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Ist Ostern nicht so eine „alles wird neu – es ist Frühling!“-Fest?

Ehrlich gesagt hab ich gar nicht viel mit Ostern mitbekommen dieses Jahr. Doch ich bin unendlich froh, dass ich vier arbeitsfreie Tage hatte. Und ich war – ehrlich gesagt – sehr froh, dass Schnüggel erst am Samstag kam.

Ich hab den Karfreitag mal einfach GAR NICHTS getan. Den ganzen Tag nur gespielt, fern gesehen und geschlafen. Nichts gewaschen, nichts erledigt, nicht bei Mama angerufen .. einfach NICHTS.

Ich war so froh, einfach einen Tag lang nur meine Ruhe vor der Welt zu haben.

Samstag hatte ich dann Termine für den Mikrozensus. Das lief super 😀

Nachdem ich Donnerstag noch meinen Laptop bekommen hab (sozusagen in letzter Minute), war das ja schon auch noch etwas aufregend gewesen (um nicht zu sagen: nervig). Am Donnerstag Abend war dann die letzte Theateraufführung .. hat echt super Spaß gemacht und es waren drei liebe Freundinnen da, worüber ich mich total gefreut hab 😀

Ansonsten war am Samstag noch ein bißchen einkaufen angesagt, als Schnüggel dann da war .. und am Sonntag haben wir Mama geholt und sind zu ihr nach Hause gefahren, wo wir gemeinsam Kaffee getrunken haben. Sonntag war Mama echt SUPER drauf! Sie läuft auch ohne alles wieder einwandfrei .. echt der Hammer!

Montag jedoch .. naja, also da war es echt wieder eher schwierig, mit Mama zurecht zu kommen. Zu Beginn war sie toll drauf – dann kam plötzlich ein Einbruch und es war alles Mist. Alle bevormunden sie und sie darf nie machen, was sie will. Als wir fragten, was sie denn will oder wollte, meinte sie, das wüßte sie nicht. Aber sie sei nicht daran schuld, dass sie das nicht wüßte, da wären die anderen schuld, die ihr ja nie ihren Willen lassen.. Überhaupt: Das hätte sie alles ganz anders geregelt mit ihrer Krankheit! Warum sie in dieser „Wohnung“ hier untergebracht worden wäre! Das hätte man auch anders regeln können. Immer würde alles gegen ihren Willen gemacht und alle würden sie stressen. Und sie fühle sich hier bevormundet und keiner lässt sie was machen – doch nun hätten wir alle sie ja auch derart heruntergewirtschaftet, dass sie sich total überfordert fühlt.

Zu deutsch: Sie will nicht im sicheren Heim bleiben, wo sie versorgt und umsorgt wird, das nervt sie, sie will heim – doch sie will auch nicht daheim sein, wo sie sich überfordert fühlt und will eine Sicherheit.

.. na das kann ja heiter werden.

Bin echt gespannt auf diese Woche .. das wird ja wirklich sehr aufregend.

Dabei ist mir eh schon den ganzen Vormittag schlecht, weil heute meine neue Chefin kommt und mir das an die Nieren geht, wie das hier dann wird..

Unsicherheit auf allen Ebenen!

Bin schon etwas angespannt.. Und bis Anfang Mai ist irgendwie auch nirgends mal ne Pause in Sicht. Wenn mich jemand besucht, meint der vielleicht, ich hätte für ihn den roten Teppich ausgerollt .. doch das ist eigentlich meine heraushängende Zunge, vom dauernden Hin- und Hergehechle..

Hoffe, das Ringang-Zeug schlägt bald an.

Obwohl: Dieses komische Gemüsepulver schmeckt derart unerträglich, dass ich es gestern mal weg gelassen hab. Und die Tage davor, die Portion reduziert hab. Mir wurde zu Beginn eh immer schlecht davon .. das ist wohl nicht so der Bringer für mich..

Mir langt’s.

Ich hab genug.

