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Also ein bißchen macht mir die Umstellung hier im Büro schon zu schaffen.

Gestern früh war mir schlecht und ich hatte Bauchweh. Heute Nacht bin ich um vier aufgewacht, bin dann ins Bett (dummerweise bin ich auf der Couch eingeschlafen) .. und konnte nimmer schlafen. Erst so zehn Minuten bevor der Wecker klingelte bin ich langsam weg gesackt .. GANZ toll! DA hätte ich dann super schlafen können, als es draußen schon wieder hell war!

Meine neue Chefin ist wirklich sehr nett – trotzdem hatte ich vor dem Gespräch heute mit ihr Bammel. Wie komm ich rüber, bin ich zu unsicher, sag ich was Doofes … wirke ich inkompetent?

In der Nacht kam dann also meine ganze Unruhe voll raus und äußerte sich in Schlaflosigkeit.

Am Tag jetzt jedoch, da geht es einigermaßen.

Das Gespräch war übrigens auch sehr angenehm. Doch ob ich wirklich alles gesagt hab .. hm .. das fällt mir wohl erst wieder im Nachhinein auf.

.. ein paar Punkte hab ich schon bemerkt.

Irgendwie geht mir das dauernde Auf und Ab auf den Sack…

Dauernd wird irgendwo wieder ne Bremse rein gehauen!

Gerade wollte ich ne Überweisung machen ins Ausland .. mööööb! Geht nicht! Muß ich mich erst für freischalten lassen. Geht aber frühestens morgen.

*knirsch*

Wäre ja auch zu einfach schön gewesen, wenn ich einfach mal irgendwas erledigen könnte, dass es dann auch einfach erledigt IST – und nicht noch nen riesigen Rattenschwanz hinter sich her zieht.

Also irgendwie kommt nichts, nichts, nichts bei mir vom Tisch!

Im Büro wird es immer nur noch mehr und wenn ich was erledigen will, dann kann ich sicher sein, dass iiiirgendetwas fehlt oder ne bescheuerte Nachfrage kommt, die wieder irgendwas auslöst und ich es deswegen DOCH nicht fertig bekomme..

*grrrrr*

Oder die Dinge sind einfach von der Sache her so, dass sie in der Luft hängen. Wie jetzt auch mit der Pflege von Mama. Gut, wir haben den Termin beim MDK und inzwischen hab ich noch einen ambulanten Pflegedienst organisiert. Also einen Termin mit dem ambulanten Pflegedienst. Doch dann brauchen wir noch einen Verordnungsschein für die häusliche Krankenpflege zur Medikamentengabe vom Hausarzt, damit die Medikamentengabe von der Krankenkasse übernommen wird. Wäre ja jetzt viel zu einfach, das direkt beim Hausarzt zu bestellen – nein! Wenn das HEUTE bestellt wird, aber erst ab 21. April erfolgen soll, dann würde das ja komisch kommen… also soll ich das später machen. Wieder was, was irgendwie erledigt ist, doch trotzdem nicht erledigt ist, weil es noch was nachzieht.

Oder, dass mir der Laptop für die Mikrozensusinterviews einfach nicht zurück gegeben wird. Er ist in Reparatur und ich sollte den jetzt mal langsam haben für die Interviews! Wenn ich die scheiß Interviews jetzt mit den Formularen machen soll, brauch ich zum einen doppelt so lang und zum anderen können da Fehler entstehen. Das nervt mich unendlich!

Warum ist alles so kompliziert?!

Und selbst Dinge, die doch eigentlich einfach sind, werden verkompliziert!

Ich mag nimmer! 😦

Na gut – manches klappt doch.

Zum Beispiel hat mir die Bücherei ein Buch verlängert, obwohl es eigentlich nimmer ging. Ne Woche drauf nutzt mir schon was. Ist übrigens Die Fettlöserin .. das wollte ich jetzt schon auch mal lesen, wo es doch von so vielen mit Fettlogik überwinden verglichen wird.

Und dass meine Schwester den Termin mit dem MDK ausgemacht hat – und ich mit dem Pflegedienst.

Und dann hab ich noch vom Juristen was ohne Änderungen zurück bekommen .. YEAH! Mir wurde dann auch umgehend der Vertrag gebunden und ich hab ihn sofort zur Unterschrift weiter gegeben. Das ist schon auch toll .. denn diese Vereinbarung dümpelte gefühlt seit 2014 in unterschiedlichen Varianten rum.. Und nun kommt er (unglaublich!) doch mal vom Tisch!

Naja – nur hatte ich leider auch ein unerfreuliches Gespräch heute. Ich mag es nicht, wenn die Leute unzufrieden sind und dann Forderungen stellen, von denen ich weiß, dass ich sie nicht durchsetzen kann. Ich wüßte nicht, wie ich das hinbekommen soll.. Auch wenn ich ihr Anliegen verstehe. Und ich die Leute an sich auch mag..

Andersrum hat mich heute eine Kollegin abgeschirmt in einer Besprechung. Sie meinte, ich brauche da nur hinkommen, wenn Bedarf ist und ich solle einfach nur auf Abruf sein. Ich wurde aber nicht von ihr abgerufen. Und damit wurde mir ein weiteres unangenehmes Gespräch erspart. Dafür bin ich ihr echt sehr dankbar. Mit dieser Kollegin arbeite ich eh sehr gern zusammen 😀

Mit meiner anderen Kollegin auch – die hat mich mit Schokolade gefüttert, als ich frustriert zu ihr bin. Dafür hab ich ihr auch beim Formulieren eines Plakates geholfen und vorher beim Verrücken eines Schrankes..

