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Also wenn das so weiter geht:

2018 – geh weg – Du bist SCHEISSE!

Viel zu viel Rummel und Stress .. so war das NICHT geplant! *zornigaufstampf*

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Hab mir grad mal die Wahlergebnisse angeschaut..

Whaaat?!

Die AfD ist drittstärkste Partei?!

… ähm.

Echt jetzt?!

Hab zwar keine Kinder, denen ich das später oder heute erklären muss und werde wohl vermutlich auch keine mehr haben in diesem Leben … aber etwas gruselig ist das ja schon.

 

Da sitz ich. Beim Punkt „Ruhe“ vom vorhin ausgefüllten Freitags-Füller. Also zumindest sowas wie Ruhe – auf dem Sofa mit dem Laptop und im Fernsehen läuft Young Sherlock Holmes.

Der Nachmittag war echt schön. Meine Freundin hat nen Rucksack gekauft für ihre geplante Wanderung. Ich hab auch einen gekauft – aber nur so für den Alltag. Und der Rucksack scheuert. Ich weiss nicht, ob ich den behalten mag.. Mal schauen, vielleicht tausch ich ihn um oder geb ihn zurück. Ist trotzdem schon mal n Fortschritt (selbst wenn ich ihn zurück gebe), weil mein letzter Rucksack schon seit Monaten hinüber ist und ich mir bisher noch keine Zeit genommen hab, mir einen Ersatz zu kaufen – und jetzt hab ich mich immerhin schon mal um ne Neuanschaffung gekümmert. Is doch was 😉

Ehrlich gesagt: Wenn ich meinen Eintrag zum letzten Freitags-Füller lese, fühle ich mich ja selbst als Drama-Queen. Bin ich echt so überfordert – oder überzieh ich einfach nur?

Aber ich hab mich echt so gefühlt in dem Moment, wo ich das geschrieben hab!

Jetzt bin ich wieder ausgeglichener … der Nachmittag mit meiner Freundin hat mir wohl echt gut getan. Auch wenn die mich manchmal mit ihrer gandenlosen Ehrlichkeit nervt, die ich nicht immer hören mag – ist unbequem!

Somit wurde mir auch vor Augen geführt, dass sie ihre Träume und Ziele hat und diese verfolgt… und mir diese gerade irgendwie abhanden kommen und ich nur noch das Gefühl hab, irgendwie allem Möglichen hinterher zu stramplen..

Das tat weniger gut.

Überhaupt: Wo ist bei mir gerade die Grenze zwischen Überdramatisieren und wirklicher Überforderung?  Ich weiss es nicht.

Im Moment fühlt sich alles sehr ruhig und gut an … doch heute Nachmittag war WIRKLICH alles für mich hochdramatisch und nicht zu schaffen. Und das Ganze aus eigentlich kleinem Anlass.

Vielleicht strengt es mich derzeit so an, auf der Gerade zu bleiben, dass ich bei der kleinsten Unebenheit total in Panik, aus dem Gleichgewicht zu kommen, das Lenkrad völlig verreiße und heillos übersteure!

Hm.

Komm runter Drama-Queen! *Augenroll*

… hier gerade auf meiner Couch kann ich das gar nicht richtig nachvollziehen.

Doch ich fürchte, der nächste Ausschlag des barbarellischen Dramameters lauert schon auf mich..

Mist.

Ich weiss mich langsam nicht mehr ganz einzuschätzen und das macht mir Sorge. Manche Leute sagen, dass ich wirklich zu viel um die Ohren hab und auf mich achten soll – und irgendwie sprechen die Zeichen dafür … und trotzdem ist es so schwierig, los zu lassen oder sich mit dem Gedanken zu befassen, dass ich irgendwo kürzer treten soll(te).

… vielleicht sind ja die anderen die Drama-Queens und Drama-Kings???

Oder ist das nur so eine Art blauäugiges Pippi Langstrumpf Syndrom von mir, a la „Ich mach mir die Welt, widde-widde, wie sie mir gefällt!“?

Ich bin für ein umweltverträgliches Verhalten – mehr noch: Ich bin für ein umweltschützendes Verhalten.

