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Ja, mich gibt es noch.

Die Datenschutzgeschichte ist ja ganz extrem mit meiner Urlaubszeit zusammengefallen, somit war es hier nun wochenlang einfach nur still. Ganz still. Ja, und umgestellt hab ich auch noch nichts. Muss ich noch. Doch ich schreib jetzt trotzdem mal ein kurzes Update.

Wie es mir so geht?

Durchwachsen.

Ich bin jetzt mit Heulen und Zähneklappern im neuen Dreierzimmer.

Was soll ich sagen?

=> Es ist ätzend!

Ich bin angepisst.

Und auch wenn ich schon die ein oder andere Verbesserung vorgenommen hab, ist es immer noch schlicht und einfach beschissen!

Heute bin ich allein, weil der Kollege krank ist und die Kollegin Heimarbeit hat – ich kann es mir also hier so einrichten, wie es mir am Besten tut. Die Tür ist offen, das Fenster ist offen – ich fühle mich dazugehörig, wenn an meinem Zimmer die Kollegen vorübergehen und ich was mitbekomme vom Leben vor der Tür. Das tut mir gut und bringt mich runter. Wenn ich meine Ruhe will, kann ich die Tür immer noch zu machen. Doch mir gefällt das so. Es kommt mal einer vorbei und ich kann ne allgemeine Auskunft geben, manchmal einfach nur ein „Hallo“ im Vorbeigehen eines Kollegen oder gerade wurde was angeliefert. Ich hab schon lange festgestellt, dass ich mit einer offenen Tür zufriedener bin. Ich fühle mich eingesperrt und ignoriert mit einer geschlossenen Tür. War schon im alten Zimmer so. Keiner will was von mir, keine Möglichkeit zu einem kurzen Kontakt – und ich bin überall abgeschnitten und ausgeschlossen von der Umwelt. Das zieht mich runter.

Natürlich ist das neu Zimmer allgemein etwas ungünstiger von der Lage her, das es offen ist, als mein altes Zimmer, welches etwas geschützter war. Das sehe ich schon ein. Aber lieber „ungeschützt“ die Türe offen, als zu.

Wie das auf die Dauer werden soll – keine Ahnung.

Die anderen finden eine offene Tür doof, ich jedoch muß bei der geschlossenen Tür oft einfach nur raus, um mich nicht eingesperrt zu fühlen. Dummerweise hat es dann auch keinen richtigen Sinn, raus zu gehen – denn dort hab ich nach kurzer Zeit das Gefühl, ich muß wieder zurück, weil ich ja was machen muss. Ich will ja nicht nur „rumtrödeln“, doch im Zimmer hab ich die ganze Zeit ein Fluchtbedürfnis und schaffe dann auch nichts.

Ziemlich Kacke – und ungesund, wie ich das Gefühl hab.

Immer, wenn ich in den Spiegel schaue, hab ich nen roten Kopf. Vermutlich hab ich nen viel zu hohen Blutdruck. Hab ihn nicht gemessen. Doch wie kann ich an der Situation was ändern?

Sind die Kollegen da, ist auch so eine Unruhe im Zimmer, dass an Konzentration auch nicht zu denken ist. Denn im Gegensatz zu der „Unruhe“ von draußen, die ich als „Leben“ empfinde, find ich ein dauerndes Getelefoniere im Raum als extrem störend. Zudem neigt die Kollegin dazu, dauernd ihre Arbeit mit einem durchsprechen zu wollen. Ich hab es auch mit Ohrstöpseln probiert, doch es macht mich auch andersrum wahnsinnig, so abgeschottet zu sein, wenn Leute mit im Raum sind.

Also alles im allem: Ein riesen Mist.

Und sonst?

.. hab ich ein schlechtes Gefühl, Mama gegenüber. Ich hab das Gefühl, sie zu vernachlässigen, nicht für sie da zu sein. Hab Angst, sie ist nicht gut genug versorgt und ich verpasse etwas, um die Situation für sie zu verbessern, doch hab auch nicht den Antrieb, sie jetzt zu allen Ärzten zu schleifen. Ihre permanenten Jammereien finde ich schwer zuzuordnen – und teilweise auch extrem schwer zu ertragen. Und das ich das so empfinde, macht mir noch mehr ein schlechtes Gewissen. Ich hab das Gefühl, lieblos zu sein. Und mich nicht genug einzusetzen.

