Aufgewacht.. und zwar in einem anderen Zimmer, als dem ich nun sitze und schlafen werde.. Das ist erwähnenswert und was noch? Ich sitze auf dem Bett und hab WLAN!! Sonst hab ich mich für die Kur-Beiträge immer nachts in der Lobby rumgedrückt – oder die letzten Tage im Gemeinschaftsraum.

.. doch beginnen wir von vorne.

Gestern ist mir im Vorbeilaufen aufgefallen, dass mein „Wunschzimmer“ ja gar nicht bewohnt ist. War mir bisher nicht bewusst, weil ich normal nicht in dem Teil des Flurs vorbeilaufe. Ich hab mal bei der Putzfrau auf den Plan gespickt: Da ist jemand nicht angereist.. Das hat sich dann bei mir so ein bisschen festgesetzt – zusätzlich hab ich es als „Zeichen“ gesehen, dass ich in dem Zimmer einen Marienkäfer gesehen hab (den ich dann raus gelassen hab, damit er nicht da drin verhungert..). Naja, auf jeden Fall ist mir heute nach dem Frühstück zufällig die Frau über den Weg gelaufen, die mit für die Zimmerverteilung mit zuständig ist – oder zumindest mit entscheidet. Die hab ich dann mal gefragt, ob es denn möglich ist, dass ich in der Zimmer geh. Letztlich hatte ich gefragt und es hätte geheissen, das würde nicht gehen – und nun steht es doch schon seit eineinhalb Wochen leer.. Die Dame guckte auf den Plan, dass es nicht belegt ist in den nächsten zwei Wochen und meinte, ich könne umziehen. Ist zwar ne Kategorie höher, doch den Aufpreis zahle ich echt gern. Ich fing sofort an meine Sachen umzuziehen. Gott, hab ich nen Haufen Zeug mit! Ich gab das zuerst verfolgte Ziel, das Zeug gleich rein räumen zu wollen, schnell auf und lud dann einfach alles von einem Raum in den anderen. Möglichst verträglich für die Putzfrau hab ich beispielsweise mein Bettzeug und Zahnputzglas mitgenommen und alles frische Zeug in mein altes Zimmer. Ich hatte grad so mein Zeug drüben und mit dem gröbsten Verstauen begonnen, als ich nen Anruf bekam: Der Chefarzt, bei dem ich heute ne Anwendung haben sollte, hatte ne Terminverschiebung ich könnte gleich kommen. Das war mir gleich recht! Zwar war gerade Mittagszeit und ich hatte meinen ursprünglichen  Termin eh schon zweimal getauscht, weil zuerst mein Tischnachbar, der heute abreist einen früheren Termin wollte – und für mich war es okay, zu tauschen. Also war ich statt 10:45 Uhr nun für 11:45 Uhr vorgesehen. Das war gestern. Auch als meine Tischnachbarin dann heute fragte, ob wir tauschen können, weil sie erst Nachmittags um 15:15 Uhr einen Termin hatte und gern zu ihrer Tochter heim wollte, war das für mich okay. Ich hatte ja erst für den Abend einen Plan. DAss ich dann schon um 12:30 Uhr dran war, war natürlich trotzdem ganz okay.

Die Anwendung war (erwartungsgemäss) gut, wie letzte Woche auch – wenn auch komplett anders als letzte Woche.

Im Anschluss kam ich VIEL zu spät zum Mittagessen – doch da konnte ich ja nur zum Teil was für.. Doch immerhin konnte ich mal anfragen, wie es abends mit dem Essen laufen soll – denn ich hatte geplant um 20 Uhr ins Cala-Theater in Freiburg zu gehen. Also ne ganze Weile zu fahren. Ich durfte das Abendessen eine halbe Stunde vorziehen .. sehr schön!

