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Mir ist heiß.

… und mich käst der ganze Scheiß hier an.

Die ganzen Irrungen und Wirrungen hier und das ganze „der muß da unterschreiben und der da .. und ohne dass der das nicht gemacht hat, darf der nicht das“ und so ein Sandkasten-Sand-Eimerchen-Sandförmchen-Spiel.

Ich will Urlaub. Ich will einfach ein bißchen die Beine hochlegen.

..und eigentlich sollte ich das derzeit wirklich schon allein nach ärztlicher Verordnung!

Ja, mich hat es nämlich am Samstag die Treppe hoch geputzt und ich hab zwei geprellte Knie – und deswegen soll ich die Beine hochlegen und die Knie kühlen.

Am liebsten wäre ich daheim geblieben – doch da Montag die Hölle war und ich das wußte, bin ich ins Büro gegangen. War auch gut so, denn ich konnte wirklich am Vormittag eine Kuh vom Eis führen, sonst wäre die ganz gewaltig eingebrochen und versunken! Und das wäre echt die Hölle geworden.

Naja – gut schlafen bekomm ich auch langsam nimmer so gut hin. Ich schlafe schon, ja .. doch ich wache regelmäßig irgendwann zwischen fünf und sechs auf und kann nimmer schlafen, sondern wälze Sorgen.

Zeug im Büro – und privat. Mama zum Beispiel.

Wir sind jetzt auf der Suche nach einer Tagespflege. Ganz allein daheim geht es einfach nicht. Auch nicht mit der Unterstützung, die wir inzwischen organisiert haben für Duschen, Einkaufen und Medikamentengabe.. Die Tagesstruktur ist trotzdem nicht gegeben. Und mit dem Telefon geht auch was schief. Das legt sie nicht auf und dann ist sie stundenlang nicht erreichbar – und ich bekomme nicht raus, warum sie mich wenige Minuten vorher anrufen wollte..

Alles total nervenzehrend…

Heute ist der MDK bei Mama. Meine Schwester und ich haben gestern Abend zwei, drei Stunden lang aus den Unterlagen und unseren Gedächtnissen die Krankheitsgeschichte von Mama der vergangenen Jahre zusammengetragen. Tatsächlich ist Mama echt sturzgefährdet. War mir gar nicht so bewußt, doch in den vergangenen neun oder zehn Jahren ist sie viermal gestürzt und hat einen Unfall (also in dem Sinne irgendwie auch ein Sturz) gehabt.

Ich bin aufgeregt, was rauskommt und wie der Termin läuft. Und ich bin immer noch so, so, so dankbar, dass meine Schwester bei diesem Termin dabei ist und ich das nicht machen muß.

Und es ist wirklich unübersehbar: Mama ist EXTREM vergesslich 😦

Nicht nur, dass wir ihr bereits unendlich oft gesagt haben, dass NICHT zwei gebrochene Wirbel die Ursache ihres letzten Krankenhausaufenthaltes waren (sondern ein Riss im Kreuzbein) und sie trotzdem unerlässlich und immer wieder und jedem erzählt, sie hätte zwei gebrochene Wirbel gehabt (was gewissem Sinne ja durchaus stimmt – nur war das halt vor zwei oder drei Jahren!), es lässt sie auch völlig kalt, wenn wir das immer wieder klar stellen, ja, ich hab sogar manchmal das Gefühl, sie nimmt das nicht mal richtig wahr.

Gestern war ich ja auch leicht irritiert, als meine Mutter nach den Stunden, wo wir da rumgewurschtet haben mit dem Fragebogen und den Fragen und dem ganzen Krankheitsverlauf (und ich meine: Mama war die ganze Zeit im Zimmer und hat ja auch Fragen mit beantwortet) mal dann irgendwann überrascht feststellte:„Ach, ihr macht das Ganze hier gerade für MICH?!“

Ja, nee – wir machen ja eigentlich nie was für Dich, wenn wir in Deinen Unterlagen rumwühlen…

Seufz.

Naja.

Vielleicht ist nach dem heutigen Termin dann ein bißchen meienr Anspannung weg. Vermutlich allerdings nicht. Denn irgendwie kommt eins ums Andere und es drückt nach aus allen Bereichen imemr Neues nach, sobald was „erledigt“ scheint. Mein Nacken- udn Schulterbereich schmerzt unendlich und ich kann langsam den Kopf nimmer drehen –  zumindest nciht schmerzfrei nach links. Auch ein Zeichen der Anspannung.

Zumindest hatte ich gestern seit längerem keinen so megamäßigen Fressanfall am Abend. Immerhin schon mal was.

Ich hoffe, dass ich bald die Acht zurückerobern kann, die ich vor gut zwei Wochen an die Neun verloren hab. Zwischendrin waren es sogar mal 91 kg .. doch heute war ich bei 90,2 kg. Das ist schon mal ne Verbesserung.

Nur insgesamt – tja … also: Meine Sportmotivation ist unterirdisch. War ich überhaupt im April mal beim Sport? Zumindest hab ich gestern in der Mittagspause mal wieder beim Yoga teilgenommen. Das tat SEHR gut! Ich war praktisch schon in dem Moment in meiner Mitte, als ich auf der Yogamatte Platz nahm. Aaaah .. herrlich! Und gemittet war ich den Rest des Tages kein Stück gewesen – am Vormittag kam eine Schreckensmeldung nach der anderen! Von Mama, bei der Arbeit, von meiner Freundin .. prassel, prassel, prassel .. lauter Zeug, wo wieder irgendwelche Aktionen nach sich ziehen..