Nicht nur, dass mir heute bereits beim Aufwachen schlecht war (mir schlägt offensichtlich die Gesamtsituation und der Druck langsam auf den Magen – kenn ich von früher (leider) nur zu gut), ich bin einfach genervt – und seit Anfang der Woche merke ich auch wieder so „Energieeinbrüche“, wie ich sie Ende 2015 auch öfters hatte. Und Januar 2016 wurde ich dann ja für gut zwei Wochen von der Ärztin „aus dem Verkehr gezogen“. Ich hab dann ja aufgebaut und bin auch stolz, wie ich die vergangenen turbulenten Zeiten gemeistert hab .. doch langsam ist die Luft raus 😦

Kein Urlaub ist Sicht. Noch schlimmer: Ich hab gar keine Ahnung, wie und wann ich überhaupt mal nen Urlaub planen sollte! Wann das überhaupt mal gehen könnte!

.. eigentlich hatte ich ja vorgehabt, dieses Frühjahr zu ner mehrwöchigen Kur zu gehen – die berufliche Gesamtsituation hat mich jedoch schon laaang von diesem Vorhaben abgebracht.

Dabei bin ich doch gar nicht so wichtig. Nur irgendein kleines Licht. Mit einem nicht überblickbaren Berg an Arbeit.

Ich will nimmer.

 

.. abgesehen davon war heute auf der Waage die 89!! … KOTZ, KOTZ, KOTZ!!!

Ich hab Angst, doch wieder die 90 zu erreichen! *panik*

Eigentlich hatte ich ja geplant, gestern Abend zum Sport zu gehen. Nachdem ja der Arzttermin mit Mama am Abend weg gefallen ist, da sie im Krankenhaus ist, wollte ich die neugewonnene Zeit so nutzen. Der Rest der Woche sieht nämlich schon wieder sehr mau aus mit Zeit für Sport. (Und schlimmerweise auch genauso für Besuche bei Mama im Krankenhaus!)

Doch leider, leider hab ich in der Früh kein Sportzeug mit ins Büro genommen – und somit hätte ich erst heim müssen, um dann wieder los zu ziehen. Da war die Hürde echt zu hoch für mich. Besonders, da der Tag im Büro stressig (und natürlich auch wieder lang, war wieder bis nach halb acht im Büro) war und zusätzlich auch einiges an Organisation und Nachfrage im Krankenhaus und bei Ärzten (und natürlich dann Rücksprache mit der Familie) anfiel.

Kurzum: Mir war es echt zu viel, um halb neun nochmal zum Sport los zu ziehen – obwohl meine übliche Sportzeit eh auf zwischen (halb) zehn und elf getaktet ist und das somit nichts wirklich Ungewöhnliches gewesen wäre..

Statt dessen packte ich den Toaster aus – und hab dummerweise das komplette Toastbrot weg gehauen. Interessanterweise hab ich mich gar nicht mords vollgestopft gefühlt. Allerdings hab ich auch noch nichts aufgeschrieben bisher. Ich schätze, ich werde auf irgendwas zwischen 160% und 180% Tagesbedarf kommen. (EDIT: Ich hab nachgetragen: Sind stolze 218% Tagesbedarf!!! Falls ich nicht noch was vergessen hab.)

Schade für die Abnahme … aber nun gut. Jetzt ist es halt mal so.

Ich bin die letzten Tage Wochen eh immer so erschöpft, dass ich auf der Couch wegschlafe. So auch gestern. Und die Wäsche hab ich auch nicht mehr geschafft, aufzuhängen .. oder die Sachen für den Mikrozensus zu richten, wo ich heute los ziehe. (Mußte dann alles heute früh vor der Arbeit gemacht werden..)

.. einzig, zu essen hab ich noch geschafft.

Hab mal gelesen, dass das auch eine Art von Entspannung ist. Da bin ich wohl mal ins alte Muster zurück gefallen.