Den Mittag war ich komplett mit dem EInrichten meines Zimmers und Duschen usw. beschäftigt. Freudig und engagiert räumte ich alles schön ein und da ich nun leider keine einzige Schublade mehr im Zimmer hab und auch kein Schubladenschränkchen auftreiben konnte, beauftragte ich gleich mal Schnüggel, dass er mir morgen die ein oder andere Schuhschachtel zum besseren Ordnen mitbringt. Auch fand ich eine gute Lösung für die hässlichen Regale im Zimmer. Also eigentlich fehlt da ne Schranktür und dadurch sind es „offene Regale“ – und mich nervt es total, auf Regalfächer von Decke bis Boden zu starren auf denen meine Klamotten und anderer Krempel liegt. Find ich nicht besonders wohnlich. Ich hab nun ein grosses Handtuch davorhängen, welches im obersten Regalfach durch die Tagesdecke beschwert ist. Vielleicht nicht supertoll – doch ich find es viel angenehmer und das Handtuch brauch ich eh nicht (ausser, ich geh mal in die Sauna). So hat es jetzt auch nen „alltäglichen“ Nutzen. Das Bad ist zwar wesentlich kleiner, doch auch hier hab ich kreative Möglichkeiten gefunden, genug Abstellflächen zu finden. Nur das extrem niedrig hängende Waschbecken – tja, damit muss ich mich halt einfach abfinden. Kann ja nen Stuhl davor stellen und mich ja im Sitzen Waschen *grins* Im Zimmer hab ich auch sehr viel weniger Abstellflächen, doch da der Schrank grösser ist, muss ich einfach umdisponieren und nimmer so viel draussen rumlegen. Ich hab mir auch vom Flur zwei Abstelltischchen gemopst, somit ist die Abstellsituation um einiges entschärft. Da ich nun einen Balkon habe, hab ich sogar den Luxus dort einen Balkonstuhl mit Fusshocker zu haben. Und der Fusshocker ist auch bestens für meinen Stuhl drinnen verwendbar, dass ich da gemütlich reinsitzen kann. Die Krönung war natürlich, als ich alles verräumt hatte und bemerkte, dass ich im Zimmer WLAN hab! Ade, Stunden in der Lobby mit Laptop auf den Knien, um mein Onlinespiel zu spielen oder Blog zu schreiben oder sonstwas! Bloss den Fernseher bekam ich nicht an – egal, wo ich auf der Fernbedienung drauf klicke und in welchem Abstand: Er geht nicht an. Doch das lässt sich bestimmt auch noch lösen. Hab sogar ENDLICH Erde für mein Schälchen geholt, in das ich meine Räucherstäbchen stellen will. Hab ich ja morgen auch erst seit ner Woche.. Ich bin also ziemlich komplett eingerichtet – super!

Tja .. und dann war es schon halb sechs und ich ab in den Speiseraum. Natürlich hatte die Abendschicht nicht mitbekommen, was vereinbart worden war (erstaunte mich wenn überhaupt nur Millisekunden), doch das war kein Thema. Als um sechs dann die anderen Gäste zum Essen kamen, war ich schon nahezu fertig und unterhielt mich noch kurz mit ihnen und machte mich dann auf ins Zimmer.

Dann beschlichen mich Zweifel: Würde es überhaupt noch Plätze geben? Also schaute ich mal vorsichtshalber, ob ich da anrufen könnte (sehr realistisch, keine zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn!) oder so – und tatsächlich: Ich konnte noch online Plätze buchen und mir sogar gleich ne Karte ausdrucken! Voll genial! Also würde der Weg nicht umsonst sein.

Und er war nicht umsonst! Ich hatte echt einen ganz tollen Theaterabend! Das Stück „Beim Psychater“ war sehr lustig und auch etwas speziell und ich bin einerseits ohne Zeitdruck und entspannt dort angekommen (über ne halbe Stunde früher… echt der Hammer für mich). Hab sogar vorher noch nen Espresso getrunken und dann mit Schnüggel WhatsApp geschrieben. Auch die Heimfahrt war entspannt und als ich in mein schönes neues Zimmer kam, fragte ich erst mal, ob Schnüggel noch wach ist.

War er – und somit gab es noch n schönes Telefonat.

Also ein echt toller Tag heute!
.. obwohl ich eigentlich nen Waldspaziergang geplant hatte, für den ich nun gar keine Zeit fand 😉

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