Gerade saß ich so am PC und hab vor mich hin gedaddelt. Schnüggel hat am Laptop vor sich hingedaddelt.

Plötzlich: Türklingel!

Schock!

Bin nicht angezogen, Schnüggel auch nicht … wer kann das sein?

Ich geh an die Sprechanlage:„Guten Tag, wir würden uns gerne mit Ihnen über Gott unterhalten..“ (ja, nicht wörtlich, aber der Sinn dahinter war dieser).

Aha – Zeugen Jehovas.

Natürlich hatte ich keine Lust, unangezogen und in einer chaotischen Wohnung die Zeugen Jehovas rein zu lassen. Außerdem würde mich Schnüggel wohl erschlagen. Obwohl er sonst ein sehr freundlicher und ruhiger Zeitgenosse ist.

Ich sagte also, dass ich keine Zeit hab – und auch das einwerfen von Zeitschriften überflüssig wäre.

War stolz auf mich! Ich meine: Zu den Zeitschriften hätte ich auch „Ja.“ sagen können und dann einfach wegschmeissen. Wäre ja vom Prinzip her einfacher gewesen, als Grenzen zu ziehen und „Nein, danke!“ zu sagen. Aber ich möchte sie eh nicht lesen und hab dann auch keine Lust, dass ich womöglich in die „zukünftig vielleicht doch mal ein Kunde und da können wir ja öfter mal vorbeischauen“-Gedankenkiste bei den Zeugen Jehovas zu rutschen.

Soll heißen: Gut gemacht. Obwohl ich nur „werde ich wahrscheinlich (!) nicht lesen“ gesagt hab (kleiner Rüffel von Schnüggel für diese Formulierung (die mir selbst gar nimemr so im Gedächtnis war) – von mir der Einwand, dass es ja immerhin ein erster Schritt war und eine Verbeserung zum üblichen und leichteren „Ja, machen Sie mal.“)

Die Zeugen Jehovas waren also weg – und ich hüpfte zu Schnüggel hin. Und wir beschlossen: Jetzt frühstücken wir. Und ich startete eine Maschine Wäsche. Und räumte die Geschirrspülmaschine ein.

Also ich finde, die Zeugen Jehovas haben mir was Gutes gebracht:

  • das gute Gefühl, zu mir zu stehen und abzulehnen
  • Schwung in den bis zu dem Zeitpunkt trägen Samstag

Die haben sozusagen uns aufgerüttelt mit ihrem Klingeln.

… vielleicht sollten sie DOCH öfters klingeln?! 😉

Hat zumindest gute Nebeneffekte. 😀

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