Zu gern würde ich Dir eine Mail schreiben, wieviel Freude Du mir im vergangenen Jahr mit Deinem Küken-Kalender bereitet hast – leider habe ich Deine Mailadresse nicht.

.. also mach ich einfach einen Blogbeitrag. Vielleicht liest Du es ja per Zufall, wer weiß.

Also, lieber Gunter (darf ich Dich Gunter nennen? .. naja – darfst mich auch Barbarella nennen, also lassen wir das mal so..), ich hab seit Jahren auf meinem Schreibtisch so einen täglichen Abreißkalender. Begann wohl mit einem Simplify your Life oder sowas in der Art Kalender.. Jeden Tag eine kleine Anregung für mich, um ein besserer, aufgeräumterer, glücklicherer Mensch werden. Sowas in der Art dachte ich mir da bestimmt…

Klappt doch bestimmt auch bei mir, so Schritt für Schritt und jeden Tag immer nur eine kleine Seite zum Lesen.

Nach dem ersten Jahr machte ich die Erfahrung:

Das Jahr war rum .. auf meinem Kalender war noch „Oktober“ angesagt. Und das, obwohl ich teilweise wochenweise die Blätter nachgeackert hatte nach Urlauben oder so. Also meist nur rausgerissen, nicht alle gelesen – und natürlich erst recht nicht alle Tipps umgesetzt.

Aber gut. Ich bin ja etwas hartnäckig, wenn es darum geht, dass ich was ausprobiere. Ein erster Fehlversuch schreckte mich also nicht. Zum einen behielt ich die nicht beabeiteten Blätter, zum anderen gab es nen neuen Kalender: Zu Simpliy gesellte sich noch Weg damit! Entrümpeln für jeden Tag – doppelt hält besser. Ich hatte dann einen Kalender daheim und einen im Büro. Geht’s nicht mit Gewalt, braucht es noch mehr Gewalt! So!

Natürlich war Ende dieses Jahres dann bei zwei Kalendern noch sowas wie Spätsommer, als aus dem Radio „Stille Nacht, Heilige Nacht“ allerorts zu hören war..

„Okay!“, dachte ich mir, „Aufräumtipps hast Du nun noch ungelesene für mehr als ein Jahr, die kannste ja aufarbeiten. Wie wäre es mit ein bißchen Spaß?“

So fand mein erster A joke a day zu mir. Jeden Tag einen Witz lesen, das stellte ich mir gut vor. Und englisch auffrischen gab es Huckepack gratis dazu. Auch meine Kollegin von ein paar Zimmer weiter sprang auf diesen Kalender sehr an – immer, wenn sie in mein Zimmer kam, fragte sie:„Was ist der heutige englische Witz?“

.. sie war glaub sehr enttäuscht, als ich zwei Jahre später wieder einen dieser Aufräum-Vereinfachen-glücklich-sein-Kalender kaufte .. denn auch zwei Jahre englischer Witz waren zwar witzig gewesen, aber hatten trotzdem irgendwann mit haufenweise Blätter der Kategorie „werde ich mal noch irgendwann lesen“ geendet.. Ich hatte nämlich irgendwann immer nur noch abgerissen, wenn die Kollegin nach dem Witz fragte und dann gedacht, ich les das dann später (= nie).

Ich glaubte aber trotzdem weiterhin daran, dass ich irgendwann ein ordentlicher Mensch werden könnte – und auch ordentlich meinen Jahreskalender durchlesen werde.

… deswegen folgte also wieder (wie erwähnt) ein Aufräum-Entrümpel-glücklicher-Mensch-werden-Kalenderjahr.

Ahnst Du schon, dass im Dezember immer noch ein gutgenährter Kalender auf dem Schreibtisch stand?

Zumals hatte ich inzwischen noch einen sehr wohlgenährten Spanisch-lernen-Abreisskalender daheim rumstehen .. bei dem war noch Jahre später Januar…

Und in den Schubladen und daheim mehrere Jahre Kalenderblätter zum nachlesen, erstes Mal lesen, Tipps befolgen, … blablabla (unter uns: Ein regelrechter Horror an Aufräum-und-Entrümpel-Weisheiten und englischen Witzen!)

