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Huch, das Jahr ist ja schon fast vorbei – und ich hab ja in den letzten Tagen eher ein aus dem Blog zurückgezogenes Leben geführt!

Lag zum einen wohl daran, dass ich bei meiner Schwester auf dem PC nicht auf mein Blog zugreifen wollte – und zum anderen daran, dass ich den ein oder anderen Beitrag zwar angefangen hab .. aber dann irgendwie doch wieder verworfen.
(und mit diesem hier wäre grad auch fast das Gleiche passiert, weil ich schon wieder abgelenkt war..)

Mannometer .. schon wieder 30.12. … Wahnsinn.

.. das Leben rauscht nur so vorbei!

Mama war am nächsten Tag zwar wieder raus aus dem Krankenhaus … aber trotzdem irgendwie noch n bißchen n Sorgenkind – und ob wir n paar Tage später wirklich nach Bremen fahren sollten, lag für mich da auch noch nicht so deutlich auf der Hand.
.. hat dann aber doch geklappt.
Und ich fand es einfach nur herrlich, ein paar Tage hier raus zu sein.

Einfach n paar entspannte Tage, ohne große Pläne, ohne Druck und “muß noch” und “will noch” und BlaBla .. ich hab (trotz schlechtem Gewissen) auch drauf verzichtet, mich bei zwei Leuten in Bremen zu melden, weil ich einfach keine Lust hatte, in die wenigen Tage auch noch n Treffen reinzuzwängen.

Wir sind ja auch schon wieder Samstag heim.
.. weil ich Sonntag an die Tanke mußte.

Die Nacht von Samstag auf Sonntag war die Hölle – und das Aufwachen am Sonntag auch. Ein paar Tage raus aus dem Alltag und es widerstrebt mir noch extremer, mich mit meinem selbsterschaffenen Leben abzufinden.

Zu allem Übel (oder (noch viel wahrscheinlicher) gerade deswegen!) ist mir fast der Kopf geplatzt – und erst an der Tanke ließ der Kopfschmerz irgendwann nach.

.. noch dazu hab am Sonntag dann noch ne Lektion bekommen, dass ich es nicht wegstecke, mal eben aus meinem Leben “rauszuhüpfen”, wenn sich die Gelegenheit bietet *grrrrrrr*

Heute abend geht es dann in die Schweiz.

Eigentlich (und das tut mir von Herzen leid, entspricht aber hundertprozentig meinem Empfinden) hab ich überhaupt keine Lust, Silvester in der Schweiz zu verbringen – ich bin noch traumatisiert von dem Silvester vor zwei Jahren und befürchte, dass mich dieses Jahr ähnliches erwartet.

Nein, es hat gar nichts mit Schnüggel oder den Schweizern zu tun – es war wirklich schön und gemütlich, mit Schnüggels Freunden zusammen zu sitzen und fein Raclette zu essen und zu plaudern (und inzwischen dürfte es mit dem Schwyzerdütsch ja auch nicht mehr so anstrengend sein wie noch vor zwei Jahren) – doch als an Mitternacht nur mal eben mit Sekt angestoßen wird und ein frohes Neues gewünscht und dann zur Tagesordnung weitergegangen, war für mich in der Auswirkung auf mein Silvestergefühl ein erschütterndes Erlebnis.

Es wird einem erst bewußt, wie sehr man Silvestergeböller und Feuerwerk, mit der Sektflasche auf der Straße stehen und allen Nachbarn und Vorbeikommenden “a guats Neus” zu wünschen mit einem Start in ein neues Jahr verbindet, wenn es plötzlich mal nicht da ist!

Auch hatte es mich zutiefst irritiert, dass in der Schweiz nicht nur am Tisch nach einem kurzen Anstoßen und dem allgemeinen Beglückwünschen gleich wieder zum Raclettöfelchen zurückgekehrt wurde, sondern auch keinerlei “SMS-Pieps-Lawine” hereinbrach oder “Ich ruf mal kurz meine Mutter / Schwester meinen Vater / Bruder an!”-Telefonate vorgenommen wurden..