Und ich hab endlich ne Terminabfrage für ein anderes Gespräch, vor dem ich etwas Bammel hab, raus geschickt. Nun liegt es zumindest nimmer an mir *grins*

Außerdem hatte ich ne echt tolle Mittagspause mit meinem Kollegen. Wir waren lecker essen!

.. einziger Nachteil: Ich hab hinterher ne Gräte im Hals stecken gehabt. Übrigens kitzelt die immer noch leicht da hinten – hoffentlich löst die sich bald! 😦

Ja, ja .. die Gräten des Lebens, die einem so im Hals stecken bleiben.

Und trotzdem so im Resümee ist der Tag durchaus nicht NUR blöd, sondern auch mit einigem Schönen und erfolgreich Absolviertem durchzogen… Und genau betrachtet, war der Tag auch echt nicht langweilig, sondern war schon einiges geboten..

.. und ich bin heute ja ECHT mitteilungsbedürftig! Schon mein dritter Eintrag .. und der Tag hat ja noch vier Stunden – wer weiß, was ich noch alles schreibe 😉

.. hat Schnüggel am Wochenende in meinen Gürtel gezwickt! 😀

Okay – das Loch kommt nur zum Tragen mit den etwas enger sitzenden Hosen, doch egal. Eigentlich stehe ich realistisch zwischen dem letzter Woche von meinem Kollegen und dem am Sonntag von Schnüggel hergestellten Loch.

87,1 kg hab ich heute. Und das finde ich toll! Ja, es ist ein bißchen mehr, als direkt nach dem Fasten, doch dass da natürlich auch der Darm komplett leer war und so, muß man ja schließlich auch bedenken. Ich hab gestern schön auf das Sättigungsgefühl geachtet und somit morgens tatsächlich noch die letzten vier Löffel meines Porridge abgedeckt in den Kühlschrank gestellt und dann am Abend gegessen, als ich nochmal Hunger bekam. Bin echt stolz! Okay – dass ich gut 200 g Rosinen dazu gegessen hab, weil ich so auf das Süße scharf war, war dann nimmer so der Bringer.. Doch besser Rosinen-Yunkie als Schokolade! *hüstel* .. sag ich mal so.

Ansonsten hat sich irgendwie am Wochenende eins ans andere gereiht. Zum großartig Luft holen kam ich nicht. Zweimal waren wir bei Mama … dazwischen Wäsche waschen, bügeln und zu Mama bringen und Theater und dann waren wir Samstag Nachmittag noch bei einer Veranstaltung von Ringana. Mir geht’s ja weniger um die Kosmetik als das Ergänzungszeug.. Im Briefkasten von Mama war dann auch Post zum Erledigen: Ein Schrieb der Krankenkasse und ne Rechnung vom Krankenhaus. Ja, klar .. nur Kleinkram. Trotzdem: Bei dem Schrieb war ein Fragebogen zum „Unfallhergang“ dabei .. da wir aber absolut keine Ahnung haben, was eigentlich los war und auch Mama nichts weiß, gab es eben auch noch ein längeres Telefonat mit meiner Schwester, in dem wir versuchten, nachzuvollziehen, was überhaupt passiert sein könnte. Ich hab den Fragebogen halt jetzt mal ausgefüllt, so gut es ging und zurückgeschickt – mit dem Hinweis, man könne mich ja kontaktieren. Mama damit zu belangen, wäre nicht besonders gut. Da kommt eh nur raus, dass sie sich aufregt. Und dann eben noch die Überweisung ausfüllen und von Mama unterschreiben lassen und dann bei der Bank einwerfen. Klingt ja auch alles schnell gemacht – ist ja aber doch ein Hin- und Hergefahre und zudem muß man halt auch einfach dran denken..

Für meine Dinge hatte ich überhaupt keine Zeit dieses Wochenende.. sprich: Ich sollte unbedingt für die Steuer meinen Einspruch begründen und dafür die Unterlagen zusammensuchen und auch unbedingt meinen Mikrozensus mal fertig machen, damit ich die letzten Interviews übertragen kann. Morgen stehen nämlich schon die nächsten wieder an..

Dafür bin ich jetzt wieder hübsch – die Haare sind neu gefärbt 😀

Da unklar ist, ob Schnüggel nächstes Wochenende kommt und er mein Färbemeister ist, war das dieses Wochenende noch dringend zu erledigen.

Und irgendwie reiht sich halt eine Sache an die nächste und das wenigste ist dann einfach erledigt, sondern zieht oft noch irgendwas nach..

Beispielsweise hab ich letzte Woche einen Sitzring für Mama gekauft. Im Sanitärhaus fragten sie nach einem Rezept dafür. Hatte ich natürlich keins. War ja meine Idee gewesen, das zu kaufen (also eigentlich meiner Schwester ihre – aber egal..). Also nahm ich den Ring mal mit und die freundliche Verkäuferin meinte, wenn ich ein Rezept in den nächsten zwei Wochen nachliefere, könnten wir das noch verkuddeln. Nachdem ich bei den Ärzten nicht durchkam, drückte ich meiner Schwester aufs Auge, sich darum zu kümmern. Bei Ärzten anrufen kann man auch von Bremen aus! Und schließlich meinte sie, ich soll ihr sagen, wenn sie was machen kann. Also hatte ich am nächsten Tag (das war Freitag) die Rückmeldung von ihr, dass das Rezept ans Pflegeheim geht. Ja, und seit gestern halte ich es in den Händen 😀 Also muß ich heute in der Mittagspause mal zum Sanitärhaus gehen und dort das verkuddeln. Und dann ist das hoffentlich das Thema „Sitzring“ abgeschlossen. Doch insgesamt ist halt alles immer so ein hin und her. Es war ja auch am Freitag dann ne Hektik, noch vor dem Theater bei Mama vorbei zu fahren, um ihr das Ding möglichst schnell zu bringen. Ich wollte das ja auch nicht tagelang bei mir liegen haben, während sie leidet!

