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Das Leben macht keinen Spaß mehr.

Die Waage ist über 92 kg gerutscht. Keine Überraschung, ja, eigentlich nur eine logische Konsequenz aus meinem Essverhalten. Ich schaufle abends einiges rein. Besonders Süßkram.

Meine Wohnung ist immer noch ein Chaos. Nur jetzt ein Chaos mit geputzten Fenstern. (Was mich übrigens sehr fröhlich stimmt!) Doch immer noch viel zu voll und viel zu viel von allem. Doch trennen kann ich mich nicht. Ich hab keinen Platz für das ganze Zeug – doch ich kann es auch nicht weg tun. Ein Dilemma!

Zumindest EINE Sache konnte ich heute abgeben: Ein Projekt bei mir im Büro.

Der Kollege hat nichts zu tun, ich dreh fast durch, weil ich nicht weiß, wo anfangen.. Ich hatte schon bei zwei Projekten überlegt, sie ihm zu geben .. also eins der beiden. Beide könnten demnächst akut werden und drücken deswegen im Genick … doch das vermutlich dringendere ist ein Projekt gemeinsam mit meiner Lieblingskollegin, mit der ich bereits zwei Projekte gemacht hab und sehr gerne zusammenarbeite. Deswegen zaudere ich schon seit Wochen und wollte ich das Projekt nicht abgeben. Obwohl ich keine Zeit dafür finde im Moment. Doch nun hab ich am Freitag erfahren, dass die Kollegin die Stelle wechselt und hab heute von ihr erfahren, dass sie ab August weg ist. Also hab ich das Projekt heute meinem Kollegen gegeben. Er ist fröhlich – ich entlastet. Und wenn meine Lieblingskollegin eh geht und ich somit nicht mehr mit ihr zusammen arbeiten kann, muss ich das Projekt nicht unbedingt selbst machen, wenn ich eh grad zu viel zu tun hab und der Kollege nicht(s aktuell Laufendes).

Ja, im Büro bekomme ich auch den Overflow. Hab das ganze Wochenende schlecht geschlafen und Albträume gehabt wegen einem Gesprächstermin heute. Der ist nun zum Glück überstanden. War sehr unerfreulich – doch zum Glück war meine Chefin dabei. Naja, gut. Wahrscheinlich denkt sie jetzt, ich bin total doof oder so .. doch immerhin bin ich nicht allein da gehockt und wurde fertig gemacht, sondern hatte jemand dabei. Ich bin halt leider nicht immer besonders souverän in solchen Gesprächen – besonders, wenn ich das Gefühl hab, es verbockt zu haben. Und das Gefühl hab ich eigentlich immer, bzw. suche den Fehler sehr schnell bei mir.

Ich bin geknickt.

Das Gespräch, dass mich jetzt ne gute Woche belastet hat, ist nun zwar vorbei – das Gefühl, dem allen hier nicht gewachsen zu sein, bleibt.

Und dann hat mich heute noch der Sozialdienst vom Krankenhaus angerufen – wegen der ReHa von Mama. Und das ne Viertelstunde, bevor der Horrortermin war. Und dazu erzählte mir die Tusse noch in nem Nebensatz, dass Mama morgen aus dem Krankenhaus kommt .. dabei wurde mir am Freitag gesagt, sie käme erst am 12. Juni raus! Und Mama wurde dann am Wochenende erzählt, sie käme am Mittwoch raus (also wieder der ursprüngliche Termin). Und als ich am Wochenende nachfragte, hieß es „… och .. weiß ich auch nicht, fragen Sie doch am Dienstag mal nach, da ist dann wieder n Arzt da..“ Hab ich heute früh gemacht und es hieß: am 12. Juni. Und dann zwei Stunden später ruft mich der Sozialdienst an: „Ihre Mutter kommt ja morgen raus..“ Das ist doch wohl zum DURCHDREHEN!! Innerhalb von fünf Tagen mehrmals mit dem Entlassungstermin hin und her zu springen! Und dann noch der Scheiss mit der ReHa im Anschluss … ab 5. Juli soll die sein. Irgendwo, natürlich kilometerweise entfernt. Da kann ich dann immer nen halben Tag Urlaub nehmen, wenn ich mal hin soll.. Und dann kommt Mama nach drei Wochen wieder raus. Genau DA also, wo ich mich jetzt doch mal getraut hab, ne Woche Urlaub zu planen.

