You are currently browsing the category archive for the ‘Gedanken’ category.

Das Onlineprogamm, bei dem ich derzeit als Testerin mitmache, hat für die erste Woche ein Protokoll meiner Tätigkeiten zur Aufgabe gestellt. Also schreibe ich nun auf, was ich so tu und wie ich mich dabei fühle. Als Zusatz geb ich an, ob es Freizeit, Pflichtaktivität oder „sonstiges“ ist, wobei „sonstiges“ bedeutet, es ist weder besonders angenehm, noch lästig.

Derzeit stechen zwei Erkenntnisse heraus:

  1. Also irgendwie könnte ich gefühlt bei nahezu allem „Pflichtaktivität“ ankreuzen, selbst die Dinge, die ich in der „Freizeit“ tu..
  2. Ich tu wirklich unheimlich viel. Ich weiss, dass ich das eigentlich wissen sollte – doch ich hab es nie so bewusst an mich rangelassen.

Als ich Schnüggel diese zweite Erkenntnis mitteilte, meinte er, dass das JEDER weiss, dass ich viel tu – nur ich nicht.

Naja .. vielleicht ist es schon mal gut, dass mir das so mehr ins Bewusstsein kommt. Denn ehrlich gesagt halte ich mich trotzdem für faul. Obwohl ich eigentlich wirklich den ganzen Tag irgendwas tu und mach und erledige..

.. doch dummerweise kann ich es mir es anders gar nicht richtig vorstellen.

 

Eigentlich ist der Hintergrund bei dem Programm ja, dass die Leute aktiv werden – ich sollte vielleicht ruhiger werden.

Doch allein, wenn ich das schreibe, flackert tief drinnen in mir ne Angst auf – ruhiger .. Ruhe .. das ist spiessig .. und ausserdem: Ruhe und ruhiger werden ist für mich irgendwie gleichbedeutend mit tot.

Für mich müsste die Anleitung wohl nicht „sei ein wenig aktiver“, sondern eher „sei ein wenig weniger aktiv“ lauten..

Advertisements

Heute also ist das Gewicht zum ersten Mal wieder leicht gestiegen.

Gewichtsbericht 3 Monate 2018_03_20

Also das ist ja jetzt nicht sooo verwunderlich, schließlich esse ich wieder seit drei Tagen. Und es läuft eigentlich ganz gut mit dem Essen.

Eigentlich.

Hab gestern Abend schon wieder mal hier ein Nüsschen, mal da ne Handvoll Mandeln gegessen. Als ich gestern dann mal doch alles in fddb aufgeschrieben hab, fiel mir auf, dass ich schon ziemlich an den Tageskalorien schrappe..

Und die sind jetzt ja richtig niedrig *wow*

Ich hatte bisher so immer um die 2100 kcal am Tag zur Verfügung – gestern war ich unter 2000 kcal. Mit dem heutigen Gewicht sind es genau 2000 kcal – das finde ich irgendwie eine beruhigendere Zahl. Die 1 vorne macht mich nervös, da bekomm ich so ein „oh mein Gott, darf ich nur so wenig essen! Ich verhungere!!“-Gefühl..

Doch da muß ich mich wohl dran gewöhnen, wenn ich so bleiben möchte bzw. noch etwas reduzieren.

Ist auch eh nur ne Zahl… *öhm* …oder so ähnlich 😉

Heute früh war ich übrigens bei 82,8 kg. Also immer noch unter 83 kg. Das ist schon so das Ziel, dass ich langfristig in dem Bereich bleibe, bzw. eigentlich auch noch reduziere.

69 kg wäre das (mir selbst noch etwas gruselige und gefühlt unrealistische) Ziel.

Eigentlich fühle ich mich mit dem Gedanken 78 kg, 75 kg oder bis zu 73 kg am Wohlsten..

Allerdings fühlt sich mein momentaner Körper auch total gewohnt an und ich hab das Gefühl, als ob ich nie ein anderes Körpergewicht gehabt hätte, als jetzt. Es ist irgendwie ganz irreal für mich, dass ich mal über 20 kg mehr gewogen habe….

Seit Wochen schon hab ich mir in der Verhaltensvorsätzeliste beim Montagsstarter vorgenommen, dass ich täglich etwas mache, was mich freut. Und dann noch mit der Verschärfung „bewußt (!!)“ versehen.

