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Ja, heute bin ich total fit! Nicht nur im Gegensatz zu gestern, sondern überhaupt!

Ich war also gestern nochmal auf dem Konzert – und es war noch ne Stufe genialer, als das vom Sonntag! Bin froh, dass ich hin bin. Und an der Stelle möchte ich mal echt sagen, dass ich dankbar bin, dass ich über sowas wie „Kann ich mir das leisten?“ gar nicht nachdenken muß. Gut, ich hab die Karten ja erst vor der Halle gekauft und bin somit letztlich preiswerter weg gekommen, als wenn ich die „in echt“ gekauft hätte, sozusagen „last Minute Karten“..

Dieses Mal war Innenraum dran. Und ich hatte eigentlichen nen verhältnismäßig guten Platz. Ganz vorne an der Absperrung. Leider nicht die Absperrung vor der Bühne, sondern die dritte Absperrung vor der Bühne .. aber keine Fratzen vor mir, das war schon prima 🙂

Und langsam trau ich mich auch an das neue Album ran und werde warm damit. Es hat ja wirklich tolle Lieder drauf, wie ich finde. Bei ein paar beginne ich Feuer zu fangen..

Mach’s Dir selbst, mach’s Dir selbst – in uns steckt eine Welt!
Hört alle her, hört alle her – da ist das Leben, da ist mehr!

 

Wer immer tut, was er schon kann,
bleibt immer nur ein halber Mann eine halbe Frau!

.. ja – da fällt mir ein, ich muß noch Bewerbung schreiben 😀

War ja klar .. jetzt, wo ich die 90 auf der Anzeige habe, giere ich nach der 8 vorne. Eigentlich langt mir das auch schon nimmer – ich will nen BMI unter 30. Ich will endlich übergewichtig sein! Dafür brauch ich jedoch unter 86 kg .. und das erscheint mir gerade ewig weit weg.

Gut – vor etwas mehr als ner Woche erschien mir ne 90 vorne weit weg und nicht erreichbar in näherer Zeit..

Schon komisch.

Wieso erfreue ich mich nicht einfach (nachhaltig) an meinem Erfolg??

Und eigentlich sind die unter 86 auch nicht mehr sooo viel mehr Differenz zum jetzigen Gewicht, als die 90 zum Gewicht vor n paar Tagen.

Der BMI geht echt sowas von schleppend runter, das ist nicht zu glauben… *seufz*

Wenn ich bedenke: 94,1 kg = BMI 33 => 91,4 kg = BMI 32!

Hallo?!

Nur ein BMI-Punkt weniger mit fast 3 weggekämpften kg!

Fies!

.. und irgendwie bin ich immer noch so *mauuunz* weltschmerzmäßig drauf..

Dabei lief gestern eigentlich alles fein. Ich hab (wie geplant) ne Karte bekommen. 19:30 ging das Konzert los – und ich glaub so gegen 19:27 hab ich meine Karte gekauft. Sogar n bißchen billiger, als sie eigentlich verkauft wurde. Doch da hatte ich gar nciht so drauf geachtet.. Hab dann natürlich die ersten paar Minuten der Vorband verpasst .. aber is mir egal. Hatte ne Sitzplatzkarte ergattert – doch das ist mir auch egal. Ich sitz doch nicht auf nem Onkelz-Konzert! Ich bin halt einfach irgendwo hinten hingestanden. Es hat meinem Ego natürlich schon gut getan, dass sich so ein Typ neben mich gestellt hat, der echt n Witziger war. Ja, klar, natürlich hat er wahrscheinlich versucht mich anzugraben. Seine erste Frage war auch gleich:„Wo ist denn Dein Freund?“ .. dadurch konnte ich gleich klar stellen, dass der daheim ist. Naja, und nur weil man mal n Konzert lang zusammen Party macht, muß man ja nicht gleich heiraten.

Heute nochmal hin?

.. wahrscheinlich schon.

Obwohl ich heute schon ein bißchen müde bin. Der Kaffeebedarf ist auf jeden Fall erhöht.

