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Vorab möchte ich mich ganz herzlich für die lieben Kommentare unter meinem letzten Beitrag bedanken. Ich hab sie schon gleich nach dem Schreiben wahrgenommen und gelesen, bitte entschuldigt, dass ich nicht gleich drauf reagiert habe. Ich .. keine Ahnung. Ich hatte nicht die Kraft in dem Moment, obwohl Eure Worte mir doch so unendlich gut taten. Entschuldigt von dem her die Verzögerung. Es ist mir jedoch wichtig, dass ihr wisst, wie wichtig mir die Anteilnahme war und dass sie mich erreichte und mir Kraft gab.

Herzlichen Dank dafür.

Überhaupt tut jede Anteilnahme gut. Egal, ob es eine stille Umarmung war, eine Karte, die Teilnahme an Mamas Beerdigung oder ein Anruf, selbst der Besuch bei meiner Patentante und ihrer Tochter (also sozusagen Beileidsbesuche, die ich gemacht hab) oder eine Reaktion per WhatsApp – alles war mir eine Stütze, so viele schöne Zeichen, dass Menschen mit mir (und natürlich auch meiner Schwester und Schnüggel) fühlen und ihr Mitgefühl ausdrückten oder ihre Unterstützung anboten.

Das hat mich wirklich sehr gerührt. Und rührt mich noch immer.

Es  ist bezaubernd und wirkt tröstlich auf mich, zu erfahren, wo Mama überall ihre Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen hat.

Es gab so viele wirklich schöne Begegnungen und Worte. Beispielsweise der Betreiber unserer Eisdiele, der so betroffen war von Mamas Tod, dass er bat, wir sollen ihm sagen, wann die Beerdigung ist. Er hatte dann letztlich keine Zeit, selbst zu kommen, hat aber als „Vertretung“ jemand von seinem Team geschickt. Mich hat das sehr berührt.

Auch das Kommen meiner Freundinnen und einer Theaterkollegin. Besonders beeindruckte mich auch, dass manch ein Trauergast keine lange Anfahrt scheute. Ja, natürlich hab ich mit Schnüggel gerechnet. Er selbst sagte es auch schon, dass ihm das sehr wichtig ist, da zu sein. Und tatsächlich hat es ihn am Grab dann so sehr mitgenommen, dass ich beinahe mehr seine Stütze war, als er meine.

Weniger zu rechnen war mit dem Kommen des Partners meiner Schwester. Er ist bereits seit mehreren Jahren nicht mehr zu uns „in den Süden“ gekommen, weil ihm die Anreise zu lang und beschwerlich war. Als er zwei Tage vor der Beerdigung zu meiner Schwester sagte, dass er kommen würde, waren wir beide überrascht – und ich war sehr glücklich, dass er für meine Schwester da ist. Zu Papas Beerdigung konnte er damals nicht kommen.

Die größte Überraschung war die Anreise der Freundin meiner Schwester aus Kroatien. Tatsächlich war es ihr sehr wichtig zu kommen – und sie wollte eigentlich auch gleich wieder abreisen, doch ich bot ihr an, bei mir zu übernachten. Somit waren wir tatsächlich zu fünft bei mir in der Wohnung, was ein gewisses „Camping-Flair“ hatte, doch sehr schön war.

Wem ich keinen Übernachtungsplatz anbot, obwohl er auch fast 300 km Strecke hatte und ich mich auch sehr über seine Anreise freute, war mein früherer Verlobter. Ich fand es richtig und fair, ihm eine Karte zu schicken und über Mamas Tod zu informieren. Mama und er hatten immer ein gutes und enges Verhältnis. Er rief auch vorher nochmal an und fragte auch, ob es für mich okay sei, wenn er käme. Wie gesagt: Ich fand es richtig, dass er kam. Erst auf seine Nachfrage hin bemerkte ich, dass es mir mehr zu schaffen machte, als ich zuerst vermutet hatte. Ich ärgerte mich, dass sein Kommen so sehr auf meine Gefühle Einfluss nahm, dass ich Angst bekam, es könnte mir „die Beerdigung verderben“. Sprich: Mein Gefühlsleben zu sehr durch seine Anwesenheit abgelenkt sein, dass für mich nicht mehr der Abschied von Mama im Vordergrund stehen würde. Ich beschloss also für mich, dass ich eine Nacht drüber schlafen würde und ihm im Zweifelsfall dann am nächsten Tag anrufen würde und sagen, dass es für mich doch nicht okay wäre. Dass er zu einem anderen Zeitpunkt kommen solle und Abschied nehmen. Tatsächlich schlief ich in der Folgenacht sehr schlecht, fast könnte man sagen: Ich hatte Alpträume. Trotzdem wägte ich es für mich ab und beschloss: Doch, er soll kommen und Abschied nehmen dürfen. Ihm das Herkommen zu verweigern wäre nur eins gewesen: Meinem mangelnden Selbstvertrauen nachzugeben und meinen Lebensversagensängsten aus dem Weg zu gehen. Mein eigentliches Problem an seinem Kommen war, dass meine Verwandtschaft denken könnte, dass ich in meinem Leben versagt hätte, weil ich unverheiratet und kinderlos dastehe und er eine Familie hat und drei Kinder. Ihm wegen meiner eigenen Minderwertigkeitsgefühle zu sagen, er dürfe nicht kommen, fand ich unfair – abgesehen davon würden sie nicht davon weg gehen. Er ist nicht die Ursache, er ist nur der Trigger. Übrigens hat kein Mensch was gesagt, ich hab auch keine Ahnung, ob jemand was gedacht hat – und es war auch nicht übermächtig in meinen Gedanken. Im Gegenteil, ich hab mich sehr gefreut, dass er da war und teilgenommen hat – wir haben auch das ein oder andere gesprochen, er hat natürlich auch mit anderen gesprochen und ich finde es gut, dass ich mich dem „Angst-Gespenst“ gestellt habe. Es ist meine Angst. Er wäre nur zufällig gerade der Auslöser gewesen. Ihm einen Übernachtungsplatz anzubieten und noch den Abend mit zu meiner Familie einzuladen, wäre mir dann aber doch zu viel gewesen. Ich hoffe, das war okay so für ihn.

