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Hab heute die ganze Nacht von meinen Verträgen geträumt. Ich hab nen ziemlichen Horror, was ich da alles machen muß in nächster Zeit. Doch vielleicht konzentriert sich mein Unterbewusstsein auch einfach auf diese Dinge, damit es die Situation mit Mama verdrängt. Die ist ja wesentlich unlösbarer, als meine komplizierten Verträge, die Verhandlungen und der ganze Schlonz auf der Arbeit…

Draußen scheint die Sonne – und ich bin in einer überladenen, chaotischen Wohnung, die dringend aufgeräumt, entrümpelt, sortiert und geputzt gehört. Ziemlich erdrückend hier. Egal, wo ich hinschaue, ist Handlungsbedarf. Und zwar so viel Handlungsbedarf, dass es mich schon gleich erschlägt, bevor ich noch angefangen hab. Ich weiß zwar, dass es auch vorangeht, wenn ich mir die Arbeit in kleine Einheiten einteile, die überschaubar und bewältigbar sind – doch irgendwie ist im Moment sogar dafür die Hürde zu hoch.

Okay .. natürlich mach ich schon „irgendwas“.. Doch das Gefühl, gegen Windmühlen zu kämpfen, bleibt. Und egal, was ich mache – es ist trotzdem noch was zu tun. Viel zu tun. VIEL zu viel zu tun!! Allein an gewaschener Wäsche hab ich glaub einen Berg von 1,50 m zu bügeln und zusammenzulegen. Klar, davon ist auch ein Anteil von Mama. Und allein vier mal Bettwäsche … aber trotzdem: Das ist echt ein Schlag ins Genick, der mich zusammensinken lässt, wenn ich da hinschaue..

Eigentlich würde ich am liebsten Fenster putzen. Ich find Fenster putzen toll! Das macht so ein frisches Gefühl, wenn ich durch klare, staubfreie Fenster schaue 😀
… doch das ganze Drumrum, bis alles abgeräumt ist und später wieder hingeräumt und eigentlich würde ich dann ja auch gern gleich noch die Gardinen waschen und trallala … da bin ich schon wieder erschlagen und sehe mich einer unbewältigbaren Mammutaufgabe gegenüber. Und vor allem dem Thema: Es gibt ja auch tatsächlich Wichtigeres hier in der Wohnung aufzuräumen, als die Fenster zu putzen!

… und so bremse ich mich erfolgreich bei allem aus, was ich beginnen könnte.

Naja – nicht bei ALLEM! Neben dem Schreiben hab ich die Spülmaschine ausgeräumt und im Klo weicht der Reiniger gerade ein.. Außerdem hab ich heute früh schon die beiden Wäschekörbe von Mama ausgewaschen und der eine ist schon gefüllt mit zusammengelegter Wäsche von Mama und der gelbe Sack steht zusammengeschnürt vor der Wohnungstür. Also hab ich heute ja auch noch nicht nichts gemacht.. Doch es bleiben irgendwie nur Tropfen auf dem heißen Stein.

Und trotzdem ist was gemacht. Und es ist gut, einen Mann wie Schnüggel zu haben. Als ich eben (zwischen dem letzten Absatz und diesem hier) was abgewaschen hab und die Spülmaschine einräumte, kam er an der Küche vorbei und meinte:„Gut, machst Du das!“ .. und ich so:„Was denn?“.. er so:„Dass Du hier so rumwuselst .. es geht was!“ – er erkennt an, dass auch in den eigentlichen Selbstverständlichkeiten Arbeit drin steckt und ermuntert mich. Das macht er wirklich gut 😀

Somit schließe ich den Artikel gerade mit einem (hoffnungsfrohen) Lächeln ab – und begonnen wurde er mit einem Gefühl von einem Luftballon, auf den ein Felsbrocken gefallen ist 😉

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Eigentlich hatte ich ja geplant, gestern Abend zum Sport zu gehen. Nachdem ja der Arzttermin mit Mama am Abend weg gefallen ist, da sie im Krankenhaus ist, wollte ich die neugewonnene Zeit so nutzen. Der Rest der Woche sieht nämlich schon wieder sehr mau aus mit Zeit für Sport. (Und schlimmerweise auch genauso für Besuche bei Mama im Krankenhaus!)

Doch leider, leider hab ich in der Früh kein Sportzeug mit ins Büro genommen – und somit hätte ich erst heim müssen, um dann wieder los zu ziehen. Da war die Hürde echt zu hoch für mich. Besonders, da der Tag im Büro stressig (und natürlich auch wieder lang, war wieder bis nach halb acht im Büro) war und zusätzlich auch einiges an Organisation und Nachfrage im Krankenhaus und bei Ärzten (und natürlich dann Rücksprache mit der Familie) anfiel.

Kurzum: Mir war es echt zu viel, um halb neun nochmal zum Sport los zu ziehen – obwohl meine übliche Sportzeit eh auf zwischen (halb) zehn und elf getaktet ist und das somit nichts wirklich Ungewöhnliches gewesen wäre..

Statt dessen packte ich den Toaster aus – und hab dummerweise das komplette Toastbrot weg gehauen. Interessanterweise hab ich mich gar nicht mords vollgestopft gefühlt. Allerdings hab ich auch noch nichts aufgeschrieben bisher. Ich schätze, ich werde auf irgendwas zwischen 160% und 180% Tagesbedarf kommen. (EDIT: Ich hab nachgetragen: Sind stolze 218% Tagesbedarf!!! Falls ich nicht noch was vergessen hab.)

Schade für die Abnahme … aber nun gut. Jetzt ist es halt mal so.

Ich bin die letzten Tage Wochen eh immer so erschöpft, dass ich auf der Couch wegschlafe. So auch gestern. Und die Wäsche hab ich auch nicht mehr geschafft, aufzuhängen .. oder die Sachen für den Mikrozensus zu richten, wo ich heute los ziehe. (Mußte dann alles heute früh vor der Arbeit gemacht werden..)

.. einzig, zu essen hab ich noch geschafft.

Hab mal gelesen, dass das auch eine Art von Entspannung ist. Da bin ich wohl mal ins alte Muster zurück gefallen.

Aber gut .. mach ich jetzt auch kein Drama drauß. Natürlich waren heute (erwartungsgemäß) ein paar hundert Gramm mehr auf der Waage – aber egal. Ich schaffe es trotzdem irgendwann in absehbarer Zeit unter 90!
Und dann unter 80!
Und vielleicht sogar auf die unteren 70er Zahlen 😀

Mein Weg den (Kilogramm)Berg runter sind halt Serpentinen und nicht die direkte Schussfahrt 😉

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