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Vor meinem zweiten Kur-Tag (der ja eigentlich der erste „richtige“ ist, am ersten bin ich ja bloss angekommen, sonst nichts) lag leider die erste Kur-Nacht.

Ein Wort dazu: Schrecklich!

Mein Zimmer fand ich zuerst ja echt nett. Dachschräge, zwei Betten unter der Dachschräge und erstaunlicherweise hab ich beinahe meinen ganzen Krempel unterbekommen im Zimmer. Dass ich keine Lust hab ins Bett zu gehen, kenn ich ja schon. War also auch nichts so Neues. Aber wie ich dann feststellte: Das hatte andere Gründe. Die Dachschräge, die mit Holz verkleidet ist, erdrückte mich regelrecht in meinem Bett. Ich bekam nahezu klaustrophobische Zustände, fühlte mich eingeengt und war entsetzlich unruhig, hab mich letztlich im Bett gedreht, um wenigstens nicht mit dem Kopf in der Ecke zu liegen. An Schlaf oder eine entspannte Nacht war also nicht wirklich zu denken – folglich bin ich erst gegen vier, fünf Uhr eingeschlafen.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, gleich „richtig“ einzusteigen und somit gleich um 7:30 Uhr zur Gymnastik zu gehen – doch das verwarf ich mal gleich wieder, als der Wecker um 6:45 Uhr klingelte. Ich ging dann erst zu meinem ersten Termin um 8:45 Uhr: Blut abnehmen. Dort erzählte ich von meiner Horrornacht. Hab echt überlegt, ob ich nach einem anderen Zimmer frage.. Doch ich probier es noch ne Nacht – mal schauen, ob ich mich erst mal dran gewöhnen muss.

Nach dem Blutabnehmen ging ich zum Frühstück. Einmal Haferschleim, bitte. War nicht so schlecht, wie zuerst gedacht. Besonders, als ich ein bisschen Honig rein mischte.

Mein nächster Termin war die Aufnahmeuntersuchung. Der Arzt nahm sich viel Zeit und ich kam mir gut gehört vor. Er hat zwar auch ein bisschen den Hang zum „Abfragen“, doch das stört mich nicht. Ich finde ihn sehr offen, einfühlsam, herzlich und mag ihn gern. Fühle mich gut aufgehoben.

Ich kam dann grad wieder rechtzeitig zum Mittagessen raus. Ein Teller mit gedünstetem Gemüse. Wirklich sehr lecker!

Doch auch zur ersten Anwendung war dann schon nicht mehr viel Zeit – bereits um 13:30 war die erste meiner drei Anwendungen am Nachmittag, um 15:00 und 16:00 folgten die anderen. Ich war genudelt platt schon nach der ersten und verkroch mich immer kurz dazwischen auf mein Bett, um ein bisschen hinzuliegen. Um 18:00 Uhr gab es dann Abendessen, eine Kartoffelsuppe – und das war es dann.

Eigentlich wäre es ja geschickt gewesen, wenn ich noch in den Ort gefahren wäre – oder vielleicht auch gelaufen, doch ich hatte echt null Bock und Energie. Vielleicht morgen. Oder vielleicht auch nicht, denn wenn ich es richtig verstanden hab, geht morgen das Fasten los und dann ist eh eher schonen angesagt, als riesig durch die Gegend rennen.

Also irgendwie fühl ich mich immer noch ein bisschen unorientiert und überfordert. Ich sollte noch einiges an Informationen lesen und hören – und das ist mir grad echt zu viel. Ich weiß, ich bin faul.. Ich mach es morgen. Versprochen!

Jetzt geh ich ins Bett..

 

Ach übrigens: Beim Arzt auf der Waage hatte ich 99,2 kg .. also mit Schuhen und drum und dran. Bin gespannt, mit welchem Gewicht ich hier die Klinik verlasse..

Ich versuche mir zwar immer einzureden, dass mir das nicht das Wichtigste ist – doch ich freu mich schon gewaltig drauf, wenn die Pfunde purzeln, ehrlich gesagt..

