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Vorab möchte ich mich ganz herzlich für die lieben Kommentare unter meinem letzten Beitrag bedanken. Ich hab sie schon gleich nach dem Schreiben wahrgenommen und gelesen, bitte entschuldigt, dass ich nicht gleich drauf reagiert habe. Ich .. keine Ahnung. Ich hatte nicht die Kraft in dem Moment, obwohl Eure Worte mir doch so unendlich gut taten. Entschuldigt von dem her die Verzögerung. Es ist mir jedoch wichtig, dass ihr wisst, wie wichtig mir die Anteilnahme war und dass sie mich erreichte und mir Kraft gab.

Herzlichen Dank dafür.

Überhaupt tut jede Anteilnahme gut. Egal, ob es eine stille Umarmung war, eine Karte, die Teilnahme an Mamas Beerdigung oder ein Anruf, selbst der Besuch bei meiner Patentante und ihrer Tochter (also sozusagen Beileidsbesuche, die ich gemacht hab) oder eine Reaktion per WhatsApp – alles war mir eine Stütze, so viele schöne Zeichen, dass Menschen mit mir (und natürlich auch meiner Schwester und Schnüggel) fühlen und ihr Mitgefühl ausdrückten oder ihre Unterstützung anboten.

Das hat mich wirklich sehr gerührt. Und rührt mich noch immer.

Es  ist bezaubernd und wirkt tröstlich auf mich, zu erfahren, wo Mama überall ihre Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen hat.

Es gab so viele wirklich schöne Begegnungen und Worte. Beispielsweise der Betreiber unserer Eisdiele, der so betroffen war von Mamas Tod, dass er bat, wir sollen ihm sagen, wann die Beerdigung ist. Er hatte dann letztlich keine Zeit, selbst zu kommen, hat aber als „Vertretung“ jemand von seinem Team geschickt. Mich hat das sehr berührt.

Auch das Kommen meiner Freundinnen und einer Theaterkollegin. Besonders beeindruckte mich auch, dass manch ein Trauergast keine lange Anfahrt scheute. Ja, natürlich hab ich mit Schnüggel gerechnet. Er selbst sagte es auch schon, dass ihm das sehr wichtig ist, da zu sein. Und tatsächlich hat es ihn am Grab dann so sehr mitgenommen, dass ich beinahe mehr seine Stütze war, als er meine.

Weniger zu rechnen war mit dem Kommen des Partners meiner Schwester. Er ist bereits seit mehreren Jahren nicht mehr zu uns „in den Süden“ gekommen, weil ihm die Anreise zu lang und beschwerlich war. Als er zwei Tage vor der Beerdigung zu meiner Schwester sagte, dass er kommen würde, waren wir beide überrascht – und ich war sehr glücklich, dass er für meine Schwester da ist. Zu Papas Beerdigung konnte er damals nicht kommen.

Die größte Überraschung war die Anreise der Freundin meiner Schwester aus Kroatien. Tatsächlich war es ihr sehr wichtig zu kommen – und sie wollte eigentlich auch gleich wieder abreisen, doch ich bot ihr an, bei mir zu übernachten. Somit waren wir tatsächlich zu fünft bei mir in der Wohnung, was ein gewisses „Camping-Flair“ hatte, doch sehr schön war.

Wem ich keinen Übernachtungsplatz anbot, obwohl er auch fast 300 km Strecke hatte und ich mich auch sehr über seine Anreise freute, war mein früherer Verlobter. Ich fand es richtig und fair, ihm eine Karte zu schicken und über Mamas Tod zu informieren. Mama und er hatten immer ein gutes und enges Verhältnis. Er rief auch vorher nochmal an und fragte auch, ob es für mich okay sei, wenn er käme. Wie gesagt: Ich fand es richtig, dass er kam. Erst auf seine Nachfrage hin bemerkte ich, dass es mir mehr zu schaffen machte, als ich zuerst vermutet hatte. Ich ärgerte mich, dass sein Kommen so sehr auf meine Gefühle Einfluss nahm, dass ich Angst bekam, es könnte mir „die Beerdigung verderben“. Sprich: Mein Gefühlsleben zu sehr durch seine Anwesenheit abgelenkt sein, dass für mich nicht mehr der Abschied von Mama im Vordergrund stehen würde. Ich beschloss also für mich, dass ich eine Nacht drüber schlafen würde und ihm im Zweifelsfall dann am nächsten Tag anrufen würde und sagen, dass es für mich doch nicht okay wäre. Dass er zu einem anderen Zeitpunkt kommen solle und Abschied nehmen. Tatsächlich schlief ich in der Folgenacht sehr schlecht, fast könnte man sagen: Ich hatte Alpträume. Trotzdem wägte ich es für mich ab und beschloss: Doch, er soll kommen und Abschied nehmen dürfen. Ihm das Herkommen zu verweigern wäre nur eins gewesen: Meinem mangelnden Selbstvertrauen nachzugeben und meinen Lebensversagensängsten aus dem Weg zu gehen. Mein eigentliches Problem an seinem Kommen war, dass meine Verwandtschaft denken könnte, dass ich in meinem Leben versagt hätte, weil ich unverheiratet und kinderlos dastehe und er eine Familie hat und drei Kinder. Ihm wegen meiner eigenen Minderwertigkeitsgefühle zu sagen, er dürfe nicht kommen, fand ich unfair – abgesehen davon würden sie nicht davon weg gehen. Er ist nicht die Ursache, er ist nur der Trigger. Übrigens hat kein Mensch was gesagt, ich hab auch keine Ahnung, ob jemand was gedacht hat – und es war auch nicht übermächtig in meinen Gedanken. Im Gegenteil, ich hab mich sehr gefreut, dass er da war und teilgenommen hat – wir haben auch das ein oder andere gesprochen, er hat natürlich auch mit anderen gesprochen und ich finde es gut, dass ich mich dem „Angst-Gespenst“ gestellt habe. Es ist meine Angst. Er wäre nur zufällig gerade der Auslöser gewesen. Ihm einen Übernachtungsplatz anzubieten und noch den Abend mit zu meiner Familie einzuladen, wäre mir dann aber doch zu viel gewesen. Ich hoffe, das war okay so für ihn.

Ja, insgesamt kann ich nur sagen: Es war eine richtig schöne Beerdigung.

Es klingt etwas seltsam, sowas über eine Beerdigung zu schreiben, doch es war wirklich eine sehr schöne Feier.

Meine Schwester und ich hatten ziemlich viele Lieder ausgesucht gehabt – und auch recht „hoffnungsfrohe“ Lieder, was die Pfarrerin in ihrer Grabrede auch extra erwähnte, dass (leider) selten diese Lieder für eine Beerdigung ausgesucht würden. Doch sie passten einfach wunderbar zu meiner optimistischen Mama. Bei manchen Liedern konnte ich sie regelrecht mitsingen hören .. ganz besonders bei „Die güldne Sonne“. Und vielleicht mag „Geh aus mein Herz und suche Freud“  im ersten Augenblick seltsam anmuten für eine Trauerfeier – doch tatsächlich steckt so viel von Mamas Energie drin, dass es einfach nur passend war. „Großer Gott, wir loben dich“ war meiner Schwester ganz wichtig – und für mich „Ich steh an Deiner Krippen hier“. Auch wenn es ein Weihnachtslied ist, war es mein persönliches „möchte-ich-unbedingt“-Lied. Wir sangen dann auch nicht die erste Strophe, sondern diese

Ich lag in tiefster Todesnacht,
du warest meine Sonne,
die Sonne, die mir zugebracht
Licht, Leben, Freud und Wonne.
O Sonne, die das werte Licht
des Glaubens in mir zugericht’,
wie schön sind deine Strahlen!