Ansonsten das Übliche:

Überlastet fühlen, überfordert fühlen, einfach: zu viel. Zu viel Krempel, zu viel Gewicht, zu viel zum dran denken … hab jetzt neulich auch mal gelesen, dass dieses Gefühl auch ganz typisch für Depressionen ist. Diese Überforderung.

Also irgendwie ist alles Kacke.

 

… und eigentlich sollte ich hier ja gar nichts mehr schreiben, bevor ich nicht alles DSGVO-sicher gemacht hab.

Hab ich jetzt aber trotzdem 😦

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Hätte ich rote Zöpfe und eine gestreifte Hose, müsste ich nur noch einen Helm mit Hörnern aufziehen und jeder würde mich für Obelix halten… oder Obelixa.

Tatsächlich hab ich in den vergangenen zehn Wochen zehn Kilogramm zugenommen. Die Neun vorne fühlt sich schon ne Weile ziemlich heimisch und das Gewicht steigt und steigt.

Gewichtsbericht 6 Monate 2018_05_23

Fühlen tu ich mich extrem unwohl. Nicht nur, dass ich so Dinge wie Treppen steigen eher nimmer so „mal eben nebenher“ mache und sogar immer wieder eher zu Rolltreppe und Fahrstuhl greife, sondern ich weiß auch nicht, was anziehen, weil die ganzen Hosen kneifen, die ich in der Kur gekauft hab.

Derzeit ziehe ich am liebsten eine viel zu große Jeans an, die locker sitzt und mich somit nicht dauernd daran erinnert, dass ich so viel mehr bin, als noch vor ein paar Wochen..

Da ich dieses Ding nur mit Gürtel tragen kann (wie gesagt: Sie ist ja zu groß) und ich den dann öfters hochziehen muß, hab ich dann echt so ein Obelixgefühl, wenn das so hoch überm Bauchnabel hängt (denn niedrig fühlt sich auch mies an) – der Obelix hat seinen Gürtel ja praktisch direkt unter den Achseln, auf jeden Fall aber über der fetten Wampe..

Bemerkt hab ich das ja schon länger und ich sage auch keinen Ton darüber, dass es irgendwie ja gar nicht sein kann, dass ich zunehme – denn ich hab abendliche Fressanfälle, die sich gewaschen haben. Natürlich auch Süßkram, doch nicht nur. Doch auch der schönste Joghurt ist halt (in fünf- oder sechsfacher Ausführung gegessen), irgendwie „zu viel“. Oder es könnte schon auch ein Brot weniger sein, ohne dass ich hungrig ins Bett gehen müsste. Oder auch zwei weniger..

Es ist also durchaus logisch, dass ich zunehme – und überaus traurig, dass ich so achtlos mit mir umgehe. Mich so gering schätze. Ich mir so wenig selbst wert bin.

Ich hab auch wirklich das Gefühl, dass ich die letzten Wochen wieder vermehrt mit der Depression kämpfe .. und leider, leider zeigt sich die bei mir nie mit Appetitlosigkeit, sondern immer mit viel Essen. Und ich schäme mich dafür. Für das Essen und für meine Gefühle, meine Antriebslosigkeit, meinen schwachen Willen .. einfach den „schwarzen Hund„.

Es macht mir auch Angst, dass meine Therapie nun vorüber ist. Also so gut wie vorüber ist. Eine Stunde hab ich noch Mitte Juli. Doch das ist ja nichts. WIe soll es dann in den kommenden Wochen weitergehen? Oder eher: Überhaupt weitergehen?? In den vergangenen Wochen ging es mir nicht gut – und vielleicht sind auch diese fehlenden Therapiestunden ein Faktor?

Ebenso verdächtige ich meinen anstehenden Geburtstag als „schlechte-Stimmungsfaktor“ und eben der Umzug im Büro sowie meine komplett überfrachtete Wohnung. Dass ich mich auch mit Mamas Gesundheitszustand überlastet fühle und dauernd ein schlechtes Gewissen habe, macht es nicht besser.

.. naja.

Um was soll es hier eigentlich gehen?!

 

Keine Ahnung … bin einfach fett und frustriert. Oder depressiv. Wahrscheinlich schon, wenn ich das hier über „versteckte Depression“ so lese.