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So – bin dann also heute um 17 Uhr in der Kurklinik angekommen. Nachdem ich gestern hochdramatisch und viel zu viel eingepackt hab. Ich hab tatsächlich einen grossen Trolley, einen kleinen Trolley, eine riesige Tasche und einen Rucksack nebst einer Laptop-Tasche und einem Beutel mit (ja, man glaubt es kaum, aber es ist tatsächlich eine Tatsache) meinen Unterlagen für die Lohnsteuer. Ich weiss nicht, ob ich das überhaupt anschaue – aber nach einem wahnsinnigen inneren Hin und Her hab ich es mitgenommen. Schnüggel weiss davon nichts. Der hält mich eh schon für komplett irre mir meinem Monstergepäck.

Okay – vermutlich bin ich somit für alle hier vorbereitet. Oder auch nicht. So Zeug wie einen Bademantel hab ich nämlich nicht. Aber egal.

Nun hab ich mir mal meinen morgigen „Stundenplan“ abgeschrieben – ich hab sage und schreibe FÜNF Termine .. und ausser „Aufnahmeuntersuchung“ weiss ich mit dem Rest nichts anzufangen.

Ich bin irgendwie echt ziemlich aufgeregt und komm so gar nicht runter.

Hoffe, das legt sich mal in der nächsten Zeit..

Auf jeden Fall möchte ich morgen unbedingt auf die Waage stehen! Hoffe, ich denke dran..

Ist Ostern nicht so eine „alles wird neu – es ist Frühling!“-Fest?

Ehrlich gesagt hab ich gar nicht viel mit Ostern mitbekommen dieses Jahr. Doch ich bin unendlich froh, dass ich vier arbeitsfreie Tage hatte. Und ich war – ehrlich gesagt – sehr froh, dass Schnüggel erst am Samstag kam.

Ich hab den Karfreitag mal einfach GAR NICHTS getan. Den ganzen Tag nur gespielt, fern gesehen und geschlafen. Nichts gewaschen, nichts erledigt, nicht bei Mama angerufen .. einfach NICHTS.

Ich war so froh, einfach einen Tag lang nur meine Ruhe vor der Welt zu haben.

Samstag hatte ich dann Termine für den Mikrozensus. Das lief super 😀

Nachdem ich Donnerstag noch meinen Laptop bekommen hab (sozusagen in letzter Minute), war das ja schon auch noch etwas aufregend gewesen (um nicht zu sagen: nervig). Am Donnerstag Abend war dann die letzte Theateraufführung .. hat echt super Spaß gemacht und es waren drei liebe Freundinnen da, worüber ich mich total gefreut hab 😀

Ansonsten war am Samstag noch ein bißchen einkaufen angesagt, als Schnüggel dann da war .. und am Sonntag haben wir Mama geholt und sind zu ihr nach Hause gefahren, wo wir gemeinsam Kaffee getrunken haben. Sonntag war Mama echt SUPER drauf! Sie läuft auch ohne alles wieder einwandfrei .. echt der Hammer!

Montag jedoch .. naja, also da war es echt wieder eher schwierig, mit Mama zurecht zu kommen. Zu Beginn war sie toll drauf – dann kam plötzlich ein Einbruch und es war alles Mist. Alle bevormunden sie und sie darf nie machen, was sie will. Als wir fragten, was sie denn will oder wollte, meinte sie, das wüßte sie nicht. Aber sie sei nicht daran schuld, dass sie das nicht wüßte, da wären die anderen schuld, die ihr ja nie ihren Willen lassen.. Überhaupt: Das hätte sie alles ganz anders geregelt mit ihrer Krankheit! Warum sie in dieser „Wohnung“ hier untergebracht worden wäre! Das hätte man auch anders regeln können. Immer würde alles gegen ihren Willen gemacht und alle würden sie stressen. Und sie fühle sich hier bevormundet und keiner lässt sie was machen – doch nun hätten wir alle sie ja auch derart heruntergewirtschaftet, dass sie sich total überfordert fühlt.

