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Hey … Heldin des Tages!

Ich hab es zum Frühsport geschafft, obwohl ich wohl besonders zu Beginn ziemlich humorbefreit war und teilweise das Gefühl hatte, ich fall gleich einfach um und wenn ich lieg, schlafe ich doch einfach gleich mal wieder ein..

Na auf jeden Fall war ich dort – trotz Muskelkater, der heute früh WESENTLICH heftiger war, als gestern noch – und hinterher war ich tatsächlich wacher, als vorher. Somit konnte ich dann wach zum Frühstück, bevor ich den nächsten Termin um 8:45 Uhr hatte. Lymphdrainage. Bei der netten Therapeutin, die mir die warme Jacke mitgebracht hat. Und heute meinte sie, ich könnte ja überlegen, ob ich die Jacke behalten möchte, denn sie würde sie eh nie tragen. Sie würde ihr irgendwie nicht richtig passen. Also ich find ich echt peppig – und sie steht mir auch echt gut! Also hatte ich wieder was zum drüber nachdenken und entscheiden … oh NEIN…

Machte nach der Anwendung noch einen kleinen Schlenker in den Warteraum, wo meine Kurfreundin sass, die heute wieder ambulante Anwendungen hatte. Wurde dann auhc gleich abgeholt udn ich bin ins Zimmer und hab dann mal mit meiner Arztpraxis telefoniert, weil ich ja eigentlich nach meienr Heimkehr Blut abgenommen bekommen soll – aber ich hatte ja jetzt ganz aktuelle Blutwerte. Und vielleicht waren das ja alles die, die auch meine Hausärztin möchte. Muss ja nicht von unterschiedlichen Ärzten in unterschiedlichen Laboren das Gleiche testen lassen.. Somit war mein nächster Gang zur Rezeption (bitte einmal Blutwerte raus suchen!) hat und dann an den Rechner, um ein Fax zu schreiben. Gibt ja echt schicke Vorlagen in Internet 🙂

Meine Bank hat zwischendrin auch mal endlich zurück gerufen – wieder was erledigt. Sehr schön!

Als ich grad so am Schreiben des Faxes bin, kommt meine Kurfreundin die Treppe runter. Sie hat zwar nicht wirklich viel Zeit und ich muss auch schon in 15 Minuten zur nächsten Anwendung (und eigentlich wollte ich ja mein Fax fertig schreiben..), doch wir trinken mal noch eben einen schnellen Espresso zusammen. Das Fax kann ich ja speichern und später fertig machen.. Aber wer weiss, wann ich das nächste Mal mit ihr zusammensitzen kann? Naja – ich war ehrlich gesagt seelisch nicht ganz stabil. Das Ende der Kur und die Rückkehr in den Alltag liegt mir ziemlich auf der Seele. Bald ist wieder alles da: Die Sorge um Mama und die Ungewissheit, wie es weiter geht, der Stress und Druck im Büro und die Theaterproben gehen auch mit vollem Karacho los. Zudem noch der Mikrozensus. Und dann ist da noch die ausstehende Steuererklärung.. Oh Gott, mag gar nicht dran denken, was in meinem Briefkasten alles auf mich lauern könnte.. und der Briefkasten… Also ich hoffe, dass meine Nachbarin meinen Briefkastenschlüssel bekommen und den Briefkasten geleert hat. Und dass ich sie am Samstag erreiche.. SO viel Zeug, was in der Schwebe ist. Auch die Theaterprobe am Sonntag, die bisher nur in meinem Kopf existiert..

Ich war auf jeden Fall voll gedrückt – und musste dann richtig losheulen, dass ich wieder in mein Leben zurückkehren muss. Tat echt gut, ein bisschen in den Arm genommen zu werden. Auch wenn es nicht wirklich was ändert, ist es erleichternd gewesen. Auch das liebe Angebot der Kurfreundin, ich könne ja am Abend vorbeikommen, wenn ich mich einsam fühle. Als unverbindliches Angebot.

Somit ging ich ausgeglichener zur Infusion, als ich vorher war..

Leider hatte das blöde Ding das bereits begonnene Fax nicht gespeichert – und ich hab es dann irgendwie den Rest des Tages irgendwie vergessen..

Mir war es wichtiger, zu planen, ob ich heute oder morgen ins Thermalbad möchte und ob ich den Frisörtermin vielleicht noch passend verschieben kann. Ging aber nicht auf heute Abend … und ich hatte die Termine für morgen noch nicht, dass ich was Defintives abmachen konnte.

Ach, und dann war schon wieder Mittagessen … lecker Pute mit Gemüse und Kartoffeln gab es heute. Und dann schon wieder ab zu der Organbehandlung. Vorher noch ein kurzer Anruf bei der Kurfreundin, um sie auf eine kurzfristig angesetzte Veranstaltung am Nachmittag hinzuweisen..

Bei der Organbehandlung liess ich mich nochmal über die Ernährung nach der Kur informieren.. Also manchmal klingt es einfach – doch irgendwie ist da so viel, was alles NICHT gut ist für den Darm, was allgemein als „gesund“ gilt, da weisste echt gar nimmer, was essen..

Nun ja – und dann wurde am Nachmittag die heiss ersehnte Veranstaltung zum Dampfgarer gemacht. Ist ja echt praktisch, so ein Ding – und ich hab mir ja schon vor Jahren überlegt, einen Herd mit Steamer anzuschaffen. Dass es da so kleine Geräte gibt, war mir gar nicht bewusst. Also sowas werde ich mir auch anschaffen!

Ging übrigens zwei Stunden lang – und wir hätte noch viel mehr besprechen können, war echt interessant!

Und endlich gab es auch den Anwendungsplan für morgen – und somit konnte der Frisörtermin auf 12 Uhr gelegt werden.. Yeah! Alles wird gut, alles klappt 😀

Super!

Ich geh morgen im Idealfall zum Sport, mache zwei Anwendungen, dann zum Frisör und noch ne Anwendung .. und irgendwann am Nachmittag oder am Abend ins Thermalbad 😀

Okay – gepackt hab ich heute noch nicht, doch das langt ja auch Samstag noch, finde ich..

Das Abendessen war auch sehr schön – hab mich richtig gut mit meiner Tischnachbarin unterhalten. Und im Anschluss kam sogar noch der Chefarzt im Speisesaal vorbei, als nur wir beide noch dort waren. Er holte noch nen Abschlussbericht für meine Tischnachbarin und dann, ja dann schenkte er ihr und mir noch ein Buch, welches er  dann auch jeweils widmete. Voll nett! Hab mich total gefreut!

Im Anschluss hab ich im Gemeinschaftsraum wieder ein bisschen geklimpert. Und es endlich mal geschafft, mal die Postkarten zu schreiben. Kommen ja eh nicht mehr vor mir zuhause an, aber naja .. egal. Bin ich echt stolz, das endlich gemacht zu haben. Das Schreiben selbst ist mir natürlich total locker von der Hand gegangen – wie immer halt. Keine Ahnung, warum ich so ein Theater darum gemacht hab… Zudem hab ich den Brief des freundlichen Herrn geöffnet. VOLL schön. Okay, es waren noch zwei andere Briefe für zwei Mitpatientinnen drin, die hab ich dann im Speisesaal neben den Teller gelegt… Bestimmt freuen sie sich dann morgen darüber. 🙂

Ach – und auf der Welle des Erfolgs hab spätnachts dann auch noch das Fax geschrieben und bei der Rezeption hin gelegt und hoffe, dass das dann gleich morgen früh raus geschickt wird.

Gut, hab es zwar nicht mehr wie geplant zur Bank und zum Briefkasten geschafft, aber egal.. Das muss dann halt bis morgen warten.

Und die Jacke – also ich glaub, die nehm ich. Sie steht mir echt gut und ich find sie sehr schick und sie macht mir Freude 🙂

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Naja – das mit dem Frühsport war gestern wohl ein glücklicher Ausrutscher.. Heute hab ich es leider schon nicht mehr geschafft.. Dabei hat mir der Sportlehrer später erzählt, dass sie sogar zwei Minuten auf mich gewartet haben. Wie süss!