Manchmal hab ich schon ein bisschen das Gefühl, nur noch durch die Gegend gescheucht zu werden. Von einer aufflammenden Brandstelle zur anderen zu flitzen und dort den Brand wieder zu löschen, während im Hintergrund drei neue Feuerherde hochflammen..

Eigentlich sollte ich mich um die Medikamentation von Mama kümmern .. doch das macht mir schon auch etwas Angst, das Thema. Und ich finde ihren Hausarzt auch nicht besonders fähig.. Doch je länger ich mich drücke, umso länger muß Mama vielleicht unter falschen Medikamenten leiden.

.. und das ist alles im Moment nur der „private“ Sektor, von dem ich schreibe.. Im Büro ist auch Hektik hoch zehn.

Einerseits belebt es mich ja, wenn was los ist – nur ist langsam ein ganz kleines bisschen ZU viel los!

Turbulente Woche!

Was ich komplett gesteckt hab, nachdem ich drei Tage lang den Müll als Gedankenstütze auf meinem Tisch gehortet hab, um irgendwann mal „nachzutragen“, ist das Kalorien aufschreiben. Es ist immer mehr im Laufe der Woche verebbt. Mein Gewicht steigt zwar sanft an – doch insgesamt überraschend wenig, im Vergleich zu manch anderem Mal, wenn ich wohl mehr im Limit geblieben bin. Vielleicht ist Stress halt doch ein spezieller „Zusatzmotor“ der mehr verbrennt, als nur den Normalverbrauch. Vielleicht ist das aber auch nur eine Fettlogik von mir. Auch egal.

Insgesamt find ich, hab ich noch erstaunlich gut die Übersicht und bin recht stabil. Seelisch stabil. Kenn ich auch ganz anders von mir.. Zumindest gab es da auch schon andere Zeiten. Und an heutigen Massstäben gemessen, war damals nicht so viel Belastung da.

Montag begann es auf der Arbeit gleich mal mit einem Termin mit dem Juristen. Und dann war ich noch beschäftigt, Termine beim Arzt abzusagen für Mama, zu organisieren, dass Daten ihrer CT-Untersuchung ins Krankenhaus kamen und lauter so Zeug. Ich sass bis spät nachts im Büro – und den Sport liess ich an dem Tag ausfallen, weil ich einfach zu platt war und nimmer aus der Wohnung kam. Deswegen hab ich auch mit schlechtem Gewissen verzichtet, noch zu Mama zu fahren.. Toll war auf jeden Fall der Kuchen meiner Kollegin – ein echtes Highlight! 😀

Dienstag hatte ich abends Termine beim Mirkozensus. Ich kannte den Bezirk nicht und legte es als schlechtes Zeichen aus, dass sich keiner gemeldet hatte. Normal ist immer ca. 1/3 bis 1/4 Terminänderungen und / oder Selbstausfüllerwünsche. Ich befürchtete, vor vielen verschlossenen Türen zu stehen. Nur einen Anruf bekam ich: Ein Haushalt würde also ausfallen, weil die Wohnung leer stand. Doch es lief unglaublich gut! Ich hab ALLE Interviews führen können – was nahezu einem Sechser im Lotto entspricht, einen Bezirk an einem Tag wie geplant zu schaffen! Unterm Tag hatte ich mit dem Sozialdienst des Krankenhauses telefoniert, nachdem ich gestern ersten Mailkontakt aufgenommen hatte – der konnte nur auf Anforderung eines Stationarztes tätig werden. Also rief ich auf Station an – doch einen Rückruf vom Stationsarzt hab ich nicht erhalten an dem Tag. Als ich am Abend bei Mama anrief, bekam ich einen Schock, weil sie so wilde Geschichten erzählte. Ich war mir sicher: Jetzt hat die Demenz voll zugeschlagen – alles ist aus, ich hab einen riesigen Fehler gemacht, sie aus ihrer gewohnten Umgebung raus zu holen und ins Krankenhaus zu bringen! Der Abend war mit Telefonaten mit meiner Schwester und Schnüggel gefüllt und an Sport nicht zu denken.

