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Vielleicht hat mich derzeit einfach ein Dämon besetzt .. der Dämon des Leidens.

Er impft mir ein, wie schlecht alles ist und wie ausweglos und wie sehr ich doch leide. Besonders fällt mir an der Stelle auch auf: Wie gern ich doch leide! Ich armes, armes bedauernswertes Wesen – ich Opfer der Umstände. Bin ja so hilflos und unschuldig und alle alle anderen sind die Bösen und wegen denen allen geht es mir so schlecht. Ich hab ja alles irgendwie immer ganz anders gewollt, aber es ist ja nie gegangen!

Und schaut nur alle her, wie ich leide! Ich bin die Königin des Leidens auf einem Thron der Tränen!

Ja – und IHR seid schuld dran!

Guckt mal – ich leide jetzt noch ein bißchen mehr, damit es EUCH auch so richtig schlecht geht, wenn ihr seht, wie furchtbar ich dran bin – denn IHR seid schuld!

Jawoll!

 

 

… krank, oder?

Wird Zeit, dass ich dem Dämon in den Arsch trete! War lang genug zu Besuch .. und man kennt ja den Spruch mit den Gästen und dem Fisch, nö?

 

Es scheint also Hoffnung zu geben für mich. Ich bin zwar noch nicht so ganz auf dem Damm, erkenne jedoch schon die Absurdität der Gefühlslage. Und bekanntlich ist Erkenntnis ja der erste Schritt zur Änderung 😉

 

Außerdem erkenne ich da oben auch ein Muster, dass ich immer wieder bei Mama sehe .. und das ich so gar nicht verfestigen möchte bei mir!

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Das ist die Abschiedsformel von Veit Lindaus gestrigem Mail gewesen. Ich bekomme nämlich im Rahmen des Human Trust tägliche ne Motivationsmail. Lese die aber in letzter Zeit nicht oft.

Wenn ich die Mail von gestern heute lese – es ist der blanke Hohn …

Kurz zusammengefasst steht drin:„Nutze die Zeit heute – Du weißt nicht, wann Dein letzter Tag ist.“

Und was hab ich gestern gemacht?

Eine Megakrise gehabt. Eine regelrechte Lebenskrise gehabt.

Und ich bin noch nicht wirklich raus aus der Krise.

Ich fühle mich schlicht und ergreifend einsam, allein und mein Leben fühlt sich verschwendet an. So ohne Kinder. Ohne, dass da jemand ist, dem ich was bedeute und wichtig bin. (Ohne dass ich mir selbst wichtig bin..??) Und das ist natürlich ungerecht, denn ich bin ja zum Beispiel Schnüggel wichtig. Sagte er auch gestern. Und er wiederholte auch, dass er versteht, warum bisher kein Mann mit mir Kinder wollte … ich sei .. keine Ahnung .. nicht fähig, eine Mutter zu sein. Dass das Leben schon gewußt hätte, warum ich keine Kinder hab. Ich wäre total damit überfordert gewesen, ich wäre doch schon so (also ohne Kinder) vom Leben überfordert.

Das erschüttert mich total.

Ja, ich weiß auch, dass ich in diesem Leben nicht mehr Mutter werde.

Doch trotzdem.

Dieser Sonntag, er hängt mir nach.

Und ihm auch.

Er hat vorhin geschrieben, es ginge ihm nicht wirklich gut .. er hätte das Gefühl, mir mein Leben ruiniert zu haben (weil ich keine Kinder habe und sie nun auch in diesem Leben nicht mehr bekommen werde).

Hat er natürlich nicht allein. Ich bin ja selbst schuld, mein Leben geführt zu haben, wie ich es geführt habe und auch diese Partnerschaft eingegangen zu sein. Er sagte gleich zu Beginn, er wolle keine Kinder.

….

Und mir fällt einfach nichts mehr ein zu mir, meinen Wünschen, meinem Leben oder sonst irgendwas, was den gesamten Pfusch, den ich „mein Leben“ nenne, irgendwie rechtfertigt.

Wahrscheinlich nutzt alles rechtfertigen eh nichts. Das ist nur „Hirnfickerei“ und ändert nichts am Gefühl.

Was bleibt, ist ein schwarzes Loch, in dem ich mich im Moment befinde.

Also eigentlich war es ja eh schon klar, aber seit vorgestern ist es nun definitiv mit Brief und Siegel und drum und dran, dass mein Chef geht.