Ich dachte, dass ich um 8:15 Uhr meine erste Anwendung hab … doch als kurz nach acht das Telefon klingelte und ich gefragt wurde, wo ich denn bliebe, stellte sich raus, dass ich schon um acht dran bin – und auch ne ganz andere Anwendung. Danach gab es dann gleich mal Frühstück.

Da ich mir ja gestern Schuhe zurücklegen liess, hoffte ich auf eine günstige Lücke im Behandlungsplan. Die war zwar nicht bis elf (bis zu dem Zeitpunkt waren die Schuhe nur zurückgelegt), doch zwischen Mittagessen und 17 Uhr (meiner letzten Anwendung) sah ich ne Chance..

Leider schief gewickelt, denn ein Vormittagstermin wurde auf den Nachmittag verlegt und ich sollte13:30 Uhr zur Massage. Aber gut – sollte trotzdem langen..

Beim Frühstück jedoch erzählte mir meine Tischnachbarin, dass auch ihr Termin auf den Nachmittag verlegt worden war und ihr das gar nicht reinlief.. Sie wollte gern in die Sauna und das war dann schon etwas knapp bis zum Abendessen. Naja – ich hab dann mit ihr getauscht, denn eigentlich war es mir auch egal, ob ich ne dreiviertel Stunde später loskomme … sooo lang hab ich es ja nicht in den Ort rein und ich würde die Schuhe eh schon nimmer rechtzeitig im zurückgelegten Zustand ergattern.. Ihr jedoch brachte das schon was, den früheren Termin zu haben.

Naja – ich ging nach dem Frühstück dann hoch ins Zimmer und zog mich um. Zum einen die Schuhe vom ersten Tag und auch ne Jeans, denn um 10:30 Uhr sollte mein Abschlussgespräch mit dem Chefarzt sein und ich wollte gern mit möglichst gleichen Klamotten auf die Waage steigen.

Tatsächlich begann das Gespräch erst um elf, so ne Verspätung hatte der Chefarzt, aber egal. Ich hab in der Zeit noch Zeit gehabt, was zu klären wegen so nem Magnesiumöl (das muss ja echt ein Superzeug sein, so ein Wirbel wird darum gemacht..). Auch gut.

Der Chefarzt entschuldigte sich für die Verspätung mit einem Espresso. Schön 😀 Und dann fragte er, was sich denn so verbessert hätte, wo ich Veränderungen merken würde. Überhaupt wurde es ein langes Gespräch… Erst um Viertel nach eins ging ich aus dem Zimmer – also war es auch für mich ein Gewinn, dass ich mit meiner Tischnachbarin den Termin getauscht hatte, sonst hätte ich grad mal 15 Minuten Zeit gehabt zum Essen..

Auf die Vermessungen war ich echt sehr gespannt! Alle Werte haben sich verbessert und die Waage zeigte… 90,1 kg! ALso mit Schuhen und so.. Ich hab NEUN Kilo abgenommen! Cool! Okay, ich hab neun Liter verloren ist wohl treffender, aber egal, auf jeden Fall bin ich entlastet. Ich hab mich auf jeden Fall tierisch gefreut – trotz dass die Abnahme ja nicht mein Hauptgrund war.. Und auch die Laborwerte hatten sich gut verbessert. Besonders gefreut hat mich ja, dass die Blutsenkung im Normalbereich liegt. Die ist bei mir eigentlich IMMER zu hoch, was wohl auf eine Entzündung oder Infektion hinweist.

Mittagessen war lecker – ein Gemüseteller und mit ein bisschen trödeln war dann schon wieder Zeit für die verschobene Massage. Heute: Fussreflexzonenmassage bei der tollen Therapeutin. Und die Süsse hat mir tatsächlich so eine warme Jacke mitgebracht – wie lieb! Ich hab die dann gleich unter meine Lederjacke gezogen, als ich in den Ort bin – und es war echt so richtig gemütlich, gar nicht kalt!

Tja – und dann ging ich erst mal beim Frisör vorbei und machte nen Termin aus, dann zur Post, um Briefmarken zu kaufen, dann gab es noch eine Postkarte für meinen Zimmerkollegen und dann kam auch schon der Schuhladen. Nach meinen zurückgelegten Schuhen fragte ich erst gar nicht, sah gleich, dass die wieder im Regal standen. Ich raffte sie also an mich und probierte sie gleich mal an. Und entdeckte zufällig noch ein schönes Paar. Schnüggel wurde dann per WhatsApp mit Fotos überhäuft, da ich ihm die Schuhe unbedingt zeigen wollte. Letztlich hab ich allerdings schon vor Ort entschieden.. Ich nahm dann nur das eine Paar. So coole Stiefel mit Schnallen. Also da muss echt immer die Hose REIN, damit man die auch sieht 😀

Also ging ich bestens gelaunt von dannen – und die Schuhe, die ich noch entdeckte hatte .. naja, da wollte ich noch ne Nacht drüber schlafen.. Bin ja noch ein bisschen da.

Auf dem Rückweg ging ich noch bei dem Geschäft vorbei, wo ich das Lammfell für Mama gekauft hatte. Dort gab es nämlich auch so Zirbel-Zeug udn das soll gut für den Schlaf sein.. Also hab ich jetzt ein Mitbringsel .. oder ein Weihnachtsgeschenkchen.. auf jeden Fall ne Überraschung 😀 Brauch ich nur noch was für meine Nachbarin, die (hoffentlich!) den Briefkasten geleert hat, als kleines Dankeschön..

Mein nächster Termin sollte um fünf Uhr sein – und ich schaffte es auch rechtzeitig zurück. Doch auch dieser Termin wurde verschoben.. auf sechs. Passte aber schon. Im Zimmer oben klingelte mein Handy: Mama rief an. Oh nein, was ist jetzt wieder passiert?? Nichts ist passiert! Das Päckchen ist angekommen und sie hat sich voll gefreut! Ich auch .. aber Hallo!! Alles klar, jetzt verstand ich auch den Anruf von der Seniorenwohnanlage, die während meines Arzttermines versucht hatte, mich zu erreichen.

Ja bestens!

Dann schrieb mir noch ne Freundin, die grad auch fastet .. und letztlich telefonierten wir auch, wenn auch nur kurz bis sechs Uhr, weil ich dann zu meiner letzten Anwendung dieses Tages gehen musste.

Der Rest ist nur noch Abendessen und ein bisschen Klaviergeklimper, bis um 20:15 Uhr ein Film begann, der mich interessierte: Joy – Alles ausser gewöhnlich danach kam dann sogar noch was Nettes.. Burlesque Ist auch ganz praktisch, dass der kam: Den hab ich schon ewig daheim auf der Festplatte und nie angeschaut. Jetzt kann ich den daheim dann gleich mal löschen 😉

..der gestrige Abend hat übrigens Nachwirkungen: Ich bekomme langsam Muskelkater an den Oberschenkeln.. Autschn!!

 

Wer hätte das gedacht? Heute hab ich es tatsächlich zum Frühsport geschafft! Sehr geil!

.. okay, hatte auch die erste Anwendung wieder gleich um 8:15 Uhr .. doch sind wir ehrlich: Das hat die letzten Tage auch oft mal gar nichts genutzt 😉

Naja.. leider war ich insgesamt ein wenig schlecht drauf. Das lag daran, das auf meinem Handy ein Anruf von Mama war. Um halb sechs morgens. Das kann ja mal wieder nichts Gutes bedeuten. Entdeckte das, als ich den Wecker des Handys abstellen wollte. Anrufen um kurz vor halb acht hat ja auch keinen Sinn, also hab ich mal meine Schwester über WhatsApp gefragt, ob sie was wüsste – und bin dann zum Sport..

Obwohl … ich hab es eigentlich ganz gut zur Seite schieben können, hatte ja bei meiner Schwester nachgefragt..

Nach meiner Anwendung wurde ich abgefangen: Ich soll bereits morgen mein Abschlussgespräch haben – naja, ist okay für mich. Doch ich war schon sehr an der Veränderung meiner Blutwerte interessiert. Also wurde eine spontane Blutabnahme eingefädelt – und das war dann mit Verschieben meines Termins gleich zu erledigen. Denn das sollte vor dem Frühstück sein. Also war dann erst mal „Stechstunde“ – Blutabnahme, Infusion .. und die Auswertung des oxidativen Stress durch die Freien Radikalen erfuhr ich sofort: 341! Das war bei Kurantritt bei 411. Also hat es sich doch um einiges verbessert. Okay – es ist immer noch ewig weit vom Normalwert entfernt (der liegt bei 220), doch die Richtung ist schon mal gut, wie ich finde.

