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Das Leben macht keinen Spaß mehr.

Die Waage ist über 92 kg gerutscht. Keine Überraschung, ja, eigentlich nur eine logische Konsequenz aus meinem Essverhalten. Ich schaufle abends einiges rein. Besonders Süßkram.

Meine Wohnung ist immer noch ein Chaos. Nur jetzt ein Chaos mit geputzten Fenstern. (Was mich übrigens sehr fröhlich stimmt!) Doch immer noch viel zu voll und viel zu viel von allem. Doch trennen kann ich mich nicht. Ich hab keinen Platz für das ganze Zeug – doch ich kann es auch nicht weg tun. Ein Dilemma!

Zumindest EINE Sache konnte ich heute abgeben: Ein Projekt bei mir im Büro.

Der Kollege hat nichts zu tun, ich dreh fast durch, weil ich nicht weiß, wo anfangen.. Ich hatte schon bei zwei Projekten überlegt, sie ihm zu geben .. also eins der beiden. Beide könnten demnächst akut werden und drücken deswegen im Genick … doch das vermutlich dringendere ist ein Projekt gemeinsam mit meiner Lieblingskollegin, mit der ich bereits zwei Projekte gemacht hab und sehr gerne zusammenarbeite. Deswegen zaudere ich schon seit Wochen und wollte ich das Projekt nicht abgeben. Obwohl ich keine Zeit dafür finde im Moment. Doch nun hab ich am Freitag erfahren, dass die Kollegin die Stelle wechselt und hab heute von ihr erfahren, dass sie ab August weg ist. Also hab ich das Projekt heute meinem Kollegen gegeben. Er ist fröhlich – ich entlastet. Und wenn meine Lieblingskollegin eh geht und ich somit nicht mehr mit ihr zusammen arbeiten kann, muss ich das Projekt nicht unbedingt selbst machen, wenn ich eh grad zu viel zu tun hab und der Kollege nicht(s aktuell Laufendes).

Ja, im Büro bekomme ich auch den Overflow. Hab das ganze Wochenende schlecht geschlafen und Albträume gehabt wegen einem Gesprächstermin heute. Der ist nun zum Glück überstanden. War sehr unerfreulich – doch zum Glück war meine Chefin dabei. Naja, gut. Wahrscheinlich denkt sie jetzt, ich bin total doof oder so .. doch immerhin bin ich nicht allein da gehockt und wurde fertig gemacht, sondern hatte jemand dabei. Ich bin halt leider nicht immer besonders souverän in solchen Gesprächen – besonders, wenn ich das Gefühl hab, es verbockt zu haben. Und das Gefühl hab ich eigentlich immer, bzw. suche den Fehler sehr schnell bei mir.

Ich bin geknickt.

Das Gespräch, dass mich jetzt ne gute Woche belastet hat, ist nun zwar vorbei – das Gefühl, dem allen hier nicht gewachsen zu sein, bleibt.

Und dann hat mich heute noch der Sozialdienst vom Krankenhaus angerufen – wegen der ReHa von Mama. Und das ne Viertelstunde, bevor der Horrortermin war. Und dazu erzählte mir die Tusse noch in nem Nebensatz, dass Mama morgen aus dem Krankenhaus kommt .. dabei wurde mir am Freitag gesagt, sie käme erst am 12. Juni raus! Und Mama wurde dann am Wochenende erzählt, sie käme am Mittwoch raus (also wieder der ursprüngliche Termin). Und als ich am Wochenende nachfragte, hieß es „… och .. weiß ich auch nicht, fragen Sie doch am Dienstag mal nach, da ist dann wieder n Arzt da..“ Hab ich heute früh gemacht und es hieß: am 12. Juni. Und dann zwei Stunden später ruft mich der Sozialdienst an: „Ihre Mutter kommt ja morgen raus..“ Das ist doch wohl zum DURCHDREHEN!! Innerhalb von fünf Tagen mehrmals mit dem Entlassungstermin hin und her zu springen! Und dann noch der Scheiss mit der ReHa im Anschluss … ab 5. Juli soll die sein. Irgendwo, natürlich kilometerweise entfernt. Da kann ich dann immer nen halben Tag Urlaub nehmen, wenn ich mal hin soll.. Und dann kommt Mama nach drei Wochen wieder raus. Genau DA also, wo ich mich jetzt doch mal getraut hab, ne Woche Urlaub zu planen.

Zum … keine Ahnung was. Ich bin völlig leer gepumpt.

.. und hungrig.

Werde jetzt erst mal was essen! 😦

 

Alles SCHEISSE .. echt!

SCHEISS Leben!!

Hab ich gestern vormittags mich irgendwie platt gefühlt?

.. hahaaa .. lächerlich!

Da hatte ich ja noch gar keinen Grund dazu.

Gestern Mittag um drei ist nämlich Mama bei ihrem Schnuppertag in der Tagespflege gestürzt. Nun ist sie im Krankenhaus .. Oberschenkelhalsbruch und gebrochene Rippen. Und das zusätzlich zu dem eh noch nicht verheilten Bruch des Kreuzbeins und dem schwächlichen Zustand, in dem sie zuletzt war.

Leben .. echt jetzt: WAS ZUR HÖLLE SOLL DAS?!

Mama hat doch keinem was getan, dass sie dauernd so eine drauf bekommt! Und dann noch eine. Und noch eine!