Ja, insgesamt kann ich nur sagen: Es war eine richtig schöne Beerdigung.

Es klingt etwas seltsam, sowas über eine Beerdigung zu schreiben, doch es war wirklich eine sehr schöne Feier.

Meine Schwester und ich hatten ziemlich viele Lieder ausgesucht gehabt – und auch recht „hoffnungsfrohe“ Lieder, was die Pfarrerin in ihrer Grabrede auch extra erwähnte, dass (leider) selten diese Lieder für eine Beerdigung ausgesucht würden. Doch sie passten einfach wunderbar zu meiner optimistischen Mama. Bei manchen Liedern konnte ich sie regelrecht mitsingen hören .. ganz besonders bei „Die güldne Sonne“. Und vielleicht mag „Geh aus mein Herz und suche Freud“  im ersten Augenblick seltsam anmuten für eine Trauerfeier – doch tatsächlich steckt so viel von Mamas Energie drin, dass es einfach nur passend war. „Großer Gott, wir loben dich“ war meiner Schwester ganz wichtig – und für mich „Ich steh an Deiner Krippen hier“. Auch wenn es ein Weihnachtslied ist, war es mein persönliches „möchte-ich-unbedingt“-Lied. Wir sangen dann auch nicht die erste Strophe, sondern diese

Ich lag in tiefster Todesnacht,
du warest meine Sonne,
die Sonne, die mir zugebracht
Licht, Leben, Freud und Wonne.
O Sonne, die das werte Licht
des Glaubens in mir zugericht’,
wie schön sind deine Strahlen!

.. und ehrlich gesagt, rührt mich diese Strophe zu Tränen.

Die Rede der Pfarrerin war so treffend und feinfühlig, ich bekam später von einigen Gästen gesagt, es war ein wirklich sehr schöner Gottesdienst.

Auch das anschließende gemeinsame Essen war schön – und als die Frau meines Cousins zum Abschied fragte, wie es mir denn gehen würde, weil doch das jetzt der schwerste Teil gewesen sei, konnte ich tatsächlich aus vollem Herzen antworten, dass mir die Feier und das gemeinsame Abschiednehmen richtig Kraft gegeben hatten und ich mich im Moment regelrecht energiegeladen fühlte.

So war es auch.

Wirklich war einiges nicht „üblich“ für eine Trauerfeier, doch einfach sehr stimmig für uns.

Beispielsweise hatten wir drei Kisten mit Dingen von Mama mit: Teddybären, selbst gestrickte Mützen, Schalen, Schmuck, Bücher, Tücher … das legten wir alles auf einem Tisch aus. Bei der Rede zum Essen sagten wir, dass meine Mutter stets jeden mit kleinen Geschenkchen bedacht hatte. Es war eine schmunzelnde Zustimmung im Raum, als ich sagte, dass sie schon früher bei Familienfeiern immer eine Freude daran hatte einen Beutel mit Geschenken mitzubringen und jeder durfte was ziehen. Somit wollten wir im Sinne unserer Mutter die Tradition heute fortführen und jeder könne schauen, ob er was auf dem Tisch findet, was ihm gefällt. Uns würde es freuen, wenn jeder was findet, was ihn freut und vielleicht sogar an Mama erinnert – und Mama hätte es auch gefreut. Wir bekamen auch viele Rückmeldungen, wie passend das gewesen war und manch einer erzählte, wie er beim Besuch bei Mama immer noch gefragt würde, ob er noch dies oder jenes wöllte.. Ja, so war sie.

Sehr schön und beruhigend ist es für mich, dass es möglich war, sie bei Opa, Oma und Papa beizusetzen. Da mein Opa bereits gestorben ist, als ich 3 Jahre alt war, ist dieses Grab für mich schon seit ich denken kann „unser“ Grab und gefühlsmäßig der (einzig) richtige Ort.

Tatsächlich ist noch für eine Erdbestattung Platz – und auch wenn meine Schwester nun wirklich nichts mehr von der Organisation von Beerdigungen wissen will, deutete ich ihr an, dass falls ich überraschend versterbe, gern auch dort beigesetzt werden würde.

Naja – ich hoffe auch, dass wir erst mal nichts mehr in diese Richtung machen müssen.  Es ist wirklich unfassbar viel Lauferei und vor allem waren es unglaublich viele Entscheidungen, die wir fällen mußten.

Und irgendwie kam immer wieder was anderes ums Eck, an was wir nicht gedacht hatten.