Hallo Leben? .. Lass mich einfach mal in Ruhe mit Deinem Scheiß!

.. naja – mal gucken, was heute so rauskommt.

 

Das Wochenende hat mich aus dem Gleichgewicht gebracht.

Obwohl: War ich vorher im Gleichgewicht?

Wahrscheinlich nicht. Oder doch?

Ich glaub, ich war in so einem „Fortbewegungsgleichgewicht“ .. also wie ein Fahrrad, das in der Fahrt natürlich schon aufrecht bleibt und einfach immer weiter und weiter läuft, doch sobald die Bewegungsenergie weg fällt, fällt es um.

So ähnlich kommt es mir gerade auch vor: Wenn der Antrieb, bzw. das von einem zum anderen rennen weg fällt, fall ich um.

Und nichts desto trotz war ich froh, ein paar Tage weg zu sein von hier. Den Alltag und das ganze Gerümpel hinter mir zu lassen und andere Sachen sehen für ein paar Tage. Am Sonntag war ja die Taufe meines Patenkindes. Ich bin jetzt Patentante 😀

Voll cool!! Bin richtig stolz!

.. und er ist sooo knuffig – echt!

Ich hatte am Montag zwar Muskelkater vom Rumtragen, aber egal! Das war ein schöner Muskelkater 🙂

Am 1. Mai, dem Montag also, haben wir ne Freundin von mir besucht. Ihre Mutter ist gleich alt wie meine – und ist auch dementiös. Da hab ich bei den Geschichten manchmal ganz schön geschluckt.. Es klingt bei meiner Freundin ja alles eher dramalos und natürlich, teilweise fast amüsant – ich weiß nicht, ob ich das auch so hinbekomme. Bei mir ist irgendwie immer ratz-fatz Alarm und Panik angesagt.. Es genügt schon, dass ein Anruf eingeht, dass es mich teilweise aus dem Tritt bringt.

Und ich hab am Wochenende bemerkt, wie gut es mir tut, mal einfach ein bißchen „weg“ zu sein. Ich hab ein echtes Bedürfnis nach Urlaub. Und sei es nur ein paar Kilometer weit weg fahren und in einem schönen Hotelzimmer übernachten und aller Mist ist in der Wohnung daheim.. Raus aus dem Zugriff..

.. oh Mann.

Und heute geht alles schon wieder los.

Hab gar keinen Überblick im Moment, was alles zu tun ist.

Die Nulllinie im Hirn, sozusagen.

Miiiiiiiiiiiiiiep…

 

 

Ich höre in letzter Zeit gern im Büro Radio Schwarze Welle – und da hab ich neulich das Lied Schwarz macht schlank von All the Ashes kennen gelernt .. gefiel mir ja sofort sehr gut 😀

Überhaupt tut mir das nebenher Musik hören gut .. zumindest bei manchen Arbeiten. Ich mach das ja mit Kopfhörern – und irgendwie bin ich dann besser / konzentrierter bei der Arbeit und lasse mich weniger ablenken. Bin sozusagen „an die Leine gelegt“ *lach*

Tja… viel los gewesen die letzten Tage.

Ich bin immer noch sehr zufrieden mit der neuen Chefin. Hab wirklich ein gutes Gefühl mit ihr. Ich finde es total schön, dass sie oft noch kurz zu mir rüberkommt, bevor sie geht und noch ein paar Worte zum Abschied sagt. Und ich fühle mich wirklich gehört von ihr. Gehört und gesehen. Das tut gut.

Doch mit der Arbeit wird es irgendwie nicht weniger. Das ist halt schon blöd. Ich bekomme immer noch manchmal Angstanfälle, wenn es mich überfällt, was alles zu tun ist. Und da macht das Unterbewußtsein dann auch keinen Unterschied zwischen beruflich und privat.

Mama ist seit ein paar Tagen wieder daheim – und ich hab da schon etwas gemischte Gefühle. Hat sie uns gegenüber immer betont, dass sie wieder heim möchte, als sie im Pflegeheim war und dass sie es „vielleicht noch ne Woche aushält“, bekamen wir einen Tag, bevor sie wirklich heim kam die Rückmeldung von den Pflegern, dass es ihr ja so gut gefallen würde und sie ja gern bleiben wollte, doch „meine Töchter mich ja hier rausholen wollen“…

Äh.

Okay.

Und als sie daheim war, wurde sie nicht müde, zu erzählen, nun würde ja alles wie eine Wand vor ihr stehen und sie bekam doch so gut verträgliches Essen im Heim und da waren so nette Leute.

Wie wir’s machen, machen wir’s falsch …

Es ist unmöglich, sie daheim dazu zu bringen, dass sie z.B. Brei und Suppen und Mus isst, wie sie es im Heim hatte und gut vertragen hat – wir zwingen sie ja, lauter Zeug zu essen, was sie nicht verträgt. Dabei ist es genau das, was sie sagt, dass sie essen möchte. Also außer, sie sagt gerade, dass sie nichts braucht. Das ist ja eigentlich die häufigste Antwort.

