Eigentlich mag ich den Herbst.

.. also irgendwie.

In meiner Wohnung wird es heller, weil die blöden Bäume vor dem Fenster die Blätter verlieren – und bunt ist es auch. Und man muß keine Angst vor Sonnenbrand haben.
Auch macht es mir nicht besonders viel aus, dass es draußen früher dunkel ist – ich bin eh mehr das Schattengewächs und Sprüche wie „Oh, ich muß heute noch unbedingt mal raus aus der Wohnung und ins Freie!“ … hm … ich kann mich nicht erinnern sowas schon mal gesagt zu haben.

.. vielleicht auch schon. Wer weiß.

Aber bestimmt nicht in letzter Zeit.

Ist ja auch viel zu nass draußen *hihi* oder (im Sommer) zu heiß …

Ja, nee – kleiner Scherz .. naja, oder auch nicht. Also zumindest nicht das mit der Hitze. Ich mag die Hitze nicht. Und Hitze beginnt für mich bei ca. 28°C. Über 30°C geht gar nicht! … außer im Thermalbad oder der Badewanne 😀

Ja, und was will ich damit sagen?

Keine Ahnung.

Manchmal weiß ich in letzter Zeit eh gar nicht, was ich sagen will oder nicht – ich bin fahrig, kann mich nicht konzentrieren, hab das Gefühl nichts zustande zu bekommen … was teilweise der Realität entspricht.
Von kleinen Hochphasen abgesehen (die es Gott sei Dank auch noch gibt), hab ich das Gefühl, dahin zu vegetieren. Ohne Sinn, Zweck, Ziel.

Manchmal rappelt sich mein kleiner Geist auf und will was Neues starten – und schon brech ich zusammen, weil es mir zum Einen zu viel ist – und zum Anderen hab ich schon so oft was Neues angefangen und bin dadurch nicht wirklich happy geworden, dass ich manchmal denke, es ist Zeit- und Energieverschwendung wieder irgendwas Neues zu probieren.

Ich hab depressive Züge und ein Gefühl von „alles vorbei“. Damit mein ich das Leben. Also: Mein Leben.

.. und das liegt nicht am Herbst.

Der Witz an der Sache ist ja, dass ich nicht ununterbrochen total durchhänge, sondern eher so ein „himmelhoch jauchzend – zu Tode getrübt“-Gefühlsleben hab. Und wie bitte soll einem jemand glauben, dass man mit einem inneren Regenwetter kämpft, wenn man durchaus auch noch imstande ist, Witze zu reißen und zu lachen?

Meine Ärztin meint, es wäre doch als positiv zu werten, dass ich nicht nur trübe Stimmungsstunden kenne.

Ja, einerseits macht mir das Hoffnung – andererseits fühle ich mich irre und traue mir selbst nicht.

.. manchmal hab ich das Gefühl, dass ich mich selbst verarsche!

„Also eigentlich hab ich gar nichts – nur dramatisiere ich das derart und steigere mich da so rein, dass ich dann doch was hab .. also theoretisch – in der Praxis ja nicht, weil das ja nichts ist – außer Drama!“

Ich hab eigentlich alles, eigentlich geht es mir gut – oder ich hab alle Voraussetzungen, dass es mir gut zu gehen hat – ich seh sie nur nicht und motz und nörgel und dramatisier und konzentrier mich auf alles, was ich NICHT hab .. und.. *uah* bin ich ätzend!

Seit Jahren das gleiche Spiel – oder?

Eigentlich müsste ich nur den Arsch heben .. doch andersrum: Wohin?
… und *überleg* stemme ich das Gewicht dieses Gesäßes überhaupt?

*grins*

Irgendein gar schelmisch Wesen in mir veranlasst mich immer, dass solche Sprüche bildlich in mir hochplöppen – und dann haut einen ein dummer Scherz aus dem schönsten Frust raus.. *tztz* *Kopfschüttel*
Wie soll ich mich da ernst nehmen?
.. und will ich das eigentlich?
Will ich so ein Jammertal?

Neee – will ich nicht!

Ich will nicht,  ich will nicht, ich will nicht!

Ich füll einfach das ganze Jammertal mit Wasser auf – und dann fahr ich mit dem Tretboot auf diesem so entstandenen Baggersee rum .. ÄTSCH!

Tretbootfahrende Barbarella auf Baggersee 21
Ich mach den „Baggersee 21“ zu meinem persönlichen, inneren Projekt und hab dann Urlaub – das ganze Jahr .. so! :p

 

Advertisements