Dabei waren wir alle so guter Dinge, weil sich das mit der Tagespflege so gut anging… Und ich hatte echt Hoffnung, dass Mama dann gut versorgt ist und langsam alles etwas geregelter wird und nicht so eine Daueranspannung.

Nun ist wieder alles ungewisse und alles geht von vorne los.

.. und das Schlimmste ist halt, dass Mama schlicht und ergreifend nimmer will. Und das tut so weh zu sehen, dass sie keinen wirklichen Lebenswillen mehr hat und keine Hoffnung.

Meine Schwester (die ja zufällig dieses Wochenende da war und gestern auch noch) meinte jetzt zu mir ich soll TROTZDEM weg übers Wochenende, dass ich die Auszeit dringend brauche. Mama sei versorgt, ich solle jetzt nach mir schauen.

Eigentlich hat sie ja Recht.

Es hat keinen Sinn, wenn ich mich auf dem Zahnfleisch weiter schleppe und es ist ja absehbar, dass die kommende Zeit auch nicht entspannt wird.
… das ist es seit letzten August nicht. Nur damals ohne größere Familiendramen, sondern „nur“ im Büro absehbar..

Seit vorgestern ist Mama in die Kurzzeitpflege umgezogen und gestern Abend ging ich zu ihr, um sie zu besuchen.

Zuerst mal hat mich der Pfleger abgefangen und ich hab ihm Mamas Medikamente gegeben. Als er sie zusammengestellt hat, hab ich voller Überraschung festgestellt, dass „das“ zentrale Herzmittel von Mama bei ihm auf der Liste fehlt. Ich hab meine Verwunderung ausgedrückt und in irgendeiner anderen Liste war das Medikament dann doch drin. Stimmte mich nicht gerade vertrauensvoll..

Ich bin zu Mama rein – und wurde erst mal von ihr angepflaumt, was ich wolle und ob ich zu ihr wolle.

… äh. Ja? … klar.

Sie meinte, sie müsse aufs Klo und die Schwester würde nicht kommen und überhaupt, was ich jetzt wieder mit ihr vor hätte und wo ich sie hinbringen wolle und ich solle ihr mal erklären, was das alles soll..

Ich war total geschockt.

Mama war die letzten Tage im Krankenhaus zunehmend entspannt und klar gewesen – und jetzt wieder so ein heftiger Absturz.

Ich bin ziemlich geschockt aus dem Zimmer und zum Pfleger, der meinte, das sei normal und hätten sie hier oft, dass die Leute ihre Kinder beschimpfen würden. Außerdem war er sehr überrascht, dass ich meinte, Mama könne in ein paar Wochen wieder heim. Er meinte, das solle ich mal nicht so positiv sehen und sie würde bestimmt hier bleiben.

Das hat mich total fertig gemacht.

Die totale Verwirrung von Mama, ihre Schimpftiraden und ihre Aggressivität und Ablehnung und dann noch diese Aussage, dass eh nichts mehr besser wird.. Ich traute mich beinahe nimmer ins Zimmer. Eigentlich wollte ich nur noch weglaufen und nie wieder kommen. Der Pfleger bemerkte wohl meinen Schockzustand und meinte, wir könnten ja mal zusammen reingehen. Auch die Pflegerin kam mit und bei ihr hatte sich Mama schon beschwert, dass ich da sei und sie ein bißchen den Weg geebnet und gesagt:„Unsere Kinder sind uns doch immer willkommen.“ Ich hab mich dann ein bißchen zu ihr gesetzt, doch irgendwie war ich die ganze Zeit ein bißchen in Hab-Acht-Stellung. Ich hatte regelrecht ein bißchen Angst vor ihr. Das hab ich in der Art noch nie erlebt.

Als ich gegangen bin, hab ich noch mit der Pflegerin gesprochen. Und sie versuchte, mich aufzubauen .. so richtig gut ist ihr das nicht gelungen. Ich hab hinterher nur noch geheult und per WhatsApp Schnüggel und meiner Schwester geschrieben. Meine Schwester hat dann spontan gesagt, sie kommt übers Wochenende. Ich hab ein schlechtes Gewissen, sie durch die ganze Republik zu scheuchen – doch ich bin ehrlich gesagt sehr dankbar für ihre Unterstützung.

Nun muß ich immer noch meiner Bescheinigung für den Arbeitgeber hinterher rennen .. trotz fünfmaliger Nachfrage haben sie es im Krankenhaus nicht hinbekommen, mir die Bescheinigung auszustellen. Und ich möchte versuchen, raus zu finden, welche Medikamente sie ihr im Krankenhaus gegeben haben und welche jetzt .. denn sie bekommt nun wieder starke Schmerzmittel und eigentlich hatte sie zuletzt im Krankenhaus gar nimmer so heftige Schmerzen?! Ich hab das Gefühl, die Mittel machen sie eher verwirrt und somit aggressiv und hilflos / unsicher.

Ich fühle mich ziemlich niedergedrückt und weiß nicht, wie es weiter geht und was machen.. Ich fühle mich etwas hilflos – und auch als schlechte Tochter.

Im Büro prasselt es auch von allen Seiten auf mich ein. Ich sehe keine bis sehr, sehr wenig Hoffnung mehr, dass ich alles schaffen werden – und mache nun halt einfach eins nach dem anderen und an allen Projekten immer ein bißchen.
Was soll ich auch sonst tun?