Sie strahlt immer so ein „Schaut, wie schlecht es mir geht und wie ich leide – und IHR seid schuld, weil ich von euch zu allem gezwungen werde, was ich nicht will!“ aus. Zumindest uns gegenüber. Betritt jemand anders den Raum, ist sie der lustige Sonnenschein. Meine Schwester meinte mal, Mama sei wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde – und da hat sie durchaus Recht. Dabei meint sie das nicht bös .. also Mama. Ich denke, es ist einfach so eine jahrzehntelang trainierte Rolle, dass sie immer fröhlich wirken muß für andere.. Nur nach innen (also zur Familie) bröckelt die Fassade langsam.

Meine Sorge ist halt, dass sie in Kürze vom ganz guten Zustand, den sie nun hat, wieder runter ist, weil sie einfach zu wenig isst.. und schlicht und ergreifend ihre Vergesslichkeit.

Es kommt nun morgens und abends eine Dame vom Sozialen Dienst, die ihr die Medikamente bringt. Und trotzdem fragte Mama uns immer wieder, wann sie denn nun was nehmen soll.. Dabei wurde es ihr gerade erst gesagt.

Ich denke halt, sie vergisst dann vielleicht auch alles mögliche im Alltag. Essen zum Beispiel. Und dann ist ihr schlecht.

Also irgendwie bin ich nicht so wirklich entspannt mit der Gesamtsituation..

Mal schauen, was Anfang Mai dann rauskommt bei der Beurteilung des MDK.

 

Und was hat das jetzt alles mit der Überschrift zu tun?

.. eigentlich nichts.

Zum Thema „schlank“ ist leider nichts Positives zu vermelden. Die Neun hat sich wieder relativ eingenistet. Und ich schaffe es auch nicht, wirklich vom Süßkram abzulassen. Dafür lebe ich äußerst sportabstinent. Mir langt es einfach jeden Abend und ich hab keine Lust, noch zum Sport zu springen. Selbst wenn ich weiß, dass es mir vermutlich gut tun würde.

Und zum Thema „krank“ – naja.. Mit dieser inneren Unruhe und dem nicht mehr endenden Gefühl der Überlastung hoffe ich, dass ich bei guter Gesundheit bleibe. Das Ringana-Zeug vertrage ich inzwischen übrigens ganz gut. Ist immer noch nicht lecker, doch mir wird nimmer schlecht. Auch was 😉

 

Ist Ostern nicht so eine „alles wird neu – es ist Frühling!“-Fest?

Ehrlich gesagt hab ich gar nicht viel mit Ostern mitbekommen dieses Jahr. Doch ich bin unendlich froh, dass ich vier arbeitsfreie Tage hatte. Und ich war – ehrlich gesagt – sehr froh, dass Schnüggel erst am Samstag kam.

Ich hab den Karfreitag mal einfach GAR NICHTS getan. Den ganzen Tag nur gespielt, fern gesehen und geschlafen. Nichts gewaschen, nichts erledigt, nicht bei Mama angerufen .. einfach NICHTS.

Ich war so froh, einfach einen Tag lang nur meine Ruhe vor der Welt zu haben.

Samstag hatte ich dann Termine für den Mikrozensus. Das lief super 😀

Nachdem ich Donnerstag noch meinen Laptop bekommen hab (sozusagen in letzter Minute), war das ja schon auch noch etwas aufregend gewesen (um nicht zu sagen: nervig). Am Donnerstag Abend war dann die letzte Theateraufführung .. hat echt super Spaß gemacht und es waren drei liebe Freundinnen da, worüber ich mich total gefreut hab 😀

Ansonsten war am Samstag noch ein bißchen einkaufen angesagt, als Schnüggel dann da war .. und am Sonntag haben wir Mama geholt und sind zu ihr nach Hause gefahren, wo wir gemeinsam Kaffee getrunken haben. Sonntag war Mama echt SUPER drauf! Sie läuft auch ohne alles wieder einwandfrei .. echt der Hammer!

Montag jedoch .. naja, also da war es echt wieder eher schwierig, mit Mama zurecht zu kommen. Zu Beginn war sie toll drauf – dann kam plötzlich ein Einbruch und es war alles Mist. Alle bevormunden sie und sie darf nie machen, was sie will. Als wir fragten, was sie denn will oder wollte, meinte sie, das wüßte sie nicht. Aber sie sei nicht daran schuld, dass sie das nicht wüßte, da wären die anderen schuld, die ihr ja nie ihren Willen lassen.. Überhaupt: Das hätte sie alles ganz anders geregelt mit ihrer Krankheit! Warum sie in dieser „Wohnung“ hier untergebracht worden wäre! Das hätte man auch anders regeln können. Immer würde alles gegen ihren Willen gemacht und alle würden sie stressen. Und sie fühle sich hier bevormundet und keiner lässt sie was machen – doch nun hätten wir alle sie ja auch derart heruntergewirtschaftet, dass sie sich total überfordert fühlt.

Zu deutsch: Sie will nicht im sicheren Heim bleiben, wo sie versorgt und umsorgt wird, das nervt sie, sie will heim – doch sie will auch nicht daheim sein, wo sie sich überfordert fühlt und will eine Sicherheit.

.. na das kann ja heiter werden.

Bin echt gespannt auf diese Woche .. das wird ja wirklich sehr aufregend.

Dabei ist mir eh schon den ganzen Vormittag schlecht, weil heute meine neue Chefin kommt und mir das an die Nieren geht, wie das hier dann wird..

Unsicherheit auf allen Ebenen!