.. und ehrlich gesagt, rührt mich diese Strophe zu Tränen.

Die Rede der Pfarrerin war so treffend und feinfühlig, ich bekam später von einigen Gästen gesagt, es war ein wirklich sehr schöner Gottesdienst.

Auch das anschließende gemeinsame Essen war schön – und als die Frau meines Cousins zum Abschied fragte, wie es mir denn gehen würde, weil doch das jetzt der schwerste Teil gewesen sei, konnte ich tatsächlich aus vollem Herzen antworten, dass mir die Feier und das gemeinsame Abschiednehmen richtig Kraft gegeben hatten und ich mich im Moment regelrecht energiegeladen fühlte.

So war es auch.

Wirklich war einiges nicht „üblich“ für eine Trauerfeier, doch einfach sehr stimmig für uns.

Beispielsweise hatten wir drei Kisten mit Dingen von Mama mit: Teddybären, selbst gestrickte Mützen, Schalen, Schmuck, Bücher, Tücher … das legten wir alles auf einem Tisch aus. Bei der Rede zum Essen sagten wir, dass meine Mutter stets jeden mit kleinen Geschenkchen bedacht hatte. Es war eine schmunzelnde Zustimmung im Raum, als ich sagte, dass sie schon früher bei Familienfeiern immer eine Freude daran hatte einen Beutel mit Geschenken mitzubringen und jeder durfte was ziehen. Somit wollten wir im Sinne unserer Mutter die Tradition heute fortführen und jeder könne schauen, ob er was auf dem Tisch findet, was ihm gefällt. Uns würde es freuen, wenn jeder was findet, was ihn freut und vielleicht sogar an Mama erinnert – und Mama hätte es auch gefreut. Wir bekamen auch viele Rückmeldungen, wie passend das gewesen war und manch einer erzählte, wie er beim Besuch bei Mama immer noch gefragt würde, ob er noch dies oder jenes wöllte.. Ja, so war sie.

Sehr schön und beruhigend ist es für mich, dass es möglich war, sie bei Opa, Oma und Papa beizusetzen. Da mein Opa bereits gestorben ist, als ich 3 Jahre alt war, ist dieses Grab für mich schon seit ich denken kann „unser“ Grab und gefühlsmäßig der (einzig) richtige Ort.

Tatsächlich ist noch für eine Erdbestattung Platz – und auch wenn meine Schwester nun wirklich nichts mehr von der Organisation von Beerdigungen wissen will, deutete ich ihr an, dass falls ich überraschend versterbe, gern auch dort beigesetzt werden würde.

Naja – ich hoffe auch, dass wir erst mal nichts mehr in diese Richtung machen müssen.  Es ist wirklich unfassbar viel Lauferei und vor allem waren es unglaublich viele Entscheidungen, die wir fällen mußten.

Und irgendwie kam immer wieder was anderes ums Eck, an was wir nicht gedacht hatten.

So fiel uns beispielsweise auf, dass bei einem Grab, welches meine Mutter immer betreut hatte (der Onkel und die Tante meines Vaters), ein Schild steckte, dass die Grabnutzung abgelaufen sei. Wir machten dann einen Termin bei der Friedhofsverwaltung – und tatsächlich: Seit Februar ist die Grabnutzung abgelaufen und wir mussten entscheiden, was geschehen soll. Ehrlich gesagt ist es ein komisches Gefühl, zu entscheiden, dass eine Grabstätte eingeebnet werden soll und ich hatte auch irgendwie ein schlechtes Gewissen. Doch andererseits sind dieser Onkel und diese Tante bereits vor meiner Geburt gestorben – und wäre es sinnvoll, noch 25 Jahre ihre Grabstätte zu erhalten? Mit dem Recht, dass wir auch dort unsere Urnen beisetzen dürften? … die allerdings wie gesagt, gefühlsmäßig an einer andere Stelle (das Grab meiner Eltern und Großeltern) gehören?

Ja – es waren tatsächlich seltsame Tage, die letzten eineinhalb Wochen, in denen ich mich so viel mit Gräbern, Särgen, Grabreden, Trauerkarten und Zimmer räumen beschäftigt habe. Irgendwie skurril und unwirklich.

… und mitten drin, als wir letzten Samstag alles zusammen saßen, kommen so „Gefühlsreflexe“ – ich dachte: „Sollten wir jetzt nicht langsam mal endlich auch zu Mama gehen, wenn wir schon alle hier beisammen sind?!“ .. bis mir einfiel, dass das ja gar nicht mehr geht.

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Was immer ich am Wochenende (und in der kommenden Woche) vor hatte, ist jetzt hinfällig.

Heute früh hat das Pflegeheim angerufen, dass Mama gestorben ist.

Ich laufe rum wie Falschgeld – das einzige, was ich bisher geschafft hab, war, meine Schwester und Schnüggel anzurufen … und den Leuten vom  Theater, dass ich nicht zum leer räumen komme. Und gerade dem Bestattungsunternehmen.

Ich pendle zwischen ziel- und sinnloser Betriebsamkeit – rumhocken und heulen – und einfach bloss einem innerlichen „Warten“. Vermutlich auf das Eintreffen von Schnüggel und meiner Schwester, die beide auf dem Weg hier her sind.

Und innerlich bin ich jetzt irgendwie ganz … taub? Tot? Gedämmt? … irgendsowas.

Ja, mich gibt es noch.

Die Datenschutzgeschichte ist ja ganz extrem mit meiner Urlaubszeit zusammengefallen, somit war es hier nun wochenlang einfach nur still. Ganz still. Ja, und umgestellt hab ich auch noch nichts. Muss ich noch. Doch ich schreib jetzt trotzdem mal ein kurzes Update.

Wie es mir so geht?

Durchwachsen.

Ich bin jetzt mit Heulen und Zähneklappern im neuen Dreierzimmer.

Was soll ich sagen?

=> Es ist ätzend!

Ich bin angepisst.

Und auch wenn ich schon die ein oder andere Verbesserung vorgenommen hab, ist es immer noch schlicht und einfach beschissen!

Heute bin ich allein, weil der Kollege krank ist und die Kollegin Heimarbeit hat – ich kann es mir also hier so einrichten, wie es mir am Besten tut. Die Tür ist offen, das Fenster ist offen – ich fühle mich dazugehörig, wenn an meinem Zimmer die Kollegen vorübergehen und ich was mitbekomme vom Leben vor der Tür. Das tut mir gut und bringt mich runter. Wenn ich meine Ruhe will, kann ich die Tür immer noch zu machen. Doch mir gefällt das so. Es kommt mal einer vorbei und ich kann ne allgemeine Auskunft geben, manchmal einfach nur ein „Hallo“ im Vorbeigehen eines Kollegen oder gerade wurde was angeliefert. Ich hab schon lange festgestellt, dass ich mit einer offenen Tür zufriedener bin. Ich fühle mich eingesperrt und ignoriert mit einer geschlossenen Tür. War schon im alten Zimmer so. Keiner will was von mir, keine Möglichkeit zu einem kurzen Kontakt – und ich bin überall abgeschnitten und ausgeschlossen von der Umwelt. Das zieht mich runter.