So fiel uns beispielsweise auf, dass bei einem Grab, welches meine Mutter immer betreut hatte (der Onkel und die Tante meines Vaters), ein Schild steckte, dass die Grabnutzung abgelaufen sei. Wir machten dann einen Termin bei der Friedhofsverwaltung – und tatsächlich: Seit Februar ist die Grabnutzung abgelaufen und wir mussten entscheiden, was geschehen soll. Ehrlich gesagt ist es ein komisches Gefühl, zu entscheiden, dass eine Grabstätte eingeebnet werden soll und ich hatte auch irgendwie ein schlechtes Gewissen. Doch andererseits sind dieser Onkel und diese Tante bereits vor meiner Geburt gestorben – und wäre es sinnvoll, noch 25 Jahre ihre Grabstätte zu erhalten? Mit dem Recht, dass wir auch dort unsere Urnen beisetzen dürften? … die allerdings wie gesagt, gefühlsmäßig an einer andere Stelle (das Grab meiner Eltern und Großeltern) gehören?

Ja – es waren tatsächlich seltsame Tage, die letzten eineinhalb Wochen, in denen ich mich so viel mit Gräbern, Särgen, Grabreden, Trauerkarten und Zimmer räumen beschäftigt habe. Irgendwie skurril und unwirklich.

… und mitten drin, als wir letzten Samstag alles zusammen saßen, kommen so „Gefühlsreflexe“ – ich dachte: „Sollten wir jetzt nicht langsam mal endlich auch zu Mama gehen, wenn wir schon alle hier beisammen sind?!“ .. bis mir einfiel, dass das ja gar nicht mehr geht.

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Hätte ich rote Zöpfe und eine gestreifte Hose, müsste ich nur noch einen Helm mit Hörnern aufziehen und jeder würde mich für Obelix halten… oder Obelixa.

Tatsächlich hab ich in den vergangenen zehn Wochen zehn Kilogramm zugenommen. Die Neun vorne fühlt sich schon ne Weile ziemlich heimisch und das Gewicht steigt und steigt.

Gewichtsbericht 6 Monate 2018_05_23

Fühlen tu ich mich extrem unwohl. Nicht nur, dass ich so Dinge wie Treppen steigen eher nimmer so „mal eben nebenher“ mache und sogar immer wieder eher zu Rolltreppe und Fahrstuhl greife, sondern ich weiß auch nicht, was anziehen, weil die ganzen Hosen kneifen, die ich in der Kur gekauft hab.

Derzeit ziehe ich am liebsten eine viel zu große Jeans an, die locker sitzt und mich somit nicht dauernd daran erinnert, dass ich so viel mehr bin, als noch vor ein paar Wochen..

Da ich dieses Ding nur mit Gürtel tragen kann (wie gesagt: Sie ist ja zu groß) und ich den dann öfters hochziehen muß, hab ich dann echt so ein Obelixgefühl, wenn das so hoch überm Bauchnabel hängt (denn niedrig fühlt sich auch mies an) – der Obelix hat seinen Gürtel ja praktisch direkt unter den Achseln, auf jeden Fall aber über der fetten Wampe..

Bemerkt hab ich das ja schon länger und ich sage auch keinen Ton darüber, dass es irgendwie ja gar nicht sein kann, dass ich zunehme – denn ich hab abendliche Fressanfälle, die sich gewaschen haben. Natürlich auch Süßkram, doch nicht nur. Doch auch der schönste Joghurt ist halt (in fünf- oder sechsfacher Ausführung gegessen), irgendwie „zu viel“. Oder es könnte schon auch ein Brot weniger sein, ohne dass ich hungrig ins Bett gehen müsste. Oder auch zwei weniger..

Es ist also durchaus logisch, dass ich zunehme – und überaus traurig, dass ich so achtlos mit mir umgehe. Mich so gering schätze. Ich mir so wenig selbst wert bin.

Ich hab auch wirklich das Gefühl, dass ich die letzten Wochen wieder vermehrt mit der Depression kämpfe .. und leider, leider zeigt sich die bei mir nie mit Appetitlosigkeit, sondern immer mit viel Essen. Und ich schäme mich dafür. Für das Essen und für meine Gefühle, meine Antriebslosigkeit, meinen schwachen Willen .. einfach den „schwarzen Hund„.

Es macht mir auch Angst, dass meine Therapie nun vorüber ist. Also so gut wie vorüber ist. Eine Stunde hab ich noch Mitte Juli. Doch das ist ja nichts. WIe soll es dann in den kommenden Wochen weitergehen? Oder eher: Überhaupt weitergehen?? In den vergangenen Wochen ging es mir nicht gut – und vielleicht sind auch diese fehlenden Therapiestunden ein Faktor?

Ebenso verdächtige ich meinen anstehenden Geburtstag als „schlechte-Stimmungsfaktor“ und eben der Umzug im Büro sowie meine komplett überfrachtete Wohnung. Dass ich mich auch mit Mamas Gesundheitszustand überlastet fühle und dauernd ein schlechtes Gewissen habe, macht es nicht besser.

.. naja.

Um was soll es hier eigentlich gehen?!

 

Keine Ahnung … bin einfach fett und frustriert. Oder depressiv. Wahrscheinlich schon, wenn ich das hier über „versteckte Depression“ so lese.

