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Gestern Abend (eher Nacht, es war um halb zehn) habe ich mit Mamas Vermieter spontan die Wohnungsübergabe vorgezogen. Nun brauch ich es nimmer am Donnerstag machen und hab es hinter mir – ich dachte, es wäre eine Erleichterung für mich und ich würde mich dementsprechend auch erleichtert fühlen.

Ich war allerdings nur frustriert. Oder besser: gedrückt.

Eigentlich lief alles gut – die Wohnung ist in einem guten bis sehr guten Zustand gewesen .. ja, sogar besser, als wir sie bekommen haben, um ehrlich zu sein.

Wir hatten größere Mängel sowohl von der Sauberkeit her als auch von nötigen Reparaturen (von denen es jetzt keine mehr gibt, damals aber schon) – doch egal. Es sei dem Nachmieter gegönnt.

Dafür hat er große Fehlstücke in der Auslegware. Dadurch, dass er die Möbel nicht übernimmt (die wir vom Vermieter übernommen hatten), sind unter Wohnwand im Wohnzimmer und Kleiderschrank im Schlafzimmer der alte Teppich raus gekommen. Das sieht (gelinde gesagt) beschissen aus, wenn unter dem beigen Teppich dann ein blauer raus kommt und ich glaube nicht, dass der Nachmieter die Stellen komplett zustellen kann mit neuen Möbeln, sondern, dass man das schon sehen wird. Also ich für meinen Teil hätte mich sehr geärgert, wenn ich die Wohnung so bekommen hätte mit einem unvollständigen Teppich. Aber gut – soll nicht mein Problem sein.

Mein Problem ist jedoch meine Wohnung und die Unmenge von Zeug, die noch zusätzlich untergebracht ist in ihr, im Keller und auf dem Dachboden. Eigentlich auf ZWEI Dachböden – ich hab nämlich dankenswerterweise die Zusage meiner Nachbarin bekommen, ihren Dachboden auch nutzen zu können und konnte nun viel Sachen von Mama dort unterstellen. Viel mehr Sachen, als eigentlich gedacht – ehrlich gesagt! Ich hatte ja vermutet, dass da nur ein paar Kisten mit Fotoalben, Dias und sowas drauf kommen, doch es wurde wirklich sehr viel mehr. Obwohl wir keine Möbel dort eingelagert haben – es ist also alles nur „Zeug“. Und das, obwohl wir kistenweise „Zeug“ schon aus der Wohnung geschafft haben und verschenkt. Nicht nur in der letzten Woche (mit Schwesterchen zusammen), sondern schon in den letzten WocheN (also seit Februar).

Naja – und ich warte auf den Erleichterungsseuzfer, der durch das Ende der Ära „Mamas Wohnung ausräumen“, ausgelöst wird.

Er kommt nicht!

Warum nicht?

Sollte ich mir nicht einfach mal Zeit nehmen zum Durchatmen und Genießen?!

Doch es stehen schon wieder die nächsten Projekte SChlange – nicht nur meine Wohnung, die nun entlastet werden sollte (denn so kann es echt nicht bleiben, doch es stecken auch hier noch STUNDEn von Arbeit drin .. darf gar nicht drüber nachdenken!), sondern auch die Anträge auf den Ämtern, die mir schwer auf der Seele lasten (schwerer, als sie es wohl sollten!) und so DInge wie die Begründung meines eigenen Widerspruchs des Steuerbescheides. Blöderweise drückt mich alles so sehr, dass ich mich gar nicht richtig konzentrieren kann – auch nicht auf die immer schwerer und mehr werdenden Aufgaben bei der Arbeit. Das macht mich auch völlig kirre.. Es geht nichts voran – und ich hab das Gefühl, ein kompletter Versager zu sein.

Ist meine Kur wirklich erst fünf Monate her?

Also auf den Alltag kann ich irgendwie die Entspannung nicht übertragen.

… fühle mich total, als ob ich nen Schaden hab und völlig unfähig bin.

😦

Jammerlappen-Barbarella. 😦

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Hab gestern festgestellt, dass ich bei meinem Umzug hier im Büro die vier Phasen der Trauer zu durchleben scheine..

