwerfe. Die Dinge sind für mich wie ein Beweis dafür, was ich erlebt hab, dass ich gelebt hab bis jetzt. Also gefühlsmäßig.

Ich weiss auch, dass das ein Leben in der Vergangenheit ist und blockiert. Trotzdem ist es schwer, los zu lassen.

Mist.

Ich hab nen Seelenkater. Oder auch den „schwarzen Hund“.. Dran zu denken, was alles noch kommt in nächster Zeit.. also da bekomme ich ein Gefühl, dass mich schon etwas zusammendrückt.

Und zudem ist heute irgendwie so ein „ich möchte gern noch was essen .. und noch was … und noch was …“-Abend. Bin überfressen. Mist.

Ich hab es doch erst gerade geschafft, in den Bereich des Übergewichtes zu kommen!!

.. finde das doof, dass sich so ein grauer Schleier über meine Seele legt und ich das vertraute Heilmittel „Essen“ anwende, obwohl ich ja genau weiss, dass das auch nicht wirklich hilft…

Den Wecker hab ich heute früh schon gehört – und auch, wie die Leute zum Frühsport gingen. Den freundlichen Herrn hab ich zum Beispiel am Gehstock erkannt, als er an meinem Zimmer vorbei ging und zum Fahrstuhl. Aus dem Bett geschafft hab ich es leider nicht. Auch nicht um acht zum Frühstück. Nur ganz knapp dann um 8:30 zum ersten Termin. Es gab wieder ne Infusion. Danach zum Frühstück – und wieder hatte ich dieses wunderbare „Buffet-Gefühl“. Da bei mir am Tisch nichts mehr los war (kein Wunder, so spät wie ich dran war) und auch beim freundlichen Herrn keiner am Tisch sass, haben wir uns einfach zusammen gesetzt. Er ist einfach herzig! Und so hatten wir dann auch n interessantes Gespräch. Leider nicht sehr ausführlich, denn ich hatte nur ne knappe halbe Stunde Zeit zum Essen, dann war schon wieder der nächste Termin. Eine Massage bei der tollen Therapeutin und heute liess ich mir den Nacken durchkneten. Die ist einfach auch witzig – hat echt teilweise nen trockenen Humor, die Gute. Ich mag sie gern.

Bis zum Mittag war ich einfach in meinem Zimmer. Bürstenmassage und Co .. halt das volle Programm – mit etwas Getrödel dazu, geb ich ja zu. Bin irgendwie immer noch gedrückt und frustriert – zumindest, wenn ich allein bin. Irgendwie weiss ich nichts mit mir anzufangen – und fühle mich doch dauernd gedrängt, was ich machen sollte. Ich fürchte, das wird nächste Woche noch schlimmer, da ist ja dann die letzte Woche. Oh mein Gott! .. Panik!

Naja – für mich war aber erst mal Mittagessen. Sooo lecker! Es gab Hühnchen, Kartoffeln und Gemüsestreifen, also so spaghettimässig.. Hab leider etwas hektiken müssen am Ende, weil der freundliche Herr für 13 Uhr zu seiner „heitern musikalischen Improvisation“ geladen hatte. Und das war echt soo schön! Es war echt ein Genuss, zuzuhören. Er hatte sich tolle Sachen ausgedacht und wunderbar berührend musikalisch umgesetzt. Alle waren begeistert und wir fragten nach einer Zugabe, die es auch tatsächlich gab.. Soo schön! Ich hab auch noch n Foto mit ihm zusammen gemacht und er hat sich richtig gefreut. Und ich hab mich dann auch richtig gefreut, als er kurz darauf fragte, ob er vielleicht meine Adresse haben kann, damit er mir mal schreiben kann. Oh wie schön! Und dann brachte er mir einen Umschlag, in dem eine sehr berührende Geschichte war und einige seiner Karten. Es gab fünf leere Karten und auf einer hatte er mir noch gedankt. Da ist mir echt das Herz übergelaufen vor Freude.