Auf jeden Fall war ich beim Frühstück durch die Schieberei natürlich unendlich zu spät und allein im Saal. Aber ich hab was bekommen – das war ja das Wichtigste.

Hab ja jetzt nen schönen Fensterplatz und somit schaute ich raus , wo die Sonne ihr Bestes gab – ja, das ist ja super! Sonnenschein! Das gabs hier schon ne Weile nimmer zu sehen!

Dann beschloss ich, ich könnte ja mal ENDLICh die Karten schreiben, die auf meinem Zimmer bereit liegen – und vielleicht dem freundlichen Herrn schreiben. Und dann … RIESENüberraschung! Ich bekam einen Brief überreicht! Und zwar … vom freundlichen Herrn! WIe geil ist das denn? Ich überlege, ihm zu schreiben – und er schreibt mir! Na da wollte ich es mir doch im Gemeinschaftsraum gemütlich machen und Briefe lesen und schreiben..

Doch erst Mal tingelte ich noch ein bisschen durchs Internet. Also so war der Plan . doch das ist heute echt verheerend lahm hier .. Macht keinen Spass .. echt. Hab aber zumindest mal nen Blick auf mein Konto werfen können und ne Anfrage an die Bank geschickt.

Und das Schöne am Platz in der Lobby war, dass ich sah, wie meine Kur-Freundin die Treppe runter kam. Die ist heute ambulant für Anwendungen da gewesen. Haben uns also ein bisschen zusammengesetzt und geschwatzt, bis meine nächste Anwendung begann: Massage bei der etwas anstrengenden Therapeutin .. mit der ich übrigens inzwischen wirklich gut zurecht komme.

Die begann erst mal ne Viertelstunde zu spät – und war noch ne Viertelstunde zu lang (doch da beschwere ich mich nicht drüber *grins*) somit kam ich auch zum Mittagessen wieder gnadenlos zu spät und sass einsam und allein im Speiseraum. Mit superleckerem Essen: Lachs, Reis und Zucchini… Schlemm! Da hatte ich letzten Dienstag ja schon ein kleines bisschen neidisch auf den Teller meiner Kur-Freundin geschaut.

Tja – und dann hatte ich frei. Keine Anwendungen mehr. Ich verkroch mich also in mein Zimmer und beschloss, ich könnte ja raus gehen … in den Wald oder so … dort dann vielleicht lesen und schreiben und so…

Doch ich versackte bloss mal wieder im Phlegma. Bis meine Schwester mir antwortete, dass auch sie von Mama angerufen worden war.

Also raffte ich mich dann doch auf, Mama anzurufen. Sie war recht gut drauf. Ja, bestens! Sie hatte überraschend Besuch von ihrer Schwester bekommen. Ich find das ja total nett (schliesslich wohnt die um die 300 km weit weg) — doch Mama zickt sie immer ziemlich an. Ich glaub, sie fühlt sich ziemlich vom Schicksal benachteiligt ihr gegenüber. Vom Anruf am Morgen sprach sie gar nicht. Auf meine Nachfrage, war auch nicht richtig raus zu bekommen, was sie wollte.. Allerdings bekam ich die extrem schlechte Nachricht, dass mein am letzten Montag verschicktes Päckchen immer noch nicht angekommen ist. Nicht lustig! Über ne Woche!

Regt mich ja ziemlich auf das Ganze! Hätte ich es bloss nicht verschickt! Wenn es überhaupt ankommt, dann wohl auch nicht wirklich viel früher, als wenn ich es ihr selbst gegeben hätte..

Obwohl inzwischen bei weitem keine Sonne mehr draussen am Himmel war und schon die Dämmerung nahte, schaffte ich es endlich aus dem Haus. Doch statt in den Wald, strebte ich direkt das Postamt an: Jetzt wollte ich ja schon mal wissen, was da los war! Die Antwort war ziemlich frustrierend: Nö, können wir gar nichts machen … und überhaupt sei es noch viel zu früh.. Auch wenn das Päckchen normalerweise schon am Freitag hätte ankommen sollen.. Nachforschen geht also schon mal gar nicht. Nicht jetzt – und auch nicht später.

Sehr beruhigend! *Ironieversprüh*

Eigentlich wollte ich dann mal gleich wieder heim, doch, dann fiel mir ein Wellness-Studio ein, welches ich im Vorbeigehen mal gesehen hatte.. Vielleicht gab es da nen schönen Kosmetiktermin? Wäre doch auch mal was Tolles!

Beim Wellness-Studio gab es nur diverse Massagen. Also dafür brauch ich ja echt nicht dahin, das hab ich auch bei uns im Haus.. Ich beschloss, zum Thermalbad zu gehen, um zu gucken, was es dort so gibt. Mein Weg führte mich durch den Kurpark und an einem kleinen Weiher vorbei: Da gibt es viele unterschiedliche Enten – und manche sind so putzige Jungtiere. Schon grösser, doch immer noch so flaumig. Sehr niedlich. Besonders die eine, die fleissig tauchte, fand ich besonders herzerfrischend!

Im Thermalbad informierte ich mich ein bisschen in einem Prospekt – eigentlich hätte ich das auch daheim anschauen können, denn den hatte mir ja schon in der ersten Woche mein Mitpatient mitgebracht.

Egal. Inzwischen war es dunkel geworden, also nichts wie heim. Durfte zum Nachtessen auch nicht so wesentlich zu spät kommen da ich hinterher ja verabredet war mit meiner Kurfreundin..

.. doch so ein kleiner .. klitzekleiner Zwischenstopp in einem Schuhladen .. also das geht schon, fand ich. Auch wenn ich keinen Geldbeutel mit hatte. Völlig ohne Ziel eingetreten, mit zwei wunderschönen Paar reservierten Schuhe aus dem Laden gekommen… Zwei echt so wahnsinnig tolle Stiefel! Also ich hab irgendwie doch gar keine gescheiten Schuhe mehr .. oder? Also über den Kauf werde ich eh definitiv ne Nacht schlafen müssen, denn ganz billig sind die nicht, aber sooo schööön! Tatsächlich hatte der kleine Bummel den Schatten auf meiner Seele verscheucht. Mir ging es seelisch wesentlich besser.

Jetzt aber nichts wie ab zum Essen! Und endlich war ich mal nicht allein im Speisesaal! Und meine Blutprobe war auch schon ausgewertet! Das wurde mir gegeben – udn ich sah überall Normalwerte… Ist ja n Ding, echt!

Ich kaute grad an meinem zweitletzten Mayr-Brötchen, als meine Kurfreundin kam 🙂

Sie holte mich ab und dann gingen wir in ihr Fitness Center, bei dem sie mir eine Gästekarte organisiert hatte. Was ein tolles Fitness Center – echt! Ich hate mal vorsichtshalber auch Sportkleidung mitgebracht, obwohl wir ja eigentlich hauptsächlich die Sauna hatten besuchen wollen. Doch ein bisschen Crosstrainer kann doch ach nicht schaden, oder? Letztlich machte ich dann noch sechs Geräte, während meine Kurfreundin einen Trainingszirkel machte. Den konnte ich leider nicht machen, weil der elektrisch ging..

Danach tranken wir erst mal gemütlich einen Espresso und trollten uns anschliessend in den Saunabereich. Also bei meinem Fitnessstudio ist das ja ein finsteres Loch – doch da war das eine ganze Landschaft mit Fußbädern und ner Biosauna sowie einem tollen Außenbereich: EIne Sauna in einer Blockhütte und ein Pool. Wie cool! Nach der Biosauna gab es noch ein Fußbad – und obwohl es schon kurz vor Schluss war, schauten wir noch in die Blockhüttensauna. Es brannte zwar kein Licht mehr drin, doch warm war sie allemal, also setzten wir uns einfach ans Fenster. Mich hätten übrigens allein keine zehn Pferde in einen finsteren Raum bekommen – doch mit meiner Kurfreundin zusammen ging es echt gut, mit der Zeit fand ich es sogar gar nimmer soo dunkel, denn es fiel ja auch List durch das Fenster..