Zuerst war ich komplett im Verweigern. Ich dachte, das ist alles ein Irrtum bzw. ändert sich eh noch und ist nicht so sicher, wie es dargestellt wird. Ich dachte einfach: Das kann nicht wahr sein – also wird es auch nicht wahr werden. Punkt.

Dann folgte eine Phase, in der mir dämmerte: Es soll wahr werden – es wird wahr… ?! *entsetzen*

Und neben der Wut und dem Wüten, heulte ich sehr viel – und war überhaupt zwischen Wut, Traurigkeit und Verzweiflung gefangen.

.. das entspricht den ersten beiden Phasen der Trauer.

Es ist allerdings auch schon ein gewisses Akzeptieren bei mir vorhanden. Ich beschäftige mich mit dem Gedanken, umzuziehen. Kann es manchmal auch akzeptieren. Denke manchmal, ich mach den Sprung. Weiche dann aber doch zurück (bisher).

Ich lass mir meine Zeit. Find ich auch gut so.

Und ich bin noch in meinem alten Zimmer – in ungewohnter Weise und nehme in gewisser Weise Abschied.

Das sind in gewisser Weise die dritte und vierte Phase, die nun auch durchschimmert. Vielleicht bin ich morgen schon einen Schritt weiter und ziehe um.. wer weiß.

Vorgestern hat mich meine Kollegin angerufen: Sie haben die neue Zimmereinteilung per Mail zugeschickt bekommen und sie hat sie mir auch nach Hause weitergeleitet. Ich muss vielleicht vorab sagen, dass ich diese Woche zuhause bin. Ich hab schon an Telefon bemerkt, wie mir der Blutdruck wieder ansteigt – folglich habe ich die Mailbox gemieden, wie der Teufel das Weihwasser und die Mail bestmöglich verdrängt. Dazu hab ich begonnen mich an die Kisten im Wohnzimmer und auch im dritten Zimmer zu machen.

.. naturgemäß hab ich nun seit zwei Tagen viele offene Kisten in der Wohnung, durch die ich mich nun durchschlängeln muss.

Gestern gegen Mitternacht hab ich die Mail dann doch aufgemacht.

Die neue Zimmereinteilung bringt mich derart in Verzweiflung, dass ich noch eine Stunde später einen Blutdruck von 199/93 hatte. Überhaupt hab ich nie mehr einen normalen Blutdruck seit zwei Wochen… und ich bin völlig überfordert und hilflos, was ich nun tun soll.

Dass die Wohnung voll ist mit geöffneten Kisten, in denen Sachen lagern, von denen ich nicht weiß, wo ich sie hinräumen soll und was damit tun, macht das Ganze nicht besser.

Ich hab tatsächlich mehrere Kisten der Pandora geöffnet: In meiner Wohnung – und in meiner Mailbox.

 

.. ach so: Und den Montagsstarter von Martin habe ich am Montag begonnen – doch leider nicht fertig bekommen. Diese Woche hat wohl das Motto „vieles beginnen, nichts fertig bekommen“.

Dass der Druck steigt, lässt sich jetzt auch direkt bei mir messen:

Ich hab ein komisches Gefühl gehabt und deswegen am Wochenende begonnen, meinen Blutdruck zu messen. Ich kam nie unter 140 weg.. Nicht mal direkt nach dem Aufwachen oder nach etwas Entspannendem wie einer Massage.

Bedenklich.

Somit nehme ich nun wieder meine ayurvedischen Tabletten, die ich vor einiger Zeit abgesetzt hab, weil der Blutdruck auch ohne sie einfach gut war.

Kotzt mich allerdings schon wirklich richtig an.

Nur, weil hier so ne Scheiße veranstaltet wird, muss ich mir die Tabletten einwerfen?!

Auf jeden Fall geht es hier langsam richtig rund .. doch das Coole ist, ich heule nimmer die ganze Zeit, sondern bin viel mehr in der Wut.. Okay – hier hab ich nicht ganz so viel geheult, wie daheim. Oder doch? Keine Ahnung.. Also am Wochenende hab ich gefühlt NUR geheult.. Okay .. sagen wir mal: viel geheult..