Das ist tatsächlich schwieriger, als gedacht. Und es geh auch irgendwie gern mal wieder unter, so das es echt gut ist, dass es durch diese wöchentliche Liste immer wieder in meine Erinnerung gerufen wird!

Besonders schwer finde ich es gerade während dem Fasten.

Gerade dachte ich nämlich, ich mach mir jetzt ne Freude und hatte spontan eine Packung der überleckeren Lakrids vor dem geistigen Auge. Mmmm…

.. aber hey – ich faste doch! Nichts mit Lakrids! Mein geistiger Finger stupft in die behaglich vor mir schlingerd schwebende Gedankenblase mit den verführerischen Lakrids und lässt diese mit einem sanften „Plöpp“ platzen. Ich schüttle mir die auf mich niederrieselnden Gedankenblasentropfen aus den Haaren.

Falsche Freude! Böse Freude! Ksch-ksch!

Überhaupt sind „Freuden“ gern kalorienhaltig bei mir. Ziemlich blödes Muster, echt jetzt!

Doch täglich ne Massage gönnen oder sowas ist ja auch blöd. Okay, hab mir auch schon Blumen gekauft. Und natürlich könnte es auch schön sein, nen Spaziergang zu machen oder so … außer, es ist schon dunkel, wie jetzt grad.

Ich neige dann übrigens auch gern dazu, zu schummeln.

So um den Dreh „Hm – ich brauch heute noch ein paar Schritte… Also lauf ich vielleicht mal ne Station heim. Ach, ist das schön zu laufen .. hey, das ist meine tägliche Freude. Das ist doch grad schön!“

.. oder zählt so ne „ungeplante“ tägliche Freude dann auch?

Ist doch irgendwie auch ne Freude – wenn auch ne ungeplante. Und sie ist ja in dem Moment „bewußt“. Oder biege ich es mir nur als „Freude“ hin, was ich grad tu?

Bin irgendwie überdreht. In meinem Kopf sind nicht einfach kleine Gedankenbläschen, sondern türmen sich regelrechte Wolkengebirge an Gedanken zusammen.

Es ist irgendwie schwierig, mein Inneres fährt Wilde Maus! Dass ich somit also eher innerlich unruhig bin und weniger ausgeglichen und vernünftig, gradlinig denkend (was auch immer das heißen soll), erklärt sich mit diesem Bild von selbst. Nur macht es nciht so einen mords Spaß, wie Wilde Maus fahren … ist eher manchmal wie ein Fahrgast, der panisch guckend hin und hergeschleudert wird und mit dem Übergeben kämpft. Bin unruhig und zitterig.

Ich fange schon einige Dinge an – doch es fällt mir schwer, dran zu bleiben. Natürlich komme ich trotzdem irgendwie voran, doch es ist irgendwie schwer. Und meistens ist nichts so wirklich ganz abgehakt. Oder es ist zwar was abgehakt – doch das war gefühlt nur ein Zwischenschritt, weil noch einiges an Aufgaben nachfolgt.

Eigentlich ist meine Aufgabenliste von Montag ja lächerlich wenig – bzw. stellt die rattenschwanzmäßigen Aufgaben manchmal nicht so richtig dar. Zum Beispiel: Mama muß umgemeldet werden. Also geh ich aufs Amt – mit ihrem Ausweis, meiner Vollmacht und meinem Ausweis und dann braucht man noch so ein komisches Formular, welches der Vermieter ausfüllen muss, eine Wohnungsgeberbescheinigung. Deswegen hab ich vorher im Wohnheim danach gefragt. Und da der Typ in der Verwaltung neu ist, kannte er das nicht – somit musste ich ihm auch erst mal das Formular zukommen lassen. Da Mamas Ausweis abgelaufen ist im November, hieß es dann, sie braucht auch nen neuen Ausweis. Auf meinen Hinweis, dass das ja überflüssig ist, weil sie nimmer  reist, wurde entgegnet, dass eine Ausweispflicht besteht. Doch davon gibt es eine Befreiung. Doch auch die muss man beantragen. Dafür brauche ich eine Bescheinigung vom Arzt und vom Heim. Also beim Arzt und beim Heim so was beantragen. Und nochmal aufs Amt, damit Mama von der Ausweispflicht befreit ist.