Natürlich ist das neu Zimmer allgemein etwas ungünstiger von der Lage her, das es offen ist, als mein altes Zimmer, welches etwas geschützter war. Das sehe ich schon ein. Aber lieber „ungeschützt“ die Türe offen, als zu.

Wie das auf die Dauer werden soll – keine Ahnung.

Die anderen finden eine offene Tür doof, ich jedoch muß bei der geschlossenen Tür oft einfach nur raus, um mich nicht eingesperrt zu fühlen. Dummerweise hat es dann auch keinen richtigen Sinn, raus zu gehen – denn dort hab ich nach kurzer Zeit das Gefühl, ich muß wieder zurück, weil ich ja was machen muss. Ich will ja nicht nur „rumtrödeln“, doch im Zimmer hab ich die ganze Zeit ein Fluchtbedürfnis und schaffe dann auch nichts.

Ziemlich Kacke – und ungesund, wie ich das Gefühl hab.

Immer, wenn ich in den Spiegel schaue, hab ich nen roten Kopf. Vermutlich hab ich nen viel zu hohen Blutdruck. Hab ihn nicht gemessen. Doch wie kann ich an der Situation was ändern?

Sind die Kollegen da, ist auch so eine Unruhe im Zimmer, dass an Konzentration auch nicht zu denken ist. Denn im Gegensatz zu der „Unruhe“ von draußen, die ich als „Leben“ empfinde, find ich ein dauerndes Getelefoniere im Raum als extrem störend. Zudem neigt die Kollegin dazu, dauernd ihre Arbeit mit einem durchsprechen zu wollen. Ich hab es auch mit Ohrstöpseln probiert, doch es macht mich auch andersrum wahnsinnig, so abgeschottet zu sein, wenn Leute mit im Raum sind.

Also alles im allem: Ein riesen Mist.

Und sonst?

.. hab ich ein schlechtes Gefühl, Mama gegenüber. Ich hab das Gefühl, sie zu vernachlässigen, nicht für sie da zu sein. Hab Angst, sie ist nicht gut genug versorgt und ich verpasse etwas, um die Situation für sie zu verbessern, doch hab auch nicht den Antrieb, sie jetzt zu allen Ärzten zu schleifen. Ihre permanenten Jammereien finde ich schwer zuzuordnen – und teilweise auch extrem schwer zu ertragen. Und das ich das so empfinde, macht mir noch mehr ein schlechtes Gewissen. Ich hab das Gefühl, lieblos zu sein. Und mich nicht genug einzusetzen.

Ansonsten das Übliche:

Überlastet fühlen, überfordert fühlen, einfach: zu viel. Zu viel Krempel, zu viel Gewicht, zu viel zum dran denken … hab jetzt neulich auch mal gelesen, dass dieses Gefühl auch ganz typisch für Depressionen ist. Diese Überforderung.

Also irgendwie ist alles Kacke.

 

… und eigentlich sollte ich hier ja gar nichts mehr schreiben, bevor ich nicht alles DSGVO-sicher gemacht hab.

Hab ich jetzt aber trotzdem 😦

Hätte ich rote Zöpfe und eine gestreifte Hose, müsste ich nur noch einen Helm mit Hörnern aufziehen und jeder würde mich für Obelix halten… oder Obelixa.

Tatsächlich hab ich in den vergangenen zehn Wochen zehn Kilogramm zugenommen. Die Neun vorne fühlt sich schon ne Weile ziemlich heimisch und das Gewicht steigt und steigt.

Gewichtsbericht 6 Monate 2018_05_23

Fühlen tu ich mich extrem unwohl. Nicht nur, dass ich so Dinge wie Treppen steigen eher nimmer so „mal eben nebenher“ mache und sogar immer wieder eher zu Rolltreppe und Fahrstuhl greife, sondern ich weiß auch nicht, was anziehen, weil die ganzen Hosen kneifen, die ich in der Kur gekauft hab.

Derzeit ziehe ich am liebsten eine viel zu große Jeans an, die locker sitzt und mich somit nicht dauernd daran erinnert, dass ich so viel mehr bin, als noch vor ein paar Wochen..

Da ich dieses Ding nur mit Gürtel tragen kann (wie gesagt: Sie ist ja zu groß) und ich den dann öfters hochziehen muß, hab ich dann echt so ein Obelixgefühl, wenn das so hoch überm Bauchnabel hängt (denn niedrig fühlt sich auch mies an) – der Obelix hat seinen Gürtel ja praktisch direkt unter den Achseln, auf jeden Fall aber über der fetten Wampe..

Bemerkt hab ich das ja schon länger und ich sage auch keinen Ton darüber, dass es irgendwie ja gar nicht sein kann, dass ich zunehme – denn ich hab abendliche Fressanfälle, die sich gewaschen haben. Natürlich auch Süßkram, doch nicht nur. Doch auch der schönste Joghurt ist halt (in fünf- oder sechsfacher Ausführung gegessen), irgendwie „zu viel“. Oder es könnte schon auch ein Brot weniger sein, ohne dass ich hungrig ins Bett gehen müsste. Oder auch zwei weniger..

Es ist also durchaus logisch, dass ich zunehme – und überaus traurig, dass ich so achtlos mit mir umgehe. Mich so gering schätze. Ich mir so wenig selbst wert bin.

Ich hab auch wirklich das Gefühl, dass ich die letzten Wochen wieder vermehrt mit der Depression kämpfe .. und leider, leider zeigt sich die bei mir nie mit Appetitlosigkeit, sondern immer mit viel Essen. Und ich schäme mich dafür. Für das Essen und für meine Gefühle, meine Antriebslosigkeit, meinen schwachen Willen .. einfach den „schwarzen Hund„.

Es macht mir auch Angst, dass meine Therapie nun vorüber ist. Also so gut wie vorüber ist. Eine Stunde hab ich noch Mitte Juli. Doch das ist ja nichts. WIe soll es dann in den kommenden Wochen weitergehen? Oder eher: Überhaupt weitergehen?? In den vergangenen Wochen ging es mir nicht gut – und vielleicht sind auch diese fehlenden Therapiestunden ein Faktor?

Ebenso verdächtige ich meinen anstehenden Geburtstag als „schlechte-Stimmungsfaktor“ und eben der Umzug im Büro sowie meine komplett überfrachtete Wohnung. Dass ich mich auch mit Mamas Gesundheitszustand überlastet fühle und dauernd ein schlechtes Gewissen habe, macht es nicht besser.

.. naja.

Um was soll es hier eigentlich gehen?!

 

Keine Ahnung … bin einfach fett und frustriert. Oder depressiv. Wahrscheinlich schon, wenn ich das hier über „versteckte Depression“ so lese.

Und ich hab halt wirklich immer das Gefühl, selbst schuld zu sein..

 

Ach Mann – alles doof! 😦

Gestern Abend (eher Nacht, es war um halb zehn) habe ich mit Mamas Vermieter spontan die Wohnungsübergabe vorgezogen. Nun brauch ich es nimmer am Donnerstag machen und hab es hinter mir – ich dachte, es wäre eine Erleichterung für mich und ich würde mich dementsprechend auch erleichtert fühlen.