Und ich hab halt wirklich immer das Gefühl, selbst schuld zu sein..

 

Ach Mann – alles doof! 😦

Gestern Abend (eher Nacht, es war um halb zehn) habe ich mit Mamas Vermieter spontan die Wohnungsübergabe vorgezogen. Nun brauch ich es nimmer am Donnerstag machen und hab es hinter mir – ich dachte, es wäre eine Erleichterung für mich und ich würde mich dementsprechend auch erleichtert fühlen.

Ich war allerdings nur frustriert. Oder besser: gedrückt.

Eigentlich lief alles gut – die Wohnung ist in einem guten bis sehr guten Zustand gewesen .. ja, sogar besser, als wir sie bekommen haben, um ehrlich zu sein.

Wir hatten größere Mängel sowohl von der Sauberkeit her als auch von nötigen Reparaturen (von denen es jetzt keine mehr gibt, damals aber schon) – doch egal. Es sei dem Nachmieter gegönnt.

Dafür hat er große Fehlstücke in der Auslegware. Dadurch, dass er die Möbel nicht übernimmt (die wir vom Vermieter übernommen hatten), sind unter Wohnwand im Wohnzimmer und Kleiderschrank im Schlafzimmer der alte Teppich raus gekommen. Das sieht (gelinde gesagt) beschissen aus, wenn unter dem beigen Teppich dann ein blauer raus kommt und ich glaube nicht, dass der Nachmieter die Stellen komplett zustellen kann mit neuen Möbeln, sondern, dass man das schon sehen wird. Also ich für meinen Teil hätte mich sehr geärgert, wenn ich die Wohnung so bekommen hätte mit einem unvollständigen Teppich. Aber gut – soll nicht mein Problem sein.

Mein Problem ist jedoch meine Wohnung und die Unmenge von Zeug, die noch zusätzlich untergebracht ist in ihr, im Keller und auf dem Dachboden. Eigentlich auf ZWEI Dachböden – ich hab nämlich dankenswerterweise die Zusage meiner Nachbarin bekommen, ihren Dachboden auch nutzen zu können und konnte nun viel Sachen von Mama dort unterstellen. Viel mehr Sachen, als eigentlich gedacht – ehrlich gesagt! Ich hatte ja vermutet, dass da nur ein paar Kisten mit Fotoalben, Dias und sowas drauf kommen, doch es wurde wirklich sehr viel mehr. Obwohl wir keine Möbel dort eingelagert haben – es ist also alles nur „Zeug“. Und das, obwohl wir kistenweise „Zeug“ schon aus der Wohnung geschafft haben und verschenkt. Nicht nur in der letzten Woche (mit Schwesterchen zusammen), sondern schon in den letzten WocheN (also seit Februar).

Naja – und ich warte auf den Erleichterungsseuzfer, der durch das Ende der Ära „Mamas Wohnung ausräumen“, ausgelöst wird.

Er kommt nicht!

Warum nicht?

Sollte ich mir nicht einfach mal Zeit nehmen zum Durchatmen und Genießen?!

Doch es stehen schon wieder die nächsten Projekte SChlange – nicht nur meine Wohnung, die nun entlastet werden sollte (denn so kann es echt nicht bleiben, doch es stecken auch hier noch STUNDEn von Arbeit drin .. darf gar nicht drüber nachdenken!), sondern auch die Anträge auf den Ämtern, die mir schwer auf der Seele lasten (schwerer, als sie es wohl sollten!) und so DInge wie die Begründung meines eigenen Widerspruchs des Steuerbescheides. Blöderweise drückt mich alles so sehr, dass ich mich gar nicht richtig konzentrieren kann – auch nicht auf die immer schwerer und mehr werdenden Aufgaben bei der Arbeit. Das macht mich auch völlig kirre.. Es geht nichts voran – und ich hab das Gefühl, ein kompletter Versager zu sein.

Ist meine Kur wirklich erst fünf Monate her?

Also auf den Alltag kann ich irgendwie die Entspannung nicht übertragen.

… fühle mich total, als ob ich nen Schaden hab und völlig unfähig bin.

😦

Jammerlappen-Barbarella. 😦

Hab gestern festgestellt, dass ich bei meinem Umzug hier im Büro die vier Phasen der Trauer zu durchleben scheine..