Mittwoch dann endlich der Rückruf vom Arzt. Sie hatten vorher keine Diagnose gehabt und somit wollte er erst jetzt zurückrufen, wo er weiteres weiss. Mama hat einen Riss im Kreuzbein, daher die Schmerzen. Ich hatte inzwischen von anderer Seite den Tipp bekommen, dass die Schmerzmittel für Mamas wilde Geschichten und kompletten Realitätsverlust verantwortlich sein könnten, als Nebenwirkung sozusagen. Der Arzt meinte, sie hätten Mama bereits vom Tropf genommen. Ich regte an, das sie Mama aus Entgiftungsgründen eine Kochsalzlösung geben könnten – den Tipp hatte ich auch bekommen. Der Sozialdienst war inzwischen vom Arzt angefordert worden. Doch irgendwie verpassten uns die Dame und ich den ganzen Tag. Auf der Arbeit war übrigens Frauentag und dazu Veranstaltungen … doch für das Gekasper hatte ich definitiv weder Zeit noch Nerv. Ich brauch mir nicht irgendwelche Vorträge über Ungerechtigkeiten, Zeitprobleme durch Doppelbelastung bei Frauen oder Trallala anhören, wenn mir eh schon so nicht genug Zeit bleibt, alles mit der Arbeit und dem PRivaten auf die Reihe zu bekommen.. Gut daran war, dass meiN Kollege aus dem Zimmer war und ich ungestört mit dem Arzt telefonieren konnte. Abends war ich ehrenamtlich engagiert bei einer Sitzung dabei. Ich muss auch gestehen, dass ich mich nicht ins Krankenhaus traute, nachdem ich Mama wieder am Telefon total verwirrt erlebt hatte. Sie hatte auf die Frage, ob meine Freundin (die in diesem Krankenhaus arbeitet) schon mal bei ihr reingeschaut hat, gesagt, dass sie die nicht kennt. Und sie kennt sie seit über 30 Jahren! Auch ihre Verabschiedung „und schönen Gruss an alle“ liess darauf schliessen, dass sie eigentlich gar nicht wusste, wer da gerade mit ihr telefonierte. Denn normal richtet Mama keine pauschalen Grüsse „an die anderen“ aus, sondern an Schnüggel. Der Abend war eh schon zu mit der Sitzung – udn auch an diesem Tag somit nicht an Sport zu denken. Somit wurde es schlicht ein weiterer Abend, bei dem ich erschöpft auf der Couch einschlief (wie so oft in den letzten Tagen, ja fast Wochen).

Donnerstag fing der Tag früh an, da ich zur Massage ging vor der Arbeit. Meine Physiotherapeutin brachte übrigens zum ersten Mal das Wort „Halluzination“ für Mamas Zustand ins Spiel. Das fand ich sehr beruhigend, da es nicht nach einem kompletten unwiederbringlichen Abrutsch in die Demenz klang, sondern irgendwie vorübergehend. Vielleicht war mit der Kochsalzlösung wirklich was zu retten… Auf der Arbeit ploppte ein Problem, dass ich eigentlich für abgeschlossen gehalten hatte wieder hoch. Ist ja auch super, wenn da wieder so Leichen hochkommen, weil ich sonst grad nichts zu tun hab auf der Arbeit und auch derzeit dort überhaupt kein Druck ist *ironie*… Inzwischen rückten auch zwei Arzttermine am Montag näher, die ich absagen musste. Zwar hatte der Arzt gestern angedroht, Mama am Freitag zu entlassen – doch ich hoffte, dass das nicht so käme. Wo sollte sie denn hin?? Daheim konnte sie so nicht sein – selbst mit zwei oder dreimal Besuch vom Ambulanten Sozialdienst nicht! Den einen Termin abzusagen stellte sich als wahre Kunst heraus, da er vom Arzt als Überweisung ausgemacht worden war und die Dame an der anderen Leitung nichts vom Termin wusste. Somit musste ich dann wieder rumtelefonieren, um überhaupt raus zu finden, wo der Arzt angerufen hatte und lauter so Drama. Wäre ja heiter gewesen, wenn wir zu dem Termin hin wären – und keiner hätte was davon gewusst. Auf Arbeit war der Vormittag mit einer Besprechung voll und anschliessend eine Veranstaltung, bei der zu einer Einführung eines neuen Systems ein Vortrag gehalten wurde. Das ist auch alles sehr nervig.. Ich fühle mich extrem ausgeliefert und entmündigt bei diesem Verfahren. EIne wirkliche Unverschämtheit! Am Abend hatte ich mit meiner Freundin den zweiten Teil eines Mosaikkurses. Das war ECHT schön 😀 Ich hab an den beiden Abenden ein superhübsches Mosaikkerzenhalterchen produziert, was mir echt Freude macht. Auch wenn ich Teile des Abends etwas gefrustet war wegen der Situation mit Mama, tat es mir glaub schon gut, den Abend so beizubehalten und die Aktion nicht zu verschieben. Mit Mama hatte ich auch wieder telefoniert. Sie klang ein wenig weniger wild .. und ich kündigte ihr an, am nächsten Tag zu kommen – ich hatte für neun Uhr einen Termin mit der Sozialarbeiterin.