Somit war das Ummeldung und der Ausweis (bzw. nicht-mehr-Ausweis) eine Beschäftigung von mehreren Stellen und mehreren Tagen.

Und da ist noch kein Antrag gestellt gewesen für Wohngeld oder Sozialhilfe – doch diese Befreiung von der Ausweispflicht ist ein Steinchen des Mosaikbildes für diese Anträge.

Überhaupt ärgere ich mich, dass wir nicht früher geschaut haben wegen Mama und ihren Finanzen. Vermutlich würde sie seit Jahren Grundsicherung bekommen. Stattdessen haben wir Töchter sie unterstützt. Auch wieder ziemlich bescheuert. *seufz* … aber gut: Mama wollte halt auch nichts beantragen irgendwo und war stolz drauf, mit ihrem Geld zurecht zu kommen.

Naja – wie auch immer: Auf jeden Fall ist es irgendwie ein Berg an Zeug. Und allein der „Blattkram“ machte einem ja Kopfweh und beschäftigt einen genug. Dazu dann noch die wirklichen Dinge, also tatsächlichen Sachen, die neben ihrer einfachen Anwesenheit und somit dem sich bietenden Arbeitsaufwand auch einige emotionales Potential beinhalten. Ich hab für eBay Kleinanzeigen ein paar Möbel photographiert und auch die ein oder andere Rückmeldung erhalten. Ich muss gestehen, dass es meinem Seelenfrieden wirklich gut tut, dass jemand Mamas Eckbank mit Tisch und Stühlen möchte. Auf dieser Eckbank bin ich mein ganzes Leben gesessen und es hätte mir wirklich weh getan, sie im Wertstoffhof einfach in den Container zu werfen. Da hängen wirklich Gefühl dran bei mir und es freut mich, die Vorstellung zu haben, dass auch zukünftig fröhliche Familienfeiern um den ausgezogenen Tisch stattfinden und sich alltäglich eine Familie zum Essen darum schart.

So kann ich das besser gehen lassen.

Allgemein tut mir die Vorstellung, dass die Dinge nicht einfach auf dem Müll landen, sondern jemand sie nutzen kann, gut. Mit allen Dingen. Vielleicht geht es jedem Menschen so – vielleicht bin ich da aber auch ein besonders hartnäckiger Fall von „nicht loslassen können“.

Und ich merke, wie meine innere Überdrehtheit nachlässt, wenn ich dies hier schreibe. Hat sie beim ersten Abschnitt mit dem Berg an Zeug noch zugenommen, tritt nun beim Gedanken an das bekömmliche Entsorgen eine Ruhe ein. Es hat halt schon was von ent-sorgen im tatsächlichen Sinne des Wortes, wenn man seine Sachen reduziert.

 

 

.. leider mit dem, was besser abwärts gehen sollte – mit dem Gewicht!

Schöner Mist – ich hab heute früh das Gewicht auf der Waage gehabt, mit dem ich von der Kur zurückgekehrt bin!

Klar, es ist besser als das Gewicht vor der Kur … doch es ist Mist, wie es gerade steigt. Insbesondere in den letzten drei Wochen.

Ich weiß schon, wo es herkommt – das macht es jedoch nicht wirklich besser!

Zumindest hat eine neue Verhaltensregel schon gefruchtet:

  • für jedes abendliche „Schleichfressen“, werden vorher zehn Minuten geputzt

Gestern abend bin ich mal von der Couch aufgestanden und wollte mir auch noch mal nen Joghurt holen, doch weil ich keinen Bock hatte, vorher zehn Minuten zu putzen, hab ich es gelassen.

.. obwohl – eigentlich war es sogar noch absurder. Ich hab dann gedacht, ich räume noch die Spülmaschine aus (was übrigens ein bißchen länger als zehn Minuten gedauert hat) – doch ich hatte danach gar keinen Bock mehr, noch einen Joghurt zu essen (also um ehrlich zu sein, ich hab es komplett vergessen, weil ich ja auch noch 15 Minuten Schlafzimmer aufräumen auf dem Plan hatte..).