Nicht nur deswegen fahre ich seit Jahr und Tag mit den öffentlichen Verkehrsmitteln – unter anderem auch täglich zur Arbeit.

Nun gibt es ja seit Anfang des Jahres, also Januar 2016, den Feinstaubalarm. Dadurch ist man aufgerufen, seinen „Komfort-Kamin“ (hab ich nicht) nicht zu benutzen und sein Auto stehen zu lassen zugunsten der öffentlichen Verkehrsmittel (mach ich eh üblicherweise, wenn ich in Stuttgart unterwegs bin). Somit bin ich in dem Sinne, eh ein nicht-Feinstaub-Produzierer. Oder Feinstaubverursachsparer oder was weiß ich. Und das ganzjährig – wohlgemerkt! Ich nutze nämlich auch die öffentlichen Verkehrsmittel, wenn KEIN Feinstaubalarm ist – wie zB den ganzen Sommer, in dem das aus irgendeinem Wetterlagegrund nicht „Saison“ hat.

Seit die „Saison“ nun wieder begonnen hat, wird auch dauernd wieder Feinstaubalarm ausgerufen. Ehrlich gesagt: Ich hab das Gefühl, es ist öfter Alarm als nicht! Vielleicht geht das anderen Leuten nicht so – mir persönlich geht es langsam auf den Sack! Und zwar gewaltig! Dabei könnte es mir ja egal sein, denn ich fahr ja eh nicht mit dem Auto nach Stuttgart rein. Aber dieses dauernde ALARM-Getue find ich schon nervig.

Abgesehen davon: Leute, die normalerweise die Luft verpesten, dürfen während dem Feinstaubalarm zum reduzierten Preis fahren (Kinderticket) und Leute, die ganzjährig den „Alarmvorschriften“ genüge tragen (= eine Jahreskarte haben) dürfen – Achtung! – umsonst auf den Fernsehturm während dem Feinstaubalarm. Einmalig und allein. Super Deal, Leute – echt! Da ich eh im Durchschnitt alle 20 Jahre mal auf den Fernsehturm geh, ist das echt, echt, echt n wahnsinnig reizvolles Angebot, was ihr mir da macht. Und es ist ja auch ne tolle Verbindung zum Luftschutz. Von da oben seh ich bestimmt die fein(staubig)ste Staubdunstglocke über Stuttgart – sprich: Tolle Aussicht!

Wer denkt sich sowas aus?!

Ehrlich – ich als Jahreskartennutzer komme mir verarscht vor!

Die Leute, die normalerweise ganzjährig verpesten, haben die reelle Vergünstigung – und ich das Nachsehen .. ach ne .. die Aussicht. Oder soll ich etwa auf den Fernsehturm, weil ich dann besser über dem Unsinn drüberstehen kann?!

Und mal im Ernst: Das dauernde Alarmausgerufe erlahmt wirklich jeden noch so starken Feinstaubalarmmuskel, meiner Meinung nach. Beispielsweise haben wir jetzt seit 21. November mit gerade mal 2 Tagen (!) Unterbrechung durchgehend Feinstaubalarm, also seit bald drei Wochen! Ende im Moment noch offen.

Das läuft nämlich meiner Meinung nach wie beim zu oft „Der Wolf ist da!“-Schreien des Hirtenjungen im Märchen: Irgendwann reagiert halt einfach keiner mehr und nimmt das nimmer ernst, wenn man dauernd Alarm macht!
Auch wenn (im Gegensatz zum Märchen) keine Lüge und Langeweile der Auslöser des Feinstaubalarms ist, find ich trotzdem: Es härtet einfach ab.

Revolutionärer Barbarella-Vorschlag:

Macht es doch lieber andersrum:

Animiert die Leute, dass es NORMAL ist, die Umwelt (und damit die Feinstaubwerte) zu schonen, verbessert die unsäglichen öffentlichen Verkehrsmittel in Stuttgart, macht die Fahrpreise attraktiv … und ruft einfach alternativ dazu ein paarmal im Jahr für ein paar Tage die Luftversautage aus! Da dürfen die Leute dann mit fetten Baggern durch Stuttgart preschen und hemmungslos mit Staubwerfern (analog zu Wasserwerfern oder Laubbläsern, je nach Vorliebe) um sich pusten .. Staubmaske für Teilnehmer inklusive!