Dann bin ich noch n bisschen aufs Zimmer denn eigentlich wollte ich noch ne WEile raus. Wetter war ja nicht so schlecht. Also zumindest kein Regen.. Doch irgendwie schaffte ich es nicht raus. Hat der Phlegma zugeschlagen irgendwie.. Hab bloss blöd fern geguckt.. Als ich mich so halbwegs aufraffen hätte können, war es knapp vor der nächsten Anwendung – also erst mal wieder rein in die Trainingshose, denn ich hatte mich für das Mittagskonzert extra etwas schöner gestylt.

Die Organbehandlung war wieder echt super – und ich bin immer noch verwundert über meinen niedrigen Blutdruck. Also dass ich mal Tabletten genommen hab wegen zu hohem Blutdruck, ist echt grad unglaublich..

Hinterher im Zimmer hab ich dann bei Mama angerufen – meine Schwester hatte schon am Vormittag ne beunruhigende Nachricht geschickt. Vielleicht war ich ja auch deswegen den ganzen Tag ein wenig gedrückt gewesen.. ?? Naja – Mama hörte sich nicht so gut an. Nicht ganz schlecht, aber schon auch nicht grad gut. Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass so eine Darmsanierungskur für sie SUPERwichtig wäre.. Ich weiss nicht, wie ich das anleiern soll. Denn ganz klar: Ohne Betreuung kann sie nicht in diese Klinik. Da ist sie viel zu unselbständig. Letztlich ist hier nicht genug Betreuung, klar – ist hier ja kein Pflegeheim.

Naja, ich hatte dann vor, am Abend zu so einem Meditationsabend zu gehen. Der begann um 19 Uhr – doch wir hatten so nette Gespräche am Tisch, dass ich mich nicht so richtig loseisen konnte. Vielleicht hab ich mich auch nicht weg getraut .. ich weiss auch nicht. Auf jeden Fall fuhr mich meine Tischnachbarn (die noch in die Sauna in ihr Fitnessstudio wollte) dann zu dem Meditationsabend hin, trotzdem war ich erst um 19:15 Uhr da – und es war abgesperrt. Eigentlich logisch, dass man nicht irgendwann in die Meditation reinplatzen kann..

Ich ging dann frustriert zurück zur Klinik.. Naja, so hab ich zumindest noch ein paar Schritte Bewegung gehabt..

.. und dann konnte ich ja immerhin Thor – das dunkle Königreich im Fernsehen schauen..

Ich setzte mich also im Gemeinschaftsraum an den Flügel und klimperte ein bisschen rum .. ich kann ja nicht spielen, nur so rumklimpern. Kann nur ein bisschen Flohwalzer – und ansonsten klimperte ich noch Fuchs, Du hast die Gans gestohlen, probierte mich an Heidi und Nun danket alle Gott.. Machte echt Spass – und zum Glück sind die Gästezimmer ja so weit weg, dass das keiner hört.

.. und Thor war auch schön 😉

Yeah .. ich hab es zum Frühsport geschafft!

Okay – das hatte wohl vor allem zwei Gründe:

Zum einen hatte ich meinen ersten Termin (Infusion) wieder bereits um acht – zum anderen meinte meine Kollegin, es sei notwendig, im Gruppenchat von ihr, mir und einer weiteren Kollegin um kurz nach sieben zu berichten, dass ihr Zug nicht fährt. Interessiert mich BRENNEND, wenn ich auf Kur bin und über 200 km weit weg vom Büro! *grrrrrrr*

Naja, auf jeden Fall bin ich schwerst gähnend beim Frühsport erschienen und hatte dann auch gleich den ersten Termin im Anschluss. Na und dann ging es zum Frühstück … Letzter Tag Fastenaufbau. Ab morgen bekomm ich wieder „normales Essen“. Und um 9:30 war schon die Organbehandlung. Im Anschluss bin ich ins Zimmer hoch – voll platt. Bin glaub sogar ein bisschen abgenickt, bis der Zimmerservice klopfte. War dann aber so platt, dass ich hinterher weiter gedöst hab und somit grad noch rechtzeitig um 11:15 zur Massage bei der Therapeutin, die ein bisschen anstrengend ist, kam. Ich komm inzwischen ganz gut mit ihr zurecht. Und sie macht die Therapie auch echt gut, kann man nichts sagen.