Irgendwie kann ich das immer noch nicht so ganz glauben. Bin ja ziemlich gut im Verdrängen und zur Seite schieben..

Wie das dann wird – und ob ich selbst in sein Zimmer einziehe … das ist alles Unvorstellbar für mich.

Andersrum:

Hätte man mir letztes Jahr gesagt, dass ich dieses Jahr in Indien UND Kalifornien sein werde, hätte ich auch nur ungläubig gelächelt. Obwohl ich grad gestern eine Mail vom November letztes Jahr gefunden hab, in der ich bereits geschrieben hab, dass ich vor habe, im kommenden März (also 2016) nach Indien zu fahren.. Da ging es um ne Jahresgruppe, an der ich überlegte, teilzunehmen. Doch ich fand es unmöglich, dass ich mich anmelden und verpflichten soll (immerhin fast 200 Euro im Monat!!) und dann nicht mal bei der Anmeldung die Termine gesagt bekomme .. weil es vorgesehen sei, die in der Gruppe beim ersten Mal treffen dann abzustimmen.

Hallo?!

Geht ja gar nicht! Das ist für mich unprofessionell.

Naja .. wie auch immer..

Ich hab einiges dieses Jahr gemacht, was eher nicht für mich vorstellbar war, dass ich es umsetze.

.. genau genommen, ist für mich das eh immer ne schwere Vorstellung – abseits von Alltäglichem.

Oder?!

Muß ich mich mal hinterfragen, denn mir taucht gerade ein Bild meines Stellplatznachbarn auf, mit dem ich diese Woche abends kurz geplauscht hab und er dann sagt:„Du machst wohl ziemlich viel, hm?“

.. ja, glaub schon. Find ich aber irgendwie normal. Bin ich nicht in Bewegung, hab ich nen Absturz. Seelisch und energetisch. Also halte ich mich am Laufen. Ist doch irgendwie logisch. Wer bitte will denn auf die Frage:“Und, was machst Du heute Abend?“ antworten:“Wahrscheinlich auf der Couch liegen und heulen, weil ich so ein scheiß Leben hab und einsam bin! Aber vielleicht dröhn ich mich auch nur mit Fernsehen zu, um es nicht zu spüren.“?? Ist es dann nicht besser, eben doch zum Sport zu gehen, zur Theaterprobe, Prospekte fürs Theater auszuteilen, ne Veranstaltung für den Stadtbezirk zu organisieren, zur Massage zu gehen, einzukaufen (Lebensmittel! Nicht hier Klamottenkaufrausch oder sowas. Das hasse ich: Klamotten oder Schuhe kaufen. Ätzend!), bei der Ferienbetreuung für Kinder mitzuwirken, sich im Internet mit nem Onlinespiel zu beschäftigen (suuuperwichtig, jeden Tag die Pferde zu versorgen!!), zu überlegen, beim Weihnachtschor mitzumachen (ja, bis jetzt nur ne Überlegung.. noch kein fester Plan. Selbst ich mache langsam Abstriche) – ach! Und nicht zu vergessen: Der Mikrozensus, der mir auch jeden Menge Zeit raubt .. und immer mehr nervt. Raus gefallen sind hier schon das Erzählen von Märchen, was ich früher regelmäßig ehrenamtlich machte und so sehr mit Pflanzen und Natur hab ich mich in der letzten Zeit auch nicht beschäftigt.

.. ist trotzdem ne Liste.

Andersrum: Hallo?! Irgendwas muß ich doch machen! Oder?

Mir fällt gerade eine frühere Freundin ein, die sehr engagiert im Tierschutz war und wenn sie gefragt wurde:„Wie schaffst Du es, so viel zu machen?“ antwortete sie:„Wie schaffst DU es so WENIG zu machen?“ – okay, das bezieht sich jetzt wohl mehr auf den Tierschutz, als „nur“ auf Aktivität. Aber auch.

Ich frag mich manchmal, wie Schnüggel es schafft, so irgendwie gar nichts zu machen .. zumindest nach meinem Gefühl. Er ist froh mit sich und seinem (langweiligen) Leben – und die Abwechslung bring ich. Gut, er pfuscht mir da auch nicht rein (vermutlich wären wir sonst schon lang nicht mehr zusammen) und irgendwie kommt er ja mit meinem vorgesehenen Programm am Wochenende meist gut zurecht und macht geduldig mit, doch was sagt es über mich aus, wenn ich mich schon so lang an einen Mann gebunden hab, der zwar wirklich herzensgut und einfach ein lieber Mensch ist .. aber eigentlich langweilig und ne ganz andere Gangart hat im Leben?