.. und viel gegessen 😦

Weia – ich hab gestern schon fast die 87 kg geschrammt! 86,8 kg .. Miiist! Also ich sag nicht, dass es erstaunlich ist (von nichts würde nichts kommen – von vielen Kalorien kommen eben Kilos..), aber ich finde schon: Es ist Mist.

Und klar, die Kilos sind auch dem Blutdruck nicht zuträglich.

Und die schlechte Ernährung ist auch eher kontraproduktiv für meinen Stresslevel.. Letztlich ist das ja auch wieder schlecht für die Verdauung, ich kaue nimmer so intensiv, esse mehr Mist, generell zu viel und dann eben auch zu süß, zu fett – und das wirkt sich dann auch als Stressor auf das Gesamtsystem aus. Unter anderem dem Blutdruck – aber auch der Psyche.

Doch ich verfolge nach wie vor das Ziel, jeden Tag was Schönes zu machen oder mir eine Freude zu gönnen. Hat gestern schon gut geklappt – mit einer Massage. Nicht so was Medizinisches, wie ich es öfters habe – eine richtige Wellnessmassage, so mit Aromaölen. Schöön 😀

Heute Abend hab ich beschlossen, dass es mir wurscht ist, dass ich doch eigentlich so viel zu tun hab und somit keine Zeit für sowas habe und gehe einfach zu einer Theaterinszenierung.

.. jawoll!

War ja vorgestern bei einem Personalrat meines Vertrauens und hab mit ihm gesprochen, dass der Umzug für mich gar nicht geht. Er meinte, er würde mal mit der Personalratsvorsitzenden sprechen. Doch gestern haben die Beiden nicht zusammengefunden. Da er freitags nicht im Haus ist, meinte er, ich solle doch mal heute selbst zu ihr. Eigentlich kann ich ja auch gut mit ihr..

Trotzdem hab ich mich heute den ganzen Tag nicht hoch getraut. Erst irgendwann am Nachmittag hab ich den Mut gefunden – und da war ihr Zimmer dunkel. Ganz toll. Aber im Zimmer vom Abteilungsleiter war noch Licht.. Nur hab ich nicht den Mut gefunden, rein zu gehen. Zumindest nicht gleich. Nachdem ich ne Weile bei den Kollegen im Stockwerk rumgeschlichen bin, bin ich wieder in mein Zimmer zurück und hab mich dann soweit in Wut genervt, dass ich genug Energie bekam, an das Zimmer des Abteilungsleiters zu klopfen – und ihm mein Anliegen vorzutragen.

Okay. Es hat nichts gebracht. Also zumindest nichts in dem Sinne, dass es eine Änderung geben wird.

Doch ich hab immerhin den Mut gefunden, meinen Unmut zu zeigen und zu formulieren. Das ist auch schon mal was.

Frustriert bin ich trotzdem.

Hab mich erst mal von Pete mit einem Espresso trösten lassen und ausgekotzt.

Und dann bin ich traurig zurück in mein Zimmer und wurde sauer – unendlich sauer!

Meine Wut hab ich dann gleich in Aktivität kanalisiert und die gesamten Verfahren der letzten Arbeitsjahre in Archivordner gestopft und aus dem Zimmer in den Archivraum gekarrt. Scheiß Zeug! Altes, drecks Scheißzeug! Anzünden will ich es! Geht mir auf den Sack! Alles geht mir auf den Sack!

Der Abteilungsleiter meinte ja, wir würden dann ja auch neue Schränke bekommen – also wenn ich die furchtbaren Regale bis zur Decke in den anderen Räumen sehe, bekomme ich die totale Vollmeise! Dann bin ich also in Zukunft zu dritt in einen Raum gestopft – zwischen raumhohen Regalen?! Nicht mal DAS darf ich hier selbst bestimmen – wie mein Zimmer eingerichtet wird, sagen auch die Anderen?!

.. könnte schon wieder losheulen vor Wut und Frust und Hilflosigkeit!

Es sprühen die Glücksfunken, …

.. wenn Du wochenlang nach einer guten Möglichkeit für eine Requisite suchst – und Dir die Kollegin innerhalb weniger Minuten die ideale Lösung anbieten kann! 😀

Ich hab echt gar keine Worte dafür, wie begeistert und dankbar ich bin!