Freitag also um neun ins Krankenhaus. Zuerst zu Mama. Ich stand erst mal unsicher an der Tür und winkte ihr unsicher zu – voller Furcht, dass sie mich nicht erkennen könnte. Doch das tat sie. SIe war im Moment schlecht drauf, weil das Frühstück da war und sie es nicht beissen konnte. Sie hatte ein Brötchen bekommen statt dem versprochenen weichen Frühstück! Ich kümmerte mich gleich mal drum beim Pfleger und traf dann die Frau vom Sozialdienst. Gemeinsam besprachen wir die Lage – und eigentlich gab es nur eine Lösung: Mama sollte anschliessend in die Kurzzeitpflege. Nach vielen, vielen Telefonaten (bei denen meine Hoffnung immer mehr sank) fanden wir einen Platz. Was war ich erleichtert. Mama wollte zwar eigentlich heim – doch im derzeitigen Zustand kann sie nicht ohne Versorgung daheim zurecht kommen. Dreimal am Tag jemand, der ihr hilft, ist zu wenig, wenn sie nicht mal selbst auf die Toilette kommt oder aufstehen kann, um was zu essen zu machen! Es tat mir wirklich in der Seele weh, etwas gegen ihren WIllen zu entschieden – doch es gab keien andere Lösung. Mama sollte somit ab Dienstag in die Kurzzeitpflege. Sie hat letztlich auch unterschrieben .. doch ich glaub, sie hat nicht wirklich überspannt, was. Wir haben auch gleich einen Antrag auf Pflegeleistungen gestellt. Ich war noch ein bisschen im Krankenhaus, half noch die ein oder andere Kleinigkeit und sprach am Ende mit dem Arzt. ALs ich von Mama ging, hatte ich das gute Gefühl, dass sie einerseits bei weitem nicht so daneben war, wie am Telefon und zum anderen war sie in den 2,5 STunden meiner Anwesenheit regelrecht aufgeblüht. Zu beginn ein hoffnungsloses, hilfloses Häufchen – am Ende eine Frau, die wieder eine Hoffnung hat. Und ich hatte einen Termin am Montag mittag wegen der Aufnahme in die Kurzzeitpflege. Gegen Mittag fuhr ich ins Büro – mit Sportzeug! Und dort war natürlich auch inzwischen mal wieder die Welt untergegangen. Ich hatte zwei Termine am Montag zu bestreiten (einer davon fällt so gut wie mit meinem privaten Termin zusammen .. ich HASSE es, wenn mir irgendwelche Termine aufdiktiert werden!!!!) und wenigstens dazu wollte ich etwas vorbereiten. um wenigstens das Gröbste zu schaffen. Und genau im grössten Chaos fragte mich meine Freundin per WhatsApp, ob ich abends mit zu einer Sternwarte kommen wolle. Ja, klar .. hab grad sonst nichts zu tun. Außerdem will ich zum Sport! Ich bekam Panik. Sie meinte dann, ich könnte es mir ja noch überlegen – und zwei STunden später hatte ich eine einigermassen Ordnung auf der Arbeit, dass ich fand, es wäre doch eigentlich ne gute Idee. Ich traf mich also mit ihr und ihrer Kollegin und wir fuhren zu einer winzigen Sternwarte. Die wird von einem Verein betrieben – und es war total spannend! Weil wir so interessiert und begeistert waren, bekamen wir total viele Informationen und ich hatte einen riesen Spass! Mir wurde sogar meiN Sternbild gezeigt .. voll cool! Ich war total glücklich, mitgegangen zu sein!

Schnüggel schrieb, er fühle sich schlecht und würde erst Samstag früh kommen … und mit einer Bekannten wollen wir nun heute Mama besuchen. Am Abend haben wir Karten fürs Theater und zwischendrin möchte ich bei Mama in der Wohnung vorbeischauen, um mal den Briefkasten zu leeren und ähnliches. Einkaufen sollten wir dann auch. Und ich geh jetzt erst mal noch zum Sport.

DUrch die Organisation der Pflege gestern ist mir schon eine Zentnerlast von den Schultern genommen .. auch wenn ich weiss, dass wieder einiges kommen wird.

Insgesamt bin ich wirklich stolz, was ich alles diese Woche geleistet hab .. und trotzdem mich nicht ganz vergessen hab bei allem.

… irgendwie wird es schon weitergehen!

Und morgen – am Sonntag – da hab ich mal einfach NICHTS vor!! So!

Im Moment fühle ich mich so…

asterix-arbeitsbelastung
Quelle: Asterix bei den Goten (mit kleiner Anpassung der Schrift)

Und das ist nur die Arbeit.

Eigentlich könnte man mir auch vier bis fünf Schlingen um den Hals legen und an jeder ein Pferd in eine andere Richtung antreiben..

Würde es fast noch mehr treffen, denn ich hab das Gefühl, dass sich die Schlingen langsam zuziehen..

Gevierhängt, sozusagen – öfter mal was Neues.

Die Sache mit Mama zieht natürlich auch an mir. Auch heute Nacht hatte ich zwei Anrufe von ihr. Einen um Mitternacht (ich war bereits eingeschlafen) und einen in der Früh um fünf. Hab kurz überlegt, hinterher gleich aufzustehen.. Bin dann doch wie üblich im Bett liegen geblieben.. Also nicht so richtig „liegen geblieben“, zumindest nicht im Sinne von Schlafen – da Mama völlig unglücklich war, weil sie den Notruf gedrückt hatte und die Dame sie dort „total angefaucht“ hat und auch die Sanitäter, die kamen, wohl etwas rat- und hilflos waren und Mama sich nicht besonders gut aufgehoben gefühlt hat, hab ich dann mal versucht, die Notrufzentrale zu erreichen. Erfolglos.

Mir war nämlich meine Kollegin im Hinterkopf. Der hatte ich gestern früh erzählt, dass der Notruf zu mir gesagt hatte, ich solle Mama beibringen, sie soll nicht mehr „immer“ den Notruf drücken. Meine Kollegin sah das nämlich ganz anders! Sie meinte, das wäre ja DEREN Job! Und dass meine Mutter da wohl nicht die Einzige wäre, die das macht. Die war richtig sauer und meinte, denen hätte sie bei ihrer Mutter auch mal den Marsch geblasen, als die mit sowas daher kamen.

Vielleicht bin ich einfach zu nett. Nehm zu viel auf mich. Wehre mich nicht genug.

Meine Kollegin meinte auch, ich solle mich nicht so von Mama „erpressen“ lassen … doch das ist schwer. Sie ist ja meine Mutter! Und klar fühle ich mich verpflichtet, sie nicht hängen zu lassen. Besonders, wenn sie Schmerzen hat. Und ich glaub ihr ja, dass sie das hat. Sie kann wohl wirklich schlecht laufen und das Laufen war bisher immer Mamas ganzer Stolz. Wie gut sie zu Fuß ist.