Also das war echt ein toller Abend gewesen! Hat echt jede Menge Spass gemacht, mal so unbeschwert und locker zu tratschen und zusammen zu hocken und Sport und Sauna zu geniessen. Und ich hoffe zudem, dass es mir zusätzlich den Weg ebnet, dass ich daheim auch wieder ins Fitness Center gehen werde.

Und schon beginnt meine letzte Woche hier in der Klinik.

Auch heute bin ich nicht aus dem Bett gekommen zum Frühsport. Obwohl ich schon um kurz nach sieben aufgewacht bin.. Auch zum Frühstück um acht hatte ich keine Lust und bin somit einfach erst zur ersten Anwendung um 8:45 Uhr und danach erst zum Frühstück. Fand ich auch irgendwie angenehmer. War aber dadurch natürlich schon etwas später als der Durchschnitt. Manch einer sass noch da, doch ich war definitiv die letzte, die kam und hab auch als letzte den Raum verlassen.

Doch irgendwie ist der Tag heute „gedämpft“ für mich.

Ich hab dauernd das Gefühl, was erledigen u müssen .. besonders fürs Theater. Oder dass ich Mama anrufen sollte. Oder mal endlich die Karten schreiben, die ich gekauft hab. Zum Glück hat mir Schnüggel gestern geholfen, auszusuchen welche Karte ich wem schreibe. Das war ein echtes Entscheidungsproblem für mich. Völlig bescheuert – doch so ist es.

Insgesamt hab ich heute nicht so viel Anwendungen – und auch nicht so spät. Die Lymphdrainage dann um Viertel nach elf, im Anschluss war schon beinahe Zeit zum Mittagessen und nach dem Mittagessen dann noch die Organbehandlung.

Tja, und zum rausgehen hab ich keine rechte Lust entwickeln können. Es regnete viel, am Morgen hat es sogar geschneit, aber selbst, als mal keine Niederschlag war – irgendwie komme ich gar nicht in die Pötte.

Hab den Mittag dann vertrödelt mit Handyspielen und Fernsehen. Bis zum Abendessen. Und danach.. naja, ging es grad so weiter.

Hab echt ein schlechtes Gewissen, dass ich grad so lasch drauf bin. Mir fehlt echt die Tatkraft und ich bin auch irgendwie etwas traurig. Also nicht, wenn ich mit Leuten zusammen bin – aber so für mich allein. Ich merke auch, wie mir das näherkommende Weihnachten emotional zu schaffen macht. Ich fühle mich einsam und mich trifft ehrlich gesagt den Werbespruch von Kinderschokolade „Was wäre Weihnachten ohne Kinder?“ immer ziemlich, wenn ich ihn höre. Ähnlich heftig finde ich diese Werbung von irgendeinem Eventveranstalter „Unsere Erinnerungen bleiben uns für immer.“ oder so ähnlich. Die macht mich auch immer sehr traurig, weil ich eben bei Mama ziemlich deutlich das Gefühl hab, dass das eben NICHT so ist und ich die Behauptung in der Werbung neben als schlichtweg falsch auch als ziemlich unsensibel und oberflächlich empfinde.

Naja … Somit ist der heutige Tag also mal vertrödelt worden.

Was mich heute besonders berührt hat, war übrigens die Bemerkung einer Therapeutin, dass ich doch gar nicht so viel warme Sachen mit habe und sie mir mal morgen Handschuhe, einen Schal und einen Poncho mitbringen möchte. Das fand ich wirklich total herzig.

Und was mich heute sehr gefreut hat: Die Zahlen, die die Waage angezeigt hat: 89,4 kg … und zwar nach dem Frühstück und mit Klamotten. Ohne Schuhe zwar, doch definitiv .. unter 90 kg! Da rückt mein Ziel, ohne die Neun vorne heimzufahren doch in eine realistische Nähe!

Und was mir heute wieder viel Spass gemacht hat, war, auf dem Klavier rumzuklimpern. Ich merke, dass mir das echt Freude macht, tatsächlich hab ich schon überlegt, ob es ne Möglichkeit gibt, Klavier spielen zu lernen..

Kurz vor acht wurde ich wach, als ich auf dem Flur Stimmen hörte: Ich erkannte den Verwalter und vermutete, dass der freundliche Herr abreist und der Verwalter ihm beim Gepäck hilft. Leider konnte ich nicht im Nachthemd auf den Flur hüpfen – dachte aber, ich seh ihn eh noch beim Frühstück. Ich für meinen Teil trödelte dann bis 8:40 rum, um 8:45 Uhr gings dann zu meiner Anwendung, die sich von gestern auf heute verschoben hatte. Und Frühstück gab es dann erst hinterher. Meine Berliner Tischnachbarn waren noch da und somit wurde es ein nettes Abschiedsfrühstück. Der freundliche Herr war offensichtlich bereits abgereist. Sein Platz war leer, das Schild und Geschirr abgeräumt… *schnüff* Alle reisen heute ab. Voll traurig. Ich trödelte also nach dem Frühstück noch ein bisschen am Computer in der Lobby rum, verabschiedete meine nun endgültig abreisenden Berliner Tischnachbarn und dann ging es schon zur Organbehandlung beim Chef. Und im Anschluss war es schon wieder beinahe Mittagsessenzeit. Da war dann meine Tischnachbarin endlich auch mal da – die blieb nämlich noch zum Mittagessen. Also zumindest reisen nicht alle auf einmal ab. Wir verabredeten uns dann zum gemeinsamen Espressotrinken um halb zwei, hatte also noch kurz Zeit zum Umziehen und so..

Und dann sind wir zusammen in der Nachbarstadt und da uns das erste Cafe leider rausgeschmissen hat (weil es gleich schliesst, nicht, weil wir randalierten), fanden wir doch noch ne nette Alternative. Ein schöner Abschluss. Und da sie zwar abreist, aber ja so in der Nähe wohnt, dass sie nächste Woche noch ein paarmal ambulant her kommt, werden wir uns noch sehen und es ist kein Abschied für immer. Abgesehen davon werde ich sie ab jetzt meine „Kur-Freundin“ nennen, denn das ist sie geworden.

Zurück in der Klinik war ich erst mal etwas traurig. Also setzte ich mich ans Klavier und klimperte ein bisschen rum. Das munterte mich zum Einen etwas auf – zum Anderen kamen diverse Mitpatienten vorbei, die raus gingen oder von draussen wieder zurück kamen, also hatte ich etwas Unterhaltung und freute mich, dass ich mit meinen Mitpatienten so interessante Begegnungen hatte.

Leider konnte ich mich auch heute nicht aufraffen, endlich mal was fürs Theater zu machen… oder ein Buch zu lesen, bzw. weiter zu lesen… oder einen meiner Filme, zu schauen, die ich noch mitgebracht hab. Seit Modern Family hab ich gar keine Lust mehr auf weitere DVDs.. bzw: Ich schau grad Modern Family wieder von vorn 😉

Wie auch immer: Zum Abendessen sass ich an einem neuen Tisch. Mal den Blickwinkel wechseln – und am Fenster find ich es einfach schön(er). Ich sitze jetzt auf dem Platz vom abgereisten freundlichen Herrn. Und morgen bekomm ich eine neue Tischnachbarin. Bin ja mal gespannt.

