Heute hätte es wieder Frühsport gegeben, ist ja kein Feiertag mehr – doch ich bin trotzdem erst zur ersten Anwendung aufgestanden. War auch schon um 8:45 Uhr. Allerdings war das der letzte lockere Tag heute – ab morgen faste ich nimmer und Frühstück gibt es um acht. Also ist dann immer frühes Aufstehen angesagt. Mist.

Ja, ich hab extra noch den Arzt gefragt, wie lang ich noch fasten darf – doch er findet, zehn Tage sind nun genug. Schade. Die Waage hat heute übrigens 91,1 kg gezeigt. Also die sind nicht vergleichbar mit dem Anfangsgewicht, weil es ne andere Waage ist und ich nicht mit Schuhen drauf stand, doch die ist eher vergleichbar mit dem tatsächlichen Gewicht, also ohne Klamotten. Da hab ich nämlich nur Kleider an, aber keine Schuhe. Also mein Ziel ist, dass ich mit unter 90 kg heim komme. DAS wäre super!

Also muss ich ab morgen wieder essen. Mist. Fühle mich echt gut, trotz teilweise kleinen Tiefphasen oder Schwächen. Die Haut ist einfach weich und ich finde, es entgiftet halt beim Fasten am Besten. Das einzige, was ich etwas blöd find beim langen Fasten: Kann ich noch lang genug aufbauen hinterher? Bin ich noch lang genug da?

Doch da ich mir die letzten beiden Tage eh mit solchen miesen Gedanken versaut hab, bin ich heute auf die Empfangsdame zu mit dem Auftrag: Ich möchte verlängern – schau, ob es geht. Also kurbeln wir nun die Maschinerie an, ob ich eine Verlängerung genehmigt bekomme. EIne Woche mehr, das wäre super. Gut, ich hab ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Theater.. und Mama.. und ein kleines bisschen meinem Büro. Doch – ch glaub, ich hab so schnell nimmer die Chance auf sowas. Und die Welt wird es schon verkraften, eine Woche mehr auf mich zu verzichten. Hoffe ich. Ich mach mir echt zuviel nen Kopf.

Also hab ich heute auch einige WhatsApp-Nachrichten mit dem Theater ausgetauscht. Wegen möglicher Verlängerung. Und möglicher Gestaltung unserer Flyer trotz Verlängerung. Mir fiel bei der Gelegenheit auch auf, was ich alles hier vergessen hab – udn wie VIEL ich mit habe! Was ich alles erledigen will. Mein Gott – das ist echt ziemlich strange. Ich komme zum Erholen und Ausspannen hier her – und bringe mir den Stress selbst mit.Hatte ich schon ganz verdrängt. Mein Unterbewusstsein wohl nicht. Vielleicht bin ich deswegen oft so unruhig hier..

Auf jeden Fall hat es mir gut getan, mal klare Schritte zu gehen, dass ich verlängern möchte.Kein hin und her mehr – Flagge zeigen.

Also war schon ganz schön was geboten zwischen den Behandlungen heute. Die Massage um 10 Uhr hatte ich übrigens wieder bei dem netten , neuen Masseur von gestern. Er ist echt gut – wirlich aber trotzdem etwas unsicher auf mich. Doch er ist sehr gewissenhaft und gründlich. Leider hält er dadurch die Zeit nicht ein, weil er einfach viel mehr machen möchte, als in die 40 Minuten passt. Aber gut.. Wir er schon noch lernen.

Während ich versucht habe, mit dem Drucker Unterlagen wegen meiner Verlängerung für die Dame im Empfang auszudrucken, kam mein bezaubernder Nachbar vorbei. Er hatte mich schon gestern gefragt, wie bei dem Computer denn Word geht. Und das zeigte ich ihm nun. Er fragte dann, ob ich ihm was schreiben kann  und dann diktierte er mich ein kleines Gedicht, was wir ausdruckten und er dann an die Infowand hängte. Verschwörerisch meinte er, dass das nun erst der erste Spruch sei und noch weitere folgen würden… der ist echt einfach goldig 🙂

Um halb zwei hatte ich dann wieder ne Infusion. Und danach war der Rest des Tages frei 😀

Ich ging also noch ein bisschen aufs Zimmer, um die ein oder andere Selbstanwendung durchzuführen und packte meine Badesachen. Denn ich hatte vor, heute in die Therme zu gehen. Allerdings erst nach 18 Uhr, weil dann der Eintritt niedriger ist und mir die Zeit ewig langt bis 22 Uhr.. Also musste ich irgenwie die Zeit rumbringen und ich begann mal mit dem Verlängern meiner Büchereibücher und wurde von einer Nachricht überrascht. Meine Tischnachbarin fragte, ob wir heute zusammen einen Espresso trinken gehen würden, sie hätte ab halb fünf die Anwendungen rum.

Ja, warum nicht? Ich hatte sie inzwischen besser kennengelernt und fand sie eigentlich sehr nett. Also tuckerten wir dann später zusammen in den Ort und in ein Cafe. Das schloss praktischerweise um 18 Uhr, also lief das voll in meinem Zeitplan. WIr hatten trotzdem genug Zeit zum gemütlich zusammensitzen und schwatzen. Sie erzählte mir ihre ganze Leidensgeschichte, die wirklich ziemlich happig ist – doch sie ist trotzdem so viel gelöster geworden seit Sonntag, dass ich das nicht mehr als „Dauerjammern“ empfand, wie zu Beginn. Sie ist durch die Krankheit schon ziemlich unsicher geworden. Doch ich glaub, sie ist auf einem guten Weg.

Auf jeden Fall stürmte ich um 18 Uhr dann die Therme – Juhuuu!

Als ich in die Halle kam, war gerade Wassergymnastik mit einem Ball. Also pirschte ich mich an einen herumliegenden Ball heran und machte gleich mal mit. Im Anschluss erkundete ich die anderen Becken. Draussen war ein tolles und drinnen gab es auch noch ein schönes anderes – tja und dann kam eine Durchsage, dass gleich wieder Wassergymnastik sein würde. Ja, warum denn nicht? Also machte ich noch ne Runde mit. Im Anschluss schaute ich mich weiter um und plantschte fröhlich rum, ging aber auch ein bisschen den Bistrobereich besichtigen und auch den Entspannungsraum. Alles schön. Und ich merkte schon, dass mir das Thermalwasser etwas zusetzte. Beim VErlassen des Beckens war mir oft ein wenig schwummerig. Also das gab sich dann immer schnell, doch so hab ich das bisher noch nie erlebt. Naja, und dann war schon die nächste Wassergymnastik – und auch die letzte. „Na, dann nehm ich die doch mit und geh dann danach..“, dachte ich mir. So machte ich das dann auch. Die Wassergymnastik war übrigens jedes Mal anders: EInmal mit Ball, einmal mit Stäben und einmal mit Poolnudel. Aber jedes Mal mit jeder Menge Spass. Im Anschluss duschte ich gemütlich und auch beim Anziehen ging ich es gemütlich an. Hab mich sogar eingecremt  keine Ahnung, wann ich das zum letzten Mal gemacht hab! Also ein Verwöhnprogramm rundrum. Bin dann auch ganz beschwingt heim und meine Tischnachbarin hatte mir meine Fasten-Zitrone und meinem Fasten-Honig vom Abendtisch mitgebracht. Dass hatte ich sie nämlich gefragt und sie meinte, das macht sie gern. Tja, und dann ging es noch ein bisschen vor die Kiste. Eigentlich nur als „Nebenherberieselung“ neben dem Surfen..

Also alles in allem heute ein echt toller Tag.

Advertisements