Hallo?
.. es hat ein neues Jahr begonnen – äh … hat das einer mitbekommen?!

Das Ganze fand seinen Höhepunkt dann darin, dass ich nach dem Heimkommen einen tierischen Heulanfall hatte, weil ich mich wie im alten Jahr steckengeblieben und von aller Welt verlassen gefühlt hatte – denn zum größten Übel war dazu auch auf meinem Handy keine SMS-Glückwunschlawine angerollt.

.. vielleicht aus dieser Erfahrung heraus, das neue Jahr mit Frust und Tränen, statt fröhlichem Feuerwerk und Sekt auf der Straße zu beginnen, schaudert mir nun vor dem diesjährigen Silvester in der Schweiz.

Doch vielleicht ist es auch eine Gelegenheit zu einer zweiten Chance – denn schließlich ist mir bewußt, dass das ganze Drama nur meiner eigenen “Gefühlshölle” entsprang.. und (wer weiß!) vielleicht wird es dieses Mal alles auch ganz anders auf mich wirken ;)

Na denn:

Ein gutes Neues allerseits! *pling*

Gestern hab ich ein Hörbuch gehört .. und es hat mich tief beeindruckt.

Beeindruckt ist nicht das richtige Wort, denn darin schwebt etwas Positives und wahrlich: An dem Thema des Hörbuches ist NICHTS positives, wenn man davon absieht, dass es aufrüttelt. Vielleicht wäre “erschüttert” angebrachter .. doch das trifft (so schlimm es klingt) im Moment nicht wirklich auf mich zu. Vielleicht, weil es derart unbegreiflich für mich ist, dass ich es nicht in voller Härte an mich ranlasse.

Das Hörbuch heißt Seelenficker.

Es ist ein Tagebuch, dass von einem drogenabhängigen Schulmädchen geschrieben wurde, die auf dem Babystrich ihre Sucht finanziert.
Und das Tagebuch ist echt.
.. während ich das schreibe, bekomme ich ne Gänsehaut.

Natürlich bekommt weiß ich, dass es auf dieser Welt einiges an unvorstellbaren Dingen gibt – und vom Babystrich hatte ich schon vor 15 Jahren in Christiane F.’s Wir Kinder vom Bahnhof Zoo gelesen.

.. wirklich begriffen hab ich es wohl nicht.

Es ist nicht wirklich zu mir durchgedrungen, dass es ja nicht nur die Seite dieser Kinder gibt, die eben jung sind und es deswegen “Babystrich” heißt .. sondern, dass es hier wirklich UM diese Kindheit der Prostituierten geht.
.. obwohl das natürlich auf der Hand liegt.

Und beim Babystrich geht es nicht ausschließlich “einfach nur um Sex” – hast Du gezahlt, nimmt sich so manch einer wirklich raus, dass er mit der Ware wirklich machen kann, was er will … egal, was für Konsequenzen das für das “gekaufte Objekt” hat. Gruselig. Abartig und zutiefst gruselig..

Nataschas Schreibstil in Seelenficker ist derart eindrücklich, sie schreibt unumwunden, was geschieht, wie sie es erlebt, was sie fühlt und wirft fast im Vorbeigehen noch wirklich tiefgründige Fragen auf … bei mir als Hörer schaltet sich da fast automatisch der Filter ein, denn würde ich wirklich reinfühlen in das, was ich da höre: Es wäre unerträglich.

… und sie durchlebt es.

Der unglaublichste Aspekt an der ganzen Sache ist:

Und es gibt Männer (und ja, es sind in dem Fall wirklich nur die Männer), die das TUN. Die regelmäßig hingehen und sich ein kleines Kind zum ficken kaufen.

.. ich schreib das so, wie es auch in dem Hörbuch gesagt wird – und es einfach ist.