Zuerst war ich komplett im Verweigern. Ich dachte, das ist alles ein Irrtum bzw. ändert sich eh noch und ist nicht so sicher, wie es dargestellt wird. Ich dachte einfach: Das kann nicht wahr sein – also wird es auch nicht wahr werden. Punkt.

Dann folgte eine Phase, in der mir dämmerte: Es soll wahr werden – es wird wahr… ?! *entsetzen*

Und neben der Wut und dem Wüten, heulte ich sehr viel – und war überhaupt zwischen Wut, Traurigkeit und Verzweiflung gefangen.

.. das entspricht den ersten beiden Phasen der Trauer.

Es ist allerdings auch schon ein gewisses Akzeptieren bei mir vorhanden. Ich beschäftige mich mit dem Gedanken, umzuziehen. Kann es manchmal auch akzeptieren. Denke manchmal, ich mach den Sprung. Weiche dann aber doch zurück (bisher).

Ich lass mir meine Zeit. Find ich auch gut so.

Und ich bin noch in meinem alten Zimmer – in ungewohnter Weise und nehme in gewisser Weise Abschied.

Das sind in gewisser Weise die dritte und vierte Phase, die nun auch durchschimmert. Vielleicht bin ich morgen schon einen Schritt weiter und ziehe um.. wer weiß.

Vorgestern hat mich meine Kollegin angerufen: Sie haben die neue Zimmereinteilung per Mail zugeschickt bekommen und sie hat sie mir auch nach Hause weitergeleitet. Ich muss vielleicht vorab sagen, dass ich diese Woche zuhause bin. Ich hab schon an Telefon bemerkt, wie mir der Blutdruck wieder ansteigt – folglich habe ich die Mailbox gemieden, wie der Teufel das Weihwasser und die Mail bestmöglich verdrängt. Dazu hab ich begonnen mich an die Kisten im Wohnzimmer und auch im dritten Zimmer zu machen.

.. naturgemäß hab ich nun seit zwei Tagen viele offene Kisten in der Wohnung, durch die ich mich nun durchschlängeln muss.

Gestern gegen Mitternacht hab ich die Mail dann doch aufgemacht.

Die neue Zimmereinteilung bringt mich derart in Verzweiflung, dass ich noch eine Stunde später einen Blutdruck von 199/93 hatte. Überhaupt hab ich nie mehr einen normalen Blutdruck seit zwei Wochen… und ich bin völlig überfordert und hilflos, was ich nun tun soll.

Dass die Wohnung voll ist mit geöffneten Kisten, in denen Sachen lagern, von denen ich nicht weiß, wo ich sie hinräumen soll und was damit tun, macht das Ganze nicht besser.

Ich hab tatsächlich mehrere Kisten der Pandora geöffnet: In meiner Wohnung – und in meiner Mailbox.

 

.. ach so: Und den Montagsstarter von Martin habe ich am Montag begonnen – doch leider nicht fertig bekommen. Diese Woche hat wohl das Motto „vieles beginnen, nichts fertig bekommen“.

Dass der Druck steigt, lässt sich jetzt auch direkt bei mir messen:

Ich hab ein komisches Gefühl gehabt und deswegen am Wochenende begonnen, meinen Blutdruck zu messen. Ich kam nie unter 140 weg.. Nicht mal direkt nach dem Aufwachen oder nach etwas Entspannendem wie einer Massage.

Bedenklich.

Somit nehme ich nun wieder meine ayurvedischen Tabletten, die ich vor einiger Zeit abgesetzt hab, weil der Blutdruck auch ohne sie einfach gut war.

Kotzt mich allerdings schon wirklich richtig an.

Nur, weil hier so ne Scheiße veranstaltet wird, muss ich mir die Tabletten einwerfen?!

Auf jeden Fall geht es hier langsam richtig rund .. doch das Coole ist, ich heule nimmer die ganze Zeit, sondern bin viel mehr in der Wut.. Okay – hier hab ich nicht ganz so viel geheult, wie daheim. Oder doch? Keine Ahnung.. Also am Wochenende hab ich gefühlt NUR geheult.. Okay .. sagen wir mal: viel geheult..

.. und viel gegessen 😦

Weia – ich hab gestern schon fast die 87 kg geschrammt! 86,8 kg .. Miiist! Also ich sag nicht, dass es erstaunlich ist (von nichts würde nichts kommen – von vielen Kalorien kommen eben Kilos..), aber ich finde schon: Es ist Mist.