Zum … keine Ahnung was. Ich bin völlig leer gepumpt.

.. und hungrig.

Werde jetzt erst mal was essen! 😦

 

Alles SCHEISSE .. echt!

SCHEISS Leben!!

Irgendwie geht mir das dauernde Auf und Ab auf den Sack…

Dauernd wird irgendwo wieder ne Bremse rein gehauen!

Gerade wollte ich ne Überweisung machen ins Ausland .. mööööb! Geht nicht! Muß ich mich erst für freischalten lassen. Geht aber frühestens morgen.

*knirsch*

Wäre ja auch zu einfach schön gewesen, wenn ich einfach mal irgendwas erledigen könnte, dass es dann auch einfach erledigt IST – und nicht noch nen riesigen Rattenschwanz hinter sich her zieht.

Also irgendwie kommt nichts, nichts, nichts bei mir vom Tisch!

Im Büro wird es immer nur noch mehr und wenn ich was erledigen will, dann kann ich sicher sein, dass iiiirgendetwas fehlt oder ne bescheuerte Nachfrage kommt, die wieder irgendwas auslöst und ich es deswegen DOCH nicht fertig bekomme..

*grrrrr*

Oder die Dinge sind einfach von der Sache her so, dass sie in der Luft hängen. Wie jetzt auch mit der Pflege von Mama. Gut, wir haben den Termin beim MDK und inzwischen hab ich noch einen ambulanten Pflegedienst organisiert. Also einen Termin mit dem ambulanten Pflegedienst. Doch dann brauchen wir noch einen Verordnungsschein für die häusliche Krankenpflege zur Medikamentengabe vom Hausarzt, damit die Medikamentengabe von der Krankenkasse übernommen wird. Wäre ja jetzt viel zu einfach, das direkt beim Hausarzt zu bestellen – nein! Wenn das HEUTE bestellt wird, aber erst ab 21. April erfolgen soll, dann würde das ja komisch kommen… also soll ich das später machen. Wieder was, was irgendwie erledigt ist, doch trotzdem nicht erledigt ist, weil es noch was nachzieht.

Oder, dass mir der Laptop für die Mikrozensusinterviews einfach nicht zurück gegeben wird. Er ist in Reparatur und ich sollte den jetzt mal langsam haben für die Interviews! Wenn ich die scheiß Interviews jetzt mit den Formularen machen soll, brauch ich zum einen doppelt so lang und zum anderen können da Fehler entstehen. Das nervt mich unendlich!

Warum ist alles so kompliziert?!

Und selbst Dinge, die doch eigentlich einfach sind, werden verkompliziert!

Ich mag nimmer! 😦

Na gut – manches klappt doch.

Zum Beispiel hat mir die Bücherei ein Buch verlängert, obwohl es eigentlich nimmer ging. Ne Woche drauf nutzt mir schon was. Ist übrigens Die Fettlöserin .. das wollte ich jetzt schon auch mal lesen, wo es doch von so vielen mit Fettlogik überwinden verglichen wird.

Und dass meine Schwester den Termin mit dem MDK ausgemacht hat – und ich mit dem Pflegedienst.

Und dann hab ich noch vom Juristen was ohne Änderungen zurück bekommen .. YEAH! Mir wurde dann auch umgehend der Vertrag gebunden und ich hab ihn sofort zur Unterschrift weiter gegeben. Das ist schon auch toll .. denn diese Vereinbarung dümpelte gefühlt seit 2014 in unterschiedlichen Varianten rum.. Und nun kommt er (unglaublich!) doch mal vom Tisch!

Naja – nur hatte ich leider auch ein unerfreuliches Gespräch heute. Ich mag es nicht, wenn die Leute unzufrieden sind und dann Forderungen stellen, von denen ich weiß, dass ich sie nicht durchsetzen kann. Ich wüßte nicht, wie ich das hinbekommen soll.. Auch wenn ich ihr Anliegen verstehe. Und ich die Leute an sich auch mag..