Nach dem Mittagessen, zu dem ich dann gleich ging, hab ich erst mal den Rechner in der Lobby überfallen und ein bisschen gespielt – als der freundliche Herr kam und mich fragte, ob ich kurz Zeit hätte. Ich hab dann für ihn wieder was am Rechner geschrieben. Zum einen ein tolles Gedicht als Dankeschön für das Team, zum anderen eine Einladung für alle in der Klinik zu einer „kleinen musikalischen Improvisation“ … oh, das wird toll! Ich höre ihn öfters am Flügel proben, wenn ich am Rechner spiele..

Ich hab ihm auch gern geschrieben – doch ich kann dann etwas in Zeitknappheit, denn ich wollte ja rechtzeitig bei der Führung sein und somit stürmte ich los und war fünf vor drei am Museum. Und zwar allein. GANZ allein. Vor einem geschlossenen Museum.

Wie jetzt?!

Ich ging hoch in die Touristeninformation und erfuhr, dass es nicht genügend Anmeldungen gegeben hätte – und überhaupt hätte ich mich bis 12 Uhr anmelden sollen für die Führung. Da es eben (wie gesagt) zu wenig Anmeldungen gegeben hatte, fand die Führung gar nicht statt. Hätte ich mich angemeldet, wäre sie vielleicht gewesen. Na TOLL! Ich war voll frustriert. So richtig weltschmerzfrustiert. Ich hatte eh schon am Vormittag beim Dösen so ne seelische Tiefphase gehabt – und nun zog es mich vollends runter. Ich hatte zu gar nichts mehr Bock. ALso setzte ich mich ins Bistro und trank nen Tee und spielte mit meinem Handy.

Menno – alles blöd.

Keiner liebt mich.

Von meiner Kollegin kam ich mir auch geschnitten vor. Und ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht bei meiner Chefin angerufen hatte, dass ich ne Woche Verlängerung habe. Und Angst, was im Büro los ist. Und mit Mama. Und im Theater. Und überhaupt… *frust*

Da es dann bald fünf vorbei war, machte ich mich auf den Heimweg .. seit ich wieder esse, hab ich leider auch öfters mal nen knurrenden Magen.

Auf dem Heimweg ging ich bei nem Haus vorbei, in dem wohl Seminar statt finden und ich gesehen hatte, dass an Dienstag Abenden „Gespräche“ statt finden. Ich schlenderte mal rein und erkundigte mich .. also da würde ich heute nach dem Abendessen hin gehen, beschloss ich.

Also nichts wie heim – Abendessen. Mit echt netten Gesprächen am Tisch.

Und dann ging ich wieder los .. und war die Einzigste!

Ist ja echt phänomenal, im November auf Kur zu sein .. es ist nirgends was los!

Nun ja, auf jeden Fall hat der „Gesprächsleiter“schon auf mich gewartet – also war es gut gewesen, dass ich vorher vorbeigeschaut hatte. WIr hatten dann auch ne echt interessante Unterhaltung. EInfach so – ohne besonderes Thema sprachen wir von Reisen, Whisky, Arbeit, Theater, Kunst und was sonst noch alles so aufkam.

Nach neun ging ich dann wieder Richtung Heimat. Und nachdem ich noch ne Weile auf meinem Zimmer rumgemacht hab, bin ich (mal wieder) in die Lobby – weil das mit dem WLAN im Zimmer leider immer noch nicht klappt. Frustig, aber naja…

Es ist Samstag Abend und ich hab das Gefühl, es ist Sonntag.