Ich war allerdings nur frustriert. Oder besser: gedrückt.

Eigentlich lief alles gut – die Wohnung ist in einem guten bis sehr guten Zustand gewesen .. ja, sogar besser, als wir sie bekommen haben, um ehrlich zu sein.

Wir hatten größere Mängel sowohl von der Sauberkeit her als auch von nötigen Reparaturen (von denen es jetzt keine mehr gibt, damals aber schon) – doch egal. Es sei dem Nachmieter gegönnt.

Dafür hat er große Fehlstücke in der Auslegware. Dadurch, dass er die Möbel nicht übernimmt (die wir vom Vermieter übernommen hatten), sind unter Wohnwand im Wohnzimmer und Kleiderschrank im Schlafzimmer der alte Teppich raus gekommen. Das sieht (gelinde gesagt) beschissen aus, wenn unter dem beigen Teppich dann ein blauer raus kommt und ich glaube nicht, dass der Nachmieter die Stellen komplett zustellen kann mit neuen Möbeln, sondern, dass man das schon sehen wird. Also ich für meinen Teil hätte mich sehr geärgert, wenn ich die Wohnung so bekommen hätte mit einem unvollständigen Teppich. Aber gut – soll nicht mein Problem sein.

Mein Problem ist jedoch meine Wohnung und die Unmenge von Zeug, die noch zusätzlich untergebracht ist in ihr, im Keller und auf dem Dachboden. Eigentlich auf ZWEI Dachböden – ich hab nämlich dankenswerterweise die Zusage meiner Nachbarin bekommen, ihren Dachboden auch nutzen zu können und konnte nun viel Sachen von Mama dort unterstellen. Viel mehr Sachen, als eigentlich gedacht – ehrlich gesagt! Ich hatte ja vermutet, dass da nur ein paar Kisten mit Fotoalben, Dias und sowas drauf kommen, doch es wurde wirklich sehr viel mehr. Obwohl wir keine Möbel dort eingelagert haben – es ist also alles nur „Zeug“. Und das, obwohl wir kistenweise „Zeug“ schon aus der Wohnung geschafft haben und verschenkt. Nicht nur in der letzten Woche (mit Schwesterchen zusammen), sondern schon in den letzten WocheN (also seit Februar).

Naja – und ich warte auf den Erleichterungsseuzfer, der durch das Ende der Ära „Mamas Wohnung ausräumen“, ausgelöst wird.

Er kommt nicht!

Warum nicht?

Sollte ich mir nicht einfach mal Zeit nehmen zum Durchatmen und Genießen?!

Doch es stehen schon wieder die nächsten Projekte SChlange – nicht nur meine Wohnung, die nun entlastet werden sollte (denn so kann es echt nicht bleiben, doch es stecken auch hier noch STUNDEn von Arbeit drin .. darf gar nicht drüber nachdenken!), sondern auch die Anträge auf den Ämtern, die mir schwer auf der Seele lasten (schwerer, als sie es wohl sollten!) und so DInge wie die Begründung meines eigenen Widerspruchs des Steuerbescheides. Blöderweise drückt mich alles so sehr, dass ich mich gar nicht richtig konzentrieren kann – auch nicht auf die immer schwerer und mehr werdenden Aufgaben bei der Arbeit. Das macht mich auch völlig kirre.. Es geht nichts voran – und ich hab das Gefühl, ein kompletter Versager zu sein.

Ist meine Kur wirklich erst fünf Monate her?

Also auf den Alltag kann ich irgendwie die Entspannung nicht übertragen.

… fühle mich total, als ob ich nen Schaden hab und völlig unfähig bin.

😦

Jammerlappen-Barbarella. 😦

Vor etwas mehr als drei Wochen rief mich Pete’s Frau (die auch meine Freundin ist) an, meinte, dass Pete sich echt Sorgen um mich machen würde und sie boten mir ihre Hilfe an mit Mamas Wohnung.

Somit haben wir auf heute einen Termin ausgemacht. Ich war ehrlich gesagt total gerührt von dem Angebot und hab mich gefreut – gleichzeitig hatte ich fast etwas Angst vor dem Termin. Pete’s Frau ist nämlich sehr gut im Ausmisten. Ich nicht so – und ich hatte etwas Angst, dass mich das alles etwas überfordert und überfährt, besonders, da wir die Wohnung ja noch bis Ende April haben und ich somit noch Anfang März nicht soo die Dringlichkeit sehe, wirklich alles zu regeln und vor allem: Wegzuwerfen.

Wegwerfen ist eh ein Problem für mich.

Also weniger das Weggeben an jemanden – echt das Wegwerfen an sich.

Ich komme nicht damit klar, dass etwas meiner Sachen „Müll“ sein soll, wenn es nicht wirklich kaputt ist oder gammelig oder sonstwas..

Pete’s Frau (und auch Pete) haben damit weniger ein Problem – auch Schnüggel nicht. Für mich ist das schwer und geht gar nicht.

Somit war auch schon innerhalb kürzester Zeit die Situation so, dass die drei nicht richtig wußten, wie sie mir helfen sollten, weil ich nicht wirklich wußte, was weg soll .. also eigentlich am Liebsten nicht so viel – und erst Recht nicht, ohne dass ich die Genehmigung von Mama oder meiner Schwester hatte. Obwohl diese ja theoretisch gesagt hatten, ich könne alles weg tun – im Praktischen stellt es sich dann aber doch manchmal anders dar.

Nichtsdestotrotz fuhren Schnüggel und Pete dann mal doch Richtung Wertstoffhof und hatten ein halbes Auto voll mit Zeug: ein paar Kleider, einige Schuhe, etwas Bettwäsche, das Bügelbrett, der Toaster, ein altes Radio, der Mixer, Kerzenständer und anderes Zeug aus Metall und die gammeligen Tische vom Balkon (wovon ich den einen auf jeden Fall tatsächlich schon längst weggeworfen hätte). Also schon mal ein Erfolg. Doch ich wußte einfach nicht so recht, wie ich die anderen Dinge so reduzieren sollte..

.. bis die Leute aus eBay-Kleinanzeigen kamen, die gern den Kleiderschrank abholen wollten. Den hatte ich inseriert als „zu verschenken an Selbstabholer“. Ein voller Erfolg übrigens – es gab gleich mehrere Leute, die den wollten. Keine Ahnung, ob den jetzt der erste bekam, der sich gemeldet hat – auf jeden Fall hatte der Zeit, was klasse war, denn ich war ja eh in der Wohnung und mußte dann nicht extra mal hinfahren.. Da ich am Morgen schon ein frustrierendes Erlebnis hatte, bei dem jemand zwei Teppiche erst wollte und dann doch nicht, war ich glücklich, als die Leute gleich begannen, den Schrank zu zerlegen. Und in meiner Freude fragte ich sie gleich, ob sie nicht auch die Teppiche wollten (die ja noch da waren). Ja, wollten sie. Überhaupt konnten sie alle brauchen und somit wanderten auch gleich die zwei Service, die Pete’s Frau gerade für das Sozialkaufhaus zusammengepackt hatte, aus der Wohnung. Und die Stofftiere. Und Bettwäsche. Und Tassen aus der Küche. Und ein Besteck. Und ein Kochlöffel. Und Vasen. Und dann fragten sie auch noch, ob sie das Bett haben könnten. Ja super – dann ist das auch gleich weg und abgebaut! Herzlich gern! Darf es auch noch das Schränkchen im Badezimmer sein? Bitte schön! Und dann gab es noch Übertöpfe, Kerzenständer – einfach alles, was mir in die Finger kam – obendrauf..