Also hat mich die neue Regel am Essen gehindert – und das OBWOHL ich eigentlich sogar die Bedingungen erfüllt hatte *lach*

Ist ja prima. Ist ordentlicher UND kalorienärmer gelaufen.

Allerdings hab ich mich glaub auch vorher ein bißchen ausgetrickst: Ich hatte keine Lust, was zu kochen oder ne Suppe zu essen, somit hab ich einfach Zeug aus dem Kühlschrank genommen und das gegessen. Und vermutlich VIEL MEHR, als ich hätte essen sollen. Doch ich hab es nicht als „Schleichfresserei“ gewertet, da ich ja alles auf dem Tisch hatte… Das war vielleicht ein bißchen gemogelt..

Doch ich beobachte einfach lieber amüsiert, wie ich mich selbst austrickse, nehme das bewußt wahr und freue mich darüber, dass ich es eben auch zusätzlich geschafft hab, was NICHT zu essen, als jetzt auf mich einzuprügeln, dass ich es doch besser hätte machen sollen und meinen kleinen Erfolg auf der anderen Seite zu ignorieren und nicht anzuerkennen.

Ich glaub, so fahre ich besser, wenn ich freundlich zu mir bin – wie ich es übrigens zu jedem anderen Menschen auch wäre. Nur bei mir selbst fällt mir das schwer.

Abgesehen davon:

Jetzt bin ich ECHT schockiert über die Zahl auf der Waage. Die hat sich wieder zu reduzieren – echt jetzt!

Okay – war jetzt echt schwer ne Überschrift zu finden. Unter „Ordnungsliebe“ was zu schreiben, ist ja schon irgendwie ziemlich … hart … für mich, also auf jeden Fall mal ne sehr ungewohnte Überschrift. Doch „Tag der Ordnung“ passt auch nicht so ganz. Oder „Tag der Ordnungsliebe“ – „Tag der Ordentlichkeit“?? .. Hm .. weiß auch nicht. Teilweise stellen sich mir schon fast die Nackenhaare auf, wenn ich „Ordnung“ nur schreibe, egal in welcher Zusammensetzung hier..

Nun gut, jedenfalls möchte ich mehr Ordnung, Übersicht in mein Leben, meine Wohnung bringen. Und ich ahne, dass ich dafür ein System brauche, dass nicht dem alten System entspricht – denn das Verhalten weiter zu machen wie bisher hat halt eher zu UNordnung geführt, als zu Ordnung.

Die derzeitige Teilnahme am Programm der magischen Küchenspüle hilft schon mal echt. Und ich mache es auch wirklich täglich. Gestern auch wieder – von halb eins bis eins. Doch ob ich das wirklich auf die Dauer durchhalte, dass ich Putzen in der Nachtschicht mache, ist auch eher fraglich.. Wäre wohl auch nicht unbedingt so toll. Obwohl es schon ein tolles Gefühl ist, wenn ich täglich etwas tu, dass die Wohnung ordentlicher wird. Gestern war übrigens der Herd dran. Okay, dachte ich, da gibt es ja nimmer sooo viel zu putzen, ich hab ja schon am Wochenende an dem Ding rumgeschrubbt. Also hab ich den Backofen gemacht. Da war die Viertelstunde aber schon zu kurz, bis ich das Gitter und die untere Platte mal kräftig abgeschrubbt hatte… Hätte ich jetzt gar nicht so gedacht. Doch es stimmt mich echt fröhlich, den Herd nun so geputzt zu sehen – oder auch nur dran zu denken (ich sehe ihn ja grad nicht und hab trotzdem ein Lächeln auf den Lippen).

Okay, also: Ordnung macht fröhlich. Ordnung gibt Klarheit. Ordnung vereinfacht. Und ich hab wirklich ein paar tolle Alltagstipps gefunden, von denen ich gern den ein oder anderen adoptieren möchte.