Andersrum hat mich heute eine Kollegin abgeschirmt in einer Besprechung. Sie meinte, ich brauche da nur hinkommen, wenn Bedarf ist und ich solle einfach nur auf Abruf sein. Ich wurde aber nicht von ihr abgerufen. Und damit wurde mir ein weiteres unangenehmes Gespräch erspart. Dafür bin ich ihr echt sehr dankbar. Mit dieser Kollegin arbeite ich eh sehr gern zusammen 😀

Mit meiner anderen Kollegin auch – die hat mich mit Schokolade gefüttert, als ich frustriert zu ihr bin. Dafür hab ich ihr auch beim Formulieren eines Plakates geholfen und vorher beim Verrücken eines Schrankes..

Und ich hab endlich ne Terminabfrage für ein anderes Gespräch, vor dem ich etwas Bammel hab, raus geschickt. Nun liegt es zumindest nimmer an mir *grins*

Außerdem hatte ich ne echt tolle Mittagspause mit meinem Kollegen. Wir waren lecker essen!

.. einziger Nachteil: Ich hab hinterher ne Gräte im Hals stecken gehabt. Übrigens kitzelt die immer noch leicht da hinten – hoffentlich löst die sich bald! 😦

Ja, ja .. die Gräten des Lebens, die einem so im Hals stecken bleiben.

Und trotzdem so im Resümee ist der Tag durchaus nicht NUR blöd, sondern auch mit einigem Schönen und erfolgreich Absolviertem durchzogen… Und genau betrachtet, war der Tag auch echt nicht langweilig, sondern war schon einiges geboten..

.. und ich bin heute ja ECHT mitteilungsbedürftig! Schon mein dritter Eintrag .. und der Tag hat ja noch vier Stunden – wer weiß, was ich noch alles schreibe 😉

Eigentlich bin ich ja seit drei Wochen bei so einem Aufräumprogramm dabei … die Magische Küchenspüle heißt das Ding und ich hab da schon ein paar Mal mitgemacht und fand es recht motivierend, die täglichen Mails zu bekommen und fand die kleinen Zeiteinheiten von 15 Minuten was machen, sehr überschaubar und trotzdem hab ich eine Verbesserung bemerkt in der Wohnung.

Dieses Mal .. ja .. ich lese die Mails nicht mal 😦

Geschweige denn, dass ich 15 Minuten was mache.

Ich denke nicht mal dran … irgendwie ist eh so viel los. Doch das noch wachsende Chaos daheim ist auch nicht hilfreich, einen Überblick in meinem Leben zu gewinnen.

Vielleicht sollte ich heute einfach anfangen – reinspringen ins Programm, wie es bei der FlyLady heißt.

Doch ich bin so unendlich müde und erschöpft. Heute früh tat mir irgendwie alles weh nach dem Aufwachen.. Doch daheim bleiben ist auch keine Lösung. Selbst wenn ich nicht alle Berge hier wegarbeite, reduziere ich sie zumindest, wenn ich komme und was mache. Einfach ein Schritt nach dem anderen. Ein Projekt nach dem anderen. Obwohl – realistisch gesehen ist es eher: Von allen möglichen Projekten immer wieder ein Schrittchen – und nichts wird wirklich fertig oder kommt vom Tisch 😦

Eigentlich sollte ich mich freuen, dass Ostern vor der Tür steht und damit auch ein paar freie Tage – doch irgendwie bringt mich das alles noch mehr unter Druck hier.

.. und mit Mama weiß ich auch nicht weiter. Hab morgen eine Besprechung mit der Heimleitung – und gestern von einer Pflegerin erfahren, dass Mama nachts durch die Gegend läuft! Sie läuft in der Nacht ohne alles durch dei Gegend – und am Tag bewegt sie sich nur im Rollstuhl vorwärts! Und sie weiß nichts davon, dass sie in der Nacht durch die Gegend läuft.
.. kann sie so wirklich heim?! Was, wenn sie da zur Wohnungstür rausrennt im Schlafanzug und .. keine Ahnung, was!

Es war schlimm, als Mama sich nicht bewegen konnte – doch vielleicht wird alles noch ein größeres Problem, wenn sie sich wieder bewegen KANN!

Wie meinte die Pflegerin? Es gibt „Läufer“, die sich immer bewegen müssen – dazu würde Mama gehören. Und dass sie so eien innere Unruhe hätte. Ja, das kenn ich. Schon seit Jahren hat sie diese innere Unruhe. Unzufriedenheit, nennt es Schnügel auch. Und ich kenn das auch bei mir. Je weniger ich wiege, desto mehr werde ich auch zum „Läufer“ .. in der dickeren Phase wurde ich ja imemr mehr zum „Esser“..