Hm.

Jedenfalls hab ich Montag nen Termin beim Arzt mit ihr. Ich hoffe, dass da was über das Einstellen von Medikamenten oder so zur Sprache kommt. Oder auch von Hilfen durch Soziale Dienste.

Auch mein Kalorienkredit erweist sich als schwieriger, als gedacht.

Zum einen komm ich nahezu auf kein Minus am Tag. Am Montag hatte ich sogar ein ordentliches Plus zu verzeichnen! Das ist schon mal sehr schade. Zum anderen hab ich heute festgestellt: fddb ändert die Zahlen auch rückwirkend einfach ab!! So hatte ich zum Beispiel am Dienstag ein minus von 35 kcal am Tagesende. Das steht auch so in der Tabelle. Doch gucke ich HEUTE auf den Dienstag, hab ich nur ein Minus von 27 kcal!! Schon klar, mein Ausgangsgewicht heute ist niedriger, als am Dienstag – somit hab ich weniger Differenz. Doch im Großen und Ganzen find ich das so ziemlich doof, weil ich halt nicht TÄGLICH meine Kaloriendifferenz eingetragen hab – und es auch zukünftig wohl kaum machen werde. Diese „Nachkorrekturen“ von fddb verfälscht dann ja jetzt alles und das macht mich knurrig.

.. natürlich könnten mir ein paar Kalorien hin oder her eigentlich völlig wurscht sein. Das ist eh alles ungenau. Zum einen rechne ich NULL Bewegungsverbrauch ein und zum andern wiege ich auch nicht ab, somit sind die Kalorien auch nur Schätzwerte. Ich koche ja auch nicht selbst und somit ist so Restaurantzeug auch alles nur Pi mal Daumen.

Trotzdem grummelt es in mir.

… dabei ist DAS grad wirklich meine kleinste Sorge!

Absage. Ich werde nicht Chefin.

Bin erleichtert, dass nun endlich Klarheit ist. Und frustriert, dass ich ne Absage bekommen hab. Und traurig auch. Und irgendwie erschöpft von der ganzen Anspannung drumrum. Ein kleines bißchen bin ich auch erleichtert, dass ich mich nicht den ganzen Herausforderungen stellen muß. Oder zumindest anders stellen muß und nicht als Vorgesetzte. Aber geknickt bin ich auch darüber.

Nun ja … wenn ich bedenke, wie sich die letzten zwei Wochen Arbeit auf meine Schlaffähigkeit ausgewirkt haben (=> SCHLECHT! Ich schlafe sehr, sehr schlecht und wenig unter der Woche!) und als Chefin wäre ich bestimmt tendenziell weiterhin viel angespannt und ängstlich gewesen. Naja .. werde ich vielleicht auch so weiterhin sein, je nachdem, wie das sich hier alles entwickelt. Aber hoffentlich nicht.

Es bleibt also spannend.

… und ein bißchen frustrierend.

 

Edit: Und das Wort, was mir jetzt über ne Stunde nicht einfiel und erst jetzt langsam aus der Schockstarre aufsteigt: Enttäuscht! Ich bin auch ziemlich enttäuscht.

 

Irgendwie scheint es bei mir nur zwei Gangarten zu geben:

Volldampf oder Schleichfahrt

Hab ich gestern noch extra ne Sonderschicht eingelegt, hat heute mein Chef irgendwie die Luft rausgelassen. Das, was ich da gestern gemacht hab, ist gar nicht in der Form schon notwendig. Eine kleine, abgespeckte Form tut es erst mal auch.

.. aha.

Doch schon bricht wieder der Berg von lauter kleinen Dingen, die anstehen über mir zusammen. Er verwandelt sich in ein wogendes Meer von Aufgaben mit meterhohen Wellen, die mich hin und her werfen und ich mal hier und mal dort hin treibe..

Hilfe, hilfe – ich ertrinke.. wirf mir doch mal einer einen Rettungsring zu!

Und die Sache mit dem „nach ner Nacht mit wenig Schlaf, ist man regelrecht aufgedreht“ stimmt so irgendwie auch nicht wirklich heute..

*seufz*

Es hat nichts genutzt! Dass ich gestern im Büro war, meine ich!

.. zumindest nicht für meinen Nachtschlaf.

Es ist gleich halb vier und ich noch wach.

Zuerst wollte ich nicht ins Bett und schlafen schon mal gar nicht (ja, das ist so eine blöde Masche von mir), dann hatte ich mich doch endlich im Bett und wollte immer noch nicht schlafen und hab n bisschen Film geschaut und gedacht, davon schlaf ich eh ein – war aber ne Stunde später noch wach. Mist. Und trotz Licht aus und so konnte ich dann auch nicht schlafen. Die ganze Zeit fällt mir ein, was ich noch alles morgen tun muss und wie ich das alles noch in dieser Woche schaffen soll mit meinem Chef .. und dann bekam ich den Horror, dass ich ja seinen Job bekommen könnte und dann vielleicht nie mehr schlafen könnte, weil ich überhaupt nimmer aus dem Panikmodus und dem Hamsterrad rauskomme und so! *Haaresträub*

Jetzt hab ich mal bescheuert gegoogelt zum Thema „ich will nicht schlafen, obwohl ich müde bin“ .. obwohl .. inzwischen WILL ich ja irgendwie schon schlafen! Ich hab ja nimmer mehr als zwei / drei popelige Stunden, bis ich wieder aufstehen muss! *PANIK*

… fand auf jeden Fall nen hübschen Artikel in der Brigitte (in der BRIGITTE!!) Die Lieblingssünde: Nicht schlafen wollen… den find ich ja irgendwie fast aufmunternd. Macht fast schon Werbung für schlechte Nächte! Auf jeden FAll in gewisser Weise Lust drauf.. Da steht, dass man nach einer Nacht mit wenig und schlechtem Schlaf meist viel aufgedrehter und entscheidungsfreudiger und tatkräftiger ist. Oder so ähnlich. Na auf jeden Fall anders halt, als ausgeschlafen. Find ich tröstlich. Und kann ich auch irgendwie bestätigen 😀

… ausser bei Schnüggel. Der ist mit wenig Schlaf ne noch grössere Schlaftablette, als wenn er genug (= mindestens acht Stunden!!) Schlaf hatte.