Bin schon etwas angespannt.. Und bis Anfang Mai ist irgendwie auch nirgends mal ne Pause in Sicht. Wenn mich jemand besucht, meint der vielleicht, ich hätte für ihn den roten Teppich ausgerollt .. doch das ist eigentlich meine heraushängende Zunge, vom dauernden Hin- und Hergehechle..

Hoffe, das Ringang-Zeug schlägt bald an.

Obwohl: Dieses komische Gemüsepulver schmeckt derart unerträglich, dass ich es gestern mal weg gelassen hab. Und die Tage davor, die Portion reduziert hab. Mir wurde zu Beginn eh immer schlecht davon .. das ist wohl nicht so der Bringer für mich..

Schrieb ich Montag nicht über den Tag der Geschwister?

.. für mich ist HEUTE der Tag meiner Schwester – eindeutig!

Ich hab die Mail mit den Pflegediensten und Tagespflegen bekommen – und auch die Nummer des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung, die für die Pflegeeinstufung zuständig sind, mit reingeschrieben. Da haben wir (also Mama) ja neulich nen Brief bekommen, dass ein Gutachter für die Einstufung kommen wird. Aber keinen Termin. Der sollte extra kommen. Doch wir wollten es ja gern so timen, dass meine Schwester oder ich da auch Zeit haben.

Und nun, als ich vom Mittag komme, hat meine Schwester den Termin schon ausgemacht – auf ihren nächsten Besuch Anfang Mai!

BOAH – ich bin so erleichtert, dass SIE bei dem Termin dabei ist. Also nicht nur wegen der Arbeit, sondern auch, weil ich echten Bammel vor diesem Termin hatte. Ich wußte nicht, wie ich das handhaben soll mit dem Gutachter und ob ich das gut darstellen kann, dass Mamas Situation richtig rüberkommt.

Ich bin ihr echt so dankbar, dass sie das übernimmt.

Eine Last weniger für mich. Nun können wir das nächste Mosaiksteinchen angehen: Die Regelung der Pflege für zuhause. Medikamentengabe wäre mal das Nächste.

Das soll ich jetzt machen…

.. doch gut – das werde ich schon irgendwie schaffen.

Ich hab ja ne Schwester an meiner Seite 🙂

Eigentlich bin ich ja seit drei Wochen bei so einem Aufräumprogramm dabei … die Magische Küchenspüle heißt das Ding und ich hab da schon ein paar Mal mitgemacht und fand es recht motivierend, die täglichen Mails zu bekommen und fand die kleinen Zeiteinheiten von 15 Minuten was machen, sehr überschaubar und trotzdem hab ich eine Verbesserung bemerkt in der Wohnung.

Dieses Mal .. ja .. ich lese die Mails nicht mal 😦

Geschweige denn, dass ich 15 Minuten was mache.

Ich denke nicht mal dran … irgendwie ist eh so viel los. Doch das noch wachsende Chaos daheim ist auch nicht hilfreich, einen Überblick in meinem Leben zu gewinnen.

Vielleicht sollte ich heute einfach anfangen – reinspringen ins Programm, wie es bei der FlyLady heißt.

Doch ich bin so unendlich müde und erschöpft. Heute früh tat mir irgendwie alles weh nach dem Aufwachen.. Doch daheim bleiben ist auch keine Lösung. Selbst wenn ich nicht alle Berge hier wegarbeite, reduziere ich sie zumindest, wenn ich komme und was mache. Einfach ein Schritt nach dem anderen. Ein Projekt nach dem anderen. Obwohl – realistisch gesehen ist es eher: Von allen möglichen Projekten immer wieder ein Schrittchen – und nichts wird wirklich fertig oder kommt vom Tisch 😦

Eigentlich sollte ich mich freuen, dass Ostern vor der Tür steht und damit auch ein paar freie Tage – doch irgendwie bringt mich das alles noch mehr unter Druck hier.

.. und mit Mama weiß ich auch nicht weiter. Hab morgen eine Besprechung mit der Heimleitung – und gestern von einer Pflegerin erfahren, dass Mama nachts durch die Gegend läuft! Sie läuft in der Nacht ohne alles durch dei Gegend – und am Tag bewegt sie sich nur im Rollstuhl vorwärts! Und sie weiß nichts davon, dass sie in der Nacht durch die Gegend läuft.
.. kann sie so wirklich heim?! Was, wenn sie da zur Wohnungstür rausrennt im Schlafanzug und .. keine Ahnung, was!

Es war schlimm, als Mama sich nicht bewegen konnte – doch vielleicht wird alles noch ein größeres Problem, wenn sie sich wieder bewegen KANN!

Wie meinte die Pflegerin? Es gibt „Läufer“, die sich immer bewegen müssen – dazu würde Mama gehören. Und dass sie so eien innere Unruhe hätte. Ja, das kenn ich. Schon seit Jahren hat sie diese innere Unruhe. Unzufriedenheit, nennt es Schnügel auch. Und ich kenn das auch bei mir. Je weniger ich wiege, desto mehr werde ich auch zum „Läufer“ .. in der dickeren Phase wurde ich ja imemr mehr zum „Esser“..

Oh Mann. Irgendwo sind überall nur Probleme .. und nirgends wirklich Lösungen.

 

Hab gerade mit Mama telefoniert.