Oh Mann. Irgendwo sind überall nur Probleme .. und nirgends wirklich Lösungen.

 

Nöhl.

Hab Bauchweh. Gab in der Kantine heute nichts Gescheites. Hatte aber schon vorher Bauchweh. Und schlechte Laune.

Gut – mein Chef war vielleicht nicht immer optimal oder der Idealchef schlechthin, doch definitiv hat sich unser Verhältnis mehr und mehr verbessert in den letzten Jahren. Und bei weitem war er nicht der schlimmste Chef der Welt.

Seufz.

Wer weiß, was nachkommt.

Und er war schon recht allwissend in dem Bereich, den er hier neu aufgebaut hat. Und dummerweise auch omnipräsent – so dass wir nicht so wirklich Bescheid wissen über diese Aufgaben.
.. wie soll das dann zukünftig laufen?

Hab kein gutes Gefühl. Vielleicht daher das Bauchweh.

Und das Ganze auch noch grad jetzt, wo eh so viel los ist.

Was soll mir das auf ner höheren Ebene sagen?

.. ich neige ja dazu, immer noch ne Schippe drauf zu legen und nirgends los zu lassen. Es kracht ja schon kräftig im Gebälk der Termingestaltung bei mir. Eigentlich ja sowohl privat wie auch beruflich ist das Motto „zu viel los“ .. doch wenn nun noch zur fehlenden Kollegin der fehlende Chef kommt, bricht auf der geschäftlichen Ebene endgültig das heillose Chaos aus.

Seufz.

… ich will heim zu meiner Mami.

Obwohl auch da irgendwie gar nimmer heile Welt ist.

Noch ne Baustelle, die ich gern verdränge.

Yeah .. der Schrittzähler ist wieder gefunden 😀
.. und die Karte vom Fitnessstudio auch.

Immerhin – ein bisschen weniger Chaos im Leben 🙂

 

… und für alle, die sich fragen, wo das Ding war:

In der Kiste mit den Formularen für den Mikrozensus!

Da hab ich Sonntag Nacht noch kurz zwei Formulare rausgenommen, bevor ich ins Bett bin, um alles am nächsten Tag gerichtet zu haben. Und heute hab ich wieder ein Formular rausgeholt – und den Schrittzähler gefunden!

Nicht, dass ich in der Kiste nicht auch geschaut hätte – aber halt oben … und nicht in ca. 15 cm Tiefe, wo das Ding lag!

Genau betrachtet hab ich Luxusprobleme … zumindest im Vergleich mit dem, wie es anderen so geht.

Mich nervt seit Tagen (eigentlich seit Wochen) die Buchung der Unterkunft meines Urlaubs. Und nun hatte ich das Thema endlich gestern geschafft – nun muckt meine Freundin rum und will was anderes buchen.

Ja, verflixt nochmal! Warum hast Du Dich dann nicht gleich mit dem Scheiß beschäftigt? Dann hätte ich mir nicht Stunden, Tage, Wochen mit dem Scheiß vermiesen müssen!

.. kotzt mich ja tierisch an.

Und überhaupt wird die Zeit echt ziemlich knapp langsam. Ich darf gar nicht drüber nachdenken, was alles ansteht, sonst bekomm ich Panik. Ich praktiziere also mal wieder den mir typischen Barbarella-Verschleierungs-Tanz. Hektik, Panik in allen Gassen – doch irgendwie ohne rechten Plan und Durchblick, was überhaupt noch zu tun ist und ohne richtige Priorisierung.

Ist es zum Beispiel wichtig, nun einen Blogbeitrag zu verfassen?

Wäre es nicht sinnvoller, eine Liste zu machen?
.. das hat mir meine Kollegin heute geraten.

Beim Erstellen einer Liste würde ich jedoch Panik bekommen, nicht alles zu schaffen – also beschäftige ich mich lieber nicht damit, was zu tun ist und wurschtle hektisch und panisch vor mich hin – frei nach dem Prinzip „Ich mache, was mir gerade einfällt!“.

Nicht so gut und nicht besonders effektiv oder gar strukturiert.

Warum eigentlich hab ich mich heute in der Mittagspause damit beschäftigt, Pfandflaschen weg zu bringen? .. es gäbe bestimmt Wichtigeres..