.. eigentlich gefällt mir selbst nicht, was ich da schreib.

Aber löschen kann und mag ich es auch nicht. Sonst sind wir wieder am Anfang – beim Verdrängen und zur Seite schieben.

… und wo bin ich jetzt wieder mit dem Geschreibsel gelandet?!

Eigentlich wollte ich mich mit dem Gedanken beschäftigen, wie ich in der Chefposition bin und meine gemischten Gefühle dazu..

Passt jetzt irgendwie gar nimmer für mich. Das Schreiben – nicht der Job! 😉

 

 

 

Also wenn man mein Weblog liest, muß man den Eindruck bekommen, ich sei ein total nöhliger, negativer, nörgeliger Mensch. Ein richtig echter schwäbischer Bruddler halt …

Zumindest hab ich manchmal den Eindruck, dass ich hauptsächlich zum Jammern und Klagen hier einfalle.

… oder zumindest hab ich jetzt das Gefühl, Jammern und Klagen und Nörgeln und Bruddeln zu wollen.

Hab da ja auch immer so ne abgehobene Phantasie im Kopf – zum Beispiel:
Wenn die Menschheit mal ausgestorben ist und dann irgendwann später eine außerirdische Lebenform den Planeten betritt und dann anhand der Überreste erkundet, was für Wesen die Menschen denn waren – und dann finden sie lauter so Aufschriebe wie Tagebücher (Weblogs sind natürlich alle gelöscht, weil das ganze Bit und Byte-Zeug nicht überlebt und nicht von Bestand ist..) … nun, jeder ordentliche Außerirdische muß sich wundern, was für ein verkorkstes und depressives Volk die Menschheit war. Und was für seltsame Gedankengänge und Probleme die hatten.
Fazit: .. kein Wunder, dass die ausgestorben sind.
Hatten wohl auch kein lebenswertes Leben – von Freude und Glück steht wenig im Tagebuch.

Naja .. keine Ahnung – ich mein ja nur. Meine Erfahrung mit Tagebüchern ist eher, dass die in Tiefzeiten mehr beansprucht werden..

Toll – schon wieder nen halben Artikel geschrieben .. und eigentlich wo ganz anders gelandet, als ich wollte.

Aber ist vielleicht auch gut .. zu Beginn war ich nämlich in einer bruddeligen Laune – und jetzt bin ich eher amüsiert. Zumindest ein bißchen.

.. weblogschreiben hilft 😉

Zumindest der Schreiberin .. und die Leser sind ja eh selbst schuld, wenn sie da sind und das hier lesen! :p

Oooouuu! Da ist der Punkt, warum ich EIGENTLICH schreiben wollte!!

Ich hab nämlich heute einen „Ich bin nicht schuld, sondern Du!“-Tag!

Hab ich heute zum ersten Mal festgestellt, dieses Phänomen bei mir. Oder zumindest zum ersten Mal bewußt und so, dass ich es benennen kann. Ich hab heute das Bedürfnis, alles Mögliche richtig zu stellen, zu verbessern, auf Fehler hinzuweisen, zu beweisen, dass es nicht meine Schuld ist, wie was gelaufen ist .. also auch Dinge, die wirklich, wirklich den Energieaufwand gar nicht wert sind, wenn man es genau betrachtet. Außerdem find ich das ziemlich unsympathisch von mir. Ich mag diese oberlehrerhafte Seite an mir nicht besonders. Und mir war bisher nicht bewußt, dass ich manchmal regelrecht nen Tag hab, an dem ich dauernd rumverbessere oder Leuten ihre Fehler unter die Nase reiben muß. Das find ich ja schon ätzend, wenn ich das so schreibe. Will ich gleich wieder entkräftigen. Und vielleicht kommt es mir auch stärker vor, als es ist?

.. mein Theaterkollege zum Beispiel, der wegen der Prospektverteilung geschrieben hat und einen Verteilbezirk falsch bezeichnet hat .. der ist gar nicht auf den Hinweis, dass das nicht der Ort ist, sondern ein anderer, eingegangen. Er hat sich einfach bloß bedankt. Und ich hab das auf die Zusage des Verteilens bezogen (wie mir jetzt bewußt wird – weil vielleicht hat er ja auch beides gemeint..). Vielleicht hat er es ja gar nicht als bemerkenswert wahrgenommen? „Ach so – alles klar..“ – weiter im Programm .. und ich hätte mich wahrscheinlich groß entschuldigt für den (ach wie lächerlichen!) Fehler und lala..