Und ich hab halt wirklich immer das Gefühl, selbst schuld zu sein..

 

Ach Mann – alles doof! 😦

Gerade hab ich in den Kommentaren beim heutigen Freitags-Füller gelesen, dass dieser Freitags-Füller der selbe sei, wie der vor drei Wochen … und tatsächlich, es stimmt! Da hat die gute Junifee ja echt gut aufgepasst – Kompliment 😉

Ich hab das einfach dröge ausgefüllt und überhaupt nicht bemerkt, dass die Fragen vor drei Wochen schon mal da waren.

Das jedoch gibt mir nun die Gelegenheit für ein spannendes Experiment:

Wie eingefahren sind meine Gedankengänge, sprich:
Was hab ich unterschiedlich ausgefüllt – was gleich?

Dann mal los!

Ich werde den heutigen Füller in grün und den von vor drei Wochen in blau veröffentlichen. Den Kommentar (oder die Erkenntnis *wow*) dazu gibt es in schwarz.

1. Heute wird hier noch der Jahresrückblick 2017 erscheinen. Wäre doch zumindest ein gutes Ziel, oder? 😉

1. Heute wird hier der Freitagsfüller von Barbara ausgefüllt .. wie eigentlich jeden Freitag 😉

  • gleiche Interpretation von „hier“ mit dem Blog… interessant 😉
    In vielen anderen Blogs ist das „hier“ mit dem realen Leben verknüpft worden.

2. Bei oder besser über meine Vorsätze gibt es immer was zu lachen. NICHT! Weil so wirklich schaffen, tu ich die nicht. Zumindest nicht alle, weil ich mir regelmäßig viel zu viel vornehme und somit gar nicht alles schaffen kann. Es ist aber auch irgendwie immer so viel lohooos… 😉

2. Ich wünschte, ich hätte immer was zu lachen.

  • Hm – beides mal keine wirkliche Beschreibung von was zu lachen, sondern eher vom Gegenteil.

3. Es sieht nicht gut aus, wenn ich mir so den Gewichtsverlauf der letzten Wochen anschaue.. Vom Fasten im März ist wirklich nichts mehr übrig – oh mein Goott, geht diese Kurve hoch!!

3. Es sieht nicht gut aus, wie meine Gewichtskurve verläuft.

  • Na, wenn DAS mal nicht identisch ist! 😮
    Dabei war es vor drei Wochen ja noch beinahe super im Vergleich zu heute… Mit ca. 4 kg mehr! 😦

4. Ende Juli bin ich auf eine Hochzeit eingeladen. Vielleicht ist das ein guter Anreiz, bis dahin abzunehmen!

4. Morgen wären wir zum Geburtstag einer Freundin eingeladen. Doch ich hab Theater. Also eigentlich sind wir auch ausdrücklich NICHT eingeladen – denn sie läd immer nicht zu ihrem Geburtstag ein, sondern es darf kommen wer will. Somit hab ich nur eine Nicht-Einladung bekommen 😉

  • Na gut – heute von einer Einladung von vor drei Wochen zu schreiben, wäre ja ziemlich albern. Da ich nicht dort war, hab ich es eh komplett vergessen gehabt..

5. Ich kann verstehen, warum das Gewicht hoch geht. Ich fresse wirklich wie blöd. Besonders an süßen Dingen komme ich gar nicht vorbei zur Zeit.

5. Ich kann verstehen, dass mein Gewicht derzeit immer mehr ansteigt. Ich ernähre mich gerade zu 80% von Zuckerzeug.

  • Komplett gleicher Gedankengang – spannend! 😉

6. In meinen Espresso gab es früher immer Stevia statt Zucker. Seit der Kur trinke ich jedoch meist komplett ohne alles.

6. Gesünder wäre es, Gemüse zu essen statt Zucker. Doch das ist ja keine besonders neue Erkenntnis.

  • Da ist jetzt tatsächlich ein kleiner Unterschied. Und dass es beides Mal um Zucker geht, gibt der Füller ja vor.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Gefühl, vier freie Tage vor mir zu haben, morgen habe ich noch nichts konkret  geplant, doch wir wurden einerseits gefragt, ob wir mit in die Rockfabrik kommen und andererseits, ob wir zum Trickfilmfestival mitgehen (mal schauen, was es wird) und Sonntag möchte ich entspannt auf mich zukommen lassen – oder vielleicht machen wir auch einen Kurztrip irgendwo hin? … mal schauen!

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Zusammenstellung von den Sachen für meinen Widerspruch und dann ein bißchen Fernsehen und vorher noch ein / zwei Plakate aufhängen, morgen habe ich geplant, mich mit einem Mitstreiter unseres Stadtteilprojektes zu treffen, damit er mir bei der Bewerbung einer Veranstaltung hilft, meiner Freundin zum Geburtstag zu gratulieren (wenn ich schon nicht hingehe) und abends ist Theater (wo ne liebe Freundin kommt und nette Kolleginnen, auf die ich mich alle schon sehr freue!) und Sonntag möchte ich vielleicht morgens bei einem Feuerritual teilnehmen, Mittags Mama besuchen und am Abend, dass mein Schatz mir die Haare färbt!

Wow .. ganz schön viel .. dabei ist die Hälfte noch gar nicht erwähnt! :0

  • Okay – hier ist ja irgendwie auch kein Vergleich möglich oder sinnvoll. Ist schon ne spezielle Lücke, diese „Was hast Du am Wochenende vor?“-Lücke.