Mit dem Gewicht .. naja, heute hatte ich ein Wiedersehen mit der 93. Das ist eigentlich nicht verwunderlich – ich hab vorgestern Abend eine komplette Packung Krokanteier und Großpackung Fontant-Eier als Vorspeise für eine halbe Tüte Schokorosinen verdrückt. Und danach zu Abend gegessen. Vielleicht hängt es aber auch mit dem Beginn meiner Periode zusammen, dass ich so nen hammermäßigen Schokobedarf hatte.

Gestern hab ich mich spontan zu einer Fasten-Woche angemeldet. Das geht morgen los. Eigentlich ein bißchen bescheuert, weil es wieder zusätzlicher Stress ist (vermutlich), aber andersrum: Es ist für mich. Es entlastet – und vielleicht gibt es mir die innere Erlaubnis, dass ich zwischendrin mal entspanne und runterkomme. Also: Warum nicht? Wirklich passen wird es wohl eh NIE. Also kann ich es auch zu einem unpassenden Zeitpunkt machen. Punkt.

Ich hab nämlich einfach keine Lust, auf alles zu verzichten, was für mich ist, um den ganzen Ansprüchen von außen zu genügen.

Und deswegen mach ich es halt einfach DOCH! Auch wenn es nicht passt. Punkt!

Turbulente Woche!

Was ich komplett gesteckt hab, nachdem ich drei Tage lang den Müll als Gedankenstütze auf meinem Tisch gehortet hab, um irgendwann mal „nachzutragen“, ist das Kalorien aufschreiben. Es ist immer mehr im Laufe der Woche verebbt. Mein Gewicht steigt zwar sanft an – doch insgesamt überraschend wenig, im Vergleich zu manch anderem Mal, wenn ich wohl mehr im Limit geblieben bin. Vielleicht ist Stress halt doch ein spezieller „Zusatzmotor“ der mehr verbrennt, als nur den Normalverbrauch. Vielleicht ist das aber auch nur eine Fettlogik von mir. Auch egal.

Insgesamt find ich, hab ich noch erstaunlich gut die Übersicht und bin recht stabil. Seelisch stabil. Kenn ich auch ganz anders von mir.. Zumindest gab es da auch schon andere Zeiten. Und an heutigen Massstäben gemessen, war damals nicht so viel Belastung da.

Montag begann es auf der Arbeit gleich mal mit einem Termin mit dem Juristen. Und dann war ich noch beschäftigt, Termine beim Arzt abzusagen für Mama, zu organisieren, dass Daten ihrer CT-Untersuchung ins Krankenhaus kamen und lauter so Zeug. Ich sass bis spät nachts im Büro – und den Sport liess ich an dem Tag ausfallen, weil ich einfach zu platt war und nimmer aus der Wohnung kam. Deswegen hab ich auch mit schlechtem Gewissen verzichtet, noch zu Mama zu fahren.. Toll war auf jeden Fall der Kuchen meiner Kollegin – ein echtes Highlight! 😀

Dienstag hatte ich abends Termine beim Mirkozensus. Ich kannte den Bezirk nicht und legte es als schlechtes Zeichen aus, dass sich keiner gemeldet hatte. Normal ist immer ca. 1/3 bis 1/4 Terminänderungen und / oder Selbstausfüllerwünsche. Ich befürchtete, vor vielen verschlossenen Türen zu stehen. Nur einen Anruf bekam ich: Ein Haushalt würde also ausfallen, weil die Wohnung leer stand. Doch es lief unglaublich gut! Ich hab ALLE Interviews führen können – was nahezu einem Sechser im Lotto entspricht, einen Bezirk an einem Tag wie geplant zu schaffen! Unterm Tag hatte ich mit dem Sozialdienst des Krankenhauses telefoniert, nachdem ich gestern ersten Mailkontakt aufgenommen hatte – der konnte nur auf Anforderung eines Stationarztes tätig werden. Also rief ich auf Station an – doch einen Rückruf vom Stationsarzt hab ich nicht erhalten an dem Tag. Als ich am Abend bei Mama anrief, bekam ich einen Schock, weil sie so wilde Geschichten erzählte. Ich war mir sicher: Jetzt hat die Demenz voll zugeschlagen – alles ist aus, ich hab einen riesigen Fehler gemacht, sie aus ihrer gewohnten Umgebung raus zu holen und ins Krankenhaus zu bringen! Der Abend war mit Telefonaten mit meiner Schwester und Schnüggel gefüllt und an Sport nicht zu denken.