Doch wie meinte Schnüggel so schön?

„Geh, so nahe hast Du so n Konzert so schnell nicht wieder!“ .. ja, und vor 12 Jahren dachte ich ja, das wäre das letzte Mal überhaupt in Stuttgart.

Naja – und eigentlich war ich während ner Saison in den letzten Jahren IMMER zweimal auf dem Konzert. Nur nicht zweimal hintereinander in Stuttgart. Das war glaub echt noch nie da. Und dass, wo And One damals sagten, Stuttgart wäre bei den Musikern ein unbeliebtes Pflaster, weil das n lahmes Publikum wäre. Das war nicht wörtlich so gesagt, ist jetzt die freie Übersetzung von mir.. Naja – kommt wohl auf die Gruppe an 😉

Also, liebe Musiker, ganz einfach:

Findet IHR Stuttgart lahm, liegt es wohl an EUCH, wenn wir kein Feuer fangen und ihr es nicht schafft, dass der Hexen.. äh.. Stuttgarter Kessel kocht! 😛

Was ist nur los mit mir?

Ich bin irgendwie  total traurig – und hab echt keinen Grund.

Schnüggel ist da, gestern war Premiere und es lief echt gut und hat Spass gemacht, heute ist ein Konzert der Onkelz und nicht zuletzt: Die Waage hat 90,5 kg angezeigt.

Lauter tolle Sachen zum freuen.

Ab nächster Woche hab ich mehr freie Abende, weil die Proben weg fallen. Das ist doch super.

Und ich werde mich nun nächste Woche auf meine Bewerbung stürzen. Und auf die Lohnsteuer. Okay, nichts zum freuen – doch wenn es erledigt ist, schon!

Ich hab Post von meinen Studienkolleginnen, dass sie im Theater vorbeikommen möchten – und ich freue mich, sie wieder zu sehen (das letzte Mal vor zwei Jahren?) und mich mit 15 Kilo weniger präsentieren zu können.

Und trotzdem bin ich traurig.

Alles ist wie eine Seifenblase und irgendwie … keine Ahnung. Schön, aber nicht wichtig.

Führt die Abnahme von Fett zu Depressionen? Ist im Fett irgendwas eingelagert, was bei Reduktion von Fett im Körper freigesetzt wird und zu Frust führt? Irgendwelche Hormone oder Verschlackungen oder sowas? WArum bin ich nicht glücklich?

So, wie es gerade läuft, werde ich nächste Woche die 90 geknackt haben! Das möchte ich seit mehr als nem halben Jahr!

Ich sollte im Kreis springen und jubeln vor Freude, doch ich fühle mich nur … traurig.

Voll blöd.

Wenn mich nicht mal eine Ansammlung von guten Dingen glücklich macht, was dann?? 😦

Ich kann „Hello again“ zur 91 sagen .. juhuuu!

Also wenn ich bedenke, dass letzte Woche 94 auf der Waage stand, bin ich schon sehr glücklich mit der 91 .. auch wenn sie natürlich in echt ne 91,5 ist. Oder 91,4 .. weiß nicht. Hab nach dem Duschen 100 Gramm weniger gewogen als vor dem Duschen .. sehr seltsam! Also sooo ne Kruste habe ich auch nicht drauf! *Kopfschüttel* Ne – nicht mal mit Haare waschen! *nochmalKopfschüttel*

Egal. Denke nicht weiters drüber nach.

Bin auf jeden Fall zufrieden. Zumindest mit den Zahlen.

Wundern tu ich mich ja schon ein bißchen, wie es auf diese Zahlen kommt. Also 7.500 Kilokalorien zu sparen sind ein Kilogramm Körperfett weniger. Hab von letzten Freitag auf diesen Freitag 2,7 Kilogramm weniger (mit den höchsten und niedrigsten Werten gerechnet), das wären 20.250 eingesparte Kilokalorien (seht ihr, dass ich gerade GANZ penibel mit den Bezeichnungen bin?!).

Glaub ich nicht!

Glaub ich echt nicht!