…. und so fiel es mir sehr leicht, etwas weg zu geben, da ich wußte, das nimmt jemand mit, der es möchte und braucht. Hatte ich vorher noch gekrallt, als es darum ging, die Dinge auf den Müll zu werfen, konnten nun die Jungs gar nicht schnell genug das Zeug einpacken! Gut vier Kisten mit Sachen wanderten neben den beiden Teppichen, dem Badezimmerschränkchen und dem Bett noch zusätzlich aus der Wohnung – und dabei hatte ich ja nur gedacht, dass der Kleiderschrank abgeholt wird! Gut, dass die Leute mit einem Tramsporter angereist waren.

Die Wohnung ist nun also auch wieder um einiges leerer. Und ich hab ein gutes Gefühl dabei, während ich beim Wegwerfen KEIN gutes Gefühl hab, sondern das Gefühl, die Dinge zu missachten, die mir bzw. Mama jahrelang gute Arbeit geleistet haben und / oder Freude gemacht.

Pete’s Frau meinte, als wir den Termin ausgemacht haben, dass das Wegwerfen ja immer ein Ent-sorgen ist – wirklich im Sinne des Wortes. Das finde ich einen schönen Gedanken und tatsächlich sehr treffend. Ent-Sorgen ist gut. Sehr gut. Man ent-sorgt sich um die Dinge, für die man vorher Sorge getragen hat, die einem Sorgen machten oder um die man sich sorgen mußte.. Doch Wegwerfen ist für mich dann trotzdem ein Sorgenpunkt. Oder keine Möglichkeit, dass ich mich wirklich ent-sorgt im Sinne von erleichtert fühle. Ich fühle mich schäbig und es zieht meine Energie runter.

Die Dinge zu ent-sorgen, im Sinne von die Verantwortung dafür jemand anders übergeben, das dagegen kann ich gut verkraften.

Manch einer meint, dass ich damit das Problem nur verlagere.

Wenn ich genau hinschaue, mag das sein. Vielleicht hat es auch was von „Verantwortung abschieben auf andere“. Bin ja nicht so die Meisterin im Verantwortung tragen.

Interessante Erkenntnis.

Auf jeden Fall sind die Dinge weg.

Und für mich sind sie gefühlsmäßig wertgeschätzt – und nicht entrümpelt. Denn entrümpeln tut man ja nur Gerümpel – und so mag ich die Dinge, die mein Leben eine Strecke begleitet haben, nicht sehen.

.. ob die Leute sie nun tatsächlich nutzen oder selbst wegwerfen, liegt nicht mehr in meiner Hand. Und ist somit für mich okay.

.. hm – die „Verantwortungsthese“ von oben schimmert da schon etwas durch. Nun gut – nehm ich jetzt halt mal einfach so auf: Als interessante Erkenntnis (die ich vielleicht auch schon mal an anderer Stelle hatte, aber wieder vergessen hab). Ich kann es ja dann zukünftig nutzen und bewußt mit der Situation umgehen, wenn diese wieder eintritt (falls ich es nicht wieder vergesse) und das ist doch auch schon mal was!

Bin irgendwie überdreht. In meinem Kopf sind nicht einfach kleine Gedankenbläschen, sondern türmen sich regelrechte Wolkengebirge an Gedanken zusammen.

Es ist irgendwie schwierig, mein Inneres fährt Wilde Maus! Dass ich somit also eher innerlich unruhig bin und weniger ausgeglichen und vernünftig, gradlinig denkend (was auch immer das heißen soll), erklärt sich mit diesem Bild von selbst. Nur macht es nciht so einen mords Spaß, wie Wilde Maus fahren … ist eher manchmal wie ein Fahrgast, der panisch guckend hin und hergeschleudert wird und mit dem Übergeben kämpft. Bin unruhig und zitterig.

Ich fange schon einige Dinge an – doch es fällt mir schwer, dran zu bleiben. Natürlich komme ich trotzdem irgendwie voran, doch es ist irgendwie schwer. Und meistens ist nichts so wirklich ganz abgehakt. Oder es ist zwar was abgehakt – doch das war gefühlt nur ein Zwischenschritt, weil noch einiges an Aufgaben nachfolgt.

Eigentlich ist meine Aufgabenliste von Montag ja lächerlich wenig – bzw. stellt die rattenschwanzmäßigen Aufgaben manchmal nicht so richtig dar. Zum Beispiel: Mama muß umgemeldet werden. Also geh ich aufs Amt – mit ihrem Ausweis, meiner Vollmacht und meinem Ausweis und dann braucht man noch so ein komisches Formular, welches der Vermieter ausfüllen muss, eine Wohnungsgeberbescheinigung. Deswegen hab ich vorher im Wohnheim danach gefragt. Und da der Typ in der Verwaltung neu ist, kannte er das nicht – somit musste ich ihm auch erst mal das Formular zukommen lassen. Da Mamas Ausweis abgelaufen ist im November, hieß es dann, sie braucht auch nen neuen Ausweis. Auf meinen Hinweis, dass das ja überflüssig ist, weil sie nimmer  reist, wurde entgegnet, dass eine Ausweispflicht besteht. Doch davon gibt es eine Befreiung. Doch auch die muss man beantragen. Dafür brauche ich eine Bescheinigung vom Arzt und vom Heim. Also beim Arzt und beim Heim so was beantragen. Und nochmal aufs Amt, damit Mama von der Ausweispflicht befreit ist.

Somit war das Ummeldung und der Ausweis (bzw. nicht-mehr-Ausweis) eine Beschäftigung von mehreren Stellen und mehreren Tagen.

Und da ist noch kein Antrag gestellt gewesen für Wohngeld oder Sozialhilfe – doch diese Befreiung von der Ausweispflicht ist ein Steinchen des Mosaikbildes für diese Anträge.

Überhaupt ärgere ich mich, dass wir nicht früher geschaut haben wegen Mama und ihren Finanzen. Vermutlich würde sie seit Jahren Grundsicherung bekommen. Stattdessen haben wir Töchter sie unterstützt. Auch wieder ziemlich bescheuert. *seufz* … aber gut: Mama wollte halt auch nichts beantragen irgendwo und war stolz drauf, mit ihrem Geld zurecht zu kommen.

Naja – wie auch immer: Auf jeden Fall ist es irgendwie ein Berg an Zeug. Und allein der „Blattkram“ machte einem ja Kopfweh und beschäftigt einen genug. Dazu dann noch die wirklichen Dinge, also tatsächlichen Sachen, die neben ihrer einfachen Anwesenheit und somit dem sich bietenden Arbeitsaufwand auch einige emotionales Potential beinhalten. Ich hab für eBay Kleinanzeigen ein paar Möbel photographiert und auch die ein oder andere Rückmeldung erhalten. Ich muss gestehen, dass es meinem Seelenfrieden wirklich gut tut, dass jemand Mamas Eckbank mit Tisch und Stühlen möchte. Auf dieser Eckbank bin ich mein ganzes Leben gesessen und es hätte mir wirklich weh getan, sie im Wertstoffhof einfach in den Container zu werfen. Da hängen wirklich Gefühl dran bei mir und es freut mich, die Vorstellung zu haben, dass auch zukünftig fröhliche Familienfeiern um den ausgezogenen Tisch stattfinden und sich alltäglich eine Familie zum Essen darum schart.