… soooo toll! ❤

Bin gefrustet. Zum einen tut mein Hals hölleweh! Ich hatte eigentlich gedacht, dass es alles besser wird, denn nachdem der Schnupfen zuerst schlimmer wurde, ist er dann zurück gegangen – bis gestern!

Seit heute jedoch hab ich wahnsinniges Halsweh. Naja, und Schnupfen auch noch – klar. Und ein tolles Rumgehuste fängt jetzt auch verstärkt an. Echt nervig!

Doch ich weiss nicht, was nerviger ist: Die zunehmende Krankheit oder der Dreck mit der Werbung fürs Theater. Dieses EIntragen von Werbung überall raubt mir den letzten Nerv so langsam. Jetzt hab ich zum Beispiel einen Zugang bekommen für so eine Plattform. Eigentlich will ich nur einfach irgendwo Termine eintragen. Veranstaltungskalender halt – ist doch eigentlich ganz einfach, oder?

NEIN – ist es nicht! Der Zugang, den ich hab – da soll ich Artikel schreiben!

Was soll ich denn bitte für beschissene Artikel schreiben über ein Theaterstück, das jede Woche wieder gleich aufgeführt wird?? Sowas ist doch Thema für einen Veranstaltungskalender, wo die Spieltermine reinkommen – und gut is! Der Rest ist mir grad zu viel Kür und kann gern mal später kommen – aber doch nicht jetzt!!

Oh Mann.

Und Mama macht mir auch Sorgen. Ich verstehe nicht, was bei ihr los ist. Nun hat sie einen Arzttermin ausgemacht. Ich würde sie ja begleiten, aber sie kann mir nicht mal den Termin sagen, den sie ausgemacht hat. Sie ist einfach zu verwirrt. 10 Uhr 88 hat sie einen Termin, hat sie zu mir gesagt. Okay – alles klar. Muss ich wohl beim Arzt anrufen und dort mal nachfragen, wann sie einen Termin hat.

.. aber eigentlich hab ich morgen gar keine Zeit, mit ihr zum Arzt zu gehen. Und es ist auch n blöder Termin. Also so vom Tag her. Nur noch zwei Tage vor Weihnachten – und es ist irgendwie überall nur Druck. Nicht nur, aber auch im Büro .. und vor allem auch mit dem Theater, klar. Proben halt.. Dauernd. Und nebenher Requisiten machen – und am schwierigsten ist für mich im Moment, einen klaren Kopf zu behalten. Nicht in Panik auszubrechen.

Ich will morgen nicht im Büro fehlen – es ist der letzte Tag, an dem die Kolleginnen da sind. Naja, und dann hab ich noch komplett vergessen, dass ich für mein Patenkind ein Weihnachtsgeschenk brauche!! Schöner Mist. Echt! Das muss ich morgen Mittag besorgen, damit ich es seiner Mama mitgeben kann…

Argh!

Also manchmal hab ich das Gefühl, so wie es grad läuft, kann der Kurerfolg nimmer lang halten. Mist!

Auf jeden Fall habe ich heute Abend beschlossen, dass ich die erste Januarwoche Urlaub nehmen werde. Eigentlich dachte ich ja, ich könnte die Zeit im Büro nutzen, wo es etwas ruhiger ist – aber eigentlich will ich viel lieber die Zeit daheim nutzen, etwas Ordnung und Überblick zu bekommen. Da dreh ich auch grad am Rad. Und da in der Woche eh dauernd Proben sein werden, ist das von zuhause aus doch viel angenehmer zu händeln, als neben der Arbeit, oder?

Doch – ich glaub, ich brauch die Ruhezeit. Die nehme ich mir.

Dann kann ich mich auf alles mögliche stürzen … oder auch mal ne schöne Auszeit nehmen. Zum Beispiel zum überdenken, wann ich 2018 Urlaub nehmen möchte! So!