Aber gut .. mach ich jetzt auch kein Drama drauß. Natürlich waren heute (erwartungsgemäß) ein paar hundert Gramm mehr auf der Waage – aber egal. Ich schaffe es trotzdem irgendwann in absehbarer Zeit unter 90!
Und dann unter 80!
Und vielleicht sogar auf die unteren 70er Zahlen 😀

Mein Weg den (Kilogramm)Berg runter sind halt Serpentinen und nicht die direkte Schussfahrt 😉

Als ich Freitag Abend heim kam, waren neun Anrufe auf meinem Anrufbeantworter. Allesamt von Mama. Der erste war von acht Uhr morgens. Okay. Aber die nachfolgenden acht waren im Laufe einer halben Stunde im Abstand von wenigen Minuten. Immer Mama, dass es ihr schlecht ginge und ich zurückrufen soll – der letzte Anruf war der kläglichste:„Barbarella, ich bin gestürzt und kann nicht mehr aufstehen!“ Natürlich hab ich gleich mal angerufen, doch das war ja auch schon vor ner Stunde oder so gewesen..

Ich hab angerufen – Mama sagte mir, sie hätte den Notruf gedrückt, weil sie nicht mehr aufstehen konnte und die hätten ihr aufs Klo geholfen und dann wieder auf die Couch gelegt und wären dann gegangen. Und sie könne nun nicht mehr aufstehen und (Mamas Mantra der letzten Tage):„Was soll ich jetzt tun?“

Ich war spontan stinkesauer – und wusste sorfort was tun! Ich rief sofort beim Notruf an, wie die denn bitte eine hilflose Frau in der Wohnung zurücklassen können!!! Die meinten dann, sie hätte auf die Couch gewollt und das hätte sie gemacht.

Ich rief meine Schwester an und sie meinte, Mama hätte mit ihr telefoniert … während unseres Telefonats, rief Mama auf meinem Handy an. Das hab ich weg gedrückt und zu meiner Schwester gesagt, ich fahre jetzt sofort zu Mama und schau mir die Lage vor Ort an.

Also ich dort ankam, telefonierte Mama mit meiner Schwester. Sie sah wirklich erschreckend kümmerlich aus und ich sagte ihr, wir fahren jetzt ins Krankenhaus. Punkt. Und dass wir die Sachen packen. Mama meinte, das müssten wir doch nicht tun – und da wurde ich (völlig entgegen meiner normalen Natur, dass ich meinen Mitmenschen meist oft den Willen lasse und selten dagegen halte) SEHR energisch! „Wir packen jetzt Dein Zeug! Dann haben wir es gleich, falls Du dort bleiben musst!“ Mama meinte, ich könne die Sachen ja nachträglich bringen, falls das so sei. Das machte mich endgültig sauer:„Schluss jetzt! Ich fahr hier nicht hin und her und hole nachher noch Zeug! Wir nehmen das jetzt mit – und wenn Du wieder heim kommst, kann packen wir es hinterher einfach wieder aus.“ Da ergab sich Mama dann ihrem Schicksal – und ich sammelte die Sachen nach ihren Anweisungen zusammen. Zwischendrin brachte ich sie hin und wieder zur Toilette – sie war wirklich nicht fähig, sich ohne Rollator zu bewegen (und selbst mit nur schleppend!) .. und Mama ist bis vor zwei Wochen noch fröhlich und ohne den geringsten Gedanken an einen Rollator durch die Gegend gehüpft! Das war echt erschreckend! Letztes Wochenende hat sie ihn noch nicht benutzt, auch wenn der Nachbar ihn ihr da schon geschenkt hatte.

Der Weg ins Auto brauchte dann ne Weile mit dem Rollator und beim Krankenhaus hab ich erst mal von drinnen nen Rollstuhl geholt, damit ich sie reinschieben konnte. Bei der Aufnahme (es war inzwischen dreiviertel eins) warteten wir über ne Stunde bis wir endlich bis zum Arzt kamen – dabei waren wir die einzigen, die dort warteten! Inzwischen war auch Schnüggel da. Er war auf seinem Weg von der Schweiz direkt ins Krankenhaus gekommen. Mama ächzte und stöhnte vor Schmerzen, wurde dann noch geröntgt und bekam eine Infusion mit Schmerzmittel – und gegen drei wurde dann entschieden: Sie bleibt im Krankenhaus. Ich war echt erleichtert. Denn ganz im Ernst: Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Mama in diesem Zustand allein in ihrer Wohnung sein konnte.

Völlig erschossen kamen wir dann irgendwann nach vier Uhr nach Hause.