Mittwoch dann endlich der Rückruf vom Arzt. Sie hatten vorher keine Diagnose gehabt und somit wollte er erst jetzt zurückrufen, wo er weiteres weiss. Mama hat einen Riss im Kreuzbein, daher die Schmerzen. Ich hatte inzwischen von anderer Seite den Tipp bekommen, dass die Schmerzmittel für Mamas wilde Geschichten und kompletten Realitätsverlust verantwortlich sein könnten, als Nebenwirkung sozusagen. Der Arzt meinte, sie hätten Mama bereits vom Tropf genommen. Ich regte an, das sie Mama aus Entgiftungsgründen eine Kochsalzlösung geben könnten – den Tipp hatte ich auch bekommen. Der Sozialdienst war inzwischen vom Arzt angefordert worden. Doch irgendwie verpassten uns die Dame und ich den ganzen Tag. Auf der Arbeit war übrigens Frauentag und dazu Veranstaltungen … doch für das Gekasper hatte ich definitiv weder Zeit noch Nerv. Ich brauch mir nicht irgendwelche Vorträge über Ungerechtigkeiten, Zeitprobleme durch Doppelbelastung bei Frauen oder Trallala anhören, wenn mir eh schon so nicht genug Zeit bleibt, alles mit der Arbeit und dem PRivaten auf die Reihe zu bekommen.. Gut daran war, dass meiN Kollege aus dem Zimmer war und ich ungestört mit dem Arzt telefonieren konnte. Abends war ich ehrenamtlich engagiert bei einer Sitzung dabei. Ich muss auch gestehen, dass ich mich nicht ins Krankenhaus traute, nachdem ich Mama wieder am Telefon total verwirrt erlebt hatte. Sie hatte auf die Frage, ob meine Freundin (die in diesem Krankenhaus arbeitet) schon mal bei ihr reingeschaut hat, gesagt, dass sie die nicht kennt. Und sie kennt sie seit über 30 Jahren! Auch ihre Verabschiedung „und schönen Gruss an alle“ liess darauf schliessen, dass sie eigentlich gar nicht wusste, wer da gerade mit ihr telefonierte. Denn normal richtet Mama keine pauschalen Grüsse „an die anderen“ aus, sondern an Schnüggel. Der Abend war eh schon zu mit der Sitzung – udn auch an diesem Tag somit nicht an Sport zu denken. Somit wurde es schlicht ein weiterer Abend, bei dem ich erschöpft auf der Couch einschlief (wie so oft in den letzten Tagen, ja fast Wochen).

Donnerstag fing der Tag früh an, da ich zur Massage ging vor der Arbeit. Meine Physiotherapeutin brachte übrigens zum ersten Mal das Wort „Halluzination“ für Mamas Zustand ins Spiel. Das fand ich sehr beruhigend, da es nicht nach einem kompletten unwiederbringlichen Abrutsch in die Demenz klang, sondern irgendwie vorübergehend. Vielleicht war mit der Kochsalzlösung wirklich was zu retten… Auf der Arbeit ploppte ein Problem, dass ich eigentlich für abgeschlossen gehalten hatte wieder hoch. Ist ja auch super, wenn da wieder so Leichen hochkommen, weil ich sonst grad nichts zu tun hab auf der Arbeit und auch derzeit dort überhaupt kein Druck ist *ironie*… Inzwischen rückten auch zwei Arzttermine am Montag näher, die ich absagen musste. Zwar hatte der Arzt gestern angedroht, Mama am Freitag zu entlassen – doch ich hoffte, dass das nicht so käme. Wo sollte sie denn hin?? Daheim konnte sie so nicht sein – selbst mit zwei oder dreimal Besuch vom Ambulanten Sozialdienst nicht! Den einen Termin abzusagen stellte sich als wahre Kunst heraus, da er vom Arzt als Überweisung ausgemacht worden war und die Dame an der anderen Leitung nichts vom Termin wusste. Somit musste ich dann wieder rumtelefonieren, um überhaupt raus zu finden, wo der Arzt angerufen hatte und lauter so Drama. Wäre ja heiter gewesen, wenn wir zu dem Termin hin wären – und keiner hätte was davon gewusst. Auf Arbeit war der Vormittag mit einer Besprechung voll und anschliessend eine Veranstaltung, bei der zu einer Einführung eines neuen Systems ein Vortrag gehalten wurde. Das ist auch alles sehr nervig.. Ich fühle mich extrem ausgeliefert und entmündigt bei diesem Verfahren. EIne wirkliche Unverschämtheit! Am Abend hatte ich mit meiner Freundin den zweiten Teil eines Mosaikkurses. Das war ECHT schön 😀 Ich hab an den beiden Abenden ein superhübsches Mosaikkerzenhalterchen produziert, was mir echt Freude macht. Auch wenn ich Teile des Abends etwas gefrustet war wegen der Situation mit Mama, tat es mir glaub schon gut, den Abend so beizubehalten und die Aktion nicht zu verschieben. Mit Mama hatte ich auch wieder telefoniert. Sie klang ein wenig weniger wild .. und ich kündigte ihr an, am nächsten Tag zu kommen – ich hatte für neun Uhr einen Termin mit der Sozialarbeiterin.