Laut meinen aufgeschriebenen Kalorien hab ich meinem Körper gerade mal knapp 3.000 Kilokalorien weniger als meinen (Grund)Bedarf zugeführt! Gut, Sport ist natürlich nicht mitgerechnet. Hat aber jetzt mit grad mal zweimal Fitnesscenter wohl auch nicht DEN Löwenanteil zu verbuchen. Keinesfalls rechtfertigt es eine Differenz von gut 17.000 Kilokalorien! Wahrscheinlich hätte ich dafür Tag und Nacht die ganze Woche Sport treiben müssen 😉

Fettlogik hin oder her (das Lesen des Buches ist jetzt ja schon wieder ne Weile her, manches verschwimmt in meiner Erinnerung): Irgendwie finde ich die Sache mit dem Gewicht halt DOCH etwas mystisch und Kalorienzählen nicht reine Mathematik!

Doch egal – ich bin ja froh, dass ich positiv überrascht bin und wäre wohl schon ziemlich enttäuscht, wenn nun wirklich nach einer Woche Achtsamkeit nur knapp 400 Gramm weniger auf der Waage wären.

Eigentlich geht’s mir ja auch darum, weniger zu werden – und wenn das Ganze nicht mit ZU viel Verzicht einhergeht, bin ich auch zufrieden.

Gestern lief es nämlich schon etwas blöd und deswegen hatte ich da auch leider, leider gar keine Einsparung zu vermelden, sondern sogar ne Aufstockung und hab 111% gegessene Kalorien meines Bedarfs als Tagesabschluss da stehen.. Und trotzdem sind es von gestern auf heute 500-600 Gramm weniger.

Ich weiß auch echt nicht so genau, wie ich es zukünftig handhaben soll!

Nachdem meine Verdauung das Eiweißpulver einfach nicht zu mögen scheint, hab ich den Ratschlag meiner Heilpraktikerin beherzigt, das Pulver mal testweise weg zu lassen. Also gab es gestern Morgen keinen Shake. Schade. Hatte mich schon so dran gewöhnt. Superpraktisch das Ganze! Kann man so schon anschütteln und dann in der Bahn trinken. Mittags war wegen Terminstress dann kein Mittagessen angesagt und ich hab mir in meinen zehn Minuten Mittagspause panisch dann halt DOCH so n komisches Diätdrinkfläschchen in der Drogerie gegenüber gekauft. Und auch zähneknirschend zwei Eiweißriegel. Hatte ja außer ner Banane nichts gegessen den Tag und nen Bärenhunger und zudem noch die Aussicht auf Theaterproben bis elf abends, also irgendwie nirgends ne richtige Essenspause. Irgendwas hat mir an den ganzen Dingen gar nicht geschmeckt – hatte irgendwie nen komischen unangenehmen Geschmack im Mund den Nachmittag über. Vielleicht schmeckt so aber auch einfach schlechtes Gewissen wegen gebrochener Vorsätze .. wer weiß.. Ne Packung Studentenfutter hab ich auch noch gekauft. Ich weiß echt einfach nicht, was essen! Hatte dann nen Berg Kalorien und das Gefühl, eigentlich den ganzen Tag nichts wirklich RICHTIGES gegessen zu haben und zudem maulte mein Gedärm auch wieder rum. Kalorienarm, glutenfrei, eiweißreich, nach Möglichkeit laktosearm bis laktosefrei und histaminarm auch und dann sollten ja eigentlich auch noch so Dinge wie Vitamine stimmen und das Ganze bitte ohne Kochen und großen Aufwand, damit es auch barbarellaverträglich ist … ich fühle mich überfordert!

Spitze!

Wie genau soll ich das jetzt zukünftig anstellen mit dem Eiweiß?

*seufz*

Irgendwie ist das noch alles etwas unbefriedigend.

Doch eins ist super: HELLO AGAIN, 91!!!

… jetzt wird die 90 gejagt! 😀

Werde es schon irgendwie schaffen! Auch wenn die Jahreszeit nicht ganz passt, werde ich wohl die Grünen Smoothies mal wieder rauszaubern..

