Ich würde gern so viel schreiben – bekomme aber gar nicht den Überblick!

In meinem Kopf sind tausend plappernde, schnatternde Stimmen.. fühle mich wie ein Dauergast im Reich der Blablarella!

Würde auch gern was tun – aber weiß nicht, wo anfangen.

Es scheint immer irgendwas anderes wichtiger zu sein. als das, was ich gerade tu. Oder tun will. Manchmal fang ich ja gar nicht erst an. Oft eigentlich.

Während ich die Sätze bis hierhin geschriebee hab, hab ich zB kurz mal was gegoogelt (was ich im Kopf hatte), wo angerufen, um ne Info zu bekommen, diese Info ergänzt und das Ganze ausgedruckt, ein Bonbon gegessen, was im Smartphone geschaut und in der Robert Betz App den heutigen Gedanken gelesen – und natürlich tausend Sachen überlegt.

Am Ball bleiben fällt mir schwer – allein, weil ich gerade nicht weiß, wo ich hin will. Auch nicht mit diesem Artikel übrigens. Vielleicht ist sein Sinn einfach nur, etwas zu sortieren..

Der heutige Robert Betz Gedanke für den Tag hat mich übrigens wieder hier her geholt. Ich finde ihn bemerkenswert:

Wer die Macht über sein Leben nicht übernimmt, wählt es, ein scheinbar ohnmächtiges Opfer anderer, der Gesellschaft, des Systems, der Wirtschaft etc. zu sein und erzeugt viel Wut in sich, für die er wiederum keien Verantwortung übernimmt.

Hart. Und dabei hatte ich es erst vorhin mit der Kollegin darüber. Also nicht direkt darüber – aber indirekt. Sie ist nämlich der Meinung, dass man sich immer alles erkämpfen soll. Und wenn es nicht geht: Weiterkämpfen, bis es geht! O-Ton:„Irgendwie hab ich immer für alles Sondergenehmigungen.“ Aber eher mit einem Ton von „Warum muß das immer so schwierig zu erkämpfen sein und ich bekomme es nicht einfach gleich?!“ Mich nervt sowas. Wieso kann sie nicht einfach auch mal akzeptieren, dass es eine Grenze gibt und gut? Warum muß man sich über alle Grenzen hinwegsetzen und gegen jeden Widerstand, praktisch über Leichen hinweg alles rausnehmen, was man will und immer nur an seinen eigenen Vorteil denken? Wieso nicht auch ein einziges Mal akzeptieren, dass die gleichen Regeln für alle gelten sollen?

Ja, da fühle ich mich machtlos. Ohnmächtig. Als Opfer. Und – klar! – das macht mich wütend. Und damit bin ich wieder beim Robert Betz Gedanken.

Aber mich macht es eher wütend, dass andere sich an nichts halten. Oder mal einfach weiter denken, was ihr Verhalten für die Umwelt an Auswirkungen hat.

Oder auch einfach, dass ich mir vielleicht gern schon selbst Grenzen setze – oder gesetzte Grenzen auch akzeptiere.

Ja – was macht mich eigentlich mehr wütend? Dass ich mich nichts traue .. ja, oft gar nicht weiß, für was ich mich einsetzen soll .. oder dass andere irgendwelche Ziele haben, die sie durchsetzen?

Keine Ahnung.

Vielleicht hab ich auch zu viel Gerechtigkeitssinn. Für mich ist es klar, dass ich mal zurückstecke und dass es auch der andere mal tut. Und nicht dann noch den Hammer rausholt, um nochmal eins draufzuhauen, statt mal einen Schritt zurück zu gehen.

Trotzdem hab ich viel Wut in mir. Das Gefühl von Ungerechtigkeit.

Vielleicht sollte ich doch mal einfach immer nur denken, was ICH gerade will – und überhaupt nicht drüber nachdenken, wie es anderen recht sein könnte.

Den Gedanken allein finde ich schon skuril. Echt.

Ich meine: Ist der Mensch nicht ein soziales Wesen?!

Ach – ich weiß auch nicht… vielleicht dreht mir auch einfach meine Unsicherheit imemr wieder nen Strick aus allem. Oder meine „Opferbereitschaft“… Irgendsowas halt.

Blöd!

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