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Okay – war jetzt echt schwer ne Überschrift zu finden. Unter „Ordnungsliebe“ was zu schreiben, ist ja schon irgendwie ziemlich … hart … für mich, also auf jeden Fall mal ne sehr ungewohnte Überschrift. Doch „Tag der Ordnung“ passt auch nicht so ganz. Oder „Tag der Ordnungsliebe“ – „Tag der Ordentlichkeit“?? .. Hm .. weiß auch nicht. Teilweise stellen sich mir schon fast die Nackenhaare auf, wenn ich „Ordnung“ nur schreibe, egal in welcher Zusammensetzung hier..

Nun gut, jedenfalls möchte ich mehr Ordnung, Übersicht in mein Leben, meine Wohnung bringen. Und ich ahne, dass ich dafür ein System brauche, dass nicht dem alten System entspricht – denn das Verhalten weiter zu machen wie bisher hat halt eher zu UNordnung geführt, als zu Ordnung.

Die derzeitige Teilnahme am Programm der magischen Küchenspüle hilft schon mal echt. Und ich mache es auch wirklich täglich. Gestern auch wieder – von halb eins bis eins. Doch ob ich das wirklich auf die Dauer durchhalte, dass ich Putzen in der Nachtschicht mache, ist auch eher fraglich.. Wäre wohl auch nicht unbedingt so toll. Obwohl es schon ein tolles Gefühl ist, wenn ich täglich etwas tu, dass die Wohnung ordentlicher wird. Gestern war übrigens der Herd dran. Okay, dachte ich, da gibt es ja nimmer sooo viel zu putzen, ich hab ja schon am Wochenende an dem Ding rumgeschrubbt. Also hab ich den Backofen gemacht. Da war die Viertelstunde aber schon zu kurz, bis ich das Gitter und die untere Platte mal kräftig abgeschrubbt hatte… Hätte ich jetzt gar nicht so gedacht. Doch es stimmt mich echt fröhlich, den Herd nun so geputzt zu sehen – oder auch nur dran zu denken (ich sehe ihn ja grad nicht und hab trotzdem ein Lächeln auf den Lippen).

Okay, also: Ordnung macht fröhlich. Ordnung gibt Klarheit. Ordnung vereinfacht. Und ich hab wirklich ein paar tolle Alltagstipps gefunden, von denen ich gern den ein oder anderen adoptieren möchte.

10 Dinge, die ordentliche Menschen jeden Tag tun

Viele sind interessanterweise eh die gleichen, die auch bei der magischen Küchenspüle gelten, zum Beispiel das Bett machen oder sich abends rauslegen, was man am nächsten Morgen anziehen möchte. Hab dann noch was anderes gefunden, was mich sehr angesprochen hat:

Warum Aufräum-Aktionen alleine Sie nicht weiterbringen, wenn Sie es ordentlicher haben wollen

.. fand ich spannend, denn auch ich bin jemand, der immer auf DIE eine Aufräumaktion hofft, die dann alles regelt und dann ist alles wunderbar. Auch wenn ich (soweit ich weiß) kein ADHS habe. Und klar WEISS ich, dass ich auch dranbleiben muß, um die Ordnung zu erhalten. Doch das verdränge ich gern. Oder bin dann zu bequem, so im Alltag. Und ich denke, genau DAS ist mein Ansatzpunkt. Mir da eine Rampe zu schaffen, dass die Stufen zum alltäglichen Tun nicht zu hoch sind, sondern den Höhenunterschied bequem für mich zu überwinden ist, damit ich dranbleibe und im besten Fall eine Gewohnheit daraus entwickle.

Und ausmisten, damit es weniger ist, was ich da im Zaum halten muss, kann auch nicht schaden. Behutsam ausmisten. Schritt für Schritt – damit ich es auch schaffe. Mit Rampen statt Stufen.