Ist aber halt morgens leider ein ganz anderer Aufwand, als mal eben nen Shake anzuschütteln! 😦

Boah .. was reg ich mich über die Verunglimpfung der deutschen Sprache auf!

Was ist das für ein komischer neuer Gebrauch?

Neulich in der Bahn sagt ein Kind so zu seiner Mutter: „Mama, darf ich ein Brot?“

.. und ich denke:„Hä?! Darf ich ein Brot … was?!!! Kaufen? Essen? Haben? Aus dem Zug werfen? Zerbröseln? Nach Dir werfen?“

Die Antwort der Mutter hätte meiner Meinung nach auch genau das sein müssen!

„Darfst Du ein Brot .. WAS??“

.. an die wirkliche Antwort der Mutter erinnere ich mich übrigens nimmer. Die war aber definitiv nicht meine Wunschantwort.

Also schlimm genug, dass offensichtlich dem Nachwuchs kein Deutsch mehr vermittelt wird (wie sollen die Kinder es dann besser wissen?) .. doch heute bekam ich eine geschäftliche (!) Mail ist der stand:

„Die Kopien dürfen Sie gerne in den Papierkorb.“

Die Kopien darf ich gerne in den Papierkorb?!??? Äh .. WAS?

Ist das jetzt zu viel da noch ein „werfen“ oder „schmeissen“ oder „tun“ oder „entsorgen“ dahinter zu setzen, damit da ein ganzer Satz steht??

Die Kopien würde ich Dir gerne in den Arsch STOPFEN (mit drei Ausrufezeichen!!!), wenn ich so ein Deutsch jetzt auch noch im Büro  lesen muß!!!

Schlimm genug, dass ich in der Bahn immer so ein Gemuffel wie „Bin in Bahn“ (in DER Bahn, Spakko!!) oder „Geh zu Post“ (zu DER Post oder auch zuR Post, Idiot!!) oder „War bei Training“ (bei DEM Training oder beiM Training, Hirni!!) hören muß, weil es modern geworden ist, die Artikel weg zu lassen .. doch dass jetzt immer mehr ganze Verben wegfallen, das verkrafte ich echt mal gar nicht!

Da könnte ich echt!

.. ja, nach dem neuen Deutsch steht da oben ein kompletter Satz und ist alles gesagt.

Wenn ich mir den Trend meiner Gewichtskurve anschaue, steigt die Linie in den letzten drei Monaten sichtbar wieder an.. Setze ich die Graphik auf den letzen Monat, gibt es immerhin seit 18. November einen harten Knick nach unten.

Gut so!

Ich hab die letzten Tage tatsächlich immer zwischen 1400 und 1900 Kalorien gegessen (Kalorien gegessen .. wie sich das anhört! Lustig!). Angestrebter Schwerpunkt auf zwischen 1500 und 1600 Kalorien. Aber gut – Wochenende waren es halt etwas über 1900 .. egal. Mein Grundbedarf laut fddb ist bei 2100. Also immer noch unter Verbrauch und was eingespart.

Doch ich neige zur Ungeduld, wie ich merke. Es waren heute 92,2 kg, doch ich hatte heute ein Ergebnis mit 91,x erwartet erhofft. Ich will die Neun weg haben! Dieses Jahr! Eigentlich am liebsten diesen Monat. Wie auch immer: Die unter 90 geht nur über die 91!! Hmpf.

Ich weiß, dass Kalorien zählen sozusagen reine Mathematik ist .. doch trotz Fettlogik-Lektüre hoffe ich immer noch ein bißchen auf die wundersame Fettverschwindung, auch ohne die genaue Kilokalorie.. Von dem her finde ich, dass fünf Tage Kalorien zahlen doch schon was sind und ne Belohnung verdient. Auf der Waage, versteht sich. Ich will die 91 sehen!! *aufstampf*

Im Hintergrund mach ich mir jedoch Sorgen, wie das auf die Dauer gehen soll. Mit der Ernährung und der Einschränkung und so. Gegenwärtig komme ich noch (einigermaßen) gut zurecht, auf alles mögliche zu verzichten .. doch auf Dauer? Kann ich mich realistisch dauerhaft auf diese Weise ernähren?

