Sonntag – und Schnüggels Besuch steht vor der Tür .. Juhu!

Wir hatten gestern telefonisch noch einiges an Plänen geschmiedet – und heute … regnete es! Möööh 😦

Aber gut, erst mal hatte ich ja ne andere Verabredung: Zum Frühstück mit meiner Tischnachbarin. Und das sollte dann vielleicht das letzte Essen zu zweit werden: Auf unseren Tisch wurden zwei neue Tischkärtchen gestellt, das heisst, dass heute neue Tischgesellschaft anreist. Überhaupt standen sehr viele neue Kärtchen da im Speisesaal – das wird wohl ne richtige Invasion heute! Und zwei sind auch abgereist. Also ich glaub, ich bin jetzt diejenige, die am längsten da ist!

Nach dem Frühstück war ich mit dem netten Herrn verabredet und schrieben die „Tagesmotivationssprüche“ für die restlichen Tage seines Aufenthaltes. Also nicht, dass das falsch rüberkommt: Die Sprüche sind von IHM, ich hab sie nur in den Computer getippt und ausgedruckt 😉

Vor dem Mittag hab ich mich stadtfein gemacht, mit der Theaterkollegin per WhatsApp einiges geklärt – und dann noch mit Mama telefoniert. Sie hat sich echt gefreut, von mir zu hören und erfreulicherweise nicht so immens viel gejammert, was ich sehr erfreulich fand. Doch ich glaub, ich werde ihr das Lammfell, was ich gekauft hab, zuschicken, wenn ich wirklich ne Verlängerung bekomme. Dann hat sie das früher. Sie hat echt Probleme am Rücken. Kein Wunder – sie hat echt kaum noch Gewicht..  Na und dann war es auch schon Mittagessenzeit. An vielen Tischen sassen Neuankömmlinge, doch wir waren noch immer zu zweit. Und ich freute mich nun auf Schnüggel, während sich meine Tischnachbarin für die Sauna startklar machte.

Auf meinem Zimmer schlief ich erst mal ein – ob dass das Essen war oder Schlafmangel (obwohl, hab ich das? Keine Ahnung..): Ich weiss es nicht, auf jeden Fall weckte mich das Telefon. ICh dachte, dass ist bestimmt Schnüggel, der irgendwo fragt, in welchem Zimmer ich bin oder sowas .. es war aber meine Schwester, die ich vorher per WhatsApp angeschrieben hatte – und das schon längst vergessen hatte. Noch während unserem Telefonat kam Schnüggel .. Juhuu!!

Freute mich über alles, was er mitgebracht hat, von der frisch gewaschenen Wäsche bis zu Magnesium. Und ein Tuch (naja, eigentlich ein Bettdeckenbezug, den er nimmer braucht) für meinen offenen Schrank hat er auch mitgebracht. Super! Schnüggel ist auch von meinem neuen Zimmer angetan und nachdem alles verstaut war, ging es los Richtung Ortszentrum. Schnüggel wollte nen Kaffee. Und erfreulicherweise hatte es aufgehört zu regnen.

Plaudernd schlenderten wir in den Ort und testeten ein anderes Cafe als letzte Woche- doch das Ergebnis war das Gleiche, wie letzte Woche: Als wir das Cafe verließen, regnete es! Neiiin! Dabei wollten wir doch durch den Kurpark schlendern und so..

Immerhin hatte ich dieses Mal einen Schirm mit und so zogen wir einfach los – ich wollte Schnüggel unbedingt ein paar Bäume zeigen, die mir bereits aufgefallen waren. Und zum Glück verzog sich der REgen dann recht schnell. Wir schlenderten kreuz und quer durch den Kurpark und waren überrascht, dass der so viel kleiner, als vermutet war und bewunderten die vielen fremdländischen Bäume, die es gab und die Schilder hatten.. Tja, und plötzlich waren wir schon am Aufstieg zur Burgruine! Wir waren dann irgendwann so weit oben, dass es bescheuert gewesen wäre NICHT ganz hoch zu steigen. Am Horizont begann die Sonne unter zu gehen und somit konnten wir auf der Burgruine dann den Sonnenuntergang sehen. Wunderschön!

ALso hatten wir einen echt schönen Tag erlebt.

Es ist wirklich angenehm, einfach irgendwas zu machen, ohne dauernd denken zu müssen „und DAS muss ich noch machen, und DIES muss ich heute auch unbedingt noch erledigen“.. wirklich sehr entspannend.

Es wird ja inzwischen echt sehr früh dunkel, somit waren wir grad so zur Abendessenzeit wieder zurück. Und Schnüggel bekam dieses Mal auch ne Suppe ab. Auch die beiden Plätze waren nun an unserem Tisch besetzt. Eine Mutter mit ihrem Sohn – wirken schon mal nett soweit. WIr hatten also ein schönes Abendessen – Schnüggel und meine Tischnachbarin rauchten noch eine und dann war es auch schon fast wieder Zeit für den Abschied.. Menno.

Ich stellte dann fest, dass ich kein Internet mehr im Zimmer hab – Was ist JETZT schon wieder los?! – und weil ich erst mal zu faul war, in die Lobby zu gehen, schlich ich erst gegen elf in die Lobby runter .. und jetzt ist auch schon wieder fast Mitternacht.

Wahnsinn, wie hier die Tage verfliegen.

Ehrlich, dieses „Tagebuchschreiben“ hier hilft mir echt, wahr zu nehmen, was überhaupt so ist. Und oft ist es schon schwer, auch nur am Tagesende zusammen zu bekommen, was am Tag so war. Immer wieder denke ich: „Hää? Hat das SO lang gebraucht?? .. muss wohl so sein..“ und dann fällt mir Absätze später erst ein, dass ich wieder was komplett vergessen hab. Eigentlich sollte ich jeden Tag aufschreiben, was war. Ich hab das Gefühl, sonst geht so viel unter und wird vergessen. Und ich hab ja eh immer das Gefühl, dass ich nichts mache.. Das hier wirkt entgegen. Ist vielleicht auch ein wichtiger Punkt meiner Kur. Teilsweise bin ich ja immer noch nicht so entspannt, wie ich sein sollte und hab dauernde „ich muss noch, ich sollte noch“ im Kopf. Besonders beim Umzug gestern sind ja viele mitgebrachte „to-dos“ wieder ans Tageslicht gekommen..

 

Advertisements