=> und wenn der Kopf freier ist, ist auch das mit dem Schreiben nicht mehr so ein Berg.
Was geht?! Ich KANN schreiben. Ich hab weit mehr als 15 Jahre ein Blog! Ich schreib auch sonst gut. Hab für meine Aufsätze früher immer gute Noten bekommen – also da werde ich doch mal hin und wieder einen Artikel für unser Theater hinbekommen! Echt jetzt!

=> und ne andere gute Nachricht hab ich auch noch:
Ich hab heute zum ersten Mal unter 84 kg auf der Waage stehen gehabt! Also 83,9 kg, um genau zu sein. Wow – super! Die Richtung stimmt. Sie stimmt echt wirklich sowas von!!

Schon wieder Dienstag Abend – doch ich hab das Gefühl, langsam und gelassen findet alles seinen Weg.

Ein schönes Gefühl!

Gestern hab ich bis halb zehn die Abrechnung der Kur und sonstiger Rechnungen in die Wege geleitet. Keine Ahnung, ob es alles richtig ist – doch immerhin ist es auf die Schiene gebracht und dann sieht man weiter! Besonders stolz bin ich, dass ich am Abend dann noch was gekocht hab und nicht einfach irgendwelchen Mist gegessen. Forelle mit Kartoffeln – ist doch was!

In den 20 Minuten, die die Kartoffeln gebraucht haben, hab ich aufgeräumt und somit auch mein „15 Minuten Haushalt“- Ziel erreicht. Am Ende der 15 Minuten lief die Spülmaschine. Ist doch was!

Der Bezirk des Mikrozensus ist dann auch abgeschlossen worden und somit hab ich den nächsten Haken auf der Liste gehabt. Auf der inneren Liste – hier auf der Liste hab ich diese „Alltäglichkeiten“ gar nicht aufgenommen.

Eigentlich viel zu spät, doch zumindest mit einem guten Gefühl, bin ich dann ins Bett.

Und heute?

Tja – ich hab ne Mail bekommen von dem Postservice, der unsere Theaterprospekte verteilen soll. Ob das Absicht ist, dass die Prospekte nicht gefaltet sind. Ähm .. NEIN?! Die sind gefaltet bestellt worden! Super.. echt. Also hab ich bei der Druckerei angerufen und nun muß die Rechnung nicht nur wegen der verspäteten Lieferung, sondern auch noch wegen unserer Mehrkosten für das Falten (was nun der Postservice macht) geändert werden. Also zumindest finde ich, die müssen das übernehmen – ich hab es ja richtig bestellt! Echt – wieder so was Unnötiges!

Ins Büro hab ich es ganz gut geschafft, für mich ist es zusätzlicher Stress, dass unsere Besprechungen jetzt auf neun Uhr festgelegt wurden, weil ich da oft erst gerade ins Büro komme und dann direkt in die Besprechung muß. Früher waren die immer 9:30 Uhr – doch meine Chefin meinte, das nun ändern zu müssen. Find ich etwas doof – aber gut..

Dafür hatten wir einen schönen gemeinsamen Mittag, weil eine Kollegin zu ihrem Jubiläum was ausgegeben hat. Echt lecker. Wenn auch nicht gerade konform zu meiner derzeitigen Ernährung, aber okay. Zumindest hab ich gut gekaut.

Für mein Kostüm und meine Requisiten hab ich von einer Theaterkollegin mal ne Idee zugeschickt bekommen. Da läuft bei mir jetzt auch langsam die Ideenfindung an, wie ich mich kleiden könnte.. Sehr schön! Ich hab das Gefühl, wenn ich manches andere aus dem Kopf räume, hat die Kreativität langsam genug Platz, sich mit dem Theaterstück zu beschäftigen. Gut, muß sie auch langsam .. trotzdem schön 😉

Naja – insgesamt ist der Tag schon echt okay.

Ich bekomme heute immer wieder Komplimente – hauptsächlich für meine Haare. Ja, die hab ich heute früh gefönt und zwar mit nem Seitenscheitel. Normal föne oder frisiere ich meine Haare NIE, ich lasse sie einfach immer lufttrocknen. Dachte bisher auch, es macht keinen Unterschied. Die heutigen Reaktionen beweisen das Gegenteil! Ich fühle mich richtig gut. Schön und gepflegt, schlank und beweglich – einfach ein tolles Gefühl!