Im Moment mach ich morgens ein Shake. Meist im Laufe des Vormittags (weil ich zunehmend schnell hungrig werde) ne Banane oder sowas. Mittags irgendwas in der Kantine – hab ich meist nicht viel Auswahl, weil ich froh bin, wenn ich eine glutenfreie Sache finde. Vorzugsweise vegetarisch. Und wenn nicht, dann wenigstens wenn möglich nicht Schwein. Klappt aber nicht immer. Denn Schwein ist dann immer noch die bessere Alternative, als mehrere Tage hintereinander Beilagen und Salat. Nachtisch und Cola wird konsequent weg gelassen. Auch unterm Tag hab ich seit Freitag null (!) im Vorzimmer genascht (war nicht ganz soo schwer – zum einen waren zwei Tage Wochenende und zum anderen *hüstel* ist die Schale eh grad leer *flöt* .. und ich tu auch nichts, dass sie aufgefüllt wird). Dann meist noch ein Shake, wenn ich gehe. Hab so ein veganes Shake mit Wasser anzurühren aus dem dm … das ist meist grad gut, dass ich zu meinen abendlichen Unternehmungen dann nicht völlig ausgehungert hin gehe. Wenn ich heim komme (so zwischen zehn und elf) ess ich dann ein Brot (ja – eins!! Bin stolz auf mich) oder ne Suppe oder Sushi oder sowas. Sonntag natürlich komplett anders, weil Frühstück mit Schnüggel und so. Aber auch da hab ich nur ein Brot gegessen, statt sonst zwei bis drei. Also ich hab schon reduziert. Auch den Süßkram zwischendrin und natürlich die Cola. Mein Kaffeekonsum ist übrigens gestiegen dadurch. Espresso, um genau zu sein.

So weit, so gut – lässt sich ja auch irgendwie alles machen, solange ich noch das Eiweißpulver in der Dose hab. Und ich dachte, ich kauf das dann halt einfach nach. Vielleicht auch für morgens mit Cappuccinogeschmack. Es zeichnet sich jedoch ein Problem ab: Meine Verdauung mag das zunehmend weniger.

Ich hatte ja schon damals vor ein paar Jahren das Gefühl die Erfahrung gemacht, dass ich durch ein paar Monate Shake-Diät mein Verdauungssystem .. hm .. sagen wir  mal: immens irritiert hab. Und jetzt geht die ganze „leichtgängiger Stuhlgang“-Geschichte schon nach wenigen Tagen wieder los! 😦

Dabei hatte ich grad noch überlegt, ob ich das nicht wirklich langfristig auch so mache, dass ich einfach morgens ein Eiweißshake „frühstücke“.

Seufz.

Oder haben die blöden Shakes Gluten? Steht nichts von drauf! Und ich mach die schon extra mit Mandel-Kokos-Milch statt Kuhmilch wegen der Laktose.

.. wieso geht eigentlich nicht einfach mal was einfach??

Irgendwie ist alles doof.

Und ich kann nicht mal sagen, was genau. Ich mag mich selbst nicht richtig grad. Es ist immer, als müsste ich mich erst mal an mich gewöhnen, sobald ich wieder unter Menschen bin. Fühle mich einsam und zurückgezogen. Eigentlich tut mir das nicht gut – und ich hätte gern mehr Leben im Leben .. doch manchmal weiß ich nicht, ob das ein Bild ist, das ich von mir habe oder ob das wirklich ich bin.

Im Büro geht nichts voran. Die Dinge, die mich da lang schon belasten, scheinen unbewältigbar. „Zum Glück“ kommt immer irgendwelcher „ach mach ich mal eben“ Kleinkram, mit dem ich mich dann beschäftigen kann.. und *Huch!* ist auch schon wieder Abend.