10 Dinge, die ordentliche Menschen jeden Tag tun

Viele sind interessanterweise eh die gleichen, die auch bei der magischen Küchenspüle gelten, zum Beispiel das Bett machen oder sich abends rauslegen, was man am nächsten Morgen anziehen möchte. Hab dann noch was anderes gefunden, was mich sehr angesprochen hat:

Warum Aufräum-Aktionen alleine Sie nicht weiterbringen, wenn Sie es ordentlicher haben wollen

.. fand ich spannend, denn auch ich bin jemand, der immer auf DIE eine Aufräumaktion hofft, die dann alles regelt und dann ist alles wunderbar. Auch wenn ich (soweit ich weiß) kein ADHS habe. Und klar WEISS ich, dass ich auch dranbleiben muß, um die Ordnung zu erhalten. Doch das verdränge ich gern. Oder bin dann zu bequem, so im Alltag. Und ich denke, genau DAS ist mein Ansatzpunkt. Mir da eine Rampe zu schaffen, dass die Stufen zum alltäglichen Tun nicht zu hoch sind, sondern den Höhenunterschied bequem für mich zu überwinden ist, damit ich dranbleibe und im besten Fall eine Gewohnheit daraus entwickle.

Und ausmisten, damit es weniger ist, was ich da im Zaum halten muss, kann auch nicht schaden. Behutsam ausmisten. Schritt für Schritt – damit ich es auch schaffe. Mit Rampen statt Stufen.

.. wird schon werden! Ich finde einen Weg! 🙂

Kennt ihr die schöne Geschichte von Dr. Eckart von Hirschhausen vom Pinguin in der Wüste?

Wer lieber guckt und hört als liest – die gibt es auch als Vortrag..

Den Vortrag hat mir nämlich meine Kollegin neulich mal geschickt.. obwohl – war gar nicht soo neulich.. Auf jeden Fall denke ich da schon so manches Mal drüber nach.

Zum Beispiel, wenn ich nach dem Theater spielen von meiner Cousine gefragt werde, ob es nicht stressig für mich ist, jedes Wochenende Theater zu spielen – das würde doch ganz schön Energie ziehen.

Ähm .. ne! Im Gegenteil, es gibt mir Energie, Theater zu spielen!

Echt jetzt!

Oder am Freitag, wo ich so richtig stinksauer war aufgrund der Änderungen im Büro. Ich konnte mich überhaupt nimmer abregen. Und das seit Donnerstag, weil wir hatten das Ganze ja Donnerstag Vormittag „serviert“ bekommen.. Die Kollegen hatten teilweise Sorge, ob ich nen Herzinfarkt bekommen würde, weil ich anscheinend nen puderroten Kopf vor Wut hatte. Ich war wirklich stinksauer- und das über Stunden, bzw. zu dem Zeitpunkt sogar länger als ein Tag. Zwar nicht ununterbrochen, aber auf jeden Fall als Grundtendenz.

Abends hatte ich Interviewtermine für den Mikrozensus. Ich hatte noch kurz gedacht, ob ich dazu jetzt überhaupt fähig wäre.

Und WIE ich fähig war! Ich war auch hinterher regelrecht geheilt, also auf jeden Fall ausgeglichen. Ich bin nach den Interviews mit einem zufriedenen, glücklichen Lächeln nach Hause geschwebt. Na gut, eigentlich zum Einkaufen, aber egal..

Anscheinend bin ich beim Theater oder beim Mikrozensus in meinem Element. Es strengt nicht an, es macht mich glücklich, es ist leicht, es geht geschmeidig.

Und im Büro?

Es ist anstrengend, nervig, aufreibend und macht mich nur selten glücklich oder zufrieden. Klar, ich bekomme es hin – doch es kostet mich gefühlt viel Energie.

Ich scheine wirklich ein Pinguin in der Wüste zu sein im Büro..

Genauso bin ich komplett platt, wenn ich bei Mama war. Also das zapft mir regelrecht Energie ab! Ich erschöpft mich total.

Das ist dann weniger die Sache mit dem Pinguin, glaube ich – dasscheint nochmal was anderes zu sein.. Hab mal gehört, dass es so ne Art „Energievampire“ gibt. Ist Mama so einer für mich? Oder das ganze Pflegeheim? Es soll ja so richtige Orte geben, wo einem die Energie rauben..

Keine Ahnung.

Auf jeden Fall sollte ich mehr in meinem Element leben – und Energieräuber besser abschirmen.

.. ist doch n Plan, oder?