Und ich bin stinksauer auf den Notruf! Wie kann man bitte eine derart hilflose Frau allein daheim in der Wohnung lassen – selbst wenn die im (offensichtlich nicht zurechenbaren Zustand!) sagt, dass sie „auf die Couch“ möchte?! Ich meine: Hallo?! Wir zahlen 90 Euro im Monat für den Scheiss! Da muss doch wohl mal mehr drin sein, mich zu kontaktieren, als nur, um mir zu sagen, ich solle zu meiner Mutter sagen, sie solle nicht dauernd den Notruf drücken!! Da muss doch auch mal ein Anruf drin sein, wenn man erkennt, dass eine Frau hilflos in der Wohnung sitzt, dass man einen da anruft. Und nicht einfach wieder geht!! Unmöglich – echt!

Den Samstag war ich den ganzen Tag ziemlich platt. Trotzdem sind wir natürlich zu Mama – haben das ein oder andere in meiner (und Mamas) Wohnung gemacht, ein Päckchen bei der Post geholt, gewaschen und so Zeug –  und natürlich  Onkel und Nachbarn informiert, dass Mama im Krankenhaus ist. Und abends hatte ich dann Theater. Ich hatte ja echt den ganzen Tag null Bock zum Spielen, eben weil ich so erschöpft war. Und dann waren noch zwei Wochen Pause gewesen – und ich hatte null in den Text geschaut bisher.

Doch es war echt ne tolle Vorstellung – wir hatten ein super Publikum und waren natürlich alle hellwach und voller Esprit! 😀

Und beim Schlussapplaus sah ich im Publikum Mamas Vermieter mit seiner Lebensgefährtin .. Hey, da hab ich mich aber gefreut 😀 Wir sind noch ne Weile zu den beiden gesessen und haben geschwatzt. Und wir haben noch tolle Tipps von ihnen bekommen wegen Mama, denn bei der Mutter vom Vermieter lief es ganz ähnlich.

Im Anschluss sind wir noch schnell einkaufen gegangen. Hoch lebe REWE, der bis 24 Uhr offen hat – auch am Samstag!

Heute plane ich einen ruhigeren Tag – auf jeden Fall ein Spaziergang, hab gestern gesehen, wie schön schon die Blümchen rauskommen und da möchte ich etwas in der Natur auftanken. Und natürlich n Besuch bei Mama. Und mein Robbie ist auch schon durch das Schlafzimmer geflitzt. Ich nehme jede mechanische Hilfe beim Haushalt in Anspruch, die sich mir bietet 😉

Und ein bisschen muss ich runter kommen .. morgen geht es schon wieder ins Büro, der erste Termin ist um neun – und überhaupt drängeln sich auch schon wieder die dringenden Projekte… Nerv! Das macht mich ganz schön ängstlich, dieser Druck im Büro..

.. Kalorien zähle ich trotzdem! Da bin cih echt stolz drauf! Und auch wenn ich gestern mit 106% etwas im Plus war, bin ich sehr stolz auf mich. Ohne Aufschreiben hätte ich VIEL mehr gegessen … ich hab nämlich echt nur aufgehört, weil ich den Überblick behalten hab über die Kalorienzufuhr..

Hab übrigens gestern in der Post en paar Karten mitgenommen … diese hier finde ich gerade besonders passend ;D

wenn-dir-das-leben-einen-arschtritt-gibt

… und diese hoffnungsfrohe Karte hier mag ich auch sehr gern 😀

glueckliche-wendung

Letztlich ist das eh so meine Grunddenke:

Alles wird gut.
Irgendwie wird letztlich schon alles gut werden.. 😉

„Ich fühle mich total erschlagen!“ sagte ich zu meinem Kollegen heute früh.

„Genau so siehst Du aus.“ antwortete er.

.. ist das jetzt die Antwort, die ich hören wollte?

Ich weiß nicht.

Aber ich fühle mich tatsächlich so. Und heute früh sind wieder drei neue Dinge auf den Schreibtisch geschneit. Und gleich dazu klingelte das Telefon mit noch anderen Fragen.

Mein Kollege ist ja echt lieb – er hat mich gefragt, ob er mir was helfen kann… doch ich bin so durch, dass ich nicht mal weiß, wie mir zu helfen wäre 😦

Außer vielleicht mit einer mehrmonatigen Reise nach irgendwo-ganz-weit-weg-von-hier!