Ich kann heute nicht zu ihr – das Auto ist nämlich in der Werkstatt. Da ja sonst gerade nichts in meinem Leben geboten ist, war  es ja eine gelegene Abwechslung, dass letzte Woche das ABS-Lämpchen plötzlich begann zu leuchten.. *Augenroll*

Na gut – hab ich halt dieses Jahr nen Reifenwechsel zum Frühlingsbeginn..

Naja, ehrlich gesagt wäre ich wohl eh heute nicht zu Mama gefahren.. Ist mir echt zu viel, da mehrmals die Woche hintigern.

Doch am Telefon eben klang sie total gut. Sehr positiv – wie Mama halt 😀

Natürlich schon immer mal gedämpfte Töne zwischendrin, doch allgemein ist sie am Aufbauen. Sie meinte stolz, sie kann jetzt auch schon kurz allein stehen. Das ist gut! Wenn sie wieder heim soll, muß sie das können – sonst klappt das alles ja gar nicht. Nur, das da lauter so Stummfische bei ihr im Pflegeheim sind, geht Mama natürlich tierisch auf den Sack. Kann ich mir gut vorstellen, wie sie da durchwirbelt und versucht, die Leute zum Lachen zu bringen.. Typisch Mama halt 😉

Sie wolle jetzt gern von ihrem Hausarzt hören, wie es weitergeht – doch ob der heute da war oder nicht, weiß sie nicht. Und irgendwann meinte sie dann:„..aber dement bin ich nicht! Ich weiß noch alles!“ Irgendwo hat sie wohl aufgeschnappt, dass sie das ist .. doch das passt nicht in ihr Weltbild. Und besonders nicht in das Bild von ihr.

Was soll ich dazu sagen?!

Natürlich ist sie dement. Zum Glück nicht so, dass sie völlig verwirrt ist (zumindest nicht immer – es gab aber schon solche Momente, besonders in der letzten Zeit) – doch sie erzählt schon auffällig oft das Gleiche, sie nimmt auch selbst noch wahr, dass sie manchmal Aussetzer hat – heute zum Beispiel meinte sie,. sie hätte mal ne Gedächtnislücke gehabt – und mit dem zeitlichen Ablauf bringt sie manches nicht so zusammen. Ist ja auch alles bestens. Ich bin froh um alles, was noch geht – klar!

Doch natürlich ist sie dement.

Doch ihr das so direkt sagen – das geht nicht.

Am Wochenende hat meine Schwester mal eine Liste zusammengestellt, wo Mama so alles Defizite hat .. sie meinte dann:„Wenn Mama das liest, redet sie kein Wort mehr mit mir!“ .. doch es stehen nur wahre Dinge auf der Liste – und sie ist auch noch nicht vollständig. Und bestimmt wäre Mama verletzt, wenn sie diese Beobachtungen mitbekommt. DOch .. es ist die Wahrheit.

Mama hat im Schnellverfahren und „nach Aktenlage“ Pflegegrad zwei bekommen. Ich war zuerst überrascht, dass das so viel ist .. doch dann hab ich erfahren, dass es jetzt fünf Pflegegrade gibt. Und dass nach Aktenlage nicht höher eingestuft wird als zwei. So gesehen ist es natürlich schon relativ hoch.. Außerdem ist es nur eine vorübergehende Einstufung und zur endgültigen Einstufung kommt noch jemand vorbei – so in vier bis sechs Wochen..

Naja .. mal sehen, wie es weitergeht.

Es wird nicht langweilig.

Seit vorgestern ist Mama in die Kurzzeitpflege umgezogen und gestern Abend ging ich zu ihr, um sie zu besuchen.

Zuerst mal hat mich der Pfleger abgefangen und ich hab ihm Mamas Medikamente gegeben. Als er sie zusammengestellt hat, hab ich voller Überraschung festgestellt, dass „das“ zentrale Herzmittel von Mama bei ihm auf der Liste fehlt. Ich hab meine Verwunderung ausgedrückt und in irgendeiner anderen Liste war das Medikament dann doch drin. Stimmte mich nicht gerade vertrauensvoll..

Ich bin zu Mama rein – und wurde erst mal von ihr angepflaumt, was ich wolle und ob ich zu ihr wolle.

… äh. Ja? … klar.

Sie meinte, sie müsse aufs Klo und die Schwester würde nicht kommen und überhaupt, was ich jetzt wieder mit ihr vor hätte und wo ich sie hinbringen wolle und ich solle ihr mal erklären, was das alles soll..

Ich war total geschockt.

Mama war die letzten Tage im Krankenhaus zunehmend entspannt und klar gewesen – und jetzt wieder so ein heftiger Absturz.

Ich bin ziemlich geschockt aus dem Zimmer und zum Pfleger, der meinte, das sei normal und hätten sie hier oft, dass die Leute ihre Kinder beschimpfen würden. Außerdem war er sehr überrascht, dass ich meinte, Mama könne in ein paar Wochen wieder heim. Er meinte, das solle ich mal nicht so positiv sehen und sie würde bestimmt hier bleiben.

Das hat mich total fertig gemacht.

Die totale Verwirrung von Mama, ihre Schimpftiraden und ihre Aggressivität und Ablehnung und dann noch diese Aussage, dass eh nichts mehr besser wird.. Ich traute mich beinahe nimmer ins Zimmer. Eigentlich wollte ich nur noch weglaufen und nie wieder kommen. Der Pfleger bemerkte wohl meinen Schockzustand und meinte, wir könnten ja mal zusammen reingehen. Auch die Pflegerin kam mit und bei ihr hatte sich Mama schon beschwert, dass ich da sei und sie ein bißchen den Weg geebnet und gesagt:„Unsere Kinder sind uns doch immer willkommen.“ Ich hab mich dann ein bißchen zu ihr gesetzt, doch irgendwie war ich die ganze Zeit ein bißchen in Hab-Acht-Stellung. Ich hatte regelrecht ein bißchen Angst vor ihr. Das hab ich in der Art noch nie erlebt.