Tatsächlich hab ich mir dieses Mal mit meiner Liste beim Montagsstarter Mühe gegeben:

Ich hab bewusst fast nichts an neuen Aufgaben hinzugefügt.

Ist ja Blödsinn, wenn ich die Liste immer länger mache und jede Woche nichts weg bekomme davon.. Also dachte ich, ich entstresse die Liste mal dadurch etwas.

Okay – aber ist auch bescheuert, wenn ich Sachen bewusst nicht aufschreibe, die anstehen und wichtig sind.

Zum Beispiel die Kündigung von Mamas Wohnung. Hab ich aber gar nicht dran gedacht heute gestern Mittag. Dabei ist das ein sehr wichtiger Punkt im Moment. Aber gut – ist dann wahrscheinlich auch übermorgen Geschichte. ist ja jetzt Geschichte, da die Kündigung seit heute geschrieben und eingeworfen ist und Mamas Vermieter seit gestern Abend informiert. Sonst wäre ein Monat länger zu zahlen, was dann ja auch nicht sein muss..

Obwohl ich gerade eh nicht überschauen kann,wie das alles in den nächsten Monaten laufen soll.. Meine Schwester ist wegen zwei Operationen nicht einsetzbar für den Umzug – das bedeutet, dass alles an mir hängt. Das macht mir schon (gelinde gesagt) etwas Druck. Aber gut – nun ist es so und nun mache ich da Schritt für Schritt weiter. Der Zeitpunkt ist nicht ideal, doch das ist nicht zu ändern.

Auf jeden Fall ist Mama seit zwei Tagen wie ausgewechselt, wenn ich zu ihr komme. Das neue Zimmer im Pflegeheim tut ihr gut, sie ist entspannt und wirkt zufrieden. Gar nicht zu vergleichen mit der überforderten, unzufriedenen Mama der letzten Wochen und Monate. Und sie ist sehr einig, dass ihre Wohnung gekündigt wird. Ihr gefällt ihr Zimmer sehr gut und es ist schön, sie so in sich ruhend zu sehen.

Eigentlich hätte es genügt, wenn ich das Schreiben der Kündigung unterschrieben hätte. Ich bin bevollmächtigt. Doch es war mir wichtig, dass Mama das auch unterschreibt und es nicht hinter ihrem Rücken zu machen. Ich möchte nicht, dass sie das Gefühl hat, wir würden alles bestimmen ohne sie. Auch wenn sie es vielleicht wieder vergisst, dass sie es unterschrieben hat – ich finde es wichtig, es so gehandhabt zu haben. Auch wenn es etwas umständlicher ist.

Meine Schwester hat dafür nur halbwegs Verständnis. Sie versteht meine Beweggründe, hat jedoch Angst, dass ich mich zu sehr stresse, wenn ich alles so überkorrekt machen will.

Ja, ich bemerke immer mehr, dass ich einen ganz gewaltigen Perfektionismus lebe. Einen Perfektionismus und ein „andere mit einbeziehen“ oder so ähnlich.. Das ist tatsächlich stressig und aufwändig und ich muss schauen, dass es mir langfristig nicht komplett über den Kopf wächst.

Egal, ob Requisiten, Berichte, Flyer fürs Theater, Schreiben, Verträge sonstiges für die Arbeit oder einfach alles, was ich mache: Mir ist es wichtig, es gut und schön, ästhetisch und .. ja, halt perfekt und bestmöglich zu machen. Für mich zählt nicht der Einsatz, sondern das Ergebnis. Was schnell und schlappig zu machen, ist nicht mein Ding.

Ist das gut?

Keine Ahnung.

Doch es ist schon mal gut, wenn ich dieses Muster erkenne.. oder?

Hm.. und ich weiss nicht genau, wie ich den Spruch von Teresa von Avila finde, den ich letztlich gehört habe:

„Bete nicht um leichtere Last, sondern um einen stärkeren Rücken.“

.. also ist es alles nur Training, wie belastbar man ist?

In gewisser Weise vielleicht schon (sogar ganz sicher) – doch ich glaub, es gibt tatsächlich auch ein „zu viel“ an Last.

 

Hab heute eine interessante Anregung gelesen:

Wenn du dir mehr Erfolg und Erfüllung wünschst, hör auf zu jammern.