DAS wäre zumindest ehrlich!

… echt ey!

Heute morgen auf der Waage hat sich das gesamte Schlemmspektakel der letzten Wochen dargestellt. Besser gesagt: Es hat sich so dargestellt, dass ich es nun auch wahrnehme! Ich hab eine Schallmauer überschritten, die ich nun nimmer kleinreden kann. Und auch nimmer will.

Eigentlich will ich ja unter 90 kommen und das seit Juli (also zumindest hatte ich da zum ersten Mal 90,x) … zuletzt pendelte ich zwischen 91 und 93 .. wobei da auch 93,x zu zählte.. Ja, eigentlich pendelte es immer ein bißchen hochwärts, 91,x hatte ich zuletzt vor vier Wochen. Und heute früh *peng* 94,1 auf der Waage! Schooock!

Wobei es bei meinem Ernährungsstil der letzten Wochen eher erstaunlich ist, dass es nicht früher kam.

Wie auch immer: Jetzt ist Schluß!

Hab den Tag heute mit einem Shake begonnen. Shake in laktosefreier Milch. Hat immer noch erschreckende 400 Kalorien .. aber gut: Eiweiß. Und wenn ich es als Nahrungsmittel sehe und nicht als „nebenher was trinken“ ist das ja auch schon mal was.

Abgesehen davon hab ich begonnen heute auch wieder das Essen aufzuschreiben. Gut 900 1000 (hab den Nachtisch vergessen. Was ist eigentlich „Schwedencreme“?!) Kalorien hab ich schon heute. Ich setze mir als Ziel nun erst mal 1500 Kalorien am Tag. Das ist gute 600 Kalorien unterm Bedarf und sollte helfen.

Die schlechten Angewohnheiten, die sich immer mehr wieder eingeschlichen haben, werden abgestellt. Hab zuletzt abends drei Brote gegessen .. und dann noch irgendwas rumgeschnuckert.. Joghurt, Kaba, Chips, hartgekochtes Ei .. irgendwas halt, was ich gefunden hab.

Und komplett abgestellt wird auch wieder Cola. War zwar (meist) nur Cola Zero – doch es ist schon wieder gut n Liter am Tag und es macht mir einfach die Schnute süß! Ich hab auch dauernd Eiweißriegel gemampft (so viel „gesünder“ als Schokolade – und doch Schokolade *smile*) und hab inzwischen auch wieder richtige Schokoriegel gekauft. Vor allem Kinderriegel .. ab und an Milky Way. Oder sooo. Auf die Gummibärchen im Vorzimmer war auch schon wieder auffällig die Jagdsaison eröffnet.. Schluß damit!! Mit allem!!

Mein Kollege hatte nen guten Tipp gegen Süßhunger. Er meinte, er trinkt dann immer n Glas Wasser – davon geht es weg. Trinke eh zu wenig. Mach ich jetzt auch so. Punkt.

Weiterhin werde ich schauen, dass ich meine 10.000 Schritte am Tag mache wie bisher. Das ist gut. Das soll so bleiben. Auch der Sport alle mindestens 5 Tage ist gut. Sollte heute wieder dran sein. War Montag das letzte Mal und Wochenende ist immer ein bißchen doof – so mit Schnüggel.

Hmm.

Also wenn ich jetzt mal ganz ehrlich bin: Ich merke, wie ich wieder fauler werde. Das Treppensteigen ist nimmer ganz so automatisch wie früher. Helga, meine innere Schweinehündin klinkt sich gern ein und deutet freundlich und verlockend auf die Fahrstuhltür.. Und (was ich noch extremer finde) ich meine zu merken, dass ich die paar Kilo mehr drauf hab. Also die ca. 2-3 Kilo jetzt. Fühle mich plump und .. aufgedunsen?! Und da hab ich noch neulich beim Lesen von Erzählmirnix innerlich die Augen gerollt wegen dem Zwei-Kilo-in-zwei-Jahren-Drama. Also weniger bei den Gedankenschnipseln (die Gedanken sind ja verständlich und bekannt für mich) als eigentlich bei der Bemerkung im Kommentar, dass man die zwei Kilo doch deutlich merken würde. „Zwei Kilo! Hallo?! Das merkt man doch nicht!“ dachte ich. „Naja .. vielleicht halt schon mit sinkendem Gewicht. Aber ICH merk sowas NICHT! So!“

Hmpf.