Als ich gegangen bin, hab ich noch mit der Pflegerin gesprochen. Und sie versuchte, mich aufzubauen .. so richtig gut ist ihr das nicht gelungen. Ich hab hinterher nur noch geheult und per WhatsApp Schnüggel und meiner Schwester geschrieben. Meine Schwester hat dann spontan gesagt, sie kommt übers Wochenende. Ich hab ein schlechtes Gewissen, sie durch die ganze Republik zu scheuchen – doch ich bin ehrlich gesagt sehr dankbar für ihre Unterstützung.

Nun muß ich immer noch meiner Bescheinigung für den Arbeitgeber hinterher rennen .. trotz fünfmaliger Nachfrage haben sie es im Krankenhaus nicht hinbekommen, mir die Bescheinigung auszustellen. Und ich möchte versuchen, raus zu finden, welche Medikamente sie ihr im Krankenhaus gegeben haben und welche jetzt .. denn sie bekommt nun wieder starke Schmerzmittel und eigentlich hatte sie zuletzt im Krankenhaus gar nimmer so heftige Schmerzen?! Ich hab das Gefühl, die Mittel machen sie eher verwirrt und somit aggressiv und hilflos / unsicher.

Ich fühle mich ziemlich niedergedrückt und weiß nicht, wie es weiter geht und was machen.. Ich fühle mich etwas hilflos – und auch als schlechte Tochter.

Im Büro prasselt es auch von allen Seiten auf mich ein. Ich sehe keine bis sehr, sehr wenig Hoffnung mehr, dass ich alles schaffen werden – und mache nun halt einfach eins nach dem anderen und an allen Projekten immer ein bißchen.
Was soll ich auch sonst tun?

Mit dem Gewicht .. naja, heute hatte ich ein Wiedersehen mit der 93. Das ist eigentlich nicht verwunderlich – ich hab vorgestern Abend eine komplette Packung Krokanteier und Großpackung Fontant-Eier als Vorspeise für eine halbe Tüte Schokorosinen verdrückt. Und danach zu Abend gegessen. Vielleicht hängt es aber auch mit dem Beginn meiner Periode zusammen, dass ich so nen hammermäßigen Schokobedarf hatte.

Gestern hab ich mich spontan zu einer Fasten-Woche angemeldet. Das geht morgen los. Eigentlich ein bißchen bescheuert, weil es wieder zusätzlicher Stress ist (vermutlich), aber andersrum: Es ist für mich. Es entlastet – und vielleicht gibt es mir die innere Erlaubnis, dass ich zwischendrin mal entspanne und runterkomme. Also: Warum nicht? Wirklich passen wird es wohl eh NIE. Also kann ich es auch zu einem unpassenden Zeitpunkt machen. Punkt.

Ich hab nämlich einfach keine Lust, auf alles zu verzichten, was für mich ist, um den ganzen Ansprüchen von außen zu genügen.

Und deswegen mach ich es halt einfach DOCH! Auch wenn es nicht passt. Punkt!

Turbulente Woche!

Was ich komplett gesteckt hab, nachdem ich drei Tage lang den Müll als Gedankenstütze auf meinem Tisch gehortet hab, um irgendwann mal „nachzutragen“, ist das Kalorien aufschreiben. Es ist immer mehr im Laufe der Woche verebbt. Mein Gewicht steigt zwar sanft an – doch insgesamt überraschend wenig, im Vergleich zu manch anderem Mal, wenn ich wohl mehr im Limit geblieben bin. Vielleicht ist Stress halt doch ein spezieller „Zusatzmotor“ der mehr verbrennt, als nur den Normalverbrauch. Vielleicht ist das aber auch nur eine Fettlogik von mir. Auch egal.

Insgesamt find ich, hab ich noch erstaunlich gut die Übersicht und bin recht stabil. Seelisch stabil. Kenn ich auch ganz anders von mir.. Zumindest gab es da auch schon andere Zeiten. Und an heutigen Massstäben gemessen, war damals nicht so viel Belastung da.

Montag begann es auf der Arbeit gleich mal mit einem Termin mit dem Juristen. Und dann war ich noch beschäftigt, Termine beim Arzt abzusagen für Mama, zu organisieren, dass Daten ihrer CT-Untersuchung ins Krankenhaus kamen und lauter so Zeug. Ich sass bis spät nachts im Büro – und den Sport liess ich an dem Tag ausfallen, weil ich einfach zu platt war und nimmer aus der Wohnung kam. Deswegen hab ich auch mit schlechtem Gewissen verzichtet, noch zu Mama zu fahren.. Toll war auf jeden Fall der Kuchen meiner Kollegin – ein echtes Highlight! 😀