Freitag also um neun ins Krankenhaus. Zuerst zu Mama. Ich stand erst mal unsicher an der Tür und winkte ihr unsicher zu – voller Furcht, dass sie mich nicht erkennen könnte. Doch das tat sie. SIe war im Moment schlecht drauf, weil das Frühstück da war und sie es nicht beissen konnte. Sie hatte ein Brötchen bekommen statt dem versprochenen weichen Frühstück! Ich kümmerte mich gleich mal drum beim Pfleger und traf dann die Frau vom Sozialdienst. Gemeinsam besprachen wir die Lage – und eigentlich gab es nur eine Lösung: Mama sollte anschliessend in die Kurzzeitpflege. Nach vielen, vielen Telefonaten (bei denen meine Hoffnung immer mehr sank) fanden wir einen Platz. Was war ich erleichtert. Mama wollte zwar eigentlich heim – doch im derzeitigen Zustand kann sie nicht ohne Versorgung daheim zurecht kommen. Dreimal am Tag jemand, der ihr hilft, ist zu wenig, wenn sie nicht mal selbst auf die Toilette kommt oder aufstehen kann, um was zu essen zu machen! Es tat mir wirklich in der Seele weh, etwas gegen ihren WIllen zu entschieden – doch es gab keien andere Lösung. Mama sollte somit ab Dienstag in die Kurzzeitpflege. Sie hat letztlich auch unterschrieben .. doch ich glaub, sie hat nicht wirklich überspannt, was. Wir haben auch gleich einen Antrag auf Pflegeleistungen gestellt. Ich war noch ein bisschen im Krankenhaus, half noch die ein oder andere Kleinigkeit und sprach am Ende mit dem Arzt. ALs ich von Mama ging, hatte ich das gute Gefühl, dass sie einerseits bei weitem nicht so daneben war, wie am Telefon und zum anderen war sie in den 2,5 STunden meiner Anwesenheit regelrecht aufgeblüht. Zu beginn ein hoffnungsloses, hilfloses Häufchen – am Ende eine Frau, die wieder eine Hoffnung hat. Und ich hatte einen Termin am Montag mittag wegen der Aufnahme in die Kurzzeitpflege. Gegen Mittag fuhr ich ins Büro – mit Sportzeug! Und dort war natürlich auch inzwischen mal wieder die Welt untergegangen. Ich hatte zwei Termine am Montag zu bestreiten (einer davon fällt so gut wie mit meinem privaten Termin zusammen .. ich HASSE es, wenn mir irgendwelche Termine aufdiktiert werden!!!!) und wenigstens dazu wollte ich etwas vorbereiten. um wenigstens das Gröbste zu schaffen. Und genau im grössten Chaos fragte mich meine Freundin per WhatsApp, ob ich abends mit zu einer Sternwarte kommen wolle. Ja, klar .. hab grad sonst nichts zu tun. Außerdem will ich zum Sport! Ich bekam Panik. Sie meinte dann, ich könnte es mir ja noch überlegen – und zwei STunden später hatte ich eine einigermassen Ordnung auf der Arbeit, dass ich fand, es wäre doch eigentlich ne gute Idee. Ich traf mich also mit ihr und ihrer Kollegin und wir fuhren zu einer winzigen Sternwarte. Die wird von einem Verein betrieben – und es war total spannend! Weil wir so interessiert und begeistert waren, bekamen wir total viele Informationen und ich hatte einen riesen Spass! Mir wurde sogar meiN Sternbild gezeigt .. voll cool! Ich war total glücklich, mitgegangen zu sein!

Schnüggel schrieb, er fühle sich schlecht und würde erst Samstag früh kommen … und mit einer Bekannten wollen wir nun heute Mama besuchen. Am Abend haben wir Karten fürs Theater und zwischendrin möchte ich bei Mama in der Wohnung vorbeischauen, um mal den Briefkasten zu leeren und ähnliches. Einkaufen sollten wir dann auch. Und ich geh jetzt erst mal noch zum Sport.

DUrch die Organisation der Pflege gestern ist mir schon eine Zentnerlast von den Schultern genommen .. auch wenn ich weiss, dass wieder einiges kommen wird.

Insgesamt bin ich wirklich stolz, was ich alles diese Woche geleistet hab .. und trotzdem mich nicht ganz vergessen hab bei allem.

… irgendwie wird es schon weitergehen!

Und morgen – am Sonntag – da hab ich mal einfach NICHTS vor!! So!

Der Titel ist angelehnt an die Mails, die ich immer von Patric Heizmann und dem „Ich bin dann mal schlank“-Team bekomme.

Denn ich von grad einfach nur voll. Voll gefressen. Dabei war ich schon übersatt, bevor ich noch drei Eiweißriegel verdrückt hab… Verflixt.

Gestern Abend hab ich auch viel zu viel gegessen – ich war so geschockt vom Telefonat mit meiner Mama. Und hab mich so generell überfordert gefühlt.

Heut hatte ich ein Telefonat mit einer Bekannten, die in der Alzheimerpflege (oder so ähnlich) arbeitet. Was für mich als wichtige Punkte rauskam war:

Die Verwirrung kann von den Schmerzmitteln kommen!

Das ist im Moment die Hoffnung, an die ich mich klammere.

Auch hab ich mit dem Arzt telefoniert: Sie haben einen Riss im Kreuzbein gefunden! Daher kommen vermutlich die Schmerzen!
.. ich bin echt froh, dass eine Ursache gefunden wurde.

Und ich bin zwar im Moment noch völlig planlos wegen irgendwelchen Unterstützungen mit der Pflege – doch der Stationsarzt macht beim Sozialdienst ne Anforderung. Und mit dem hatte ich schon Kontakt. Durfte nur bisher nicht aktiv werden, ohne Anforderung vom Stationsarzt..

Irgendwie wird es schon weiter gehen.

Ich bin also echt voll … vollgefressen (im Moment) und übervoll mit Anforderungen, die da auf mich zukommen. Beruflich und privat.

Fühle mich leicht erschlagen…

Vor einem Jahr war Mama auch im Krankenhaus .. und ich in Indien. Auch nicht so einfach. Doch irgendwie weniger heftig, wie im Moment.

Heute vor nem Jahr hab ich übrigens begonnen, Fettlogik zu lesen!! 😀

 

Heute war viel los – und unterm Tag hab ich versucht, wegen der Pflegesituation mit dem Krankenhaus zu telefonieren. Ich hab zwar Antwort vom Sozialdienst bekommen – doch auch die Auskunft, dass da der Stationsarzt was machen muss. Zu dem bin ich nicht durch gekommen.

Naja.