Doch. Ich muß kleinlaut zugeben: Doch, ich merke sie glaub auch.

Oder bilde ich mir das nur ein?!

.. schon strange. Strange und vor allem: Ich hab ein Gefühl von „Es wird mir jetzt echt zu viel!“

Ob das Gefühl nun „nur“ den Körper betrifft oder einfach gerade alles ein bißchen über den Kopf wächst, sei mal dahingestellt.

Allein, dass diese Woche die konkrete Anfrage meiner Freundin kam, die mit mir nächstes Jahr nen Urlaub planen will (vorzugsweise im Mai) und mein zukünftiges Patenkind getauft werden soll (auch im Mai) und ich eigentlich im Mai in Kur wollte (ist aber noch nicht fest … und überhaupt weiß ich es noch nicht, ob das klappt), ist für mich ein mega Stressfaktor. Ich will nicht jetzt schon fast jedes Wochenende verplant haben bis Juni 2017! *Panik*

Hey – außerdem hab ich KEINE Ahnung, was für ne Situation nächsten Mai ist! Okay, Mai ist sicher die Theatersaison vorbei (deswegen ist ja bis April sowieso keine Planung für Urlaube oder sowas möglich, außer wir hätten ein spielfreies Wochenende) – doch: Was für nen Job hab ich dann? Bin ich tatsächlich die Chefin? Dann gehe ich bestimmt nicht auf Kur. Das wird kaum klappen von der Arbeit her. Da muß ich dann selbst schauen, wie ich mich über Wasser halte. Gesundheitlich (und überhaupt) gesehen. Hab ich nen neuen Chef bis dahin? Dann stellt sich die Frage: Wer? Wie ist der? Kann ich dann in Kur?
.. soll ich den Kurgedanken überhaupt streichen? Oder verschieben?

Aber ist es nicht komplett bescheuert, die Kur immer wieder raus zu schieben?! Hallo?? Das ist MEINE Gesundheit, die ich da auf „später“ schiebe!

Ich werde echt ganz irre.

Und mal nebenher fällt mir gerade beim Schreiben auf: Mein Gewicht ist AUCH meine Gesundheit.

Ich glaub, es ist ganz gut, mal wieder ein bißchen mehr darauf zu schauen, was ich da alles in mich reinstopfe. Und vielleicht auch, wieso.

Nach was hungert es mich denn wirklich?

.. DAS ist doch eigentlich die Frage!

Hab gelesen, heute sei der Anti-Diät-Tag

Wußte gar nicht, dass es sowas gibt.

Und bin hin und her gerissen!

  • Klar finde ich Diät doof.
    Dick sein finde ich jedoch auch doof.
  • Klar finde ich Selbstakzeptanz richtig und wichtig.
    Ein gesundes Gewicht und damit ein gesunder Körper ist jedoch auch richtig und wichtig!

Es ist echt schwer, zu jedem Thema eine Meinung oder Einstellung zu haben. Besonders, wenn sie „von innen“ kommen soll.

Hatten wir es heute in der Therapie auch von – ich suche meine Meinung lieber außen, als innen. Sozusagen: Mal schauen, was es so an Ansichten gibt – und welche ich davon auch für mich gut finde… Die Verbindung nach innen … hm .. sie ist irgendwie unterbrochen. Oder zumindest nicht besonders gut entwickelt. Oder es ist einfach ein übermäßig gut trainierter Reflex, mit allem, was ansteht, erst mal draußen zu schauen, was die Meinung ist.

Was das noch mit Diät oder Anti-Diät zu tun hat?

.. keine Ahnung.