Sitze im Hotelzimmer und hatte den ganzen Tag Seminar. Eigentlich hatte ich ja gedacht, ich mach dann hier Abends was. Doch ich hab null Bock. Ich bin frustriert und möchte nur noch essen. Und das Hotelzimmer hat nicht mal ne Badewanne – sonst würde ich da jetzt rein liegen.

Das war übrigens früher glaub meine Entspannungsmethode Nummer Eins. Ich weiss noch, dass ich zu Prüfungszeiten teilweise zweimal am Tag in der Wanne lag. Manchmal inklusive Zeug zum Lernen. Aber es kann nicht meine einzige Entspannungsmethode gewesen sein – sonst hätte ich nicht so zugenommen in der Zeit, als ich mein Diplom geschrieben hab. Aber gut..

Mir ist kalt und ich fühle mich mies.

Ich möchte mich gern damit rausreden, dass es ja schlechtes Wetter ist und ich darum nimmer raus gehe – doch obwohl es den ganzen Tag geregnet hat, ist es nun trocken von oben. Also ist die Ausrede durchschaubar.

Sollte eigentlich noch für morgen was Bearbeiten… doch es fällt mir schwer. Ich hab keine Lust. Und deswegen versumpfe ich ein bisschen im Netz.

Blöd.

Wenn ich jetzt den Fernseher anschalte, ist es vorbei!

… dabei könnte ich wirklich ein bisschen spazieren gehen .. Wald und so. Schliesslich bin ich hier im Schwarzwald (glaub ich).

Nörgel.

Ich glaub, ich zieh mal los und trink nen Kaffee. Das wäre doch ein halbwegs kalorienverträglicher Anfang, oder?

Und wenn ich erst mal in Bewegung bin, geh ich vielleicht tatsächlich noch ein bisschen spazieren. 8.356 Schritte hab ich heute schon. Ist doch gar nimmer so viel bis zur 10.000…

Also los!

Nun endet also mein erster Tag seit langem, an dem ich Kalorien gezählt hab.

Fazit?

Ich hab gefühlt nichts gegessen – und trotzdem gute 1800 kcal auf dem Konto! Also grad mal um die 300 kcal unter Tagesbedarf.

Und das mit einem ganzen Tag gefühlten „nichts Essens“ und unendlich vielen „Ach nee, das ess ich jetzt nicht, das hat ja zu viel Kalorien und die muss ich dann aufschreiben..“. Unendlich oftem „sein lassen“. Und irgendwie ist das frustrierend, sich den ganzen Tag zurück zu halten und dauernd und immer und überall nur „Nein. Ich ess das jetzt NICHT!“ im Kopf zu haben. Hatte gar nicht in Erinnerung, dass es derart schwer ist. Hab aber schon in letzter Zeit ja auch immer mal noch nur mal diesen Joghurt und noch mal eben dieses Brot und hatte mir wirklich mal diese (gar nicht so kleine) Tafel Schokolade verdient..

Ein echt hoher Preis – für grad mal popelige 300 gesparte kcal..

Zudem find ich es schon etwas schwierig, glutenfrei auf jeden Fall und laktosefrei im Idealfall (also nennen wir es mal laktosearm, das trifft es besser) zu essen und dann noch auf die Kalorien zu achten. Natürlich – Obst und Gemüse haben kein Gluten und keine Laktose … sind allerdings auch nicht wirklich alltagstaugliche Lebensmittel, wie ich finde..

Nun gut.

Nichts desto trotz war der erste Tag von der Bilanz her ein Erfolg (bleib unter meinem Bedarf – also ein dreifaches Hurra!), doch ich geh jetzt hungrig schlafen. Und auf die Dauer ist das wohl dann nicht so ne dolle Sache und schwächt eine gewisse Prise Zweifel und Frust mein Glücksgefühl..

Da steckt also definitiv noch Verbesserungspotential drin.

April 2018
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