Als ich zum Essen kam, sprach mich ein älterer Herr an, der kürzlich zusammen mit seiner Frau angereist ist, die etwas dement ist. Sie kommt mir weniger vergesslich vor, als Mama, aber vermutlich kommt Mama Leuten, die sie nicht so gut kennen auch nicht so vergesslich vor, wie mir.. Naja, auf jeden Fall warten die beiden armen, alten Leute seit Tagen darauf, dass ihnen ihre Koffer geliefert werden – und der Herr fragte mich dann, ob ich mal für ihn im Internet schauen kann. Klar, gern .. doch so richtig tolle Infos bekam ich nicht: Die Koffer stecken noch immer in einem Verteilungszentrum. Seit Tagen. Na ganz toll. Ich gab ihm dann ne Nummer zum Anrufen und machte mich davon, weil ich noch zu einem Vortrag über Ernährung wollte. Auf den hatte mich die etwas anstrengende Therapeutin aufmerksam gemacht und auch wenn ich etwas skeptisch war (weil eigentlich können ja nur Widersprüche zu den Ernährungsrichtlinien der Mayr-Ärzte kommen), ob ich das überhaupt hören möchte, bin ich letztlich dann doch hin. Tatsächlich war die Therapeutin auch da und hat sich voll gefreut, dass ich gekommen bin. Der Vortrag war soweit ganz okay. Nicht überragend, doch ganz interessant von Studienergebnissen her. Im Prinzip ging es um gesunde Ernährung und den Schwerpunkt pflanzliche Ernährung. Besonders lang ging der Vortrag nicht – ich war also schon knapp zwei Stunden später wieder daheim..

Auch nicht schlecht. So war ich weg – und trotzdem auch noch lang genug daheim, als dass ich das Gefühl habe, nen gemütlichen Abend zuhause zu haben. Und den machte ich mir dann: Hab dann (nachdem ich festgestellt hatte, dass in der Küche wohl das Telefon von dem Herrn mit dem fehlenden Koffer nicht richtig aufgelegt wurde (hoffe, das rechnet jetzt nicht zwei Stunden ne 0180-Nummer ab!!)) einfach den Abend mit dem Gucken von Galilei – Big Pictures verbracht. Eigentlich bin ich nur so reingestolpert … doch das ist ja echt interessant, was es für Geschichten gibt!

Hab es wieder mit Ach und Krach zum Frühsport geschafft. Ja, ich gähnte dabei so viel, dass manch einer der Mitsportler wahrscheinlich denkt, ich fall gleich um und schlafe ein 😉

Aber gut – auch heute hatte ich gleich um acht den ersten Anwendungstermin. Also ist es schon okay, ein halbes Stündchen früher aufzustehen. Lohnt sich. Doch mir fuhr es irgendwie schon im Bauch rum beim Sport. Somit schlug mir die Therapeutin vor, wieder eine Fusseflexzonenmassage zu machen.  War mir grad recht. Und tat auch echt gut. Bisschen flau ging ich dann zum Frühstück. Ein Festmahl!! 😀 Ab heute gibt es „normale Kost“ und somit gab es nicht nur die Suppe, Honig und die glutenfreien Mayr-Brötchen zum Frühstück, sondern auch erstmal eine halbe Banane und wieder Butter und Frischkäse. Ich kam mir vor, wie am Buffet, es erschien mir unheimlich viel Zeug, was da um meinen Platz rum für mich bereit stand. Es war auch echt soo lecker..

Nach dem Frühstück ging ich noch zu einer Therapeutin und erkundigte mich über Ohrenkerzen. Das hatte ich nämlich bei jemand anders auf dem Plan gesehen.. Hört sich gut an und ich wollte das schon lang mal ausprobieren. Also machten wir einen Termin für den Nachmittag aus. Sehr cool..

Die Zeit zur nächsten Anwendung um halb zehn war echt schnell vorbei und nach der Anwendung verzog ich mich noch ein bisschen auf mein Zimmer. War immer noch  müde, doch eine Nachricht meiner Schwester, ob ich schon mit meiner Chefin wegen der Verlängerung gesprochen hatte, rüttelte mich auf, dass ich doch nochmal im Büro anrief.. Hatte zwar Montag und Dienstag schon mal versucht, doch hab sie nie erreicht. Heute war sie da. Und sie klang freundlich wie immer. Und ich war so erleichtert, dass sie die Nachricht meiner Verlängerung gelassen aufnahm. Ja, okay, sie hatte es eh schon gewusst. Trotzdem tat es gut, es ihr persönlich gesagt zu haben. Ich spürte nach dem Telefonat, wie erleichtert ich war. Ich kann mit einem ganz anderen Gefühl die restliche Kur angehen. Hab sogar vor Erleichterung ein bisschen heulen müssen, als ich es später einer Mitpatientin erzählte. Im Anschluss verkrümmelte ich mich ein bisschen an den Rechner, denn mit der etwas eigenen Therapeutin war ich bei der gestrigen Massage auf Mäuse gekommen und ich hatte gesagt, ich werde ihr mal das Gedicht von der Weihnachtsmaus geben. Ich finde das soo schön! Somit suchte ich das Gedicht im Netz und fertigte ein Worddokument davon an, inklusive einem Bildchen mit einer niedlichen Weihnachtsmaus. Dadurch war ich zwar einen Ticken zu spät beim Mittag, aber ich wollte es gern fertig machen.

Oh ja – Mittagessen! Auch hier bekam ich die normale Kost und somit stand dann ein leckerer Gemüseteller vor mir. Mit Kartoffelgratin, Spinat, Schwarzwurzel und Chicorée. Eigentlich bis auf das Kartoffelgratin alles nicht ganz so meine Favoriten – doch es schmeckte einfach super! Und ich kaute wirklich brav 20 – 40 mal pro Bissen. Ich ass so langsam, dass meine Tischkollegin, die erst ne Viertelstunde nach mir kam, vor mir fertig war. Und ich ass alles.

Das war ne blöde Idee! Vor lauter Kauen hatte ich gar nicht gemerkt, dass ich mich gnadenlos überfressen hab! Im Zimmer schief ich somit mit spannendem Bauch in meinem Sessel ein. Ich wäre am liebsten einfach sitzengeblieben, doch um halb drei war mein Termin für die Ohrenkerze. Doch so stressig dürfte das ja nicht werden, nicht wahr? 😉

Es war auch echt witzig. Es knistert ganz lustig im Ohr, wenn die Kerze darin brennt. Ist auch echt angenehm. Und man hat so ein freies Gefühl hinterher. Mir gefiel das echt gut. Besonders die zweite Kerze. Bei der ersten hat die Therapeutin noch eigenes erzählt, was ich durch die Kerze natürlich nur halb mitbekommen hab – doch die zweite Kerze war dann komplett zum Runterfahren, als es so schön ruhig war und einzig ein beruhigendes Gezischel in meinem Ohr war..

Da meine letzte Anwendung etwas vorverlegt wurde, hatte ich nur noch ne Viertelstunde Pause – und ich blieb einfach auf der Liege liegen und vereinbarte mit der Therapeutin, sie würde dem Arzt dann Bescheid geben. Der holte mich dann auch ab und es gab eine angenehme Organbehandlung. War ja erstaunt, dass das so gut ging, wo ich immer noch so ein Gefühl von vollem Bauch hatte! Was mich auch erstaunt, ist, dass mein Blutdruck in den letzten Tagen echt immer niedrig ist. Um die 108/78 und so.. Hab ich wirklich früher mal Tabletten wegen Bluthochdruck bekommen?! .. erstaunlich, wie sich das alles ändern kann. Ab morgen soll ich auch nur noch die halbe Portion Bittersalz nehmen. Auch okay. Vielleicht fährt es mir dann weniger im Bauch rum.

Bin dann hoch ins Zimmer – und hab wieder geschlafen. So lang, dass ich auch zum Abendessen zu spät dran war. Also nicht zu spät, dass ich nichts mehr bekomme, aber etwas später halt. Das Abendessen unterschied sich zu gestern eigentlich nur, dass ich nun Butter und Frischkäse bekomme – Suppe und glutenfreies Mayr-Brötchen gab es ja eh schon immer die letzten Tage. ALso eigentlich hatte ich ja nicht so wirklich Hunger. Hab dann aber doch was gegessen.. Und wir hatten auch wieder echt interessante Tischgespräche – den Berliner bei uns am Tisch mag ich echt gern. Mit ihm sass ich am Ende noch allein am Tisch, doch als wir gingen, sah ich unterm Tisch des freundlichen Herrn Mitpatienten ein Stück Papier liegen. Da er mir ja schon gestern gesagt hatte, er hätte nochmal was zum Schreiben, vermutete ich gleich, dass sei die Vorlage. Ich hab es dann mal einfach so abgeschrieben, wie ich es lesen konnte. Doch im Zimmer traf ich ihn nicht an. Na gut, heute war auch so eine Abendveranstaltung – das gleiche Thema, wie schon letzte und vorletzte Woche. Also hatte ich keine Lust gehabt, wieder mit zu machen in dieser Woche. Ich wartete also beim Rechner in der Lobby, spielte ein bisschen rum und als die Veranstaltung rum war, überraschte ich den freundlichen Herrn mit einer bereits geschriebenen Rohversion. Er war total erfreut und wir gaben dem Ganzen noch den Feinschliff.