Und klar, die Kilos sind auch dem Blutdruck nicht zuträglich.

Und die schlechte Ernährung ist auch eher kontraproduktiv für meinen Stresslevel.. Letztlich ist das ja auch wieder schlecht für die Verdauung, ich kaue nimmer so intensiv, esse mehr Mist, generell zu viel und dann eben auch zu süß, zu fett – und das wirkt sich dann auch als Stressor auf das Gesamtsystem aus. Unter anderem dem Blutdruck – aber auch der Psyche.

Doch ich verfolge nach wie vor das Ziel, jeden Tag was Schönes zu machen oder mir eine Freude zu gönnen. Hat gestern schon gut geklappt – mit einer Massage. Nicht so was Medizinisches, wie ich es öfters habe – eine richtige Wellnessmassage, so mit Aromaölen. Schöön 😀

Heute Abend hab ich beschlossen, dass es mir wurscht ist, dass ich doch eigentlich so viel zu tun hab und somit keine Zeit für sowas habe und gehe einfach zu einer Theaterinszenierung.

.. jawoll!

War ja vorgestern bei einem Personalrat meines Vertrauens und hab mit ihm gesprochen, dass der Umzug für mich gar nicht geht. Er meinte, er würde mal mit der Personalratsvorsitzenden sprechen. Doch gestern haben die Beiden nicht zusammengefunden. Da er freitags nicht im Haus ist, meinte er, ich solle doch mal heute selbst zu ihr. Eigentlich kann ich ja auch gut mit ihr..

Trotzdem hab ich mich heute den ganzen Tag nicht hoch getraut. Erst irgendwann am Nachmittag hab ich den Mut gefunden – und da war ihr Zimmer dunkel. Ganz toll. Aber im Zimmer vom Abteilungsleiter war noch Licht.. Nur hab ich nicht den Mut gefunden, rein zu gehen. Zumindest nicht gleich. Nachdem ich ne Weile bei den Kollegen im Stockwerk rumgeschlichen bin, bin ich wieder in mein Zimmer zurück und hab mich dann soweit in Wut genervt, dass ich genug Energie bekam, an das Zimmer des Abteilungsleiters zu klopfen – und ihm mein Anliegen vorzutragen.

Okay. Es hat nichts gebracht. Also zumindest nichts in dem Sinne, dass es eine Änderung geben wird.

Doch ich hab immerhin den Mut gefunden, meinen Unmut zu zeigen und zu formulieren. Das ist auch schon mal was.

Frustriert bin ich trotzdem.

Hab mich erst mal von Pete mit einem Espresso trösten lassen und ausgekotzt.

Und dann bin ich traurig zurück in mein Zimmer und wurde sauer – unendlich sauer!

Meine Wut hab ich dann gleich in Aktivität kanalisiert und die gesamten Verfahren der letzten Arbeitsjahre in Archivordner gestopft und aus dem Zimmer in den Archivraum gekarrt. Scheiß Zeug! Altes, drecks Scheißzeug! Anzünden will ich es! Geht mir auf den Sack! Alles geht mir auf den Sack!

Der Abteilungsleiter meinte ja, wir würden dann ja auch neue Schränke bekommen – also wenn ich die furchtbaren Regale bis zur Decke in den anderen Räumen sehe, bekomme ich die totale Vollmeise! Dann bin ich also in Zukunft zu dritt in einen Raum gestopft – zwischen raumhohen Regalen?! Nicht mal DAS darf ich hier selbst bestimmen – wie mein Zimmer eingerichtet wird, sagen auch die Anderen?!

.. könnte schon wieder losheulen vor Wut und Frust und Hilflosigkeit!

Es sprühen die Glücksfunken, …

.. wenn Du wochenlang nach einer guten Möglichkeit für eine Requisite suchst – und Dir die Kollegin innerhalb weniger Minuten die ideale Lösung anbieten kann! 😀

Ich hab echt gar keine Worte dafür, wie begeistert und dankbar ich bin!

… soooo toll! ❤

Bin gefrustet. Zum einen tut mein Hals hölleweh! Ich hatte eigentlich gedacht, dass es alles besser wird, denn nachdem der Schnupfen zuerst schlimmer wurde, ist er dann zurück gegangen – bis gestern!