Hm .. ich hab ja manchmal schon die Tendenz zum Pitbull, wenn ich was aufklären, richtig stellen, korrekt machen will .. Da merk ich manchmal schon, wie es meinem Gegenüber zu viel wird – für mich aber das Thema eigentlich noch nicht durch ist. Das ist mir dann manchmal echt ein zu schnelles Abwinken von der Gegenseite, wo ich das nicht schon stehen lassen kann und will, weil noch manches ungeklärt ist für mich.

Ein echt interessanter Aspekt an mir, der da manchmal an die Oberfläche drängt und leben will – und ich ihn oft in ein Kellerdasein zurückschieben will, weil ich ihn nicht mag .. und dann trotzdem unzufrieden bin mit diesem Unterdrücken..

 

Abgesehen davon muß ich mal anmerken:

Ich hab lauter total bescheuerte Kategorien hier im Weblog – unglaublich! Seit Monaten kann ich meine Einträge irgendwie nirgends wirklich einordnen! Warum hab ich denn lauter so bekloppte Kategorien und nichts Gescheites?! Und warum fällt mir auch keine gescheite Kategorie ein, die ich eröffnen will?

Also echt ey!

Find mich ja manchmal ziemlich doof!

 

Ach ja:

.. und falls diesen (von irgendjemand ausgedruckten) Artikel hier in ein paar Jahrhunderten die außerirdischen Lebensformen finden, die dann die Erde erkunden: Schönen Gruß!

Gerade saß ich so am PC und hab vor mich hin gedaddelt. Schnüggel hat am Laptop vor sich hingedaddelt.

Plötzlich: Türklingel!

Schock!

Bin nicht angezogen, Schnüggel auch nicht … wer kann das sein?

Ich geh an die Sprechanlage:„Guten Tag, wir würden uns gerne mit Ihnen über Gott unterhalten..“ (ja, nicht wörtlich, aber der Sinn dahinter war dieser).

Aha – Zeugen Jehovas.

Natürlich hatte ich keine Lust, unangezogen und in einer chaotischen Wohnung die Zeugen Jehovas rein zu lassen. Außerdem würde mich Schnüggel wohl erschlagen. Obwohl er sonst ein sehr freundlicher und ruhiger Zeitgenosse ist.

Ich sagte also, dass ich keine Zeit hab – und auch das einwerfen von Zeitschriften überflüssig wäre.

War stolz auf mich! Ich meine: Zu den Zeitschriften hätte ich auch „Ja.“ sagen können und dann einfach wegschmeissen. Wäre ja vom Prinzip her einfacher gewesen, als Grenzen zu ziehen und „Nein, danke!“ zu sagen. Aber ich möchte sie eh nicht lesen und hab dann auch keine Lust, dass ich womöglich in die „zukünftig vielleicht doch mal ein Kunde und da können wir ja öfter mal vorbeischauen“-Gedankenkiste bei den Zeugen Jehovas zu rutschen.

Soll heißen: Gut gemacht. Obwohl ich nur „werde ich wahrscheinlich (!) nicht lesen“ gesagt hab (kleiner Rüffel von Schnüggel für diese Formulierung (die mir selbst gar nimemr so im Gedächtnis war) – von mir der Einwand, dass es ja immerhin ein erster Schritt war und eine Verbeserung zum üblichen und leichteren „Ja, machen Sie mal.“)

Die Zeugen Jehovas waren also weg – und ich hüpfte zu Schnüggel hin. Und wir beschlossen: Jetzt frühstücken wir. Und ich startete eine Maschine Wäsche. Und räumte die Geschirrspülmaschine ein.

Also ich finde, die Zeugen Jehovas haben mir was Gutes gebracht:

  • das gute Gefühl, zu mir zu stehen und abzulehnen
  • Schwung in den bis zu dem Zeitpunkt trägen Samstag

Die haben sozusagen uns aufgerüttelt mit ihrem Klingeln.

… vielleicht sollten sie DOCH öfters klingeln?! 😉

Hat zumindest gute Nebeneffekte. 😀

Es war eine regelrechte Erleichterung, als ich mich am 21. August (also einen Tag nach meinem letzten Eintrag) zum Orthopäden vorwagte und der mich spontan bis Ende der Woche krankgeschrieben hat. Er wollte eigentlich noch länger, aber ich habe gesagt, dass ich keinesfalls in der nächsten Woche krank sein will – da sei ich doch Betreuerin bei der Kinderspielstadt!