Außerdem entdecke ich Züge an mir, die ich nicht mag. Also nicht, dass ich die gerade beschriebenen mögen würde .. aber heute bei Mittagessen verkündete eine weitere Kollegin, dass sie heiratet. Jetzt heiraten drei Kollegen nächstes Jahr. Hammer.

.. und ich bin neidisch.

Ich will auch, dass mich einer heiraten will.

Und ich will auch verheiratet sein. Von jemandem ein bedingungsloses Ja bekommen. Und zu jemandem bedingungslos Ja sagen.

Hört sich für mich alles so unecht und fremd an. Auch Familie und sowas. Irgendwie war das immer was, was die anderen haben.

Fühle mich manchmal wie der Zuschauer in meinem eigenen Leben. Wie unter einer Glasglocke. Ich seh das zwar alles, was es so gibt – doch es ist nicht erreichbar. Weder wirklich, also praktisch zum anfassen, noch gefühlsmäßig. Auch das Herz kommt nicht durch die Glasglocke.

Fühle mich gedrückt. Hab ich eine schwarze Hündin? Also mir kam bei dem Gedanken gleich der Name „Petra“. Vielleicht von „schwarzer Peter“ – wer weiß. Doch es passt für mich. Für mich ist das jetzt Petra.

Oder ist das alles nur Show und eigentlich bin ich einfach nur ne faule Socke? Oder ne faule Zicke? Ich kann mich so nicht leiden. Hab aber auch keine Lust, mich zu verstellen. Das wäre irgendwie Selbstverleugnung.

Ich hab das Gefühl, mir ist es grad zu viel an Änderungen hier.. Irgendeinen Fixpunkt braucht man doch, wenn sich alles bewegt – oder?

Wie soll ich denn von so ner Basis aus ne Bewerbung schaffen??

Ich weiß auch nicht.. das Leben ist scheiße.

.. nur mein Gewicht – das wird besser 😀

Immerhin etwas!

Die Waage hat wieder den Trend nach unten – mein Seelenheil ist wieder hergestellt.
.. zumindest in dieser Hinsicht.

Gestern 93,1, heute 92,4 … das ist okay so.

Hab täglich zwischen 1500 und 1600 Kalorien gegessen und auf Eiweiss sehr geachtet. Ein bis zwei Proteinshakes am Tag. Kein Cola. Kein Süsskram. Dafür schon echt Hungergefühle zwischen drin. Also ob das Helga auf Dauer so mitmacht, weiss ich nicht. Im Moment spüre ich aber noch die Nachwirkungen des „94-Schock-Zustands“.

Ansonsten bin ich einfach irgendwie innerlich unruhig und fühl mich etwas überfordert. Zu viel zu bedenken und zu tun. Und doch lasse ich nichts los.

Ich geb mich Beschwichtigungen hin wie „Jaaa, wenn erst mal bald die Premiere rum ist, wird alles besser..“

Ja gut – dann ist aber immer noch die tägliche Sorge beim heimkommen, dass im Briefkasten der Brief vom Finanzamt liegt. Oder schlicht und ergreifend die Sache, dass mein Chef geht. Eigentlich egal, was ich zur Beruhigung sage: Es ploppen sofort wieder (gefühlt tausend) Dinge hoch, die eben noch nicht gut sind / zu erledigen sind.

Doch genau genommen: Das ist das Leben.

Oder mein Leben.

So hab ich es mir eingerichtet.

Was will ich eigentlich? … ich hab Angst vor Einsamkeit und Langeweile – doch als wir neulich in der Therapie mal zusammengerechnet haben, was ich so an Stunden in der Woche an Aktivitäten hab .. öhm .. ja, also so genau will ich da gar nicht drüber nachdenken.