*seufz*

zB meinen Autoschlüssel finden! Denn mein Auto soll in die Werkstatt während meines Urlaubs und ich finde den Schlüssel nimmer. Okay, das geht nicht in der Mittagspause, dass ich daheim rumsuche – trotzdem.

Könnte ja wenigstens ne Liste schreiben..

Vielleicht schreibe ich einfach hier ne Liste – bin ja eh schon am Schreiben..

  • Autoschlüssel finden
  • Auto in Werkstatt (Samstag)
  • Führerschein aus Auto holen und in Koffer packen
  • Fremdwährung holen und in Koffer packen
  • Reiseführer in Stadtbibliothek holen
  • zum Sport gehen (Freitag oder so)
  • Koffer packen
  • Wohnung aufräumen, damit Nachbarin zum Blumen gießen rein kann (derzeit leider unmöglich!)
  • Wäsche waschen, die mit in den Urlaub soll
  • Wäsche zusammenlegen und in Schrank räumen, die NICHT mit in den Urlaub soll
  • Staubsaugen (soll bitte Schnüggel am Samstag machen)
  • Reisepass und ESTA suchen und einpacken
  • Flugticket suchen und einpacken
  • Kühlschrank putzen und ausmisten
  • gute Laune behalten
  • entspannt bleiben
  • Schlüssel für Briefkasten und Wohnung der Nachbarin geben
  • zur Massage
  • zum Zahnarzt nach der Massage
  • zur Beerdigung in der Mittagspause
  • gucken, was man für Apps braucht (keine Ahnung, wie man sowas guckt)
  • Reise vorbereiten… ?!
  • Mama besuchen
  • Abrechnung Krankenkasse machen

Sieht gar nicht soo schlimm aus??
Okay – manche Punkte beinhalten natürlich mehrere Stunden konsequente Arbeit.

Wahrscheinlich hab ich die Hälfte vergessen – und was im Geschäft ansteht ist natürlich auch noch nicht gelistet .. da bin ich auch etwas durcheinander und überfordert..

Auf jeden Fall fühle ich mich leicht unter Stress … das ist aber vermutlich doch eher als Luxusproblem zu werten, wenn ein Urlaub vor der Tür steht .. oder?

Nun – auf jeden Fall fühle ich mich schon ein bißchen geordneter durch die Liste.

Vielleicht sollte ich die auch noch im Büro machen…

Gestern war ein Tag zum Abgewöhnen.

Zum einen hat mich die Trauerfeier meines Kollegen etwas mitgenommen. Gut, der Kollege war bereits pensioniert und eigentlich hatte ich nicht wirklich viel mit ihm zu tun – doch bei unserem letzte Aufeinandertreffen im Dezember hatten wir ein schönes Gespräch und ich kann wirklich aus vollem Herzen sagen, dass er ein sehr angenehmer Mensch war. Freundlich, humorig, irgendwie eine angenehme Ruhe verbreitend – wirklich das, was man einen „feinen Menschen“ bezeichnet. Deswegen hatte ich auch meinem Gefühl gefolgt und bin zu der Trauerfeier. Auch ohne schwarz von unten bis oben und trotz dass ich ne Besprechung verschieben mußte. Es war mir wichtig.

.. und es hat mich tief berührt.

Die Pfarrerin hat eine sehr feinfühlige und persönliche Predigt über sein Leben gehalten – ich sah richtig die Bilder vor mir.

.. naja. Und sowas tickt ja auch immer die eigene Trauer in einem an.

Papas Tod .. der war nicht ganz so plötzlich, wie bei dem Kollegen, der zum Tennis ging und dort einen Herzinfarkt erlitt, doch auch ein Schlag. Was ein Schlag für die Angehörigen – so ohne Vorankündigung. Sie haben mein tiefstes Mitgefühl. Und ist Mitgefühl nicht oft auch etwas, was an den eigenen Wunden rüttelt?

Ich erinnere mich, dass damals, als wir Anfang zwanzig waren, die Mutter eines Kumpels gestorben war. Aus heutiger Sicht schäme ich mich für das mangelnde Einfühlungsvermögen für einen solch herben Verlust. Natürlich fand ich das damals schon alles ziemlich „heftig, traurig und tragisch“ – doch die gefühlsmäßige Tragweite konnte ich wohl erst erfassen, als ich meinen eigenen Papa verlor.

Somit war ich gestern schon irgendwie angeschlagen.