So kann ich das besser gehen lassen.

Allgemein tut mir die Vorstellung, dass die Dinge nicht einfach auf dem Müll landen, sondern jemand sie nutzen kann, gut. Mit allen Dingen. Vielleicht geht es jedem Menschen so – vielleicht bin ich da aber auch ein besonders hartnäckiger Fall von „nicht loslassen können“.

Und ich merke, wie meine innere Überdrehtheit nachlässt, wenn ich dies hier schreibe. Hat sie beim ersten Abschnitt mit dem Berg an Zeug noch zugenommen, tritt nun beim Gedanken an das bekömmliche Entsorgen eine Ruhe ein. Es hat halt schon was von ent-sorgen im tatsächlichen Sinne des Wortes, wenn man seine Sachen reduziert.

 

 

Tja, also ich weiss nicht so genau – ich sagte zu Schnüggel, als wir von Mama gingen, das wäre der zweitschlimmste Heilig Abend gewesen, den ich je hatte. Schnüggel meinte dann nur, es war weniger schlimm, als er es angenommen hatte.. Naja – ich bin mir aber auch nicht so sicher, wie denn nun eigentlich die anderen furchtbaren Heilig Abende genau waren – also in welcher Reihenfolge die drei schlimmsten nun sind.

Auf jeden Fall war es ein eher unangenehmer Heilig Abend. Das steht fest.

Und ich fürchte, dass in der Zukunft eigentlich nur noch solche Heilig Abende auf mich warten – in unterschiedlichen Ausprägungen halt – doch schönes, familiäres Weihnachten ist wohl Geschichte für mich. Ausgestorben.

Tja, was war nun eigentlich?

Also Schnüggel kam gegen drei zu mir. Ich war irgendwie mal wieder zeitlich etwas unorientiert (wie so oft) und nahm gar nicht richtig wahr, dass es ja eigentlich praktisch gewesen wäre, gleich zu Mama zu gehen.. Und da ich noch schnell mal eben sein Geschenk verpacken wollte, empfing ich den armen, kranken Kerl mit „Ksch-ksch!“ aus dem Schlafzimmer.. Und der Ärmste hörte sich echt nicht gut an. Naja, und dann daddelte ich noch mit duschen und Bilder ins Smartphone hochladen rum. Damit ich Weihnachtsgrüße verschicken kann..

Zudem hatte ich (allem Aberglauben zum Trotz) die Waschmaschine angeworfen ohne zu realisieren, dass diese erst gegen halb sechs fertig sein würde – also ein völlig bekloppter Zeitpunkt, weil ich da in keinem Fall daheim sein würde. Hätte ich gleich das Eco-Programm nehmen können, das noch zwei Stunden mehr braucht..

Naja – irgendwann gegen halb fünf oder so rief ich dann bei Mama an und meinte, wir würden dann jetzt kommen – mit Würstchen und Kartoffelsalat und so halt.. Mama war völlig durch den Wind und meinte, sie wüsste von nichts und wäre den ganzen Tag schon komplett verwirrt und auf meine Frage, was denn los sei, meinte sie nur, wir sollten dann halt mal kommen „wenn wir das so wollten“. Okaaay – ist ja jetzt nicht so ungewöhnlich an Heilig Abend zusammen zu feiern, dachte ich.

Als wir mit Sack und Pack bei Mama ankamen, raunzte die erst mal rum. Die Schwestern hätten sie in eine Wohnung wie ihre verschleppt und um sie zu verwirren, hätten die dort auch noch das gleiche Geschirr gehabt wie bei ihr daheim. Und sie hätten gesagt, jetzt wäre ne Party bei ihr. Warum ihr keiner gesagt hätte, dass wir eine Party bei ihr machen! Und wer denn noch alles kommen würde?! Und sie hätte für sowas keine Kraft, aber wir sollen halt mal einfach machen und sie würde dann halt einfach ins Bett gehen. Später bekam ich mit, dass im Fernseher Bill Murray dauernd was von „Weihnachtsparty“ erzählte – vielleicht hatte sie es dort aufgeschnappt??

Na das sind ja schon mal tolle Voraussetzungen für einen angenehmen Heilig Abend – eine durchgedrehte Mutter. Nerv.

Ich konnte dann nicht anders, als mal kurz unter einem fadenscheinigen Vorwand aus der Wohnung zu fliehen. Ich ging „zum Briefkasten“ … also war mir auch klar, dass da nichts drin ist – und zudem hatte ich einen falschen Schlüssel mit (meinen Wohnungsschlüssel, der bei Mama am Brett hängt, am Rande bemerkt) und musste dann später klopfen, um überhaupt wieder in die Wohnung zu kommen.

Da Mama immer noch ziemlich motzig war und rummaulte, sie würde eh nichts essen, beschlossen Schnüggel und ich, wir könnten ja einfach Kaffee trinken. Damit war Mama dann auch einig. Also gab es Kaffee für alle, die Reste des kürzlich gebackenen Kuchens für Schnüggel und mich und Hefezopf für Mama. Und die Stimmung wurde friedlicher.

Da ich je eine Kleinigkeit für Mama und für Schnüggel hatte, plante ich noch eine Bescherung und üblicherweise wird bei uns eigentlich immer vor der Bescherung gesungen. Doch Mama war immer noch auf Widerstand gebürstet und somit spielten wir halt ein paar RUnden Mensch-ärgre-Dich-nicht. Ist ein bewährtes Mittel für gute Stimmung bei Mama. Somit spülte ich erst mal das Kaffeegeschirr und alles Geschirr, was sonst so über den Tag aufgelaufen war, bevor wir dann spielten. Das lief ganz gut. Und dann gab es halt ohne Singen Geschenke für Mama und Schnüggel. Schnüggel wirkte eh wirklich kränklich und somit wollte ich den Abend nicht ewig ausdehnen. Auch wenn Mama schon wieder jammerte, sie wüsste nicht, was sie tun solle. Und dass ja keiner da sei. Und die Schwestern gesagt hätten, sie würden heute nimmer kommen (nein, tun sie nicht nachts – die kommen nie nachts).

Wie auch immer – zumindest waren die Geschenke ein voller Erfolg. Schnüggel freute sich total über seinen lustigen Stiftehalter und Mama über ihr kleines Engelchen. Ich packte auch ein Geschenk aus: Ich hatte ein Paket von dem freundlichen Musikprofessor, den ich in der Kur kennengelernt hatte, geschickt bekommen. Ein Bild – das war klar … und was für ein schönes!! Ich bin total glücklich gewesen! Keine Ahnung, wo ich es aufhänge, aber es ist wirklich wunderschön!

Dann gab es noch nen Tee für alle – naja, ausser für Mama, die zwar nen Tee bekam, aber nicht getrunken hat. Dabei hätte ihr der Tee bestimmt gut getan, das war ein Schlaf- und Nerventee. Zumindest nahm sie die Wärmflasche an, die ich ihr machte, als sie über Schmerzen klagte. Und die hat wohl auch geholfen, zumindest ein bisschen gegen das Bauchweh. Im Anschluss klagte Mama jedoch über Rückenschmerzen, bei denen ich auch nicht helfen konnte. Eine Wärmflasche würde dafür nicht helfen.. Also gut..