Jammern gleicht einem Energieleck in deinem Verstand. Es hat dich noch nie vorwärts gebracht oder eine Lösung präsentiert, immer nur Schuldige und Probleme.

Also werde ich jetzt eine Woche ohne Jammern verbringen 😀

Ich hab auch gleich noch eine passende Meditation zum „Jammer-STOP“ gefunden und angehört..

Hört sich gut an:

Ich entscheide über meine Gedanken, ich kann jederzeit aus dem Jammern aussteigen.

Ich tu es also einfach. Fertig.

Na denn mal los … positiv, konstruktiv und zufrieden 😀

 

Hab gerade einen Bericht gesehen, dass eine Amerikanerin 759 Millionen Dollar beim Lotto gewonnen hat..

759 Millionen … Haaammer!

Auch wenn das in Euro „nur noch“ ca. 644 Millionen wären, ist das immer noch: Waaaas?? Wiiieviel?!

Lassen wir mal außen vor, dass ich nichts gewinnen kann, weil ich nicht spiele:

Was würde ich mit so nem Gewinn tun?

Erst mal die Arbeitszeit reduzieren. Zumindest fürs Erste, bis ich weiß, was ich genau möchte. Ganz aufhören kann ich mir grad nicht vorstellen, einfach weil: Irgendwas muß man doch tun .. oder?

Interessanterweise kann ich mir auch grad nur schlecht vorstellen auf den Mikrozensus oder das Theater zu verzichten..

Definitiv gut vorstellen könnte ich mir, dass ich eine 24 Stunden Pflegerin für Mama einstelle. Damit sie in ihrer Wohnung bleiben kann, wenn sie das möchte. Vielleicht für die Pflegerin ein Zimmer oder eine Wohnung nebendran mieten? Irgendsowas… Weil in Mamas Wohnung bekommt man niemanden unter.

Meine eigene Wohnung – ja, also eigentlich mag ich es, da zu wohnen, wo ich bin. Doch irgendwas mit ein bißchen mehr Platz wäre schon schön. Und jemand, der mir beim Ausmisten hilft. Und vielleicht noch ne Wohnung irgendwo, wo es schön ist? Wo ist es denn schön?? Gomera! Oder / und irgendwo, wo man Wasser sieht! Nen großen See oder das Meer 😀

Mein Spanisch aufmöbeln wäre auch toll!

Und jemanden, der mit mir zum Sport geht. Regelmäßig. Oder ne Wohnung mit nem Fitnessbereich und natürlich nem Garten. Genau .. mehr Zeit für die Natur!

Vielleicht ne mehrwöchige Kur zum Abnehmen und so generell? Ans Meer zum Beispiel. Ostsee oder Nordsee sind im Sommer ja schon echt toll..

Und reisen.. Bangkok sehen, Neuseeland, nochmal nach Kalifornien – und nach Texas! Mit Schnüggel natürlich, der mag Steaks 😉

Vielleicht meinen völlig irren Kinderwunsch wenigstens mal probieren zu erfüllen?

Oder doch komplett hier weg und in die Schweiz zu Schnüggel? Oder ihn zu mir holen? Will er das?

….

Hm .. ich weiß gar nicht so richtig, was ich für Träume hab, stell ich grad fest.

Also zumindest reell erfüllbare.

Denn eigentlich wäre mein wichtigster Wunsch, dass ich 20 – 25 Jahre jünger wäre und ein Tag mehr Stunden hätte, damit ich mehr erleben kann.  Und dass ich das sichere Gefühl hätte, im Leben am richtigen Platz zu sein – und den Mut hätte, Träume zu haben und zu verfolgen. Sowas wie Familie und Freunde und Gesundheit gehört selbstverständlich zum Gesamtpaket dazu.

Doch bei dem allem hilft ne Million oder auch mehrere nur am Rande. Sie dreht höchstens an den Umständen ein bißchen rum..

 

So n Lottogewinn ist also auch nicht das Allheilmittel. Zumindest nicht für wahres Glück.

 

Da fällt mir auf, dass ich schon lange keinen Glücksfunken mehr im Blog hatte..

April 2018
M D M D F S S
« Mrz    
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30  

Bereits Geschriebenes..

Schubladendenken

Derzeitiger Lesestoff..

Advertisements