Fazit:
Interessant! Bei manchen Lücken war der Gedankengang echt total gleich! Vermutlich tendiert jeder so zu seiner „gedanklichen Spurrille“!

Vielleicht haben andere Teilnehmer ja auch Lust, ihre Antworten zu vergleichen – könnte erst noch interessant sein, oder?

Das Onlineprogamm, bei dem ich derzeit als Testerin mitmache, hat für die erste Woche ein Protokoll meiner Tätigkeiten zur Aufgabe gestellt. Also schreibe ich nun auf, was ich so tu und wie ich mich dabei fühle. Als Zusatz geb ich an, ob es Freizeit, Pflichtaktivität oder „sonstiges“ ist, wobei „sonstiges“ bedeutet, es ist weder besonders angenehm, noch lästig.

Derzeit stechen zwei Erkenntnisse heraus:

  1. Also irgendwie könnte ich gefühlt bei nahezu allem „Pflichtaktivität“ ankreuzen, selbst die Dinge, die ich in der „Freizeit“ tu..
  2. Ich tu wirklich unheimlich viel. Ich weiss, dass ich das eigentlich wissen sollte – doch ich hab es nie so bewusst an mich rangelassen.

Als ich Schnüggel diese zweite Erkenntnis mitteilte, meinte er, dass das JEDER weiss, dass ich viel tu – nur ich nicht.

Naja .. vielleicht ist es schon mal gut, dass mir das so mehr ins Bewusstsein kommt. Denn ehrlich gesagt halte ich mich trotzdem für faul. Obwohl ich eigentlich wirklich den ganzen Tag irgendwas tu und mach und erledige..

.. doch dummerweise kann ich es mir es anders gar nicht richtig vorstellen.

 

Eigentlich ist der Hintergrund bei dem Programm ja, dass die Leute aktiv werden – ich sollte vielleicht ruhiger werden.

Doch allein, wenn ich das schreibe, flackert tief drinnen in mir ne Angst auf – ruhiger .. Ruhe .. das ist spiessig .. und ausserdem: Ruhe und ruhiger werden ist für mich irgendwie gleichbedeutend mit tot.

Für mich müsste die Anleitung wohl nicht „sei ein wenig aktiver“, sondern eher „sei ein wenig weniger aktiv“ lauten..

Heute also ist das Gewicht zum ersten Mal wieder leicht gestiegen.

Gewichtsbericht 3 Monate 2018_03_20

Also das ist ja jetzt nicht sooo verwunderlich, schließlich esse ich wieder seit drei Tagen. Und es läuft eigentlich ganz gut mit dem Essen.

Eigentlich.

Hab gestern Abend schon wieder mal hier ein Nüsschen, mal da ne Handvoll Mandeln gegessen. Als ich gestern dann mal doch alles in fddb aufgeschrieben hab, fiel mir auf, dass ich schon ziemlich an den Tageskalorien schrappe..

Und die sind jetzt ja richtig niedrig *wow*

Ich hatte bisher so immer um die 2100 kcal am Tag zur Verfügung – gestern war ich unter 2000 kcal. Mit dem heutigen Gewicht sind es genau 2000 kcal – das finde ich irgendwie eine beruhigendere Zahl. Die 1 vorne macht mich nervös, da bekomm ich so ein „oh mein Gott, darf ich nur so wenig essen! Ich verhungere!!“-Gefühl..

Doch da muß ich mich wohl dran gewöhnen, wenn ich so bleiben möchte bzw. noch etwas reduzieren.

Ist auch eh nur ne Zahl… *öhm* …oder so ähnlich 😉

Heute früh war ich übrigens bei 82,8 kg. Also immer noch unter 83 kg. Das ist schon so das Ziel, dass ich langfristig in dem Bereich bleibe, bzw. eigentlich auch noch reduziere.

69 kg wäre das (mir selbst noch etwas gruselige und gefühlt unrealistische) Ziel.

Eigentlich fühle ich mich mit dem Gedanken 78 kg, 75 kg oder bis zu 73 kg am Wohlsten..

Allerdings fühlt sich mein momentaner Körper auch total gewohnt an und ich hab das Gefühl, als ob ich nie ein anderes Körpergewicht gehabt hätte, als jetzt. Es ist irgendwie ganz irreal für mich, dass ich mal über 20 kg mehr gewogen habe….

Seit Wochen schon hab ich mir in der Verhaltensvorsätzeliste beim Montagsstarter vorgenommen, dass ich täglich etwas mache, was mich freut. Und dann noch mit der Verschärfung „bewußt (!!)“ versehen.

Das ist tatsächlich schwieriger, als gedacht. Und es geh auch irgendwie gern mal wieder unter, so das es echt gut ist, dass es durch diese wöchentliche Liste immer wieder in meine Erinnerung gerufen wird!

Besonders schwer finde ich es gerade während dem Fasten.

Gerade dachte ich nämlich, ich mach mir jetzt ne Freude und hatte spontan eine Packung der überleckeren Lakrids vor dem geistigen Auge. Mmmm…

.. aber hey – ich faste doch! Nichts mit Lakrids! Mein geistiger Finger stupft in die behaglich vor mir schlingerd schwebende Gedankenblase mit den verführerischen Lakrids und lässt diese mit einem sanften „Plöpp“ platzen. Ich schüttle mir die auf mich niederrieselnden Gedankenblasentropfen aus den Haaren.