Zu deutsch: Sie will nicht im sicheren Heim bleiben, wo sie versorgt und umsorgt wird, das nervt sie, sie will heim – doch sie will auch nicht daheim sein, wo sie sich überfordert fühlt und will eine Sicherheit.

.. na das kann ja heiter werden.

Bin echt gespannt auf diese Woche .. das wird ja wirklich sehr aufregend.

Dabei ist mir eh schon den ganzen Vormittag schlecht, weil heute meine neue Chefin kommt und mir das an die Nieren geht, wie das hier dann wird..

Unsicherheit auf allen Ebenen!

Bin schon etwas angespannt.. Und bis Anfang Mai ist irgendwie auch nirgends mal ne Pause in Sicht. Wenn mich jemand besucht, meint der vielleicht, ich hätte für ihn den roten Teppich ausgerollt .. doch das ist eigentlich meine heraushängende Zunge, vom dauernden Hin- und Hergehechle..

Hoffe, das Ringang-Zeug schlägt bald an.

Obwohl: Dieses komische Gemüsepulver schmeckt derart unerträglich, dass ich es gestern mal weg gelassen hab. Und die Tage davor, die Portion reduziert hab. Mir wurde zu Beginn eh immer schlecht davon .. das ist wohl nicht so der Bringer für mich..

Es hat nichts genutzt! Dass ich gestern im Büro war, meine ich!

.. zumindest nicht für meinen Nachtschlaf.

Es ist gleich halb vier und ich noch wach.

Zuerst wollte ich nicht ins Bett und schlafen schon mal gar nicht (ja, das ist so eine blöde Masche von mir), dann hatte ich mich doch endlich im Bett und wollte immer noch nicht schlafen und hab n bisschen Film geschaut und gedacht, davon schlaf ich eh ein – war aber ne Stunde später noch wach. Mist. Und trotz Licht aus und so konnte ich dann auch nicht schlafen. Die ganze Zeit fällt mir ein, was ich noch alles morgen tun muss und wie ich das alles noch in dieser Woche schaffen soll mit meinem Chef .. und dann bekam ich den Horror, dass ich ja seinen Job bekommen könnte und dann vielleicht nie mehr schlafen könnte, weil ich überhaupt nimmer aus dem Panikmodus und dem Hamsterrad rauskomme und so! *Haaresträub*

Jetzt hab ich mal bescheuert gegoogelt zum Thema „ich will nicht schlafen, obwohl ich müde bin“ .. obwohl .. inzwischen WILL ich ja irgendwie schon schlafen! Ich hab ja nimmer mehr als zwei / drei popelige Stunden, bis ich wieder aufstehen muss! *PANIK*

… fand auf jeden Fall nen hübschen Artikel in der Brigitte (in der BRIGITTE!!) Die Lieblingssünde: Nicht schlafen wollen… den find ich ja irgendwie fast aufmunternd. Macht fast schon Werbung für schlechte Nächte! Auf jeden FAll in gewisser Weise Lust drauf.. Da steht, dass man nach einer Nacht mit wenig und schlechtem Schlaf meist viel aufgedrehter und entscheidungsfreudiger und tatkräftiger ist. Oder so ähnlich. Na auf jeden Fall anders halt, als ausgeschlafen. Find ich tröstlich. Und kann ich auch irgendwie bestätigen 😀

… ausser bei Schnüggel. Der ist mit wenig Schlaf ne noch grössere Schlaftablette, als wenn er genug (= mindestens acht Stunden!!) Schlaf hatte.

Sorry Schnüggel .. is aber echt so.

Wenn ich nicht so hibbelig und unruhig wäre, könnte ich mich konzentrieren.

Wenn ich mich konzentrieren könnte, könnte ich was (weg)arbeiten.

Wenn ich was (weg)gearbeitet hätte, wäre der Druck geringer.

Wenn der Druck geringer wäre, wäre ich innerlich nicht so hibbelig und unruhig.

Und wenn ich nicht so hibbelig und… MIST!!!

 

Ich glaub, ich esse mal was zur Beruhigung. Vielleicht ne Schokolade??

 

Seufz.

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