Vielleicht sollte ich versuche, eine Anti-Diät zu meinem Inneren zu machen.

Hä? .. ist das Logisch?

Hm … ja – ne Diät zu den äußeren Meinungen. Genau.

 

… btw:
Ich hab im Vergleich zum Fröhlichkeitsanfall! wieder n gutes Kilo weniger. Also ich kann nur eins sagen:

Abnahme? … läuft 😀

Fühle mich allerdings trotzdem nicht wirklich auf Diät!

Das Wort ansich ist für mich eher negativ besetzt … mit „Freudlosigkeit“, „Einschränkungen“ und vor allem „Jojo-Effekt“ .. und zu all dem hab ich gerade null Bezug – so von INNEN raus.

 

Fettlogik überwinden

So … lese (endlich!) Fettlogik überwinden, während ich unter der indischen Sonne schwitze.

Einigen Kapiteln kann ich gut folgen – mich begeistert auch die absolute Überzeugung, dass wirklich die Kalorien (und NUR die Kalorien) und deren Bilanz wichtig sind fürs Abnehmen.

Klar:
Mehr reinschaufeln als verbrauchen => Zunahme!
Mehr verbrauchen als reinschaufeln => Abnahme!

Der Theorie folgte ich gefühlsmäßig schon immer (gedanklich folgen! Nicht anwenden! *pfeiff*) – und Dingen wie „Du musst unbedingt frühstücken!“ oder so einen Käse .. also dem schwöre ich gern ab. Ich frühstücke ja auch nicht wirklich und hatte immer ein schlechtes Gewissen .. auch bei meinem späten Essen gegen zehn abends und so.

Der Argumentation, dass jeder jedes Gewicht haben kann, kann ich theoretisch folgen – trotzdem hab ich die innere Überzeugung, dass es für mich nicht unter ein gewisses Gewicht gehen kann – und da wäre ich dann knapp bei BMI 25 oder so. Denn die Sache mit dem „breiten Körperbau“ halte ich nur in gewisser Weise für rückbildbar. Kann ich bei den Rippen noch nachvollziehen (bin auch noch nicht bei dem Kapitel – hab es nur beim durchblättern aller Überschriften gesehen), aber wie bitte soll es bei Beckenknochen funktionieren? Geburtsfreudiges Becken bleibt geburtsfreudiges Becken … zumindest nach meiner derzeitigen (Fett?)Logik.

Auf jeden Fall hab ich jetzt die Hälfte des Buches – bin auf Seite 177, wen es interessiert.

Noch weiß ich eigentlich noch nicht genau, was das ist. Trotzdem mache ich mir schon meine Gedanken dazu und hab etwas gemischte Gefühle.
Irgendwie typisch für mich. Immer erst mal Angst haben… *seufz*

Hab mir vor vier Tagen das Buch Fettlogik überwinden gekauft. Schön brav beim Buchladen um die Ecke und nicht online bestellt (damit unterstütze und unterstreiche ich meinen persönlichen Wert von „reale Buchläden erhalten“).

Ich hab mich schon seit Januar auf das Buch gefreut, es war nämlich nimmer erhältlich und ne neue Auflage für Februar angekündigt worden.

Doch ein bißchen gruselt es mich auch vor dem Buch. Wenn ich die Diskussionen im Blog der Autorin lese, finde ich manches echt skuril..

Vielleicht liege ich einer sogenannten „Fettlogik“ auf – ich bin jedoch echt überzeugt, dass das Aufnehmen von zu wenig Kalorien den Stoffwechsel runterfährt. Das Argument „Dann müßten in Hungergebieten ja die Leute immer dicker werden!“ halte ich für ziemlich seltsam in dem Zusammenhang – schließlich zeichnet schon der Begriff „Hungergebiet“ aus, dass da nicht abwechselnd Nulldiät und Fressorgie angesagt ist, sondern dauerhafter Mangel an Nahrung herrscht. Ein „zu viel“ an Nahrung liegt also wohl nie vor, somit hinkt dieses Argument in meinen Augen gewaltig…
Auch hab ich selbst (leider) schon (mehrfach!) die Erfahrung gemacht, dass ich nach längerem Zügeln und Verzicht zu späterem zügellosem, emotionalen Essen tendiere.