Gegen neun gingen wir dann heim.

Daheim gab es dann die Würstchen und den Kartoffelsalat für mich. Der kranke Schnüggel hatte keinen Appetit.

Naja. Alles in allem ein etwas frustrierender Heilig Abend. Aber gut. Haben versucht, irgendwie das Beste draus zu machen..

Ich hoffe nur, das war nicht mein letzter Heilig Abend mit Mama. Naja – an meiner Wäsche kann es nicht liegen, hab ich beschlossen. Zum einen wird die Wilde Jagd nicht durch mein Badezimmer oder meinen Dachboden reiten und zum anderen hab ich keine grossen Wäschestücke, sondern nur Jeans, Oberteile und Socken. Nichts, was sich als Leichentuch für die Wilde Jagd eignet. Doch irritierenderweise hängen echt grosse Decken von den Nachbarn auf dem Dachboden rum… die Nachbarn sind wohl nicht abergläubisch. Naja, kommen die meisten auch aus anderen Kulturkreisen und kennen die Rauhnächte vermutlich gar nicht..

Wer hätte das gedacht? Heute hab ich es tatsächlich zum Frühsport geschafft! Sehr geil!

.. okay, hatte auch die erste Anwendung wieder gleich um 8:15 Uhr .. doch sind wir ehrlich: Das hat die letzten Tage auch oft mal gar nichts genutzt 😉

Naja.. leider war ich insgesamt ein wenig schlecht drauf. Das lag daran, das auf meinem Handy ein Anruf von Mama war. Um halb sechs morgens. Das kann ja mal wieder nichts Gutes bedeuten. Entdeckte das, als ich den Wecker des Handys abstellen wollte. Anrufen um kurz vor halb acht hat ja auch keinen Sinn, also hab ich mal meine Schwester über WhatsApp gefragt, ob sie was wüsste – und bin dann zum Sport..

Obwohl … ich hab es eigentlich ganz gut zur Seite schieben können, hatte ja bei meiner Schwester nachgefragt..

Nach meiner Anwendung wurde ich abgefangen: Ich soll bereits morgen mein Abschlussgespräch haben – naja, ist okay für mich. Doch ich war schon sehr an der Veränderung meiner Blutwerte interessiert. Also wurde eine spontane Blutabnahme eingefädelt – und das war dann mit Verschieben meines Termins gleich zu erledigen. Denn das sollte vor dem Frühstück sein. Also war dann erst mal „Stechstunde“ – Blutabnahme, Infusion .. und die Auswertung des oxidativen Stress durch die Freien Radikalen erfuhr ich sofort: 341! Das war bei Kurantritt bei 411. Also hat es sich doch um einiges verbessert. Okay – es ist immer noch ewig weit vom Normalwert entfernt (der liegt bei 220), doch die Richtung ist schon mal gut, wie ich finde.

Auf jeden Fall war ich beim Frühstück durch die Schieberei natürlich unendlich zu spät und allein im Saal. Aber ich hab was bekommen – das war ja das Wichtigste.

Hab ja jetzt nen schönen Fensterplatz und somit schaute ich raus , wo die Sonne ihr Bestes gab – ja, das ist ja super! Sonnenschein! Das gabs hier schon ne Weile nimmer zu sehen!

Dann beschloss ich, ich könnte ja mal ENDLICh die Karten schreiben, die auf meinem Zimmer bereit liegen – und vielleicht dem freundlichen Herrn schreiben. Und dann … RIESENüberraschung! Ich bekam einen Brief überreicht! Und zwar … vom freundlichen Herrn! WIe geil ist das denn? Ich überlege, ihm zu schreiben – und er schreibt mir! Na da wollte ich es mir doch im Gemeinschaftsraum gemütlich machen und Briefe lesen und schreiben..

Doch erst Mal tingelte ich noch ein bisschen durchs Internet. Also so war der Plan . doch das ist heute echt verheerend lahm hier .. Macht keinen Spass .. echt. Hab aber zumindest mal nen Blick auf mein Konto werfen können und ne Anfrage an die Bank geschickt.

Und das Schöne am Platz in der Lobby war, dass ich sah, wie meine Kur-Freundin die Treppe runter kam. Die ist heute ambulant für Anwendungen da gewesen. Haben uns also ein bisschen zusammengesetzt und geschwatzt, bis meine nächste Anwendung begann: Massage bei der etwas anstrengenden Therapeutin .. mit der ich übrigens inzwischen wirklich gut zurecht komme.

Die begann erst mal ne Viertelstunde zu spät – und war noch ne Viertelstunde zu lang (doch da beschwere ich mich nicht drüber *grins*) somit kam ich auch zum Mittagessen wieder gnadenlos zu spät und sass einsam und allein im Speiseraum. Mit superleckerem Essen: Lachs, Reis und Zucchini… Schlemm! Da hatte ich letzten Dienstag ja schon ein kleines bisschen neidisch auf den Teller meiner Kur-Freundin geschaut.

Tja – und dann hatte ich frei. Keine Anwendungen mehr. Ich verkroch mich also in mein Zimmer und beschloss, ich könnte ja raus gehen … in den Wald oder so … dort dann vielleicht lesen und schreiben und so…

Doch ich versackte bloss mal wieder im Phlegma. Bis meine Schwester mir antwortete, dass auch sie von Mama angerufen worden war.

Also raffte ich mich dann doch auf, Mama anzurufen. Sie war recht gut drauf. Ja, bestens! Sie hatte überraschend Besuch von ihrer Schwester bekommen. Ich find das ja total nett (schliesslich wohnt die um die 300 km weit weg) — doch Mama zickt sie immer ziemlich an. Ich glaub, sie fühlt sich ziemlich vom Schicksal benachteiligt ihr gegenüber. Vom Anruf am Morgen sprach sie gar nicht. Auf meine Nachfrage, war auch nicht richtig raus zu bekommen, was sie wollte.. Allerdings bekam ich die extrem schlechte Nachricht, dass mein am letzten Montag verschicktes Päckchen immer noch nicht angekommen ist. Nicht lustig! Über ne Woche!

Regt mich ja ziemlich auf das Ganze! Hätte ich es bloss nicht verschickt! Wenn es überhaupt ankommt, dann wohl auch nicht wirklich viel früher, als wenn ich es ihr selbst gegeben hätte..

Obwohl inzwischen bei weitem keine Sonne mehr draussen am Himmel war und schon die Dämmerung nahte, schaffte ich es endlich aus dem Haus. Doch statt in den Wald, strebte ich direkt das Postamt an: Jetzt wollte ich ja schon mal wissen, was da los war! Die Antwort war ziemlich frustrierend: Nö, können wir gar nichts machen … und überhaupt sei es noch viel zu früh.. Auch wenn das Päckchen normalerweise schon am Freitag hätte ankommen sollen.. Nachforschen geht also schon mal gar nicht. Nicht jetzt – und auch nicht später.

Sehr beruhigend! *Ironieversprüh*

Eigentlich wollte ich dann mal gleich wieder heim, doch, dann fiel mir ein Wellness-Studio ein, welches ich im Vorbeigehen mal gesehen hatte.. Vielleicht gab es da nen schönen Kosmetiktermin? Wäre doch auch mal was Tolles!