Und mit dem Schnupfen .. das wird und wird nicht besser.

Kein Wunder: Ich hab echt sowas von die Nase voll!

Samstag. Endlich.

Doch ich komme nicht in die Gänge und bin unzufrieden.

Hab auch immer noch gewaltig die Nase voll.

Und fühl mich insgesamt schlapp und motivationslos.

Dabei hätte ich so viele „sollte“ zu tun. Sollte aufräumen, sollte einkaufen, sollte doch so nen schönen, freien Tag nutzen … zudem, wenn meine Schwester da ist.

Sollte .. aber will nicht.

Liege mit nem Wärmkissen auf dem schmerzenden Bauch im Bett .. und ab und zu kommt das Ding auch in den Rücken, der auch schmerzt. Ein Berg von Taschentüchern im Mülleimer.

… und ich hab nichts von der Entspannung, weil ich nur ein schlechtes Gewissen hab, dass ich so unfleissig bin.

Endlich Wochenende .. und trotzdem vermiese ich es mir.

Seit ich die Steuer abgegeben habe und wieder zurück im Büro bin, bin ich einfach nur platt.

Also nicht sofort in einem durch – aber im Moment fühle ich mich einfach nur abgekämpft und erschöpft.

Hab das Gefühl, das Leben besteht gerade nur aus einer Anspannung nach der anderen.

Eigentlich sollte ich glücklich und befreit sein, dass die Steuer abgegeben ist – doch es ploppt nur einfach die nächste Anforderung von unten hoch, die bisher von der Steuer „runtergedrückt“ wurde.. und irgendwie gibt es nie ne freie Sicht!

Alles ist so … *schnüff*

😦

 

Ich will heim!

Ich will nimmer!

 

… und wenn ich daheim bin, bin ich unruhig, weil ich nichts erledigt bekomme hier.

Und dauernd ist was Neues! Statt, dass es weniger wird 😦

 

Im Moment ist eine gefährliche Tageszeit. Ich bin gerade heim gekommen – und etwas zwischen komplett platt und innerlich unruhig. Das bedeutet, ich bin hoch gefährdet, alles Mögliche in mich reinzustopfen. Vermutlich zum runterkommen. Meine Therapeutin sagte mal, essen entspannt. Wahrscheinlich ist das ein Grund, warum ich abends gern vor mich hin kaue. Im Moment sind meine Gedanken dauernd im Kühlschrank… ich könnte doch noch den Joghurt essen. Oder ein Wurstbrot. Oder einen Eiweissriegel. Oder – mal schauen – irgendwas Leckeres ist bestimmt noch da. Die Gulaschsuppe mag ich jetzt nimmer machen.. Aber vielleicht nen Kaba? Den leckeren aus den USA. Ein Päckchen hab ich noch *träum*

Meine aktive Seite, die definitiv auch den Drang hat, was erledigen zu wollen (und davon hab ich eigentlich DAUERND was!) versucht mich gerade dazu zu drängen, das Bett abzuziehen. Und die Waschmaschine zu laden – damit die morgen früh fertig ist und ich dann die Wäsche gleich aufhängen kann. Und was in Tauschticket zu erledigen. Und die Berichte bei erzählmirnix endlich nachzulesen. Und die Küche aufzuräumen. Wenigstens die Spüle leer räumen. Besser noch, die Lebensmittel durchmisten.

… und mein Körper und Geist macht „Pfuuuuuuh ….“ ich sacke innerlich richtig zusammen, wenn ich diese Liste denke – und jetzt auch schreibe. Weil ich bemerke auch: Da ist nirgends ein Ende. Das könnte ich ewig so weiter aufzählen. Es ist nie einfach gut.

Ja, und es ist echt so: Da ich auf jeden Blick hier was zu tun sehe, komm ich hier zuhause nie wirklich runter. Ausser ich hocke auf der Couch und esse und sehe fern. Oder spiele Computer. Dazu gehört wohl auch das Schreiben eines Blogartikels. Obwohl: Richtig runter komm ich grad nicht. Nur ein bisschen.

