Samstags gibt es keine offiziellen Anwendungen – doch man konnte eine Sitzung beim Chefarzt buchen, was ich auch glatt machte.

Auch sonst st nicht viel geboten – kein Frühsport und nichts. Somit schlief ich mal einfach gemütlich aus und wachte erst gegen neun auf. Ich beschloss, heute mal echt das volle Programm zu machen und fing mit der Bürstenmassage an. Etwas blöd, dass es dann an der Tür klopfte, als ich ohne einen Faden am Leib da stand .. es war der „Kurschatten“, der sich vor der Abreise noch kurz verabschieden wollte. Also warf ich mir kurz was über und verabschiedete ihn, ist doch klar. Alles in allem weiss ich nicht, wo dann die Zeit so blieb, denn wirklich aus dem Zimmer ging ich erst nach elf, um mir eine Basenbrühe zu holen. Hab dann auch noch mit meinen Tischmädels zusammen gehockt, bis ich dann zu meiner Anwendung um halb eins ging.

Die war echt super! Und Was ich ja auch unbedingt wollte: Nochmal auf die Waage stehen bei ihm! Ich hatte extra die gleiche Hose und dieselben Schuhe angezogen, wie am ersten Untersuchungstag, damit das Gewicht vergleichbar ist. Und? 94,8 kg … sehr cool! Gute vier Kilogramm weniger. Prima! Hab dann auch beschlossen, dass ich noch ein paar Tage länger faste.. Mir geht es echt gut – heute waren auch die Rückenschmerzen weg. Der Chefarzt bestätigte mir übrigens, dass das von Fasten kommen würde.

Und nun hatte ich einen langen Nachmittag vor mir .. und im Haus war das grosse Abreisen angesagt. Nicht nur mein Kurschatten hatte den letzten Tag..

Ich beschloss also, dass ich fit genug sei, in den Ort zu gehen. War doch gar nicht so weit, fand ich. Also ging ich einfach mal los, auch wenn es immer hiess, man solle während dem Fasten nicht so weit gehen. Hey, ich mach das ja schon ein paar Tage, wird schon klappen! Auf meinem Hinweg kamen mir zwei freundliche Mitpatientinnen entgegen. Sie waren entsetzt, dass ich so leicht angezogen sei bei dem Wetter. Naja, da hatten sie ja irgendwie Recht – aber ich konnte es nun auch nimmer ändern. Also ging ich tapfer weiter meines Weges, schlenderte kurz darauf die Einkaufsstrasse entlang und stellte erfreut fest, dass einige Läden noch offen hatte. Und einige würden sogar morgen, am Sonntag noch offen haben. Sehr schön! Dann darf Schnüggel mit mir bummeln gehen 😀

Ein Klamottenladen gefiel mir besonders gut vom Stil her – leider war ich schlicht und ergreifend zu viel Masse für die Klamotten, somit konnte ich mir nur ein paar Räucherstäbchen schiessen. Naja, Pech. Vielleicht später. So in fünfzehn Kilo weniger oder so.. Mich hat das Fasten wohl ein bisschen übermütig gemacht 😦

Als mich doch die Schlappheit etwas überfiel, setzte ich einfach mich in eine Eisdiele und trank einen Espresso. Und dann zog ich munter weiter. Nebenher bewältigte ich per WhatsApp ein paar Dramen mit dem Theater wegen den Proben.. Ach, wird schon werden.. Überhaupt war ich in WhatsApp relativ aktiv. Ich schrieb mit Schnüggel ein bisschen und auch mit meiner Schwester, die auf der Heimfahrt war. Also hatte ich gar nicht so das Gefühl,  allein unterwegs zu sein. Neben der Einkaufsstrasse gab es auch hübsche Bauten zu bestaunen und da ich es inzwischen tatsächlich etwas kühl fand, fand ich immer wieder was zum Reingehen und Anschauen – und aufwärmen. Sei es das Kurhaus, das Thermalbad oder sonstiges. Auch knipste ich die überall hängenden Plakate mit Veranstaltungen, denn ich finde, ich könnte doch noch das ein oder andere anschauen in meiner Zeit hier 🙂

Das Thermalbad fand ich wirklich sehr hübsch und innen war eine Ausstellung, die ich dann auch noch anschaute. Die Künstlerin war sogar gerade vor Ort und wir kamen ins Gespräch. Und nicht nur das. Was soll ich sagen? Ich hab ein Bild bei ihr bestellt – sie hat es schon mal skizziert und wird es fertig stellen und mir dann nach meiner Kur nach Hause schicken! Ich bin ja sooo gespannt, wie das Bild dann raus kommt.

Auf jeden Fall ging ich höchst beschwingt und glücklich wieder zurück in die Klinik, gerade rechtzeitig, um mit meinen Tischmädels zusammen an den Tisch zu sitzen und zu schwatzen. Sie erzählten mir von einem tollen Ausflug, den sie unternommen hatten und ich berichtete  von meinem Trip ins Dorf. Naja – und dann? Dann hab ich den Abend schlicht und ergreifend im Internet verbracht. Das ist ja hier leider nur im Foyer – doch auf dem Rechner dudelt Radio Dunkle Welle, ich hab gleich nebenan eine Teequelle, hab mir schon eine Bettflasche gemacht und eine Wolldecke gefunden im Fernsehraum, die ich einfach mal verhaftet hab, damit es nicht so zugig ist hier.. Schade nur, dass ich Decke, Sofa und mich mit Tee getränkt hab in einem unachtsamen Moment – aber naja, insgesamt bin ich ganz heiter und gelöst drauf..

Ich glaub, die Kur schlägt an – und ich freu mich schon total drauf, wenn ich dann mal in dieses tolle Thermalbad gehe 😉

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