2014 versuchte ich es wieder mit dem täglichen englischen Witz und erwarb Jokes & more – wirklich witzig. Und die Kollegn war auch wieder glücklich.. trotzdem hatte ich irgendwie immer noch übrigen Kalender am Jahresende.

Langsam dachte ich, das wäre bei mir halt so und ich wäre kein Abreisskalenderdurchhaltetyp.

Trotzdem wollte ich immer wieder einen auf dem Schreibtisch stehen haben, bin wohl doch ein Gewohnheitsmensch – oder einfach unbelehrbar, wer weiß..

Für das Jahr 2015 fiel mir Dein Küken-Kalender in die Finger.

„Ein Jahr lang Cartoons – das könnte lustig werden.“ dachte ich mir und verhaftete das Küken..

Mein Zimmerkollege, der das Jahr vorher immer durch den englischen Witz genährt wurde, bekam nun das Küken von mir vorgesetzt.

Ich fand das Küken zum SCHREIEN komisch und liebte seine skurile, schrullige, seltsame Art sofort. Erst nach einer guten Weile wurde mir bewußt, dass dieser Kalender vom kann Karate-Küken-Zeichner war, dass ich schon seit Jahren als Magnet an der Wand hängen habe.

Mein Zimmerkollege fand das Küken dagegen offensichtlich manchmal nicht soo luschdig. Manch einem Kollegen mußte ich gar erklären, was denn an gerade diesem Cartoon lustig sein sollte.

Und das Küken schaffte, was kein Kalender den den Jahren zuvorgeschafft hatte:

Ich war täglich in seinen Bann gezogen .. okay, manchmal hing ich ne Woche hinterher, doch die holte ich stets schnell wieder ein, ungelesene Blätter gab es nicht lang und ich kann heute, am 30. Dezember 2015 verkünden:

Den Küken-Kalender 2015 hab ich komplett bis zum 31. Dezember 2015 gelesen.
.. ja, ich konnte den morgigen Tag nicht abwarten udn hab vorgearbeitet… isch halt so!

Das, lieber Gunter, ist einmalig in der Geschichte der Büroschreibtischabreisskalender der Barbarella!

Ich gratuliere! *Konfettiwerf*

Zudem hat mich das Küken nebenher noch animiert, aufzuräumen: Ich hab komplett alle „Die les ich irgendwann noch/doch mal!“-Abreissblätter der vergangenen Jahre weg geworfen. Es ist nur noch ein komplettes Jahr Küken bei mir gelagert .. denn das Küken, das hat sich so tief in mein Herz gebohrt, das mag ich nimmer hergeben..

Danke, lieber Gunter, danke – Du und Dein Küken haben was geschafft, an das ich eigentlich gar nimmer geglaubt hab.

Und das beweist: Manchmal muß es halt doch einfach „nur“ das RICHTIGE sein und dann klappt es. Das Küken hatte mich im Bann, hat mir das ganze Jahr Spaß gemacht und Freude gebracht 😀

Ich wünschte nun, es gäbe für 2016 auch einen Küken-Kalender, denn ich finde keinen.

Sehr, sehr schade.

Hab aber seit ca. zwei Jahren schon einen neuen Kandidaten in den Startlöchern, der nun seine Chance bekommt:

Der falsche Kalender von Marc-Uwe Kling.

Mit ohne Wochentage und von dem her jedes Jahr einsetzbar, warum also nicht 2016? – und mit verdrehten Zitaten.

Halt leider ohne Bilder. 😦

Und vor allem ohne Küken, dass den Typen vor dem Kalender anpflaumt oder den Chickendance macht oder so… 😦 😦

Aber vielleicht klappt es ja doch und der falsche Kalender ist Ende 2016 ganz rank und schlank.

Und vielleicht klappt es 2017 dann wider mit nem Küken-Kalender, hm?

.. mich würde es freuen!

Herzlichst – und rutsch gut ins neue Jahr

Barbarella

 

 

 

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