Dienstag hatte ich abends Termine beim Mirkozensus. Ich kannte den Bezirk nicht und legte es als schlechtes Zeichen aus, dass sich keiner gemeldet hatte. Normal ist immer ca. 1/3 bis 1/4 Terminänderungen und / oder Selbstausfüllerwünsche. Ich befürchtete, vor vielen verschlossenen Türen zu stehen. Nur einen Anruf bekam ich: Ein Haushalt würde also ausfallen, weil die Wohnung leer stand. Doch es lief unglaublich gut! Ich hab ALLE Interviews führen können – was nahezu einem Sechser im Lotto entspricht, einen Bezirk an einem Tag wie geplant zu schaffen! Unterm Tag hatte ich mit dem Sozialdienst des Krankenhauses telefoniert, nachdem ich gestern ersten Mailkontakt aufgenommen hatte – der konnte nur auf Anforderung eines Stationarztes tätig werden. Also rief ich auf Station an – doch einen Rückruf vom Stationsarzt hab ich nicht erhalten an dem Tag. Als ich am Abend bei Mama anrief, bekam ich einen Schock, weil sie so wilde Geschichten erzählte. Ich war mir sicher: Jetzt hat die Demenz voll zugeschlagen – alles ist aus, ich hab einen riesigen Fehler gemacht, sie aus ihrer gewohnten Umgebung raus zu holen und ins Krankenhaus zu bringen! Der Abend war mit Telefonaten mit meiner Schwester und Schnüggel gefüllt und an Sport nicht zu denken.

Mittwoch dann endlich der Rückruf vom Arzt. Sie hatten vorher keine Diagnose gehabt und somit wollte er erst jetzt zurückrufen, wo er weiteres weiss. Mama hat einen Riss im Kreuzbein, daher die Schmerzen. Ich hatte inzwischen von anderer Seite den Tipp bekommen, dass die Schmerzmittel für Mamas wilde Geschichten und kompletten Realitätsverlust verantwortlich sein könnten, als Nebenwirkung sozusagen. Der Arzt meinte, sie hätten Mama bereits vom Tropf genommen. Ich regte an, das sie Mama aus Entgiftungsgründen eine Kochsalzlösung geben könnten – den Tipp hatte ich auch bekommen. Der Sozialdienst war inzwischen vom Arzt angefordert worden. Doch irgendwie verpassten uns die Dame und ich den ganzen Tag. Auf der Arbeit war übrigens Frauentag und dazu Veranstaltungen … doch für das Gekasper hatte ich definitiv weder Zeit noch Nerv. Ich brauch mir nicht irgendwelche Vorträge über Ungerechtigkeiten, Zeitprobleme durch Doppelbelastung bei Frauen oder Trallala anhören, wenn mir eh schon so nicht genug Zeit bleibt, alles mit der Arbeit und dem PRivaten auf die Reihe zu bekommen.. Gut daran war, dass meiN Kollege aus dem Zimmer war und ich ungestört mit dem Arzt telefonieren konnte. Abends war ich ehrenamtlich engagiert bei einer Sitzung dabei. Ich muss auch gestehen, dass ich mich nicht ins Krankenhaus traute, nachdem ich Mama wieder am Telefon total verwirrt erlebt hatte. Sie hatte auf die Frage, ob meine Freundin (die in diesem Krankenhaus arbeitet) schon mal bei ihr reingeschaut hat, gesagt, dass sie die nicht kennt. Und sie kennt sie seit über 30 Jahren! Auch ihre Verabschiedung „und schönen Gruss an alle“ liess darauf schliessen, dass sie eigentlich gar nicht wusste, wer da gerade mit ihr telefonierte. Denn normal richtet Mama keine pauschalen Grüsse „an die anderen“ aus, sondern an Schnüggel. Der Abend war eh schon zu mit der Sitzung – udn auch an diesem Tag somit nicht an Sport zu denken. Somit wurde es schlicht ein weiterer Abend, bei dem ich erschöpft auf der Couch einschlief (wie so oft in den letzten Tagen, ja fast Wochen).

Donnerstag fing der Tag früh an, da ich zur Massage ging vor der Arbeit. Meine Physiotherapeutin brachte übrigens zum ersten Mal das Wort „Halluzination“ für Mamas Zustand ins Spiel. Das fand ich sehr beruhigend, da es nicht nach einem kompletten unwiederbringlichen Abrutsch in die Demenz klang, sondern irgendwie vorübergehend. Vielleicht war mit der Kochsalzlösung wirklich was zu retten… Auf der Arbeit ploppte ein Problem, dass ich eigentlich für abgeschlossen gehalten hatte wieder hoch. Ist ja auch super, wenn da wieder so Leichen hochkommen, weil ich sonst grad nichts zu tun hab auf der Arbeit und auch derzeit dort überhaupt kein Druck ist *ironie*… Inzwischen rückten auch zwei Arzttermine am Montag näher, die ich absagen musste. Zwar hatte der Arzt gestern angedroht, Mama am Freitag zu entlassen – doch ich hoffte, dass das nicht so käme. Wo sollte sie denn hin?? Daheim konnte sie so nicht sein – selbst mit zwei oder dreimal Besuch vom Ambulanten Sozialdienst nicht! Den einen Termin abzusagen stellte sich als wahre Kunst heraus, da er vom Arzt als Überweisung ausgemacht worden war und die Dame an der anderen Leitung nichts vom Termin wusste. Somit musste ich dann wieder rumtelefonieren, um überhaupt raus zu finden, wo der Arzt angerufen hatte und lauter so Drama. Wäre ja heiter gewesen, wenn wir zu dem Termin hin wären – und keiner hätte was davon gewusst. Auf Arbeit war der Vormittag mit einer Besprechung voll und anschliessend eine Veranstaltung, bei der zu einer Einführung eines neuen Systems ein Vortrag gehalten wurde. Das ist auch alles sehr nervig.. Ich fühle mich extrem ausgeliefert und entmündigt bei diesem Verfahren. EIne wirkliche Unverschämtheit! Am Abend hatte ich mit meiner Freundin den zweiten Teil eines Mosaikkurses. Das war ECHT schön 😀 Ich hab an den beiden Abenden ein superhübsches Mosaikkerzenhalterchen produziert, was mir echt Freude macht. Auch wenn ich Teile des Abends etwas gefrustet war wegen der Situation mit Mama, tat es mir glaub schon gut, den Abend so beizubehalten und die Aktion nicht zu verschieben. Mit Mama hatte ich auch wieder telefoniert. Sie klang ein wenig weniger wild .. und ich kündigte ihr an, am nächsten Tag zu kommen – ich hatte für neun Uhr einen Termin mit der Sozialarbeiterin.