Seit heute jedoch hab ich wahnsinniges Halsweh. Naja, und Schnupfen auch noch – klar. Und ein tolles Rumgehuste fängt jetzt auch verstärkt an. Echt nervig!

Doch ich weiss nicht, was nerviger ist: Die zunehmende Krankheit oder der Dreck mit der Werbung fürs Theater. Dieses EIntragen von Werbung überall raubt mir den letzten Nerv so langsam. Jetzt hab ich zum Beispiel einen Zugang bekommen für so eine Plattform. Eigentlich will ich nur einfach irgendwo Termine eintragen. Veranstaltungskalender halt – ist doch eigentlich ganz einfach, oder?

NEIN – ist es nicht! Der Zugang, den ich hab – da soll ich Artikel schreiben!

Was soll ich denn bitte für beschissene Artikel schreiben über ein Theaterstück, das jede Woche wieder gleich aufgeführt wird?? Sowas ist doch Thema für einen Veranstaltungskalender, wo die Spieltermine reinkommen – und gut is! Der Rest ist mir grad zu viel Kür und kann gern mal später kommen – aber doch nicht jetzt!!

Oh Mann.

Und Mama macht mir auch Sorgen. Ich verstehe nicht, was bei ihr los ist. Nun hat sie einen Arzttermin ausgemacht. Ich würde sie ja begleiten, aber sie kann mir nicht mal den Termin sagen, den sie ausgemacht hat. Sie ist einfach zu verwirrt. 10 Uhr 88 hat sie einen Termin, hat sie zu mir gesagt. Okay – alles klar. Muss ich wohl beim Arzt anrufen und dort mal nachfragen, wann sie einen Termin hat.

.. aber eigentlich hab ich morgen gar keine Zeit, mit ihr zum Arzt zu gehen. Und es ist auch n blöder Termin. Also so vom Tag her. Nur noch zwei Tage vor Weihnachten – und es ist irgendwie überall nur Druck. Nicht nur, aber auch im Büro .. und vor allem auch mit dem Theater, klar. Proben halt.. Dauernd. Und nebenher Requisiten machen – und am schwierigsten ist für mich im Moment, einen klaren Kopf zu behalten. Nicht in Panik auszubrechen.

Ich will morgen nicht im Büro fehlen – es ist der letzte Tag, an dem die Kolleginnen da sind. Naja, und dann hab ich noch komplett vergessen, dass ich für mein Patenkind ein Weihnachtsgeschenk brauche!! Schöner Mist. Echt! Das muss ich morgen Mittag besorgen, damit ich es seiner Mama mitgeben kann…

Argh!

Also manchmal hab ich das Gefühl, so wie es grad läuft, kann der Kurerfolg nimmer lang halten. Mist!

Auf jeden Fall habe ich heute Abend beschlossen, dass ich die erste Januarwoche Urlaub nehmen werde. Eigentlich dachte ich ja, ich könnte die Zeit im Büro nutzen, wo es etwas ruhiger ist – aber eigentlich will ich viel lieber die Zeit daheim nutzen, etwas Ordnung und Überblick zu bekommen. Da dreh ich auch grad am Rad. Und da in der Woche eh dauernd Proben sein werden, ist das von zuhause aus doch viel angenehmer zu händeln, als neben der Arbeit, oder?

Doch – ich glaub, ich brauch die Ruhezeit. Die nehme ich mir.

Dann kann ich mich auf alles mögliche stürzen … oder auch mal ne schöne Auszeit nehmen. Zum Beispiel zum überdenken, wann ich 2018 Urlaub nehmen möchte! So!

=> und wenn der Kopf freier ist, ist auch das mit dem Schreiben nicht mehr so ein Berg.
Was geht?! Ich KANN schreiben. Ich hab weit mehr als 15 Jahre ein Blog! Ich schreib auch sonst gut. Hab für meine Aufsätze früher immer gute Noten bekommen – also da werde ich doch mal hin und wieder einen Artikel für unser Theater hinbekommen! Echt jetzt!

=> und ne andere gute Nachricht hab ich auch noch:
Ich hab heute zum ersten Mal unter 84 kg auf der Waage stehen gehabt! Also 83,9 kg, um genau zu sein. Wow – super! Die Richtung stimmt. Sie stimmt echt wirklich sowas von!!