Hm.

Bin mal gespannt auf das Buch. Und darauf, wann ich mal anfange, es zu lesen. Hab ja immer noch so viele Bücher vor zu lesen. Und lese so wenig. Aktuell bin ich an Der Biophilia Effekt – Heilung aus dem Wald und das gefällt mir wirklich gut. Und trotzdem schaffe ich es kaum, zu lesen *hmpf*

In den Urlaub möchte ich die Fettlogik aber auf jeden Fall mitnehmen 😉

Nun gut. Im Moment bin ich ja „so nebenher“ am Gewicht reduzieren. Ein Nebeneffekt von der histamin-, gluten- und laktosearmen Ernährung. Sind vermutlich auch weniger Kalorien. Zudem kein Cola (wegen Fastenzeit) .. und da Schokolade ja histaminhaltig ist (in diesem Fall: Wie praktisch!) auch keine Schokolade. Dazu die Bürstenmassagen und Wechselduschen und die basischen Strümpfe in der Nacht. Naja – und die Ärztin hat die Schilddrüsentabletten etwas höher gesetzt, weil die Schilddrüsenwerte zu niedrig waren. Ich bin nach den letzten Blutergebnissen jetzt näher an der Überfunktion, als (wie sonst meist) in der Unterfunktion. Sie meinte, das lassen wir jetzt mal so, es würde beim Abnehmen helfen (vermutlich auch ne Fettlogik? Nun – ich werde es bald erfahren erlesen).

Naja – am Wochenende waren es sowas zwischen 4 und 5 Kilo, die ich seit Mitte Januar weniger hab. Find ich auf jeden Fall schon mal toll.

Ohne Kalorienzählen – jedoch schon mit Verzicht auf diverse Lebensmittel und vor allem Verzicht auf Fressanfälle.

Ich hoffe, ich integriere auch noch irgendwann die Bewegung. Im Moment verfolge ich zur Abwechslung eher die Taktik, mich daran zu freuen, dass ich einiges geschafft habe, neu zu etablieren und schaue auf die Erfolge, statt (wie sonst gewöhnlicherweise) nur darauf zu schauen, was ich alles noch zu machen hab und noch nicht geschafft hab und dann nach (meist) kurzer Zeit den kompletten Bettel hin zu werfen..

Zu gern würde ich Dir eine Mail schreiben, wieviel Freude Du mir im vergangenen Jahr mit Deinem Küken-Kalender bereitet hast – leider habe ich Deine Mailadresse nicht.

.. also mach ich einfach einen Blogbeitrag. Vielleicht liest Du es ja per Zufall, wer weiß.

Also, lieber Gunter (darf ich Dich Gunter nennen? .. naja – darfst mich auch Barbarella nennen, also lassen wir das mal so..), ich hab seit Jahren auf meinem Schreibtisch so einen täglichen Abreißkalender. Begann wohl mit einem Simplify your Life oder sowas in der Art Kalender.. Jeden Tag eine kleine Anregung für mich, um ein besserer, aufgeräumterer, glücklicherer Mensch werden. Sowas in der Art dachte ich mir da bestimmt…

Klappt doch bestimmt auch bei mir, so Schritt für Schritt und jeden Tag immer nur eine kleine Seite zum Lesen.

Nach dem ersten Jahr machte ich die Erfahrung:

Das Jahr war rum .. auf meinem Kalender war noch „Oktober“ angesagt. Und das, obwohl ich teilweise wochenweise die Blätter nachgeackert hatte nach Urlauben oder so. Also meist nur rausgerissen, nicht alle gelesen – und natürlich erst recht nicht alle Tipps umgesetzt.

Aber gut. Ich bin ja etwas hartnäckig, wenn es darum geht, dass ich was ausprobiere. Ein erster Fehlversuch schreckte mich also nicht. Zum einen behielt ich die nicht beabeiteten Blätter, zum anderen gab es nen neuen Kalender: Zu Simpliy gesellte sich noch Weg damit! Entrümpeln für jeden Tag – doppelt hält besser. Ich hatte dann einen Kalender daheim und einen im Büro. Geht’s nicht mit Gewalt, braucht es noch mehr Gewalt! So!