Tja – und dann verkrümmelte ich mich noch ein bisschen ins Internet und den Gemeinschaftsraum. Heute kommt ja echt gar nichts Gescheites, so dass ich tatsächlich arte schaue und etwas über russische Stummfilme! Okay … Stummfilme find ich ja eh cool. Somit hab ich gleich mal geguckt, ob es die bei uns in der Stadtbibliothek gibt. Dann werde ich mir mal was von Sergei Eisenstein ausleihen..

Yeah .. ich hab es zum Frühsport geschafft!

Okay – das hatte wohl vor allem zwei Gründe:

Zum einen hatte ich meinen ersten Termin (Infusion) wieder bereits um acht – zum anderen meinte meine Kollegin, es sei notwendig, im Gruppenchat von ihr, mir und einer weiteren Kollegin um kurz nach sieben zu berichten, dass ihr Zug nicht fährt. Interessiert mich BRENNEND, wenn ich auf Kur bin und über 200 km weit weg vom Büro! *grrrrrrr*

Naja, auf jeden Fall bin ich schwerst gähnend beim Frühsport erschienen und hatte dann auch gleich den ersten Termin im Anschluss. Na und dann ging es zum Frühstück … Letzter Tag Fastenaufbau. Ab morgen bekomm ich wieder „normales Essen“. Und um 9:30 war schon die Organbehandlung. Im Anschluss bin ich ins Zimmer hoch – voll platt. Bin glaub sogar ein bisschen abgenickt, bis der Zimmerservice klopfte. War dann aber so platt, dass ich hinterher weiter gedöst hab und somit grad noch rechtzeitig um 11:15 zur Massage bei der Therapeutin, die ein bisschen anstrengend ist, kam. Ich komm inzwischen ganz gut mit ihr zurecht. Und sie macht die Therapie auch echt gut, kann man nichts sagen.

Nach dem Mittagessen, zu dem ich dann gleich ging, hab ich erst mal den Rechner in der Lobby überfallen und ein bisschen gespielt – als der freundliche Herr kam und mich fragte, ob ich kurz Zeit hätte. Ich hab dann für ihn wieder was am Rechner geschrieben. Zum einen ein tolles Gedicht als Dankeschön für das Team, zum anderen eine Einladung für alle in der Klinik zu einer „kleinen musikalischen Improvisation“ … oh, das wird toll! Ich höre ihn öfters am Flügel proben, wenn ich am Rechner spiele..

Ich hab ihm auch gern geschrieben – doch ich kann dann etwas in Zeitknappheit, denn ich wollte ja rechtzeitig bei der Führung sein und somit stürmte ich los und war fünf vor drei am Museum. Und zwar allein. GANZ allein. Vor einem geschlossenen Museum.

Wie jetzt?!

Ich ging hoch in die Touristeninformation und erfuhr, dass es nicht genügend Anmeldungen gegeben hätte – und überhaupt hätte ich mich bis 12 Uhr anmelden sollen für die Führung. Da es eben (wie gesagt) zu wenig Anmeldungen gegeben hatte, fand die Führung gar nicht statt. Hätte ich mich angemeldet, wäre sie vielleicht gewesen. Na TOLL! Ich war voll frustriert. So richtig weltschmerzfrustiert. Ich hatte eh schon am Vormittag beim Dösen so ne seelische Tiefphase gehabt – und nun zog es mich vollends runter. Ich hatte zu gar nichts mehr Bock. ALso setzte ich mich ins Bistro und trank nen Tee und spielte mit meinem Handy.

Menno – alles blöd.

Keiner liebt mich.

Von meiner Kollegin kam ich mir auch geschnitten vor. Und ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht bei meiner Chefin angerufen hatte, dass ich ne Woche Verlängerung habe. Und Angst, was im Büro los ist. Und mit Mama. Und im Theater. Und überhaupt… *frust*

Da es dann bald fünf vorbei war, machte ich mich auf den Heimweg .. seit ich wieder esse, hab ich leider auch öfters mal nen knurrenden Magen.

Auf dem Heimweg ging ich bei nem Haus vorbei, in dem wohl Seminar statt finden und ich gesehen hatte, dass an Dienstag Abenden „Gespräche“ statt finden. Ich schlenderte mal rein und erkundigte mich .. also da würde ich heute nach dem Abendessen hin gehen, beschloss ich.

Also nichts wie heim – Abendessen. Mit echt netten Gesprächen am Tisch.

Und dann ging ich wieder los .. und war die Einzigste!

Ist ja echt phänomenal, im November auf Kur zu sein .. es ist nirgends was los!

Nun ja, auf jeden Fall hat der „Gesprächsleiter“schon auf mich gewartet – also war es gut gewesen, dass ich vorher vorbeigeschaut hatte. WIr hatten dann auch ne echt interessante Unterhaltung. EInfach so – ohne besonderes Thema sprachen wir von Reisen, Whisky, Arbeit, Theater, Kunst und was sonst noch alles so aufkam.

Nach neun ging ich dann wieder Richtung Heimat. Und nachdem ich noch ne Weile auf meinem Zimmer rumgemacht hab, bin ich (mal wieder) in die Lobby – weil das mit dem WLAN im Zimmer leider immer noch nicht klappt. Frustig, aber naja…

Tja, also eigentlich nehme ich in der Überschrift das Hauptthema des Tages voraus.. *lach*

Ja, tatsächlich heute kam die Genehmigung einer Verlängerung – doch das hab ich erst irgendwann am Nachmittag erfahren..

Vorher auf jeden Fall hab ich mich mit Mühe für die erste Anwendung um 8 Uhr aus dem Bett gequält – von wegen „Frühsport“, wie geplant.. Am Frühstückstisch waren alle schon fertig bei mir, ich setzt mich dann an einen anderen Tisch und hatte ein nettes Gespräch mit einer interessanten Musiklehrerin. Ich hab ihr auch später im Internet nen Zug rausgesucht .. mach ich doch gern. Die nächste Anwendung war dann auch schon um kurz nach zehn und ehrlich gesagt, verstehe ich die nicht so ganz, aber na gut.. Im Prinzip ist es ne Bauchmassage, aber ne leichtere, als die Organbehandlung. Es langte dann grad so für ne Bürstenmassage vor dem Duschen und war es schon 12 Uhr und ich musste ab zur Lymphdrainage. Und dann war schon wieder Mittagessen. Und ehrlich gesagt finde ich es etwas unpraktisch, direkt im Anschluss die Organbehandlung zu haben – aber okay, so riesige Mengen werden hier eh nicht gegessen.

Ich bin noch am Aufbau nach dem Fasten und somit gibt es dreimal am Tag Suppe. Ich mag Suppen jedoch echt gern und die sind auch einfach nur lecker hier.

Und als ich mich dann runter an den Rechner verkrümmelte (und ein kleines bisschen verzweifelte, weil mein Online-Spiel einen Bug hatte und heute ne Aktion ablaufen sollte), hiess es plötzlich, dass ich mal kurz hoch an die Rezeption sollte. Und da lag sie: Die Genehmigung meiner Verlängerungswoche! WAHNSINN!!

Ich war happy, happy, happy!

Ich schrieb erst mal Schnüggel und meiner Schwester, dann meinem Theater und dann rief ich erst mal Pete und anschliessend in der Verwaltung auf der Arbeit an. Und dann schrieb ich ner Kollegin, die heute krank ist – und wir telefonierten dann noch ne Runde. Etwas später fiel mir dann noch ein, den Mikrozensus anzurufen und noch später dachte ich, ich versuch mal auch meine Chefin direkt anzurufen, doch die war dann nicht (mehr?) da. Naja, meine Kollegen wissen Bescheid, die werden es dann schon sagen..