An einer Stelle schreibt Natascha: “Wer weiß, ob er sich in diesem Moment vorstellt, dass ich seine Tochter bin – ob ich gerade sie davor bewahre, dass er sich an ihr vergreift..”

.. wie krank das ist!

… wie wahr das ist??? .. oder zumindest sein könnte?

Wie will man gegen den Wahnsinn der Gesellschaft, der Menschen ankommen?
Gegen solche Begierden, die man nur als “krank” bezeichnen kann – gibt es da überhaupt eine Chance auf Heilung?
Für die Welt, die Menschen ….

Mir fehlen die Worte.

… und trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) finde ich solche Bücher wie “Seelenficker” so wichtig, richtig und mutig.

Obwohl Natascha auf der Webseite zum Buch schreibt, dass ihr die Bewunderung anderer nichts nutzt, finde ich es nicht nur erwähnenswert sondern auch bewundernswert, dass sie es trotz Drogenrausch und schwerster Selbstverletzung in jeglicher Form geschafft hat, aus dem Sumpf rauszukommen. Auch wenn sie noch jeden Tag kämpft.

Ein Wahnsinn, was für eine Kraft und Intelligenz in ihr steckt – ich wünsche ihr auf tiefstem Herzen, dass sie das und auch ihren Selbstwert erkennt und weiter ihren Weg geht.

.. es war jetzt auch

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Also, der Tag meines Gastbeitrages bei Exhausted ;)

.. durch die kleine “Happy Birthday”-Melodie in ICQ heute kurz nach Mitternacht wurde (nach dem kurzen Dilemma unten) mit Hilfe Eurer Kommentare (Danke, danke, vielen Dank, ihr Lieben! *drück*) ein längst anstehender Loslassprozess angeschubst.

Und der hat sich nun erfüllt in der kleinen Aktion “Entferne X-tremly Tabu”.

Bye bye … *wink*

Vielen Dank für alles, was ich an Dir lernen durfte!

.. vielleicht bis im nächsten Leben – vielleicht auch nicht. ;)

Wow – ich fühl mich so leicht *hüpf*

*aufatme*

Von dem her war es den kurzfristigen Ärger und das Entsetzen durchaus wert *grins*

.. wie mies müssen die Zufälle des Lebens eigentlich sein?!

Ich bin echt all SCHALTJAHR mal in ICQ …. hab meinen Ex vor Ewigkeiten in “X-tremly Tabu” umgenannt, damit ich ihn niemals mehr anschreibe und er GANZ UNTEN in der Liste ist und ich ihn nicht im Blick hab.

Jetzt bin ich grad n paar Minuten vor Mitternacht online gegangen, weil ich schauen wollte, ob n Bekannter online ist .. und plötzlich hör ich ne Geburtstag-Musik und hab die Anzeige “X-tremly Tabu hat heute Geburtstag”..

WAAAAH .. wollt ich daran erinenrt werden?!

NEIN!

.. ich erinnere mich noch genau an die Dramen, die das vor n paar Jahren ausgelöst hat.

Warum lösch ich den Typen eigentlich nicht einfach? *hmpf*
… aber ob davon allein die Wut auf ihn weg geht? *zweifel*

Könnte aber ein erster Schritt sein ….

… naja – vielleicht morgen. Oder so.

Jetzt hab ich meinen Terminkalender für die Tage vorm Urlaub so ziemlich vollgestopft ..

Von dem her hab ich es fast mit ner gewissen Erleichterung aufgenommen, als mich heute früh ein Anruf meiner Physiotherapiepraxis erreichte, dass der Termin um 7:30 ausfallen würde, weil meine Physiotherapeutin krank sei.

.. besonders war ich froh, dass es “nur” sowas war – wenn bei mir um kurz nach sieben das Telefon klingelt, hab ich höchste Alarmbereitschaft. Ich dachte sofort: “Oh Gott – Mama ist im Krankenhaus!”