Schon wieder Dienstag Abend – doch ich hab das Gefühl, langsam und gelassen findet alles seinen Weg.

Ein schönes Gefühl!

Gestern hab ich bis halb zehn die Abrechnung der Kur und sonstiger Rechnungen in die Wege geleitet. Keine Ahnung, ob es alles richtig ist – doch immerhin ist es auf die Schiene gebracht und dann sieht man weiter! Besonders stolz bin ich, dass ich am Abend dann noch was gekocht hab und nicht einfach irgendwelchen Mist gegessen. Forelle mit Kartoffeln – ist doch was!

In den 20 Minuten, die die Kartoffeln gebraucht haben, hab ich aufgeräumt und somit auch mein „15 Minuten Haushalt“- Ziel erreicht. Am Ende der 15 Minuten lief die Spülmaschine. Ist doch was!

Der Bezirk des Mikrozensus ist dann auch abgeschlossen worden und somit hab ich den nächsten Haken auf der Liste gehabt. Auf der inneren Liste – hier auf der Liste hab ich diese „Alltäglichkeiten“ gar nicht aufgenommen.

Eigentlich viel zu spät, doch zumindest mit einem guten Gefühl, bin ich dann ins Bett.

Und heute?

Tja – ich hab ne Mail bekommen von dem Postservice, der unsere Theaterprospekte verteilen soll. Ob das Absicht ist, dass die Prospekte nicht gefaltet sind. Ähm .. NEIN?! Die sind gefaltet bestellt worden! Super.. echt. Also hab ich bei der Druckerei angerufen und nun muß die Rechnung nicht nur wegen der verspäteten Lieferung, sondern auch noch wegen unserer Mehrkosten für das Falten (was nun der Postservice macht) geändert werden. Also zumindest finde ich, die müssen das übernehmen – ich hab es ja richtig bestellt! Echt – wieder so was Unnötiges!

Ins Büro hab ich es ganz gut geschafft, für mich ist es zusätzlicher Stress, dass unsere Besprechungen jetzt auf neun Uhr festgelegt wurden, weil ich da oft erst gerade ins Büro komme und dann direkt in die Besprechung muß. Früher waren die immer 9:30 Uhr – doch meine Chefin meinte, das nun ändern zu müssen. Find ich etwas doof – aber gut..

Dafür hatten wir einen schönen gemeinsamen Mittag, weil eine Kollegin zu ihrem Jubiläum was ausgegeben hat. Echt lecker. Wenn auch nicht gerade konform zu meiner derzeitigen Ernährung, aber okay. Zumindest hab ich gut gekaut.

Für mein Kostüm und meine Requisiten hab ich von einer Theaterkollegin mal ne Idee zugeschickt bekommen. Da läuft bei mir jetzt auch langsam die Ideenfindung an, wie ich mich kleiden könnte.. Sehr schön! Ich hab das Gefühl, wenn ich manches andere aus dem Kopf räume, hat die Kreativität langsam genug Platz, sich mit dem Theaterstück zu beschäftigen. Gut, muß sie auch langsam .. trotzdem schön 😉

Naja – insgesamt ist der Tag schon echt okay.

Ich bekomme heute immer wieder Komplimente – hauptsächlich für meine Haare. Ja, die hab ich heute früh gefönt und zwar mit nem Seitenscheitel. Normal föne oder frisiere ich meine Haare NIE, ich lasse sie einfach immer lufttrocknen. Dachte bisher auch, es macht keinen Unterschied. Die heutigen Reaktionen beweisen das Gegenteil! Ich fühle mich richtig gut. Schön und gepflegt, schlank und beweglich – einfach ein tolles Gefühl!

Auch mit der Arbeit geht es voran, die großen Brocken, die anstehen werden kleiner, wenn ich sie angehe. Meist ist tatsächlich die Angst vor etwas das größte Hindernis, das mich blockiert. Doch so – Schritt für Schritt und ohne Panik und Gedrängel der zu erledigenden Aufgaben, die jeder um Aufmerksamkeit buhlen, um endlich dran zu kommen und es dadurch nur noch schlimemr machen, dass ich sie nicht angehe und erledige – geht es einfach irgendwie geschmeidiger voran. Und ruhiger. Innerlich gelassener. Echt cool!

Juli 2018
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