Und dann machte ich mich dran, einen Karton zu besorgen. Damit ich Mama das Lammfell schicken konnte. Gestern hatte sie ja gesagt, dass sie Schmerzen im Rücken hat und das Fell ist bestimmt hilfreich. Wenig später ging ich dann also aus dem Haus zur Post. Wenn ich später heim komme, hat Mama jetzt zumindest das Fell schon früher und früher Linderung … so hoffe ich.

Dann trabte ich noch n bisschen durch den Kurpark Richtung Kurhaus – und sah, dass die Führung durchs Kurparkmuseum nur einmal monatlich und zwar morgen ist. Ohooo.. wenn ich schon keine botanische Führung mehr mitmachen kann, dann fände ich das echt klasse. Zumal es eh (vermutlich jahreszeitlich bedingt) nicht gerade wahnsinnig viele Veranstaltungsangebote gibt..

Also stürmte ich Richtung Klinik zurück und hoffte, der morgige Plan ist noch am Werden, damit ich darum bitten kann, die Termine so zu legen, dass ich an der Führung mitmachen kann.

Hat auch echt gut geklappt – der Plan war noch nicht geschrieben. Juhuuu!

Beim Abendessen kam meine Tischnachbarin ewig nicht – und ich fürchtete schon das Schlimmste, weil sie am Vormittag eher nicht so fröhlich gewirkt hatte.. doch als sie dann kam, war die Tiefphase vom Vormittag verschwunden. Freut mich echt, wenn sie nun auch immer mehr gute Phasen hat.

Tja, in meinem Zimmer hat es leider wieder kein WLAN mehr – somit sitze ich wieder unten im Gemeinschaftsraum mit dem Laptop .. doch es gibt Schlimmeres 😉

Nun muss ich nur noch das schlechte Gewissen, dass ich die Verlängerung bekommen habe, verdauen .. doch eigentlich bin ich echt happy, dass ich tatsächlich VIER Wochen hier sein darf. Hab das Gefühl, das hilft echt, die Kurerfolge zu vertiefen und verfestigen. Eine Woche mehr zum Runterkommen – und nun hat sich der Umzug in das neue Zimmer auch echt so richtig gelohnt 😀

.. obwohl, das hat es eh! Ich bin echt einfach nur happy im neuen Zimmer. Allein, wie ich heute gemütlich im Sessel telefonieren konnte, das war klasse.

 

Aufgewacht.. und zwar in einem anderen Zimmer, als dem ich nun sitze und schlafen werde.. Das ist erwähnenswert und was noch? Ich sitze auf dem Bett und hab WLAN!! Sonst hab ich mich für die Kur-Beiträge immer nachts in der Lobby rumgedrückt – oder die letzten Tage im Gemeinschaftsraum.

.. doch beginnen wir von vorne.

Gestern ist mir im Vorbeilaufen aufgefallen, dass mein „Wunschzimmer“ ja gar nicht bewohnt ist. War mir bisher nicht bewusst, weil ich normal nicht in dem Teil des Flurs vorbeilaufe. Ich hab mal bei der Putzfrau auf den Plan gespickt: Da ist jemand nicht angereist.. Das hat sich dann bei mir so ein bisschen festgesetzt – zusätzlich hab ich es als „Zeichen“ gesehen, dass ich in dem Zimmer einen Marienkäfer gesehen hab (den ich dann raus gelassen hab, damit er nicht da drin verhungert..). Naja, auf jeden Fall ist mir heute nach dem Frühstück zufällig die Frau über den Weg gelaufen, die mit für die Zimmerverteilung mit zuständig ist – oder zumindest mit entscheidet. Die hab ich dann mal gefragt, ob es denn möglich ist, dass ich in der Zimmer geh. Letztlich hatte ich gefragt und es hätte geheissen, das würde nicht gehen – und nun steht es doch schon seit eineinhalb Wochen leer.. Die Dame guckte auf den Plan, dass es nicht belegt ist in den nächsten zwei Wochen und meinte, ich könne umziehen. Ist zwar ne Kategorie höher, doch den Aufpreis zahle ich echt gern. Ich fing sofort an meine Sachen umzuziehen. Gott, hab ich nen Haufen Zeug mit! Ich gab das zuerst verfolgte Ziel, das Zeug gleich rein räumen zu wollen, schnell auf und lud dann einfach alles von einem Raum in den anderen. Möglichst verträglich für die Putzfrau hab ich beispielsweise mein Bettzeug und Zahnputzglas mitgenommen und alles frische Zeug in mein altes Zimmer. Ich hatte grad so mein Zeug drüben und mit dem gröbsten Verstauen begonnen, als ich nen Anruf bekam: Der Chefarzt, bei dem ich heute ne Anwendung haben sollte, hatte ne Terminverschiebung ich könnte gleich kommen. Das war mir gleich recht! Zwar war gerade Mittagszeit und ich hatte meinen ursprünglichen  Termin eh schon zweimal getauscht, weil zuerst mein Tischnachbar, der heute abreist einen früheren Termin wollte – und für mich war es okay, zu tauschen. Also war ich statt 10:45 Uhr nun für 11:45 Uhr vorgesehen. Das war gestern. Auch als meine Tischnachbarin dann heute fragte, ob wir tauschen können, weil sie erst Nachmittags um 15:15 Uhr einen Termin hatte und gern zu ihrer Tochter heim wollte, war das für mich okay. Ich hatte ja erst für den Abend einen Plan. DAss ich dann schon um 12:30 Uhr dran war, war natürlich trotzdem ganz okay.

Die Anwendung war (erwartungsgemäss) gut, wie letzte Woche auch – wenn auch komplett anders als letzte Woche.

Im Anschluss kam ich VIEL zu spät zum Mittagessen – doch da konnte ich ja nur zum Teil was für.. Doch immerhin konnte ich mal anfragen, wie es abends mit dem Essen laufen soll – denn ich hatte geplant um 20 Uhr ins Cala-Theater in Freiburg zu gehen. Also ne ganze Weile zu fahren. Ich durfte das Abendessen eine halbe Stunde vorziehen .. sehr schön!

Den Mittag war ich komplett mit dem EInrichten meines Zimmers und Duschen usw. beschäftigt. Freudig und engagiert räumte ich alles schön ein und da ich nun leider keine einzige Schublade mehr im Zimmer hab und auch kein Schubladenschränkchen auftreiben konnte, beauftragte ich gleich mal Schnüggel, dass er mir morgen die ein oder andere Schuhschachtel zum besseren Ordnen mitbringt. Auch fand ich eine gute Lösung für die hässlichen Regale im Zimmer. Also eigentlich fehlt da ne Schranktür und dadurch sind es „offene Regale“ – und mich nervt es total, auf Regalfächer von Decke bis Boden zu starren auf denen meine Klamotten und anderer Krempel liegt. Find ich nicht besonders wohnlich. Ich hab nun ein grosses Handtuch davorhängen, welches im obersten Regalfach durch die Tagesdecke beschwert ist. Vielleicht nicht supertoll – doch ich find es viel angenehmer und das Handtuch brauch ich eh nicht (ausser, ich geh mal in die Sauna). So hat es jetzt auch nen „alltäglichen“ Nutzen. Das Bad ist zwar wesentlich kleiner, doch auch hier hab ich kreative Möglichkeiten gefunden, genug Abstellflächen zu finden. Nur das extrem niedrig hängende Waschbecken – tja, damit muss ich mich halt einfach abfinden. Kann ja nen Stuhl davor stellen und mich ja im Sitzen Waschen *grins* Im Zimmer hab ich auch sehr viel weniger Abstellflächen, doch da der Schrank grösser ist, muss ich einfach umdisponieren und nimmer so viel draussen rumlegen. Ich hab mir auch vom Flur zwei Abstelltischchen gemopst, somit ist die Abstellsituation um einiges entschärft. Da ich nun einen Balkon habe, hab ich sogar den Luxus dort einen Balkonstuhl mit Fusshocker zu haben. Und der Fusshocker ist auch bestens für meinen Stuhl drinnen verwendbar, dass ich da gemütlich reinsitzen kann. Die Krönung war natürlich, als ich alles verräumt hatte und bemerkte, dass ich im Zimmer WLAN hab! Ade, Stunden in der Lobby mit Laptop auf den Knien, um mein Onlinespiel zu spielen oder Blog zu schreiben oder sonstwas! Bloss den Fernseher bekam ich nicht an – egal, wo ich auf der Fernbedienung drauf klicke und in welchem Abstand: Er geht nicht an. Doch das lässt sich bestimmt auch noch lösen. Hab sogar ENDLICH Erde für mein Schälchen geholt, in das ich meine Räucherstäbchen stellen will. Hab ich ja morgen auch erst seit ner Woche.. Ich bin also ziemlich komplett eingerichtet – super!