Da ich Termine für den Mikrozensus ausgemacht hatte, war ich zwischen vier und neun beschäftigt. Dann hab ich bei Mama angerufen. Ja – nicht soo toll, so spät anzurufen, aber ich wollte sie halt noch hören.

Doch ich glaub, es wäre besser gewesen, nicht anzurufen. Ich dürfte noch der Illusion aufliegen, dass alles wieder gut wird.

Mama erklärte mir am Telefon, dass sie heute von meinen Theaterleuten besucht wurde und in den Wald entführt. Und da sei sie noch. Und nun hätten sich alle verkleidet und sie wolle wieder heim in ihr Bett, doch sie lassen sie nicht. Und sie würden sie mit Medikamenten vollstopfen hier und sie wäre im UG in einem Raum und lauter alte Möbel um sie rum. Und dann wieder, dass sie im Wald ist. In einer Hütte. Und nun würde sie mir mal einen der Theaterleute geben.

Dann war die Bettnachbarin dran und sie meinte, dass Mama schon seit dem Nachmittag so Zeug erzählen würde. Dass sie entführt worden sei und ihre Familie nicht wissen würde, wo sie ist. Die Schwestern hätten Gitter ans Bett gemacht, damit sie nicht raus steigt und versucht, weg zu laufen.. (wahrscheinlich könnte sie das gar nicht gross, so wackelig, wie sie auf den Beinen ist)

Als ich Mama wieder dran hatte, fragte sie, ob ich wissen würde, was die Theaterleute da machen – und auch, dass sie über sie lachen und sie verarschen und warum die das tun.

… ich bin total geschockt.

Mama ist offensichtlich total neben sich und … ja und … und wie soll es jetzt weitergehen?!

Ich kann und will das alles gar nicht glauben.

Bitte nicht. Bitte lieber Gott, lass das alles nicht wahr sein.

Als ich Freitag Abend heim kam, waren neun Anrufe auf meinem Anrufbeantworter. Allesamt von Mama. Der erste war von acht Uhr morgens. Okay. Aber die nachfolgenden acht waren im Laufe einer halben Stunde im Abstand von wenigen Minuten. Immer Mama, dass es ihr schlecht ginge und ich zurückrufen soll – der letzte Anruf war der kläglichste:„Barbarella, ich bin gestürzt und kann nicht mehr aufstehen!“ Natürlich hab ich gleich mal angerufen, doch das war ja auch schon vor ner Stunde oder so gewesen..

Ich hab angerufen – Mama sagte mir, sie hätte den Notruf gedrückt, weil sie nicht mehr aufstehen konnte und die hätten ihr aufs Klo geholfen und dann wieder auf die Couch gelegt und wären dann gegangen. Und sie könne nun nicht mehr aufstehen und (Mamas Mantra der letzten Tage):„Was soll ich jetzt tun?“

Ich war spontan stinkesauer – und wusste sorfort was tun! Ich rief sofort beim Notruf an, wie die denn bitte eine hilflose Frau in der Wohnung zurücklassen können!!! Die meinten dann, sie hätte auf die Couch gewollt und das hätte sie gemacht.

Ich rief meine Schwester an und sie meinte, Mama hätte mit ihr telefoniert … während unseres Telefonats, rief Mama auf meinem Handy an. Das hab ich weg gedrückt und zu meiner Schwester gesagt, ich fahre jetzt sofort zu Mama und schau mir die Lage vor Ort an.

Also ich dort ankam, telefonierte Mama mit meiner Schwester. Sie sah wirklich erschreckend kümmerlich aus und ich sagte ihr, wir fahren jetzt ins Krankenhaus. Punkt. Und dass wir die Sachen packen. Mama meinte, das müssten wir doch nicht tun – und da wurde ich (völlig entgegen meiner normalen Natur, dass ich meinen Mitmenschen meist oft den Willen lasse und selten dagegen halte) SEHR energisch! „Wir packen jetzt Dein Zeug! Dann haben wir es gleich, falls Du dort bleiben musst!“ Mama meinte, ich könne die Sachen ja nachträglich bringen, falls das so sei. Das machte mich endgültig sauer:„Schluss jetzt! Ich fahr hier nicht hin und her und hole nachher noch Zeug! Wir nehmen das jetzt mit – und wenn Du wieder heim kommst, kann packen wir es hinterher einfach wieder aus.“ Da ergab sich Mama dann ihrem Schicksal – und ich sammelte die Sachen nach ihren Anweisungen zusammen. Zwischendrin brachte ich sie hin und wieder zur Toilette – sie war wirklich nicht fähig, sich ohne Rollator zu bewegen (und selbst mit nur schleppend!) .. und Mama ist bis vor zwei Wochen noch fröhlich und ohne den geringsten Gedanken an einen Rollator durch die Gegend gehüpft! Das war echt erschreckend! Letztes Wochenende hat sie ihn noch nicht benutzt, auch wenn der Nachbar ihn ihr da schon geschenkt hatte.

Der Weg ins Auto brauchte dann ne Weile mit dem Rollator und beim Krankenhaus hab ich erst mal von drinnen nen Rollstuhl geholt, damit ich sie reinschieben konnte. Bei der Aufnahme (es war inzwischen dreiviertel eins) warteten wir über ne Stunde bis wir endlich bis zum Arzt kamen – dabei waren wir die einzigen, die dort warteten! Inzwischen war auch Schnüggel da. Er war auf seinem Weg von der Schweiz direkt ins Krankenhaus gekommen. Mama ächzte und stöhnte vor Schmerzen, wurde dann noch geröntgt und bekam eine Infusion mit Schmerzmittel – und gegen drei wurde dann entschieden: Sie bleibt im Krankenhaus. Ich war echt erleichtert. Denn ganz im Ernst: Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Mama in diesem Zustand allein in ihrer Wohnung sein konnte.