… nicht nur, dass auch sonst irgendwie „nichts richtig lief“. Mein seit Tagen unauffindbares Spanischbuch fehlte im Spanischunterricht und nervte mich … der Schuster wies meine Schuhe, bei denen die Perlen abgegangen waren, zurück. Sowas könne er nicht machen – und wenn, würde es Monate brauchen und bestimmt 50 Euro kosten. Der hat wohl n Rad ab. 50 Euro für zwei Perlen dran nähen? Und ich brauch es auch nicht in Monaten (auch wenn es Sommerschuhe sind) – diese Schuhe sollen nächsten Samstag mit nach Indien, klar?!

Und dass ich seit Tagen versuche, meine Ärztin wegen den Impfungen zu erreichen und es nie klappt, nervte mich auch. Und wann rief sie mich an? Mitten im Spanischunterricht! Suuuper! *grrr*

Alles in allem war ich also ziemlich genervt, als ich abends in meine Chaoswohnung kam .. und verbessert hat dieses Umfeld meine Laune auch nicht. Zudem war ich so stinkemüde, dass ich vor Mitternacht im Bett war (eher eine Seltenheit!). Dass Schnüggel grad noch kurz vor Mitternacht anrief (normal gar kein Thema) haute dann auch in die Kerbe. Und zu allem Übel fand er am anderen Ende auch nur eine frustige, übelgelaunte und sich überfordert fühlende Barbarella vor.

Kaum ne Chance, mich auf zu muntern. Naja- aber letztlich hat es doch gut getan, seine Stimme zu hören.

Er ist einfach echt ein Lieber *HerzcheninAugenbekomm*

Doch heute .. also man kann echt sagen: Neuer Tag, neues Glück!

Gleich kurz vor acht rief meine Ärztin an und informierte mich wegen der Impfungen – ich war dann noch vor dem Büro dort, um mir das Blut abnehmen zu lassen, damit wir meinen Tetanusschutz und Polioshutz und noch irgendwas überprüfen können. Das Mittel für Hepatitis A ist bestellt und bekomme ich heute Abend dann.
=> läuft! 🙂

Während dem Telefonat fällt mein Blick auf mein Spanischbuch! 😮
.. nicht, dass ich diesen Stapel nicht schon dreimal hin- und her gebeugt hab und das Buch nicht gesehen hab … aber egal: Hauptsache, das Buch ist da!
=> Yeah! 🙂

Da ich ja eh zu spät ins Büro komme, beschließe ich, meinen Mantel zum Schneider zu bringen – und frage den dann auch wegen den Schuhen, die ich mit habe, um sie zu einem anderen (weniger zickigen!) Schuster zu bringen.. Mein Schneider meint: „Der Schuster war bloß zu faul! Kein Problem .. das mach ich ihnen bis nächsten Mittwoch!“
Mittwoch liegt vor meinem Abflug => läuft 🙂

Und zudem hat mir meine Freundin geantwortet.
Ich hatte am Wochenende Märchen erzählt – und am Rande mitbekommen, dass ein Pony, welches von einer Frau auf dem Hof untergestellt wurde, weil die es nicht mehr wollte und es sonst zum Schlachter kommen sollte, sich nicht in die Gruppe einfügt hatte und somit nicht auf dem Hof bleiben durfte. Somit stand ihm wieder das Schicksal „Schlachter“ bevor. Und das Pony ist sooo goldig! Also hab ich ner Freundin geschrieben, die eine Pferdepension hat und schon öfter solche „Notfälle“ hatte… Gut, es fehlen noch einige Infos und ich hab nochmal mit der Frau vom Vorstand gesprochen, damit die mir weitere Infos gibt .. doch zumindest bin ich tätig geworden. Und ich hoffe, dass wir das Pony retten können.
Ehrlich gesagt, war ich sogar schon verrückt genug, mich in der Umgebung nach „Gnadenhöfen“ umzuschauen… mit dem Gedanken, dass ich das Tier selbst irgendwo unterstelle, falls alle Stricke reißen.

Also alles in allem lichtet sich alles wieder … es ist eben kein Tag wie der andere 😉

Und ehrlich gesagt:

Ich hab langsam das Gefühl, wieder aktiv zu sein und ein bißchen was gestemmt zu bekommen und fühl mich nicht mehr ganz so „unfähig und phlegmatisch“, wie so oft in letzter Zeit.

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