Beim Wellness-Studio gab es nur diverse Massagen. Also dafür brauch ich ja echt nicht dahin, das hab ich auch bei uns im Haus.. Ich beschloss, zum Thermalbad zu gehen, um zu gucken, was es dort so gibt. Mein Weg führte mich durch den Kurpark und an einem kleinen Weiher vorbei: Da gibt es viele unterschiedliche Enten – und manche sind so putzige Jungtiere. Schon grösser, doch immer noch so flaumig. Sehr niedlich. Besonders die eine, die fleissig tauchte, fand ich besonders herzerfrischend!

Im Thermalbad informierte ich mich ein bisschen in einem Prospekt – eigentlich hätte ich das auch daheim anschauen können, denn den hatte mir ja schon in der ersten Woche mein Mitpatient mitgebracht.

Egal. Inzwischen war es dunkel geworden, also nichts wie heim. Durfte zum Nachtessen auch nicht so wesentlich zu spät kommen da ich hinterher ja verabredet war mit meiner Kurfreundin..

.. doch so ein kleiner .. klitzekleiner Zwischenstopp in einem Schuhladen .. also das geht schon, fand ich. Auch wenn ich keinen Geldbeutel mit hatte. Völlig ohne Ziel eingetreten, mit zwei wunderschönen Paar reservierten Schuhe aus dem Laden gekommen… Zwei echt so wahnsinnig tolle Stiefel! Also ich hab irgendwie doch gar keine gescheiten Schuhe mehr .. oder? Also über den Kauf werde ich eh definitiv ne Nacht schlafen müssen, denn ganz billig sind die nicht, aber sooo schööön! Tatsächlich hatte der kleine Bummel den Schatten auf meiner Seele verscheucht. Mir ging es seelisch wesentlich besser.

Jetzt aber nichts wie ab zum Essen! Und endlich war ich mal nicht allein im Speisesaal! Und meine Blutprobe war auch schon ausgewertet! Das wurde mir gegeben – udn ich sah überall Normalwerte… Ist ja n Ding, echt!

Ich kaute grad an meinem zweitletzten Mayr-Brötchen, als meine Kurfreundin kam 🙂

Sie holte mich ab und dann gingen wir in ihr Fitness Center, bei dem sie mir eine Gästekarte organisiert hatte. Was ein tolles Fitness Center – echt! Ich hate mal vorsichtshalber auch Sportkleidung mitgebracht, obwohl wir ja eigentlich hauptsächlich die Sauna hatten besuchen wollen. Doch ein bisschen Crosstrainer kann doch ach nicht schaden, oder? Letztlich machte ich dann noch sechs Geräte, während meine Kurfreundin einen Trainingszirkel machte. Den konnte ich leider nicht machen, weil der elektrisch ging..

Danach tranken wir erst mal gemütlich einen Espresso und trollten uns anschliessend in den Saunabereich. Also bei meinem Fitnessstudio ist das ja ein finsteres Loch – doch da war das eine ganze Landschaft mit Fußbädern und ner Biosauna sowie einem tollen Außenbereich: EIne Sauna in einer Blockhütte und ein Pool. Wie cool! Nach der Biosauna gab es noch ein Fußbad – und obwohl es schon kurz vor Schluss war, schauten wir noch in die Blockhüttensauna. Es brannte zwar kein Licht mehr drin, doch warm war sie allemal, also setzten wir uns einfach ans Fenster. Mich hätten übrigens allein keine zehn Pferde in einen finsteren Raum bekommen – doch mit meiner Kurfreundin zusammen ging es echt gut, mit der Zeit fand ich es sogar gar nimmer soo dunkel, denn es fiel ja auch List durch das Fenster..

Also das war echt ein toller Abend gewesen! Hat echt jede Menge Spass gemacht, mal so unbeschwert und locker zu tratschen und zusammen zu hocken und Sport und Sauna zu geniessen. Und ich hoffe zudem, dass es mir zusätzlich den Weg ebnet, dass ich daheim auch wieder ins Fitness Center gehen werde.

Gestern also hat meine Schwester gemeinsam mit Mama ihre Diagnose mitgeteilt bekommen. Es ist tatsächlich Myasthenia gravis… Keine Ahnung, woher das kommt, doch es ist eine Autoimmunerkrankung und nicht heilbar, doch immerhin gibt es Medikamente, die helfen. Oder lindern.. was weiß ich.

Auf jeden Fall ist feste Nahrung damit für Mama Vergangenheit, es muß nun alles püriert werden, da sie sich an jedem kleinen Bröckchen verschlucken könnte und da der Schluckreflex gestört ist, kann sie daran ersticken. Nicht mal Joghurt mit Früchten drin sei erlaubt. Noch stranger finde ich, dass es auch nicht ZU flüssig sein darf … sonst kommt es zur Nase wieder raus. Sprich: Wasser muß nun eingedickt werden. Also alles in allem, wieder jede Menge Neuigkeiten zu beachten und vor allem Dinge, die Mama wahrscheinlich überfordern werden.

Und ehrlich gesagt, würden die auch mich überfordern!

Seit Samstag haben wir den Bescheid, dass unser Widerspruch erfolgreich war und Mama nun Pflegegrad 3 hat. Das war natürlich VOR Kenntnis dieser neuen Erkrankung – aber vermutlich würde da trotzdem nichts anders eingestuft werden.

Es war schon kritisch genug, ob Mama daheim bleiben kann und wir die Pflege so geregelt bekommen – mit der neuen Situation ist natürlich nochmal ein heftiger Brocken obendrauf gekommen. Und dieser Brocken verursacht glaub nicht nur Mama Probleme beim Schlucken.

Ich selbst hab auch schon ein Engegefühl im Hals. Mir knistert und brennt es im Mund, meine Zunge fühlt sich manchmal wie lahm an und eben die se Enge im Hals. In der Nacht hab ich manchmal Angst, nicht mehr richtig atmen zu können. Wahrscheinlich spinne ich – doch ich hab tatsächlich Panik, dass ich auch irgendsoein Schluckproblem und Zungenerlahmungsdingens hab. es ist wohl besser, zu hoffen, ich spinne und es ist alles psychosomatisch. Doch genau überlegt, hatte ich diese Beschwerden schon früher – nur hab ich sie anders eingeordnet. Dachte, das Brennen im Mundraum und das manchmal etwas Wundfühlen der Zunge kommt vom nächtlichen Pressen der Zunge gegen den Gaumen.. Und ich hatte Zeiten, in denen ich mir regelmäßig blöd hinten auf die Zunge gebissen hab. Dachte, meine Zähne haben irgendwie nen blöden Biss. Auch das Engegefühl im Hals, als ob mir einer ein dünnes Band unterm Kinn nach hinten zieht, kenn ich schon längere Zeit. Das war schon früher nicht toll – doch unter den derzeitigen Bedingungen und Erkenntnissen mit Mamas Erkrankung macht mir das echt Panik.

Alles Scheiße .. wie soll das weiter gehen?

Komisch – plötzlich erscheint mir die Vergesslichkeit von Mama nur noch als ein untergeordnetes Problem. Wie sich die Dinge doch ändern…

Oktober 2018
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