Freitag also um neun ins Krankenhaus. Zuerst zu Mama. Ich stand erst mal unsicher an der Tür und winkte ihr unsicher zu – voller Furcht, dass sie mich nicht erkennen könnte. Doch das tat sie. SIe war im Moment schlecht drauf, weil das Frühstück da war und sie es nicht beissen konnte. Sie hatte ein Brötchen bekommen statt dem versprochenen weichen Frühstück! Ich kümmerte mich gleich mal drum beim Pfleger und traf dann die Frau vom Sozialdienst. Gemeinsam besprachen wir die Lage – und eigentlich gab es nur eine Lösung: Mama sollte anschliessend in die Kurzzeitpflege. Nach vielen, vielen Telefonaten (bei denen meine Hoffnung immer mehr sank) fanden wir einen Platz. Was war ich erleichtert. Mama wollte zwar eigentlich heim – doch im derzeitigen Zustand kann sie nicht ohne Versorgung daheim zurecht kommen. Dreimal am Tag jemand, der ihr hilft, ist zu wenig, wenn sie nicht mal selbst auf die Toilette kommt oder aufstehen kann, um was zu essen zu machen! Es tat mir wirklich in der Seele weh, etwas gegen ihren WIllen zu entschieden – doch es gab keien andere Lösung. Mama sollte somit ab Dienstag in die Kurzzeitpflege. Sie hat letztlich auch unterschrieben .. doch ich glaub, sie hat nicht wirklich überspannt, was. Wir haben auch gleich einen Antrag auf Pflegeleistungen gestellt. Ich war noch ein bisschen im Krankenhaus, half noch die ein oder andere Kleinigkeit und sprach am Ende mit dem Arzt. ALs ich von Mama ging, hatte ich das gute Gefühl, dass sie einerseits bei weitem nicht so daneben war, wie am Telefon und zum anderen war sie in den 2,5 STunden meiner Anwesenheit regelrecht aufgeblüht. Zu beginn ein hoffnungsloses, hilfloses Häufchen – am Ende eine Frau, die wieder eine Hoffnung hat. Und ich hatte einen Termin am Montag mittag wegen der Aufnahme in die Kurzzeitpflege. Gegen Mittag fuhr ich ins Büro – mit Sportzeug! Und dort war natürlich auch inzwischen mal wieder die Welt untergegangen. Ich hatte zwei Termine am Montag zu bestreiten (einer davon fällt so gut wie mit meinem privaten Termin zusammen .. ich HASSE es, wenn mir irgendwelche Termine aufdiktiert werden!!!!) und wenigstens dazu wollte ich etwas vorbereiten. um wenigstens das Gröbste zu schaffen. Und genau im grössten Chaos fragte mich meine Freundin per WhatsApp, ob ich abends mit zu einer Sternwarte kommen wolle. Ja, klar .. hab grad sonst nichts zu tun. Außerdem will ich zum Sport! Ich bekam Panik. Sie meinte dann, ich könnte es mir ja noch überlegen – und zwei STunden später hatte ich eine einigermassen Ordnung auf der Arbeit, dass ich fand, es wäre doch eigentlich ne gute Idee. Ich traf mich also mit ihr und ihrer Kollegin und wir fuhren zu einer winzigen Sternwarte. Die wird von einem Verein betrieben – und es war total spannend! Weil wir so interessiert und begeistert waren, bekamen wir total viele Informationen und ich hatte einen riesen Spass! Mir wurde sogar meiN Sternbild gezeigt .. voll cool! Ich war total glücklich, mitgegangen zu sein!

Schnüggel schrieb, er fühle sich schlecht und würde erst Samstag früh kommen … und mit einer Bekannten wollen wir nun heute Mama besuchen. Am Abend haben wir Karten fürs Theater und zwischendrin möchte ich bei Mama in der Wohnung vorbeischauen, um mal den Briefkasten zu leeren und ähnliches. Einkaufen sollten wir dann auch. Und ich geh jetzt erst mal noch zum Sport.

DUrch die Organisation der Pflege gestern ist mir schon eine Zentnerlast von den Schultern genommen .. auch wenn ich weiss, dass wieder einiges kommen wird.

Insgesamt bin ich wirklich stolz, was ich alles diese Woche geleistet hab .. und trotzdem mich nicht ganz vergessen hab bei allem.

… irgendwie wird es schon weitergehen!

Und morgen – am Sonntag – da hab ich mal einfach NICHTS vor!! So!

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