Tja .. und dann war es schon halb sechs und ich ab in den Speiseraum. Natürlich hatte die Abendschicht nicht mitbekommen, was vereinbart worden war (erstaunte mich wenn überhaupt nur Millisekunden), doch das war kein Thema. Als um sechs dann die anderen Gäste zum Essen kamen, war ich schon nahezu fertig und unterhielt mich noch kurz mit ihnen und machte mich dann auf ins Zimmer.

Dann beschlichen mich Zweifel: Würde es überhaupt noch Plätze geben? Also schaute ich mal vorsichtshalber, ob ich da anrufen könnte (sehr realistisch, keine zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn!) oder so – und tatsächlich: Ich konnte noch online Plätze buchen und mir sogar gleich ne Karte ausdrucken! Voll genial! Also würde der Weg nicht umsonst sein.

Und er war nicht umsonst! Ich hatte echt einen ganz tollen Theaterabend! Das Stück „Beim Psychater“ war sehr lustig und auch etwas speziell und ich bin einerseits ohne Zeitdruck und entspannt dort angekommen (über ne halbe Stunde früher… echt der Hammer für mich). Hab sogar vorher noch nen Espresso getrunken und dann mit Schnüggel WhatsApp geschrieben. Auch die Heimfahrt war entspannt und als ich in mein schönes neues Zimmer kam, fragte ich erst mal, ob Schnüggel noch wach ist.

War er – und somit gab es noch n schönes Telefonat.

Also ein echt toller Tag heute!
.. obwohl ich eigentlich nen Waldspaziergang geplant hatte, für den ich nun gar keine Zeit fand 😉

Auch heute hat’s nicht zum Frühsport gereicht. Trotzdem musste ich schauen, dass ich schon um acht zum Frühstück gehe, denn ich hatte (schon wieder) um 8:45 Uhr die erste Anwendung. Tja, Frühstück. Ja, ich hab ja verordnet bekommen, ab heute wieder essen zu müssen. Also sass ich am Frühstückstisch – und in der Küche war wohl nicht angekommen, dass ich ab heute wieder esse. Dort stand noch Honig fürs Fasten. Sonst nix. Ausser ner Tasse. Hmm.. Wurde dann doch noch mit der Küche geklärt und ich hab dann meinen Haferbrei bekommen. Und das „Mayr-Brötchen*. Das ist im Prinzip ein altes Brötchen, bei dem man dann jeden Bissen 40 mal kauen muss vor dem Schlucken. Hab ehrlich gesagt nur ein paar Scheibchen vom Brot und den halben Haferbrei geschafft – dann war es Zeit, zur Anwendung zu rennen. War mir aber auch egal, lecker war es nicht und wirklich Hunger hatte ich auch nicht. Also ab zur Anwendung..

Erste Anwendung: 8:45 … gut. Bauch ist echt gut weich .. schöön 😀

Zweite Anwendung: 9:30 .. auch gut gelaufen. Und ich werde bei dieser Therapeutin bleiben, auch wenn meine Therapeutin aus der ersten Woche nächste wieder da ist. Freut mich .. die ist echt toll 🙂

Zwischendrin teilte mir die Verwaltung mit, dass mein Antrag nun weg gefaxt wurde und ich erhielt den zweiseitigen Brief des Chefarztes, in dem er die Gründe für eine VErlängerung darlegte. Sehr spannend. WEniger spannend fand ich die Idee des VErwalters, ich könne ja diesen Brief zu mir zur Arbeit faxen, als ich nochmal wegen der Bestätigung für meinen Arbeitgeber nachfragte. Ich faxe denen doch nicht meinen kompletten ärztlichen Befund! Der hat wohl zu heiss gebadet! Ich brauch bloss nen Wisch auf dem steht, dass ich hier in der Klinik bin von da bis da .. mehr nicht.

Naja. Um elf dann wieder Basenbrühe und ratzn-fatzn war schon Mittag. Und ich hatte wieder keine Lust zum Essen. Doch da mich den ganzen Vormittag Übelkeit geplagt hatte, hoffte ich mal, durchs Mittagessen wird es besser. Für mich gab es ne superleckere Gemüsesuppe. Echt o-ber-geil! Bei meinen Tischkollegen lief es jedoch komisch. Die sollten eigentlich auch noch Aufbaukost bekommen, doch stattdessen gab es Fisch. Komisch.. eigentlich zu früh. Naja..

Die Massage um 13:30 (oder so) .. also da war ich voll platt und so schlug mir die Therapeutin eine Fussreflexzonenmassage vor. Das war echt SUPERtoll! Genau das Richtige. Spannungspunkte waren natürlich der Verdauungsapparat und die Wirbelsäule – wenig überraschend. Doch ich bekam von der Therapeutin die Rückmeldung, dass sie ansonsten wirklich mehr Problempunkte hätte, sie also erstaunt  war, wie gut es sonst ist. Ist doch auch ne tolle Sache 😀

Und nun hatte ich frei.

Ich wollte unbedingt in den Wald. Bin bald zwei Wochen hier und war noch nie im Wald spazieren. Okay, war letzte Woche einfach viel zu platt – doch langsam möchte ich ja auch mal die Heilkraft des Waldes hier wirken lassen, besonders, wo heute doch auch mal noch die Sonne scheint 😉

Tja – und dann bin ich halt mal n bisschen durch den Wald spaziert. Also, zumindest, als ich mal endlich nen Weg rein gefunden hab *grins*.. Und hab ziemlich schnell gemerkt, ich hab schon noch recht wenig Ausdauer hab. Aber gut, hab halt langsam gemacht und irgendwann ne Bank gefunden auf der ich dann angefangen hab Der Biophiliat-Effekt zu lesen. Das wollte ich ja schon endlich mal machen, da ich es ja nur irgendwann vor zwei Jahren mal begonnen hab zu lesen, aber nie fertig gelesen hab – ubd wo ist es passender über die Heilkraft des Waldes zu lesen als im Wald..? 😉

Da ich aber leider einfach immer noch zu kühle Kleidung mit habe, war ich auch schon wieder bald auf dem Heimweg und im Aufenthaltsraum im Ruhesessel. Lesen war geplant – schlafen wurde es dann. Zumindest bis meine Tischkollegin kam und fragte, ob wir zusammen nen Espresso trinken. Taten wir dann bis zum Abendessen – unddas lief dann irgendwie ganz schräg. Irgendwie haben die nicht wirklich notiert, dass ich glutenfrei brauch und allerlei Zutaten, die ich zu Beginn noch nicht essen soll, wurden mir auch erst mal hingestellt und erst bei Nachfrage dann wieder mitgenommen. Auch bei meinem Tischnachbarn lief einiges schief. Hmmm… Manchmal habe ich den Eindruck, wir sollen selbst wissen, wie der Aufbau zu machen ist.. das kann es doch auch nicht sein.. 😦

Bin ja echt froh, dass ich schon ein bisschen was mitbekommen hab von anderen, die den Aufbau machen oder schon öfters da waren und Erfahrung haben. DOch eigentlich sollte das Küchenteam doch das wissen.. Komisch.

Es gab dann auch ne Abendveranstaltung heute. EIgentlich die gleiche, die auch schon letzten Mittwoch war. Doch ich bin trotzdem nochmal hin. Kann man ja nicht zu viel hören, wie eine gute Ernährung nach der Kur aussehen sollte. Ist ja auch anders, wenn andere Leute zusammensitzen. Kommen wieder andere Fragen und Ideen. Ausserdem ist es schön, den Abend nicht allein rum zu sitzen.. 😉

 

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