41 Stunden Arbeit, ca. 10 Stunden Mikrozensus, derzeit ca. 10 -15 Stunden Probe, Sport ca. 3-5 Stunden, durchschnittlich ein Stunde Massage, 2 Stunden Therapie, … ehrenamtliches Engagement will ich auch nicht lassen, ist ja aber auch nur alle paar Wochen mal was, oder? … und den Projektchor nicht. Den rede ich gerade klein mit seinen ca. 4-5 Stunden in der Woche. Ist ja in drei Wochen schon wieder vorbei. Ja, doch es ist halt einfach grad heisse Phase im Büro. Und die Steuer sollte ich machen. Also wirklich wichtige Dinge.. Und auch zeitlich gebunden. Naja – und wie gesagt: Der nächste Mai sind auch schon wieder in der Planung *Panik* Hallo?? Das ist in nem halben Jahr!!

*seuzf*

.. zumindest bildet sich Weihnachten langsam mal ab als gesichert.

Ein Stressfaktor weniger, wenn ich weiss, wie es da läuft..

… und Hunger hab ich auch schon wieder. *knurr*

Heute morgen auf der Waage hat sich das gesamte Schlemmspektakel der letzten Wochen dargestellt. Besser gesagt: Es hat sich so dargestellt, dass ich es nun auch wahrnehme! Ich hab eine Schallmauer überschritten, die ich nun nimmer kleinreden kann. Und auch nimmer will.

Eigentlich will ich ja unter 90 kommen und das seit Juli (also zumindest hatte ich da zum ersten Mal 90,x) … zuletzt pendelte ich zwischen 91 und 93 .. wobei da auch 93,x zu zählte.. Ja, eigentlich pendelte es immer ein bißchen hochwärts, 91,x hatte ich zuletzt vor vier Wochen. Und heute früh *peng* 94,1 auf der Waage! Schooock!

Wobei es bei meinem Ernährungsstil der letzten Wochen eher erstaunlich ist, dass es nicht früher kam.

Wie auch immer: Jetzt ist Schluß!

Hab den Tag heute mit einem Shake begonnen. Shake in laktosefreier Milch. Hat immer noch erschreckende 400 Kalorien .. aber gut: Eiweiß. Und wenn ich es als Nahrungsmittel sehe und nicht als „nebenher was trinken“ ist das ja auch schon mal was.

Abgesehen davon hab ich begonnen heute auch wieder das Essen aufzuschreiben. Gut 900 1000 (hab den Nachtisch vergessen. Was ist eigentlich „Schwedencreme“?!) Kalorien hab ich schon heute. Ich setze mir als Ziel nun erst mal 1500 Kalorien am Tag. Das ist gute 600 Kalorien unterm Bedarf und sollte helfen.

Die schlechten Angewohnheiten, die sich immer mehr wieder eingeschlichen haben, werden abgestellt. Hab zuletzt abends drei Brote gegessen .. und dann noch irgendwas rumgeschnuckert.. Joghurt, Kaba, Chips, hartgekochtes Ei .. irgendwas halt, was ich gefunden hab.

Und komplett abgestellt wird auch wieder Cola. War zwar (meist) nur Cola Zero – doch es ist schon wieder gut n Liter am Tag und es macht mir einfach die Schnute süß! Ich hab auch dauernd Eiweißriegel gemampft (so viel „gesünder“ als Schokolade – und doch Schokolade *smile*) und hab inzwischen auch wieder richtige Schokoriegel gekauft. Vor allem Kinderriegel .. ab und an Milky Way. Oder sooo. Auf die Gummibärchen im Vorzimmer war auch schon wieder auffällig die Jagdsaison eröffnet.. Schluß damit!! Mit allem!!

Mein Kollege hatte nen guten Tipp gegen Süßhunger. Er meinte, er trinkt dann immer n Glas Wasser – davon geht es weg. Trinke eh zu wenig. Mach ich jetzt auch so. Punkt.

Weiterhin werde ich schauen, dass ich meine 10.000 Schritte am Tag mache wie bisher. Das ist gut. Das soll so bleiben. Auch der Sport alle mindestens 5 Tage ist gut. Sollte heute wieder dran sein. War Montag das letzte Mal und Wochenende ist immer ein bißchen doof – so mit Schnüggel.

Hmm.