Doch dieser Anruf erreichte mich trotzdem .. gute zwei Stunden später.

Mama ist wirklich heute nacht ins Krankenhaus gekommen ..
“… weil alles spinnt.” wie sie so schön sagte.

Nicht grad beruhigend.

Ich bin also schon den ganzen Tag etwas neben mir – ein Glück, dass ich heute keinen Gesprächstermin hab!

.. und jetzt werde ich dann gleich mal heimhechten und zu Mama ins Krankenhaus, damit ich ihr bringen kann, was immer sie auch braucht.

Um halb sechs hab ihc schon den nächsten Termin – vorher noch bei der Post vorbei .. und eigentlich wollte ich heute abend dann mal alles für die Reise über Weihnachten vorbereiten (zumindest mal Wäsche waschen und so halt).

… doch das wird jetzt wohl alles etwas knapp.

Unter dem Aspekt bin ich fast etwas froh, dass meine Verabredung für den Würzburger Weihnachtsmarkt am Samstag sich heute auch zerschlagen hat. So hab ich weniger Hektik von dem her .. andersrum weiß ich ja im Moment eh nicht, ob wir überhaupt zu meiner Schwester fahren, wenn es Mama nun so schlecht geht.

.. und abgesehen davon wäre es mir lieber, wenn ich etwas mehr Stress und Hektik hätte – und es dafür den Menschen um mich rum gut gehen würde .. also Mama nicht im Krankenhaus wäre .. und meine Bekannte fröhlich und gut drauf, dass wir zusammen den Weihnachtsmarkt unsicher machen würden, statt Mama im Krankenhaus besuchen zu müssen und zu sehen, wie meine Bekannte trauert – und in beiden Fällen einfach nur hilflos dastehen zu können :(

.. ich bin noch etwas unentschlossen.

Aber nichts destotrotz teste ich grad n dem Onlinespiel “Luna Fabula” rum.

Luna Fabula

.. richtig blicken tu ich es im Moment noch nicht.

Doch ich hab irgendwie mehr den Hang zu den schwarzen Künsten *hihi*

Irgendwelche Mitstreiter? .. würde mich freuen :)

.. da sieht man es mal wieder:

Lesen bildet!

Ohne die Lektüre des wunderbaren Buches Frühstück mit Kängurus: Australische Abenteuer hätte ich gar nicht erkannt, dass im Radio grad das Lied Waltzing Mathilda gespielt wurde.

.. und ich kannte es WIRKLICH noch nicht bisher – obwohl es ja DAS Lied schlechthin in Australien sein soll. Sogar ne zeitlang wie ne Nationalhymne..

Konnte es ja erstmal nur als nen Gag sehen .. doch inzwischen glaub ichs langsam:

Das scheint wahr zu sein!

.. es gibt den ersten GOLDautomaten!

Gold-to-go Automat

Wahrscheinlich haben die Leute beim ersten GELDautomaten das Ganze auch erstmal für nen Witz gehalten….

Im Radio kommt heute ein Interview mit Marius Müller-Westernhagen – da kann ich mich heute ja auf viele Westernhagen-Songs freuen..

Marius beim SWR1

Ich hatte ja Schnüggel gefragt, ob wir auf n Marius-Konzert wollen .. und Schnüggel meinte “Ich kann mich nicht erinnern, dass mir auch nur ein Lied von dem gefällt..”
Blödmann! *schmoll*
Ich find ne Unmenge (nicht alle, nein .. aber viele) von Westernhagens Liedern obergenial! Alte und auch neue!

*gedanklichvorsichhinträller*

Draußen ist es grau,
ich sitz mit Dir hier blau,

ob ich mir n Küßchen klau?
“Nun lass das doch, Du alte Sau!”

Liebling, lass uns tanzen, das tut im Bluut so guut..!

Mit Pfefferminz bin ich Dein Prinz ~ Marius Müller-Westernhagen ~ Mit Pfefferminz bin ich Dein Prinz


 

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