Sorry Schnüggel .. is aber echt so.

Die letzten Tage hänge ich durch, seelisch trage ich Halbmast, körperlich – ach, irgendwie auch.

Ich bin unglücklich .. schon wieder Silvester, schon wieder ein neues Jahr. Und ich hab das Gefühl, einfach nicht zu wissen, was ich mit meinem Leben machen soll. Außer siechen und Tag für Tag leben und gar nicht wissen, warum. Und zu sehen, was andere Tolles aus ihrem Leben gemacht haben oder gerade machen. Aber die sind ja auch noch jung. Ich alte Schachtel kann nichts mehr machen.

Hab gerade bei Erzählmirnix einen Gastartikel über Fettlogik – Chaoslogik – Lebenslogik gelesen .. ja irgendsowas ist das wohl auch bei mir. Am Anfang hab ich den Artikel dann auch superinteressiert gelesen und mich da sehr wiedergefunden. Irgendwann war es mir nur noch zu viel Geschriebenes, konnte ich nimmer gedanklich beim Text bleiben, sondern nur noch denken „Ist das jetzt bald aus?“ So ganz extrem fiel mir der Bruch auf bei „Ich mag es, wenn mein Kind sich aufgeregt…“ Mein Kind. 40. Okay. Auch einer von denen, die es geschafft haben. Interesselevel sinkt auf etwa Null. Vorher merkte ich schon eine Abschwächung bei „Und jetzt bin ich 40. Habe einen Beruf (…), eine Familie und …“ . Ist 40. Hat Familie. Dann ist doch schon alles okay.

Ich merke, wie ich aggressiv werde während dem Schreiben..

Das trifft voll meinen wunden Punkt, der über Silvester (da der Grundstress abflachte) immer wieder sichtbar wurde.

Ich fühle mich ungeliebt. Und ich weiß, dass ich damit Schnüggel Unrecht tue, denn er liebt mich. Zumindest sagt er das. Und er verhält sich auch so. Und so wie ich mich verhalte, werde ich ihn irgendwann verlieren. Ich hätte ihn manchmal über die Feiertage einfach schlagen können. Einfach so. Weil er so leise, sanft und harmlos ist. So unschuldig .. und langweilig. Das alles provoziert mich irgendwie.

Ja, und irgendwie bin ich auch voll in Weltuntergangsstimmung. Und dass schon seit Tagen. Vielleicht nicht ununterbrochen und durchgehend. Doch unterschwellig ist es immer dabei.

Ja, bestimmt spielt die Ungewissheit, wie es im Job nun weitergeht mit rein. Auch das Vorstellungsgespräch morgen macht mir Angst. Obwohl es mir egal sein sollte. Es wird sich eh was ändern, egal, ob ich den Job bekomme oder einen neuen Chef bekomme. Doch genau das ist es ja: Das Wissen, dass alles so ungewiss ist in der Zukunft – egal, was kommt! Und zu allem Übel: Ich weiß nicht mal, ob ich mir den Job wirklich zutraue oder nicht. Und wenn ich dann solche Durchhänger habe wie jetzt … das geht doch nicht!

Ich habe eine (Traum)Vorstellung von mir, jung, fit, lustig, klug, belastbar, fröhlich, aktiv und .. einfach ideal zu sein!

Doch im Moment fühle ich mich eher nur „und … einfach“. Wenn’s hoch kommt.

*heul*

 

Und überhaupt .. was mich auch aufregt:

Der Spruch: „Ach – die Kinder sind ja jetzt groß .. da brauchen wir keinen Baum mehr.“

Leute, könnt ihr solche SCHEISS Sprüche mal bitte lassen?! Ich fühle mich damit abgewertet!

Darf ich – ohne Kinder – keinen Baum haben? Hab ich keine Berechtigung, mich an einem Weihnachtsbaum zu erfreuen .. einfach nur für MICH?! Muß mir nun auch noch unter die Nase gerieben werden, dass ich nicht nur kinderlos bin sondern dann auch bitte schön BAUMlos (und am besten überhaupt FREUDLOS) zu sein habe?!

Das ist das reinste kidshaming! Echt! Bei fatshaming drehen die Leute gleich durch, dass man sowas nicht machen sollte – sogar Dünne … doch kidshaming ist total okay. „Warum hast DU denn eigentlich keine Kinder?“ Warum HAST Du denn welche?! Muss es unbedingt mehr von DEINER Sorte geben, oder was?!… fick dich doch selbst, Du Arschloch!

Eigentlich sollten Leute erst mal nen Arschlochtest bestehen, bevor sie sich vermehren dürfen sollen! *grrr*

Ach .. Menno. 2017 .. Du kotzt mich an. Ich werd ganz kirre in der ruhigen Zeit zwischen den Jahren. Wird Zeit dass der Alltagsstress losgeht, damit ich keine Zeit mehr habe, mich zu fühlen.