.. wird schon werden! Ich finde einen Weg! 🙂

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Eigentlich bin ich ja seit drei Wochen bei so einem Aufräumprogramm dabei … die Magische Küchenspüle heißt das Ding und ich hab da schon ein paar Mal mitgemacht und fand es recht motivierend, die täglichen Mails zu bekommen und fand die kleinen Zeiteinheiten von 15 Minuten was machen, sehr überschaubar und trotzdem hab ich eine Verbesserung bemerkt in der Wohnung.

Dieses Mal .. ja .. ich lese die Mails nicht mal 😦

Geschweige denn, dass ich 15 Minuten was mache.

Ich denke nicht mal dran … irgendwie ist eh so viel los. Doch das noch wachsende Chaos daheim ist auch nicht hilfreich, einen Überblick in meinem Leben zu gewinnen.

Vielleicht sollte ich heute einfach anfangen – reinspringen ins Programm, wie es bei der FlyLady heißt.

Doch ich bin so unendlich müde und erschöpft. Heute früh tat mir irgendwie alles weh nach dem Aufwachen.. Doch daheim bleiben ist auch keine Lösung. Selbst wenn ich nicht alle Berge hier wegarbeite, reduziere ich sie zumindest, wenn ich komme und was mache. Einfach ein Schritt nach dem anderen. Ein Projekt nach dem anderen. Obwohl – realistisch gesehen ist es eher: Von allen möglichen Projekten immer wieder ein Schrittchen – und nichts wird wirklich fertig oder kommt vom Tisch 😦

Eigentlich sollte ich mich freuen, dass Ostern vor der Tür steht und damit auch ein paar freie Tage – doch irgendwie bringt mich das alles noch mehr unter Druck hier.

.. und mit Mama weiß ich auch nicht weiter. Hab morgen eine Besprechung mit der Heimleitung – und gestern von einer Pflegerin erfahren, dass Mama nachts durch die Gegend läuft! Sie läuft in der Nacht ohne alles durch dei Gegend – und am Tag bewegt sie sich nur im Rollstuhl vorwärts! Und sie weiß nichts davon, dass sie in der Nacht durch die Gegend läuft.
.. kann sie so wirklich heim?! Was, wenn sie da zur Wohnungstür rausrennt im Schlafanzug und .. keine Ahnung, was!

Es war schlimm, als Mama sich nicht bewegen konnte – doch vielleicht wird alles noch ein größeres Problem, wenn sie sich wieder bewegen KANN!

Wie meinte die Pflegerin? Es gibt „Läufer“, die sich immer bewegen müssen – dazu würde Mama gehören. Und dass sie so eien innere Unruhe hätte. Ja, das kenn ich. Schon seit Jahren hat sie diese innere Unruhe. Unzufriedenheit, nennt es Schnügel auch. Und ich kenn das auch bei mir. Je weniger ich wiege, desto mehr werde ich auch zum „Läufer“ .. in der dickeren Phase wurde ich ja imemr mehr zum „Esser“..

Oh Mann. Irgendwo sind überall nur Probleme .. und nirgends wirklich Lösungen.

 

Bin fleißig dabei, das Mailfach zu entmisten..

Von 1000 ungelesenen Mails stehen nun „nur noch“ (aktuell) 159 als ungelesen drin. Hab einiges gelöscht, aber auch einiges verschoben, neue Ordner erstellt, manche auch schlicht gelesen – irgendwie halt versucht, mit der Machete ein Loch ins Mailgestrüpp zu schlagen. Auch wenn die Zahlen natürlich etwas trügen, weil ich nun halt noch mehrere Ordner mit ungelesenen Mails habe *flöt* … aber trotzdem:

Ich finde, das ist schon mal eine echt gute Änderung. Ein guter Start, sozusagen. Eine gute Basis, um weiter zu machen.

Wenn das Ungelesene nun etwas auseinandergezerrt, sozusagen „entfilzt“ ist, wird es doch auch etwas übersichtlicher.

(ja – dies dient hier gerade zu meiner eigenen Motivation!)

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