Völlig erschossen kamen wir dann irgendwann nach vier Uhr nach Hause.

Und ich bin stinksauer auf den Notruf! Wie kann man bitte eine derart hilflose Frau allein daheim in der Wohnung lassen – selbst wenn die im (offensichtlich nicht zurechenbaren Zustand!) sagt, dass sie „auf die Couch“ möchte?! Ich meine: Hallo?! Wir zahlen 90 Euro im Monat für den Scheiss! Da muss doch wohl mal mehr drin sein, mich zu kontaktieren, als nur, um mir zu sagen, ich solle zu meiner Mutter sagen, sie solle nicht dauernd den Notruf drücken!! Da muss doch auch mal ein Anruf drin sein, wenn man erkennt, dass eine Frau hilflos in der Wohnung sitzt, dass man einen da anruft. Und nicht einfach wieder geht!! Unmöglich – echt!

Den Samstag war ich den ganzen Tag ziemlich platt. Trotzdem sind wir natürlich zu Mama – haben das ein oder andere in meiner (und Mamas) Wohnung gemacht, ein Päckchen bei der Post geholt, gewaschen und so Zeug –  und natürlich  Onkel und Nachbarn informiert, dass Mama im Krankenhaus ist. Und abends hatte ich dann Theater. Ich hatte ja echt den ganzen Tag null Bock zum Spielen, eben weil ich so erschöpft war. Und dann waren noch zwei Wochen Pause gewesen – und ich hatte null in den Text geschaut bisher.

Doch es war echt ne tolle Vorstellung – wir hatten ein super Publikum und waren natürlich alle hellwach und voller Esprit! 😀

Und beim Schlussapplaus sah ich im Publikum Mamas Vermieter mit seiner Lebensgefährtin .. Hey, da hab ich mich aber gefreut 😀 Wir sind noch ne Weile zu den beiden gesessen und haben geschwatzt. Und wir haben noch tolle Tipps von ihnen bekommen wegen Mama, denn bei der Mutter vom Vermieter lief es ganz ähnlich.

Im Anschluss sind wir noch schnell einkaufen gegangen. Hoch lebe REWE, der bis 24 Uhr offen hat – auch am Samstag!

Heute plane ich einen ruhigeren Tag – auf jeden Fall ein Spaziergang, hab gestern gesehen, wie schön schon die Blümchen rauskommen und da möchte ich etwas in der Natur auftanken. Und natürlich n Besuch bei Mama. Und mein Robbie ist auch schon durch das Schlafzimmer geflitzt. Ich nehme jede mechanische Hilfe beim Haushalt in Anspruch, die sich mir bietet 😉

Und ein bisschen muss ich runter kommen .. morgen geht es schon wieder ins Büro, der erste Termin ist um neun – und überhaupt drängeln sich auch schon wieder die dringenden Projekte… Nerv! Das macht mich ganz schön ängstlich, dieser Druck im Büro..

.. Kalorien zähle ich trotzdem! Da bin cih echt stolz drauf! Und auch wenn ich gestern mit 106% etwas im Plus war, bin ich sehr stolz auf mich. Ohne Aufschreiben hätte ich VIEL mehr gegessen … ich hab nämlich echt nur aufgehört, weil ich den Überblick behalten hab über die Kalorienzufuhr..

Hab übrigens gestern in der Post en paar Karten mitgenommen … diese hier finde ich gerade besonders passend ;D

wenn-dir-das-leben-einen-arschtritt-gibt

… und diese hoffnungsfrohe Karte hier mag ich auch sehr gern 😀

glueckliche-wendung

Letztlich ist das eh so meine Grunddenke:

Alles wird gut.
Irgendwie wird letztlich schon alles gut werden.. 😉

Heute ist Sonntag – und ich bin komisch drauf.
.. das hängt nicht unmittelbar zusammen, kommt aber öfters mal vor. Insbesondere, wenn Schnüggel nicht da ist.

Eigentlich hatte ich überlegt, ob ich zu ihm in die Schweiz fahre .. aber das ist ja soooo weiiiiit! Zumindest für mich und meine Schweinehündin Helga. Und ich hab ja auch so viel zu tun (also eigentlich) .. und dann war Samstag früh ja auch wieder ein „Mama und Krankenhaus“-Drama. Ich fühle mich ja immer als total miese Tochter, weil ich da irgendwie schon so abgehärtet bin mit den ganzen Dramen.

Mama hat also ihren Notruf gedrückt und kam ins Krankenhaus .. bis ich das richtig mitbekommen hab, war sie allerdings schon wieder draussen. Somit hab ich dann bei ihr angerufen – sie hat Schmerzen im Bein. Zumindest war das jetzt so das, was bei mir ankam. War wohl auch (mal wieder) was mit der Verdauung, doch das ist ja seit einem Jahr Dauerthema. Und ich miese Tochter reagier da innerlich auch gar nimmer wirklich. Ausser mit Genervtsein.