Natürlich war Ende dieses Jahres dann bei zwei Kalendern noch sowas wie Spätsommer, als aus dem Radio „Stille Nacht, Heilige Nacht“ allerorts zu hören war..

„Okay!“, dachte ich mir, „Aufräumtipps hast Du nun noch ungelesene für mehr als ein Jahr, die kannste ja aufarbeiten. Wie wäre es mit ein bißchen Spaß?“

So fand mein erster A joke a day zu mir. Jeden Tag einen Witz lesen, das stellte ich mir gut vor. Und englisch auffrischen gab es Huckepack gratis dazu. Auch meine Kollegin von ein paar Zimmer weiter sprang auf diesen Kalender sehr an – immer, wenn sie in mein Zimmer kam, fragte sie:„Was ist der heutige englische Witz?“

.. sie war glaub sehr enttäuscht, als ich zwei Jahre später wieder einen dieser Aufräum-Vereinfachen-glücklich-sein-Kalender kaufte .. denn auch zwei Jahre englischer Witz waren zwar witzig gewesen, aber hatten trotzdem irgendwann mit haufenweise Blätter der Kategorie „werde ich mal noch irgendwann lesen“ geendet.. Ich hatte nämlich irgendwann immer nur noch abgerissen, wenn die Kollegin nach dem Witz fragte und dann gedacht, ich les das dann später (= nie).

Ich glaubte aber trotzdem weiterhin daran, dass ich irgendwann ein ordentlicher Mensch werden könnte – und auch ordentlich meinen Jahreskalender durchlesen werde.

… deswegen folgte also wieder (wie erwähnt) ein Aufräum-Entrümpel-glücklicher-Mensch-werden-Kalenderjahr.

Ahnst Du schon, dass im Dezember immer noch ein gutgenährter Kalender auf dem Schreibtisch stand?

Zumals hatte ich inzwischen noch einen sehr wohlgenährten Spanisch-lernen-Abreisskalender daheim rumstehen .. bei dem war noch Jahre später Januar…

Und in den Schubladen und daheim mehrere Jahre Kalenderblätter zum nachlesen, erstes Mal lesen, Tipps befolgen, … blablabla (unter uns: Ein regelrechter Horror an Aufräum-und-Entrümpel-Weisheiten und englischen Witzen!)

2014 versuchte ich es wieder mit dem täglichen englischen Witz und erwarb Jokes & more – wirklich witzig. Und die Kollegn war auch wieder glücklich.. trotzdem hatte ich irgendwie immer noch übrigen Kalender am Jahresende.

Langsam dachte ich, das wäre bei mir halt so und ich wäre kein Abreisskalenderdurchhaltetyp.

Trotzdem wollte ich immer wieder einen auf dem Schreibtisch stehen haben, bin wohl doch ein Gewohnheitsmensch – oder einfach unbelehrbar, wer weiß..

Für das Jahr 2015 fiel mir Dein Küken-Kalender in die Finger.

„Ein Jahr lang Cartoons – das könnte lustig werden.“ dachte ich mir und verhaftete das Küken..

Mein Zimmerkollege, der das Jahr vorher immer durch den englischen Witz genährt wurde, bekam nun das Küken von mir vorgesetzt.

Ich fand das Küken zum SCHREIEN komisch und liebte seine skurile, schrullige, seltsame Art sofort. Erst nach einer guten Weile wurde mir bewußt, dass dieser Kalender vom kann Karate-Küken-Zeichner war, dass ich schon seit Jahren als Magnet an der Wand hängen habe.

Mein Zimmerkollege fand das Küken dagegen offensichtlich manchmal nicht soo luschdig. Manch einem Kollegen mußte ich gar erklären, was denn an gerade diesem Cartoon lustig sein sollte.