 

 

… hm. Der ganze Artikel ist wesentlich wütender, als ich es zu Beginn jemals gedacht hätte.

 

 

Also eigentlich war es ja eh schon klar, aber seit vorgestern ist es nun definitiv mit Brief und Siegel und drum und dran, dass mein Chef geht.

Irgendwie kann ich das immer noch nicht so ganz glauben. Bin ja ziemlich gut im Verdrängen und zur Seite schieben..

Wie das dann wird – und ob ich selbst in sein Zimmer einziehe … das ist alles Unvorstellbar für mich.

Andersrum:

Hätte man mir letztes Jahr gesagt, dass ich dieses Jahr in Indien UND Kalifornien sein werde, hätte ich auch nur ungläubig gelächelt. Obwohl ich grad gestern eine Mail vom November letztes Jahr gefunden hab, in der ich bereits geschrieben hab, dass ich vor habe, im kommenden März (also 2016) nach Indien zu fahren.. Da ging es um ne Jahresgruppe, an der ich überlegte, teilzunehmen. Doch ich fand es unmöglich, dass ich mich anmelden und verpflichten soll (immerhin fast 200 Euro im Monat!!) und dann nicht mal bei der Anmeldung die Termine gesagt bekomme .. weil es vorgesehen sei, die in der Gruppe beim ersten Mal treffen dann abzustimmen.

Hallo?!

Geht ja gar nicht! Das ist für mich unprofessionell.

Naja .. wie auch immer..

Ich hab einiges dieses Jahr gemacht, was eher nicht für mich vorstellbar war, dass ich es umsetze.

.. genau genommen, ist für mich das eh immer ne schwere Vorstellung – abseits von Alltäglichem.

Oder?!

Muß ich mich mal hinterfragen, denn mir taucht gerade ein Bild meines Stellplatznachbarn auf, mit dem ich diese Woche abends kurz geplauscht hab und er dann sagt:„Du machst wohl ziemlich viel, hm?“

.. ja, glaub schon. Find ich aber irgendwie normal. Bin ich nicht in Bewegung, hab ich nen Absturz. Seelisch und energetisch. Also halte ich mich am Laufen. Ist doch irgendwie logisch. Wer bitte will denn auf die Frage:“Und, was machst Du heute Abend?“ antworten:“Wahrscheinlich auf der Couch liegen und heulen, weil ich so ein scheiß Leben hab und einsam bin! Aber vielleicht dröhn ich mich auch nur mit Fernsehen zu, um es nicht zu spüren.“?? Ist es dann nicht besser, eben doch zum Sport zu gehen, zur Theaterprobe, Prospekte fürs Theater auszuteilen, ne Veranstaltung für den Stadtbezirk zu organisieren, zur Massage zu gehen, einzukaufen (Lebensmittel! Nicht hier Klamottenkaufrausch oder sowas. Das hasse ich: Klamotten oder Schuhe kaufen. Ätzend!), bei der Ferienbetreuung für Kinder mitzuwirken, sich im Internet mit nem Onlinespiel zu beschäftigen (suuuperwichtig, jeden Tag die Pferde zu versorgen!!), zu überlegen, beim Weihnachtschor mitzumachen (ja, bis jetzt nur ne Überlegung.. noch kein fester Plan. Selbst ich mache langsam Abstriche) – ach! Und nicht zu vergessen: Der Mikrozensus, der mir auch jeden Menge Zeit raubt .. und immer mehr nervt. Raus gefallen sind hier schon das Erzählen von Märchen, was ich früher regelmäßig ehrenamtlich machte und so sehr mit Pflanzen und Natur hab ich mich in der letzten Zeit auch nicht beschäftigt.

.. ist trotzdem ne Liste.

Andersrum: Hallo?! Irgendwas muß ich doch machen! Oder?

Mir fällt gerade eine frühere Freundin ein, die sehr engagiert im Tierschutz war und wenn sie gefragt wurde:„Wie schaffst Du es, so viel zu machen?“ antwortete sie:„Wie schaffst DU es so WENIG zu machen?“ – okay, das bezieht sich jetzt wohl mehr auf den Tierschutz, als „nur“ auf Aktivität. Aber auch.

Ich frag mich manchmal, wie Schnüggel es schafft, so irgendwie gar nichts zu machen .. zumindest nach meinem Gefühl. Er ist froh mit sich und seinem (langweiligen) Leben – und die Abwechslung bring ich. Gut, er pfuscht mir da auch nicht rein (vermutlich wären wir sonst schon lang nicht mehr zusammen) und irgendwie kommt er ja mit meinem vorgesehenen Programm am Wochenende meist gut zurecht und macht geduldig mit, doch was sagt es über mich aus, wenn ich mich schon so lang an einen Mann gebunden hab, der zwar wirklich herzensgut und einfach ein lieber Mensch ist .. aber eigentlich langweilig und ne ganz andere Gangart hat im Leben?

.. eigentlich gefällt mir selbst nicht, was ich da schreib.

Aber löschen kann und mag ich es auch nicht. Sonst sind wir wieder am Anfang – beim Verdrängen und zur Seite schieben.

… und wo bin ich jetzt wieder mit dem Geschreibsel gelandet?!

Eigentlich wollte ich mich mit dem Gedanken beschäftigen, wie ich in der Chefposition bin und meine gemischten Gefühle dazu..

Passt jetzt irgendwie gar nimmer für mich. Das Schreiben – nicht der Job! 😉

 

 

 

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