Und auch so konnte ich mit der Krankschreibung nicht viel anfangen – war völlig neben mir. Ich torkelte wie im Nebel ins Büro und aß eine Suppe und schließlich vertraute ich mich der Vorzimmerdame an, dass ich krankgeschrieben worden sei und nicht wüßte, was tun! Ignorieren und trotzdem bleiben? Gehen? Aber das geht doch nicht – ich fühlte mich so unter Druck! Und dann heulte ich wie ein Schloßhund los. Ich war einfach nur noch fertig. Die Vorzimmerdame fackelte nicht lang rum und sagte, ich solle sofort gehen – keine Widerrede! Sie würde das schon meinem Chef sagen. Und ihm auch Bescheid geben, falls er ne dumme Bemerkung machen würde! Ich schlich also heim – und war sowas von erleichtert, dass ich erst mal nimmer ins Büro gehen mußte. So erleichtert, ich hätte gleich in der Bahn weiterheulen können. Daheim bin ich auf die Couch gelegen und sofort eingeschlafen und erst Stunden später wieder aufgewacht.
Warum schafft mich dieser Job so?? Ich bin doch eigentlich nicht blöd, doch irgendwie scheint sich alles in mir zu sträuben, wenn ich dort hin soll.

.. insbesondere jetzt, wo meine Kollegin weg ist, erscheint es mir unerträglich. Wahrscheinlich, weil ich wieder Blut geleckt hab an „Spaß an der Arbeit“ und aus der totalen Stumpfheit rausgerissen wurde..

Die nächste Woche war auch spaßig … auch wenn es durchaus auch mit Stress verbunden war. Aber halt irgendwie anders. Und nicht dauernd dieses „auf die Uhr gucken und hoffen, dass der Tag bald rum ist“. Doch eigentlich: Warum soll der Tag rum gehen? Auch auf die Abende freu ich mich selten … fühle mich so „gedämpft“ in allem. Und irgendwie immer wieder dieses „alles zu viel“. War schön, endlich mal wieder n bißchen durchatmen zu können. Manchmal denke ich, ich bin wie einer dieser Fische, bei denen das Aquarium verkleinert wurde – und später, wenn die Scheibe wieder raus ist, schwimmt er immer noch nur im begrenzten Raum,. damit er sich nicht wieder die Nase an der vermeintlichen Grenze aufschlägt. Tut ja weh.

Tja – ab Donnerstag hatte ich dann Halsweh, was sich über das Wochenende mit Schnupfen und allem, was dazu gehört immer weiter steigerte. So hatte ich Montag einen guten Grund, weiterhin daheim bleiben zu dürfen. Zuerst bis Mittwoch, dann die ganze Woche. *uff*

Wahnsinnig glücklich war ich natürlich trotzdem nicht. War ja auch wirklich krank und fühlte mich nicht auf dem Damm – ist ja dann schließlich kein Urlaub… trotzdem gab es auch immer wieder Lichtblicke. Zum Beispiel, als Mama zu Besuch kam mit der guten Nachricht, sie müsse keine weitere Zahn-OP machen. Gott sei Dank! Hatte auch zwei Termine bei der Psychiaterin. Aber die geht mir irgendwie auf den Zeiger.

Weiß ich selbst, dass ich Depressionen hab. Oder depressive Verstimmungen oder irgend so was. Merk ich doch .. schickt mich bitte endlich in die Klinik und holt mich aus diesem scheiß Leben raus. Ich will einfach nur noch meine Ruhe.

Es macht keinen Spaß, regelmäßig ins Loch zu fallen. Und immer wieder am gleichen Punkt zu enden:

Was soll das Ganze? W ist der Sinn meines Lebens? Wozu das alles? Für wen oder was soll ich denn bitteschön irgendwas machen … ist doch alles sinnlos.

Klar brauch ich ein Ziel … doch wenn man seit Jahren eins sucht und keins findet, resigniert man eben irgendwann.

Fühl mich unfähig, klein und schwach. Und fett bin ich noch dazu. So viel wie jetzt, hab ich nie gewogen. Bin entsetzt. Barbarella ist nun dreistellig … darf wohl nicht wahr sein. 😦

War zwar gestern bei ner lustigen Selbsthilfegruppe – doch ob mir das wirklich hilft? Ob ich mir wirklich helfe?.. keine Ahnung.

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