Falsche Freude! Böse Freude! Ksch-ksch!

Überhaupt sind „Freuden“ gern kalorienhaltig bei mir. Ziemlich blödes Muster, echt jetzt!

Doch täglich ne Massage gönnen oder sowas ist ja auch blöd. Okay, hab mir auch schon Blumen gekauft. Und natürlich könnte es auch schön sein, nen Spaziergang zu machen oder so … außer, es ist schon dunkel, wie jetzt grad.

Ich neige dann übrigens auch gern dazu, zu schummeln.

So um den Dreh „Hm – ich brauch heute noch ein paar Schritte… Also lauf ich vielleicht mal ne Station heim. Ach, ist das schön zu laufen .. hey, das ist meine tägliche Freude. Das ist doch grad schön!“

.. oder zählt so ne „ungeplante“ tägliche Freude dann auch?

Ist doch irgendwie auch ne Freude – wenn auch ne ungeplante. Und sie ist ja in dem Moment „bewußt“. Oder biege ich es mir nur als „Freude“ hin, was ich grad tu?

Bin irgendwie überdreht. In meinem Kopf sind nicht einfach kleine Gedankenbläschen, sondern türmen sich regelrechte Wolkengebirge an Gedanken zusammen.

Es ist irgendwie schwierig, mein Inneres fährt Wilde Maus! Dass ich somit also eher innerlich unruhig bin und weniger ausgeglichen und vernünftig, gradlinig denkend (was auch immer das heißen soll), erklärt sich mit diesem Bild von selbst. Nur macht es nciht so einen mords Spaß, wie Wilde Maus fahren … ist eher manchmal wie ein Fahrgast, der panisch guckend hin und hergeschleudert wird und mit dem Übergeben kämpft. Bin unruhig und zitterig.

Ich fange schon einige Dinge an – doch es fällt mir schwer, dran zu bleiben. Natürlich komme ich trotzdem irgendwie voran, doch es ist irgendwie schwer. Und meistens ist nichts so wirklich ganz abgehakt. Oder es ist zwar was abgehakt – doch das war gefühlt nur ein Zwischenschritt, weil noch einiges an Aufgaben nachfolgt.

Eigentlich ist meine Aufgabenliste von Montag ja lächerlich wenig – bzw. stellt die rattenschwanzmäßigen Aufgaben manchmal nicht so richtig dar. Zum Beispiel: Mama muß umgemeldet werden. Also geh ich aufs Amt – mit ihrem Ausweis, meiner Vollmacht und meinem Ausweis und dann braucht man noch so ein komisches Formular, welches der Vermieter ausfüllen muss, eine Wohnungsgeberbescheinigung. Deswegen hab ich vorher im Wohnheim danach gefragt. Und da der Typ in der Verwaltung neu ist, kannte er das nicht – somit musste ich ihm auch erst mal das Formular zukommen lassen. Da Mamas Ausweis abgelaufen ist im November, hieß es dann, sie braucht auch nen neuen Ausweis. Auf meinen Hinweis, dass das ja überflüssig ist, weil sie nimmer  reist, wurde entgegnet, dass eine Ausweispflicht besteht. Doch davon gibt es eine Befreiung. Doch auch die muss man beantragen. Dafür brauche ich eine Bescheinigung vom Arzt und vom Heim. Also beim Arzt und beim Heim so was beantragen. Und nochmal aufs Amt, damit Mama von der Ausweispflicht befreit ist.

Somit war das Ummeldung und der Ausweis (bzw. nicht-mehr-Ausweis) eine Beschäftigung von mehreren Stellen und mehreren Tagen.

Und da ist noch kein Antrag gestellt gewesen für Wohngeld oder Sozialhilfe – doch diese Befreiung von der Ausweispflicht ist ein Steinchen des Mosaikbildes für diese Anträge.

Überhaupt ärgere ich mich, dass wir nicht früher geschaut haben wegen Mama und ihren Finanzen. Vermutlich würde sie seit Jahren Grundsicherung bekommen. Stattdessen haben wir Töchter sie unterstützt. Auch wieder ziemlich bescheuert. *seufz* … aber gut: Mama wollte halt auch nichts beantragen irgendwo und war stolz drauf, mit ihrem Geld zurecht zu kommen.

Naja – wie auch immer: Auf jeden Fall ist es irgendwie ein Berg an Zeug. Und allein der „Blattkram“ machte einem ja Kopfweh und beschäftigt einen genug. Dazu dann noch die wirklichen Dinge, also tatsächlichen Sachen, die neben ihrer einfachen Anwesenheit und somit dem sich bietenden Arbeitsaufwand auch einige emotionales Potential beinhalten. Ich hab für eBay Kleinanzeigen ein paar Möbel photographiert und auch die ein oder andere Rückmeldung erhalten. Ich muss gestehen, dass es meinem Seelenfrieden wirklich gut tut, dass jemand Mamas Eckbank mit Tisch und Stühlen möchte. Auf dieser Eckbank bin ich mein ganzes Leben gesessen und es hätte mir wirklich weh getan, sie im Wertstoffhof einfach in den Container zu werfen. Da hängen wirklich Gefühl dran bei mir und es freut mich, die Vorstellung zu haben, dass auch zukünftig fröhliche Familienfeiern um den ausgezogenen Tisch stattfinden und sich alltäglich eine Familie zum Essen darum schart.