Auch mit der Arbeit geht es voran, die großen Brocken, die anstehen werden kleiner, wenn ich sie angehe. Meist ist tatsächlich die Angst vor etwas das größte Hindernis, das mich blockiert. Doch so – Schritt für Schritt und ohne Panik und Gedrängel der zu erledigenden Aufgaben, die jeder um Aufmerksamkeit buhlen, um endlich dran zu kommen und es dadurch nur noch schlimemr machen, dass ich sie nicht angehe und erledige – geht es einfach irgendwie geschmeidiger voran. Und ruhiger. Innerlich gelassener. Echt cool!

Heute ist der letzte Arbeitstag einer lieben Kollegin von mir. Natürlich freut es mich für sie, dass sie eine tolle und interessante Stelle gefunden hat und nun ihre Familie wieder zusammenleben kann, weil ihr Mann nicht mehr am Wochenende pendelt, sondern sie und die Kinder gemeinsam mit ihm in ein Haus am neuen Arbeitsplatz ziehen können. Das ist absolut schön und verständlich.

Doch ich bin traurig, sie hier zu verlieren – als geschätzte und kompetente Kollegin, mit der ich gut und sehr gern zusammengearbeitet habe (tatsächlich hab ich einmal ein Projekt mit ihr ums Verrecken nicht an den Kollegen abgeben wollen, obwohl ich total überfordert war) und vor allem als liebenswerten Menschen.

Ich komme nicht gut klar mit Abschieden. Mit Veränderungen. Mit Loslassen.

Auch Mama wird mir irgendwie immer mehr entrissen. Naja, was heißt „mir“? … sie wird einfach irgendwie immer weniger Mama. Oder … ich weiß auch nicht. Nun steht die Vermutung im Raum, Mama könnte Myasthenie haben. Auch nicht gerade was, was ihr das Leben erleichtert. Und immer, wenn ich mich mit dem Gedanken beschäftige, bekomme ich Phantomlähmungen auf der Zunge. Das ist ekelig.

Mama war immer sehr stolz auf ihre Eigenständigkeit. Darauf, dass sie gut laufen konnte. Und sie hat viel gesprochen (leider manchmal auch viel Unsinn, nach Ansicht ihrer Töchter) und gelacht. Und ich stelle fest: Mama scheint sich sehr stark durch diese Dinge definiert zu haben. Also speziell fällt es beim „Laufen können“ auf. Manchmal macht es den Eindruck, als ob der Sinn ihres Lebens dadurch weg gefallen ist, dass sie nun einen Rollator zur Sicherheit benutzen soll. Aber gut, ich verstehe das schon: Sie wird dadurch massiv eingeschränkt. Und die Übersicht ist irgendwie auch abhanden gekommen. In wiefern sie das weiß oder nicht weiß, kann ich manchmal nicht richtig einschätzen. Und ich glaub, sie manchmal auch nicht.

Und jetzt soll ihr sogar noch das Sprechen genommen werden, weil die Zunge lahmt?? Wie soll das alles weitergehen?

Mir fällt es schwer, mit ihr zusammen zu sein. Ich weiß irgendwie nichts mit ihr anzufangen, ich werde aggressiv und hilflos und bekomme einen Drang, weg zu laufen. Und dann hab ich ständig ein schlechtes Gewissen, nicht genug für sie zu tun. Und doch merke ich, wie ich lieber Dinge für sie tu, die sie eigentlich gar nicht direkt mitbekommt. Die Unterlagen für die Briefwahl bestellen, daheim die Wohnung richten – sowas halt. Praktisch ohne direkten Kontakt. Ich komm schlecht mit dem Gegenüber zurecht, das da in Mamas Hülle vor mir sitzt. Und das tut mir unendlich leid und macht mich traurig. Ich verschwende die Zeit, die ich nun noch mit Mama haben könnte an irgendwelches „Zeug“. Selbst wenn manches davon „Zeug für Mama“ ist. Es ist wie ein Davonlaufen vor dem, was ist.

Ich spüre, dass es irgendwie immer weniger. Weniger Zeit mit ihr, weniger Mama … weniger Kontakt..??

