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Im Moment ist eine gefährliche Tageszeit. Ich bin gerade heim gekommen – und etwas zwischen komplett platt und innerlich unruhig. Das bedeutet, ich bin hoch gefährdet, alles Mögliche in mich reinzustopfen. Vermutlich zum runterkommen. Meine Therapeutin sagte mal, essen entspannt. Wahrscheinlich ist das ein Grund, warum ich abends gern vor mich hin kaue. Im Moment sind meine Gedanken dauernd im Kühlschrank… ich könnte doch noch den Joghurt essen. Oder ein Wurstbrot. Oder einen Eiweissriegel. Oder – mal schauen – irgendwas Leckeres ist bestimmt noch da. Die Gulaschsuppe mag ich jetzt nimmer machen.. Aber vielleicht nen Kaba? Den leckeren aus den USA. Ein Päckchen hab ich noch *träum*

Meine aktive Seite, die definitiv auch den Drang hat, was erledigen zu wollen (und davon hab ich eigentlich DAUERND was!) versucht mich gerade dazu zu drängen, das Bett abzuziehen. Und die Waschmaschine zu laden – damit die morgen früh fertig ist und ich dann die Wäsche gleich aufhängen kann. Und was in Tauschticket zu erledigen. Und die Berichte bei erzählmirnix endlich nachzulesen. Und die Küche aufzuräumen. Wenigstens die Spüle leer räumen. Besser noch, die Lebensmittel durchmisten.

… und mein Körper und Geist macht „Pfuuuuuuh ….“ ich sacke innerlich richtig zusammen, wenn ich diese Liste denke – und jetzt auch schreibe. Weil ich bemerke auch: Da ist nirgends ein Ende. Das könnte ich ewig so weiter aufzählen. Es ist nie einfach gut.

Ja, und es ist echt so: Da ich auf jeden Blick hier was zu tun sehe, komm ich hier zuhause nie wirklich runter. Ausser ich hocke auf der Couch und esse und sehe fern. Oder spiele Computer. Dazu gehört wohl auch das Schreiben eines Blogartikels. Obwohl: Richtig runter komm ich grad nicht. Nur ein bisschen.

Und es listet mir auf, was ich alles noch erledigen sollte. Mit der Steuer beginnen, zum Beispiel. Und Prospekte fürs Theater austeilen. Meine Wäsche in den Schrank räumen! Das ist echt was, was ich irgendwie nie mache! Oder fast nie. Und … *Zack* steigt mein Hirn aus bei der Menge, die ansteht. Denn auch hier ist kein Ende in Sicht. Und das ungute Gefühl, ich sollte beginnen, den ganzen Käse aufzuschreiben, dass ich nichts vergesse..

Und was kommt mir dann unweigerlich in den Sinn?

„Putz ich doch mal meine Fenster!“

.. Fenster putzen ist immer meine Lieblingshausarbeit, die ich mir vornehme. Das ist immer am Positivsten für mich belegt. Nicht, dass ich es so oft machen würde, wie ich das denke … doch ans Fenster putzen zu denken, hat für mich einen geringen Widerstand, der sich dagegen entwickelt. Es kommt dann nur immer ein „Also vor dem Fenster putzen gibt es doch noch Wichtigeres zu tun: Bad putzen, Küche putzen. Wohnzimmer aufräumen, Staubsaugen…“ in den Sinn und dann ist wieder die Energie beim Fenster putzen gebrochen.

Ach Menno .. echt ein Teufelskreis.

Doch jetzt mal ganz ehrlich:

Ich hab diese Woche echt unheimlich viel geschafft. Nicht im Haushalt (natürlich nicht *seufz*), doch ausserhalb. Oder wie sagte meine Kollegin neulich so nett, als ich ihr sagte, was ich so alles mache? „Allein beim Zuhören, was Du da aufzählst, was Du alles tust, bekomme ich Beklemmungen!“ Also ist es jetzt Zeit, mir mal einfach auf die Schulter zu klopfen. Und stolz zu grinsen.

… und dann werde ich auf die Couch sitzen, was essen – und fernsehen – und am Computer n kleines bisschen spielen – und vielleicht mal noch was in Tauschticket erledigen. Das Bett kann ich ja nachher mit Schnüggel zusammen beziehen. Und die Waschmaschine laden, bevor ich in die Koje hüpfe.

Ja. Genau – so mach ich das!

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