Naja – auf jeden Fall bin ich gestern nicht zu ihr. Hab zu meiner Mutter gesagt, ich wöllte noch in die Schweiz und zu Schnüggel gesagt, ich wöllte noch zu meiner Mutter und hatte dann auf beiden Seiten ne tolle Ausrede, daheim auf der Couch zu sitzen. Eigentlich wollte ich nämlich beides nicht. Oder beides doch. Aber nur aus schlechtem Gewissen, nicht so von innen raus. Wenn ich ganz ehrlich bin. Somit hab ich gestern als aller-allererstes „Once more, with feeling“ angeschaut .. dazu hatte mich dieser Artikel von der Frau K. animiert. Ich hab wegen der Überschrift sofort an diese Buffy-Folge gedacht und mir gleich am Freitag die DVD dazu in der Bücherei ausgeliehen. ALso bevor ich mich in das ganze Familiendrama gestürzt hab. Ist irgendwie viel einfacher, sich die Dramen im Fernsehen anzuschauen, als wieder und wieder die Dramen von der eigenen Mutter zu hören.

Hab gestern also eigentlich gar nichts gemacht – ausser mal Einzukaufen. Und nen Blogartikel zu schreiben über Kalorien. Hatte auch die Idee, mal aufzuschreiben, wieviele Kalorien ich in die Wohnung geschleppt hab … doch das war mir dann echt zu viel Aufwand. Wahrscheinlich wäre mir auch das Ergebnis nicht entgegen gekommen. Denn wie soll ich bitte 140.000 kcal in einigermassen verträglicher Zeit einsparen, wenn ich mir schon (nur so als Beispiel) die Hälfte davon in einem Wochenendeinkauf in die Wohnung schleppe?

Und hab gestern schon was gemacht: Viel fern gesehen. Kann am Montag fünf DVD in der Bücherei abgeben. Unter anderem eine übers (erfolgreiche!) Abnehmen. Da waren natürlich die üblichen Fettlogik-Weisheiten drin, unter anderem also: Stoffwechsel ankurbeln, abends Kohlenhydrate vermeiden, frühstücken und meine Lieblingsfettlogik: Nicht unter 1.200 kcal am Tag essen, damit es keinen Hungerstoffwechsel gibt. Sport war natürlich auch dabei. Und die beiden Abnehmer im Video (ein Mann und eine Frau) hatten nach meinem Gefühl gar nicht soo ein Übergewicht. Waren beide grad mal so um den BMI 27 rum.. Und am meisten geschockt hat mich, dass die Frau 46 war. Und total die spießige, alte Schachtel in meinen Augen. Und dabei ja nur nen BMI von 27 hatte – also nicht wie ich von 31!! Überhaupt hatte ich gestern wieder so nen Altersschock: Im Fernsehen kam so ne mehrstündige Reportage über Falco. Der wäre gestern 60 geworden. Mein Gott – 60. Ja, klar. Ich werd alt. Ich mein: Falco fand (und find!) ich ja echt toll, schon früher. Ich weiss noch: Mein damaliger Freund hat mir die Single „Jeanny“ zum Valentinstag geschenkt. 1986 war das. Klar, denn da war Jeanny auf Platz 1. Das Geschenk hatte mich damals (gelinde gesagt) etwas überrascht. Sooo toll, dass ich die Single uuunbedingt haben musste, fand ich das Lied ja dann auch wieder nicht. Zumal Singles eh was Doofes waren. Alle drei Minuten springt man wieder an den Plattenspieler – oder hört das Lied in Dauerschleife. An das Gelästere seiner Freunde damals erinnere ich mich auch noch gut: „Sie schenkt ihm einen gravierten Anhänger zum Valentinstag – und er ihr grad mal ne Single!“ Ja, der gute D. war wohl der schwäbischste aller meiner Freunde. Ne, eigentlich überhaupt der einzigste aller meiner Freunde, der überhaupt Schwabe war – in der schwäbischen Definition von „Schwabe sein“. Aber vielleicht war es auch gar nicht der Geiz – und das war es ja eigentlich, was weh tat. Ich hätte mir damals eigentlich auch ein Kettchen gewünscht – so als Zeichen der Verbundenheit und ausserdem hatte er seiner Ex auch mal eins geschenkt.. „Jeanny“ konnte ich mir nicht um den Hals hängen. Selbst wenn es bloss ne Single war.

Naja .. und heute?

Hab ich auch ein schlechtes Gewissen, wenn ich nicht zu Mama geh. Also guck ich vielleicht heute Abend mal vorbei. Auch hat mich ne Freundin gefragt, ob ich mit ihr in die Wilhelma geh. Den neuen Foto ausprobieren. Eigentlich hab ich ja auch heute keine Lust, den Hintern zu heben .. doch ich weiss, dass ich am Ende des Wochenendes dann auch wieder komplett unzufrieden bin! Und in der Theaterzeit hab ich eh so selten Zeit für meine Freunde .. ich mag nicht schon wieder absagen. Ausserdem möchte ich unbedingt Axolotls sehen 😀 Und Rennmäuse 😀 Und Giraffen 😀

Also schwing ich jetzt meinen A* aus dem Bett und entweder unter die Dusche oder ins Fitness Center (und dann dort unter die Dusche) und dann ab in die Wilhelma! Und danach zu Mama.

… klingt nach nem Plan. Nem vollen Terminplan!

Aufräumen und Steuererklärung .. ach, das geht auch noch wann anders! Ich will nicht auf dem Sterbebett liegen und sagen:„Hab zwar nichts wirlich gemacht in meinem Leben – aber immer ne aufgeräumte Wohnung gehabt..“

August 2017
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