Ich bin zerrissen. Einerseits fühle ich mich ständig in der Pflicht – andererseits möchte ich das alles nicht und will nur weg. Will, dass sie ihren Kram einfach wieder selbst macht! Und doch merke ich, dass das nicht mehr geht. Und bekomme dann den Vorwurf, wenn ich was mache. Oder manchmal gefühlt übertriebenen Dank für Selbstverständlichkeiten.

Es ist so schwer.

Ich bin eh keine Heldin im Loslassen. Nicht bei Dingen und nicht bei Menschen. Und nicht bei Tätigkeiten oder Aufgaben. Manchmal hab ich das Gefühl, nichts so wirklich hinter mir lassen zu können und wirklich abzuschließen. Außer so Zeug wie die Lohnsteuer vom Vorjahr. Zeug, wo wirklich definiert ein Ende hat bzw. mir ein Schlusspunkt aufgezwungen und vorgegeben wird.

Wie lerne ich es, loszulassen? Oder zumindest anzunehmen, was ist und nicht immer in Traumwelten zu flüchten, dass doch noch alles gut wird – oder anders.

Eigentlich wollte ich in den zweieinhalb Wochen hier im Büro, in denen meine Chefin und die Kollegen noch Urlaub haben, gut ausmisten und sortieren – doch ich bekomme den Kopf nicht frei. Die Aufgaben, die da sind, sind schon wieder zu viel und überlasten mich teilweise. Kieselsteinchen, die zu gefühlten Felsbrocken werden.. Und erst hinterher, wenn es gemacht ist, kommt das Gefühl:„Und warum genau war das jetzt wieder ein Problem für dich?“ Ich weiß nicht, ob ich dann hinterher bagatellisiere oder vorher dramatisiere. Wahrscheinlich eine Mischung aus beidem. Vielleicht ist es auch einfach die Masse, die mich abschreckt. Manchmal frag ich mich auch, ob ich nicht einfach nur abgrundtief faul bin. Andererseits hab ich irgendwie das Gefühl, es sind immer solche Berge an Dingen zu tun – das kann ja dann irgendwie auch nicht sein, dass ich faul bin … oder?

*seufz*

Auf jeden Fall wäre es weniger, wenn ich das Zeug anders wegarbeiten oder verarbeiten würde – seelisch und körperlich und krempelmäßig weniger.

Mist.

 

Mann, ging der Urlaub schnell rum.

Okay – bei nicht mal 1,5 Wochen ist das ja klar.

So richtig runter gekommen bin ich nicht, ich hab gemerkt, wie ich oft innerlich noch sehr am rotieren war. Selbst wenn nichts zu tun war – oder vielleicht gerade deswegen.

.. da fällt mir ein: Ich muß gleich mal beim Finanzamt anrufen!

Okay … Verlängerung für meine Steuererklärung ist jetzt bis Ende September.

Uff … schon wieder was von der Liste.

Irgendwie sind es lauter so Kleinigkeiten, die mich dauernd wieder hochpeitschen. Da ein Anruf beim Finanzamt, ein Telefonat mit der Hausärztin (wir versuchen seit über drei Wochen miteinander zu telefonieren, damit ich mal die Ergebnisse meiner Blutuntersuchung mitgeteilt bekomme), einen Termin mit dem Orthopäden (ja, ganz toll – hab vor ein paar Tagen festgestellt, dass sich bei mir ein Überbein am Fußspann bildet! Panik!) und dann wollte ich eigentlich noch wegen einer geplanten Kur mal Erkundungen einziehen.. Das stresst mich auch ein bißchen.

Und das war nur das „ganz private Telefonzeug“.

Beim Mikrozensus lauern noch Stunden von Interviews auf mich. Doch irgendwie kann ich das nicht loslassen. Ich weiß, dass ich diese Arbeit eigentlich abschieben sollte zur Zeit.

Denn beim Theater hab ich jetzt auch wieder etwas mehr zu tun, da ich mich um Prospekte und Plakate kümmere .. eigentlich um das ganze Werbungszeug. Doch bei dem kenn ich mich nicht aus. Deswegen hab ich gerade nur Prospekte und Plakate auf dem Schirm. Und ich hab die Rolle für die neue Saison zugesagt. War vielleicht auch etwas doof.