So kann ich das besser gehen lassen.

Allgemein tut mir die Vorstellung, dass die Dinge nicht einfach auf dem Müll landen, sondern jemand sie nutzen kann, gut. Mit allen Dingen. Vielleicht geht es jedem Menschen so – vielleicht bin ich da aber auch ein besonders hartnäckiger Fall von „nicht loslassen können“.

Und ich merke, wie meine innere Überdrehtheit nachlässt, wenn ich dies hier schreibe. Hat sie beim ersten Abschnitt mit dem Berg an Zeug noch zugenommen, tritt nun beim Gedanken an das bekömmliche Entsorgen eine Ruhe ein. Es hat halt schon was von ent-sorgen im tatsächlichen Sinne des Wortes, wenn man seine Sachen reduziert.

 

 

.. leider mit dem, was besser abwärts gehen sollte – mit dem Gewicht!

Schöner Mist – ich hab heute früh das Gewicht auf der Waage gehabt, mit dem ich von der Kur zurückgekehrt bin!

Klar, es ist besser als das Gewicht vor der Kur … doch es ist Mist, wie es gerade steigt. Insbesondere in den letzten drei Wochen.

Ich weiß schon, wo es herkommt – das macht es jedoch nicht wirklich besser!

Zumindest hat eine neue Verhaltensregel schon gefruchtet:

  • für jedes abendliche „Schleichfressen“, werden vorher zehn Minuten geputzt

Gestern abend bin ich mal von der Couch aufgestanden und wollte mir auch noch mal nen Joghurt holen, doch weil ich keinen Bock hatte, vorher zehn Minuten zu putzen, hab ich es gelassen.

.. obwohl – eigentlich war es sogar noch absurder. Ich hab dann gedacht, ich räume noch die Spülmaschine aus (was übrigens ein bißchen länger als zehn Minuten gedauert hat) – doch ich hatte danach gar keinen Bock mehr, noch einen Joghurt zu essen (also um ehrlich zu sein, ich hab es komplett vergessen, weil ich ja auch noch 15 Minuten Schlafzimmer aufräumen auf dem Plan hatte..).

Also hat mich die neue Regel am Essen gehindert – und das OBWOHL ich eigentlich sogar die Bedingungen erfüllt hatte *lach*

Ist ja prima. Ist ordentlicher UND kalorienärmer gelaufen.

Allerdings hab ich mich glaub auch vorher ein bißchen ausgetrickst: Ich hatte keine Lust, was zu kochen oder ne Suppe zu essen, somit hab ich einfach Zeug aus dem Kühlschrank genommen und das gegessen. Und vermutlich VIEL MEHR, als ich hätte essen sollen. Doch ich hab es nicht als „Schleichfresserei“ gewertet, da ich ja alles auf dem Tisch hatte… Das war vielleicht ein bißchen gemogelt..

Doch ich beobachte einfach lieber amüsiert, wie ich mich selbst austrickse, nehme das bewußt wahr und freue mich darüber, dass ich es eben auch zusätzlich geschafft hab, was NICHT zu essen, als jetzt auf mich einzuprügeln, dass ich es doch besser hätte machen sollen und meinen kleinen Erfolg auf der anderen Seite zu ignorieren und nicht anzuerkennen.

Ich glaub, so fahre ich besser, wenn ich freundlich zu mir bin – wie ich es übrigens zu jedem anderen Menschen auch wäre. Nur bei mir selbst fällt mir das schwer.

Abgesehen davon:

Jetzt bin ich ECHT schockiert über die Zahl auf der Waage. Die hat sich wieder zu reduzieren – echt jetzt!

Okay – war jetzt echt schwer ne Überschrift zu finden. Unter „Ordnungsliebe“ was zu schreiben, ist ja schon irgendwie ziemlich … hart … für mich, also auf jeden Fall mal ne sehr ungewohnte Überschrift. Doch „Tag der Ordnung“ passt auch nicht so ganz. Oder „Tag der Ordnungsliebe“ – „Tag der Ordentlichkeit“?? .. Hm .. weiß auch nicht. Teilweise stellen sich mir schon fast die Nackenhaare auf, wenn ich „Ordnung“ nur schreibe, egal in welcher Zusammensetzung hier..

Nun gut, jedenfalls möchte ich mehr Ordnung, Übersicht in mein Leben, meine Wohnung bringen. Und ich ahne, dass ich dafür ein System brauche, dass nicht dem alten System entspricht – denn das Verhalten weiter zu machen wie bisher hat halt eher zu UNordnung geführt, als zu Ordnung.

Die derzeitige Teilnahme am Programm der magischen Küchenspüle hilft schon mal echt. Und ich mache es auch wirklich täglich. Gestern auch wieder – von halb eins bis eins. Doch ob ich das wirklich auf die Dauer durchhalte, dass ich Putzen in der Nachtschicht mache, ist auch eher fraglich.. Wäre wohl auch nicht unbedingt so toll. Obwohl es schon ein tolles Gefühl ist, wenn ich täglich etwas tu, dass die Wohnung ordentlicher wird. Gestern war übrigens der Herd dran. Okay, dachte ich, da gibt es ja nimmer sooo viel zu putzen, ich hab ja schon am Wochenende an dem Ding rumgeschrubbt. Also hab ich den Backofen gemacht. Da war die Viertelstunde aber schon zu kurz, bis ich das Gitter und die untere Platte mal kräftig abgeschrubbt hatte… Hätte ich jetzt gar nicht so gedacht. Doch es stimmt mich echt fröhlich, den Herd nun so geputzt zu sehen – oder auch nur dran zu denken (ich sehe ihn ja grad nicht und hab trotzdem ein Lächeln auf den Lippen).