Und es listet mir auf, was ich alles noch erledigen sollte. Mit der Steuer beginnen, zum Beispiel. Und Prospekte fürs Theater austeilen. Meine Wäsche in den Schrank räumen! Das ist echt was, was ich irgendwie nie mache! Oder fast nie. Und … *Zack* steigt mein Hirn aus bei der Menge, die ansteht. Denn auch hier ist kein Ende in Sicht. Und das ungute Gefühl, ich sollte beginnen, den ganzen Käse aufzuschreiben, dass ich nichts vergesse..

Und was kommt mir dann unweigerlich in den Sinn?

„Putz ich doch mal meine Fenster!“

.. Fenster putzen ist immer meine Lieblingshausarbeit, die ich mir vornehme. Das ist immer am Positivsten für mich belegt. Nicht, dass ich es so oft machen würde, wie ich das denke … doch ans Fenster putzen zu denken, hat für mich einen geringen Widerstand, der sich dagegen entwickelt. Es kommt dann nur immer ein „Also vor dem Fenster putzen gibt es doch noch Wichtigeres zu tun: Bad putzen, Küche putzen. Wohnzimmer aufräumen, Staubsaugen…“ in den Sinn und dann ist wieder die Energie beim Fenster putzen gebrochen.

Ach Menno .. echt ein Teufelskreis.

Doch jetzt mal ganz ehrlich:

Ich hab diese Woche echt unheimlich viel geschafft. Nicht im Haushalt (natürlich nicht *seufz*), doch ausserhalb. Oder wie sagte meine Kollegin neulich so nett, als ich ihr sagte, was ich so alles mache? „Allein beim Zuhören, was Du da aufzählst, was Du alles tust, bekomme ich Beklemmungen!“ Also ist es jetzt Zeit, mir mal einfach auf die Schulter zu klopfen. Und stolz zu grinsen.

… und dann werde ich auf die Couch sitzen, was essen – und fernsehen – und am Computer n kleines bisschen spielen – und vielleicht mal noch was in Tauschticket erledigen. Das Bett kann ich ja nachher mit Schnüggel zusammen beziehen. Und die Waschmaschine laden, bevor ich in die Koje hüpfe.

Ja. Genau – so mach ich das!

Es ist also tatsächlich wahr geworden – ich bin in Freiburg. Beim Kurs des Galli-Theaters. Und ich wohne in einer WG.

… obwohl ich eigentlich bisher nicht viel mitbekommen hab vom WG-Leben. Gestern bin ich erst um eins heimgekommen – und heute zwar „schon“ um elf .. doch ich bin grad einfach nur in meinem Zimmer – und versuche, so ein paar Internetsachen aufs Laufende zu bringen, Mails und so..

Und sonst?

Der Kurs ist toll – es ist total spannend.

.. doch ich bin teilweise einfach nur erschöpft, erschöpft, erschöpft.

War das wirklich so ne tolle Idee, meinen nahezu gesamten Jahresurlaub auf einen Kurs zu konzentrieren?
.. und ehrlich gesagt, geht es ganz schön ans Eingemachte hier.

Nein, ich persönlich wurde noch nicht „in die Mangel genommen“ – doch das wird noch kommen. Ich wusste es vorher, will es ja auch irgendwie, und trotzdem ist es anders, wenn man in der Theorie die Zustimmung dazu gibt und wenn es dann praktisch bevor steht.

Eine seltsame Mischung aus Energie tanken, neue Anregungen und Erlebnisse und Erfahrungen machen und mit meiner eigenen Ausgelaugtheit und Erschöpfung konfrontiert werden erlebe ich hier.

Mir schmerzt zum Beispiel der rechte Oberschenkel – seit heute früh nach dem Aufwachen!
.. wie Muskelkater. Aber das ist doch Quatsch!

Soooo wenig bewege ich mich dann im normalen Leben auch wieder nicht, dass ich wegen ein bisschen tanzen gleich verrecke!

Und doch: Erschöpfung, Erschöpfung, Erschöpfung…

Fast wie wenn mein Unterbewusstsein irgendwelche uuuuuralten Erschöpfungen, die irgendwo tief in meinem Gewebe gespeichert waren, rausbuddelt!

April 2017
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