.. denn ich weiß ja nicht genau, was mit Mama an zusätzlicher Arbeit auf mich zukommt. Mama ist seit ein paar Tagen wieder aus der ReHa daheim und meine Schwester wohnt im Moment komplett bei ihr, um alles zu organisieren. Da bin ich ihr echt dankbar. Heute zum Beispiel ist der Termin mit dem MDK wegen der Einstufung des Pflegegrads. Im Prinzip geht irgendwie gar nichts mehr bei Mama „einfach so“. Nicht mal ein Arzttermin oder sowas. Ich find das ziemlich beängstigend. Vielleicht unterschätze ich Mama auch. Keine Ahnung.. Doch gestern waren wir zum Beispiel Eis essen (also meine Schwester und ich, Mama hat sich daheim ausgeruht) und als wir wiederkamen, meinte Mama, sie hätte schon „zu Abend gegessen“ … ja, sie hat nen Joghurt gegessen. Und so ähnlich ist das dann halt auch mit „Mittagessen“ oder ähnlichem.. Verflixt. Ich werde immer mehr (im Urlaub hab ich am Tag eine Tafel Schokolade und mehr gegessen… ich weiß auch nicht, ich hab den unheimlichen Ess- und Süßbedarf) und Mama ist spindeldürr. Warum hab ich das nicht von ihr, dass ich einfach nichts zu essen brauch?

Ich glaub, es ist wichtig, dass ich wieder mit Sport anfange, um die inneren Spannungen abzubauen! Ich hab heute die 94 kg überschritten (eigentlich erstaunlich wenig für die Kalorien, die ich in mich reingestopft habe in den letzten Wochen!) und hab gestern bewußt bemerkt, dass ich dazu tendiere, den Fahrstuhl nehmen zu wollen. Ja, klar. Es wird langsam wieder beschwerlich, die Treppe zu nehmen! Ganz schlecht! Ja, und im Urlaub bewege ich mich auch oftmals weniger, als an einem normalen Tag. So ein Urlaubstag oder Wochenendtag daheim – da komm ich auf keine 2000 Schritt. Normal bekomm ich in meinem Alltag die 8000 bis 10000 Schritte schon irgendwie ohne Megaumstände zusammen.

Naja, gut.

Zum Glück geht es sich hier im Büro ruhig an. Das brauch ich grad auch, dass ich hier zumindest halbwegs nen Ruhepol hab. Schon was erledigen und wegschaffen, aber nicht noch bergeweise das Zeug oben drauf. Ich hab auch vor, etwas Zeug weg zu schaffen hier. Und damit meine ich: Ablage, Ablage, Ablage und weg mit dem Krempel! Das erdrückt mich hier alles!

Kleines Problem: Ich hab seit Jahr(zehnt)en keine Ablage gemacht und ich bekomme Panikanfälle, wenn ich es machen soll. Doch das macht es ja auch nicht besser. Die Stapel wachsen und wachsen und ich hab keinerlei Übersicht mehr! Also muß ich der Angst ins Auge schauen, das Herzrasen und die Atemnot überwinden, die mich beim Beschäftigen mit dem Papierbergen befällt – und endlich reduzieren und aufräumen!

.. oh Gott – schon wenn ich das schreibe, bekomme ich einen Anflug von Angst, wird mir übel und befällt mich ein flaues, kopfloses Gefühl.

Aber egal.

So kann es nicht weitergehen!

Heute wird noch ein bißchen „Urlaubsrückstände“ aufgearbeitet und ein paar einfache Arbeiten erledigt sowie dringende Anfragen beantwortet – und morgen starte ich mit der ersten Portion an „Aufräumen“. Auch wenn es nur EIN Ordner wird, der dann geordnet ist .. das ist dann ein Anfang! Einfach nicht entmutigen lasen von den noch unsortierten Ordnern, die da noch lauern!

So!

Daheim wäre das zwar auch ne gute Sache … doch irgendwie kann ich nicht an allen Fronten gleichzeitig Kraft investieren. Also werden jetzt erst mal im Büro die ersten Schritte in die Klarheit gemacht!

Mai 2018
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