Und das Küken schaffte, was kein Kalender den den Jahren zuvorgeschafft hatte:

Ich war täglich in seinen Bann gezogen .. okay, manchmal hing ich ne Woche hinterher, doch die holte ich stets schnell wieder ein, ungelesene Blätter gab es nicht lang und ich kann heute, am 30. Dezember 2015 verkünden:

Den Küken-Kalender 2015 hab ich komplett bis zum 31. Dezember 2015 gelesen.
.. ja, ich konnte den morgigen Tag nicht abwarten udn hab vorgearbeitet… isch halt so!

Das, lieber Gunter, ist einmalig in der Geschichte der Büroschreibtischabreisskalender der Barbarella!

Ich gratuliere! *Konfettiwerf*

Zudem hat mich das Küken nebenher noch animiert, aufzuräumen: Ich hab komplett alle „Die les ich irgendwann noch/doch mal!“-Abreissblätter der vergangenen Jahre weg geworfen. Es ist nur noch ein komplettes Jahr Küken bei mir gelagert .. denn das Küken, das hat sich so tief in mein Herz gebohrt, das mag ich nimmer hergeben..

Danke, lieber Gunter, danke – Du und Dein Küken haben was geschafft, an das ich eigentlich gar nimmer geglaubt hab.

Und das beweist: Manchmal muß es halt doch einfach „nur“ das RICHTIGE sein und dann klappt es. Das Küken hatte mich im Bann, hat mir das ganze Jahr Spaß gemacht und Freude gebracht 😀

Ich wünschte nun, es gäbe für 2016 auch einen Küken-Kalender, denn ich finde keinen.

Sehr, sehr schade.

Hab aber seit ca. zwei Jahren schon einen neuen Kandidaten in den Startlöchern, der nun seine Chance bekommt:

Der falsche Kalender von Marc-Uwe Kling.

Mit ohne Wochentage und von dem her jedes Jahr einsetzbar, warum also nicht 2016? – und mit verdrehten Zitaten.

Halt leider ohne Bilder. 😦

Und vor allem ohne Küken, dass den Typen vor dem Kalender anpflaumt oder den Chickendance macht oder so… 😦 😦

Aber vielleicht klappt es ja doch und der falsche Kalender ist Ende 2016 ganz rank und schlank.

Und vielleicht klappt es 2017 dann wider mit nem Küken-Kalender, hm?

.. mich würde es freuen!

Herzlichst – und rutsch gut ins neue Jahr

Barbarella

 

 

 

Hab ich doch letztens für meine Ausbildung die Abschlußarbeit gemacht. Ein Pflanzenporträt war zu erstellen. Hab ich also in Internet und Büchern (na gut .. eigentlich nur im Internet) Fakten zusammen gesammelt und mein Porträt erstellt. Letztlich waren es ca. 2/3 Fakten und Infos und ca. 1/3 Persönliches zur Pflanze. Empfindungen, Erlebnisse, Eindrücke, Beobachtungen .. so was halt.

Hab dann Schnüggel das Ganze gegeben – so zum Drüberlesen. Und er meinte dann:„Du solltest echt mehr schreiben – der letzte Abschnitt, also der ist am Schönsten. Das bist voll Du!“

Hm .. stimmt, es gab Zeiten, in denen ich mehr geschrieben hab.

Und es macht mir auch Spaß zu schreiben.

Warum mache ich es nimmer so häufig?

Tatsächlich spielt dabei die Angst vor dem „Erkannt werden“ eine zentrale Rolle. Und manchmal steckt da auch echt erstaunliches in den Köpfen der Leute fest, an was ich mich gar nimmer erinnere..

Wie zB auf dem Kirchentag, als ich die liebe Calvados getroffen hab. Die hat mich ja manchmal echt erschreckt bis überrascht, was sie für Sachen von mir wußte – an die ich mich nur noch schemenhaft erinnerte, bzw. inzwischen völlig unbedeutend für mich waren. Aber klar: Blogeinträge sind Blitzlichter. Und im Prinzip lesen die Leute hier nur die Blitzlichter – was zwishen den Blitzen geschieht, wird nicht gesehen. Und darüber wird ja auhc eigentlich nie geschrieben… also von mir.

Hm.

Und jetzt?

Doch öfter mal was schreiben?

Wir werden sehen… wäre schon schön – irgendwie.

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