Okay, also: Ordnung macht fröhlich. Ordnung gibt Klarheit. Ordnung vereinfacht. Und ich hab wirklich ein paar tolle Alltagstipps gefunden, von denen ich gern den ein oder anderen adoptieren möchte.

10 Dinge, die ordentliche Menschen jeden Tag tun

Viele sind interessanterweise eh die gleichen, die auch bei der magischen Küchenspüle gelten, zum Beispiel das Bett machen oder sich abends rauslegen, was man am nächsten Morgen anziehen möchte. Hab dann noch was anderes gefunden, was mich sehr angesprochen hat:

Warum Aufräum-Aktionen alleine Sie nicht weiterbringen, wenn Sie es ordentlicher haben wollen

.. fand ich spannend, denn auch ich bin jemand, der immer auf DIE eine Aufräumaktion hofft, die dann alles regelt und dann ist alles wunderbar. Auch wenn ich (soweit ich weiß) kein ADHS habe. Und klar WEISS ich, dass ich auch dranbleiben muß, um die Ordnung zu erhalten. Doch das verdränge ich gern. Oder bin dann zu bequem, so im Alltag. Und ich denke, genau DAS ist mein Ansatzpunkt. Mir da eine Rampe zu schaffen, dass die Stufen zum alltäglichen Tun nicht zu hoch sind, sondern den Höhenunterschied bequem für mich zu überwinden ist, damit ich dranbleibe und im besten Fall eine Gewohnheit daraus entwickle.

Und ausmisten, damit es weniger ist, was ich da im Zaum halten muss, kann auch nicht schaden. Behutsam ausmisten. Schritt für Schritt – damit ich es auch schaffe. Mit Rampen statt Stufen.

.. wird schon werden! Ich finde einen Weg! 🙂

Kennt ihr die schöne Geschichte von Dr. Eckart von Hirschhausen vom Pinguin in der Wüste?

Wer lieber guckt und hört als liest – die gibt es auch als Vortrag..

Den Vortrag hat mir nämlich meine Kollegin neulich mal geschickt.. obwohl – war gar nicht soo neulich.. Auf jeden Fall denke ich da schon so manches Mal drüber nach.

Zum Beispiel, wenn ich nach dem Theater spielen von meiner Cousine gefragt werde, ob es nicht stressig für mich ist, jedes Wochenende Theater zu spielen – das würde doch ganz schön Energie ziehen.

Ähm .. ne! Im Gegenteil, es gibt mir Energie, Theater zu spielen!

Echt jetzt!

Oder am Freitag, wo ich so richtig stinksauer war aufgrund der Änderungen im Büro. Ich konnte mich überhaupt nimmer abregen. Und das seit Donnerstag, weil wir hatten das Ganze ja Donnerstag Vormittag „serviert“ bekommen.. Die Kollegen hatten teilweise Sorge, ob ich nen Herzinfarkt bekommen würde, weil ich anscheinend nen puderroten Kopf vor Wut hatte. Ich war wirklich stinksauer- und das über Stunden, bzw. zu dem Zeitpunkt sogar länger als ein Tag. Zwar nicht ununterbrochen, aber auf jeden Fall als Grundtendenz.

Abends hatte ich Interviewtermine für den Mikrozensus. Ich hatte noch kurz gedacht, ob ich dazu jetzt überhaupt fähig wäre.

Und WIE ich fähig war! Ich war auch hinterher regelrecht geheilt, also auf jeden Fall ausgeglichen. Ich bin nach den Interviews mit einem zufriedenen, glücklichen Lächeln nach Hause geschwebt. Na gut, eigentlich zum Einkaufen, aber egal..

Anscheinend bin ich beim Theater oder beim Mikrozensus in meinem Element. Es strengt nicht an, es macht mich glücklich, es ist leicht, es geht geschmeidig.

Und im Büro?

Es ist anstrengend, nervig, aufreibend und macht mich nur selten glücklich oder zufrieden. Klar, ich bekomme es hin – doch es kostet mich gefühlt viel Energie.

Ich scheine wirklich ein Pinguin in der Wüste zu sein im Büro..

Genauso bin ich komplett platt, wenn ich bei Mama war. Also das zapft mir regelrecht Energie ab! Ich erschöpft mich total.

Das ist dann weniger die Sache mit dem Pinguin, glaube ich – dasscheint nochmal was anderes zu sein.. Hab mal gehört, dass es so ne Art „Energievampire“ gibt. Ist Mama so einer für mich? Oder das ganze Pflegeheim? Es soll ja so richtige Orte geben, wo einem die Energie rauben..

Keine Ahnung.

Auf jeden Fall sollte ich mehr in meinem Element leben – und Energieräuber besser abschirmen.

.. ist doch n Plan, oder?

Oktober 2018
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