Also wenn ich jetzt mal ganz ehrlich bin: Ich merke, wie ich wieder fauler werde. Das Treppensteigen ist nimmer ganz so automatisch wie früher. Helga, meine innere Schweinehündin klinkt sich gern ein und deutet freundlich und verlockend auf die Fahrstuhltür.. Und (was ich noch extremer finde) ich meine zu merken, dass ich die paar Kilo mehr drauf hab. Also die ca. 2-3 Kilo jetzt. Fühle mich plump und .. aufgedunsen?! Und da hab ich noch neulich beim Lesen von Erzählmirnix innerlich die Augen gerollt wegen dem Zwei-Kilo-in-zwei-Jahren-Drama. Also weniger bei den Gedankenschnipseln (die Gedanken sind ja verständlich und bekannt für mich) als eigentlich bei der Bemerkung im Kommentar, dass man die zwei Kilo doch deutlich merken würde. „Zwei Kilo! Hallo?! Das merkt man doch nicht!“ dachte ich. „Naja .. vielleicht halt schon mit sinkendem Gewicht. Aber ICH merk sowas NICHT! So!“

Hmpf.

Doch. Ich muß kleinlaut zugeben: Doch, ich merke sie glaub auch.

Oder bilde ich mir das nur ein?!

.. schon strange. Strange und vor allem: Ich hab ein Gefühl von „Es wird mir jetzt echt zu viel!“

Ob das Gefühl nun „nur“ den Körper betrifft oder einfach gerade alles ein bißchen über den Kopf wächst, sei mal dahingestellt.

Allein, dass diese Woche die konkrete Anfrage meiner Freundin kam, die mit mir nächstes Jahr nen Urlaub planen will (vorzugsweise im Mai) und mein zukünftiges Patenkind getauft werden soll (auch im Mai) und ich eigentlich im Mai in Kur wollte (ist aber noch nicht fest … und überhaupt weiß ich es noch nicht, ob das klappt), ist für mich ein mega Stressfaktor. Ich will nicht jetzt schon fast jedes Wochenende verplant haben bis Juni 2017! *Panik*

Hey – außerdem hab ich KEINE Ahnung, was für ne Situation nächsten Mai ist! Okay, Mai ist sicher die Theatersaison vorbei (deswegen ist ja bis April sowieso keine Planung für Urlaube oder sowas möglich, außer wir hätten ein spielfreies Wochenende) – doch: Was für nen Job hab ich dann? Bin ich tatsächlich die Chefin? Dann gehe ich bestimmt nicht auf Kur. Das wird kaum klappen von der Arbeit her. Da muß ich dann selbst schauen, wie ich mich über Wasser halte. Gesundheitlich (und überhaupt) gesehen. Hab ich nen neuen Chef bis dahin? Dann stellt sich die Frage: Wer? Wie ist der? Kann ich dann in Kur?
.. soll ich den Kurgedanken überhaupt streichen? Oder verschieben?

Aber ist es nicht komplett bescheuert, die Kur immer wieder raus zu schieben?! Hallo?? Das ist MEINE Gesundheit, die ich da auf „später“ schiebe!

Ich werde echt ganz irre.

Und mal nebenher fällt mir gerade beim Schreiben auf: Mein Gewicht ist AUCH meine Gesundheit.

Ich glaub, es ist ganz gut, mal wieder ein bißchen mehr darauf zu schauen, was ich da alles in mich reinstopfe. Und vielleicht auch, wieso.

Nach was hungert es mich denn wirklich?

.. DAS ist doch eigentlich die Frage!

Wenn ich nicht so hibbelig und unruhig wäre, könnte ich mich konzentrieren.

Wenn ich mich konzentrieren könnte, könnte ich was (weg)arbeiten.

Wenn ich was (weg)gearbeitet hätte, wäre der Druck geringer.

Wenn der Druck geringer wäre, wäre ich innerlich nicht so hibbelig und unruhig.

Und wenn ich nicht so hibbelig und… MIST!!!

 

Ich glaub, ich esse mal was zur Beruhigung. Vielleicht ne Schokolade??

 

Seufz.

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